Ralph A. Schmid, dk5ras <ra...@schmid.xxx> wrote:
> SakiTsotas <
atsi...@gmail.com> wrote:
> >Minimum reduzierte. Damit wollte man provozieren, das die Verstärker der abhörenden Gegenseite auf ein Maximum 'aufgedreht' werden.
> >Darauf hin wurde simultan ein sehr starkes Signal gesendet, was angeblich die Empfänger zerstörte.
> Das ist so auf Distanz eher auszuschließen; nur im Nahbereich
> funktioniert sowas. So gab es ein Handy-Modell von Sony, die im
> Eingangsteil zu schlecht geschützt war, die verstarben, wenn man sich
> der Basisstationsantenne auf unter einen Meter näherte. An die
> Antennen auf den Dächern kommt man ja nicht so nah ran, aber an
> Sendeantennen im U-Bahn-Bereich, und da wurde dieser Effekt belegt.
> Auch ein Amateurhandfunkgerät von Kenwood ging kaputt, wenn sehr dicht
> dran ein weiteres Gerät sendete. Das waren aber alles Fehldesigns, da
> hatten die Entwickler gepennt bzw. gespart.
Hallo,
man kann aber auch zerstörungsfrei durch starke Signale den ungewollten
Empfang eines schwachen Signals wirkungsvoll verhindern. Das starke Signal
bewirkt, daß die Verstärkung des Empfängers automatisch oder manuell
heruntergeregelt wird. Das schwache Signal kann daraufhin vom derart
gestörten Empfänger nicht mehr gelesen werden. Wenn es dann noch gelingt,
durch Ausnutzen der toten Zone das schwache Signal selbst noch lesen zu
können, ist der gewünschte Effekt erreicht.
Im Radarbereich ist diese Form des "Jamming" altbekannt. Wenn sich der
Empfänger auf den Pegel des Störsignals eingestellt hat, kann man bei
einem Pulsradar den Störpuls zeitlich noch verschieben, so daß dann
der gestörte Empfänger eine falsche Entfernung mißt.
Vy 73,
Uwe (DL6AAF)