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Frage zu DSL-Geschwindigkeitsdrosselung

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Georg Schwarz

unread,
Apr 22, 2013, 10:56:13 AM4/22/13
to
Nun hat die Telekom also offiziell bestätigt, dass sie ab 02.05. bei
Neuverträgen sich das Recht einräumt, ab einem Verbrauch von 75 Gbyte
für den Rest des Abrechnungsmonats den Anschluss massiv zu drosseln,
sodass vermutlich viele Anwendungen überhaupt nicht mehr funktionieren
werden.
Solange die Telekom keine gegenteiligen Werbeaussagen ("unbegrenzt
surfen mit XX Mbit/s") verwendet und diesen Passus bei Vertragsabschluss
ausreichend kommuniziert und nicht z.B. überraschend in den AGB
versteckt, ist dagegen rechtlich sicherlich wenig zu sagen.
Was ist allerdings, wenn die Telekom eigene oder Partnerdienste von der
Zählung ausnimmt? Wäre das eine wettbewerbswidrige Ausnutzung einer
marktbeherrschenden Stellung? Damit könnte sie ihre Marktposition auf
dem Zugangsmarkt dazu nutzen, sich gegenüber Wettbewerbern bei OTT (Over
The Top) Diensten wie
Internet-Fernsehen-/-Streaming/Videoconferencing/Speicherdiensten aka
Clouddiensten/Sprach- und Videotelefonie usw. einen Vorteil zu
verschaffen. Anbieter solcher Dienste hätten es dann sehr schwer,
Telekom-Anschlusskunden als ihre Kunden zu gewinnen. Dafür genügt u.U.
bereits die Ankündigung, eine solche Drossel einzuführen, als
Abschreckung für potenzielle Kunden, die z.B. dann lieber keinen Vertrag
mit längerer Laufzeit abschließen (und bereits davor für Investoren, in
solche Angebote zu investieren).
Hätten solche Anbieter nach heute geltendem Wettbewerbsrecht die
Möglichkeit, erfolgreich gegen die Bevorzugung eigener Netzdienste durch
den Zugangsanbieter vorzugehen? Die Frage gilt natürlich nicht nur im
Fall von Festnetz- sondern auch von Mobilanbietern.
Netzneutralität via Wettbewerbsrecht somit?

--
Georg Schwarz http://home.pages.de/~schwarz/
georg....@freenet.de +49 170 8768585

Michael Marx

unread,
Apr 22, 2013, 12:58:55 PM4/22/13
to
Am 22.04.2013 16:56, schrieb Georg Schwarz:
> Was ist allerdings, wenn die Telekom eigene oder Partnerdienste von der
> Zählung ausnimmt? Wäre das eine wettbewerbswidrige Ausnutzung einer
> marktbeherrschenden Stellung? Damit könnte sie ihre Marktposition auf
> dem Zugangsmarkt dazu nutzen, sich gegenüber Wettbewerbern bei OTT (Over
> The Top) Diensten wie
> Internet-Fernsehen-/-Streaming/Videoconferencing/Speicherdiensten aka
> Clouddiensten/Sprach- und Videotelefonie usw. einen Vorteil zu
> verschaffen.

Hallo Georg,

ein Thema ist / bleibt das bestimmt, aber ein Großteil der T-Dienste
kostet doch extra, oder? Was wenn jetzt ein (sagen wir mal) Online
Videothek Anbieter seine Gebühren um 2,- €/Monat erhöht (oder vom
aktuellen AboBeitrag 2,- € abzweigt) und das Geld an die Telekom
weitergibt, um sich auch "freizukaufen"?

Um diese Art Anbieter geht es ja vorrangig. Sie bieten via DSL (nicht
nur zum TV sondern auch in Richtung Computer) Dienste an, möchten aber
nichts extra dafür zahlen. Alternativ kann ja der Telekomkunde mehr
zahlen für mehr GB. Letztendlich geht es wieder nur ums liebe Geld.

Michael

Jens Müller

unread,
Apr 22, 2013, 6:53:28 PM4/22/13
to
Am 22.04.2013 18:58, schrieb Michael Marx:
> Alternativ kann ja der Telekomkunde mehr zahlen für mehr GB.

Wenn ich 30 Cent pro Gigabyte zahlen möchte, brenne ich DVDs ...

Frank Elsner

unread,
Apr 23, 2013, 7:30:02 AM4/23/13
to
On 04/22/2013 04:56 PM, Georg Schwarz wrote:
> Nun hat die Telekom also offiziell best�tigt, dass sie ab 02.05. bei
> Neuvertr�gen sich das Recht einr�umt, ab einem Verbrauch von 75 Gbyte
> f�r den Rest des Abrechnungsmonats den Anschluss massiv zu drosseln,
> sodass vermutlich viele Anwendungen �berhaupt nicht mehr funktionieren
> werden.
> Solange die Telekom keine gegenteiligen Werbeaussagen ("unbegrenzt
> surfen mit XX Mbit/s") verwendet und diesen Passus bei Vertragsabschluss
> ausreichend kommuniziert und nicht z.B. �berraschend in den AGB
> versteckt, ist dagegen rechtlich sicherlich wenig zu sagen.
> Was ist allerdings, wenn die Telekom eigene oder Partnerdienste von der
> Z�hlung ausnimmt? W�re das eine wettbewerbswidrige Ausnutzung einer
> marktbeherrschenden Stellung? Damit k�nnte sie ihre Marktposition auf

Dann w�re die netzneutralit�t im Arsch.

Und dagegen gilt es zu mobilisieren!


--Frank Elsner

Andre Bremer

unread,
Apr 23, 2013, 5:53:05 PM4/23/13
to
Frank Elsner schrieb am 23.04.2013 13:30:

>> Was ist allerdings, wenn die Telekom eigene oder Partnerdienste von der
>> Zählung ausnimmt? Wäre das eine wettbewerbswidrige Ausnutzung einer
>> marktbeherrschenden Stellung? Damit könnte sie ihre Marktposition auf
>
> Dann wäre die netzneutralität im Arsch.

Genau dies ist aber geplant.
Selbstverständlich wird das Entertain-, VoIP- und Spotify-Volumen nicht
berücksichtigt. Die eigenen Dienste werden also massiv bevorzugt.

Ich bin auf die Klagen der Konkurrenten gespannt...


Tschüs,
Andre

--
"Lache nie über die Dummheit der anderen. Sie ist deine Chance."
(Winston Churchill)

Michael Pachta

unread,
Apr 24, 2013, 2:58:39 AM4/24/13
to
Am 23.04.2013 23:53, Andre Bremer schrieb:
> Ich bin auf die Klagen der Konkurrenten gespannt...

Oder die Konkurrenz wirbt groß mit "Bei uns gibt es keine
Volumenbeschränkung!"

Mal schauen, ob die T-Kom dann zurückrudert, wenn die Kunden weglaufen.
Denn 75 GB sind im Zeitalter von Cloud, Youtube etc. nicht mehr viel,
insbesondere in Mehrpersonenhaushalten.

M.
Message has been deleted

Marc Haber

unread,
Apr 24, 2013, 4:22:02 AM4/24/13
to
Michael Pachta <mip...@gmx.de> wrote:
>Am 23.04.2013 23:53, Andre Bremer schrieb:
>> Ich bin auf die Klagen der Konkurrenten gespannt...
>
>Oder die Konkurrenz wirbt groß mit "Bei uns gibt es keine
>Volumenbeschränkung!"

Das wird die Konkurrenz nicht tun, denn auch sie hat das Problem der
überbuchten Zuführungen. Und die Konkurrenz, die die Telekom als
Vorleister verwendet, wird höhere Preise bezahlen müssen.

Werden ZISP und ISPgate eigentlich immer noch nach durchschnittliche
Datenrate berechnet?

>Mal schauen, ob die T-Kom dann zurückrudert, wenn die Kunden weglaufen.
>Denn 75 GB sind im Zeitalter von Cloud, Youtube etc. nicht mehr viel,
>insbesondere in Mehrpersonenhaushalten.

Ich habe kein Problem mit den 75 GB, sondern mit den 384 kbit/s, denn
ein SSD auf ein 150stel der Leitungsdicke ist schon frech. Ich hoffe,
T bietet die Möglichkeit, dass man nach Erreichen des SSD-Volumens
nochmal 75 GB für kleine Scheine nachbuchen kann. Das ist wäre eine
akzeptable Lösung, mit der IMO alle beteiligten gut bedient sind: T
bekommt für den Ausbau der Konzentratornetze mehr Geld, die
Durchschnittsuser haben weiterhin günstiges Internet und die Poweruser
zahlen halt entsprechend dem was sie verbrauchen.

Wirtschaftlich kann ich die Entscheidung absolut nachvollziehen.
Zuerst dumped man die Konkurrenz vom Markt, dann konsolidiert sich der
Markt, die Preise bleiben stabil und es zeichnet sich ab, dass die
Konkurrenz die da ist auch bleiben wird, dann kann man vorsichtig die
Preise anziehen. Das ist eine nachvollziehbare langfristige Strategie.
Bleibt nur noch zu sehen, ob sie aufgeht.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Jens Müller

unread,
Apr 24, 2013, 4:32:12 AM4/24/13
to
Am 24.04.2013 10:22, schrieb Marc Haber:
> Und die Konkurrenz, die die Telekom als
> Vorleister verwendet, wird höhere Preise bezahlen müssen.

Es wird interessant werden, wie hoch denn die Kosten der effizienten
Leistungsbereitstellung sind ...

Frank Schletz

unread,
Apr 24, 2013, 5:18:25 AM4/24/13
to
On Wed, 24 Apr 2013 10:22:02 +0200, Marc Haber wrote:

> Ich habe kein Problem mit den 75 GB, sondern mit den 384 kbit/s, denn
> ein SSD auf ein 150stel der Leitungsdicke ist schon frech. Ich hoffe,
> T bietet die Möglichkeit, dass man nach Erreichen des SSD-Volumens
> nochmal 75 GB für kleine Scheine nachbuchen kann. Das ist wäre eine
> akzeptable Lösung, mit der IMO alle beteiligten gut bedient sind: T
> bekommt für den Ausbau der Konzentratornetze mehr Geld, die
> Durchschnittsuser haben weiterhin günstiges Internet und die Poweruser
> zahlen halt entsprechend dem was sie verbrauchen.
>
<snip>

Besser waere es, die Drosselung erfolgt nicht auf kaputt (384),
sondern auf langsam (irgendwas mit 1000/2000/3000) und mit
einem Uplink von nicht ganz so langsam wie üblich.

Damit man noch Mails lesen/schreiben kann, ohne zwischendurch
Kaffee aufzubrühen, einzuschenken und fertig zu trinken.

Die jetzige Drosselungs-Strategie (sic!) ist ja binär
An => voller Speed
Aus => So langsam, das alles abbricht.

Marc Haber

unread,
Apr 24, 2013, 7:19:12 AM4/24/13
to
Frank Schletz <frank....@web.de> wrote:
>Besser waere es, die Drosselung erfolgt nicht auf kaputt (384),
>sondern auf langsam (irgendwas mit 1000/2000/3000) und mit
>einem Uplink von nicht ganz so langsam wie üblich.

Ja, in der Tat, das wäre fein.

>Damit man noch Mails lesen/schreiben kann, ohne zwischendurch
>Kaffee aufzubrühen, einzuschenken und fertig zu trinken.

Das wird auch mit 384 Kbit/s noch funktionieren. Selbst im Mobilfunk
ist auf 64 kbit/s geshaptes UMTS immer noch viel brauchbarer als GPRS
derselben Datenrate, weil die Latenz UMTS-typisch niedrig bleibt.

Andre Bremer

unread,
Apr 24, 2013, 8:03:03 AM4/24/13
to
Michael Pachta schrieb am 24.04.2013 08:58:

>> Ich bin auf die Klagen der Konkurrenten gespannt...
>
> Oder die Konkurrenz wirbt groß mit "Bei uns gibt es keine
> Volumenbeschränkung!"

Ich meinte den anderen Teil der Konkurrenz, nämlich die Inhalte-Anbieter
wie YouTube, Skype, Maxdome&Co.

Selbst die ÖR-Mediatheken sind nicht mehr nutzbar. Ein freier
Journalismus sieht anders aus...

Frank Schletz

unread,
Apr 24, 2013, 8:09:47 AM4/24/13
to
On Wed, 24 Apr 2013 13:19:12 +0200, Marc Haber wrote:

> Frank Schletz <frank....@web.de> wrote:
>>Besser waere es, die Drosselung erfolgt nicht auf kaputt (384),
>>sondern auf langsam (irgendwas mit 1000/2000/3000) und mit
>>einem Uplink von nicht ganz so langsam wie üblich.
>
> Ja, in der Tat, das wäre fein.
>
>>Damit man noch Mails lesen/schreiben kann, ohne zwischendurch
>>Kaffee aufzubrühen, einzuschenken und fertig zu trinken.
>
> Das wird auch mit 384 Kbit/s noch funktionieren. Selbst im Mobilfunk
> ist auf 64 kbit/s geshaptes UMTS immer noch viel brauchbarer als GPRS
> derselben Datenrate, weil die Latenz UMTS-typisch niedrig bleibt.

Ha! Nicht mit den üblichen Anhängen, die ich in Mails habe
(Verträge, Konzepte, usw.). Äquivalent bei Privatmails wären Bilder.
Das dauert da schon mal 5min. OK, ich bin beim Kaffee etwas schnell.

Georg Schwarz

unread,
Apr 24, 2013, 8:58:34 AM4/24/13
to
Michael Marx <news0113.1...@spamgourmet.com> wrote:

> ein Thema ist / bleibt das bestimmt, aber ein Großteil der T-Dienste
> kostet doch extra, oder? Was wenn jetzt ein (sagen wir mal) Online
> Videothek Anbieter seine Gebühren um 2,- €/Monat erhöht (oder vom
> aktuellen AboBeitrag 2,- € abzweigt) und das Geld an die Telekom
> weitergibt, um sich auch "freizukaufen"?
>

genau das ist das Geschäftsmodell, zu dem die Telekom gerne hinmöchte:
als beherrschender Anbieter eines sog. "two-sided markets", wo sie
sowohl von den Nutzern als auch von den Inhalteanbietern ein
Entgelt/Provision/... erhalten.
Das entspricht dem klassischen providerzentristischen Modell im
klassischen Telefoniebereich. BTX war auch so ausgelegt. Der
Anschlussanbieter bietet nicht nur den Transport an, der verdient auch
an den Inhalten, die Dritte über das Netz anbieten/Geschafte, die Dritte
über das Netz machen, mit. 0900-Nummern sind ein anderes Beispiel aus
der Sprachtelefonie.

> Um diese Art Anbieter geht es ja vorrangig. Sie bieten via DSL (nicht
> nur zum TV sondern auch in Richtung Computer) Dienste an, möchten aber
> nichts extra dafür zahlen. Alternativ kann ja der Telekomkunde mehr
> zahlen für mehr GB. Letztendlich geht es wieder nur ums liebe Geld.

es geht in der Tat nur um's Geld (was in der Wirtschaft wenig
erstaunlich sein sollte... :-)). Die Telekom startet, aus ihrer Sicht
vollkommen folgerichtig, den Versuch, sich in der Wertschöpfungskette in
eine lukrativere Position zu begeben und so mehr vom Kuchen
abzubekommen.
Der eigentliche Punkt ist dabei allerdings nicht, dass die nun bei ihren
Tarifen Drosselungen einführt (dagegen ist nichts zu sagen, wenn sie es
nicht irreführend bewirbt), sondern dass Dienste, die sie anbietet oder
die andere anbieten, mit denen sie eine "bevorzugte Partnerschaft"
geschlossen hat (z.B. Fon), privilegiert werden, indem sie nicht
mitgezählt werden im "wertvollen" Datenvolumen bzw. (vermute ich mal)
bei Überschreitung der Volumengrenze für den Anschluss eben nicht
ausgebremst werden im Gegensatz zu dritten Anbietern.
Damit setzt die Telekom Ihre Rolle als Anschlussanbieter effektiv als
Hebel ein, ihre eigenen Angebote oder die ihrer Geschäftspartner
(revenue sharing) gegenüber Internetangeboten am Markt durchzudrücken.
Eine Folge davon, falls sie damit erfolgreich sein sollte, wäre eine
Verringerung der Angebotsvielfalt sowie der Innovationsgeschwindigkeit
im Internet. Hört sich jetzt vielleicht nach Propagandageschwafel von
Google und Co. an, ist aber so.
Übrigens reicht u.U. vielleicht schon die Ankündigung (Drohung), um eine
ausreichende Anzahl von Investoren für neue Internetgeschäftsmodelle
abzuschrecken oder sie von einer Partnerschaft (revenue sharing) mit der
Telekom zu überzeugen.
Das Endzenario ist dann wie früher im Telefonnetz: wer den Anschluss
bietet, dem gehört der Kunde und der regelt, wer oder zumindest zu
welchen Konditionen (revenue sharing...) der Zugang zum Kunden, d.h. das
Anbieten von Diensten erfolgen kann.
Das Internet ist halt aus Sicht einer Telco eine Fehlentwicklung, schon
allein weil es keinen anständigen Business Case hat. Die
TCP/IP-Archittektur, bei der die Komplexität und damit Wertschöpfung auf
den Endgeräten besteht und das Netz vergleichsweise dumm (und damit
Commodity) ist, ist halt nicht im Sinne einer Telco.
Die Telekom versucht, verlorenes Terrain bzw. genauer eine verlorene
Stellung in der Wertschöpfungskette zurückzugewinnen. Im Extremfall wird
dies ein Geschäftsmodell à la BTX basierend auf moderner Technologie
sein.

Georg Schwarz

unread,
Apr 24, 2013, 8:58:35 AM4/24/13
to
Andre Bremer <Vorname....@spamnet.de> wrote:

> Genau dies ist aber geplant.
> Selbstverständlich wird das Entertain-, VoIP- und Spotify-Volumen nicht
> berücksichtigt. Die eigenen Dienste werden also massiv bevorzugt.
>
> Ich bin auf die Klagen der Konkurrenten gespannt...


die eigentlichen Konkurrenten im angestammten Geschäftsfeld, also andere
Carrier, werden nicht klagen sondern interessiert zuschauen und bei
Erfolg dem nachtun.
Wer klagen könnte und wohl auch sollte, sind Inhalteanbieter.
Aber vielleicht sagen sie sich, dass es unterm Strich einfacher ist, mit
der Telekom und anderen Telcos einfach die Einnahmen zu teilen und dafür
privilegierter Partner zu werden (damit halten sie ja auch sich ihre
Konkurrenz und andere Emorkömmlinge vom Hals). Warten wir also darauf,
bis sich Google mit der Telekom auf eine Partnerschaft (revenue sharing)
einigt, in der Youtube natürlich nicht gedrosselt oder angerechnet wird.
Das ganze natürlich nur zum Wohl des Kunden.
Außerdem wird es wohl schwierig zu klagen, solange die Drosselungen und
damit Ungleichbehandlungen nur angekündigt, aber nicht tatsächlich
umgesetzt sind. Diese situation reicht u.U. der Telekom, ihre Macht im
Internetdienstemarkt zu festigen und Dritte davon zu überzeugen, doch
rechtzeitig für den Tag X eine Partnerschaft einzugehen.
Freie Dienste wie TOR u.ä. haben's dann natürlich schwer.

Nach jetzt veröffentlichten Planungen soll übrigens auch der Verkehr
Dritter über Fon ausgenommen sein (wohl nicht nur von der Anrechnung
sondern auch von der Zählung, wenn sie denn zuschlägt). Das würde zu der
perversen Situation führen, dass es "sparsamer" ist, über seinen eigenen
Fon-Zugang online zu gehen als direkt über seinen Zugang (solange das
natürlich nicht technisch unterbunden wird).

Georg Schwarz

unread,
Apr 24, 2013, 8:58:36 AM4/24/13
to
Marc Haber <mh+usene...@zugschl.us> wrote:

> Wirtschaftlich kann ich die Entscheidung absolut nachvollziehen.
> Zuerst dumped man die Konkurrenz vom Markt, dann konsolidiert sich der
> Markt, die Preise bleiben stabil und es zeichnet sich ab, dass die
> Konkurrenz die da ist auch bleiben wird, dann kann man vorsichtig die
> Preise anziehen. Das ist eine nachvollziehbare langfristige Strategie.
> Bleibt nur noch zu sehen, ob sie aufgeht.

für diesen Effekt wäre es aber nicht nötig, eigene und Partnerdienste zu
bevorzugen. Das ist der Knackpunkt, nicht die Einführung von
Volumentarifen an sich. Er wird wie dargelegt zu einer Veränderung der
Wertschöpfung im Internet und auf diese Weise zur Verringerung der
Angebotsvielfalt, des Wettbewerbs und der Innovation (wegen zusätzlicher
Markteintrittsbarrieren für Internetdienste) führen.

Michael Marx

unread,
Apr 24, 2013, 12:17:30 PM4/24/13
to
Am 24.04.2013 13:19, schrieb Marc Haber:

> Das wird auch mit 384 Kbit/s noch funktionieren. Selbst im Mobilfunk
> ist auf 64 kbit/s geshaptes UMTS immer noch viel brauchbarer als GPRS
> derselben Datenrate, weil die Latenz UMTS-typisch niedrig bleibt.

ich bin mit 14.400 kBit/s groß geworden (anfangs noch weniger). Wer
heute Mails schreibt, der guckt garnicht. WordDokument + 3-5 Fotos =
schnell mal 10 MB.

Ich hätte dann gerne so einen virtuellen Aufkleber, der am Briefkasten
klebt "Bitte keine Werbung und nichts über 600 kb einwerfen" ;-).

Michael

Gernot Zander

unread,
Apr 24, 2013, 12:06:45 PM4/24/13
to
Hi,

in de.comm.anbieter.festnetz.misc Frank Schletz <frank....@web.de> wrote:
> Besser waere es, die Drosselung erfolgt nicht auf kaputt (384),
> sondern auf langsam (irgendwas mit 1000/2000/3000) und mit
> einem Uplink von nicht ganz so langsam wie üblich.

> Damit man noch Mails lesen/schreiben kann, ohne zwischendurch
> Kaffee aufzubrühen, einzuschenken und fertig zu trinken.

Och, ich schalte mein Handy oft freiwillig auf GPRS, für Mail kein
Problem, zum Ansurfen von Mobil-Seiten auch nicht. Und das sind dann
weniger als 384. (Der Akku hält dann länger.) Ich kriege aber auch keine
Mails über 2 MB oder so.
384 kBit sollte sogar zum normalen Surfen reichen (falls "normal" nicht
das Besuchen von Flash-überladenen Portalen ist). Auch ssh geht damit,
oh, Remote-Desktop/VNC wird damit hässlich, aber auch da bin ich lange
mit 192 kBit (UL der Gegenseite) ausgekommen.

Was mich mehr ärgert ist die Bezeichnung "FLAT" und dann das
Kleingedruckte im TV-Werbespot, was man nich mal in HD lesen kann, wo
dann steht, dass es eben nicht flat ist. Das machen aber bei Mobil
inzwischen alle so (und haben Limits von 200 MB, da kommen einem die
Tränen!).
Und wenn man in die Pakete reinguckt, um nur bestimmte Dienste zu
drosseln.

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
Wenn der Deutsche sich ans Steuer setzt, hat er
zunaechst einmal recht. Dann erst schaltet er die Zuendung
ein. (ALF)

Marc Haber

unread,
Apr 24, 2013, 3:23:22 PM4/24/13
to
Wartet erstmal darauf, was passiert, wenn die großen Hosting- und
Housinganbieter keinen IPv4-Space mehr haben und die Telekom anfängt,
auf den DSL-Anschlüssen Carrier Grade NAT oder DS-Lite einzuführen und
die so frei werdenden IPv4-Ranges für Housing- und Hostingangebote
(IPv6 inklusive, IPv4 gegen happigen Aufpreis) zu nutzen beginnt.

Marc Haber

unread,
Apr 24, 2013, 3:24:14 PM4/24/13
to
Andre Bremer <Vorname....@spamnet.de> wrote:
>Selbst die ÖR-Mediatheken sind nicht mehr nutzbar.

Das sind sie wegen der vom Verlagswesen durchlobbyierten
Depublikations-Unsinn eh.

Kurt Guenter

unread,
Apr 24, 2013, 3:33:38 PM4/24/13
to
Andre Bremer <Vorname....@spamnet.de> schrieb:


>Ich bin auf die Klagen der Konkurrenten gespannt...

wogegen sollten die klagen? Dass sich Telekom Mehr-Volumen bezahlen
lassen möchten? Das ist ein WettbewerbsVORTEIL für die Mitbewerber.

Aber die haben sicherlich auch schon Berechnungsmodelle in der
Schublade, trauen sich nur nicht, die heute schon zu veröffentlichen.

NOCH dementieren sie, eine Volumenbegrenzung einführen zu wollen.

Kurt Guenter

unread,
Apr 24, 2013, 3:38:17 PM4/24/13
to
Andre Bremer <Vorname....@spamnet.de> schrieb:

>Ich meinte den anderen Teil der Konkurrenz, nämlich die Inhalte-Anbieter
>wie YouTube, Skype, Maxdome&Co.
>
>Selbst die ÖR-Mediatheken sind nicht mehr nutzbar. Ein freier
>Journalismus sieht anders aus...

sie sind doch nutzbar! Wer sagt, dass das kostenfrei geschehen muss?

Warum soll ich als Wenignutzer den YouTube-Junky mitfinanzieren?

Kurt Guenter

unread,
Apr 24, 2013, 3:40:58 PM4/24/13
to
georg....@freenet.de (Georg Schwarz) schrieb:


>Wer klagen könnte und wohl auch sollte, sind Inhalteanbieter.

Du meinst die Aasgeier, die nur Daten(müll) zur Verfügung stellen, der
mächtig Traffic erzeugt, den aber andere bezahlen sollen? Die
Einnahmen aus Werbung steckt man lieber in die eigene Tasche.
Message has been deleted

Marc Haber

unread,
Apr 24, 2013, 5:23:16 PM4/24/13
to
Frank Graf <f.g...@firemail.de> wrote:
>Du meinst die Anbindung des Rechenzentrums wo die Daten liegen ans
>Internet ist kostenlos?

Sie ist zugegebenermaßen auf das Megabit gerechnet etliche
Größenordnungen billiger.

Michael Pachta

unread,
Apr 24, 2013, 6:14:50 PM4/24/13
to
Am 24.04.2013 21:38, Kurt Guenter schrieb:
> Warum soll ich als Wenignutzer den YouTube-Junky mitfinanzieren?

Wenn die Volumendrossel kommt, wird dein DSL-Zugang bei der Telekom dann
billiger? Müsste ja, denn zurzeit finanzierst du ja die Powersauger mit,
wohingegen diese demnächst alleine zahlen.

M.

Daniel Weber

unread,
Apr 25, 2013, 2:03:56 AM4/25/13
to
Am 24.04.2013 21:23, schrieb Marc Haber:
> Wartet erstmal darauf, was passiert, wenn die großen Hosting- und
> Housinganbieter keinen IPv4-Space mehr haben und die Telekom anfängt,
> auf den DSL-Anschlüssen Carrier Grade NAT oder DS-Lite einzuführen und
> die so frei werdenden IPv4-Ranges für Housing- und Hostingangebote
> (IPv6 inklusive, IPv4 gegen happigen Aufpreis) zu nutzen beginnt.

CGN oder DS-Lite möchte die Telekom explizit vermeiden, daher arbeitet
man dort an einer "on demand" Adresszuteilung für IPv4:
http://tools.ietf.org/html/draft-fleischhauer-ipv4-addr-saving-04

Ciao,
Daniel

Jens Müller

unread,
Apr 25, 2013, 7:29:29 AM4/25/13
to
Am 24.04.2013 21:38, schrieb Kurt Guenter:
> Warum soll ich als Wenignutzer den YouTube-Junky mitfinanzieren?

Wie hoch schätzt Du denn Deinen diesbezüglichen Finanzierungsbeitrag?

Ron Schauer

unread,
Apr 25, 2013, 9:55:05 AM4/25/13
to

"Georg Schwarz" schrieb...

> Hätten solche Anbieter nach heute geltendem Wettbewerbsrecht die
> Möglichkeit, erfolgreich gegen die Bevorzugung eigener Netzdienste durch
> den Zugangsanbieter vorzugehen? Die Frage gilt natürlich nicht nur im
> Fall von Festnetz- sondern auch von Mobilanbietern.
> Netzneutralität via Wettbewerbsrecht somit?
>
Nach meiner Auffassung sind die Dienste "Telefonie", Fernsehen" und
"Internetzugang" getrennt zu betrachten. Warum soll mein Telefonie-Traffic
in das Internet-Volumen eingerechnet werden, nur weil die Übertragung auch
IP ist? Bei Telefonie über ISDN oder POTS wirds doch ebenfalls getrennt
betrachtet, dabei ist es immer noch die gleiche TAL.
Kein Kabelnetzbetreiber würde Dir TV-Sender sperren, weil Du beim
Zusatzdienst "Internet" über dem Limit bist. Wer Telefon und Fernsehen über
den Internet-Dienst nutzt,

Will jemand Dienste über Deine Infrastruktur anbieten, soll er löhnen. Dies
machen 1+1 und Co ja auch, wenn sie das Netz der T... nutzen (müssen). Warum
also Maxdome und Skype nicht? Viele Anbieter machen Geschäfte, ohne die
zugehörige Infrastruktur mit zu finanzieren. Und 75GB müssen erst mal
erreicht werden. Das ist fast wie bei der LKW-Maut (abgesehen von der
Finanzierung der Infrastruktur durch allgemein erhobene Steuern).

Wenn der Netzausbau dem Datenvolumen nicht mehr folgen kann, muß da eine
Denkhilfe ran. Weils nix kostet, werden die Netze unnütz belastet. Leider
haben die Spammer schon längst Wege gefunden, ihren Müll über ahnungslose
User ins Internet zu schicken.

Gruß
Ron


Jens Müller

unread,
Apr 25, 2013, 10:22:11 AM4/25/13
to
Am 25.04.2013 15:55, schrieb Ron Schauer:
> Wenn der Netzausbau dem Datenvolumen nicht mehr folgen kann,

Ex falso quodlibet.

Kurt Guenter

unread,
Apr 26, 2013, 1:07:05 PM4/26/13
to
Michael Pachta <mip...@gmx.de> schrieb:


>Wenn die Volumendrossel kommt, wird dein DSL-Zugang bei der Telekom dann
>billiger?

Nein, aber zumindest preisstabil und somit nicht teurer.

Ralph Babel

unread,
Apr 26, 2013, 8:00:00 PM4/26/13
to
Frank Schletz schrieb:

> Besser waere es, die Drosselung erfolgt nicht auf kaputt
> (384), sondern auf langsam (irgendwas mit 1000/2000/3000)
> und mit einem Uplink von nicht ganz so langsam wie �blich.

Wenn's immer noch halbwegs ertr�glich liefe,
welche Motivation h�tten Diensteanbieter
(speziell von Videoplattformen) dann noch,
der Telekom Geld in ihren Schlund zu stopfen,
um von der Volumenz�hlung ausgenommen zu werden?

Schlie�lich geht's in erster Linie doch darum, durch
strategisch plazierte Mautstellen am florierenden
Content-Markt mitzukassieren, auch wenn man selbst
unf�hig ist, marktf�hige Zusatzdienste zu entwickeln.

Georg Schwarz hat's doch genau beschrieben:

<URL:news:1l1uon9.vuqwpjxennbiN%georg....@freenet.de>
<URL:http://groups.google.com/groups?selm=1l1uon9.vuqwpjxennbiN%25georg...@freenet.de>

Ralph Babel

unread,
Apr 26, 2013, 8:00:00 PM4/26/13
to
Marc Haber schrieb:

> Werden ZISP und ISPgate eigentlich immer noch
> nach durchschnittliche Datenrate berechnet?

Dabei f�llt mir ein:

Ist der Zugang zu ZISP- und ISP-Gate-Anbietern noch
immer auf die (klassischen) T-DSL-Anschl�sse bis 6�MBit
beschr�nkt, oder funktionieren die mittlerweile auch
�ber die ADSL2+- und VDSL-Anschl�sse der Telekom?

Marc Haber

unread,
Apr 27, 2013, 9:57:39 AM4/27/13
to
rba...@babylon.pfm-mainz.de (Ralph Babel) wrote:
>Ist der Zugang zu ZISP- und ISP-Gate-Anbietern noch
>immer auf die (klassischen) T-DSL-Anschlüsse bis 6 MBit
>beschränkt, oder funktionieren die mittlerweile auch
>über die ADSL2+- und VDSL-Anschlüsse der Telekom?

ZISP auf ADSL2+ hat immer funktioniert. VDSL hab ich nie probiert.

Ralph Babel

unread,
Apr 26, 2013, 8:00:00 PM4/26/13
to
Marc Haber schrieb:

> ZISP auf ADSL2+ hat immer funktioniert.

Das scheint (oder schien) von deren Umsetzung abzuh�ngen:

| Die Variante mit 16000 (auf ADSL2+ basierend)
| gibt es als "DSL 16plus" auch von Outdoor-DSLAMs.
|
| [...] Die VDSL- und DSL 16plus-Anschl�sse werden �ber
| andere BRAS terminiert und k�nnen (derzeit) nicht mit
| Fremdtarifen (die per ZISP oder ISP-Gate zu anderen
| Providern gef�hrt werden) genutzt werden.

<URL:news:g0v21j$nk6$1...@solani.org>
<URL:http://groups.google.de/groups?selm=g0v21j%24nk6%2...@solani.org>

| Alles was auf der neuen T-Home Speed Platform ist (16plus,
| VDSL) tut also nicht mit ISP-Gate und ZISP Zugaengen.

<URL:news:4880769b$0$658$4d4e...@read.news.de.uu.net>
<URL:http://groups.google.de/groups?selm=4880769b%240%24658%244d4...@read.news.de.uu.net>

Allerdings ist das Stand 2008 - daher meine Frage.

Marc Haber

unread,
Apr 27, 2013, 11:36:06 AM4/27/13
to
rba...@babylon.pfm-mainz.de (Ralph Babel) wrote:
>Marc Haber schrieb:
>> ZISP auf ADSL2+ hat immer funktioniert.
>
>Das scheint (oder schien) von deren Umsetzung abzuhängen:
>
>| Die Variante mit 16000 (auf ADSL2+ basierend)
>| gibt es als "DSL 16plus" auch von Outdoor-DSLAMs.

Ich kenne niemanden der DSL 16plus wirklich hat. Ich kann mir
vorstellen, dass auf solchen Anschlüssen wirklich kein ZISP geht.

Stefan Kanthak

unread,
Apr 27, 2013, 5:05:58 PM4/27/13
to
"Ralph Babel" <rba...@babylon.pfm-mainz.de> schrieb:

> Schlie�lich geht's in erster Linie doch darum, durch
> strategisch plazierte Mautstellen am florierenden
> Content-Markt mitzukassieren, auch wenn man selbst
> unf�hig ist, marktf�hige Zusatzdienste zu entwickeln.

In der Vergangenheit war dies das Geschaeftsmodell von Raubrittern.
Ich warte jetzt auf die grosse Werbekampagne der Content-Industrie
gegen Raubritter.

JFTR: s/kopier/ritt/g in den Spots der vorhandenen Kampagne liegt nahe.

Stefan
[
--
Die unaufgeforderte Zusendung werbender E-Mails verstoesst gegen �823
Abs. 1 sowie �1004 Abs. 1 BGB und begruendet Anspruch auf Unterlassung.
Beschluss des OLG Bamberg vom 12.05.2005 (AZ: 1 U 143/04)


Jens Müller

unread,
Apr 27, 2013, 7:21:16 PM4/27/13
to
Non sequitur.

Thomas Gohel

unread,
Apr 28, 2013, 7:05:00 AM4/28/13
to
Ralph Babel meinte zum Thema "Re: Frage zu DSL-Geschwindigkeitsdrosselung"

Hallo Ralph,

> | Alles was auf der neuen T-Home Speed Platform ist (16plus,
> | VDSL) tut also nicht mit ISP-Gate und ZISP Zugaengen.

Ich habe keine Ahnung was Du mit T-Home Speed Plattform meinst. Es
gibt die altehrw�rdige ATM-Plattform und die neuere GoE/IP-Plattform.
Bei beiden funktioniert ZISP bei allen Double-Play T-DSL-Anschl�ssen
bis 16000.

Entertain (also auch 16plus, was intern bei der Telekom teils auch
als VDSL bezeichnet wird) wird prinzipiell auf der GoE-Plattform
terminiert. Da es sich um die gleichen Ports wie bei den Double Play
Angeboten auf den DSLAMs handelt, w�rde ZISP in der Theorie gehen,
zumal eh alles auf dem gleichen BBRAS landet, in der Praxis wird es
per Konfiguration aber nicht unterst�tzt.

Das die Technik ohne Probleme funktioniert, beweisen die VDSL-Angebote
von 1&1 (und anderen), die als Vorleister die VDSL-Technik der Telekom
nutzen und wie wohl dann in ihr eigenes Netz kommen ...

Tschau,

--------------
/ h o m a s
--
Der neue Internet Trend: Abstossende Postings! Verfasse die Mail in
HTML, niemals mit Realnamen, haenge immer das Original-Posting als
Fullquote an die Antwort, signiere alles konsequent mit einer Visiten-
karte und Du wirst reichlich die diversen Filter begluecken. :-)))))))

Andre Bremer

unread,
Apr 29, 2013, 1:44:08 PM4/29/13
to
Kurt Guenter schrieb am 24.04.2013 21:38:

>> Selbst die ᅵR-Mediatheken sind nicht mehr nutzbar. Ein freier
>> Journalismus sieht anders aus...
>
> sie sind doch nutzbar! Wer sagt, dass das kostenfrei geschehen muss?

Ich zahle dafᅵr bereits 2x, nᅵmlich direkt per Rundfunkbeitrag und fᅵr
den Internetzugang. Letzteren inzwischen sogar mehrfach fᅵr stationᅵre
und mobile Nutzung (ok, das ist mein persᅵnlicher Luxus.)

Analog zur Einspeiseverpflichtung der ᅵR-Sender in die Kabelnetze auch
ohne Bezahlung (die Kabelbetreiber haben bekanntlich die Vertrᅵge mit
den ᅵR Sendern gekᅵndigt) sollte es ein Drosselverbot dieser Angebote
bei Internetzugᅵngen geben.


Tschᅵs,
Andre

--
"Lache nie ᅵber die Dummheit der anderen. Sie ist deine Chance."
(Winston Churchill)

Andre Bremer

unread,
Apr 29, 2013, 1:48:14 PM4/29/13
to
Kurt Guenter schrieb am 26.04.2013 19:07:

>> Wenn die Volumendrossel kommt, wird dein DSL-Zugang bei der Telekom dann
>> billiger?
>
> Nein, aber zumindest preisstabil und somit nicht teurer.

Stimmt, die Preissteigerungen bei Internetzugᅵngen in den letzten Jahren
waren exorbitant, heutzutage kann sich kaum noch jemand das Internet
leisten.

Ach Moment...das Internet wurde ja gar nicht teurer, ganz im Gegenteil...

Hardware wird immer gᅵnstiger, bereits verlegte Kabel sowohl beim
Endkundenzugang als auch im Backbone bieten durch neue Technologien ein
Vielfaches ihrer Kapazitᅵt quasi ohne Mehrkosten, es besteht nach wie
vor massive ᅵberkapazitᅵt.
Das Schreckensszenario, dass das Internet knapp wird wie unsere
ᅵlvorrᅵte (auch hier heiᅵt es bestᅵndig seit 50 Jahren, dass das ᅵl nur
noch fᅵr 20 Jahre reichen wird...) mag der Telekom doch hoffentlich
niemand glauben?!

Andre Bremer

unread,
Apr 29, 2013, 1:54:54 PM4/29/13
to
Ron Schauer schrieb am 25.04.2013 15:55:

> Nach meiner Auffassung sind die Dienste "Telefonie", Fernsehen" und
> "Internetzugang" getrennt zu betrachten. Warum soll mein Telefonie-Traffic
> in das Internet-Volumen eingerechnet werden, nur weil die ᅵbertragung auch
> IP ist?

Bis hierhin hast Du recht, im Moment bekommen die meisten Kunden
Telefonie und TV unabhᅵngig vom Internetzugang und zahlen dafᅵr getrennt.

Der Haken an der Telekom-Drossel ist allerdings, dass auch andere
Dienste (Spotify, Fon, andere werden folgen) ausgenommen werden, und
damit ist die Netzneutralitᅵt dahin. Der ehemalige Monopolist nimmt also
zusᅵtzliches Geld fᅵr das Abrufen von Inhalten, die ihm nicht genehm sind.

Ron Schauer

unread,
Apr 30, 2013, 2:09:38 AM4/30/13
to

"Andre Bremer" schrieb...
>
> damit ist die Netzneutralit�t dahin. Der ehemalige Monopolist nimmt also
> zus�tzliches Geld f�r das Abrufen von Inhalten, die ihm nicht genehm sind.
>
Aus deren Sicht betrachtet, mag es so sein. Ich bin kein Jurist.
Mu� die Telekom eigentlich f�r Daten l�hnen, die ihr Netz verlassen? Dann
w�ren Rabatte bzw. Flatraten f�r netzinterne Diensteanbieter angebracht.

Gru�
Ron


Ron Schauer

unread,
Apr 30, 2013, 4:24:05 AM4/30/13
to

"Stefan Kanthak" schrieb...

> --
> Die unaufgeforderte Zusendung werbender E-Mails verstoesst gegen �823
> Abs. 1 sowie �1004 Abs. 1 BGB und begruendet Anspruch auf Unterlassung.
> Beschluss des OLG Bamberg vom 12.05.2005 (AZ: 1 U 143/04)
>

Da kannst Du ja jetzt Schadensersatz verlangen, wenn Du aufgrund von Spam
und Popups Volumen nachkaufen musst...


Ignatios Souvatzis

unread,
May 2, 2013, 3:12:04 PM5/2/13
to
Michael Marx wrote:
> Am 24.04.2013 13:19, schrieb Marc Haber:
>
>> Das wird auch mit 384 Kbit/s noch funktionieren. Selbst im Mobilfunk
>> ist auf 64 kbit/s geshaptes UMTS immer noch viel brauchbarer als GPRS
>> derselben Datenrate, weil die Latenz UMTS-typisch niedrig bleibt.
>
> ich bin mit 14.400 kBit/s gro� geworden (anfangs noch weniger). Wer
> heute Mails schreibt, der guckt garnicht. WordDokument + 3-5 Fotos =
> schnell mal 10 MB.
>
> Ich h�tte dann gerne so einen virtuellen Aufkleber, der am Briefkasten
> klebt "Bitte keine Werbung und nichts �ber 600 kb einwerfen" ;-).

Letzteres gibt's doch schon. RFC1870.

-is

Jens Müller

unread,
May 5, 2013, 4:56:52 PM5/5/13
to
On 30.04.2013 08:09, Ron Schauer wrote:
> "Andre Bremer" schrieb...
>>
>> damit ist die Netzneutralitᅵt dahin. Der ehemalige Monopolist nimmt also
>> zusᅵtzliches Geld fᅵr das Abrufen von Inhalten, die ihm nicht genehm sind.
>>
> Aus deren Sicht betrachtet, mag es so sein. Ich bin kein Jurist.
> Muᅵ die Telekom eigentlich fᅵr Daten lᅵhnen, die ihr Netz verlassen?

Nicht direkt. Sie muss halt die Technik dafᅵr installieren und sich ggf.
fᅵr die physische Durchfᅵhrung irgendwo einmieten. Peerings zwischen
Netzbetreibern auf gleicher Ebene laufen ansonsten auf Gegenseitigkeit
(deshalb auch PEERing). Zwischen "Daten rein" und "Daten raus" wird aber
meines Wissens auch kein Unterschied gemacht, wenn die Netzbetreiber
nicht auf gleicher Ebene sind und daher einer dem anderen bezahlt.

> Dann
> wᅵren Rabatte bzw. Flatraten fᅵr netzinterne Diensteanbieter angebracht.

Der Betrieb des eigenen Netzes verursacht auch Kosten. Da kann es
"gᅵnstiger" sein (gemessen an der Zahl der benutzten eigenen
Netzkomponenten), ausgehenden Traffic ortsnah an das Zielnetz zu ᅵbergeben.

Gruᅵ, Jens

Henning Gajek

unread,
May 6, 2013, 3:28:27 AM5/6/13
to
Hallo,

"Michael Pachta" <mip...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:atpe4t...@mid.individual.net...

> Mal schauen, ob die T-Kom dann zur�ckrudert, wenn die Kunden weglaufen.

Werden sie nicht, weil es keine ernstzunehmenden zuverl�ssigen Alternativen
gibt, die von der Telekom komplett unabh�ngig sind. Die allermeisten m�ssen
Leistungen / Leitungen von T buchen und damit kommst Du in ein
Kompetenzgerangel im St�rungsfall (die Telekom ist schuld, der T-echniker
kommt nicht etc.).

Das ist die Crux des ganzen. Darauf haben viele Leute, die sich auskennen
oder schon solche F�lle erlebt haben, keine Lust mehr.

Ich denke, die allermeisten werden "austesten", wie sich die Drosselung
"anf�hlt" und wenns zu �bel wird, das n�chstgr��ere Paket buchen oder ihren
Vebrauch "einschr�nken", durch Techniken, die wir hier schon lange kennen
(Newsgroups sind z.B. datensparsamer als Web-Foren :-)


--
73 & 55 (Gruss)
Henning Gajek
http://www.gajek.de
--
73 & 55 (Gruss)
Henning Gajek
http://www.gajek.de


Michael Landenberger

unread,
May 6, 2013, 4:35:41 AM5/6/13
to
"Henning Gajek" schrieb am 06.05.2013 um 09:28:27:

> "Michael Pachta" <mip...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:atpe4t...@mid.individual.net...
>
>> Mal schauen, ob die T-Kom dann zur�ckrudert, wenn die Kunden weglaufen.
>
> Werden sie nicht, weil es keine ernstzunehmenden zuverl�ssigen Alternativen
> gibt, die von der Telekom komplett unabh�ngig sind.

Die Wahrscheinlichkeit von Problemen sinkt mit dem Umfang der Leistungen, die
Telekom-Mitbewerber von der Telekom in Anspruch nehmen m�ssen. Das Minimum ist
in der Regel die "letzte Meile" (TAL). Die ist jedoch die unproblematischste
Vorleistung der Telekom, denn es handelt sich um einen schlichtes, passives
St�ck Draht. Es kann zwar zu Ausf�llen kommen, die sind aber deutlich seltener
als bei anderen Telekom-Vorleistungsprodukten.

Wer auch die Telekom-TAL loswerden m�chte, muss sich nach einem
Breitbandkabel-Anbieter umsehen.

> Die allermeisten m�ssen
> Leistungen / Leitungen von T buchen und damit kommst Du in ein
> Kompetenzgerangel im St�rungsfall (die Telekom ist schuld, der T-echniker
> kommt nicht etc.).
>
> Das ist die Crux des ganzen. Darauf haben viele Leute, die sich auskennen
> oder schon solche F�lle erlebt haben, keine Lust mehr.

Kunden von Anbietern, die nur die TAL anmieten und f�r den Rest eigene Technik
verwenden, haben solche Probleme relativ selten. �rger gibt es wenn �berhaupt
meist nur bei der Schaltung des Anschlusses. L�uft der Anschluss erst einmal,
ist Ruhe.

Dagegen erleben Kunden von Anbietern, die nicht nur die TAL, sondern auch die
DSL-Technik von der Telekom anmieten m�ssen, sehr viel h�ufiger
Kompetenzgerangel. Dem kann man aus dem Weg gehen, indem man solche Anbieter
meidet.

Wenn es denn partout ein Reseller sein soll, sollte man darauf achten, dass
die DSL-Vorleistungen von einem alternativen Carrier wie z. B. Telefonica
kommen. Der Grund daf�r ist einfach: w�hrend die Telekom von der BNetzA
gezwungen wird, ihre Technik zu vermieten, und daf�r auch noch die Preise
diktiert bekommt, geh�rt das Wholesale-Gesch�ft bei anderen Carriern zum
freiwillig gew�hlten Gesch�ftsmodell. Die Motivation, dem Kunden einen
m�glichst gut funktionierenden Anschluss bereitzustellen, d�rfte daher bei
alternativen Carriern h�her sein als bei der Telekom.

Eine weitere M�glichkeit, Probleme auch bei Telekom-Mitbewerber-Anschl�ssen zu
vermeiden, ist die Bestellung eines konventionellen Festnetzanschlusses. F�r
konventionelle Anschl�sse setzen Telekom-Mitbewerber grunds�tzlich ihre eigene
Technik ein, man kann also sicher sein, dass au�er der TAL keine weiteren
Vorleistungen von der Telekom in Anspruch genommen werden. Dar�berhinaus sind
konventionelle Anschl�sse die "pflegeleichtesten" von allen, d. h. St�rungen
sind selten. Damit sinkt die Wahrscheinlichkeit, den Service zu ben�tigen, und
somit auch die Gefahr, Opfer von Kompetenzgerangel zu werden. Leider wird es
konventionelle Anschl�sse irgendwann nicht mehr geben. Aber solange man sie
noch bestellen kann, sollte man diese M�glichkeit nutzen.

Gru�

Michael

Marc Haber

unread,
May 6, 2013, 6:29:10 AM5/6/13
to
"Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote:
> Das Minimum ist
>in der Regel die "letzte Meile" (TAL). Die ist jedoch die unproblematischste
>Vorleistung der Telekom, denn es handelt sich um einen schlichtes, passives
>Stück Draht. Es kann zwar zu Ausfällen kommen, die sind aber deutlich seltener
>als bei anderen Telekom-Vorleistungsprodukten.

Das kannst Du noch fünfhundert Mal wiederholen, aber gegenüber den
wenigen Fehlern im Telekom-Konzentratornetz ist Postoberamtsrat
Siegfried Schaltefalsch am Kabelverzweiger immer noch Fehlerquelle
Nummer Eins. Und genau solche Fehler betreffen tendenziell immer nur
wenige[tm] Kunden und brauchen deswegen besonders lange bis sich
jemand kümmert.

Jens Müller

unread,
May 6, 2013, 6:45:15 AM5/6/13
to
Am 06.05.2013 12:29, schrieb Marc Haber:
> "Michael Landenberger"<spameim...@arcor.de> wrote:
>> >Das Minimum ist
>> >in der Regel die "letzte Meile" (TAL). Die ist jedoch die unproblematischste
>> >Vorleistung der Telekom, denn es handelt sich um einen schlichtes, passives
>> >Stück Draht. Es kann zwar zu Ausfällen kommen, die sind aber deutlich seltener
>> >als bei anderen Telekom-Vorleistungsprodukten.
> Das kannst Du noch fünfhundert Mal wiederholen, aber gegenüber den
> wenigen Fehlern im Telekom-Konzentratornetz ist Postoberamtsrat
> Siegfried Schaltefalsch am Kabelverzweiger immer noch Fehlerquelle
> Nummer Eins. Und genau solche Fehler betreffen tendenziell immer nur
> wenige[tm] Kunden und brauchen deswegen besonders lange bis sich
> jemand kümmert.

Schritt Nr. 1 für eine geeignete Fehlerdokumentation wären gemanagete
Netzabschlüsse anstelle von Endgeräten, die der Kunde im Zweifel selbst
kaputtkonfiguriert ...

Marc Haber

unread,
May 6, 2013, 6:54:54 AM5/6/13
to
Du meinst das, was schon vor 20 Jahren als PPA eingeführt wurde und
sich wohl nicht bewährt hat?

Michael Landenberger

unread,
May 6, 2013, 7:06:39 AM5/6/13
to
"Marc Haber" schrieb am 06.05.2013 um 12:29:10:

> "Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote:
>> Das Minimum ist
>> in der Regel die "letzte Meile" (TAL). Die ist jedoch die
>> unproblematischste Vorleistung der Telekom, denn es handelt sich um einen
>> schlichtes, passives St�ck Draht. Es kann zwar zu Ausf�llen kommen, die
>> sind aber deutlich seltener als bei anderen Telekom-Vorleistungsprodukten.
>
> Das kannst Du noch f�nfhundert Mal wiederholen, aber gegen�ber den
> wenigen Fehlern im Telekom-Konzentratornetz

Es geht nicht um das Konzentratornetz. Oder ist ein DSLAM auch Teil des
Konzentratornetzes?

> ist Postoberamtsrat
> Siegfried Schaltefalsch am Kabelverzweiger immer noch Fehlerquelle
> Nummer Eins.

Das ist zwar richtig. Aber wie oft in ihrem Leben wird eine TAL am KVZ
umrangiert?

> Und genau solche Fehler betreffen tendenziell immer nur
> wenige[tm] Kunden

Genau: wenige. Dagegen stehen abertausende Beschwerden in einschl�gigen Foren
�ber irgendwelche Resale-typische Probleme. Einer der derzeitigen
Spitzenreiter: Reseller-Kunden m�chten ihren Anschluss von ADSL auf VDSL
upgraden, k�nnen dabei aber aus unerfindlichen Gr�nden ihre Rufnummer nicht
behalten. Daf�r kann die TAL ganz bestimmt nichts. Ein vergleichbares Upgrade
beim Anschlussbetreiber l�uft dagegen v�llig problemlos. Und mit einem
ebenfalls typischen Reseller-Problem hatte ich es erst k�rzlich zu tun: bei
Bekannten (1&1-Komplettanschluss mit der Telekom als DSL-Vorleister) fiel DSL
aus. Alle Symptome wiesen auf eine defekte Linecard hin, w�hrend die TAL
v�llig in Ordnung war [1]. Trotzdem dauerte es eine Woche, bis der Defekt
repariert war. In dieser Zeit konnten die Bekannten nat�rlich auch nicht �ber
ihren Festnetzanschluss telefonieren.

[1] Fehlerbild: Fritzbox synct und zeigt gute Leitungswerte. Nach ca. 20
Sekunden geht der SNR pl�tzlich in den Keller und die FB verliert den Sync.
Dieses Spielchen wiederholt sich periodisch. Die TAL schlie�e ich als Ursache
aus, denn bei einer kaputten TAL sind die Leitungswerte immer schlecht und
schwanken nicht periodisch. Auch die Fritzbox kommt als Ursache nicht in
Frage, denn der Fehler trat auch bei mehreren Tausch-Boxen (darunter einer
funkelnagelneuen vom Mediamarkt) auf, w�hrend der Anschluss nach der Reparatur
auch wieder mit der bisher verwendeten Box funktionierte.

Gru�

Michael

Jens Müller

unread,
May 6, 2013, 7:27:49 AM5/6/13
to
Am 06.05.2013 13:06, schrieb Michael Landenberger:
> [1] Fehlerbild: Fritzbox synct und zeigt gute Leitungswerte. Nach ca. 20
> Sekunden geht der SNR pl�tzlich in den Keller und die FB verliert den Sync.
> Dieses Spielchen wiederholt sich periodisch.

:-o

So ein Problem hab ich auch.

Allerdings gibt es auch immer wieder mal Zeitr�ume von mehreren Stunden
am St�ck, in denen alles problemlos l�uft ...

Marc Haber

unread,
May 6, 2013, 1:42:58 PM5/6/13
to
"Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote:
>"Marc Haber" schrieb am 06.05.2013 um 12:29:10:
>> ist Postoberamtsrat
>> Siegfried Schaltefalsch am Kabelverzweiger immer noch Fehlerquelle
>> Nummer Eins.
>
>Das ist zwar richtig. Aber wie oft in ihrem Leben wird eine TAL am KVZ
>umrangiert?

Interessanter ist: Wie oft ist eine benutzte TAL nicht als solche
dokumentiert und wird bei der Schaltung der DSL für den Nachbarn
getrennt? Wie oft bricht eine Ader bei Such-, Installations- und
Reparaturarbeiten am Kabelverzweiger?

>Genau: wenige. Dagegen stehen abertausende Beschwerden in einschlägigen Foren
>über irgendwelche Resale-typische Probleme. Einer der derzeitigen
>Spitzenreiter: Reseller-Kunden möchten ihren Anschluss von ADSL auf VDSL
>upgraden, können dabei aber aus unerfindlichen Gründen ihre Rufnummer nicht
>behalten. Dafür kann die TAL ganz bestimmt nichts. Ein vergleichbares Upgrade
>beim Anschlussbetreiber läuft dagegen völlig problemlos.

Das sehe ich jetzt nicht als Nachteil von NGN, das kann bei POTS genau
so passiere.

>Und mit einem
>ebenfalls typischen Reseller-Problem hatte ich es erst kürzlich zu tun: bei
>Bekannten (1&1-Komplettanschluss mit der Telekom als DSL-Vorleister) fiel DSL
>aus. Alle Symptome wiesen auf eine defekte Linecard hin, während die TAL
>völlig in Ordnung war [1]. Trotzdem dauerte es eine Woche, bis der Defekt
>repariert war. In dieser Zeit konnten die Bekannten natürlich auch nicht über
>ihren Festnetzanschluss telefonieren.

Das passiert Dir genauso bei anderen Vorleistern.

>[1] Fehlerbild: Fritzbox synct und zeigt gute Leitungswerte. Nach ca. 20
>Sekunden geht der SNR plötzlich in den Keller und die FB verliert den Sync.
>Dieses Spielchen wiederholt sich periodisch. Die TAL schließe ich als Ursache
>aus, denn bei einer kaputten TAL sind die Leitungswerte immer schlecht und
>schwanken nicht periodisch.

Auf den letzten Satz würde ich jetzt nicht die Hand ins Feuer legen.
DSL ist Voodoo.

Gernot Zander

unread,
May 6, 2013, 2:03:07 PM5/6/13
to
Hi,

in de.comm.anbieter.festnetz.misc Michael Landenberger <spameim...@arcor.de> wrote:
> Das ist zwar richtig. Aber wie oft in ihrem Leben wird eine TAL am KVZ
> umrangiert?

Es muss ja nicht _deine_ umrangiert werden, es reicht, wenn deine beim
Umrangieren einer anderen abgebrochen oder fälschlicherweise abgetrennt
wird.
Und weil du nicht mit Überwachungskamera den Schaltkasten überwachen
kannst, empfiehlt die die Hotline erst mal 3 Wochen lang, deine Fritzbox
zu resetten, einzuschicken oder wasweiß ich, und droht, dass ein
Techniker was kosten täte.
(Deine anderen Sachen stimmen freilich auch.)

mfg.
Gernot

--
<hi...@gmx.de> (Gernot Zander) *Keine Mailkopien bitte!*
Ach, die Welt ist so geräumig, und der Kopf ist so beschränkt.
W. Busch

Michael Landenberger

unread,
May 7, 2013, 7:12:37 PM5/7/13
to
"Marc Haber" schrieb am 06.05.2013 um 19:42:58:

> "Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote:

>> Dagegen stehen abertausende Beschwerden in einschl�gigen
>> Foren �ber irgendwelche Resale-typische Probleme. Einer der derzeitigen
>> Spitzenreiter: Reseller-Kunden m�chten ihren Anschluss von ADSL auf VDSL
>> upgraden, k�nnen dabei aber aus unerfindlichen Gr�nden ihre Rufnummer nicht
>> behalten. Daf�r kann die TAL ganz bestimmt nichts. Ein vergleichbares
>> Upgrade beim Anschlussbetreiber l�uft dagegen v�llig problemlos.
>
> Das sehe ich jetzt nicht als Nachteil von NGN, das kann bei POTS genau
> so passiere.

Ich sehe das auch nicht als Nachteil von NGN, aber sehr wohl als Nachteil von
Resale-DSL.

>> Und mit einem
>> ebenfalls typischen Reseller-Problem hatte ich es erst k�rzlich zu tun: bei
>> Bekannten (1&1-Komplettanschluss mit der Telekom als DSL-Vorleister) fiel
>> DSL aus. Alle Symptome wiesen auf eine defekte Linecard hin, w�hrend die
>> TAL v�llig in Ordnung war [1]. Trotzdem dauerte es eine Woche, bis der
>> Defekt repariert war. In dieser Zeit konnten die Bekannten nat�rlich auch
>> nicht �ber ihren Festnetzanschluss telefonieren.
>
> Das passiert Dir genauso bei anderen Vorleistern.

Bei Anbietern, die nur die TAL und sonst nichts von einem Vorleister anmieten,
passiert mir das garantiert nicht.

> DSL ist Voodoo.

Und genau deswegen sollte man DSL vom Vodoo-Priester h�chstpers�nlich und
nicht von einem seiner Gehilfen beziehen.

Gru�

Michael

Marc Haber

unread,
May 8, 2013, 3:48:37 AM5/8/13
to
"Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote:
>"Marc Haber" schrieb am 06.05.2013 um 19:42:58:
>> "Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote:
>>> Dagegen stehen abertausende Beschwerden in einschlägigen
>>> Foren über irgendwelche Resale-typische Probleme. Einer der derzeitigen
>>> Spitzenreiter: Reseller-Kunden möchten ihren Anschluss von ADSL auf VDSL
>>> upgraden, können dabei aber aus unerfindlichen Gründen ihre Rufnummer nicht
>>> behalten. Dafür kann die TAL ganz bestimmt nichts. Ein vergleichbares
>>> Upgrade beim Anschlussbetreiber läuft dagegen völlig problemlos.
>>
>> Das sehe ich jetzt nicht als Nachteil von NGN, das kann bei POTS genau
>> so passiere.
>
>Ich sehe das auch nicht als Nachteil von NGN, aber sehr wohl als Nachteil von
>Resale-DSL.

Rufnummernportierung hat mit DSL, ob Resale oder nichts, überhaupt gar
nichts zu tun.

>>> Und mit einem
>>> ebenfalls typischen Reseller-Problem hatte ich es erst kürzlich zu tun: bei
>>> Bekannten (1&1-Komplettanschluss mit der Telekom als DSL-Vorleister) fiel
>>> DSL aus. Alle Symptome wiesen auf eine defekte Linecard hin, während die
>>> TAL völlig in Ordnung war [1]. Trotzdem dauerte es eine Woche, bis der
>>> Defekt repariert war. In dieser Zeit konnten die Bekannten natürlich auch
>>> nicht über ihren Festnetzanschluss telefonieren.
>>
>> Das passiert Dir genauso bei anderen Vorleistern.
>
>Bei Anbietern, die nur die TAL und sonst nichts von einem Vorleister anmieten,
>passiert mir das garantiert nicht.

Auch dann kann die Reparatur defekter Hardware so lange dauern bis
wieder jemand turnusmäßig den Technikstandort besucht.

>> DSL ist Voodoo.
>
>Und genau deswegen sollte man DSL vom Vodoo-Priester höchstpersönlich und
>nicht von einem seiner Gehilfen beziehen.

Damit spart man sich ca 10 % der denkbaren Probleme, ja.

Michael Landenberger

unread,
May 8, 2013, 6:24:40 AM5/8/13
to
"Marc Haber" schrieb am 08.05.2013 um 09:48:37:

> "Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote:

> Rufnummernportierung hat mit DSL, ob Resale oder nichts, �berhaupt gar
> nichts zu tun.

Wei� ich. Die Probleme bei der Rufnummernportierung sind aber ein typisches
Reseller-Problem, denn sie resultieren aus der Umstellung des mit der alten
Reseller-Schnittstelle verwalteten ADSL-Anschlusses auf das mit WITA
verwaltete VDSL. Das verhindert eine direkte Umstellung, so dass der alte
Anschluss komplett gek�ndigt und ein neuer bereitgestellt werden muss. Und
dabei kann man offenbar seine Rufnummern nicht ohne weiteres mitnehmen.

Bei Netzbetreiber-DSL gibt es keine Reseller-Schnittstelle und folglich auch
keine Probleme damit.

>> Bei Anbietern, die nur die TAL und sonst nichts von einem Vorleister
>> anmieten, passiert mir das garantiert nicht.
>
> Auch dann kann die Reparatur defekter Hardware so lange dauern bis
> wieder jemand turnusm��ig den Technikstandort besucht.

In der Regel erfolgt eine Reparatur durch den Anschlussbetreiber ziemlich
zeitnah, wenn der Defekt einen eigenen Kunden betrifft. Bei einem
Resale-Anschluss mit kaputter Linecard betrifft der Defekt aber keinen eigenen
Kunden, sondern einen der Konkurrenz. Also kann man sich Zeit lassen.
Nat�rlich kann es bei einer kaputten TAL genauso laufen, aber da passive
Kupferdr�hte viel seltener kaputtgehen als Linecards und andere aktive
Anschlusstechnik, ist das vergleichsweise harmlos.

>>> DSL ist Voodoo.
>>
>> Und genau deswegen sollte man DSL vom Vodoo-Priester h�chstpers�nlich und
>> nicht von einem seiner Gehilfen beziehen.
>
> Damit spart man sich ca 10 % der denkbaren Probleme, ja.

Ist doch schon mal was.

Gru�

Michael

Ignatios Souvatzis

unread,
Jun 25, 2013, 10:51:15 AM6/25/13
to
Michael Marx wrote:
> Am 24.04.2013 13:19, schrieb Marc Haber:
>
>> Das wird auch mit 384 Kbit/s noch funktionieren. Selbst im Mobilfunk
>> ist auf 64 kbit/s geshaptes UMTS immer noch viel brauchbarer als GPRS
>> derselben Datenrate, weil die Latenz UMTS-typisch niedrig bleibt.
>
> ich bin mit 14.400 kBit/s groß geworden (anfangs noch weniger). Wer
> heute Mails schreibt, der guckt garnicht. WordDokument + 3-5 Fotos =
> schnell mal 10 MB.
>
> Ich hätte dann gerne so einen virtuellen Aufkleber, der am Briefkasten
> klebt "Bitte keine Werbung und nichts über 600 kb einwerfen" ;-).

Gibt's doch. Wuerde ungefaehr so aussehen:

telnet spamgourmet.com smtp
u502sou 112% telnet ycm-bonn.de smtp
Trying 216.75.62.102...
Connected to spamgourmet.com.
Escape character is '^]'.
220 spamgourmet.com ESMTP Postfix
ehlo beverly.kleinbus.org
250-spamgourmet.com
250-PIPELINING
250-SIZE 600000.
250 DSN


Wende dich vertrauensvoll an deinen Administrator.

-is
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