<http://www.heise.de/ct-tv/artikel/Video-Vorsicht-Kunde-1029371.html>
Folgendes ist passiert:
Ehepaar hat Telekom-Analoganschluss mit Alttarif (ohne
Rufnummernübertragung) in Verbindung mit Congstar Resale-DSL. Nun möchte das
Ehepaar einfach nur, dass zukünftig die eigene Rufnummer bei ausgehenden
Gesprächen übertragen wird. Die Telekom (ihres Zeichens Premium-Anbieter)
kommt diesem Wunsch nach, allerdings nur unter der Bedingung, dass der
bestehende Alttarif in einen aktuellen Tarif umgewandelt wird. Fatale Folge:
wegen der Unflexibilität des Telekom-Buchungssystems kann ein solcher
Tarifwechsel nicht einfach nur auf kaufmännischer Ebene stattfinden
(technisch ändert sich nämlich so gut wie nichts), sondern der Altanschluss
muss komplett gekündigt und anschließend wieder neu eingerichtet werden. Das
wiederum hat zur Folge, dass die verkorkste Reseller-Schnittstelle der
Telekom an Congstar meldet "Telekom-Anschluss wurde gekündigt, Resale-DSL
geht nicht mehr." Dass unmittelbar darauf ein neuer Telekom-Anschluss
geschaltet wird, der identisch mit dem alten ist und nur nach einem neuen
Tarif abgerechnet wird, bekommt Congstar dagegen nicht mit. Also wird der
DSL-Anschluss abgeschaltet und das Ehepaar steht zunächst ohne
Internetzugang da.
Nun bittet Congstar das Ehepaar darum, den Internetzugang samt DSL-Anschluss
einfach wieder neu zu bestellen. Problem bei der Sache: der DSL-Port ist
nach wie vor blockiert, und zwar durch Congstar selbst. Congstar sieht sich
weder in der Lage, den DSL-Port freizugeben, noch einen neuen Anschluss
bereitzustellen (erwähnte ich bereits, dass die Reseller-Schnittstelle der
Telekom großer Mist ist?). Das zieht sich so über Monate hin. Letzter Stand
der Dinge: Congstar versucht, die Sache manuell zu bereinigen, und stellt
dem Ehepaar für 2 Wochen einen UMTS-Surfstick zur Verfügung.
Und die Moral von der Geschicht': bestelle keinen Resale-Anschluss nicht,
schon gar keinen, wo der Vorleister "Telekom" heißt.
Da sich das Ganze in Berlin zugetragen hat, hätte sich das Problem
vergleichsweise einfach lösen lassen: durch einen Wechsel zu einem anderen
Netzbetreiber (davon hat man in Berlin eine gute Auswahl) mit eigener
DSL-Infrastruktur wäre man T-Resale-DSL samt der verkorksten
Reseller-Schnittstelle auf einen Schlag los gewesen und billiger wäre es
obendrein auch noch geworden. Leider hat das dem betroffenen Ehepaar
offenbar keiner gesagt oder sie wollten nicht auf den "Premium"-Anbieter
Telekom verzichten.
Achja: auf Resale-VDSL der Telekom lässt sich das alles vermutlich 1:1
übertragen. Auch davon halte ich eigentlich nur eines: Abstand.
Gruß
Michael
"Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:8bo1mj...@mid.uni-berlin.de...
> Hier ein haarsträubender Fall, was einem mit Resale-DSL im Allgemeinen und
> mit Telekom-Resale-DSL im Speziellen alles passieren kann:
Das Problem ist ärgerlich aber bekannt.
Meine Lehre daraus: Resale DSL bei einem anderen Anbieter zu holen (und sei
es eine Telekom Tochter) bringts einfach nicht.
Ich bin bislang ganz gut damit gefahren.
Ja, es ist etwas teurer.
Wenn mir T nicht passt, muß ich einen Anbieter finden, der total unabhängige
Infrastruktur anbietet. Und dann wirds schon sehr eng. Falls ein TV-Kabel im
Haus liegt und man selbst Hausbesitzer ist oder maßgeblichen Einfluß auf
den/die Besitzer hat, mag da seine Option sein, wenngleich Kabel-Telefonie
(VoC) via DOCSIS ziemlich zickig zu sein scheint (was selbst KD Leute unter
der Hand bestätigen), die Alternative ist dann VoIP mit einem weiteren
VoIP-Provider.
Geht man zu Vodafone (formerly known as Arcor), o2, Versatel etc. ist in 99%
aller Fälle die Telekom mit der "letzten Meile" mit im Spiel und das kann
(muß nicht) zu Problemen führen.
--
73 & 55 (Gruss)
Henning Gajek
http://www.gajek.de
> Das Problem ist ärgerlich aber bekannt.
Und zwar seit 6 Jahren. Eigentlich genug Zeit, um es zu beseitigen, aber...
> Meine Lehre daraus: Resale DSL bei einem anderen Anbieter zu
> holen (und sei es eine Telekom Tochter) bringts einfach nicht.
Mein Reden. Resale DSL bringts einfach nicht. Besser man holt sich DSL von
einem Anbieter, der seine eigene Technik nutzt.
> Ja, es ist etwas teurer.
Der Preis für DSL direkt vom Anschlussbetreiber hängt von den verfügbaren
Anbietern ab und ist somit standortabhängig. Es ist jedenfalls nicht
grundsätzlich teurer, vor allem nicht in Großstädten wie Berlin, wo die
Betroffenen im geschilderten Fall wohnen.
> Wenn mir T nicht passt, muß ich einen Anbieter finden, der
> total unabhängige Infrastruktur anbietet. Und dann wirds schon
> sehr eng.
In der Pampa ja. Wenn man allerdings nicht ganz jottwehdeh wohnt, sollte
mindestens eine Alternative zu Telekom-DSL verfügbar sein. Wenn nicht, würde
ich auch direkt zur Telekom gehen und niemals zum T-DSL-Reseller, selbst
wenn das etwas mehr kostet.
> Geht man zu Vodafone (formerly known as Arcor), o2, Versatel
> etc. ist in 99% aller Fälle die Telekom mit der "letzten Meile"
> mit im Spiel und das kann (muß nicht) zu Problemen führen.
Bei der "letzten Meile" gibt es keine so vermurkste Reseller-Schnittstelle.
Da gibt es allenfalls unmotivierte Telekom-Subunternehmer, die
Anschlusstermine platzen lassen oder eine Leitungsentstörung hinauszögern.
Trotzdem ist eine von der Telekom angemietete "letzte Meile" immer noch um
Größenordnungen unproblematischer als von der Telekom angemietetes DSL, denn
schließlich ist die "letzte Meile" im Wesentlichen ein schnöder,
anspruchsloser Kupferdraht, während DSL-Technik wesentlich komplexer ist.
Außerdem bekommen die Telekom-Konkurrenten mit eigener Technik (also die,
die von der Telekom nur die letzte Meile nutzen) einen schlichten
Tarifwechsel oder die Freischaltung eines popeligen Leistungsmerkmals in der
Regel gebacken, ohne dass gleich der ganze Anschluss gekündigt und wieder
neu geschaltet werden muss.
Auch im geschilderten Fall hätte ein Wechsel zu Vodafone, Versatel & Co. den
Betroffenen ruckzuck zu einem neuen DSL-Anschluss verholfen, weil das DSL
dieser Anbieter nicht auf Telekom-Technik basiert und daher auch nicht über
die verkorkste Reseller-Schnittstelle verwaltet werden muss. Sogar bei
Carriern wie Telefonica, die ihr DSL ebenfalls "untervermieten", läuft die
Verwaltung durch die Reseller reibungsloser als bei T-Resale-DSL. Jedenfalls
ist mir bei Telefonica-Resellern kein Fall bekannt, bei dem das schlichte
Aktivieren der Rufnummernübertragung für einen mehrmonatigen DSL-Ausfall
sorgt. Bei Telekom-Resale-DSL gibt es derartige Probleme dagegen von Anfang
an, also seit 2004: <http://www.teltarif.de/arch/2004/kw39/s14961.html>. Das
sind, ich erwähnte es bereits, 6 lange Jahre. Passiert ist in dieser Zeit
offenbar genau nichts.
Gruß
Michael
> Ehepaar hat Telekom-Analoganschluss mit Alttarif (ohne
> Rufnummernübertragung) in Verbindung mit Congstar Resale-DSL. Nun möchte das
> Ehepaar einfach nur, dass zukünftig die eigene Rufnummer bei ausgehenden
> Gesprächen übertragen wird. Die Telekom (ihres Zeichens Premium-Anbieter)
> kommt diesem Wunsch nach, allerdings nur unter der Bedingung, dass der
> bestehende Alttarif in einen aktuellen Tarif umgewandelt wird. Fatale Folge:
wieso das? Wird Rufnummernübermittlung im Alttarif nicht angeboten?
Oder war da ein Vertriebler sehr gut in seinem Metier?
> Und die Moral von der Geschicht': bestelle keinen Resale-Anschluss nicht,
> schon gar keinen, wo der Vorleister "Telekom" heißt.
auf welchen anderen Anschlüssen bekommt man als Privatkunden denn
Resale-DSL?
>
> Da sich das Ganze in Berlin zugetragen hat, hätte sich das Problem
> vergleichsweise einfach lösen lassen: durch einen Wechsel zu einem anderen
> Netzbetreiber (davon hat man in Berlin eine gute Auswahl) mit eigener
> DSL-Infrastruktur wäre man T-Resale-DSL samt der verkorksten
> Reseller-Schnittstelle auf einen Schlag los gewesen und billiger wäre es
> obendrein auch noch geworden. Leider hat das dem betroffenen Ehepaar
> offenbar keiner gesagt oder sie wollten nicht auf den "Premium"-Anbieter
> Telekom verzichten.
sie hätten auch einfach ein Komplettpaket der Telekom bestellen können.
Wäre vermutlich billiger als ihre bisherige Resale-Kombination.
--
Georg Schwarz http://home.pages.de/~schwarz/
georg....@freenet.de +49 170 8768585
> Ehepaar hat Telekom-Analoganschluss mit Alttarif (ohne
> Rufnummernübertragung) in Verbindung mit Congstar Resale-DSL. Nun möchte das
> Ehepaar einfach nur, dass zukünftig die eigene Rufnummer bei ausgehenden
> Gesprächen übertragen wird. Die Telekom (ihres Zeichens Premium-Anbieter)
> kommt diesem Wunsch nach, allerdings nur unter der Bedingung, dass der
> bestehende Alttarif in einen aktuellen Tarif umgewandelt wird.
Wenn man dem nachgibt, sind die Folgen keine Überraschung. Aber ich
halte es für ein Gerücht, dass man die Übermittlung seiner Nummer
nicht freischalten lassen kann, ohne den Tarif zu wechseln.
Gruß Dirk
Warum warnst Du dann in Deinen Artikeln vor jeder Form von Resale-DSL,
wo Du doch - jetzt offensichtlich - nur Resale-T-DSL meinst?
Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Ich tippe auf letzteres. Oder ein Callcenteragent, der weiß, dass das
_technisch_ eine Löschung und Neuprovisionierung ist und der irrigen
Meinung ist, man müsste das auch in den kaufmännischen Prozessen so
machen.
>> Und die Moral von der Geschicht': bestelle keinen Resale-Anschluss nicht,
>> schon gar keinen, wo der Vorleister "Telekom" heißt.
>
>auf welchen anderen Anschlüssen bekommt man als Privatkunden denn
>Resale-DSL?
1und1 benutzt neben der Telekom auch Telefonica und Arcor als
Vorleister, und Alice benutzt ebenfalls Telefonica.
>> Da sich das Ganze in Berlin zugetragen hat, hätte sich das Problem
>> vergleichsweise einfach lösen lassen: durch einen Wechsel zu einem anderen
>> Netzbetreiber (davon hat man in Berlin eine gute Auswahl) mit eigener
>> DSL-Infrastruktur wäre man T-Resale-DSL samt der verkorksten
>> Reseller-Schnittstelle auf einen Schlag los gewesen und billiger wäre es
>> obendrein auch noch geworden. Leider hat das dem betroffenen Ehepaar
>> offenbar keiner gesagt oder sie wollten nicht auf den "Premium"-Anbieter
>> Telekom verzichten.
>
>sie hätten auch einfach ein Komplettpaket der Telekom bestellen können.
>Wäre vermutlich billiger als ihre bisherige Resale-Kombination.
Das Zurückholen des Kunden in den eigenen Bereich könnte ein
gewünschter Nebeneffekt solcher Aktionen sein.
Grüße
Marc, der Ende des Jahres einen Optikladen von Strato-Resale-DSL
wegholen muss und dem davor schon graust
> wieso das? Wird Rufnummernübermittlung im Alttarif nicht angeboten?
Doch, selbst bei uralten Bundespost-Anschlüssen kann CLIR gebührenfrei
beauftragt werden. Gegen monatlichen Aufpreis gibt es AFAIR auch CLIP,
also der Anzeige der Nummer _am_ eigenen Anschluss.
> Oder war da ein Vertriebler sehr gut in seinem Metier?
Offensichtlich ;)
Tschüs,
Andre
--
"Lache nie über die Dummheit der anderen. Sie ist deine Chance."
(Winston Churchill)
> Warum warnst Du dann in Deinen Artikeln vor jeder Form von
> Resale-DSL, wo Du doch - jetzt offensichtlich - nur Resale-T-DSL
> meinst?
Das "andere" Resale-DSL hat ebenfalls so seine Eigenheiten, wenn auch längst
nicht so gravierende wie bei T-DSL. Schließlich wird nur die Telekom von der
BNetzA dazu gezwungen, ihr T-DSL für Konkurrenten zur Verfügung zu stellen,
die anderen DSL-Carrier machen das dagegen freiwillig und sind entsprechend
motivierter. Nichtsdestotrotz sind bei jeder Art von Resale-DSL 2 Köche
beteiligt, die den gemeinsamen Brei verderben können. Ich bevorzuge Brei,
der von nur einem Koch angerührt wird ;-)
Gruß
Michael
> Wird Rufnummernübermittlung im Alttarif nicht angeboten?
Doch, aber die Telekom hat in der Vergangenheit schon öfter ihr
Tarifportfolio bereinigt. Es wurden sogar Alttarife gekündigt, ganz ohne
dass der Teilnehmer irgend eine Änderung veranlasst hat.
> Oder war da ein Vertriebler sehr gut in seinem Metier?
Wenn ich den Bericht richtig verstanden habe, wurde einfach ein T-Net
Alttarif in einen entsprechenden aktuellen Tarif umgewandelt (vermutlich
Call Plus). Jedenfalls wird nichts Gegenteiliges behauptet. Call Plus ist
aber kein Tarif, von dessen Verkauf ein Vertriebler groß profitieren könnte:
kurze Mindestvertragslaufzeit, (vergleichsweise) geringer Grundpreis. Das
dürfte nicht mit fetten Provisionen honoriert werden. Der Vertriebler hat
also entweder schlicht Vorgaben seines Brötchengebers umgesetzt, Alttarife
nach und nach "auszumisten", oder er war einfach nur schlecht informiert und
wusste nicht, dass man die Rufnummernübertragung auch bei Alttarifen
freischalten kann. Als "sehr gut in seinem Metier" würde ich keines von
beidem bezeichnen.
Nichtsdestotrotz ist es ein Unding, dass ein Tarifwechsel mit nur minimalen
technischen Änderungen nur unter der Voraussetzung möglich ist, dass der
Anschluss komplett gekündigt und wieder neu geschaltet wird. Leider musste
ich diese Erfahrung auch schon machen: bei meinem Wechsel von T-ISDN xxl zu
T-ISDN Call Plus wurden sämtliche Leistungsmerkmale zurückgesetzt.
Insbesondere wurde die Rufnummernübertragung deaktiviert, mit der
Begründung, dass ich nicht im Telefonbuch stehe und dass in diesem Fall
defaultmäßig CLIR3 aktiviert wird. Ja mei, vorher war jahrelang CLIR2 aktiv,
woraus man eigentlich schließen könnte, dass ich als Kunde das genau so
haben will. Und wenn der Anschluss nicht angefasst, sondern die
Tarifänderung nur in der Buchhaltung vorgenommen worden wäre, dann hätte
sich daran sicher auch nichts geändert.
> auf welchen anderen Anschlüssen bekommt man als Privatkunden
> denn Resale-DSL?
Z. B. bei 1&1 mit Telefonica, QSC oder Vodafone als DSL-Vorleister. Aber
auch T-DSL verkauft 1&1 noch. Letzteres mittlerweile allerdings immer
seltener als konventionelles T-Resale-DSL (also mit Zwangskopplung an einen
Telekom-Telefonanschluss), sondern vermehrt als entbündeltes DSL ohne
Telefonanschluss (T-Bitstream bzw. T-Resale-VDSL). Lt. Bericht in der c't
geht das Theater mit der Reseller-Schnittstelle aber bei T-Bitstream und
T-Resale-VDSL nahtlos weiter. Zitat: "Hinter den Kulissen tobt offenbar das
Chaos" (<http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/2010/6/114_kiosk>).
> sie hätten auch einfach ein Komplettpaket der Telekom bestellen können.
> Wäre vermutlich billiger als ihre bisherige Resale-Kombination.
Und hätte, da es ebenfalls auf T-DSL basiert, nicht geschaltet werden
können, solange Congstar den Port nicht freigibt.
Gruß
Michael
Warum bist Du dann Alice-Kunde? Wenn Du wirklich nur einen Koch
willst, bleibt außer T und Deinem Fernsehkabelbetreiber und eventuell
den Stadtwerken niemand mehr übrig.
"Dirk Bieber" <dirk....@batrabbit.eu> schrieb im Newsbeitrag
news:4C5772E6...@batrabbit.eu...
Technisch wäre das machbar, scheint aber nicht mehr gewünscht zu sein. Die
haben ihr Angebot so durch "prozessorientiert" und jeder Mitarbeiter der
"1000" ist zum "Cross-" und "Up-Selling" verpflichtet.
Für Nicht Marketing-Fachleute:
Du rufst an, weil der Akku Deines Schnurlos-Telefons etwas "schwach"
geworden ist und bekommst dann ein neues Telefon, einen neuen Anschluß mit
DSL und Entertain, eine Handyflatrate in alle Netze und ein Filmedition,
Geschichte der Telekommunikation in 22 DVDs als Abo... Alles klar? :-)
--
73 & 55 (Gruss)
Henning Gajek
http://www.gajek.de
>
> Gruß Dirk
> Warum bist Du dann Alice-Kunde? Wenn Du wirklich nur einen
> Koch willst, bleibt außer T und Deinem Fernsehkabelbetreiber
> und eventuell den Stadtwerken niemand mehr übrig.
Bei der TAL akzeptiere ich mehrere Köche. Nur bei DSL will ich es bitteschön
mit nur einem Koch zu tun haben.
Gruß
Michael
> 1und1 benutzt neben der Telekom auch Telefonica und Arcor als
> Vorleister, und Alice benutzt ebenfalls Telefonica.
OK; mag sein, aber in diesen Fällen hält der Endkunde dann keinen
Anschlußvertrag mit Telefónica bzw. Arcor sondern er hat lediglich einen
Vertragspartner, nämlich 1&1 bzw. Hansenet. Daher dürfte die Situation
etwas einfacher sein.
> Doch, aber die Telekom hat in der Vergangenheit schon öfter ihr
> Tarifportfolio bereinigt. Es wurden sogar Alttarife gekündigt, ganz ohne
> dass der Teilnehmer irgend eine Änderung veranlasst hat.
man sollte fairerweise sagen, daß solche Vorfälle leider nicht
branchenunüblich sind; auch bei O2 z.B. ist sowas in letzter Zeit
reihenweise vorgekommen bzw. wurde bewußt so gemacht. Macht es natürlich
nicht besser.
> Wenn ich den Bericht richtig verstanden habe, wurde einfach ein T-Net
> Alttarif in einen entsprechenden aktuellen Tarif umgewandelt (vermutlich
> Call Plus). Jedenfalls wird nichts Gegenteiliges behauptet. Call Plus ist
> aber kein Tarif, von dessen Verkauf ein Vertriebler groß profitieren könnte:
> kurze Mindestvertragslaufzeit, (vergleichsweise) geringer Grundpreis. Das
> dürfte nicht mit fetten Provisionen honoriert werden. Der Vertriebler hat
> also entweder schlicht Vorgaben seines Brötchengebers umgesetzt, Alttarife
> nach und nach "auszumisten", oder er war einfach nur schlecht informiert und
> wusste nicht, dass man die Rufnummernübertragung auch bei Alttarifen
> freischalten kann. Als "sehr gut in seinem Metier" würde ich keines von
> beidem bezeichnen.
sonst hätte er dem Kunden ein Komplettpaket verkauft, mit dem er dann
letztlich vermutlich auch glücklicher gewesen wäre.
>
> Nichtsdestotrotz ist es ein Unding, dass ein Tarifwechsel mit nur minimalen
> technischen Änderungen nur unter der Voraussetzung möglich ist, dass der
> Anschluss komplett gekündigt und wieder neu geschaltet wird. Leider musste
Prozesse können ja so grausam kompliziert sein... :-/
> ich diese Erfahrung auch schon machen: bei meinem Wechsel von T-ISDN xxl zu
> T-ISDN Call Plus wurden sämtliche Leistungsmerkmale zurückgesetzt.
> Insbesondere wurde die Rufnummernübertragung deaktiviert, mit der
> Begründung, dass ich nicht im Telefonbuch stehe und dass in diesem Fall
> defaultmäßig CLIR3 aktiviert wird. Ja mei, vorher war jahrelang CLIR2 aktiv,
> woraus man eigentlich schließen könnte, dass ich als Kunde das genau so
> haben will. Und wenn der Anschluss nicht angefasst, sondern die
> Tarifänderung nur in der Buchhaltung vorgenommen worden wäre, dann hätte
> sich daran sicher auch nichts geändert.
dass etwas technisch grundsätzlich möglich ist, heißt ja noch leider
lange nicht, daß es prozessmässig auch so designt und vor allem auch
implementiert worden wäre und dass die IT-Abbildung dies so hergäbe...
:-(
> > sie hätten auch einfach ein Komplettpaket der Telekom bestellen können.
> > Wäre vermutlich billiger als ihre bisherige Resale-Kombination.
>
> Und hätte, da es ebenfalls auf T-DSL basiert, nicht geschaltet werden
> können, solange Congstar den Port nicht freigibt.
geht das auch nicht, wenn der Kunde eine Kündigungsbestätigung mit
Kündigungstermin vorweisen kann? Natürlich hätte man dafür Congstar
kündigen müssen und dann zu dem bestätigten Kündigungstermin eine
Umstellung auf denKomplettpakettarif veranlassen.
Oder wartet die Telekom selbst dann stets ab, bis der alte
Vertragspartner von sich aus auch den DSL-Port freigibt? (bis dahin muß
er wohl auch die Miete an die Telekom dafür bezahlen, oder?)
>> 1und1 benutzt neben der Telekom auch Telefonica und
>> Arcor als Vorleister, und Alice benutzt ebenfalls Telefonica.
>
> OK; mag sein, aber in diesen Fällen hält der Endkunde dann
> keinen Anschlußvertrag mit Telefónica bzw. Arcor sondern er
> hat lediglich einen Vertragspartner, nämlich 1&1 bzw. Hansenet.
Es gibt auch Resale-DSL von der Telekom, wo der Kunde keinen Vertrag
mit der Telekom, sondern nur einen mit dem Reseller hat. Es handelt
sich dabei um entbündeltes ADSL oder VDSL (Bitstream), auf dessen
Grundlage der Reseller dann seine Dienste bereitstellt. Ein
Telekom-Telefonanschluss ist aber nicht mehr nötig, wodurch die
gegenseitige Beeinflussung zwischen Telefon- und DSL-Anschluss bei
Änderungen an einem der beiden entfällt.
> Daher dürfte die Situation etwas einfacher sein.
Sie ist etwas einfacher, ja. Das liegt u. a. daran, dass der Vorleister
nur noch DSL, also die "Grundlage" der darüber laufenden Dienste
(Internetzugang, Telefonie) liefert und nur noch für diese "Grundlage"
zuständig ist. Die eigentlichen Dienste realisiert jedoch der Reseller,
und der kann daran jederzeit Änderungen vornehmen, ohne die "Grundlage"
anfassen zu müssen. Gegenseitige Beeinträchtigungen sind also
unwahrscheinlich. Trotzdem ist der Kunde nach wie vor nicht direkter
Vertragspartner des DSL-Betreibers, was in manchen Situationen ein
Nachteil sein kann. Zusätzliche Probleme kann man sich dann einhandeln,
wenn der DSL-Vorleister für mehrere Reseller tätig ist und seinen Port
im Falle eines Anbieterwechsels von Reseller A an Reseller B
weiterreichen muss. DSL-Betreiber wie Telefonica haben diesen Vorgang
relativ gut im Griff (Portblockaden sind dort eigentlich kein Thema),
im Gegensatz zur Telekom, deren Reseller-Schnittstelle immer wieder
durch die banalsten Vorgänge ins Schleudern kommt. Der hier
beschriebene Fall ist nur ein Beispiel von vielen.
Gruß
Michael
> Michael Landenberger <spameim...@arcor.de> wrote:
>> Und hätte, da es ebenfalls auf T-DSL basiert, nicht geschaltet
>> werden können, solange Congstar den Port nicht freigibt.
>
> geht das auch nicht, wenn der Kunde eine Kündigungsbestätigung
> mit Kündigungstermin vorweisen kann?
Ein blockierter Port ist zunächst blockiert und kümmert sich um
keinerlei Kündigungsbestätigungen. Offenbar sind die Probleme bei der
Freigabe so groß, dass es noch nicht einmal Congstar selbst, die vor
kurzem noch die Kontrolle über den Port hatten und die das größte
Interesse daran haben, wieder einen Anschluss zu schalten, es schaffen,
den Port freizugeben. Es gibt auch Berichte, dass noch nicht einmal die
Telekom selbst als Eigentümer des Ports so ohne weiteres in der Lage
ist, eine solche Blockade aufzuheben.
Ich kann nur vermuten, woran das liegt: durch die Kündigung des
Telekom-Anschlusses wird auch der DSL-Anschluss gekündigt, allerdings
wird der Port nicht ordnungsgemäß freigegeben und auch nicht an die
Telekom zurückgegeben. Der Reseller hat aber aufgrund der Kündigung des
Anschlusses keinen Zugriff mehr auf die Reseller-Schnittstelle
und kann den Port daher auch nachträglich nicht mehr freigeben. Der
Port geistert fortan mit einer "Blockiert"-Markierung im System herum
und niemand kann mehr darauf zugreifen, um die Blockade aufzuheben.
Gleichzeitig kann aber auch kein anderer Anbieter den Port übernehmen,
denn jeder Versuch scheitert an der "Blockiert"-Rückmeldung des Systems.
Ich weiß nicht, ob dieses Szenario der Realität entspricht, aber es
würde gut zu den vielen Vorfällen passen, mit denen es genervte Kunden
in dieser und in vergleichbaren Situationen zu tun hatten.
> Oder wartet die Telekom selbst dann stets ab, bis der alte
> Vertragspartner von sich aus auch den DSL-Port freigibt?
Ich glaube so läuft das, ja.
Gruß
Michael
"Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag news:8bq8pu...@mid.uni-berlin.de...
--
Der Koch
> Hier ein haarsträubender Fall, was einem mit Resale-DSL im Allgemeinen
> und mit Telekom-Resale-DSL im Speziellen alles passieren kann:
>
> <http://www.heise.de/ct-tv/artikel/Video-Vorsicht-Kunde-1029371.html>
Hier gibt es noch ein paar zusätzliche Infos zu dem Fall:
<http://www.heise.de/ct-tv/artikel/Hintergrund-Vorsicht-Kunde-1029372.html>
Demnach wollte der Kunde nicht ausgehend seine Rufnummer übertragen (CLIR2),
sondern eingehend (CLIP). Das gibt es bei Alttarifen tatsächlich nicht,
zumindest nicht kostenlos. Auch zum neuen Tarif erfährt man etwas: es
handelt sich um "Call Start". Das ist immerhin der billigste
Telekom-Analoganschluss, allerdings hat er 12 Monate
Mindestvertragslaufzeit. Dem Heise-Bericht ist zu entnehmen, dass der
Tarifwechsel höhere Kosten mit sich brachte und der Kunde davon zunächst gar
nicht sonderlich angetan war. Allerdings ließ er sich offenbar doch
überzeugen (schließlich war CLIP bei Analoganschlüssen schon immer
kostenpflichtig und hätte demnach auch seinen Alttarif verteuert). Die
höheren Kosten könnten ein Grund dafür gewesen sein, warum sich der Kunde
nicht für Call Plus entschieden hat, denn das ist noch teurer. Dem
T-Vertriebler kann man vermutlich keinen Vorwurf machen, der hat in diesem
Fall alles richtig gemacht, denn er hat dem Kunden wie von diesem gewünscht
den preiswertesten Analoganschluss mit CLIP verkauft.
Es ist für mich aber trotzdem unverständlich, warum ein solcher Tarifwechsel
nicht nahtlos erfolgen kann, sondern der Anschluss erst umständlich
gekündigt und dann wieder neu bereitgestellt werden muss. Ich gehe davon
aus, dass auch die für den Alttarif genutzte Technik CLIP-fähig ist und CLIP
und die anderen Komfortmerkmale von Call Start durch schlichtes
Umkonfigurieren hätten freigeschaltet werden können. Weiterhin ist es nicht
nachvollziehbar, warum die Reseller-Schnittstelle auch 6 Jahre nach ihrer
Einführung mit derartigen, doch eher alltäglichen Änderungen am
Telefonanschluss immer noch nicht klarkommt und obendrein den DSL-Port samt
Belegung durch den Reseller derart in den Tiefen des Systems versenkt, dass
noch nicht einmal der bisherige Nutzer mehr drankommt, um den Port
freizugeben oder wieder zu übernehmen.
Im Gegensatz zur c't-Redaktion bin ich nicht der Meinung, dass Congstar der
Hauptschuldige an dem Dilemma ist. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass
ein DSL-Provider, der eigentlich daran interessiert sein sollte, seinem
Kunden schnellstmöglich wieder DSL bereitzustellen, sich selber derartige
Steine in den Weg legt. Da außerdem gar kein Providerwechsel stattgefunden
hat, sondern Congstar selbst der Provider ist, der den DSL-Port vorher
genutzt hat, lässt sich Congstars Hilflosigkeit in diesem Fall eigentlich
nur dadurch erklären, dass die Reseller-Schnittstelle rumzickt. Und dafür
ist nicht Congstar, sondern allein die Telekom verantwortlich. Congstar kann
man allerdings ankreiden, dass den in diesem Fall völlig unplausiblen
Rückmeldungen des Systems ("Port belegt, DSL nicht möglich") längere Zeit
nur mit dem automatisierten Verfahren für solche Fälle begegnet wurde,
anstatt der Sache sofort manuell auf den Grund zu gehen, was in dieser
Situation unumgänglich gewesen wäre.
Gruß
Michael
Immerhin hat er diesen überaus komplexen Vorgang korrekt durchgeführt
- ganz im Gegensatz zu Dir.
Von Dir Vollquottel ist das ein Kompliment.
Wer ist der bisherige Nutzer
und
sind die Komfortmerkmale trotz Verbleib im Alttarif _ohne_ aufpreispflichtiges "Komfortpaket" seit dessen von der Telekom auf der Rechnung oder sonstigen Wegen angekündigtem Wegfall verfügbar
und
wie wäre es dem armen Nutzer erst ergangen, wenn er bei einem _anderen_ Anbieter als seinem bisherigen gewesen wäre
ist hier eindeutig die Frage.
"Marc Haber" <mh+usene...@zugschl.us> schrieb im Newsbeitrag news:i3cnk2$vnu$1...@news1.tnib.de...