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Schlimme Verständnislücke bezügl. Anlagenanschluß.

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Lars Wolos

unread,
Feb 7, 2001, 2:50:43 PM2/7/01
to
Hallo zusammen,

ich habe mich in meinen letzten TK-Jahren was ISDN-Anschlüsse angeht
tragischerweise ausschließlich mit Mehrgeräteanschlüssen befasst ;-)

Jetzt habe ich da ein paar Fragen:

1.) Sind bei PTP-Basisanschlüssen die internen Anlagennebenstellennummern
immer identisch mit den von außen erreichbaren Durchwahlen?

2.) Ist man zwingend an die vorgegebene Rufnummernblocklänge (z.B. "2")
gebunden, oder kann man auch z.B. die Nebenstelle "10013" einrichten? Ich habe
da ziemlich absurde Erfahrungen gemacht! Z.B. hat ein Anschluß die Haupt-
rufnummer "758064-". Die Abfragestelle ist die "-6", die Rufnummernblocklänge
ist lt. DTAG-Auskunft zwei ("2"). Außerdem hätte man noch "-7" und "-8",
also wären die Nebenstellen 60 bis 89 möglich, da ja die Blocklänge 2 ist.
Komischerweise ist jetzt aber ein interner Teilnehmer 16 auch unter seiner
Nummer von außen erreichbar, und die Nummer 758064-16 wird auch
übermittelt! Dasselbe trifft sogar für einen int. Teilnehmer "100" zu!
Heißt das jetzt, die Auskunft von der DTAG ist falsch?

3.) In welchem Fall geschieht denn die Zuteilung des Rufnummernblockes
durch die RegTP und wann entfällt diese Prozedur? Wie ist es bei
einstelligen Rufnummernblöcken?


Ich habe den Eindruck, mit Anlagenanschlüssen kann man sozusagen (fast) alles
machen...

Gruß
Lars


Joachim Klein

unread,
Feb 7, 2001, 8:36:49 PM2/7/01
to
Hallo,


Lars Wolos <l...@gmx.de> schrieb:

> 1.) Sind bei PTP-Basisanschlüssen die internen Anlagennebenstellennummern
> immer identisch mit den von außen erreichbaren Durchwahlen?

Nein. Bei den meisten heutigen Anlagen kannst Du interne Nummern frei
vergeben, welche den externen Nummern entsprechen koennen, aber nicht
muessen. Du kannst z.B. bei vielen Anlagen Nebenstellengruppen definieren,
die von aussen ueber *eine* Durchwahl erreichbar sind, aber intern
natuerlich verschiedene Nummern haben.

Z.B. kannst Du die externe Durchwahl -22 der Nebenstelle 55 zuweisen (es
kann dann aber sein, dass diese Nebenstelle von aussen auch automatisch
ueber die -55 erreichbar ist).

Das haengt aber sehr stark von den verwendeten Anlagen ab. Z.B. haben Elmeg
und Agfeo da verschiedene Konzepte.


> 2.) Ist man zwingend an die vorgegebene Rufnummernblocklänge (z.B. "2")
> gebunden, oder kann man auch z.B. die Nebenstelle "10013" einrichten?

Im Prinzip kannst Du die Durchwahl intern so lang machen, wie Du willst, es
gab frueher z.B. eine Hotlinenummer von Teles mit einer irre langen
Durchwahl (da wurde die Seriennummer o.ae. mit codiert).
Du kannst dann aber evtl. aus bestimmten Laendern nicht erreicht werden,
weil nur eine bestimmte Anzahl von Ziffern weitergegeben wird, generell
sollten Rufnummern mit Vorwahl nicht laenger als 13 oder 14 Ziffern sein.

Es gab auch Geruechte, dass die Telekom hier und da nur noch soviele
Stellen "durchlaesst", wie dem Anschluss zugeordnet sind; habe ich bisher
aber nicht selbst erlebt.

Ein bei mir beliebter Fall ist z.B., dass der Kunde einen einstelligen
Block zugewiesen bekommt (0 .. 9; bei nur einem Anschluss zwangslaeufig),
aber intern zweistellige Durchwahlen 0 und 10 .. 99 nutzt.


> Z.B. hat ein Anschluß die Haupt-
> rufnummer "758064-". Die Abfragestelle ist die "-6", die
Rufnummernblocklänge
> ist lt. DTAG-Auskunft zwei ("2"). Außerdem hätte man noch "-7" und "-8",
> also wären die Nebenstellen 60 bis 89 möglich, da ja die Blocklänge 2
ist.

Das passiert, wenn z.B. ein anderer Teilnehmer bereits den Durchwahlblock
00 .. 29 und ein zweiter den Durchwahlblock 30 .. 59 erhalten hat (kommt
vor, wenn man zwei Anschluesse beauftragt, dann erhaelt man im Regelfall 30
Durchwahlen).


> Komischerweise ist jetzt aber ein interner Teilnehmer 16 auch unter
seiner
> Nummer von außen erreichbar, und die Nummer 758064-16 wird auch
> übermittelt! Dasselbe trifft sogar für einen int. Teilnehmer "100" zu!

War das schon immer so oder ist das neuerdings so? Vielleicht wurde ein
Durchwahlblock eines anderen Teilnehmers frei und die Firma hat ihn sich
nachtraeglich geschnappt?


> 3.) In welchem Fall geschieht denn die Zuteilung des Rufnummernblockes
> durch die RegTP und wann entfällt diese Prozedur?

Wenn Du mehr Durchwahlen brauchst als zu der Anzahl Anschluesse "gehoeren".
Ich habe die Anzahl der Durchwahlen, die Dir bei ein, zwei, drei oder mehr
Anschluessen zustehen, nicht im Kopf. Bei einem Anschluss bekommst Du im
Regelfall einen einstelligen Block 0 .. 9, bei zwei Anschluessen einen
zweistelligen Block von 30 Durchwahlnummern (00 .. 29 oder 30 .. 59 oder 60
.. 89; der scheinbar ueberfluessige Block 90 .. 99 kann dann verwendet
werden, um einem anderen Teilnehmer Nummern mit einstelligem
Durchwahlblock xxxx9-0 .. xxxx9-9 zu vergeben, das kann auch z.B. schon mit
dem Block 50 .. 59 passieren, hat ein Kunde von mir).


> Wie ist es bei einstelligen Rufnummernblöcken?

Bei einem beauftragten Anschluss bekommst Du einen einstelligen
Durchwahlblock, da hat die Regulierungsbehoerde nichts mehr mit zu tun,
wenn sie die Nummer an sich einmal an die Telekom "verteilt" hat (die
Gesellschaften kriegen ja immer Kontigente zugeteilt).

> Ich habe den Eindruck, mit Anlagenanschlüssen kann man sozusagen (fast)
alles
> machen...

Na ja, Du kannst nicht mehrere Geraete an den NTBA anschliessen, sondern
*musst* z.B. auch ISDN-Karten ueber einen internen Bus laufen lassen.
Und Du kannst Deine alte Rufnummer nicht uebernehmen, wenn Du von analog
auf ISDN wechselst (technisch waere es wohl moeglich, z.B. aus einer 123450
eine 12345-0 zu machen, wenn die Rufnummern 123451 .. 123459 bereits/noch
frei waeren).


Die Telekom bietet uebrigens fuer Umsteiger/Aufsteiger derzeit eine
Moeglichkeit, bei Beauftragung eines Anlagenanschlusses fuer ein Jahr lang
kostenlos die Anrufe auf *einer* alten Nummer auf den Anlagenanschluss
weiterzuleiten. Den entsprechenden Link suche ich bei Interesse heraus.


Gruesse aus Aachen
Joachim

--
www.isdn-tip.de

Michael Petereit

unread,
Feb 8, 2001, 12:57:21 AM2/8/01
to
Hallo ,

da muss ich mal ganz dumm eine weitere Frage stellen:


Wann kommt seine Setupmessage bei einer DDI fähigen Anlage bei Wahl der
Kopfnummer an ?

Beispiel:

Kopfnummer: Durchwahlbereich:

1234- 0 - 9

Wenn jetzt jemand 1234 wählt und dann nicht weiter würde ich eine
Setupmessage mit evetuellem Timeout erwarten.
Alle weiteren Ziffern können nachträglich als Informationelement bis zum
SendigComplete gesendet werden.

Wichtig ist halt die Frage, wann das Setup bei der TK-Anlage ankommt ?


Danke und Gruss,
Michael

Michael Hendrik Soengen

unread,
Feb 8, 2001, 11:20:43 AM2/8/01
to
Lars Wolos wrote:
>
> 1.) Sind bei PTP-Basisanschlüssen die internen Anlagennebenstellennummern
> immer identisch mit den von außen erreichbaren Durchwahlen?

Das hängt von der Anlage ab. Es kann so sein, muß aber nicht. Mitunter
ist dieses Verhalten sogar individuell einstellbar. (Und allein der
Übersichtlichkeit halber empfehle ich eine - weitgehende - Kongruenz
zwischen Durchwahlen und Internnummern.)

> 2.) Ist man zwingend an die vorgegebene Rufnummernblocklänge (z.B. "2")
> gebunden, oder kann man auch z.B. die Nebenstelle "10013" einrichten?

Die Rufnummernblocklänge ist eigentlich nicht vom zugeteilten Block
abhängig: Bis zu acht Ziffern werden zur nachgeschalteten Anlage
durchgereicht. Was die damit macht, ist egal. Natürlich kannst Du
(wiederum: anlagenabhängig) einstellige oder fünfstellige Durchwahlen
gemischt einstellen. Beachte lediglich, daß eine eindeutig
identifizierte Rufnummer als "Verbindung hergestellt" signalisiert wird:
Wenn Du z.B. eine Durchwahl -2 einrichtest, ist eine -22 oder eine
-20013 nicht mehr möglich.

> Ich habe
> da ziemlich absurde Erfahrungen gemacht! Z.B. hat ein Anschluß die Haupt-
> rufnummer "758064-". Die Abfragestelle ist die "-6", die Rufnummernblocklänge
> ist lt. DTAG-Auskunft zwei ("2"). Außerdem hätte man noch "-7" und "-8",
> also wären die Nebenstellen 60 bis 89 möglich, da ja die Blocklänge 2 ist.
> Komischerweise ist jetzt aber ein interner Teilnehmer 16 auch unter seiner
> Nummer von außen erreichbar, und die Nummer 758064-16 wird auch
> übermittelt! Dasselbe trifft sogar für einen int. Teilnehmer "100" zu!
> Heißt das jetzt, die Auskunft von der DTAG ist falsch?

Wahrscheinlich. I.d.R. werden die anderen Durchwahlen von -0 bis -5 und
die -9 anderen Teilnehmern zugeteilt. Hier scheint der Block noch nicht
(oder nicht mehr?) anderweitig vergeben zu sein. Oder der ganze Block
von -0 bis -9 wurde zugeteilt.



> 3.) In welchem Fall geschieht denn die Zuteilung des Rufnummernblockes
> durch die RegTP

Grundsätzlich und immer.

> und wann entfällt diese Prozedur? Wie ist es bei
> einstelligen Rufnummernblöcken?

Auch dann. Die Anzahl der möglichen Durchwahlen und der Länge der
Rufnummer hängt von der ANzahl der eingesetzten Nutzkanäle ab...

Viele Grüße,

Hendrik Söngen
--
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Erich Kirchmayer

unread,
Feb 9, 2001, 8:54:28 AM2/9/01
to
Hallo,

"Michael Petereit" <Michael....@materna.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3A823541...@materna.de...

> Wann kommt seine Setupmessage bei einer DDI fähigen Anlage bei Wahl der
> Kopfnummer an ?

> Wenn jetzt jemand 1234 wählt und dann nicht weiter würde ich eine
> Setupmessage mit evetuellem Timeout erwarten.
> Alle weiteren Ziffern können nachträglich als Informationelement bis zum
> SendigComplete gesendet werden.
>
> Wichtig ist halt die Frage, wann das Setup bei der TK-Anlage ankommt ?

nach der 1234. bei Anlagen mit LED´s für die Leitungen (Leitungstasten)
leuchten diese dann schon. Nach einem Timeout reagiert entweder die Anlage
(wirft Anrufer zum Vermittlungsplatz ab) oder der Netzbetreiber (sendet
"Belegtzeichen")


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Gruß

Erich Kirchmayer --- kirch...@web.de --
LSM-Kurse und RD-Ausbildung: www.notfallmedizin.de
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Dieser Beitrag gibt ausschliesslich meine persönliche Meinung wieder!

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