> Die Stellungnahme des RTA vom 30.05.2006 zur Änderung der
> Amateurfunkverordnung ist auf der Seite des DARC nachzulesen!
...aber nur für darc- Mitglieder!
>
> vy 73 de Wolfgang
Gruß
Mario
>
>>Die Stellungnahme des RTA vom 30.05.2006 zur Änderung der
>>Amateurfunkverordnung ist auf der Seite des DARC nachzulesen!
>
>
> ...aber nur für darc- Mitglieder!
>
Doch wohl für alle Mitglieder von RTA-Mitgliedsvereinen, oder?
>
> Gruß
> Mario
vy 73
Günter, DL6IM
Günter Schupp schrieb:
Dann eben für alle:
Vorstandsinformation (020)
Verteiler: Vorstand, Amateurrat, Referenten/Stäbe, Geschäftsführung,
GS Bereichsleiter, Redaktion, Verlag
Datum: 30.05.2006
erstellt von: Dr. Walter Schlink, DL3OAP, und Christina Hildebrandt, DO1JUR
verteilt von: Sekretariat Jur. VBB ? Frau Stackebrandt
Erste Änderung der Amateurfunkverordnung vom 15.02.2005;
Stellungnahme zum Entwurf
Beigefügte Stellungnahme des RTA zur ersten Änderung der
Amateurfunkverordnung ist
heute an das BMWi gesandt worden.
Anlage
Seite 1 von 1 Vinf06020
RTA Runder Tisch Amateurfunk
Dr. Walter Schlink, DL3OAP Demokratische Vertretung der Funkamateure in
Deutschland
________________________________________________________________________________________________________
Geschäftsstelle Lindenallee 4
34225 Baunatal
RTA Geschäftsstelle, Lindenallee 4, 34225 Baunatal
Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie
Abteilung VI B 2
Herrn Dr. Tettenborn
Scharnhorststraße 34 - 37
10115 Berlin
Ihre Nachricht vom Unser Zeichen Telefon Name Datum
hi-st 0561 94988-32 Christina Hildebrandt 2006-05-30
Erste Änderung der Amateurfunkverordnung vom 15.02.2005;
Stellungnahme zum Entwurf
Sehr geehrter Herr Dr. Tettenborn,
vielen Dank für die Übersendung des Entwurfes einer ersten Änderung der
Amateurfunkverordnung
vom 15.02.2005 samt Begründung.
Ihrer Anregung entsprechend habe ich den Entwurf allen
RTA-Migliedsverbänden weitergeleitet,
die ihn der breiten Amateurfunköffentlichkeit zur Verfügung gestellt haben.
Der Runde Tisch Amateurfunk ist dadurch in die Lage versetzt, nicht nur
das Meinungsbild
seiner Verbände wiederzugeben, sondern hat auch zahlreiche Positionen der
Funkamateure ausgewertet.
Dieses vorausschickend bittet der RTA zunächst, die Verordnung zur Änderung
der Amateurfunkverordnung schnellstens umzusetzen, um allen Funkamateuren
die neuen und positiven Regelungen zu eröffnen. Daher sollten keine
Änderungen
mehr erfolgen, die die Änderungsverordnung und ihr In-Kraft-Treten Anfang
Juli aufhalten könnten.
Des Weiteren kommentieren wir themenbezogen den Änderungsentwurf aus der
Sicht
der Funkamateure und Mitglieder der RTA-Verbände wie folgt:
? Erweiterung des 40-m-Bandes
Die Erweiterung des zugewiesenen Frequenzbereiches 7000 bis 7100 kHz um
weitere 100 kHz auf 7200 kHz auf sekundärer Basis ist natürlich zu begrüßen.
- - 2 -
Was aber bereits für das 160-m-Band gilt: Verschiedene Leistungsstufen
innerhalb
eines Bandes werden von den Funkamateuren als realitätsfremd empfunden.
Langfristig sollte das Ziel die allgemeine Leitungserhöhung auf 750 W sein,
um Nachteile deutscher Funkamateure bei internationalen Wettkämpfen zu
vermeiden.
? Freigabe des Frequenzbereichs um 50 MHz
Auch diese Freigabe wird von den Funkamateuren begrüßt, wenngleich ein
gewisses
Unverständnis für die noch im Herbst erfolgte verwaltungs- und
kostenverursachende
Verlosung zu vernehmen ist.
Eine Diskrepanz fällt auf: In der Begründung zum Entwurf wird unter lfd.
Nr. 13
Ziff. 7 von einer max. Bandbreite von 7 kHz gesprochen, in Spalte 6 der
tabellarischen
Übersicht der Anlage ist die Nr. 3 der zusätzlichen Nutzungsbestimmungen
angegeben. Diese beinhaltet jedoch die Festlegung der max. Bandbreite auf
2,7 kHz.
Was die Leistung anbetrifft, so sollte diese langfristig auf 25 W PEP
erhöht werden.
Auch in Bezug auf den Frequenzbereich 50 MHz sollte eine europäische
Harmonisierung angestrebt werden.
Bei den zusätzlichen Nutzungsbestimmungen gehen wir davon aus, dass diese
noch gesondert veröffentlicht werden. Zu den weiteren Auflagen stellt
sich die
Frage nach dem Beibehalt der so genannten Sperrzonen. Die Einschränkungen
für den erweiterten Frequenzbereich 50,08 bis 51 MHz können zunächst
hingenommen
werden, um den Primärnutzern einen weitestgehenden Schutz vor Störungen
zu gewährleisten. In diesem Sinne gehen wir davon aus, dass die Primärnutzer
der Erweiterung des Frequenzbereiches für den Amateurfunkdienst
auf sekundärer Basis positiv gegenüber stehen.
Sollten Sie anders lautende Rückäußerungen von den Primärnutzern haben,
möchten wir Sie nachhaltig bitten, uns diese ebenfalls zugänglich zu
machen und
uns die Möglichkeit zu eröffnen, gemeinsam mit dem BMWi die Bedenken
gegenüber
den Primärnutzern zügig auszuräumen.
? Zeugnisklasse E
Die überwiegende Mehrzahl der Funkamateure stehen der Umsetzung der
CEPT-Empfehlung (05)06 sowie des ERC-Reports 32 der CEPT, wonach die
Einsteigerklasse einen beschränkten Kurzwellenzugang mit einer max.
Ausgangsleistung
von 75 W erhalten soll, sehr positiv gegenüber. Sie sehen dies
weniger als ?Geschenk an die Leistungsverweigerer?, sondern vielmehr als
?Herausforderung
zur Weiterbildung? für die Einsteiger. Die Funkamateure freuen sich
über die neuen Möglichkeiten für die aktiven Funkamateure und über den
nunmehr
erweiterten Kreis potenzieller Funkpartner auf einer Reihe von
Amateurfunkbändern.
- - 3 -
Viele sprechen sich sogar für eine noch erweiterte Kurzwellennutzung im
Bereich
40 m und 20 m aus. Auch das 23-cm-Band, dass sich für die Betriebsart ATV
bevorzugt eignet, wird genannt.
Einige sind allerdings auch der Auffassung, dass weniger
Ausgangsleistung für
die Zeugnisklasse E ausreichend gewesen wäre. Dies wird vor allem damit
begründet,
dass ein Aufstieg zur Klasse A damit attraktiver wäre. Außerdem entspreche
die Ausgangsleistung von 75 W PEP nicht dem derzeitigen Gerätestandard
für die Zeugnisklasse E. Danach müsste die Ausgangsleistung dann schon
eher 100 W PEP lauten. Wegen der Pflicht zur Abgabe der Anzeige nach
BEMFV wird bei der Leistung für die Klasse E auch oft weiterhin auf die 10 W
EIRP-Leistungsgrenze hingewiesen.
Aber auch andere Positionen und Meinungen sind beim RTA eingegangen, die
deshalb ebenfalls wiedergegeben werden sollen.
Auf der einen Seite erfolgt durch den Änderungsentwurf automatisch eine
Gleichstellung der jetzigen bereits geprüften Zeugnisklasse
E-Funkamateure mit
denen, die künftig nach der Änderungsverordnung ihre Prüfung ablegen werden.
Dies wird teilweise als ungerecht empfunden, da in allen drei
Prüfungsfächern
Technik, Betrieb und Vorschriften nur die Grundzüge erlernt und
abgeprüft wurden.
Auf der anderen Seite gibt es auch Bedenken dahingehend, dass durch die
zusätzlichen
Bänder und die erhöhte Leistung kein Anreiz mehr bestehen könnte,
die Zeugnisklasse A im Wege der Zusatzprüfung zu erwerben. Daher wird von
einigen wenigen sogar gefordert, die Einsteigerzeugnisklasse sollte
insgesamt
zeitlich begrenzt sein.
Die Abgrenzung der Amateurfunkzeugnisklassen von einander wird allgemein als
Problem gesehen. Es wird der Einstieg in eine so genannte
?Einheitslizenz? befürchtet.
Die Funkamateure sprechen sich hier eindeutig dagegen aus. Um den
Anreiz zu erhalten, Zeugnisklasse A zu erwerben, wird teilweise auch
vorgeschlagen,
dass die Nutzung der neuen Kurzwellenbänder auf einzelne Frequenzsegmente
beschränkt werden könnte, beispielsweise auf Teile des 80-m-Bandes
und des 10-m-Bandes.
Viele Bedenken gehen auch dahin, dass der Amateurfunkdienst als
technischexperimenteller
Funkdienst erhalten bleiben muss. Es wird teilweise befürchtet,
dass dieser Standard und die allgemeine Akzeptanz der Funkamateure in
der Öffentlichkeit
verloren gehen könnte, wenn nur noch Einsteigerzeugnisklassen (unterstellt,
weil attraktiv genug) vergeben werden. Der Amateurfunk soll nicht zum
?Jedermannsfunk? werden. Auch die Sonderregelung Anzeigeverfahren gemäß
BEMFV muss bedacht und erhalten bleiben. Deshalb wird es für erforderlich
gehalten, dass mindestens die BEMFV-Kenntnisse in der Technikprüfung für die
Klasse E enthalten sein müssen.
Der RTA hat, da er viele Mitglieder vertritt, hiermit die Möglichkeit,
die Meinungen
von über 50.000 Funkamateuren wiederzugeben.
- - 4 -
Die Mitgliedsverbände haben sich darüber hinaus schon auf vergangenen
RTASitzungen
mehrfach für ein langfristig dreistufiges Amateurfunkzeugnisklassensystem
ausgesprochen. Das Ziel sollte daher sein, eine echte Neulingszeugnisklasse
mit tatsächlich geringeren Prüfungsanforderungen und nur wenig Befugnissen,
ähnlich dem englischen Modell, einzurichten. Diese so genannte
?Schnupperlizenz? könnte befristet sein, nur nationale Geltung haben und
noch
unterhalb der Anforderungen für die Zeugnisklasse E eingerichtet werden.
Der RTA ist über seine Mitgliedsverbände hier bereits in erweiterte
Überlegungen
eingestiegen und bietet seine Unterstützung und Beratung dem BMWi an.
Da die bereits oben genannte CEPT-Empfehlung den einzelnen Verwaltungen
die Festlegung der konkreten Frequenzbereiche und der Nutzungsbedingungen
für die Zeugnisklasse E überlässt, spricht sich der RTA besonders für
eine europäische
Harmonisierung der Frequenzbereiche und Leistungen für die Zeugnisklasse
E aus. Nur eine einheitliche europäische Handhabung trägt zur tatsächlichen
Harmonisierung bei.
? Übergangsregelungen
Der Änderungsentwurf enthält keine Übergangsregelungen im Hinblick auf die
Prüfungen für die Zeugnisklasse E. Diese sind aber erforderlich, da nach In-
Kraft-Treten der Änderung zur Amateurfunkverordnung bisher nur in den
Grundzügen
geschulte Prüflinge im Bereich Technik dann sofort die detaillierteren
Kenntnisse aufweisen müssten. Wir bitten daher, eine angemessene
Übergangsfrist
mit der Bundesnetzagentur zu installieren.
? Amateurfunkprüfungen
Durch die Amateurfunkverordnung (§§ 5 und 6) ist bereits mit
In-Kraft-Treten am
19.02.2005 der Weg geebnet worden, durch Amateurfunkvereinigungen
Amateurfunkprüfungen
in Eigenregie abnehmen zu können. Dies dient der Selbstregulierung
ebenso wie der Kostenersparnis. Nach mehreren Eingaben und Vorschlägen
des RTA ist im § 6 der Satz gestrichen worden, dass der Vorsitzende
des Prüfungsausschusses Angehöriger der RegTP / BNetzA sein muss.
Stattdessen
ist festgelegt, dass Vorsitzender und die Beisitzer der Prüfungsausschüsse
nicht Angehörige der Regulierungsbehörde sein müssen. Korrespondierend
dazu fehlt im § 5 die Festlegung, dass die RegTP Zeit und Ort der Prüfung
festlegt. Damit wollte man eine gewisse Unabhängigkeit der Örtlichkeiten der
Bundesnetzagentur erzielen.
Wir sprechen uns nochmals - wie wiederholt - dafür aus, dass die Prüfungen
durch Private nun eingeführt werden sollten. Dies kann in einer
Einführungsphase
zunächst für einige Prüfungsteile, Klasse E-Prüfungen oder freiwillige
CWPrüfungen
erreicht werden. Nicht zuletzt dürfte dieser Umstand dann auch zur
Gebührensenkung beitragen.
- - 5 -
Durch die erhöhten Gebühren, die mit der Amateurfunkverordnung vom
15.02.2005 eingeführt worden sind, wird das ursprüngliche Ziel des
Amateurfunkgesetzes
und der Amateurfunkverordnung, nämlich Jugendliche für den Amateurfunk
zu gewinnen (Einführung Zeugnisklasse E sowie Ausbildungsfunkbetrieb)
ad absurdum geführt. Dass amtliche Prüfer bei den Amateurfunkprüfungen
nicht unbedingt erforderlich sind, zeigen die Beispiele in vielen
anderen Ländern,
u. a. in Amerika, England, Schweden oder Holland, wo die Prüfungen längst
durch private Verbände durchgeführt werden. Nach einem entsprechenden Signal
aus dem BMWi bieten wir Gespräche mit der BNetzA zum Thema an.
Organisatorische Vorarbeiten für Amateurfunkprüfungen, die
Vorbereitungen und
die Durchführung der Prüfungen kann von den Verbänden geleistet werden, so
dass nur das Ausstellen der Prüfungsurkunde bzw. Zulassung zur Teilnahme am
Amateurfunkdienst den hoheitlichen amtlichen Akt darstellt.
Anders lautende Rechtsauffassungen, wonach erst das Amateurfunkgesetz
geändert
werden müsste, sind nicht nachvollziehbar.
? Gebührenerhöhung
Wie bereits im Kommentar zur Amateurfunkverordnung vom 15.02.2005 spricht
sich der RTA nochmals gegen die vorgesehene Gebührenerhöhung im Amateurfunk
für das Jahr 2008 aus.
? Aufzeichnungen beim Ausbildungsfunkbetrieb
In der Begründung des Änderungsentwurfs zu § 12 Abs. 4 wird die Aussage
getroffen,
dass die Aufzeichnungen längstens ein Jahr aufzubewahren sind. Dies
geht auf Argumentationen von Datenschützern zurück. Die Begründung zu der
Streichung des Wortes ?mindestens? ist aber fehlerhaft. Auch nach Streichung
des Wortes sind die Aufzeichnungen über den Ausbildungsfunkbetrieb ein Jahr
aufzubewahren. Es ist eine Festschreibung der Mindestdauer. Die Aussage,
dass die Aufzeichnungen damit längstens ein Jahr aufzubewahren sind, ist
nicht
haltbar, da im Widerspruch zum Verordnungstext. Außerdem ist die Aussage
praxisfremd, denn jeder Logbuch führende Funkamateur bewahrt sein Logbuch
lange, wenn nicht sogar lebenslang auf, um auch nach Jahren oder Jahrzehnten
noch QSL-Karten ausstellen zu können.
? Offene Sprache
§ 16 Abs. 7 der Amateurfunkverordnung könnte noch dahingehend erweitert
werden, dass auch die Entwicklung und der Test neuer Übertragungsverfahren
und Modulationsarten als offene Sprache gelten, sofern deren Funktionsweise
veröffentlicht ist.
- - 6 -
? § 17 der Amateurfunkverordnung
Ebenfalls - wie bereits ausführlich in den Kommentaren des RTA zur
Amateurfunkverordnung
nachzulesen ? spricht sich der RTA nochmals für eine erweiterte
Störfallregelung im Rahmen des § 17 AFuV aus. Der Verweis auf das EMVG im
§ 17 der Amateurfunkverordnung ist weder ausreichend noch für die Praxis
handhabbar, da auch das EMVG nur Befugnis- und Ermächtigungsnormen enthält.
§ 8 Abs. 9 EMVG ist als Ermächtigungsgrundlage für eine
Störfallbeseitigungsverordnung
bislang noch nicht ausgefüllt worden. Auch § 16 der alten DVAFuG
ist in die neue AFuV nicht aufgenommen worden. Erst recht wird aus aktuellem
Anlass der Anpassung des EMVG an die europäische Richtlinie
2004/108/EG eine Überarbeitung des § 17 AFuV gefordert. Der RTA befürwortet
daher die Änderung des § 17 AFuV in einem weiteren Schritt nach In-Kraft-
Treten des neuen EMVGs.
Freundlich grüßt Sie
Dr. Walter Schlink
Vorsitzender RTA
Zur Kenntnis:
BMWi, Abteilungsleiter Gerold Reichle
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.3 (MingW32)
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iD8DBQFEfKinn2o0iH0z9RURAu80AJ9utfD0r+S9nyXrwmaPIlcjx0Us5gCdEOjc
MfjfEOLJTlThcAFirdnoHS8=
=ib2E
-----END PGP SIGNATURE-----
>Am 30 May 2006 08:49:32 -0700 schrieb Wolfgang Fricke:
>
>> Die Stellungnahme des RTA vom 30.05.2006 zur Änderung der
>> Amateurfunkverordnung ist auf der Seite des DARC nachzulesen!
>
>...aber nur für darc- Mitglieder!
Wende Dich einfach an den RTA-Verein Deines Vertrauens, in dem Du
Mitglied bist. Der wird Dir sicher Auskunft erteilen.
73 Joe DK7VW
> [Stellungnahme des RTA]
Vielen Dank für die ausführliche Info! Es soll durchaus Funkamateure
geben, die in _keinem_ sich mit dem Amateurfunk befassendem Verein
Mitglied (aus welchen Gründen auch immer) sind ;-)
Viele Grüße,
Mario
> Zb. AFu-Packetradio Rubrik "DARC" bietet dafür
> ausreichende Möglichkeiten. Da bekommt man es wenigsten ver-
> nünftig formatiert und nicht nur dahin-geschmiert.
Bin seit Jahren In Packet nur noch sehr sporadisch qrv.
>
> http://141.75.245.225:8080/ ...
...habe ich mir gleich mal abgespeichert! Danke Hanno!
Gruß
Mario
> Spiegelt die Stellungnahme des RTA wirklich die Meinung der
> organisierten Funkamateure wider?
Moin,
meine nicht, zumindest was die Rubrik Zeugnisklasse E angeht:
ob 10 W EIRP auf UKW in der Praxis sinnvoll sind, da kann man sich sicher
streiten, aber muss eine "Einsteigerklasse" gleich mit 75 Watt (also 100 W)
auf die internationale Kurzwelle gelassen werden:
- wo bleibt da der Anreiz sich weiterzubilden?
- wie ist das mit dem Anspruch ein technisch-experimenteller Funkdienst (und
kein CB-Funk) zu sein vereinbar?
- löst das wirklich die Nachwuchprobleme?
Ich bin gegen elitäres Herabschauen auf DO'ler, zumal einige DL'ler sich auch
nicht gerade mit hervorragender Betriebstechnik und technischen Kenntnissen
hervortun, aber ein gewisses funktechnisches Niveau sollte doch unbedingt
erhalten bleiben.
73 de Michael
>Joe, wer vertritt eigentlich die AG-CW-DL beim RTA? Ich würde diesen
>OM eigentlich gerne persönlich anschreiben ... [...]
Ich weiß nicht, wer das aktuell macht. Am 23.4. hat die AGCW
(CW-Treffen Erbenhausen) einen neuen Vorstand gewählt. Im Zweifelsfall
frag mal bei Rolf, DL1ARG an (Anschrift, Email bei www.agcw.de).
73 Joe DK7VW
Hallo Hanno und Mitleser,
das ist der immer wieder "vorauseilende Gehorsam". Wir schlagen den
Niedergang schon mal vor. Wenn das dann beschlossen wird, können wir
wenigstens behaupten, wir hätten unsere Vorschläge durchgebracht (macht
doch der miniverein auch).
Die Methode ist durchsichtig:
1. Man "hebt das Niveau" der jetzigen Klasse "E" an, um diese Klasse
KW-fähig zu machen.
Gleizeitig befördert man alle jetzigen Inhaber der Klasse E ohne
weiteren Qualifikationsnachweis in die neue Klasse E (weil entsprechende
Übergangsvorschriften in der neuen Verordnung bewußt weggelassen werden).
2. Man stellt anschließend fest, daß für die neue Klasse E keine
Prüfungsanwärter mehr kommen. Bei _den_ Prüfungsgebühren, machen die
"Könner" besser gleich die Klasse A; das kommt billiger! Die Faulpelze
warten wie bisher auf die kommenden "Erleichterungen".
3. Da der Einstieg über die neue Prüfung offenbar zu schwer ist, muß man
jetzt darunter noch eine neue Einsteigerklasse einfügen (Stichwort
"Schnupperlizenz"). Für diese "Klasse" muß man dann nur noch nachweisen
können, daß man ein CB-Funkgerät einschalten kann.
4. Diese "Amateurfunkzeugnisklasse" bekommt einen Riesenzulauf. Der
größte Amateurfunkverband in Europa erfährt einen nie dagewesenen
Mitgliederzuwachs an unqualifizierten, aber hoffentlich zahlungsfähigen
Mitgliedern.
5. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, die nicht mehr zeitgemäße
Zeugnisklasse A endlich mit der erfolgreichen Klasse E zusammenzuführen.
Allerdings nicht auf dem Niveau der veralteten Klasse A. Die dann
Inhaber der Klasse E werden freudigst Klasse A durch Umbenennung. Die im
Aussterben begriffenen richtigen Funkamateure, die irgendwann mal eine
ordentliche Amateurfunkprüfung bestanden haben, erhalten per
Übergangsregelung die Erlaubnis, ihre bisherigen Frequenzzuteilungen
weiter zu nutzen (kein Problem, die sterben ja bald aus).
Der Weg führt viel steiler bergab, als ich das bisher befürchtet hatte.
Mit nachdenklichen Grüßen an alle die Leser, sie sich noch dem
Amateurfunk zugehörig fühlen
Günter, DL6IM
Funkamateur seit 1958
Rufzeichen DL6IM seit 1960
Mitglied im DARC seit 1958, später auch im VFDB
> daß man ein CB-Funkgerät einschalten kann.
Wie kommst du ausgerechnet auf 'CB-Funkgerät'?
Sag doch 'Lichtschalter' .....oder so.
> 3. Da der Einstieg über die neue Prüfung offenbar zu schwer ist, muß man
> jetzt darunter noch eine neue Einsteigerklasse einfügen (Stichwort
> "Schnupperlizenz"). Für diese "Klasse" muß man dann nur noch nachweisen
> können, daß man ein CB-Funkgerät einschalten kann.
> 4. Diese "Amateurfunkzeugnisklasse" bekommt einen Riesenzulauf. Der größte
> Amateurfunkverband in Europa erfährt einen nie dagewesenen
> Mitgliederzuwachs an unqualifizierten, aber hoffentlich zahlungsfähigen
> Mitgliedern.
ja, ganz genau so.
Das ganze mit dem Trick kombiniert nur den DARC diese Prüfungen abnehmen zu
lassen,
selbstverständlich auch nur in Verbindung mit der Beitrittserklärung.
Und Tschüss Amateurfunk, wir haben fertig...
73
Peter
Peter Voelpel schrieb:
Hallo Peter and all,
da bist Du aber sehr spät dran. Das hatte der DARC schon Anfang der 90er
vor, als er zusammen mit dem Clubbeitrag die Frequenznutzungsbeiträge
eintreiben wollte.
Warum regst Du Dich erst heute über diese Symbiose auf? Durch Dein bis
heute andauerndes Schweigen hast Du diese Entwicklung doch erst ermöglicht.
Gruß
Hermann, DL1EEC
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.3 (MingW32)
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iD8DBQFEffa4n2o0iH0z9RURAisYAKDCnXW9VP8zn6Sq10yY8szvLecT5gCgzWie
gnQmLbgmaLBNTm0bpQcejGo=
=47Cn
-----END PGP SIGNATURE-----
> da bist Du aber sehr spät dran. Das hatte der DARC schon Anfang der 90er
> vor, als er zusammen mit dem Clubbeitrag die Frequenznutzungsbeiträge
> eintreiben wollte.
>
> Warum regst Du Dich erst heute über diese Symbiose auf? Durch Dein bis
> heute andauerndes Schweigen hast Du diese Entwicklung doch erst
> ermöglicht.
welches andauernde Schweigen?
hier geht es allerdings nicht um das Einsammeln und weitergeben von
Frequenznutzungsbeträgen, sondern um das forcieren von Jedermannfunk auf den
Amateurfunkbändern
>ja, ganz genau so.
>Das ganze mit dem Trick kombiniert nur den DARC diese Prüfungen abnehmen zu
>lassen,
>selbstverständlich auch nur in Verbindung mit der Beitrittserklärung.
Mit Verlaub, Peter: das ist blanker Unsinn!
Ich erinnere mich an entsprechende Überlegungen und Gespräche im RTA.
Dabei war allen Seiten klar (auch dem DARC), dass ein Prüfungswesen in
den Händen der Funkamateure nur "vereinsneutral" zu handhaben ist.
Pate bei diesen Gedankenspielen war z.B. das US-amerikanische System.
>Und Tschüss Amateurfunk, wir haben fertig...
Ich mache trotzdem mal weiter, ob mit oder ohne DARC ...
>73
>Peter
73 Joe DK7VW
Peter Voelpel schrieb:
Hallo Peter,
das wundert mich doch sehr, daß der rote Faden des DARC Dir bislang
verborgen blieb. 1998 die Nullnummer zur DO-Lizenz, 1992 die Absicht,
Funkzeugnis und Clubbeitrag zu koppeln und jetzt die Sub-E.
Es ging dem DARC schon seit 1980 immer um die Schaffung einer
Infrastruktur für seine Vereinsgeschäfte und nie um den Amateurfunk. Ich
kann es Dir nicht abkaufen, daß Dir das alles erst heute bewusst wurde.
Gruß
Hermann, DL1EEC
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
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iD8DBQFEfgEJn2o0iH0z9RURAhy5AJ4ljt02IN3gbLexrRTprRVBnIwfSQCfTjiJ
MRpvXtnNcKI8mDHV8pU1lRM=
=ut3+
-----END PGP SIGNATURE-----
> Es ging dem DARC schon seit 1980 immer um die Schaffung einer
> Infrastruktur für seine Vereinsgeschäfte und nie um den Amateurfunk. Ich
> kann es Dir nicht abkaufen, daß Dir das alles erst heute bewusst wurde.
Nein, das ist mir seit der C-Lizenz bewusst, aber nun wird es zur
gallopierenden Seuche
vy 73
Günter, DL6IM
Peter Voelpel schrieb:
Verkapselte Krankheiten brechen immer heftig aus, nachdem sie unter der
Oberfläche schlummertern....man könnte auch sagen, daß Du das
Dielenbrett zu spät angehoben hast.
MfG
Hermann, DL1EEC
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
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rTiYX97WEF2lVATljVsmd0s=
=jIZ4
-----END PGP SIGNATURE-----
Diese Aussage ist nicht haltbar. Als ich 1997 meine Afu-Prüfung
ablegte, da hatte der so genannte DARC-Vertreter der Funkamateure im
Prüfungsaussschuss nichts wichtigeres zu tun als Vereinspamphlete
sowie DARC-Anstecknadeln in den Räumen der damaligen RegTP an die
Aspiranten zu verteilen. Vertreter 'Jehovas Zeugen' hätten nicht
impertinenter auftreten können. Von Vereinsneutralität kann also
keine Rede sein.
MfG F.M.S.
> Diese Aussage ist nicht haltbar. Als ich 1997 meine Afu-Prüfung
> ablegte, da hatte der so genannte DARC-Vertreter der Funkamateure im
> Prüfungsaussschuss nichts wichtigeres zu tun als Vereinspamphlete
> sowie DARC-Anstecknadeln in den Räumen der damaligen RegTP an die
> Aspiranten zu verteilen. Vertreter 'Jehovas Zeugen' hätten nicht
> impertinenter auftreten können. Von Vereinsneutralität kann also
> keine Rede sein.
Ohhhhhh mir kommen gleich die Tränen :)))
73 ein amüsierter Mattes
> "Peter Voelpel" <df...@t-online.de> schrieb:
> [...]
>>Und Tschüss Amateurfunk, wir haben fertig...
>
> Ich mache trotzdem mal weiter, ob mit oder ohne DARC ...
Ich auch!
Und wer nun nach dieser neuerlichen Glanzleistung gewisser
Amtsträger/Funktionäre im DARC von selbigem enttäuscht ist -
"enttäuscht" bedeutet dem Sinn nach nichts anderes als: Ende der
Täuschung.
Interessant übrigens, der Satz vor dem Vorschlag zur Einführung einer
Einsteigerlizenz 2. Klasse ("Englisches Modell") steht:
| Der RTA hat, da er viele Mitglieder vertritt, hiermit die
| Möglichkeit, die Meinungen von über 50.000 Funkamateuren
| wiederzugeben.
Das ist kein, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte, blödsinniges
Geschwafel; man muss diesen Satz erst mal eine Weile auf sich wirken
lassen, um zu begreifen, welche mit Realitätsverlust gepaarte Hybris da
offenbar dahinter steckt.
Günter Schupp, DL6IM, meinte die Tage, da helfe nur noch eine Abstimmung
mit den Füßen - ich fürchte, er hat recht!
73 de Hermann, DK6XH
Hermann Boehm, DK6XH schrieb:
>
> Interessant übrigens, der Satz vor dem Vorschlag zur Einführung einer
> Einsteigerlizenz 2. Klasse ("Englisches Modell") steht:
>
> | Der RTA hat, da er viele Mitglieder vertritt, hiermit die
> | Möglichkeit, die Meinungen von über 50.000 Funkamateuren
> | wiederzugeben.
>
> Das ist kein, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte, blödsinniges
> Geschwafel;
>
> 73 de Hermann, DK6XH
>
Hallo Hermann and all,
das ist kein Geschwafel, sondern reale Einschätzung. Der Autor sagt
deutlich, daß er viele Mitglieder vertritt, aber keine 50.000. Er
schreibt weiter, daß er für die Meinung von bis zu 50.000 Funkamateuren
votieren koenne.
Das bedeutet, daß der RTA/DARC seine Befürworter i. S. AFuV 2006
mehrheitlich bei den NICHTORGANISIERTEN Funkamateuren sieht und nicht
bei seinen eigenen Mitgliedern.
Der RTA/DARC hat also als Bundesverband aller Funkamateure gehandelt und
auf die Meinung seiner Mitglieder im DARC keinen die Entscheidung
bestimmenden Wert gelegt.
MfG
Hermann, DL1EEC
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.3 (MingW32)
Comment: Using GnuPG with Mozilla - http://enigmail.mozdev.org
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kDqj1J5hSwhHHXGBzUu2ZKU=
=8STV
-----END PGP SIGNATURE-----
> Inhaber der alten Klasse B hatten in einer angemessenen Prüfung zumindest
> gezeigt, dass sie ausreichende Kenntnisse in allen vier Prüfungsteilen besitzen.
Von den man aber z. B. auf manchen Frequenzen des 80m Bandes leider nicht viel
mitbekommt :-(.
73 de Michael
> [...]
> Ich habe bereits gestern Mittag abgestimmt! Ich habe nur gerade
> festgestellt, dass mir dabei ein kleinen Fehler unterlaufen ist, mein
> Einschreibbrief mit Rückantwortschein ist dummerweise an die
> Lindenstr. 4 [statt Lindenallee 4] adressiert. Mal schaun, ob
> der Briefträger mitdenkt und er trotzdem beim DARC e.V. ankommt?
Ja, wie es aussieht, wird bis Ende September wohl von etlichen
altgedienten Mitgliedern die Post gen Baunatal abgehen. Tragisch für den
DARC, der sich aber - so zunehmend mein Eindruck - mittlerweile wohl
selbst überlebt hat.
Übrigens - save your money, Hanno - braucht es zur Kündigung einer
Mitgliedschaft weder Einschreiben noch Rückschein; ein einfacher Brief
genügt. Wenn es hart auf hart geht, nützen Quittung und Rückschein für
das Einschreiben nichts, weil diese nur die Auslieferung eines
Briefumschlags an den Adressaten beweiskräftig dokumentieren, aber
nichts über die Inhalte aussagen.
Man reibt sich ja immer wieder unweigerlich die Augen und ist erstaunt,
wenn man beobachtet, wie es läuft. In einer Situation, die adäquate
Reaktionen seitens der Funktionsträger dringend erfordert, um den
erwartbaren Kollateralschaden (für den DARC) zu minimieren, scheint man
wieder einmal auf altbewährtes zu setzen: Ach lasst die Hunde bellen,
die Karawane zieht unbeirrt weiter.
Schließlich meint man doch, ganz genau zu wissen, was man will. Doch
diese neue Strategie der Öffnung um jeden Preis wird den DARC kaum
seinem Ziel, viele neue Mitglieder zu gewinnen, näher bringen. Die
"Jungen" aus den vermeintlichen Neumitglieder-Ressourcen, denen man mit
"Progressivität" imponieren möchte, wird man nur schwer gewinnen können.
Die kommen sehr gut ohne den DARC aus, der (von einigen wenigen
Ausnahmen abgesehen) für Außenstehende ohnehin das Image eines
"Alt-Herren-Clubs" hat.
Aber - und das wird die eigentliche Crux für den DARC - von diesen
"alten Herren", jenen langjährigen gleichwohl willigen wie gutmütigen
Beitragzahlern werden nun noch mehr dem DARC den Rücken kehren, als dies
ohnehin schon tun ("Ich trete nächstes Jahr aus, weil QSL-Karten sammle
ich nicht mehr und was in der CQ-DL steht begreife ich nicht mehr oder
es interessiert mich nicht...").
Der DARC kann es sich nicht leisten, die (durchaus berechtigten) Fragen
seiner Mitglieder unbeantwortet zu lassen - es erfolgt aber keine
Antwort.
Der DARC müsste umgehend Missverständnisse, die aufgrund von
Interpretationen der RTA-Stellungnahme zum Entwurf zur Änderung der
Amateurfunkverordnung zweifellos entstanden sind, ausräumen - aber der
DARC schweigt.
Ich war in der Vergangenheit immer der Auffassung, dass der DARC als ein
Stück Zukunfts(ver)sicherung erhalten bleiben muss. Die von ebendiesem
DARC neuerlich geschaffenen Fakten zeichnen allerdings ein völlig
anderes Bild.
Aber wozu schreib ich das eigentlich, es interessiert doch eh keinen,
denn:
Mögen die Hunde auch kläffen, die Karawane ...
73 de Hermann, DK6XH
1966 Beitritt zum DARC
1969 C-Lizenz
1971 A-Lizenz
> Ich war in der Vergangenheit immer der Auffassung, dass der DARC als ein
> Stück Zukunfts(ver)sicherung erhalten bleiben muss. Die von ebendiesem
> DARC neuerlich geschaffenen Fakten zeichnen allerdings ein völlig
> anderes Bild.
Nun, die "alten Herren", die jetzt kündigen, sind erstens
wenige an Zahl und zweitens eben alt, will heissen, dass
deren biologische Haltbarkeit ziemlich endlich ist.
Zu sagen, "auf die kann man verzichten", wäre wohl ein
wenig verächtlich in Anbetracht der teilweise langen
Mitgliedschaft, geht aber in die richtige Richtung, wenn
es um das langfristige Überleben eines Vereins an sich geht.
Diejenigen, die "noch eine richtige Prüfung" abgelegt
haben - Argumentation a la Schupp -, werden es eben nicht
reissen. Das Ende wäre klar berechenbar, quasi nach der
Sterbetafel. Der Schaden, den ein Nicht-Eintreten von
Gar-Nicht-Erst-DO-Lizenzierten anrichten würde, wäre
immens größer - und existenzbedrohend.
Die richtigen Weichen sind gestellt, leider etwa zehn
Jahre zu spät. Wenn die AGZ das, was heute real geschieht,
vor zehn Jahren gefordert hätte, dann hätten wir
Polizeischutz gebraucht - Dr. Offenhaus lässt grüßen.
Und dass eine Verbesserung der Überlebens-
fähigkeit des Amateurfunks insgesamt immer auch den
Vereinen nützt - auch in ihrer wirtschaftlichen Existenz -,
das dürfte wohl klar jedem sein.
DC5JQ
> Der DARC kann es sich nicht leisten, die (durchaus berechtigten) Fragen
> seiner Mitglieder unbeantwortet zu lassen - es erfolgt aber keine Antwort.
exakt,
keines der vier Vorstandsmitglieder die meine Email erhalten haben hat es
bisher für nötig gefunden zu antworten.
Allerdings erfolgt morgen meine Antwort, per einfachem Brief
73
Peter
> Ich war in der Vergangenheit immer der Auffassung, dass der DARC als ein
> Stück Zukunfts(ver)sicherung erhalten bleiben muss. Die von ebendiesem
> DARC neuerlich geschaffenen Fakten zeichnen allerdings ein völlig
> anderes Bild.
> Aber wozu schreib ich das eigentlich, es interessiert doch eh keinen,
> denn:
> Mögen die Hunde auch kläffen, die Karawane ...
Ich dachte immer Massenaustritte sind den 8OK's dieser Welt vorbehalten.
Wenn die letzten 20 Jahre eine Vorurteilfreie Jugendarbeit gemacht
worden wäre, würde die Alterstatistik nich so aussehen wie sie aussieht.
Es klafft eine erhebliche Lücke unter 50 Jahre ... wo kommt die nur her?
Ich würde auf die: "Den wollen wir nicht und mit CB Funkern reden wir
nicht" Mentalität einiger charakterstarken OM's tippen die leider
vegessen haben, das in 20 jahren keiner mehr da ist, mit dem man ein QSO
führen kann.
Der letzte macht das Licht aus ... könnte die Devise lauten. CQDL,
brauch ich nicht, QSL-Karten schon gar nicht, DO'ler sind mir zu wieder
und jetzt dürfen die auch noch auf meine geheiligte Kurzwelle! Wieviel
Nachwuchs gewinnt man denn mit der Einstellung so im Jahr???
Treu nach dem Motto:
SSB ist der Untergang des Amateurfunks.
Der Bau des AFZ's ist der Untergang ....
Die "C" Lizenz ist der Untergang ...
"C'ler" auf Kurzwelle ist der Untergang ...
Die DO Lizenz ist der Untergang ...
73sss
Helmut
--
www.df7zs.de
> DL5DKW wrote:
Wieso? Die Ortsrunden mit 2KW und ohne Rufzeichen sind doch bestimmt
sehr zur Nachwuchsgewinnung geeignet. Die hört man wenigstens auch mit
Stab-Antenne und Opa's altem Weltempfänger. :-))
Helmut
--
www.df7zs.de
Helmut Müller schrieb:
>
>
> Ich dachte immer Massenaustritte sind den 8OK's dieser Welt vorbehalten.
>
> 73sss
>
> Helmut
>
>
Hallo,
ich finde es schon sehr konsequent, daß die, die DJ2NL, DK8OK und/oder
die AGZ seit 1994 bekämpften jetzt auch den DARC nach seinem Votum für
die AFuV 2006 ohne Zögern verlassen.
Alles andere wäre äusserst unlogisch.
Gruß
Hermann, DL1EEC
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> Wieso? Die Ortsrunden mit 2KW und ohne Rufzeichen sind doch bestimmt
> sehr zur Nachwuchsgewinnung geeignet. Die hört man wenigstens auch mit
> Stab-Antenne und Opa's altem Weltempfänger. :-)).
Ja, die sind ja auch sehr offen gegenüber Nichtrundenmitgliedern! Das ist
wirklich vorbildlich, insofern reicht ein RX, hi.
73 de Michael
>> Wieso? Die Ortsrunden mit 2KW und ohne Rufzeichen sind doch bestimmt
>> sehr zur Nachwuchsgewinnung geeignet. Die hört man wenigstens auch mit
>> Stab-Antenne und Opa's altem Weltempfänger. :-)).
>Ja, die sind ja auch sehr offen gegenüber Nichtrundenmitgliedern!
genau,
besonders wenn sie mit ihrer MP-1 oder DV27 + "magnetic balun" nur bei 20%
der
Runde zu hören sind, aber dann minutenlange Durchgänge inklusive Durchgabe
der Schuhgrösse
und ellenlangem, unaufgefordertem Buchstabieren sonstiger Einzelheiten,
natürlich ohne zwischenhören,
machen statt vorher mal 10 Minuten zuzuhören und sich der Betriebstechnik
der Gruppe anzupassen und sich
ein Bild darüber zu machen ob es sinnvoll ist eine eventuell gerade laufende
Diskussion zu einem bestimmten
Thema zu unterbrechen.
Ja, solche Waldheinis sind überall gerne willkommen!
73
Peter
>> Wieso? Die Ortsrunden mit 2KW und ohne Rufzeichen sind doch bestimmt
>> sehr zur Nachwuchsgewinnung geeignet. Die hört man wenigstens auch mit
>> Stab-Antenne und Opa's altem Weltempfänger. :-)).
>Ja, die sind ja auch sehr offen gegenüber Nichtrundenmitgliedern!
genau
> besonders wenn sie mit ihrer MP-1 oder DV27 + "magnetic balun" nur bei 20%
> der Runde zu hören sind, aber dann minutenlange Durchgänge inklusive
> Durchgabe der Schuhgrösse und ellenlangem, unaufgefordertem Buchstabieren
> sonstiger Einzelheiten, natürlich ohne zwischenhören, machen statt vorher
> mal 10 Minuten zuzuhören und sich der Betriebstechnik der Gruppe anzupassen
> und sich ein Bild darüber zu machen ob es sinnvoll ist eine eventuell gerade
> laufende Diskussion zu einem bestimmten Thema zu unterbrechen.
> Ja, solche Waldheinis sind überall gerne willkommen!
Ja genau, wer nicht
- mit jugendlichen 16 Jahren schon mindestens eine 1KW Roehren-PA selbst gebaut hat,
- kein alter B-Lizenzler (also kein DH, DC, DO und dieses Gesocks) ist,
- den ultraschnellen Vox-Betrieb ohne Nennung von Call oder sonstigen Daten
nicht beherscht,
- nicht mindestens 120 BpM draufhat,
- und sowieso nicht schon seit 20 Jahren auf derselben 80m-Frequenz qrv ist
mit dem rede ich erst gar nicht!
Im Ernst: für beide "Seiten" gilt, der Ton macht die Musik! Fehlerfrei ist keiner.
73 de Michael
>Ja genau, wer nicht
>- mit jugendlichen 16 Jahren schon mindestens eine 1KW Roehren-PA selbst
>gebaut hat,
>- kein alter B-Lizenzler (also kein DH, DC, DO und dieses Gesocks) ist,
>- den ultraschnellen Vox-Betrieb ohne Nennung von Call oder sonstigen Daten
>nicht beherscht,
>- nicht mindestens 120 BpM draufhat,
>- und sowieso nicht schon seit 20 Jahren auf derselben 80m-Frequenz qrv ist
>mit dem rede ich erst gar nicht!
musst Du ja auch nicht, das kannst Du halten wie Du willst.
Wie ist denn Dein Call, damit ich Dich nicht versehentlich mal anrufe?
73
Peter
> Ach ja, haette ich beinahe vergessen: Das 80m-Amateurfunkband hoert
> fuer mich bei spaetestens 3600kHz (von unten gesehen) auf.
:)) Volle Zustimmung!!!!
Respekt!
73 de Mattes
Sowieso nicht. Aber die obengenannten Punkte erfülle ich alle, bis auf die
80m QRG, wobei auch ich jahrelang auf 3574 meinen Spaß hatte.
Und welchen Schluß ziehst Du nun daraus?
Peter Lemken
DF5JT
Berlin
--
FOAD
> Ich dachte immer Massenaustritte sind den 8OK's dieser Welt vorbehalten.
Helmut, für solche albernen Bemerkungen ist die Situation zu ernst!
> Wenn die letzten 20 Jahre eine Vorurteilfreie Jugendarbeit gemacht
> worden wäre, würde die Alterstatistik nich so aussehen wie sie aussieht.
> Es klafft eine erhebliche Lücke unter 50 Jahre ... wo kommt die nur her?
Was hat das mit der völlig verqueren Stellungnahme des RTA zu tun? Fällt
Dir zum Thema nichts ein? Dann halte Dich doch an Dieter Nuhr.
> Ich würde auf die: "Den wollen wir nicht und mit CB Funkern reden wir
> nicht" Mentalität einiger charakterstarken OM's tippen die leider
> vegessen haben, das in 20 jahren keiner mehr da ist, mit dem man ein QSO
> führen kann.
Was möchtest Du uns mit diesem Satz sagen?
> Der letzte macht das Licht aus ... könnte die Devise lauten. CQDL,
> brauch ich nicht, QSL-Karten schon gar nicht, DO'ler sind mir zu wieder
> und jetzt dürfen die auch noch auf meine geheiligte Kurzwelle! Wieviel
> Nachwuchs gewinnt man denn mit der Einstellung so im Jahr???
Schlaf mal eine Nacht über dem Unfug, den Du hier abläßt. Ich gehe mal
zu Deinen Gunsten davon aus, daß Du hier nicht als Funktionär schreibst.
Das wird ja immer schlimmer...
vy 73
Günter, DL6IM
> Sowieso nicht. Aber die obengenannten Punkte erfülle ich alle, bis auf die
> 80m QRG, wobei auch ich jahrelang auf 3574 meinen Spaß hatte.
Hmm,
das war aber nur die Auweichfrequenz!
Der Bär tanzte auf 3577 ;-))
73
Peter
> P.S. Ach ja, haette ich beinahe vergessen: Das 80m-Amateurfunkband
> hoert fuer mich bei spaetestens 3600kHz (von unten gesehen) auf.
^^^^^^^^^
Ach, findet denn oberhalb von 3600kHz _Amateurfunk_ statt?
;-)
73
Karsten
> das war aber nur die Auweichfrequenz!
> Der Bär tanzte auf 3577 ;-))
Was genau war da?
Ich kann mich an meine SWL-Zeit noch gut erinnern, das war Mitte/Ende 70er
Jahre, da hab ich als junges Bürschchen sehr oft bei der Nachteulenrunde
zugehört...
cu,
Ralf
>> das war aber nur die Auweichfrequenz!
>> Der Bär tanzte auf 3577 ;-))
>
> Was genau war da?
das war in den 80ern, als Uli, DF4KV Pactor entwickelt hat, aber nicht in
der Nachteulenrunde ;-))
http://www.qsl.net/dk5ke/waa.html
soweit ich mich erinnere konnte Uli damals auch sein Rufzeichen in RTTY
heraushören...
73
Peter
> [...]
> Der Bär tanzte auf 3577 ;-))
Dabei wissen wir doch, dass der Bär weder dort noch auf freier Wildbahn
etwas verloren hat, sondern in den Zoo gehört.
Meint auch der bayerische Landesvater in
http://www3.augsburger-allgemeine.de/audio/problembaer.mp3
73 de Hermann, DK6XH
Hanno Luedemann schrieb:
>
> Gucke Dir doch mal die "Taddergreise" in Deinem Verein an, in
> 10-20 Jahren seit ihr doch alle längst biologisch entsorgt ;-)))
>
Du etwa nicht? Soooo frisch siehst Du auch nicht aus!
http://www.qsl.net/dl9sxx/pic0501.jpg
Dann guck mal in den Spiegel!
Gruß
Hermann
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> Das bedeutet aber nicht automatisch, dass jeder jeden in jedem
> Orchester mitspielen lassen muss.
Nee, natuerlich nicht, ich bin auch nicht in jeder Situation für alles
aufnahmefähig. Aber bei einigen hat man den Eindruck, dass das zur Strategie
erhoben wurde um sich vom gemeinen Volk abzusetzen.
73 de Michael
On 2006-06-02, Hanno Luedemann <QR...@gmx.net> wrote:
> Oder falls 1. und 2. nicht zutrifft, ihm geht es
> mehr darum _Einzelbeispiele_ zu missbrauchen, um damit eine ganze
> Gruppe in ein "schlechtes Licht" zu rücken.
Das hast du schoen gesagt, das sollten sich alle OMs in dieser Gruppe
mal zu Herzen nehmen.
terve et 73 de do3mca,
--
http://www.ukeer.de/about.html
"When you argue with a fool, chances are he is doing just the same."
--anonymous
On 2006-06-02, Hanno Luedemann <QR...@gmx.net> wrote:
> Rico, meinst Du diese (News)group
Ja.
> oder die Gruppe der OMs der
> CW-charaktergestärkten ex-CEPT-Kl.1 lizenzierten OMs?
Das waere doch mal ein toller Kurs fuer die VHS:
"Charakterstaerkung durch CW!"
Die Referendare werden sicher nicht (gut?) bezahlt, aber das waere
doch mal eine gute Tat!
:-)
terve et 73 de do3mca,
--
http://www.ukeer.de/about.html
"Generalizations are generally wrong."
--Butler Lampson
Hallo Hermann,
das mit dem "Schafbär" hat mir besonders gut gefallen.
Aber Ihr solltet Euren Landesvater wirklich mal auf die Stotterschule
schicken.
Ach nee, der kann ja schon... Gibt es auch eine Schule, in der man etwas
_ver_lernt?
vy 73
Günter, DL6IM
Hanno Luedemann schrieb:
> HFS schrieb:
>
>>> Gucke Dir doch mal die "Taddergreise" in Deinem Verein an, in
>>> 10-20 Jahren seit ihr doch alle längst biologisch entsorgt ;-)))
>> Du etwa nicht? Soooo frisch siehst Du auch nicht aus!
>
> Es ging weder um Dich noch um mich in Person, sondern um die
> Altersstruktur von Vereinen. Und wenn Du, so als Ruheständler
> [oder war das es erst in 1 Monat so weit] mit zu den jüngsten
> Vereinsmitgliedern gehörst, ist das doch sehr bedenklich ;-)))
Also, das Durchschnittsalter der AGZ liegt weit unter dem des DARC und
erst kürzlich hat sich das Durchschnittsalter wieder weiter nach unten
gesenkt.
Übrigens bin ich schon seit dem 1.7.2005 im Ruhestand und habe zum
1.7.2006 meinen Betrieb an meinen Nachfolger verkauft. Wobei beide
Geschäftsvorfälle unterschiedlicher Natur sind.
>
> Dass ich nicht mehr der jüngste bin, das weiss ich alleine!
Das ist ja auch deutlich zu sehen. Guck mal, wie jung ich aussehe!
>
> Wenn es anders wäre, dann könnte ich schlecht von mir be-
> haupten, dass ich bereits 52 Jahre täglich mit lizenzierten
> Funkamateuren zu tun habe. Die waren aber "aus anderem Holz",
> als die "Heulsusen" und "Trantüten" von heute: "das will ich
> nicht und das kann ich nicht, das ist viel zu schwer und das
> ist viel zu aufwendig, ich bin doch noch keine 60years ..."
Ach mach' doch unseren Nachwuchs nicht so madig!
>
> Gruss Hanno DL9SXX
Gruß
Hermann, DL1EEC
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=UrRn
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Helmut Heiken schrieb:
> Hanno Luedemann <QR...@gmx.net> schrieb:
>
>> Oder falls 1. und 2. nicht zutrifft, ihm geht es
>> mehr darum _Einzelbeispiele_ zu missbrauchen, um damit eine ganze
>> Gruppe in ein "schlechtes Licht" zu rücken. Es sind natürlich auch
>> Kombinationen dieser 3 Varianten möglich ;-)))
>
> Mir fällt noch eine Möglichkeit ein Hanno. Neid, auf Menschen
> die Spaß am Hobby haben. Möglicherweise haben aber auch
> einige erkannt, das es bei der KW nicht nur darum geht, dass
> man(n) möchte und darf. Man muss es auch können. ;-))
>
> Mir fällt dazu eine nette Geschichte aus unserem Angelverein
> ein. Bei einer Angelveranstaltung (wie ein Contest) sagte ein
> Jungangler zu einem alten Hasen, der sich mit dem Verhalten
> der Fische und der Art der Futteraufnahme wirklich auskennt,
> wenn ich so eine teure Ausrüstung wie Du gehabt hätte, hätte
> ich auch mehr Fisch gefangen. Der alte Hase bot darauf hin dem
> Jungangler an, bei der nächsten Veranstaltung die Ausrüstung
> zu tauschen. Gesagt = getan, ich muss Dir glaube ich nicht
> erzählen, wie dieses Wettangeln ausgegangen ist
>
>
>
>
>
> vy 73 de DB7EC Helmut
>
> JO42FD // DOK N59
>
> www.heiken.org
>
> --
> AGZ, nein Danke
das ist wie in der Formel 1: Ein Heicken könnte in einem Renault auch
nicht gewinnen; ich übrigens auch nicht!"
Gruß
Hermann, DL1EEC
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=ayxu
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On Fri, 02 Jun 2006 16:50:40 +0200, HFS <dl1...@aol.com> wrote:
>das ist wie in der Formel 1: Ein Heicken könnte in einem Renault auch
>nicht gewinnen; ich übrigens auch nicht!"
Recht hast.
Eildiweil du "die Ausgeburt des Bösen" bist, wie du dich einmal
beschrieben hast.
Und das Böse verliert am Ende immer.
Achim
Hanno Luedemann schrieb:
> HFS schrieb:
>
>> Also, das Durchschnittsalter der AGZ liegt weit unter dem des DARC und
>> erst kürzlich hat sich das Durchschnittsalter wieder weiter nach unten
>> gesenkt.
>
> Was, so jung ist der OVV der unlängst gegen den DARC geklagt hat.
> Das Call fällt mir gerade nicht ein, auf seiner HP sah das eigentlich
> gar nicht so aus, aber mag sein, dass er erst 60years ist. Hermann
> habt ihr eigentlich schon Dein 1999er-Ziel erreicht, den Prozentsatz
> an Akademikern in der AGZ auf unter 1% zu reduzieren?! Und nun sage
> nur nicht, Du könntest Dich daran nicht mehr entsinnen :-)))
>
Das
ist richtig: Es ist mir nicht gelungen und daraus habe ich auch meine
Konsequenz gezogen. Zufrieden?
Gruß
Hermann, DL1EEC
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=NrW0
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Es gibt derzeit nur _eine_. Du solltest sie allerdings von Anfang bis
Ende lesen.
> Ich habe eigentlich
> nur gelesen, dass der RTA das Stimmungsbild und die Reaktionen der
> Leute wiedergegeben hat, die sich, mit einer Stellungnahme, an den
> RTA gewandt haben. Und wenn ich aufmerksam lese, finde ich dort
> alle Aussagen wieder, die ich auch hier oder z.B. in PR gelesen habe.
> Eben halt nur in sachlicher Form. :)
Das sehe ich völlig anders. Die "Stellungnahme" des RTA bejubelt
unkritisch den Entwurf des BMWi und fügt dann (fast hämisch) an, daß es
auch abweichende Meinungen anderer Funkamateure gibt.
Und dann macht man auch noch ohne Not ein neues Faß auf: Unterhalb der
Null-Lizenz muß jetzt auch noch ein Loch gegraben werden, damit darunter
auch noch eine DoppelNull-Lizenz paßt!
>
> Das einzige, das mich auch gestört hat, war der neuerliche Vorstoß
> des RTA (und nicht nur des DARC!! Tretet Ihr jetzt auch aus allen
> anderen Vereinen aus?) in Richtung Schnupperlizenz. Die Reaktionen
> darauf sind für mich aber nicht nachvollziehbar.
Ach, das hast Du immerhin mitgekriegt.
>>Fällt Dir zum Thema nichts ein? Dann halte Dich doch an Dieter Nuhr.
>
>
> Ich teile die Meinung von meinem Namenvetter und denke mir meinen
> Teil über diesen Spruch.
>
Hat Dein Namensvetter denn eine Meinung zu dem Thema? Warum äußert er
sie denn nicht und läßt hier nur Luftblasen ab?
>
>>Schlaf mal eine Nacht über dem Unfug, den Du hier abläßt. Ich gehe mal
>>zu Deinen Gunsten davon aus, daß Du hier nicht als Funktionär schreibst.
>>
>>Das wird ja immer schlimmer...
>
>
> Diese Aussage lässt sich wohl an Überheblichkeit nicht mehr
> überbieten. Ich hatte Dich bisher, wegen Deiner Sachlichkeit
> geschätzt.
Lieber Helmut, wenn ich in einer Phase, in der es um wichtige Dinge des
Amateurfunks geht, einen solchen Unfug von einem Funktionsträger im
größten Amateurfunkverband in EU lese (selbst wenn er Dein Namensvetter
ist), dann schwillt mir der Kamm!!! Das hat mit Überheblichkeit nicht
das Geringste zu tun.
>
> vy 73 de DB7EC Helmut
vy 73
Günter, DL6IM
> Hat Dein Namensvetter denn eine Meinung zu dem Thema? Warum äußert er
> sie denn nicht und läßt hier nur Luftblasen ab?
Lieber Funkfreund Günter.
Klar hatt der "Namensvetter" eine Meinung - siehe weiter oben! Ob
0-Lizenz oder Doppel-00 Lizenz ... im Usenet gibt es gar keine Lizenz
.. und selbst hier kan man(n) sich aussuchen mit wem man redet und mit
wem nicht.
Der "Funktionsträger" hat 0-Lizenzen in seinem OV von denen sich so
einige charakter OM's eine Scheibe abschneiden könnten. Wenn die
plötzlich auf die geheiligte Kurzwelle dürfen ... NA UND???
Ist den die Kurzwelle völlig zusammengebrochen als die Klasse "C"
plötzlich dazu kam? Nein.
Merken denn die Kilowatt-Runden auf diversen 80m Frequenzen irgendwas
davon, das es noch andere Menschen auf der Welt gibt. Richtig: Auch
Nein.
S O W H A T?
Die Welt wird schon nicht gleich unter gehen, wenn man sich etwas öffnet
und versucht, ein Hobby, das man heute kaum noch einem 16 Jährigen nahe
bringen kann, etwas attraktiver für Neueinsteiger zu gestalten.
Alternativ können wir auch einfach warten bis wir ausgestorben sind.
Die heutigen 2E0'e aus G-Land machen dann eine DX-Pedition nach DL weil
es hier keine Funkamateure mehr gibt. :-)
Der Alters-Schnitt im DARC ist über 54 ... und jedes jahr steigt diese
zahl um Eins .... dazu muss man kein Mathegenius sein.
Wieviel AKTIVE unter 18 Jährige sind den in Deinem OV?
In meinem sinde es VIEL zuwenige!
Evtl. solltest Du mal eine Nacht darüber schlafen was Du hier so
schreibst.
73sss
Helmut
P.S. Ich schreibe hier übrigens als Funkamateur - nicht als
Funktionsträger. In 20 Jahren bin ich nicht einmal 60. Und dann würde
ich gerne noch immer jemanden haben mit dem ich ein nettes QSO führen
kann. Es gibt heute DO's und DC's mit denen das Prima geht. Natürlich
gibt es auch Menschen mit und Ohne Lizenz mit denen das leider nicht
geht.
--
www.df7zs.de
>Die Welt wird schon nicht gleich unter gehen, wenn man sich etwas öffnet
>und versucht, ein Hobby, das man heute kaum noch einem 16 Jährigen nahe
>bringen kann, etwas attraktiver für Neueinsteiger zu gestalten.
Der Amateurfunk wird für Einsteiger (egal ob 16 oder 60) gewiß nicht
attraktiver, wenn man die Bedingungen für die Erlangung einer Lizenz
drei Meter unter Normalnull ansiedelt. Der Amateurfunk wird dann
höchstens zu einer Lachnummer.
>[...]
>Wieviel AKTIVE unter 18 Jährige sind den in Deinem OV?
>
>In meinem sinde es VIEL zuwenige!
Ich war 23, als ich meine KW-Lizenz machte. Sind die heutigen
Jugendlichen so doof, dass sie nicht mal die Anforderungen für eine
heutige A-Lizenz packen? Muss man die mit solchen Krüppel-Lizenzen
locken?
>[...]
>In 20 Jahren bin ich nicht einmal 60. Und dann würde
>ich gerne noch immer jemanden haben mit dem ich ein nettes QSO führen
>kann.
ACK. Es sollte ich aber um _Funkamateure_ handeln. Telefonieren kann
ich am Handy.
73 Joe DK7VW
> Die Welt wird schon nicht gleich unter gehen, wenn man sich etwas öffnet
> und versucht, ein Hobby, das man heute kaum noch einem 16 Jährigen nahe
> bringen kann, etwas attraktiver für Neueinsteiger zu gestalten.
durch eine Prüfung mit Null Anforderung oder gar keine Prüfung wird sich
daran nichts ändern
Helmut Müller schrieb:
> Die Welt wird schon nicht gleich unter gehen, wenn man sich etwas öffnet
> und versucht, ein Hobby, das man heute kaum noch einem 16 Jährigen nahe
> bringen kann, etwas attraktiver für Neueinsteiger zu gestalten.
auch die völlige Freigabe des Amateurfunks für Jedermann wird IMHO
nicht mehr Begeisterung für den Amateurfunk aufkommen lassen. Dieses
Problem wird mit der falschen Brechstange angegangen.
Wie hier (oder war es d.c.f.cb?) schon zu lesen war leidet der CB-Funk
offenbar an den gleichen Symptomen.
Diese Entwicklung war schon lange abzusehen und konnte durch die
bisherigen Vereinfachungen (C-Lizenz, keine CW-Prüfung, DO-Lizenz,
Ausbildungsrufzeichen) nicht wirksam bekämpft werden. Es macht keinen
Sinn noch mehr vom falschen Medikament zu verordnen.
>
> Alternativ können wir auch einfach warten bis wir ausgestorben sind.
>
Das wird IMO durch eine Überdosis des falschen Medikaments eher
beschleunigt.
> P.S. Ich schreibe hier übrigens als Funkamateur - nicht als
> Funktionsträger. In 20 Jahren bin ich nicht einmal 60. Und dann würde
> ich gerne noch immer jemanden haben mit dem ich ein nettes QSO führen
Das Gleiche trifft auf mich zu, dennoch bin ich gegen eine weitere
Absenkung des Prüfungsniveaus und zwar aus folgendem Grund: Wir laufen
Gefahr unsere Privilegien (Selbstbau, Selbsterklärung) zu verlieren,
die uns nur aufgrund des Nachweises eines gewissen technischen Niveaus
zugestanden werden. Das wäre in meinen Augen viel dramatischer (auch
was die Attraktivität des Amateurfunks angeht) als das bischen Prüfung.
Wer eine weitere Absenkung des Prüfungsniveaus fordert (um Newcomer zu
werben), unterstellt gleichzeitig, daß die derzeitige Prüfung auf
Newcomer abschreckend wirkt. Auf mich hat seinerzeit (1987) nicht mal
das Niveau der Klasse B abschreckend gewirkt, weil ich Funkamateur
werden _wollte_! Ich meine: Der Amateurfunk kann und sollte auf Leute
verzichten, die sich von dieser Prüfung abschrecken lassen. Darin
liegt nicht unsere Zukunft.
73
Karsten
Karsten Koch schrieb:
>
> Das Gleiche trifft auf mich zu, dennoch bin ich gegen eine weitere
> Absenkung des Prüfungsniveaus und zwar aus folgendem Grund: Wir laufen
> Gefahr unsere Privilegien (Selbstbau, Selbsterklärung) zu verlieren, die
> uns nur aufgrund des Nachweises eines gewissen technischen Niveaus
> zugestanden werden. Das wäre in meinen Augen viel dramatischer (auch was
> die Attraktivität des Amateurfunks angeht) als das bischen Prüfung.
>
> Wer eine weitere Absenkung des Prüfungsniveaus fordert (um Newcomer zu
> werben), unterstellt gleichzeitig, daß die derzeitige Prüfung auf
> Newcomer abschreckend wirkt.
> 73
> Karsten
Guten Morgen,
habe ich Euch es nicht fast jahrzehntelang "gepredigt", daß Euer sooo
geliebter DARC Euch der Beitragskohle wegen fallen lassen wird?
Nun habt Ihr den von Euch herbeigeduldeten Salat. Ihr dürft Euch
allerdings das Dressing noch aussuchen.
MfG
Hermann, DL1EEC
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> [...]
> Das Gleiche trifft auf mich zu, dennoch bin ich gegen eine weitere
> Absenkung des Prüfungsniveaus und zwar aus folgendem Grund: Wir laufen
> Gefahr unsere Privilegien (Selbstbau, Selbsterklärung) zu verlieren,
> die uns nur aufgrund des Nachweises eines gewissen technischen Niveaus
> zugestanden werden. Das wäre in meinen Augen viel dramatischer (auch
> was die Attraktivität des Amateurfunks angeht) als das bischen
> Prüfung.
Ja, Karsten, diese Gefahr sehe ich auch und Wegfall der Möglichkeit von
Selbstbau und Selbsterklärung wäre ja nur konsequent. Wenig Verständnis
habe ich dafür, dass dies Interessenvertretungen des Amateurfunkdienstes
widerspruchslos (um nicht zu sagen: zustimmend) in Kauf nehmen. Ich kann
mir nämlich nicht vorstellen, dass diese Sprengsätze dem RTA mit Schlink
& Co verborgen blieben.
Die Struktur des Amateurfunks hat sich in der Zeit, seit ich dabei bin,
ständig und sehr stark gewandelt. Nun sind ja Veränderungen nichts
grundsätzlich Negatives und teilweise sogar erforderlich. CW-Kenntnisse
zum Beispiel waren früher auf Kurzwelle schon deshalb unverzichtbar,
weil auch andere (CW-)Funkdienste dort arbeiteten und von Funkamateuren
erwartet wurde, dass sie (wenn zum Beispiel in Notfällen die Räumung der
QRG erforderlich war) CW verstehen konnten.
Als CW international als Standardsprache ausgedient hatte, war auch die
Notwendigkeit, CW-Kenntnisse bei Funkamateuren abzuprüfen, entfallen und
somit war auch der Weg zur Kurzwelle für die sog. "C-Lizenzler"
freizumachen. Allerdings ist dies nicht mit der nun kommenden Regelung
vergleichbar, denn die Erfordernis von umfassenden Kenntnissen in
Technik, EMV und EMVU ist ja (wie es seinerzeit bei CW war) nicht
entfallen - ganz im Gegenteil.
Der Bereich Technik scheint innerhalb des Amateurfunks zunehmend in eine
Stiefkindrolle gedrängt zu werden - eine meines Erachtens fatale
Entwicklung, die langsam aber todsicher dem Amateurfunk seine
Existenzgrundlage und -berechtigung entziehen wird.
Umfassende Kenntnisse und technisches Wissen über Funktechnik und
Elektronik, das sind die eigentlichen Wurzeln des Amateurfunks. Ohne
diese Wurzeln verdorrt das ganze Pflänzchen und übrig bleibt nur noch
die bekannte 08-15-Kommunikationselektronik - für die man in der Tat
weder eine besondere Genehmigung noch spezielle Kenntnisse braucht.
Bis Mitte/Ende der 60er Jahre blieb den meisten Funkamateuren keine
andere Möglichkeit, als ihre Geräte selber zu bauen. Dazu war das
entsprechende Wissen unverzichtbar. Jenen, denen später die Entwicklung
eines SSB-Tranceivers eine Nummer zu groß war, griff zum Beispiel Heath
mit entsprechenden Kits unter die Arme - HW100 usw. Für die
höherfrequenten Bänder brauchte man nicht mal die USA, da gab auch aus
DL preiswerte Bausteine - Lausen&Co, später Semco.
Aus Japan kamen dann die ersten Geräte "von der Stange", die auch für
kleine Geldbeutel erschwinglich waren. Man war also nicht mehr
gezwungen, sich die Finger am Lötkolben zu verbrennen, um Funkbetrieb
machen zu können. Folglich verlagerten sich auch die Schwerpunkte im
Hobby Amateurfunk entsprechend.
Verteilte sich die Tätigkeit des Funkamateurs in den 60er Jahren
schätzungsweise noch auf etwa 80 Prozent Gerätebau (Neubau, Umbau) und
etwa 20 Prozent Kommunikation, so wandelte sich dieses Bild in den
Folgejahren allmählich. Heute schätze ich die Verteilung auf 95 Prozent
Kommunikation und lediglich fünf Prozent der Funkamateure befassen sich
heute noch mit der eigentlichen Funktechnik.
Das Wissensstand bezüglich Funktechnik und Elektronik seitens großen
Masse der Funkamateure ist heute erschreckend. Viele ältere Funkamateure
blieben auf ihren Kenntnissen von anno dubak stehen, lernten nichts
dazu, und viele jüngere wollen erst gar nichts wissen und finden es
befremdlich, wenn sie etwas lernen sollen, weil sie "ihr Kischtle" ja eh
fertig kaufen.
Dabei verlangt ja niemand, dass jeder Funkamateur in der Lage sein muss,
heutzutage seine Station selber zu bauen - dieser Zug ist beim heutigen
Stand der Technik sowieso längst abgefahren, weil ohne entsprechenden
Messgerätepark die Möglichkeiten doch sehr begrenzt sind. Aber sehr
viele Funkamateure haben bei der Vorbereitung auf die Prüfung sich nur
gemerkt, welche Antwort aus dem Fragenkatalog die richtige ist; warum
diese Antwort stimmt und die anderen falsch sind, nun dies hat sie nicht
weiter interessiert.
Nun ist auch das nicht ganz so schlimm und es müssen ja auch nicht alle
alles wissen, wenn man jemanden hat, der einem hilft. Zum Beispiel gibt
es in jedem DARC-OV (noch) einige, die wissen, wie das mit den Anzeigen
gem. § 9 BEMFV gemacht wird. Die helfen noch bereitwillig jenen, die
davon keine Ahnung haben und zu faul sind, sich damit wenigstens so weit
zu befassen, dass sie einigermaßen begreifen, um was es geht.
Wie wird es aber sein, wenn die "biologische Haltbarkeit" (wie dies der
"einzige Akademiker der AGZ" in seinem Beitrag so reizend formulierte)
dieser überkommenen Funkamateurgeneration abgelaufen ist? Aber was
schreibe ich da - vielleicht kann man sich dann ja eine
Standortbescheinigung am Kiosk kaufen.
Solche technischen Kenntnisse braucht vielleicht bald niemand mehr, wenn
nur noch mit zertifizierten Geräten Amateurfunkbetrieb gemacht werden
darf. Versiegelte Kisten - bei Siegelbruch erlischt automatisch die
Betriebserlaubnis. Nachdem an diesen Amateurfunkgeräten ja eh niemand
mehr etwas ändern darf, außer er macht dann auch die entsprechende neue
Konfirmitätserklärung (CE-Papperl), braucht einen auch die Technik nicht
weiter zu interessieren. Wen juckt zum Beispiel die Technik eines
Handys? Eben, man will damit kommunizieren und Spaß miteinander haben.
Das ist halt der Fortschritt, den jene Miesmacher und Neider, die sich,
weil sie eben diese geschilderten Bedenken haben, kritisch zu den
bevorstehenden Änderungen äußern, den jungen, dynamischen Funkamateuren
aus niederen Beweggründen vorenthalten möchten.
Ich gehe mal davon aus, dass Walter Schlink & Co die Sprengsätze in dem
Entwurf sehr wohl geortet haben. Wollte man sich diesmal besonders
aufgeschlossen, modern und progressiv zeigen? Und dynamisch obendrein,
weswegen man dann ohne jede Not auch noch nach Großbritannien schielte
und mutig den Vorschlag unterbreitete: "Das wär' doch auch was für uns!"
Wenn dies für den RTA/DARC der Weisheit letzter Schluss bezüglich
(dringend) erforderlicher Maßnahmen zur Sicherung der Zukunft des
Amateurfunkdienstes sein soll, weil man sich davon (irrtümlicher Weise)
den großen Schub an Neumitgliedern erhofft, ist das eine Sache. Man
sollte es aber nicht (fälschlicherweise) als Mehrheitsmeinung der
Funkamateure deklarieren, ohne dies durch Einholung eines verbindlichen
Meinungsbildes glaubhaft belegen zu können.
Man erwähnt zwar am Rande, dass es da wohl auch andere Meinungen gibt,
was aber kein Grund sein kann, über die eine oder andere Sache noch
einmal nachzudenken. Womit man freilich nicht nur die anderen Meinungen
entwertet, sondern unweigerlich auch jene Menschen, die diese Meinungen
äußern.
Gewiss war der Zeitrahmen für die Kommentierung des Vorschlags nicht
üppig, dies entschuldigt aber nicht die Kurzsichtigkeit, mit der diese
Angelegenheit seitens des RTA behandelt wurde. Jedenfalls habe ich für
solche Vorgehensweisen genau so wenig Verständnis, wie für die auch
dieses Mal wieder angewandte Strategie der aktiven Ignoranz.
Dennoch wünsche ich allen Lesern ein angenehmes Pfingstfest!
73 de Hermann, DK6XH
>Gewiss war der Zeitrahmen für die Kommentierung des Vorschlags nicht
>üppig, dies entschuldigt aber nicht die Kurzsichtigkeit, mit der diese
>Angelegenheit seitens des RTA behandelt wurde. Jedenfalls habe ich für
>solche Vorgehensweisen genau so wenig Verständnis, wie für die auch
>dieses Mal wieder angewandte Strategie der aktiven Ignoranz.
Gestern sagte mir ein DARC-DV am Telefon sinngemäß:
Der RTA habe sich in seiner Stellungnahme so schnell und zustimmend
geäußert, um die baldigen Freigaben von 6m und 40m nicht zu gefährden.
Sonst hätte es ja wieder mächtig Schimpfe von den Mitgliedern gegeben.
So kann man sich seine Wahrheiten hinbiegen, wie man sie braucht.
73 Joe DK7VW
>habe ich Euch es nicht fast jahrzehntelang "gepredigt", daß Euer sooo
>geliebter DARC Euch der Beitragskohle wegen fallen lassen wird?
Es ist bald Pfingsten, und Du bist erleuchtet, Hermann!
In Andacht
Joe DK7VW
Helmut Müller wrote:
>
> Der "Funktionsträger" hat 0-Lizenzen in seinem OV von denen sich so
> einige charakter OM's eine Scheibe abschneiden könnten.
Ja, was sagt uns das? Jeden Tag gibt es ein paar hirnlose
Gefahrgut-LKW-Fahrer, die ihren Vierzigtonner in ein Stauende schieben;
muß man deshalb jetzt die Führerscheinfreigabe fordern, weil vermutlich
Millionen Autofahrer _ohne_ bescheinigte Spezialqualifikation die
gleiche Situation unfallfrei gemeistert hätten?
> Die Welt wird schon nicht gleich unter gehen, wenn man sich etwas öffnet
> und versucht, ein Hobby, das man heute kaum noch einem 16 Jährigen nahe
> bringen kann, etwas attraktiver für Neueinsteiger zu gestalten.
Helmut, paß 'mal auf, ich zeige Dir 'mal etwas, und ich bitte Dich um
eine klare und ehrliche Antwort:
http://www.ofcom.org.uk/static/archive/ra/topics/amateur/document/samplepaper_bw.pdf
Das ist ein Beispiel-Prüfungsbogen für das "englische Modell".
Wird ein 16jähriger Neueinsteiger von dieser Prüfung fürs Hobby
begeistert, oder werden sich bereits technikinteressierte Zehnjährige
angewidert abwenden, weil das offenbar eine Sache für "Geistig
Herausgeforderte" ist? Gerade Kinder und Jugendliche haben ein besonders
feines Gespür für die Anwendung des Spruchs "Was nichts kostet, ist
nichts wert"!
Immerhin: es gibt einen Punkt, der anspruchsvoller ist als die deutsche
Klasse E: die müssen dort tatsächlich die Formelnotation des ohmschen
Gesetzes können, in DL braucht es nur aus der Formelsammlung
abgeschrieben zu werden..
Es gibt heute tatsächlich eine ernsthafte Abschreckung für Jugendliche,
über die hier leider nur am Rande geredet wird: vor 30 Jahren betrugen
die Prüfungsgebühren ungefähr 2,5 Prozent des Kaufpreises für einen
einfachen gebrauchten KW-Transceiver, heute sind es inklusive
Rufzeichenerteilung ca. 30 Prozent; das wird wohl am erhöhten
Personalaufwand für die Auswertung der Multiple-Choice-Bögen liegen..
> Alternativ können wir auch einfach warten bis wir ausgestorben sind.
Ja, da können wir beide wirklich lange warten; wieviele
Genehmigungsinhaber gibt es aktuell? Zur Erinnerung: 1975 brachte eine
große TV-Zeitschrift den Artikel: "20000 Funker stören das Fernsehbild".
>
> Die heutigen 2E0'e aus G-Land machen dann eine DX-Pedition nach DL weil
> es hier keine Funkamateure mehr gibt. :-)
>
> Der Alters-Schnitt im DARC ist über 54 ... und jedes jahr steigt diese
> zahl um Eins .... dazu muss man kein Mathegenius sein.
Jede Statistik ist anpaßbar: als ich eintrat, dürfte der Altersschnitt
etwa das zwei- bis dreifache meines Alters betragen haben, dieser Faktor
ist seitdem stetig günstiger geworden:-)
>
> Wieviel AKTIVE unter 18 Jährige sind den in Deinem OV?
>
> In meinem sinde es VIEL zuwenige!
Ich vermute, daß ich damals der einzige war. Von irgendeiner
organisierten "Jugendarbeit" und "Jugendreferenten", die mir irgendetwas
"kindgerechtes" aufschwatzen wollten, habe ich nichts bemerkt, das wäre
mir auch suspekt gewesen. Im Gegenteil, da waren Leute, die sich sehr
ernsthaft mit diesem Hobby beschäftigten, und die einem ganz klar zu
verstehen gaben, daß man ohne Funklizenz in diesem Kreis nicht für voll
genommen würde, unabhängig von den tatsächlich vorhandenen Kenntnissen
und Selbstbauerfahrungen. Also habe ich dann ohne DARC-Kurse (Ausnahme:
den DL0JK-Morsekursus auf 80 m habe ich jede Woche mit meinem
Eigenbauempfänger aufgenommen) die Prüfung gemacht, _weil_ mich dieses
Hobby interessierte. Und zum Glück gab es nur das Original, und keinen
"Glückwunsch zur vollwertigen Amateurfunk-Einsteigerlizenz"-Betrug..
73 de Ulrich, DF4KV
> Ja, Karsten, diese Gefahr sehe ich auch und Wegfall der Möglichkeit von
> Selbstbau und Selbsterklärung wäre ja nur konsequent. Wenig Verständnis
> habe ich dafür, dass dies Interessenvertretungen des Amateurfunkdienstes
> widerspruchslos (um nicht zu sagen: zustimmend) in Kauf nehmen. Ich kann
> mir nämlich nicht vorstellen, dass diese Sprengsätze dem RTA mit Schlink
> & Co verborgen blieben.
Das grenzt an Paranoia. Klasse E wird _anspruchsvoller_ und
_attraktiver_ - und nicht umgekehrt. Ein Wegfall der
Selbsterklärung wäre - nach Änderung des AFuG allerdings -
auch völlig unabhängig von irgendwas möglich.
Schlink und Co. haben gar keine andere Wahl - wenn sie das
Denkmodell der Hardliner umsetzen, sind sie - erstens -
in der Politik unten durch (das glaubt nämlich keiner mehr)
und - zweitens - ihres Nachwuchses endgültig beraubt -
der Exitus also plan- und absehbar.
> Die Struktur des Amateurfunks hat sich in der Zeit, seit ich dabei bin,
> ständig und sehr stark gewandelt. ...
Den Rest kann man getrost zusammenfassen mit dem Statement,
dass viele Funkamateure in _jedweder_ Änderung des Systems
nur Negatives sehen - bis hin zum Ende des Amateurfunks
schlechthin.
Ich bin zu dem Ergebnis gelangt, dass ein Dialog mit Leuten,
die so denken, schlicht sinn- und erfolglos ist. Die leben
halt in einer anderen Welt.
DC5JQ