ist es möglich zwei beliebige TK-Anlagen miteinander zu verbinden
das man intern kostenlos telefonieren kann? Anrufen nach/von extern
sollen aber separat bleiben über die jeweiligen Telefonanschlüsse.
Danke
Uwe
Das ist nur sehr eingeschraenkt moeglich. Man kann die eine Anlage an
den internen S0 einer anderen haengen. Allerdings wird da der
Rufnummernplan nicht ganz einfach zu durchschauen, ganz abgesehen davon,
dass hin- und herverbinden auch nicht unbedingt funktioniert. Eine
Anlage braucht einen internen und einen externen S0, eine braucht 2
externe So (einen zur Kopplung, einen zum Extern-Anschluss). Da kann man
auch vielleicht gleich eine groessere Anlage anschaffen und eine
"Firmentrennung" einrichten.
Koppeln kann man im SoHo-Bereich z.B. die Euracom-Anlagen, die die
Quervernetzung ausdruecklich vorsehen. Mit gewissen Einschraenkungen
treten zwei gekoppelte Euracoms nach aussen und innen wie eine groessere
Anlage auf (also z.B. gemeinsame Verwaltung der internen
Nebenstellennummern etc.).
Grosse, Anlagen wie Siemens Hicom etc. bieten allerdings erheblich mehr
Optionen fuer Vernetzungen, doch gehe ich davon aus, dass kleinere
SoHo-Anlagen gemeint waren?
MfG,
Ch. Bluemer
Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, TK Anlagen zu verbinden:
a) Kaskadierung d.h. Hintereinanderschaltung, so dass es eine Haupt- und
mindestens eine Unteranlage [früher "Zweitnebenstellenanlage"] gibt.
Technische Lösung: die Unteranlage amtsseitig an einen Teilnehmer Port
der Hauptanlage hängen - kann a/b oder S0 sein. Je nach Ausstattung der
Unteranlage ist dann interner Verkehr in beiden Richtungen von Endgerät
zu Endgerät möglich.
b) Vernetzung d.h. gewissermaßen ein Parallelbetrieb der Anlagen [früher
"Querverbindung"].
Einige Hersteller nutzen eigene Protokolle (Siemens z.B. CorNet) um ihre
Anlagen über die S0 Ports zu vernetzen. Ist eleganter als die
Kaskadierung, da die Rufnummern innerhalb des Systems einheitlich
bleiben und nahezu alle Funktionen anlagenübergreifend verfügbar sind.
In Deinem Fall ist die Kaskadierung nur möglich, wenn die Unteranlage
über einen freien Amtsport (zusäzlich zum regulären Amtszugang) verfügt
und an der Hauptanlage ein entsprechendes Gegenstück ebenso frei ist .
Vernetzung ginge über die internen S0 wenn diese ungespeist (!) sind,
z.B. wie bei der Hicom E oder Octopus E. Anlagen aus dem SOHO Segment
(mit Speisespannung auf den Busleitungen) sind dazu nicht geeignet und
können beschädigt werden!
AGFEO bietet IMHO eine Vernetzungslösung an, dazu kann ich aber nichts
sagen.
Vielleicht postest Du Deine genaue Konfiguration (ich gehe mal davon
aus, dass die beiden Anlagen schon existieren - Du schriebst
"beliebige"), dann können wir hier evtl. eine Lösung finden.
Grüße
Harvey
--
4events show & media network http://www.4events.de
mailto:in...@4events.de
"Uwe Foerster" <uwe.fo...@barmag.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9innog$jt8q8$1...@ID-25449.news.dfncis.de...
> ist es möglich zwei beliebige TK-Anlagen miteinander zu verbinden
> das man intern kostenlos telefonieren kann? Anrufen nach/von extern
> sollen aber separat bleiben über die jeweiligen Telefonanschlüsse.
Von welcher Grössenordnung der Anlagen redest du? Bei prof. TK-Anlagen
wie Siemens, Alcatel usw. ist es selbstverständlich (!) möglich, zwei
(oder mehr) Anlagen mit komplett integriertem Rufnummernplan,
anlagenübergreifende Leistungsmerkmale (Rückruf, Namensanzeige,
Gruppenruf, Sammelanschluss etc.) zu vernetzen. Selbstredend ist dies
via S0 bzw. S2M (teilw. mit anlageneigenen Protokollen oder QSIG) oder
auch via Voice-over-IP möglich.
Bei kleineren Anlagen ist eine "Vernetzung" meistens nur bedingt (z.B.
mit Verlust einiger oder fast aller Leistungsmerkmale) möglich. Eine
simple Sprechverbindung zwischen Anlage A und Anlage B ist jedoch auch
dort kein grosses Problem.
--
Gruß
Erich Kirchmayer
--
Dieser Beitrag gibt ausschliesslich meine persönliche Meinung wieder!
www.notfallmedizin.de - Ausbildung im Rettungsdienst, Erste Hilfe-Kurse
u.v.m.
Uwe Foerster wrote:
>
> Hallo,
>
> ist es möglich zwei beliebige TK-Anlagen miteinander zu verbinden
> das man intern kostenlos telefonieren kann?
Verbinden schon ob sie dann auch sauber laufen ist eine andere
SAche (Stichwort Bitslipping und Master/Slave-Clockansteuerung).
Wenn man da nicht aufpasst arbeitet die beiden TK-Anlagen nicht
zeitsynchron und es gibt definitiv Drop-Outs im Datenstrom
(z.b. bei Bittransp.).
--
Autor der USRobotics-FAQ http://usrfaq.koepke.net/usrfaq.txt
Christoph Bluemer wrote:
> Das ist nur sehr eingeschraenkt moeglich. Man kann die eine Anlage an
> den internen S0 einer anderen haengen. Allerdings wird da der
> Rufnummernplan nicht ganz einfach zu durchschauen,
Man kaskadiert dann entsprechenden die Rufnummernzuordnung und definiert
bei ausgehenden Rufen entsprechend ueber Amtsholungen und
Amtsholungsziffern welchen Weg die TK-Anlagenkaskade geht.
> ganz abgesehen davon,
> dass hin- und herverbinden auch nicht unbedingt funktioniert.
Das wird durch die Rufnummernzuordnung in der TK-Anlage programmiert
Beispielsweise betreiben wir bei uns zwei Teles-iBPXer im
Kaskadenbetrieb
Hier gibts einen entsprechenden Ports (1. Karte 0. Port bei den 4SOern
oder eben ueber zwei S2Mer) fuer die Kaskadierungen.
WEnn man aber verschiedenen TK-Anlagen kaskadiert gibts (siehe anderen
Thread) das Problem der ZEitsynchronisation und muss beruecksichtigt
werden. Das kann z.b die Teles-PBX nicht (keine
Master/Slaveclockeinstellung). Sie kann aber zwischen verschiedenen
TEles-
PBxlern sich synchronisieren. Den Mastertakt bekommt die 1. Anlage dann
vom AMT (bei uns ein Anlagenanschluss der TElekom mit Rufnummernblock)
> Grosse, Anlagen wie Siemens Hicom etc. bieten allerdings erheblich mehr
> Optionen fuer Vernetzungen,
Grosse Anlagen haben zudem den Vorteil das sie inzwischen einen
gemeinsamen
Protokollstandard (Q-SIG) kennen mit der sich auch Anlagen verschiedener
Hersteller dann kaskadieren lassen. Auch haben sie aus gutem Grunde die
Master/Slaveclockeinstellung.
Nichtsdestotrotz sind die Nummernplaene nicht homogen. Um Nst. 11 in Anlage
1 zu erreichen waehlt ein Teilnehmer in Anlage 2 (Unteranlage) 011 oder
-bei automatischer Amtsholung- 11, aber dann muss er fuer Teilnehmer 25
seiner Anlage z.B. R-25 waehlen. Bei einer richtigen Vernetzung (die ja
auch im Kleinanlagensegment moeglich ist, vgl. Euracom) ist der Nummernplan
von jedem Apparat aus gleich strukturiert. Versuch mal, einem geistig nicht
ganz so flexiblen Mitarbeiter einer Firma sowas zu erklaeren, da geht doch
ein bisschen Zeit drauf... ;-)
MfG,
Ch. Bluemer
Danke für die Antworten. Ich wollte eigentlich in einem
Zweifamilienhaus zwei
(noch zu kaufende) TK-Anlagen miteinander verbinden. Mir war nicht
ganz klar ob
das funktioniert. Die andere Lösung wäre eine größere Anlage mit zwei
extern Amtsleitungen
(zwei S0-Modulen extern).
Gruß
Uwe
Dann schaff Dir doch 2 Euracom 181F an, die kannst Du via internem S0
quervernetzen. Sind sehr leistungsfaehige und hochwertige Anlagen, jedoch
noch im Bereich unter 1000,- DM! Siehe www.euracom.de
MfG,
Ch. Bluemer
Warum so umständlich? Eine 262 mit Firmentrennung löst das
billiger und besser. Wenn keine internen So benötigt werden
reicht sogar eine 181 oder 260.
Gruß,
J. Schimmer
--
Microsoft isn`t the Borg, the Borg have proper Networking.
Ist im Prinzip richtig, aber dann muessen beide Haeuser jeweils
mit 3 bzw. 4 analogen Nebenstellen auskommen. Wenn das reicht...? ;-)
Firmentrennung ist in diesem Fall vielleicht sogar unnoetig, weil es ja
anscheinend eng miteinander verbundene Leute sind, und die verschiedenen
Pick-Up-Berechtigungen lassen sich auch ohne Firmentrennung einrichten.
Letztlich nur eine graduelle Frage, was dort an Ressourcen benoetigt wird.
Vor allem ist die Frage ob es wuenschenswert ist, dass die ISDN-Anschluesse
beide in der einen Wohneinheit liegen. Das muss aber der Frager selbst
entscheiden...
MfG,
Ch. Bluemer
On Sat, 14 Jul 2001 13:59:52 +0200, "Uwe Foerster" <uwe.fo...@barmag.de>
wrote:
> Danke für die Antworten. Ich wollte eigentlich in einem
>Zweifamilienhaus zwei
>(noch zu kaufende) TK-Anlagen miteinander verbinden. Mir war nicht
>ganz klar ob
>das funktioniert. Die andere Lösung wäre eine größere Anlage mit zwei
>extern Amtsleitungen
>(zwei S0-Modulen extern).
Diese Lösung würde ich auf jeden Fall vorziehen, entsprechende Anlagen kosten
auch nicht die Welt und alles ist viel klarer :-)
z.B. die Auerswald COMpact 4410 mit 2S0-Modul
(http://www.jacotec.de/tk-anlagen/isdn-tk/compact4410.html). Dann hast Du 2 S0
extern und 2 S0 intern sowie 10 analoge Ports. Also für jeden 1 externer, 1
interner S0 und 5 Analogports. Die Anlage kann so konfiguriert werden, daß
keiner auf dem externen S0 des anderen telefonieren kann und umgekehrt.
Beste Grüße
Marco
--
Offenes Auerswald Support-Forum und Software-Download:
http://www.jacotec.de/tk-anlagen/