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Erfahrungsberichte über Tenovis, Alcatel und Siemens

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Burkhard Brackhagen

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Sep 14, 2001, 9:13:03 AM9/14/01
to
Hallo NG,
ich suche für unsere Firma eine neue TK (Größenordnung 300 Teilnehmer, ca.
150 schnurlose) und habe derzeit drei in der Auswahl:
Siemens Hicom 330
Alcatel OmniPX 4400
Tenovis 33

Da wir auf unserem Gelände mehrere Gebäude haben, werden wir mit
Unteranlagen, die mit LWL an die Hauptanlage angeschlossen wird, arbeiten.

Hat jemand Erfahrung mit den o. g. Anlagen?? Jede Info, ob positiv oder
negativ, würde mir weiterhelfen.

Danke

Burkhard


Oliver Doll

unread,
Sep 14, 2001, 10:15:07 AM9/14/01
to
Sorry Burkhard,

geht jetzt an der Frage vorbei, aber investiert man heute noch in der
Größenordnung in herkömmliche Technologie oder geht man da nicht lieber
schon zu SIP (http://www.cs.columbia.edu/~hgs/sip/) über!?

Oliver

Erich Kirchmayer

unread,
Sep 14, 2001, 1:27:44 PM9/14/01
to
Hi,

"Burkhard Brackhagen" <b.brac...@standard-metall.de> schrieb im
Newsbeitrag news:9nsvnu$9fpsi$1...@ID-108362.news.dfncis.de...

> Da wir auf unserem Gelände mehrere Gebäude haben, werden wir mit
> Unteranlagen, die mit LWL an die Hauptanlage angeschlossen wird,
arbeiten.

Unteranlagen sind nicht mehr zeitgemäss. Siemens und Alcatel bieten
dafür z.B. "abgesetzte Anlagenteile" an. Diese werden via Glasfaser, ATM
oder dergl. an die Haupteinheit angebunden. Diese Anlagenteile verhalten
sich wie ein wirkliches Teil der gesamten Anlage. Sie benötigen keine
Rechnershelfs etc. sonden tragen (ausser der Verbindungsbaugruppe(n) )
nur Teilnehmer/Leitungsbaugruppen in sich. In der Administration
erscheint das ganze System dann auch als EIN System.

In "nur" vernetzten Anlagen lassen sich manche Merkmale nur sehr
aufwändig oder garnicht realisieren (z.B. netzweite Belegtanzeige,
netzweiter Gruppenruf/Sammelanschluss, netzweite Chef-Sekretäranlagen
usw.)

Vorteil von "echt vernetzten" Anlagen ist jedoch die Ausfallsicherheit.
Bei entsprechend kluger Konfiguration (Ringförmige Vernetzung, eigene
Amtszugänge) kann problemlos ein Teil des Netzes ausfallen, der Rest
läuft dann autark weiter. Sowas ist aber recht teuer (für einen "Ring"
benötigt man im Gegensatz zu einer sternförmigen Struktur je Anlage 2
Verbindungsbaugruppen (i.d.R. S2M)

--
Gruß

Erich Kirchmayer


--

"Jetzt wird´s mal kurz hell im Hals!"

www.notfallmedizin.de - Ausbildung im Rettungsdienst, Erste Hilfe-Kurse.
umfangreiche Linkliste u.v.m.

Erich Kirchmayer

unread,
Sep 14, 2001, 1:29:42 PM9/14/01
to
Hi,

"Oliver Doll" <news.de....@od.do.uunet.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3ba21114$0$183$4d4e...@read.news.de.uu.net...

> geht jetzt an der Frage vorbei, aber investiert man heute noch in der
> Größenordnung in herkömmliche Technologie oder geht man da nicht
lieber
> schon zu SIP (http://www.cs.columbia.edu/~hgs/sip/) über!?

Zeige mir mal eine Anlage dieser Bauart, die 150 Schnurlose Telefone
unterstützt......

Matthias Bock

unread,
Sep 17, 2001, 12:21:48 PM9/17/01
to
"Erich Kirchmayer" <E_Kirc...@hotmail.com> schrieb

> Unteranlagen sind nicht mehr zeitgemäss. Siemens und Alcatel bieten
> dafür z.B. "abgesetzte Anlagenteile" an.

Tenovis übrigens auch!

M.f.G.

Matthias


Burkhard Brackhagen

unread,
Sep 17, 2001, 11:59:50 AM9/17/01
to
Sorry
meine Wortwahl "Unteranlagen" war nicht richtig. Ihr habt natürlich recht -
es sind abgesetzte Anlagenteile, die die drei Unternehmen angeboten haben.

Aber gibt es denn bei der einen Anlage Vorteile gegenüber der vom anderen
Anbieter (sei es Technik, Software oder auch Firlefanz, die nur die Chefs
benötigen). Oder ist es nachher eine reine Geschmacksache bei den Endgeräten
(die interessieren mich zunächst mal nicht so).

Danke schon mal, auch für die bisherigen Antworten

Burkhard


Markus Jumpertz

unread,
Sep 20, 2001, 3:45:23 PM9/20/01
to
Hallo,
also der Service von Tenovis ist sehr gut!
Von Siemens höre ich da om Moment mehr klagen...
MfG
Markus


"Burkhard Brackhagen" <b.brac...@standard-metall.de> schrieb im

Newsbeitrag news:9o56kg$b227s$1...@ID-108362.news.dfncis.de...

Erich Kirchmayer

unread,
Sep 21, 2001, 3:37:23 PM9/21/01
to
Hi,

"Markus Jumpertz" <markus....@netcologne.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9odgts$ekc$1...@news.netcologne.de...

> also der Service von Tenovis ist sehr gut!
> Von Siemens höre ich da om Moment mehr klagen...

....Anlagen der Hersteler Alcatel, Siemens, Tenovis etc. werden nicht
nur von den Herstellern selbst vertrieben. Es gibt unzählige hoch
qualifizierte und motivierte kleinere und mittelständische Unternehmen,
die solche Produkte selbstverständlich auch im Programm haben. Bzgl.
Service und Verträge ergibt sich dort auf Nachfrage evtl. eine bessere
Flexibilität und bessere Dienstleistung. Eine Anlage von "X" ist nicht
deshalb grundsätzlich schlecht, weil der Service von "X" nix taugt. Mit
der selben Anlage von "X" kannst du mit dem Vertragspartner "Y" wie auf
Wolken schweben.......

Tino Svatek

unread,
Sep 25, 2001, 2:48:31 PM9/25/01
to
"Burkhard Brackhagen" <b.brac...@standard-metall.de> wrote in message
news:9nsvnu$9fpsi$1...@ID-108362.news.dfncis.de...

Hi,

hast Du keine Angebote von Ericsson oder Nortel? Ericsson bietet astreine DECT
Lösungen. Nebenbei ist Ericsson DER Konkurent der "großen" Siemens, zeichnet
sich aber durch deutlich besseren Service aus. Nortel bietet einwandfreie
Absetzung der Anlagenteile, vorrangig über Leider weiß ich nicht wie der
Vertrieb von beiden in Deutschland aussieht. Eine Lösung direkt vom Hersteller
ist aber absolut zu empfehlen, da dieser schnellere Lösungwege parat hat.
Sieger ist sicher der Anbieter, der alle Anlagenfunktionen zum besten Preis,
aber noch viel wichtiger zum besten Service anbieten kann. Der "kleine"
Techniker spielt dabei eine wesentliche Rolle.

mfG

Tino


--
Posted from [62.47.6.105]
via Mailgate.ORG Server - http://www.Mailgate.ORG

Erich Kirchmayer

unread,
Sep 25, 2001, 6:52:32 PM9/25/01
to
Hi,

"Tino Svatek" <tino....@tirol.com> schrieb im Newsbeitrag
news:d84dfd92882b74e6912...@mygate.mailgate.org...

> Eine Lösung direkt vom Hersteller
> ist aber absolut zu empfehlen, da dieser schnellere Lösungwege parat
hat.

Nicht unbedingt. In der Regel sind Hersteller gezwungen, ihre eigenen
Produkte einzusetzen während freie Anbieter (z.B. mittelständische
Unternehmen) das gleiche Grundprodukt "Anlage" mit z.B. anderen
Mobilteilen anbieten kann.

Weniger DECT-Bereich, aber in anderen Bereichen (Gebührenerfassung, CTI,
3rd-Party-Lösungen, Unified Messaging, Call Center, Voice-Mail u.v.m.)
gibt es oftmals Produkte herstellerunabhängiger Firmen, die
preisgünstiger sind und/oder mehr Leistungsumfang bieten. (und auch
komplett in die TK-Anlage integriert werden können)

> Sieger ist sicher der Anbieter, der alle Anlagenfunktionen zum besten
Preis,
> aber noch viel wichtiger zum besten Service anbieten kann.

Leider lässt sich der Service erst dann sicher bewerten, wenn man ihn
braucht - und das wird man i.d.R. erst dann erfahren, wenn man die
Anlage schon hat. Papier und smarte vertriebsmitarbeiter versprechen
viel, "24h-Service" klingt toll - aber IST der Service auch so gut? Oft
gibt es bei bundesweit tätigen Anbietern (i.d.R. Hersteller) sogar
lokale Unterschiede. Während man in München den Service der dortigen
Niederlassung von "X" nur loben kann, wird der Service der Hamburger
Niederlassung als "mehr als mies" bewertet (oder eben umgekehrt)

Wichtig ist bei Verträgen aller Art, daß man sich gewünschte und
versprochene Leistungsmerkmale _schriftlich_ und "wasserdicht" zusichern
lässt. Es ist sicher kein Fehler, (s)einen Rechtsanwalt bei der
Vertragsabfassung bzw. -Unterzeichnung hinzuzuziehen. "Alles kein
Problem" oder "ist selbstverständlich mit dabei" sind oft gebrauchte
Worte, die aber nirgendwo vertaglich festgehalten sind......
"Nebenabreden bedürfen der Schriftform" ist ein ebenso gebräuchlicher
Satz in Verträgen - und im Streifall wurden dann nie Versprechungen oder
Zusicherungen gemacht und - da nicht schriftlich festgehalten - lässt
sich auch schwer dasGegenteil beweisen.

Ich kenne eine Firma, bei der ein Anlagenverkäufer Dinge zugesichert
hat, die zu diesem Zeitpunkt definitiv technisch mit dem angebotenem
System garnicht möglich waren. Tja, schriftlich festgehalten - der
Anlagenlieferant musste mehrmals auf eigene Kosten nachbessern und
(teure!) Updates und Zusatzbaugruppen installieren........

Und nochwas: Man darf nie davon ausgehen, daß bestimmte
Leistungsmerkmale "selbstverständlich" sind. Es gibt z.B. aktuelle,
grosse TK-Anlagen namhafter Hersteller, die noch nicht einmal die vom
ISDN (oder kleinsten ISDN-Anlagen) gewohnten Leistungsmerkmale auf die
Anlagennebenstellen umsetzen (CLIP auf Analog, Rufweiterschaltung frei
wählbar bei frei, besetzt und sofort, SMS senden und empfangen). JEDE
noch so unwichtig erscheinende Kleinigkeit _schriftlich_ zusichern
lassen!! "Aber meine Auersmann-Anlage zuhause kann das doch auch!" gilt
später bei einem Streitfall so gut wie nichts........

Wichtig bei Vertragsverhandlungen auch die Frage, die Anlage vor Ablauf
des Vertrages durch ein neueres Modell auszutauschen (Kosten sollten "im
Rahmen" bleiben, ggf. sogar kostenlos). Wie verhält es sich bei
Erweiterungen? Wird der Vertrag dann verlängert oder bleibt die Laufzeit
gleich (und es erhöht sich nur die Miet/Wartungssumme) z.B.
Bosch-Telenorma (jetzt Tenovis) war "bekannt" dafür, daß bei
Erweiterungen der Anlage gleichzeitig auch die Möglichkeit bestand, daß
der Vertrag um die Laufzeit ab dieser Erweiterung verlänget wurde. d.h.
im Jahr 4 eines 5-Jahresvertrages noch einen Apparat mehr = weitere 5
Jahre Vertragsbindung)

Viele kleine "Fangstricke", die man beim Abschluss eines oberflächlich
betrachtet "sehr günstigen" Vertrages oft übersieht.......

--
Gruß

Erich Kirchmayer


--

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Der "kleine"

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