Hallo Tobias,
ich glaube, ich kann dir weiterhelfen. Auf Seite 6 der "Anleitung zur
Durchfᅵhrung der Anzeige ortsfester Amateurfunkanlagen nach ᅵ9 der
Verordnung ᅵber das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer
Felder" lesen wir:
"Innerhalb des reaktiven Nahfeldes kann es lokal zu starken ᅵberhᅵhungen
des elektrischen und des magnetischen Feldes kommen, die mit der
Fernfeldberechnung nicht bestimmt werden kᅵnnen. Daher ist eine
Fernfeldberechnung in diesem Bereich nicht zulᅵssig."
Bei Moltrechts Amateurfunk-Lehrgang Teil 2 S.160 hingegen steht
sinngemᅵᅵ, daᅵ man auch im Nahfeld mit der Fernfeldformel rechnen darf,
da diese zu ungᅵnstigeren Werten fᅵhrt und man damit immer auf der
sicheren Seite ist.
Soweit, so schlecht. Zwei gᅵnzlich widersprᅵchliche Aussagen. Dazu
folgendes: Ich hatte vor einiger Zeit Besuch von der Bundesnetzagentur.
In meinem Zweit-QTH, einem Wohnwagen auf dem Campingplatz, hatte mein
Parzellennachbar die Bundesnetzagentur "alarmiert" aus Angst vor
Verstrahlung. Ich habe dort ein PSK-QRP-Transceiver in Betrieb (ca. 4W
PEP) fᅵr 40m an einer G5RV, also eigentlich kein Problem mit der 10W
eirp Grenze. Bei der Feldstᅵrkemessung stellte sich eine zu hohe
(magnetische) Feldstᅵrke an meiner Parzellengrenze heraus, sodaᅵ mir
eine Leistungsreduzierung um 2W auferlegt wurde. Ich war natᅵrlich nicht
sehr begeistert, meine ohnehin schon geringe Leistung noch weiter zu
reduzieren und wies darauf hin, daᅵ ich unter der 10W eirp Grenze sende
und eine zu hohe Feldstᅵrke schon deshalb nicht mᅵglich sei.
Aber, so wurde mir erklᅵrt, es gilt im Kollisionsfall das Amtsblatt der
Bundesnetzagentur und es ist durchaus mᅵglich, auch mit nicht
anzeigepflichtigen Sendeleistungen die Grenzwerte zu ᅵberschreiten, wenn
es auch selten vorkommt.
Weitere Konsequenzen (Geldstrafe) gab es aber nicht.
73&55
Thomas
Am 23.05.2013 21:54, schrieb Tobias Hᅵberlin:
> "DF5WK" <
nos...@arrl.net> schrieb im Newsbeitrag
> news:r9nrp89bbh3ruqclj...@4ax.com...
> ...einen Haufen Blᅵdsinn
>
> Ich hatte die Problematik durchaus ernst gemeint. Wie kann man sicher sein,
> mit 9,99 W EIRP im Nahfeld nicht die gesetzlich zulᅵssigen
> Feldstᅵrkehᅵchstwerte nicht zu ᅵberschreiten? Man kann im Nahfeld nichts
> berechnen, jedenfalls nicht mit der Formel, die ich bei meiner
> Klasse-3-Prᅵfung zur Anwendung hatte. Auf UKW spielt das Nahfeld keine
> Rolle, auf Kurzwelle schon. Das Programm Watt32 differenziert auch nicht
> zwischen > und < 10 W EIRP.
>
> Btw, ich habe VWL studiert.
>
> !73
> Dipl.-Vw. T. Hᅵberlin
>
>