gibt es im Augenblick eine Faustregel, bei wievielen
ISDN-Basis-Anlagenanschlüssen man von der Telekom einen wie großen
Nummernkreis für die Durchwahlen bekommt?
Konkret würde mich interessieren, ab wieviel Basisanschlüssen man
zweistellige Durchwahlen bekommt, und ab wieviel Basisanschlüssen man
einen kompletten zweistelligen Nummernkreis erhält.
Grüße
Marc
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Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
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Auch wenn schon via IRC geklärt, hier nochmal für die Nachwelt:
Keine Faustregel, sondern Vorgaben der BNetzA [1].
> Konkret würde mich interessieren, ab wieviel Basisanschlüssen man
> zweistellige Durchwahlen bekommt, und ab wieviel Basisanschlüssen man
> einen kompletten zweistelligen Nummernkreis erhält.
Zu 2 BAs gibt es 'nen 30er-Block, bei 4 BAs gibt's 100. Wobei auch
dadrunter bis 100 bei begründetem Bedarf zugeteilt werden können.
Gruß
Dominique Görsch
Zwei Kriterien bestimmen die Durchwahlen:
1. Anzahl der B-Kanäle
2. wenn Anzahl zu niedrig, dann kann man versuchen, den Bedarf zu beweisen.
Steht alles bei der Bundesnetzagentur, ich bin grad zu faul zum suchen,
tschuldigung.
> bzw. fällt es unangenehm auf, wenn ich den rufnummernplan dreistellig
> konfiguriere, obwohl ich nur einen zweistelleigen konfigurieren darf?
Wenn die Gesamtlänge der Rufnummer zu lang ist, dann kann es Probleme geben,
eigentlich nur im internationalen Verkehr (sagte man). Aber bei mittlerweile
812349 nationalen Anbietern von Telekommunikationsdienstleistungen, die sich
alle in Preis UND Technik unterbieten, würde ich für längere Rufnummern
nicht unbedingt garantieren.
Es gilt eine maximale Länge von 15 Ziffern nicht zu überschreiten.
Beispiel:
02374 12345 hat wieviele Ziffern?
Antwort: Elf.
Warum? Die Regel gilt für den internationalen Verkehr. Man zählt also:
Landesvorwahl (in D 49): 2
Vorwahl (hier 2374, "0" zählt nicht): 4
Rufnummer (hier 12345): 5
2 + 4 + 5 = 11. Wow!
8818freak <mathi...@gmx.de> schrieb:
> ab wieviel anschlüssen kann mir bei bedarf eine dreistellige
> durschwahl zugewiesen werden?
http://www.bundesnetzagentur.de/enid/61fdee28297c9f29f09ad5c13fba7ca1,0/
Ortsnetze/Ermittlung_des_Rufnummernbedarfs_1g8.html
...also ab 8 Kanälen
> bzw. fällt es unangenehm auf, wenn ich den rufnummernplan dreistellig
> konfiguriere, obwohl ich nur einen zweistelleigen konfigurieren darf?
Nun, "normalerweise" ist das kein Problem solange die gesamte Rufnummer
im internationalen Format nicht mehr als 15 Stellen hat (+49 1234
12345678-123 würde also noch gehen, +49 1234 12345678-1234 nicht mehr)
Soweit die ISDN-Technik. Manche Netzanbieter arbeiten "intern"
(innerhalb ihrer Vermittlungsknoten und an den Netzübergängen zu anderen
Dienstleistern) mit VoIP (i.d.R. SIP oder H323). Udn in dieser Technik
gitb es keien "Wahl", sondern eine Adressierung, die bei SIP wie eine
Mailadresse aufgebaut ist, z.B.
Hast du einen solchen Anbieter und gibt "er" dir einen RNR-Block von 00-
99, so hast du die Adressen
4912341...@anbieter.com bis 4912341...@anbieter.com
und nicht mehr oder weniger, d.h. eine auf deiner ISDN-Seite "harmlose"
Nst. 199 wird nie bei dir landen, denn 49123412...@anbieter.com
gibt es garnicht.
Ob und wann dein Netzanbieter "intern" diese Technik nutzt, wirst du
kaum erfahren. Für dich draussen bleibt es "normales ISDN". Es kann also
gut sein, dass du dieses Jahr problemlos mit 3-stelligen statt 2-
stelligen Durchwahlen arbeiten kannst, vielleicht Mitte 2009 macht´s
dann "puff" und nix mehr geht.
Es gibt auch heute schon Anbieter (z.B. Colt), die selbst abgehend nur
zulassen, was im offiziell zugeteilten Rufnummernblock drin ist. 00-99
geht, eine Nebenstelle 123 kommt garnicht erst raus "in´s Amt".
In der Schweiz gibt es eine etwas andere Technik, dort werden Rufnummern
nur innerhalb des zugeteilten Rufnummernbandes überhaupt vermittelt. Die
Ortsrufnumemrn sind max. 7-stellig, landesweit einheitlich. Ziehst du
von Zürich nach Bern, behältst du deine 1234500, nur die Vorwahl ändert
sich. In Österreich ist es "egal", was du an Ziffern hinter diene
Kopfnummer hängst. Die Ösis machen derzeit alles mit - von 1-stellig bis
10-stellig kein Problem. Willst du eine alte Anlaoge Numemr 123456 mit
ISDN-Durchwahl haben? Auch kein Problem. Ab sofort eben 123456-xxxx
machbar.
Wo der Weg in der Vermittlungstechnik in .de (und weltweit) hingeht ist
relativ klar: In Richtung SIP, d.h. feste Adressierung mit festen
vorgegebenen Rufnummern"blöcken".
Gruß
Erich
--
Lebe heute und freue dich auf morgen.
Du fleißiges Lieschen Du - Danke, der Link ist gespeichert.
>> bzw. fällt es unangenehm auf, wenn ich den rufnummernplan dreistellig
>> konfiguriere, obwohl ich nur einen zweistelleigen konfigurieren darf?
>
> Nun, "normalerweise" ist das kein Problem solange die gesamte Rufnummer
> im internationalen Format nicht mehr als 15 Stellen hat (+49 1234
> 12345678-123 würde also noch gehen, +49 1234 12345678-1234 nicht mehr)
Ich hatte gestern dazu noch mal in der Wikipedia nachgeschaut.
Dort wird behauptet, bei der Zählweise würden VAZ UND Durchwahlen nicht
berücksichtigt.
VAZ ist klar, aber Durchwahlen gehören m.W. sehr wohl zur Gesamtlänge der
Nummer, sonst könnte man ja beliebig aufbohren.
> Soweit die ISDN-Technik. Manche Netzanbieter arbeiten "intern"
> (innerhalb ihrer Vermittlungsknoten und an den Netzübergängen zu anderen
> Dienstleistern) mit VoIP [...]
> Ob und wann dein Netzanbieter "intern" diese Technik nutzt, wirst du
> kaum erfahren. Für dich draussen bleibt es "normales ISDN". Es kann also
> gut sein, dass du dieses Jahr problemlos mit 3-stelligen statt 2-
> stelligen Durchwahlen arbeiten kannst, vielleicht Mitte 2009 macht´s
> dann "puff" und nix mehr geht.
Sowas wäre sehr ärgerlich, vor allem für kurze Rumpfnummern, wo es bisher ja
problemlos möglich war.
Tja, alles wird halt besser ("besser" im Sinne von "schlechter").
> In der Schweiz gibt es eine etwas andere Technik, dort werden Rufnummern
> nur innerhalb des zugeteilten Rufnummernbandes überhaupt vermittelt. Die
> Ortsrufnumemrn sind max. 7-stellig, landesweit einheitlich. Ziehst du
> von Zürich nach Bern, behältst du deine 1234500, nur die Vorwahl ändert
> sich.
Das hat auch seinen Reiz, wusste ich gar nicht.
> In Österreich ist es "egal", was du an Ziffern hinter diene
> Kopfnummer hängst. Die Ösis machen derzeit alles mit - von 1-stellig bis
> 10-stellig kein Problem. Willst du eine alte Anlaoge Numemr 123456 mit
> ISDN-Durchwahl haben? Auch kein Problem. Ab sofort eben 123456-xxxx
> machbar.
Das ging vor etlichen Jahren sogar mal bei einem Kunden von mir.
Der hatte 1711 als analoge Rufnummer und hat daraus einen ISDN
Anlagenanschluss 171-0 machen dürfen, kann also (momentan) problemlos
4stellige Durchwahlen nutzen.
> Wo der Weg in der Vermittlungstechnik in .de (und weltweit) hingeht ist
> relativ klar: In Richtung SIP, d.h. feste Adressierung mit festen
> vorgegebenen Rufnummern"blöcken".
Na toll.
Das wird stark auf die Konfiguration des SIP-Servers bzw. des
verwendeten Gateways ankommen. Der Asterisk z.B. unterstützt
grundsätzlich Techniken äquivalent zu DDI bzw. Nachwahlen, dazu
verwendet man Wildcards am Ende der Extension im Dialplan. Interessant
wäre für mich noch, ob die nachgewählten Ziffern auch an dein
SIP-Endgerät durchgereicht werden, oder vom SIP-Provider verworfen werden.
Gruß
Dominique Görsch