Christian
Christian F. wrote:
> Baue mir in kürze eine Vertikal-Antenne für
> die Kurzwelle auf.
> Erdung muss,laut Hersteller, am RTX anliegen..vorhanden sein.
> Am Funkgerät ist auch eine Schraube für Erdungsanschluss
> vorhanden.
> Wo hole ich mir die Erde her ? Wasserleitung ? Heizungsrohr ?
wo hast Du denn Deine jetzige Stationserde her?
Soll die Antenne aufs Hausdach oder in den Garten?
Ist Dein Shack im Erdgeschoss?
73
Peter
Mein Antennenmast steht etwa 10m vom Haus weg und ist mittels Staberder,
der daneben eingeschlagen ist, geerdet. Rotor ist natürlich überbrückt.
Ich jann ja nun nicht die Abschirmung des Koaxkabels als Stationserde
bezeichnen, oder? Habe mir durch die fehlende Erde auch schon ein
Schaltnetzteil (Alinco) zerschossen, weil dieses eine extra
angeschlossene Erde braucht.
Nun müßte ich, um eine Stationserde zu erhalten, noch einen Staberder am
Haus einschlagen (mein Shack liegt unterm Dach) und 16qmm Leitung
hochziehen.
Aber muß ich dann beide Staberder noch miteinander verbinden? Garten
aufgraben mag ich nicht so sehr.
Die Heizung soll man ja nicht als Erde nutzen, oder?
Jens, DM9JM
Hallo Jens,
> Ich grübele auch schon ne Weile in dieser Beziehung.
>
> Mein Antennenmast steht etwa 10m vom Haus weg und ist mittels
> Staberder, der daneben eingeschlagen ist, geerdet. Rotor ist
> natürlich überbrückt.
Der Erder sollte bis ins Grundwasser reichen um Wirkung zu haben.
Ist das nicht möglich, mehrere Erder im gleichen Abstand wie sie lang sind
einschlagen und untereinander verbinden, wenn das nicht reicht, Banderder
flächig verlegen und anschliessen.
Das Koaxkabel sowie Steuerkabel an den Stellen wo sie oben zum Mast gehen
und unten verlassen mit der Abschirmung ebenfalls an die Erde anschliessen.
>
> Ich jann ja nun nicht die Abschirmung des Koaxkabels als Stationserde
> bezeichnen, oder?
Nein,
wo die Kabel ins Haus gehen sind aussen wieder Erder anzubringen, die mit
der Hauserde verbunden sind, auch hier werden die Abschirmungen der Kabel
wieder aufgelegt.
>Habe mir durch die fehlende Erde auch schon ein
> Schaltnetzteil (Alinco) zerschossen, weil dieses eine extra
> angeschlossene Erde braucht.
jedes Gerät sollte an der Zentralerde angeschlossen sein
>
> Nun müßte ich, um eine Stationserde zu erhalten, noch einen Staberder
> am Haus einschlagen (mein Shack liegt unterm Dach) und 16qmm Leitung
> hochziehen.
Hast Du keinen Hauserder/Fundamenterder?
Da gehören die Geräteerdungen innerhalb des Hauses dran.
>
> Aber muß ich dann beide Staberder noch miteinander verbinden? Garten
> aufgraben mag ich nicht so sehr.
Nein, das ist nicht unbedingt erforderlich wenn die Erdungswiderstände
ausreichend klein sind
>
> Die Heizung soll man ja nicht als Erde nutzen, oder?
nicht bei solchen Ausgleichs-Strömen wie sie ein Blitz hervorruft
73
Peter
Sehr gut, das hat mir schon weitergeholfen. Der Staberder reicht mit
Sicherheit ins Grundwasser,
dieses liegt bei uns sehr hoch, da wir einen Teich in der Nähe haben
(<20 Meter entfernt und in der Zeit der Schneeschmelze das Grundwasser
schon fast
an der Erdoberfläche steht) Außerdem ist der Lehmboden hier immer sehr nass.
>
>>Ich jann ja nun nicht die Abschirmung des Koaxkabels als Stationserde
>>bezeichnen, oder?
>
>
> Nein,
> wo die Kabel ins Haus gehen sind aussen wieder Erder anzubringen, die mit
> der Hauserde verbunden sind, auch hier werden die Abschirmungen der Kabel
> wieder aufgelegt.
Das habe ich vor. Und müssen die Erdleitungen für die Kabel außen
verbunden sein oder kann ich auch von innen heraus wieder eine Leitung
ziehen?
>
>
>>Habe mir durch die fehlende Erde auch schon ein
>>Schaltnetzteil (Alinco) zerschossen, weil dieses eine extra
>>angeschlossene Erde braucht.
>
>
> jedes Gerät sollte an der Zentralerde angeschlossen sein
>
>
>>Nun müßte ich, um eine Stationserde zu erhalten, noch einen Staberder
>>am Haus einschlagen (mein Shack liegt unterm Dach) und 16qmm Leitung
>>hochziehen.
>
>
> Hast Du keinen Hauserder/Fundamenterder?
> Da gehören die Geräteerdungen innerhalb des Hauses dran.
>
Die Erdung innerhalb des Hauses (Potentialausgleich) erfolgt über die
Wasserleitung (Metallrohre) Ich hoffe, der Elektriker hat da nix vergesen...
>
>>Aber muß ich dann beide Staberder noch miteinander verbinden? Garten
>>aufgraben mag ich nicht so sehr.
>
>
> Nein, das ist nicht unbedingt erforderlich wenn die Erdungswiderstände
> ausreichend klein sind
sind sie (nasser Lehm)
>
>
>>Die Heizung soll man ja nicht als Erde nutzen, oder?
>
>
> nicht bei solchen Ausgleichs-Strömen wie sie ein Blitz hervorruft
dachte ich mir schon so, denn sie verläuft ja innerhalb des Hauses und
die Gasleitung ist auch in der Nähe...
>
> 73
> Peter
>
>
>
Also liege ich soweit richtig - zweiter Staberder, wo alle Leitungen und
Geräte direkt am Haus noch einmal geerdet werden. Und ich liege richtig,
daß der Potentialausgleich auch dort mit einbezogen werden sollte?
(Schutzkontakt usw.)
73 de Jens, DM9JM
Jens Merting wrote:
> Sehr gut, das hat mir schon weitergeholfen. Der Staberder reicht mit
> Sicherheit ins Grundwasser,
> dieses liegt bei uns sehr hoch, da wir einen Teich in der Nähe haben
> (<20 Meter entfernt und in der Zeit der Schneeschmelze das Grundwasser
> schon fast
> an der Erdoberfläche steht) Außerdem ist der Lehmboden hier immer
> sehr nass.
das hört sich gut an
>
> >
> > > Ich jann ja nun nicht die Abschirmung des Koaxkabels als
> > > Stationserde bezeichnen, oder?
> >
> >
> > Nein,
> > wo die Kabel ins Haus gehen sind aussen wieder Erder anzubringen,
> > die mit der Hauserde verbunden sind, auch hier werden die
> > Abschirmungen der Kabel wieder aufgelegt.
>
> Das habe ich vor. Und müssen die Erdleitungen für die Kabel außen
> verbunden sein oder kann ich auch von innen heraus wieder eine Leitung
> ziehen?
Nein, die Verschiebeströme möglichst ausserhalb des Hauses ableiten,
also dort wo die Kabel eingeführt werden soll einen oder mehrere Staberder
einschlagen.
Diese mit dem Fundamenterder verbinden und die Koaxmäntel über 16mm²
daran erden.
Ich habe eine Kupferplatte als Kabeleintritt, an der die Koaxmäntel
automatisch
über Kabelbuchsen geerdet werden, die ganze Platte ist mit Tiefenerdern
geerdet.
> > Hast Du keinen Hauserder/Fundamenterder?
> > Da gehören die Geräteerdungen innerhalb des Hauses dran.
> >
> Die Erdung innerhalb des Hauses (Potentialausgleich) erfolgt über die
> Wasserleitung (Metallrohre) Ich hoffe, der Elektriker hat da nix
> vergesen...
die Wasserleitung wird zusammen mit allen anderen SL Anschlüssen und
sonstigen zu erdenden Anschlüssen an der Potentialausgleichsschiene
aufgelegt und diese dann am Fundamenterder geerdet.
Das ist auch der Bezugspunkt für die EVU.
Ich glaube nicht dass die so etwas mögen wie es bei Dir installiert ist.
> > Nein, das ist nicht unbedingt erforderlich wenn die
> > Erdungswiderstände ausreichend klein sind
>
> sind sie (nasser Lehm)
das ist OK
> >
> >
> > > Die Heizung soll man ja nicht als Erde nutzen, oder?
> >
> >
> > nicht bei solchen Ausgleichs-Strömen wie sie ein Blitz hervorruft
> dachte ich mir schon so, denn sie verläuft ja innerhalb des Hauses und
> die Gasleitung ist auch in der Nähe...
die Gasleitung muss auch an den Potentialausgleich, genau wie die
Badewanne/Duschtasse
> Also liege ich soweit richtig - zweiter Staberder, wo alle Leitungen
> und Geräte direkt am Haus noch einmal geerdet werden. Und ich liege
> richtig, daß der Potentialausgleich auch dort mit einbezogen werden
> sollte? (Schutzkontakt usw.)
Die Geräte im Shack würde ich an einer Kupferschiene hinter dem
Stationstisch erden und die Schiene auf dem kürzesten Wege mit dem
Potentialausgleich verbinden,
Der zusätzliche Staberder ausserhalb ist für die Kabel gedacht, die ins Haus
sollen.
Nur wenn bei Dir kein richtiger Potentialausgleich vorhanden ist, solltest
Du von dort aus ein Bandeisen bis in den Keller ziehen und dort eine
Ausgleichsschiene montieren und alles anschliessen was geerdet werden muss,
z.B. der SL von Deiner
EVU-Verteilung usw.
Wenn die Potentialausgleichsschiene doch vorhanden ist, mit Bandeisen die
Staberder mit der Potentialausgleichsschiene verbinden, oder an den Erder,
der an diese angeschlossen ist.
Dürfte auch ausserhalb des Hauses zu finden sein.
73
Peter
> Nun müßte ich, um eine Stationserde zu erhalten, noch einen
> Staberder am Haus einschlagen (mein Shack liegt unterm Dach) und
> 16qmm Leitung hochziehen.
> Aber muß ich dann beide Staberder noch miteinander verbinden?
> Garten aufgraben mag ich nicht so sehr.
> Die Heizung soll man ja nicht als Erde nutzen, oder?
HTH
Lutz
> Der Erder sollte bis ins Grundwasser reichen um Wirkung zu haben.
Ein Staab bis in Grunwasser taugt nur als Blitzerde und nicht als
HF-Erde.
Die HF-Erde muss flächig (z.B. mit Metallstäben oder Gitter) in geringer
Tiefe unter der Erdoberfläche eingebracht werden. Google nach den
naheliegenden Begriffen wie HF-Erde und Hochfrequenzerde bringen weitere
Infos.
Praktischerweise installiert man beides, Blitzerde und HF-Erde. Aber
auch eine gute HF-Erde kann als Blitzerde fungieren. Umgekehrt jedoch
nicht.
73
Jens Schuster wrote:
> > Der Erder sollte bis ins Grundwasser reichen um Wirkung zu haben.
>
> Ein Staab bis in Grunwasser taugt nur als Blitzerde und nicht als
> HF-Erde.
wollte jemand was über HF-Erde wissen?
> Diese mit dem Fundamenterder verbinden und die Koaxmäntel über
> 16mm² daran erden.
DIN VDE 50083 4 mm²
>> Die Erdung innerhalb des Hauses (Potentialausgleich) erfolgt
>> über die Wasserleitung (Metallrohre) Ich hoffe, der Elektriker
>> hat da nix vergesen...
> die Wasserleitung wird zusammen mit allen anderen SL Anschlüssen
> und sonstigen zu erdenden Anschlüssen an der
> Potentialausgleichsschiene aufgelegt und diese dann am
> Fundamenterder geerdet. Das ist auch der Bezugspunkt für die
> EVU.
Kommt auf die Netzform/System an.
>> Also liege ich soweit richtig - zweiter Staberder, wo alle
>> Leitungen und Geräte direkt am Haus noch einmal geerdet werden.
>> Und ich liege richtig, daß der Potentialausgleich auch dort mit
>> einbezogen werden sollte? (Schutzkontakt usw.)
Muss nicht sollte.
Lutz
Lutz Illigen wrote:
> "Peter Voelpel" <df...@t-online.de> wrote:
>
> > Diese mit dem Fundamenterder verbinden und die Koaxmäntel über
> > 16mm² daran erden.
>
> DIN VDE 50083 4 mm²
die DIN VDE 50083 wurde zurück gezogen und ist nicht mehr gültig,
gültig ist DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2005-10
Ausserdem geht es hier nicht um Blitzschutz von Kabelnetzen für
Fernsehsignale, Tonsignale und interaktive Dienste für die diese DIN
Vorschrift galt
sondern um Funksendeanlagen
Blitzschutzmaßnahmen für Antennenanlagen und deren Funksende- bzw.
Empfangsanlagen werden in den VDE-Normen/-Vornormen der Reihen 0185 und 0855
behandelt. Es wird unterschieden, ob die Antennenanlage auf einem Gebäude
ohne Blitzschutzsystem (Antennenerdung nach VDE 0855) oder mit
Blitzschutzsystem (Blitzschutz nach VDE V 0185) installiert wird.
Die Groundkits von RFS (ex Kabelmetall Hannover) z.B. sind für Ableitströme
>200KA spezifiziert
> > die Wasserleitung wird zusammen mit allen anderen SL Anschlüssen
> > und sonstigen zu erdenden Anschlüssen an der
> > Potentialausgleichsschiene aufgelegt und diese dann am
> > Fundamenterder geerdet. Das ist auch der Bezugspunkt für die
> > EVU.
>
> Kommt auf die Netzform/System an.
bitte spezifiziere das mal näher
Gruss
Peter
Am Mast liegt Blitzschutz an ,der an den Ring ,welcher rund ums Hausdach
geht,
angeschlossen ist.Na eben wie es auf allen Hausdächern der Fall ist (sein
sollte).
Geht dann glaub ich an mehreren Stellen ab in die Erde.
An diesem Mast befinden sich 5/8 vertical , 2m/70cm und Turnstile-Antennen.
Gesendet wird über die 5/8-Antenne (dickes Koaxkabel geht an TRX von dieser)
2m/70cm-Antenne wird ebenfalls über Koaxleitung betrieben.
Habe auf 11m/10m sehr gute Stehwelle ebenso auf 2m/70cm.
Also denke ich mal da oben haut auch alles hin.
Nun soll die vertikale Antenne für Kurzwelle die 5/8 am Mast ersetzen.
Die Antenne ist nichts besonderes , das weis ich,sollte aber eben
einwandfrei
funktionieren....und das mit der extra-Erde ist für mich irgendwie Neuland
.....brauchte ich vorher so nicht ..oder verstehe ich irgendwas falsch
betreffs
dieser Antenne...ich habe hier mal den Link kopiert,dort ist sie zu
betrachten
Achso und noch zur Beantwortung .....ja Shack ist im Erdgeschoss
Loch durch die Wand o.ä. nach draussen geht nicht (Beton)
draussen Isolierung neu ....
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=5819577183&ssPageName=ADME
:B:EOIBSA:DE:31
Gruss Christian
>>> die Wasserleitung wird zusammen mit allen anderen SL
>>> Anschlüssen und sonstigen zu erdenden Anschlüssen an der
>>> Potentialausgleichsschiene aufgelegt und diese dann am
>>> Fundamenterder geerdet. Das ist auch der Bezugspunkt für die
>>> EVU.
>>
>> Kommt auf die Netzform/System an.
>
>
> bitte spezifiziere das mal näher
Im TT-Netz gibt es keinen EVU Bezugspunkt, gemeint ist der PEN im TN-
Netz.
Lutz
"Peter Voelpel" <df...@t-online.de> wrote:
> Lutz Illigen wrote:
>> DIN VDE 50083 4 mm²
> die DIN VDE 50083 wurde zurück gezogen und ist nicht mehr
> gültig, gültig ist DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2005-10
An die mitlesenden Kollegen: Warum wurde die 50083 zurück gezogen und
was ist anders in der 60728-11?
Lutz
eigentlich ist das der Nulleiter, der ja den Sternpunkt des Trafos darstellt
und dort mit Erde verbunden ist und dann weiter zum Hausanschluss mitgeführt
wird.
Theoretisch dürfte er also keinen Potentialunterschied zum Erder des Hauses
haben.
Der Unterschied ist glaube ich, dass er beim TN-Netz mit dem Schutzleiter
des Hausanschlusses verbunden wird
Nur ne kurze Info, hab gerade gedacht, ich bin zu blöde, aber an mir
lags nich ;)
Lutz Illigen wrote:
> Xpost de.comm.funk.misc,de.sci.ing.elektrotechnik
> f'2 de.sci.ing.elektotechnik
/\
r?
Nichts für ungut, aber glaube der fup ist fehlgeschlagen.
Gruß Frederik Suhr
> Nur ne kurze Info, hab gerade gedacht, ich bin zu blöde, aber an
> mir lags nich ;)
Mift doch rausgegangen. Dachte mein Hamster hätte es behalten.
> Lutz Illigen wrote:
>> Xpost de.comm.funk.misc,de.sci.ing.elektrotechnik
>> f'2 de.sci.ing.elektotechnik
> /\
> r?
>
> Nichts für ungut, aber glaube der fup ist fehlgeschlagen.
Lag an meiner neuen plus wireless-Tastatur.
Lutz
> Am Mast liegt Blitzschutz an ,der an den Ring ,welcher rund ums Hausdach
> geht,
> angeschlossen ist.Na eben wie es auf allen Hausdächern der Fall ist (sein
> sollte).
> Geht dann glaub ich an mehreren Stellen ab in die Erde.
> An diesem Mast befinden sich 5/8 vertical , 2m/70cm und
> Turnstile-Antennen. Gesendet wird über die 5/8-Antenne (dickes Koaxkabel
> geht an TRX von dieser) 2m/70cm-Antenne wird ebenfalls über Koaxleitung
> betrieben. Habe auf 11m/10m sehr gute Stehwelle ebenso auf 2m/70cm.
> Also denke ich mal da oben haut auch alles hin.
Wenn du vom Dach ein Kabel in das Erdgeschoss ziehst, dann *wird* bei einem
Blitzeinschlag durch dieses Kabel Strom fließen. Begründet wird dies durch
die Stromteilerregel und den (nicht unwesentlichen induktiven) Widerstand
der Ableitungen.
Du solltest dir dringend Gedanken machen, wie du diesen Strom zur Erde
ableitest.
> Achso und noch zur Beantwortung .....ja Shack ist im Erdgeschoss
> Loch durch die Wand o.ä. nach draussen geht nicht (Beton)
> draussen Isolierung neu ....
Dann einen Weg zur am tiefsten (im Keller, wenn vorhanden) angebrachten
Potentialausgleichschiene suchen.
Gruß
Joachim
Gruss Christian
Evt von der Steckdose (Schutzleiteranschluß geht). Ggf. des Eurostecker
gegen einen Schuko-Stecker tauschen.
cu..Marcus
--
Die Mailadresse ist im Moment zu erreichen, kann sich aber schnell
ändern
Marcus Gorth schrieb:
> Hartmut Sedlmayer hat am 30.12.2005 geschrieben:
>
>
>>Christian F. schrieb:
>>
>>>Wo hole ich mir die Erde her ? Wasserleitung ? Heizungsrohr ?
>>>Extra einen Erdungsstab setzen ist hier nicht möglich...ginge
>>>höchstens,dass ich von der Erdung ,die auf dem Dach des Hauses
>>>vorhanden ist, eine Leitung nach unten ziehe.
>>>Hat jemand Tips für mich ?
>
> Evt von der Steckdose (Schutzleiteranschluß geht). Ggf. des Eurostecker
> gegen einen Schuko-Stecker tauschen.
Herrje...
Erde ist nicht gleich Erde...!
Man kann ne Antenne ja auch nicht in einen Topf mit Blumenerde
einpflanzen, oder?
Nein, was der Antennenhersteller mit Erde meint, ist eine Gesammterde..:
1.: Blitzschutzerde -> Einen Weg, über den einige tausend Ampere
Blitzstrom abgeleitet werden können, ohne großräumige Verwüstung zu
hinterlassen.
Lösung: Leitung von Antennenfußpunkt bis zur Potialausgleichschiene
ziehen. Diese Potialausgleichschiene befindet sich bei den meißten
Häusern im Keller im bereich der Hauszuleitungen (Strom, Wasser, Gas usw).
Am einfachsten findet man diese, indem man am Hausanschlußkasten der EVU
(dieser verplompte Kasten mit den NH-Sicherungen drinn) den
herrauskommenden Erdungsdraht (sollte grüngelb sein) verfolgt. Dieser
führt zur "Poti-Schiene".
Diese Schiene ist der zentrale Erdungspunkt eines Gebäudes, wo sich alle
geerdeten Systeme zentral treffen: Stromnetz, Gebäudeerder
(Fundementerder), Gasleitungen, Wasserleitungen, Telefonsysteme,
Kabelfernsehen (BK-Anlagen).
Will man eine Funkanlage _ordentlich_ erden, also sozusagen "nach VDE",
dann muß man von der Antenne eine eigene Leitung auf kürzestem Wege (zB
stillgelegter Kamin o.ä.) bis zu dieser Schiene führen und dort auflegen.
Was der Hersteller noch gemeint hat, ist eine HF-Erde.
Macht man aber eine Blitzschutzerde, ist eine zusätzliche HF-Erde in
form von resonanden Radialen nur dann nötig, wenn die Wirkungsgrade der
Antenne auf den persönlich bevorzugten Frequenzbereichen nicht so
berauschend ist.
Ob nun jemand unbedingt eine Blitzschutzerde haben muß, muss dieser
Jemand immer für sich selbst entscheiden.
Aber Dachantennen tragen immer ein erhötes Blitzschlagrisiko in sich.
Erst recht KW-Vertikalstrahler, da sie ja wesentlich höher sind als zB
eine 70cm-GP.
Und da ein Blitzeinschlag überall dort sehr massive Sach- und
Personenschäden anrichten kann, wo gerade viel gefuscht wurde, sollte
man sich des Risikos bewusst sein.
Eine simple Funkerantenne kann schon ausschlaggebend sein ob nun nur
vereinzelte geräte im Haut abrauchen, oder gar das ganze Haus bis auf
den Grundmauern abbrennt. Und nicht selten gucken Versicherungen und
Brandermittler sehr genau nach Pfuschereien in Blitzschutzfragen.
Grüße aus Dortmund
Jürgen, DG7GJ
Hartmut Sedlmayer schrieb:
> Christian F. schrieb:
>
>> Baue mir in kürze eine Vertikal-Antenne für
>> die Kurzwelle auf.
>> Erdung muss,laut Hersteller, am RTX anliegen..vorhanden sein.
>> Am Funkgerät ist auch eine Schraube für Erdungsanschluss
>> vorhanden.
>> Wo hole ich mir die Erde her ? Wasserleitung ? Heizungsrohr ?
Rein aus elektrischer Sicht: Ja, der Erdwiderstand solcher Rohrnetze
würde schon reichen. Allerdings darf man (aus guten Gründen) solche
Rohrnetze nicht zum Potentialausgleich für elektrische Anlagen,
geschweige denn für Hochantennen benutzen.
Ich selber hatte hier mal testweise das Heizungsrohrsystem als
Erdungspunkt für eine SEG-15D benutzt.
Blitzschutz war nicht erforderlich, da nur experimentelle Kurzantenne am
Fenster.
Schwachpunkt bei mir: Jedes mal wenn unsere Heizung zündete (Gasheizung,
Ölbrenner sind aber noch viel schlimmer) wurde der ganze
Kurzwellenbereich mit einer Rauschglocke überzogen, wo kaum noch
irgendein Nutzsignal mehr ne Chance hatte durchzukommen.
Heizungsrohre sind also überwiegend schonmal als reine HF-Masse unbrauchbar.
Hinzu kommt, das im Sendebetrieb sich die HF ja auch auf den
Heizungsrohren ausbreitet. Hierdurch kann es zu fehlfunktionen bzw
störenden Beeinflussungen von Heizungssteuerungen kommen.
Ganz zu scheigen von BCI- und TVI-Problemen.
Woher will man denn vorher wissen, welcher Nachbar seinen Fernseher
direkt neben der Heizung stehen hat, und welche Feldstärke du auf diesem
Heizkörper dann erzeugst?
Nein, wenn du es richtig machen willst, und was ich dir nur wärmstens
empfehlen kann: Direkt von der Antenne eine ausreichend dicke Leitung
(mindestens 6mm² Kupfer massiv/keine Litze!) bis runter in den Keller
zur Potenzialausgleichschiene. Alles andere ist Pfusch, der im Falle
eines Falles verflucht teuer werden kann.
>> Extra einen Erdungsstab setzen ist hier nicht möglich...ginge
>> höchstens,dass
>> ich von der Erdung ,die auf dem Dach des Hauses vorhanden ist, eine
>> Leitung
>> nach unten ziehe.
Nunja..."gehen" tut das auch. Aber genaugenommen zählt das auch zu
Pfusch. Wenn du ganz sicher gehen willst, beauftrage mit der
Antennenerdung einen Elektroinstallationsfachbetrieb.
Der macht das dann so wie ich es empfohlen habe.
>
> Nein, wenn du es richtig machen willst, und was ich dir nur wärmstens
> empfehlen kann: Direkt von der Antenne eine ausreichend dicke Leitung
> (mindestens 6mm² Kupfer massiv/keine Litze!) bis runter in den Keller
> zur Potenzialausgleichschiene. Alles andere ist Pfusch, der im Falle
> eines Falles verflucht teuer werden kann.
....
>
> Nunja..."gehen" tut das auch. Aber genaugenommen zählt das auch zu
> Pfusch. Wenn du ganz sicher gehen willst, beauftrage mit der
> Antennenerdung einen Elektroinstallationsfachbetrieb.
> Der macht das dann so wie ich es empfohlen habe.
Nicht ganz der nimmt mind 16mm² CU oder 25mm² Alu für den *äusseren*
Blitzschutz.
Und diese Leitung muss *aussen* verlegt sein und mit dem Fundament-oder
Tiefenerder verbunden sein.
Einen schönen Überblick über Blitzschutz bietet folgende Webseite:
http://www.brieselang.net/info_schutz.php
Volker Tonn schrieb:
> Nicht ganz der nimmt mind 16mm² CU oder 25mm² Alu für den *äusseren*
> Blitzschutz.
> Und diese Leitung muss *aussen* verlegt sein und mit dem Fundament-oder
> Tiefenerder verbunden sein.
Also in meiner Lehre haben wir Mäste (für Rundfunk und SAT-Anlagen)
ausschließlich mit einträtigen Kupferleitungen (Grüngelb isoliert)
geerdet, indem die Leitung über eine Erdungsbandschelle am untersten
Mastende angeschlossen wurde, und über den kürzesten Weg durch das
Gebäude (fast immer stillgelegte Kamine oder Kabelschächte) mit der
Potentialausgleichschiene verbunden wurde.
Je nach Länge dieser Leitung wurde als Querschnitt halt mind. 6mm² bis
max. 16mm² genommen.
Habe leider keine VDE-Ordner mehr griffbereit, aber ich glaube sogar das
eine VDE-Norm vorschreibt, an welcher Klemme an der PAS die Erdung für
eine Antennenanlage angeschlossen werden muß...war glaube ich Klemme 5
oder 7.
> Einen schönen Überblick über Blitzschutz bietet folgende Webseite:
> http://www.brieselang.net/info_schutz.php
Wenn ich das da richtig sehe, behandelt diese Seite aber nur den
äusseren Blitzschutz, also umgangssprachlich "Blitzableiter".
Ausserdem ist die erste Grafik mit der Angabe 10kV schon eher als
"lächerlich" zu bezeichnen, weil völlig irreal..:-(
10kV können, je nach Luftfeuchtigkeit und Umgebungsfeldstärke/Ionisation
gerade mal eine Luftstrecke von 10mm überbrücken.
Ein Blitz, der mehrere Km bis zum Boden zählt, ist schon ein wenig
höher..:-)
Deshalb rechnet man im Blitzschutz auch nicht in kV, sondern soweit ich
es gelernt habe ausschließlich in kA Blitzstrom.
Je nach Bauwerk/Standort sollte ein Blitzschutzsystem mindestens 200kA
ableiten können. Bei Fernsehtürmen, Überlandleitungen usw sind
praktische Werte jenseits der 600kA üblich.
Sehr ausführliche und umfassende Informationen über inneren und äusseren
Blitzschutz, sowie komplettschutzsysteme für Bürogebäude uvm. gibt es zB
bei der Firma Dehn. (http://www.Dehn.de)
> Hallo Volker!
>
> Volker Tonn schrieb:
>
>> Nicht ganz der nimmt mind 16mm² CU oder 25mm² Alu für den *äusseren*
>> Blitzschutz.
>> Und diese Leitung muss *aussen* verlegt sein und mit dem
>> Fundament-oder Tiefenerder verbunden sein.
>
>
> Also in meiner Lehre haben wir Mäste (für Rundfunk und SAT-Anlagen)
> ausschließlich mit einträtigen Kupferleitungen (Grüngelb isoliert)
> geerdet, indem die Leitung über eine Erdungsbandschelle am untersten
> Mastende angeschlossen wurde, und über den kürzesten Weg durch das
> Gebäude (fast immer stillgelegte Kamine oder Kabelschächte) mit der
> Potentialausgleichschiene verbunden wurde.
> Je nach Länge dieser Leitung wurde als Querschnitt halt mind. 6mm² bis
> max. 16mm² genommen.
Das ist für den *Potentialausgleich* OK, ist aber nie und nimmer für den
Blitzschutz gewesen.
Der wurde vermutlich anschliesend durch ein Spezial-Unternehmen
hergestellt? Oder war ggf schon bei der Mastmontage erfolgt. Bei
freistehenden Masten z.B. durch Fundamenterder, die mit den
Befestigungsankern verschweisst sind. Oder bei Dachmasten mit anderen
leitenden Querschnitten (z.B. über Geländer) an den vorhandenen äusseren
Blitzschutz.
Für den Potenzialausgleich dürfen auch dauerhaft verlegte Rohrleitungen
mit bestimmten Mindestquerschnitten genutzt werden. Nur dürfen die keine
brennbaren Stoffe (z.B.Brenngase/ oder Treibstoffe) führen. Trinkwaser-
oder Heizungsleitungen sind OK wenn diese keine lösbaren Vebindungen
haben und an den zentralen Potenzialausgleich angeschlossen sind.
> Habe leider keine VDE-Ordner mehr griffbereit, aber ich glaube sogar
> das eine VDE-Norm vorschreibt, an welcher Klemme an der PAS die Erdung
> für eine Antennenanlage angeschlossen werden muß...war glaube ich
> Klemme 5 oder 7.
Man muss hier die Begrifflichkeiten sauber unterscheiden.
Was du meinst ist wohl *Potenzialausgleich*?
>> Einen schönen Überblick über Blitzschutz bietet folgende Webseite:
>> http://www.brieselang.net/info_schutz.php
>
>
> Wenn ich das da richtig sehe, behandelt diese Seite aber nur den
> äusseren Blitzschutz, also umgangssprachlich "Blitzableiter".
> Ausserdem ist die erste Grafik mit der Angabe 10kV schon eher als
> "lächerlich" zu bezeichnen, weil völlig irreal..:-(
Die 10KV liegen an dieser(!) Stelle immer noch gegen 0-Potenzial an wenn
der Blitz schon eingeschlagen ist und sich "in Ableitung" befindet.
> 10kV können, je nach Luftfeuchtigkeit und
> Umgebungsfeldstärke/Ionisation gerade mal eine Luftstrecke von 10mm
> überbrücken.
> Ein Blitz, der mehrere Km bis zum Boden zählt, ist schon ein wenig
> höher..:-)
> Deshalb rechnet man im Blitzschutz auch nicht in kV, sondern soweit
> ich es gelernt habe ausschließlich in kA Blitzstrom.
Das steht auch auf der Seite ....die du leider nicht wirklich gelesen hast?
> Je nach Bauwerk/Standort sollte ein Blitzschutzsystem mindestens 200kA
> ableiten können.
Auch das steht auf dieser Seite.
> Bei Fernsehtürmen, Überlandleitungen usw sind praktische Werte
> jenseits der 600kA üblich.
>
> Sehr ausführliche und umfassende Informationen über inneren und
> äusseren Blitzschutz, sowie komplettschutzsysteme für Bürogebäude uvm.
> gibt es zB bei der Firma Dehn. (http://www.Dehn.de)
Ja, auch nicht schlecht. Wobei die sich auf ihre Produktpalette eingrenzen.
Ich wollte letztlich darauf hinaus, dass es nicht ausreicht "nur" einen
Potenzialausgleich herzustellen. Der kann im Falle eines Blitzeinschlags
ohne Anschluss an den 'äusseren Blitzschutz' mehr kaputt machen als gar
keine "Erdung".
Ich würde zu allererst einen vernünftigen Anschluss an an den äusseren
Blitzschutz machen bevor ich einen Potenzialausgleich anschliesse. Je
nach Ausführung geht der äussere Blitzschutz über eine Funkenstrecke, so
dass der Potenzialausgleich durchaus *zusätzlich* notwendig oder
zumindest ratsam ist um den Empfängereingang nicht mit statischer
Elektrizität zu verbrutzeln.
73,
Volker
Volker Tonn schrieb:
> Das ist für den *Potentialausgleich* OK, ist aber nie und nimmer für den
> Blitzschutz gewesen.
Hmm...also sämtliche Masten die wir neu aufgebaut haben, als auch uralte
Dachantennen die wir erweitert/repariert haben, waren grundsätzlich
_nur_ über diese eine Erdungsleitung zur PAS (Potentialausgleichschiene)
angeschlossen waren.
Ein zusätzlicher Blitzschutz, auch äusserlich, habe ich bei
Rundfunk-Dachmasten bisher nie gesehen.
Ebenso habe ich in der Berufschule davon nie was gehört, ebenso wurde in
dem Kompaktseminar der Firma Dehn sowas nicht erwähnt. Nur halt die
Erdung über die PAS.
Zugegeben, 6-16mm² sind für 200kA bissel knapp bemessen, aber komplett
verdampfen tut die Leitung idR dennoch nicht :-)
> Der wurde vermutlich anschliesend durch ein Spezial-Unternehmen
> hergestellt? Oder war ggf schon bei der Mastmontage erfolgt. Bei
> freistehenden Masten z.B. durch Fundamenterder, die mit den
> Befestigungsankern verschweisst sind. Oder bei Dachmasten mit anderen
> leitenden Querschnitten (z.B. über Geländer) an den vorhandenen äusseren
> Blitzschutz.
Nunja, bei komerziellen Funkanlagen wie zB BTS-Standorte und
Rundfunksender gelten natürlich ganz andere Schutzmaßnamen als in
Wohnhäusern. Dort arbeitet man mit Tiefenerdern und Erdungswiderständen
im Milliohmbereich. Denn da soll nicht jeder direkte Blitztreffer gleich
eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, sondern der normale Betrieb
unterbrechungsfrei weitergehen.
> Man muss hier die Begrifflichkeiten sauber unterscheiden.
> Was du meinst ist wohl *Potenzialausgleich*?
Ja, von nichts anderes rede ich.
Vom äusseren Blitzschutz (Blitzableiter) habe ich so keine tiefergehende
Ahnung. Ich hab nur Elektroinstallateur gelernt, für Blitzableiter gibt
es andere Fachbetriebe.
>> Wenn ich das da richtig sehe, behandelt diese Seite aber nur den
>> äusseren Blitzschutz, also umgangssprachlich "Blitzableiter".
>> Ausserdem ist die erste Grafik mit der Angabe 10kV schon eher als
>> "lächerlich" zu bezeichnen, weil völlig irreal..:-(
>
>
>
> Die 10KV liegen an dieser(!) Stelle immer noch gegen 0-Potenzial an wenn
> der Blitz schon eingeschlagen ist und sich "in Ableitung" befindet.
Naja, also 10kV halte ich dennoch für unrealistisch.
Wie ist man rechnerisch auf diesen Wert gekommen...oder wie will man
sowas gar gemessen haben?
Woher soll man denn 0-Potential nehmen, wenn der Blitz bereits
einschlägt? Stichwort Spannungstrichter...:-)
>> Deshalb rechnet man im Blitzschutz auch nicht in kV, sondern soweit
>> ich es gelernt habe ausschließlich in kA Blitzstrom.
>
>
> Das steht auch auf der Seite ....die du leider nicht wirklich gelesen hast?
Naja, zumindest etwas intensiver überflogen.
Sicherlich habe ich gelesen das dort auch brauchbare Sachen drinnen
stehen. Aber ganz oben auf der Seite sofort diese Angabe mit den 10kV an
der Spitze der Fangstange und unten am Erder dann die 50/50-Aufteilung
auf 5kV in die Erde und 5kV über die PAS in die Installation.
Ähm...das sieht für mich nach ner hilflosen Strichskizze aus...wie
gewollt aber nicht gekonnt. Unter dem Strich etwas was ich als
"Fettnäpfchen" beschreiben würde..:-)
>> Sehr ausführliche und umfassende Informationen über inneren und
>> äusseren Blitzschutz, sowie komplettschutzsysteme für Bürogebäude uvm.
>> gibt es zB bei der Firma Dehn. (http://www.Dehn.de)
>
> Ja, auch nicht schlecht. Wobei die sich auf ihre Produktpalette eingrenzen.
Logisch, in erster Linie wollen die ja ihre Produkte verkaufen. Aber
zumindest im Bereich der Elektrobranche machen die viel mit Ausbildung.
> Ich wollte letztlich darauf hinaus, dass es nicht ausreicht "nur" einen
> Potenzialausgleich herzustellen. Der kann im Falle eines Blitzeinschlags
> ohne Anschluss an den 'äusseren Blitzschutz' mehr kaputt machen als gar
> keine "Erdung".
Nunja, bisher nur nen paar zerbrutzelte Antennenvorverstärker gehabt,
wenn nen Blitz in soeinen Mast einschlug, der nur per Potentialausgleich
"geerdet" war. Das einzige was dann noch mit 100%iger Sicherheit kaput
geht, wenn vorhanden, ist der LMKU-Kopf auf dem Mast.
Die darunter liegenden VHF/UHF-Antennen bzw SAT-Schüsseln hatten
keinerlei Beschädigungen.
Einschlagstelle immer am obersten Mastpunkt (bzw LMKU-Kopf zerlegt),
Antennenverstärker in der Wurst, und das war's.
Nichtmal die Erdungsleitung war festgeschweißt am Mast...lies sich immer
problemlos lösen...trotz der zig kA's..:-)
Aber gut, solche direkten Einschläge habe ich auch nur drei mal gesehen
während meiner Lehre. Gibt ganz bestimmt auch etliche Treffer, bei denen
viel mehr bei passiert.
>> Die 10KV liegen an dieser(!) Stelle immer noch gegen 0-Potenzial an wenn
>> der Blitz schon eingeschlagen ist und sich "in Ableitung" befindet.
>
> Naja, also 10kV halte ich dennoch für unrealistisch.
Ist auch unrealistisch.
> Wie ist man rechnerisch auf diesen Wert gekommen...oder wie will man
> sowas gar gemessen haben?
Ausrechnen. U=IxR. Wobei R hier der Wechselstromwiderstand des Ableiters
ist. Den errechnest du aus der Induktivität der Leitung und der Frequenz,
die der maximalen Anstiegsgeschwindigkeit des Stromes entspricht. Diese
Frequenz liegt so bei 250 kHz.
Damit kannst du auf einen Spannungsabfall von 20 kV pro *Meter*
Blitzableiter kommen. Dies ist der Grund für das Problem der Näherung.
Man muß dabei darauf achten, dass der äußere Blitzableiter weit genug
entfernt ist, von Nullpotential auf der Innenseite der Wand. In einem
Obergeschoss kann es ansonsten passieren, dass der Blitz durch die Wand
auf die nächstliegende 230V~ Steckdose überspringt.
> Woher soll man denn 0-Potential nehmen, wenn der Blitz bereits
> einschlägt? Stichwort Spannungstrichter...:-)
Für diese Berechnung ist der zentrale Potentialausgleich das Nullpotential.
>>> Deshalb rechnet man im Blitzschutz auch nicht in kV, sondern soweit
>>> ich es gelernt habe ausschließlich in kA Blitzstrom.
Für "Näherung" rechnet man in kV. Das merkt aber kaum einer, weil dafür
Tabellen oder Software verwendet werden.
> Aber ganz oben auf der Seite sofort diese Angabe mit den 10kV an
> der Spitze der Fangstange und unten am Erder dann die 50/50-Aufteilung
> auf 5kV in die Erde und 5kV über die PAS in die Installation.
Ja, das ist nicht so gut gelungen. Diese Spannungen ergeben sich aus dem
fließenden Strom und können daher auch nur abgeschätzt werden, wenn man
eine Übersicht der fließenden Ströme hat. Stichwort Stromteilerregel.
[DEHN]
> Aber
> zumindest im Bereich der Elektrobranche machen die viel mit Ausbildung.
Da durfte ich auch mal mitmachen. Die waren wirklich fit.
>> Ich wollte letztlich darauf hinaus, dass es nicht ausreicht "nur" einen
>> Potenzialausgleich herzustellen. Der kann im Falle eines Blitzeinschlags
>> ohne Anschluss an den 'äusseren Blitzschutz' mehr kaputt machen als gar
>> keine "Erdung".
Der Potentialausgleich ist am äußeren Blitzschutz angeschlossen. Zumindest
ist er geerdet.
Wenn du einen Blitzstrom in dein Zimmer einlädst, indem ein Antennenkabel
vom Dach reinkommt, dann ist es *immer* besser, wenn du ihm auch den
Ausgang zeigst. Also erdest.
Wenn du keinen Anschluß an den Potentialausgleich hast, dann sucht sich der
Blitz einen Weg, der für dich unangenehm sein könnte. In dein Zimmer kommt
er auf jeden Fall, beim Einschlag. Also besser den Potentialausgleich
benutzen, auch wenn der äußere Blitzschutz nicht da ist.
mfg
Joachim