Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Geschichte von und mit 020 Epos (Callcenter)

21 views
Skip to first unread message

Carsten Otto

unread,
Sep 12, 2006, 2:22:50 PM9/12/06
to
Guten Tag!

Ich wurde heute um 17:00 Uhr mit unterdrückter Telefonnummer auf meinem
Handy angerufen, laut Anzeige mit der Festnetznummer innerhalb der
Homezone (lies: der Vertrag läuft mit O2).

Zu Beginn des Gespräches stellte sich die Frau als Mitarbeiterin der
Telekom (ich kann mich nicht wirklich erinnern, ob es wirklich "Deutsche
Telekom" war) vor und ich wurde gefragt, ob ich Carsten (so heiße ich
wirklich, wird nachher wichtig) Otto bin. Mir wurde daraufhin eine
Erklärung erzählt, aus der unmissverständlich klar wurde, dass ich
Telekom-Kunde sei. Ich habe direkt gefragt, welche Daten von mir bei der
Firma gespeichert sind und woher diese kommen und dabei auch erwähnt,
dass ich kein Telekom-Kunde bin. Nach einer kurzen Diskussion, ob ich
vielleicht mal Telekom-Kunde war habe ich erzählt, dass meine Eltern mal
Telekom-Kunden waren. Das hat sie dann als Grund genommen, bis ich ihr
erzählt habe, dass das nicht in dieser Stadt war. Sie war ratlos und
meinte, dass sie heute schon drei Angerufenen hatte, die auch nicht bei
der Telekom sind, obwohl das so im System steht. Ich habe sie dann
gebeten, nachzusehen, welchen Vertrag ich denn laut System habe. Dafür
brauchte sie mein Geburtsdatum (hat sie bekommen), das hat allerdings
nichts geholfen. "Es klappt nicht immer nur mit dem Geburtsdatum, da
braucht man dann die Kundennummer." Jene habe ich "leider" nicht. In
diesem Gesprächsabschnitt hat sie dann meine O2-Festnetznummer aufgesagt
und auch erwähnt, dass sie meine PLZ sieht (die genaue Anschrift stehe
aber nur im nächsten Dialog, wo wir nicht reingekommen sind).
Das Gespräch hat damit geendet, dass sie mir die Daten des Arbeitgebers
nenen durfte - das hat sie auch gemacht. Erst hörte ich ein
"Handelsbetrieb", später konkreter "020 Epos" in Essen (mit Anschrift).
Eine Telefonnummer wollte (durfte?) sie mir nicht geben, da ist Google
aber ganz hilfreich. Ihren Namen habe ich natürlich auch. Über so
detaillierte Informationen und Kooperation von elendigen Cold Callern
darf man sich heutzutage echt freuen.

Mein Anruf bei der Telekom-Hotline hat dann ergeben, dass ich bei deren
System unter der genannten Nummer nicht gelistet wurde (soweit, so gut).
Anmerkung zur Telekom-Hotline unten unter [1].

Nach einer kurzen Internet-Recherche habe ich dann bei dem Callcenter
direkt angerufen und der Sekretärin höflich die grobe Situation erklärt
und darum gebeten, mir alle gespeicherten Daten und deren Herkunft zu
nennen. Nach einem kurzen Erkundigungstelefonat (Warteschleife..) hat
sie mir dann gesagt, dass Herr K. (ich hab den vollen Namen) auf dem Weg
ist, er könnte das klären. Sie wollte mich wieder in die Warteschleife
schicken, hat aber auch angeboten, dass ich zurückgerufen werde. Dabei
hat sie meine Festnetznummer (diese wird beim Anrufen nicht übermittelt)
und meinen Namen notiert.

Nach ca. 15 Minuten ohne Rückruf habe ich mich dann bei einer anderen
Sekretärin (nach einer kurzen Erklärung) nach der aktuellen Situation
erkundigt. Sie hat mir dann gesagt, dass Herr K. nicht (mehr) zuständig
sei und die Chefetage sich jetzt mit dem Problem beschäftigen würde. Ein
Anruf dort hat ergeben, dass diese sich melden wird, sobald etwas
gefunden/entschlossen/... wurde.

Nach weiteren 15 Minuten habe ich wieder mit der ersten Sekretärin
telefoniert, welche in der Chefetage niemanden erreichen konnte. Mit ihr
habe ich dann ausgemacht, dass ich im 15-Minuten-Takt anrufe.

Im nächsten Telefonat habe ich zusätzlich zum Status darum gebeten, mir
Namen und Telefonnummer des Datenschutzbeauftragten zu nennen. Im
zweiten Versuch (mit kurzer Warteschleife für mich) habe ich dann den
Namen bekommen. Es ist Herr K. von oben, der mich ursprünglich am
Telefon informieren wurde. Er ist wohl lieber direkt zur Chefetage
gerannt?

In den folgenden Gesprächen (bis ca. 19:30 Uhr, also 2,5 Stunden nach
meinem Anruf dort) mit den beiden Sekretärinnen, welche übrigens sehr
nett und höflich sind, wurde folgendes bekannt bzw. geklärt:

- die Chefetage ist nicht zu erreichen
- die Leute sitzen in einer Besprechung und diskutieren meinen Fall
- die Sekretärinnen dürfen bei diesen Sitzungen nicht stören
- die Tür sei abgeschlossen
- starkes Mitgefühl, "bitte nerven sie weiter"
- "ich weiß auch nicht, warum sich keiner meldet"

Um 19:45 Uhr hat mich dann schließlich ein Herr S. angerufen, der auf
seinem Zettel "Christian Otto" stehen hatte. Das war wohl ein Fehler der
Sekretärin. Er hat mir folgende Informationen gegeben:

- Ich bin unter "Christian Otto" gelistet (obwohl ich ja als "Carsten
Otto" im ursprünglichen Telefonat angesprochen wurde!)
- er war bis eben in einer Besprechung, da ging es nicht explizit um
meine Situation
- er hat mitbekommen, dass ich oft angerufen habe und um eine
Statusmeldung gebeten habe, deswegen hat er sich bei mir gemeldet
- zum aktuellen Zeitpunkt liegen keine Informationen vor, das ist um
die Uhrzeit auch schwer herauszufinden

Ich habe in diesem Gespräch den Fakt erwähnt, dass ich als "Carsten
Otto" begrüßt wurde, also definitiv mein richtiger Name im System steht.
Außerdem habe ich ihn darauf hingewiesen, dass ich in den 2,5 Stunden
keinerlei Information bekommen habe und der Datenschutzbeauftragter mich
eigentlich sprechen wollte, er aber nicht angerufen hat. Er wirkte
etwas verstört, als ich den Namen des Datenschutzbeauftragten erwähnte,
ich meine auch lautere Atmung gehört zu haben. Anschließend hat er
bedauert, dass ich keine Information bekommen habe und noch ein wenig
rumerzählt, wie groß das Haus ist, wie viele Auftraggeber die haben,
dass er nicht jedes konkrete Projekt kennt, dass er nicht weiß, welche
Richtlinien der Auftraggeber für das Gespräch gegeben hat, ...
Den Auftraggeber des Gespräches wollte er mir nicht nenne (kannte er
aber wohl, das habe ich jedenfalls so herausgehört).
Wir haben uns darauf geeinigt, dass er morgen früh die Informationen
raussucht und sich meldet. Netterweise hat er sich auch erkundigt, wann
man mich denn erreichen kann.

[1] Während der Vermittlungsaktion bei der Telekom-Hotline wurde ich
gebeten, anschließend an das Gespräch diesen Service zu kritisieren.
Dafür wurde mir wortwörtlich die Adresse "t-com.de/störung" genannt.
Probiert man es ohne www, kommt man auf eine allgemeine Seite. Selbst
mit www und mit/ohne Umlaut sehe ich nirgendwo eine Möglichkeit,
Feedback zu geben. Ein Anruf später bei der Hotline hat ergeben, dass
ich mich bei der Beschwerdehotline melden sollte, diese war allerdings
nicht mehr erreichbar. Morgen mal probieren. Achja, der Sinn der
Beschwerde bzw. des Feedbacks ist, dass ich meine Telefonnummer
eintippen bzw. aufsagen musste (sehr nervig!), der Techniker aber
anschließend diese mühsam eingetippte Nummer nicht sehen konnte und ich
sie noch einmal nennen durfte.

Ich bin gespannt.
Gute Nacht,
--
Carsten Otto
c-o...@gmx.de
www.c-otto.de

Carsten Otto

unread,
Sep 12, 2006, 2:51:46 PM9/12/06
to
Ergänzungen:

- sämtliche Gespräche mit der Chefetage wurden nicht von mir, sondern
von der jeweiligen Sekretärin geführt.
- eine der Sekretärinnen hat mir gesagt, dass der
Datenschutzbeauftragte mit in der Besprechung sitzt (was irgendwie
nicht zu der Aussage von Herrn S. passt, dass die Sitzung nichts mit
meinem Fall zu tun hatte)

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 7:16:17 AM9/13/06
to
Tag 2.

Herr S. ist eigentlich ein Herr J., das wusste ich aber gestern schon.

Jetzt tippe ich mal "live", damit ich nachher nicht so viel zu tun habe.

Bis jetzt (12:00 Uhr) hat er sich nicht bei mir gemeldet, obwohl er
gestern "morgen früh" meinte. Momentan befindet er sich in einem
Gespräch, wird aber informiert, dass er mich anrufen möchte.

12:20 Uhr: noch nichts.

12:30 Uhr: noch keine Reaktion
Soeben kommt mir der Gedanke: Wieso kann Herr J. überhaupt an meine
Daten ran? Darf sowas nicht nur der Datenschutzbeauftragte bzw. der
jeweilige Mitarbeiter am Telefon?

13:00 Uhr: ein weiterer Zettel wird ihm hingelegt, er ist angeblich
momentan nicht in seinem Büro und auch in keiner (bekannten)
Besprechung.

13:04 Uhr: Herr J. ruft an und wundert sich, dass ich seinen Anruf
"heute früh" erwartet habe. Dafür hat er sich entschuldigt. Ihm liegen
noch nicht alle Informationen vor. Nennen konnte er mir meinen Namen
(ich werde ihn beim nächsten Gespräch genauer auf den Konflikt
Carsten<->Christian ansprechen), die Stadt und meine Telefonnummer nennen,
bei der Telefonnummer allerdings mit einer doppelten 5 hinten (eine zu viel).
Außerdem hat er mir gesagt, dass der Aktionscode des Datensatzes
darauf hinweist, dass im Auftrag der Firma Versatel telefoniert wurde.
Auf Rückfrage wurde mir dann gesagt, dass für die Firma
"superservicecom" (mit Punkt?) telefoniert wurde, welche wiederrum für
Versatel arbeitet. Da im ersten Gespräch (Cold Call) meine Postleitzahl
genannt wurde, Herr J. diese aber nicht nennen konnte und auch keine
Straße vorlag, habe ich ihn um die Vervollständigung der Informationen
gebeten. Er wird diese Sammeln und auch mit der Mitarbeitern des
ursprünglichen Anrufes reden (nach einer Mithöraktion, um
herauszufinden, wie sie Gespräche führt) und sich heute Nachmittag bei
mir melden. Er hat betont, dass es sich hier nicht um eine
Verzögerungstaktik handelt und sich dafür entschuldigt, dass es durchaus
24 Stunden und längern dauern kann, diese Informationen zu beschaffen.
Auf seine Frage, wie wir uns einigen könnten, meinte ich nur, dass er
mir bitte die Informationen nennt, die ich vor fast 24 Stunden
angefordert habe. Dies hat er (seufzend?) akzeptiert.

Zum Thema Versatel: Versatel selber ist nicht der Auftraggeber und wird
laut Herrn J. auch nicht meine Daten haben bzw. bekommen. Ich probiere
jetzt mal, etwas über "superservicecom" herauszufinden.

Das nächste Update wird dann hoffentlich heute Nachmittag folgen.

Message has been deleted

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 7:53:40 AM9/13/06
to
Maria Winter schrieb:
> http://www.superservicecom.de/

Sieht super aus, warum hab ich die nicht gefunden? :)
Da kann der Datenschutzbeauftragte von Versatel, wenn er sich denn nach
der Mittagspause meldet, die Arbeit wohl sparen :>

Danke,

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 7:54:39 AM9/13/06
to
Carsten Otto schrieb:
>> http://www.superservicecom.de/

Die sind im gleichen Gebäude wie 020 Epos. Das hätte mir der Herr J.
aber auch sagen können... Mal gucken, wo ich jetzt ne bezahlbare Nummer
herbekome.

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 8:00:56 AM9/13/06
to
Carsten Otto schrieb:

> Die sind im gleichen Gebäude wie 020 Epos. Das hätte mir der Herr J.
> aber auch sagen können... Mal gucken, wo ich jetzt ne bezahlbare Nummer
> herbekome.

Okay, hab ich. Jetzt weiß ich, dass auch dort der Herr J. zuständig ist
(Geschäftsführer 020 Epos?), der Herr E. (der Name wurde mir jetzt das
erste mal genannt, Geschäftsführer Super Service) ist nicht im Haus.
Dann warte ich mal, bis sich Herr J. meldet, dann kann er ja auch direkt
etwas zu seiner zweiten Firma erzählen (was er mir eben wohl
verschweigen wollte). Versatel hat sich noch nicht gemeldet, die haben
wohl eine lange Mittagspause.

Ciao,

Message has been deleted
Message has been deleted

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 8:18:57 AM9/13/06
to
Maria Winter schrieb:
> Geschäftsführer:
> Heinz-Dieter E.

Ja, die Herren Heinz-Dieter E. und G. J. sind wohl bei beiden Firmen
vertreten. Schlimm.

s...@gmx.li

unread,
Sep 13, 2006, 8:23:55 AM9/13/06
to
Wieso erinnert mich das nur so schön an diese hübschen
Scheinfirmenstories die man gelegentlich im TV sieht?

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 8:35:27 AM9/13/06
to
s...@gmx.li schrieb:

> Wieso erinnert mich das nur so schön an diese hübschen
> Scheinfirmenstories die man gelegentlich im TV sieht?

Schreib mit Realname, du Daniel.

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 8:36:42 AM9/13/06
to
Update 3.
Der Datenschutzbeauftragte von Versatel, der sich in Berlin befindet,
ist auch nach mehr als einer Stunde nach meinem Anruf nicht erreichbar.
Laut Zentralmenschen soll ich einfach in einer halben Stunde noch einmal
anrufen. Ich hoffe mal, dass die Feuerwehr ihre Sache ernster nimmt, als
die diversen Datenschutzbeauftragten.

Ciao,

Message has been deleted

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 8:50:37 AM9/13/06
to
Maria Winter schrieb:
> Stellst Du denen eigentlich eine Rechnung über die angefallene
> Arbeitszeit?

Hm, vermutlich nicht. Gibt es da eine Grundlage für? Für eine Rechnung
müsste ich mich außerdem erst einmal an das Ende der Kette
durchtelefonieren.

> Und wie siehts aus mit Verbraucherschutz usw.? Solch (halbwegs)
> nachvollziehbare Fälle sind selten...

Och, ich glaube den Spaß mache ich erstmal alleine. Wenn das nicht hilft
oder ich nicht zufrieden bin, kann ich den Verbraucherschutz ja mit
Informationen versorgen.

Um 15:05 Uhr rufe ich wieder an, bis dann.

Daniel Erkan

unread,
Sep 13, 2006, 9:08:23 AM9/13/06
to
Carsten Otto schrieb:

> Schreib mit Realname, du Daniel.

Mit anderem News Server geht es dann wohl doch...

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 9:11:03 AM9/13/06
to
Auch 1,5 Stunden nach dem ersten Anruf ist die Person (weiblich?) nicht
verfügbar. Ich weiß jetzt aber, dass die Zentrale in Flensburg ist, die
Datenschutzbeauftragtenperson allerdings in Berlin und das
Versatel-Supportcallcenter sowieso woanders. Vermutlich nicht in Essen.

Bis in 30min.

Message has been deleted
Message has been deleted

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 9:38:44 AM9/13/06
to
Maria Winter schrieb:
>>Bis in 30min.
><gespanntbin>

Die Hotline-Frau kann noch immer niemanden erreichen. Nach eigener
Auskunft haben sie es schon öfters probiert heute, die Person scheint
also außer Haus zu sein. Ich gehe jetzt mal einigen weltlichen Pflichten
nach und probiere es irgendwann noch einmal. Und der Anruf von 020 Epos
sollte ja auch noch kommen.

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 9:40:37 AM9/13/06
to
Maria Winter schrieb:
> Hab übrigens noch was für Dich:
> https://service.versatel.de/downloads/datenschutz/Versatel_Deutschland_Holding_GmbH.pdf

Ha, eine Direktdurchwahl. Das senkt die Kosten, sofern kein AB rangeht
:)

Danke,

Daniel Erkan

unread,
Sep 13, 2006, 11:40:10 AM9/13/06
to
Wir warten noch immer gespannt auf die Fortsetzung ^^

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 11:51:35 AM9/13/06
to
Daniel Erkan schrieb:

> Wir warten noch immer gespannt auf die Fortsetzung ^^

Ich auch. Die Datenschutzfrau von Versatel hat jetzt auch eine Mail von
mir mit Bitte um Rückruf. Und der Herr J. wollte sich ja noch melden.
Fragt sich nur wann...

Ciao,

Jochen Kriegerowski

unread,
Sep 13, 2006, 12:02:23 PM9/13/06
to
"Carsten Otto" <c-o...@gmx.de> schrieb

> Hm, vermutlich nicht. Gibt es da eine Grundlage für?

"Schadenersatz aus unerlaubter Handlung", § 823 BGB

Eine Versatel-Tochter hat mir vor ein paar Monaten ohne zu
Murren meine pauschal geforderten 25 Euro überwiesen
(Zeitaufwand, Weiterleitungskosten auf die Mobilfunknummer)

Gruß
Jochen

Andreas H. Zappel

unread,
Sep 13, 2006, 12:35:56 PM9/13/06
to
Carsten Otto <c-o...@gmx.de> wrote:

>Ich auch. Die Datenschutzfrau von Versatel hat jetzt auch eine Mail von
>mir mit Bitte um Rückruf. Und der Herr J. wollte sich ja noch melden.
>Fragt sich nur wann...

Die werden einfach versuchen die Sache durch Verschleppung zu
erledigen.

Atschuess

Andreas

Jens Müller

unread,
Sep 13, 2006, 12:58:28 PM9/13/06
to
Jochen Kriegerowski schrieb:

> "Carsten Otto" <c-o...@gmx.de> schrieb
>
>> Hm, vermutlich nicht. Gibt es da eine Grundlage für?
>
>
> "Schadenersatz aus unerlaubter Handlung", § 823 BGB

Nein. Wo soll der Schaden sein?

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 1:10:25 PM9/13/06
to
Jens Müller schrieb:

> Nein. Wo soll der Schaden sein?

Konzentrations-, Geld- und Zeitverlust?

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 1:13:11 PM9/13/06
to
Die Sekretärin bei 020 Epos hat mir gerade mitgeteilt (nachdem den
ganzen Tag kein Anruf erfolgt ist), dass ich mich schriftlich an die
Firma wenden soll. "Ich soll Sie so informieren, wenn Sie noch einmal
anrufen." Dieser Befehl kam von Herrn Christian Thaler (Leiter
Callcenter). Sie konnte mir nicht sagen, warum Herr Jansen (J.) entgegen
seines Versprechens heute Nachmittag nicht zurückgerufen hat.
Weiterverbunden wurde ich auch nicht.

Was tun?

Ciao,

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 1:14:12 PM9/13/06
to
Carsten Otto schrieb:
> Was tun?

Bringt es etwas, da mal vorbeizufahren?

Jens Müller

unread,
Sep 13, 2006, 1:25:52 PM9/13/06
to
Carsten Otto schrieb:

> Jens Müller schrieb:
>
>>Nein. Wo soll der Schaden sein?
>
>
> Konzentrations-,

Welche Art von Schaden soll das sein?

> Geld-

Das ist ein Schaden.

> und Zeitverlust?

Das nicht.

Message has been deleted

Jochen Kriegerowski

unread,
Sep 13, 2006, 2:04:36 PM9/13/06
to
"Jens Müller" <usenet-...@tessarakt.de> schrieb

> Nein. Wo soll der Schaden sein?

Zeit. Meine Zeit ist teuer. Und gar nicht so selten werden Anrufe
auf mein Mobiltelefon weitergeleitet - immer wenn ich unterwegs
bin. Das kostet mein Geld, und ich lasse mich von kalten Rufern
nicht beklauen.
Ich fordere pauschal 25 Euro - bisher wurde gezahlt, morgen wird
aber vermutlich der erste Mahnbescheid rausgehen (falls die DKV
nicht bis dahin blecht)
Übrigens war Versatel (bzw. eine ihrer Töchter) auch schon so
freundlich, ganz ohne Murren.

Gruß
Jochen

Carsten Otto

unread,
Sep 13, 2006, 2:09:07 PM9/13/06
to
Jens Müller schrieb:

> Welche Art von Schaden soll das sein?

Die teuerste? Mich stört es jedenfalls beim Arbeiten und Lernen,
wenn ich angerufen werde. Aber ein wirkliches Argument ist das nicht :)

> Das ist ein Schaden.

Juhu!

>> und Zeitverlust?
> Das nicht.

Zeit ist Geld? :)

Message has been deleted

Andreas H. Zappel

unread,
Sep 14, 2006, 1:35:05 AM9/14/06
to
Carsten Otto <c-o...@gmx.de> wrote:

>Die Sekretärin bei 020 Epos hat mir gerade mitgeteilt (nachdem den
>ganzen Tag kein Anruf erfolgt ist), dass ich mich schriftlich an die
>Firma wenden soll. "Ich soll Sie so informieren, wenn Sie noch einmal
>anrufen." Dieser Befehl kam von Herrn Christian Thaler (Leiter
>Callcenter). Sie konnte mir nicht sagen, warum Herr Jansen (J.) entgegen
>seines Versprechens heute Nachmittag nicht zurückgerufen hat.
>Weiterverbunden wurde ich auch nicht.
>
>Was tun?

Anschreiben mit Kopie an den Verbraucherschutz.

Atschuess

Andreas

Andreas H. Zappel

unread,
Sep 14, 2006, 1:35:11 AM9/14/06
to
Carsten Otto <c-o...@gmx.de> wrote:

>> Was tun?
>
>Bringt es etwas, da mal vorbeizufahren?

Ja, Kosten fuer Dich.

Atschuess

Andreas

Carsten Otto

unread,
Sep 14, 2006, 3:49:59 AM9/14/06
to
Versatel hat sich gemeldet. Das Telefon war sehr nett (auch wenn
peterzahlt.de es mir unterbrochen hat, hier wird an der Firewall
geschraubt [10 GBit in naher Zukunft :>]). Sie hat sich die
Informationen notiert, die ich schon gesammelt habe und wird sich
erkundigen, welche Informationen geflossen sind und wieso diese Aktion
gestartet wurde. Mit Hinweis auf die Erlebnisse der letzten Tage habe
ich sie darum gebeten, einen festen Termin für den Rückruf zu nennen.
Demzufolge darf ich jetzt bis (spätestens!) Montag warten.
In dieser Zeit kann ich mir ja schon einmal überlegen, was ich an die
beiden Firmen in Essen schreibe (und auch an Versatel, kann ja nicht
schaden).

Bis dann,

Carsten Otto

unread,
Sep 14, 2006, 8:03:24 AM9/14/06
to
Carsten Otto schrieb:

Ich habe einen weiteren Anruf von Versatel bekommen. Jemand mit Ahnung
hat sich erkundigt, Versatel arbeitet nicht mit den beiden genannten
Firmen zusammen - zudem hier auch kein DSL von Versatel angeboten wird,
was Telefonwerbung wesentlich unattraktiver macht. Ich soll mich bei
Versatel melden, wenn ich schriftliche Informationen vom Callcenter
habe, laut denen eine Verbindung zu Versatel besteht. In diesem Fall
würden dann rechtliche Schritte folgen. Also gucke ich jetzt mal, dass
ich auch Infos vom Callcenter bekomme.

PS: Insgesamt war Versatel bisher sehr höflich, professionel und hilfreich
(unter der Annahme, dass mir keine Lügen erzählt wurden).

Ciao,

Nico Schumacher

unread,
Sep 14, 2006, 4:19:54 PM9/14/06
to
Carsten Otto schrieb:
> Ergänzungen:
>
> - sämtliche Gespräche mit der Chefetage wurden nicht von mir, sondern
> von der jeweiligen Sekretärin geführt.
> - eine der Sekretärinnen hat mir gesagt, dass der
> Datenschutzbeauftragte mit in der Besprechung sitzt (was irgendwie
> nicht zu der Aussage von Herrn S. passt, dass die Sitzung nichts mit
> meinem Fall zu tun hatte)

Doch, Du weisst nicht welche Aufgabe der Datenschutzbeauftragte noch im
Unternehmen hat, oder ob es um andere Datenschutzrelevante Dinge ging.

Nico

Carsten Otto

unread,
Sep 19, 2006, 6:11:18 PM9/19/06
to
T5F an Epos und Supserservicecom sind raus (mit Zusatzkeule).
Message has been deleted

Carsten Otto

unread,
Sep 25, 2006, 9:03:46 AM9/25/06
to
Guten Tag!

Heute war ich bei der Verbraucherzentrale (der Verbraucherschutz kümmert
sich hier nur um Lebensmitteluntersuchungen etc.) und habe dort mein
Anliegen erläutert und um Informationen gebeten.
Das Programm "Kein Abschluss unter dieser Nummer" beschäftigt sich grob
mit der Thematik, hilft allerdings in meinem Fall wenig. Dort geht es
nicht darum, die gespeicherten Informationen zu bekommen und es schadet
der Coldcall-Firma auch nicht direkt. Der Berater hatte Zweifel daran,
ob ich (wie es im T5F steht) das Recht dazu habe, alle meine
gespeicherten Daten zu bekommen. Er empfahl mir daher, Kontakt mit dem
Landesdatenschutz aufzunehmen und bezüglich "Bestrafung" mit einem
Rechtsanwalt zu reden. Das Machtmittel dieser Verbraucherzentrale ist
es, bei vielen gesammelten Beschwerden eine Abmahnung zu schicken.

Ich habe mich außerdem erkundigt, wie man die Firmen so kontaktiert,
dass man auch etwas in der Hand hat. Ein normaler Brief kann unter
Umständen nicht zugestellt werden und mir ist keine Möglichkeit bekannt,
wie man als Sender nachweisen kann, dass der Empfänger eine bestimmte
Nachricht bekommen hat. Basierend auf meinen Bedenken bzw. Wünschen, die
ich aus Erfahrungen im Online-Bereich gesammelt habe (GnuPG etc.),
konnte er mir leider auch keine brauchbare Methode nennen. Im
Postbereich muss man wohl darauf vertrauen, dass die Firmen die Briefe
beantworten bzw. der Richter einen Rückschein als Nachweis anerkennt.
Merkwürdige Welt... Der einzige unanfechtbare Vorteil eines
Einschreibens mti Rückscheins ist, dass man nachweisen kann, dass
überhaupt eine Kontaktaufnahme stattgefunden hat. Das ist immerhin ein
Anfang.

Mein weiteres Vorgehen (Kritik willkommen!):
- Ende der Frist laut T5F abwarten
(falls keine Antwort kommt)
- T5F erneut abschicken, aber als Einschreiben mit Rückschein
(falls da auch keine Antwort kommt)
- Anwalt einschalten

Falls ich irgendwann Informationen bekomme, laut denen ich einen Cold
Call erhalten habe, werde ich mich auch dann mit einem Anwalt in
Verbindung setzen (wie teuer wird das, selbst wenn ich "gewinne"?).
Sofern die Firma Versatel in einem Schriftstück erwähnt wird, werde ich
dieses weiterleiten (Kontaktdaten dafür habe ich bekommen) und auch
einen T5F an Versatel schicken (falls diese Firma auch mitmischt, was
mir am Telefon aber anders erzählt wurde).

PS: Das Gespräch war nicht so wirklich informativ und auch (nettweise?)
kostenlos.

Jochen Kriegerowski

unread,
Sep 25, 2006, 10:42:31 AM9/25/06
to
"Carsten Otto" <c-o...@gmx.de> schrieb

> mir ist keine Möglichkeit bekannt, wie man als Sender nachweisen
> kann, dass der Empfänger eine bestimmte Nachricht bekommen hat.

Das geht mit einer 'Förmlichen Zustellung'. Da wird dem Empfänger
eine beglaubigte Kopie des Originalbriefes durch einen Gerichtsvoll-
zieher persönlich überreicht. Sauteuer, aber absolut wasserdicht.

Gruß
Jochen

Carsten Otto

unread,
Sep 25, 2006, 10:57:59 AM9/25/06
to
Jochen Kriegerowski schrieb:

> Das geht mit einer 'Förmlichen Zustellung'. Da wird dem Empfänger
> eine beglaubigte Kopie des Originalbriefes durch einen Gerichtsvoll-
> zieher persönlich überreicht. Sauteuer, aber absolut wasserdicht.

Cool :)

Christian Knoke

unread,
Sep 25, 2006, 11:46:27 AM9/25/06
to
Moin Carsten,

Carsten Otto <c-o...@gmx.de> wrote:

> Ich habe mich außerdem erkundigt, wie man die Firmen so kontaktiert,
> dass man auch etwas in der Hand hat.

ich schätze da geht Deine Anstrengung in die falsche Richtung. Selbst
wenn Du das mit Zustellungsurkunde machst, was genau soll das bringen?
Im Zweifelsfall sagen sie halt das sie keine Daten von Dir haben und
leugnen alles andere. Ein schriftliches Eingeständnis, wir haben Sie
angerufen, obwohl wir das nicht durften, wirst Du nicht bekommen.

Deine Methode zu telefonieren ist da effektiver und billiger. Ich
schätze *das* hat die wirklich genervt. Einfach immer weiter anrufen
und die Leute verlangen, die Dir bislang vorenthalten wurden. Auch
Versatel weiter bearbeiten. Und den Landesdatenschutz kontaktieren.

Gruß
Christian

--
Christian Knoke * * * http://cknoke.de
* * * * * * * * * Ceterum censeo Microsoft esse dividendum.

Carsten Otto

unread,
Sep 25, 2006, 12:01:52 PM9/25/06
to
Christian Knoke schrieb:

> ich schätze da geht Deine Anstrengung in die falsche Richtung. Selbst
> wenn Du das mit Zustellungsurkunde machst, was genau soll das bringen?
> Im Zweifelsfall sagen sie halt das sie keine Daten von Dir haben und
> leugnen alles andere. Ein schriftliches Eingeständnis, wir haben Sie
> angerufen, obwohl wir das nicht durften, wirst Du nicht bekommen.

Mein Ziel ist es, in jedem denkbaren Fall etwas in der Hand zu haben und
(falls wirklich rechtswidrig gehandelt wurde) damit etwas anfangen zu
können. Falls die Antwort "wir haben nichts" ist, weiß ich dass es nicht
stimmt und versuche dagegen anzugehen. Falls ein Eingeständnis kommt,
ist ja alles super. Und wenn nicht direkt verwertbare Informationen
kommen, muss man halt weiter nachforschen.

> Deine Methode zu telefonieren ist da effektiver und billiger. Ich
> schätze *das* hat die wirklich genervt. Einfach immer weiter anrufen
> und die Leute verlangen, die Dir bislang vorenthalten wurden. Auch
> Versatel weiter bearbeiten. Und den Landesdatenschutz kontaktieren.

Ich weiß von Versatel nicht, ob die wirklich etwas mit mir zu tun haben.
Da ich den Hinweis zu Versatel ja nur vom Geschäftsführer bekommen habe,
der nicht wirklich mit (richtigen) Informationen um sich geschmissen
hat, bin ich da lieber vorsichtig.
Weiter anrufen wird nichts bringen, da die Sekretärinnen mich nicht
weiterverbinden dürfen und ich die Sache schriftlich klären soll
(deswegen ist ja der T5F unterwegs). Den Landesdatenschutz werde ich
erst dann kontaktieren, wenn das Callcenter irgend etwas falsch gemacht
hat (was früher oder später passieren muss, da sie mich ja (soweit ich
weiß) unberechtigt angerufen haben). Dazu gehört es allerdings, erst
einmal die Frist abzuwarten.

Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted
Message has been deleted

Carsten Otto

unread,
Oct 3, 2006, 6:25:14 PM10/3/06
to
Carsten Otto schrieb:

> T5F an Epos und Supserservicecom sind raus (mit Zusatzkeule).

Heute läuft die Frist ab (stört es eigentlich, dass ich erst am Abend
des Datums laut Brief abgeschickt habe und ein Feiertag in der Frist
liegt?). Mal gucken, was der Briefträger gleich bringt.

Carsten Otto

unread,
Oct 6, 2006, 8:11:23 AM10/6/06
to
Carsten Otto schrieb:

> Heute läuft die Frist ab (stört es eigentlich, dass ich erst am Abend
> des Datums laut Brief abgeschickt habe und ein Feiertag in der Frist
> liegt?). Mal gucken, was der Briefträger gleich bringt.

Und heute sind dann auch die beiden Antworten eingetrudelt (ich habe
zwischenzeitlich nicht reagiert).

Beide Schreiben sind vom Inhalt her identisch.

Zusammengefasst steht drin, dass unter meinem Namen (Carsten Otto) keine
Daten gespeichert sind, allerdings bei einer Person mit gleichem
Nachnamen und gleicher Adresse, aber anderem Vornamen (Christian Otto?).
Da ich den falschen Namen habe wird mir weder der Name der "anderen"
Person genannt noch irgend eine Information über die gespeicherten
Datensätze genannt.

Daraufhin habe ich beim Datenschutz des Landes angerufen und die
Situation (der verweigerten Auskunft, nicht die Gesamtsituation)
erklärt. Diese Problematik war so noch nicht bekannt und demzufolge
konnte man mir auch keine spontane Lösung des Problems vorschlagen. Ich
schicke deshalb jetzt alle Informationen zum Datenschutz, woraufhin dort
die Situation intern geklärt wird und ggf. klärender Kontakt mit den
Callcentern aufgenommen wird. In diesem Anschreiben habe ich auch die
grobe Situation (Cold Call, Versatel, ..) erläutert und um Hile bzw.
Informationen gebeten.

Den Brief werde ich heute rausschicken, ich bin gespannt.

Rainer Zocholl

unread,
Oct 6, 2006, 2:00:00 PM10/6/06
to
(Carsten Otto) 06.10.06 in /de/comm/abuse:


>Und heute sind dann auch die beiden Antworten eingetrudelt (ich habe
>zwischenzeitlich nicht reagiert).

>Beide Schreiben sind vom Inhalt her identisch.

>Zusammengefasst steht drin, dass unter meinem Namen (Carsten Otto)
>keine Daten gespeichert sind, allerdings bei einer Person mit gleichem
>Nachnamen und gleicher Adresse, aber anderem Vornamen (Christian
>Otto?). Da ich den falschen Namen habe wird mir weder der Name der
>"anderen" Person genannt noch irgend eine Information über die
>gespeicherten Datensätze genannt.

Suuuuuper Idee!
Sobald wer mit einem nicht gerade seltenen Namen kommt
beruft man sich auf "Dublette". Da man aus Datenschutzgründen
den anderen Teil der Dublette nicht bekannt geben darf (Wer sagte nochmal
"Datenschutz nütz vor allem Kriminellen"?)

"Leider" wird da nur max. einmal funktionieren wenn solche Tricks hier
publik gemacht werden.

Rainer

Carsten Otto

unread,
Oct 19, 2006, 3:07:10 AM10/19/06
to
Carsten Otto schrieb:

> Den Brief werde ich heute rausschicken, ich bin gespannt.

Bisher noch keinerlei Reaktion... Soll ich da mal anrufen?

Carsten Otto

unread,
Nov 19, 2006, 8:14:19 PM11/19/06
to
Aktueller Status: Die Datenschutz-Leute in Düsseldorf kümmern sich um
meinen Fall, sind aber ausgelastet. Wenn da nichts passiert, werde ich
in Kürze noch einmal nachhaken.

Ciao,

Carsten Otto

unread,
Jan 13, 2007, 7:35:31 PM1/13/07
to
Mal wieder ein Update. Ich habe eine Antwort vom Amt namens
"Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
Nordrhein-Westfalen" erhalten. Mein Schreiben dahin ist auf den
06.10.2006 datiert, die Antwort auf den 10.01.2007. Dazwischen
liegen also knapp 14 Wochen - das ist verbesserungswürdig.

Hier die Antwort als Zitat:
------------
[N]ach dem Ergebnis meiner Ermittlungen beruht der genannte Werbeanruf
auf einer Rückantwortkarte zu einem Gewinnspiel der Firma Super Service
Communication GmbH. Als Einsender der Rückantwortkarte ist eine Person mit
gleichem Nachnamen aber abweichendem Vornamen und mit der Anschrift in
5[...] Aachen sowie der Telefonnummer 02141/[...]5 angegeben.

Die Firma Super Service Communication GmbH teilt dazu mit, dass die
Daten auf der Rückantwortkarte mit Einwilligung des Betroffenen an die
Firma 020-Epos GmbH übermittelt worden seien. Der Werbeanruf sei von der
Firma 020-Epos GmbH zur Warnehmung eigener Werbeaktivitäten an die auf
der Rückantwortkarte angegebenen Telefonnummer erfolgt.

Nach diesem Sachverhalt speichern und nutzen die genannten Firmen keine
Daten zu Werbezwecken über Sie. Allerdings ist es wegen der fast
identisch lautenden Telefonnummer aus technischen Gründen bedingt, dass
Sie bei der Verwendung der auf der genannten Rückantwortkarte
angegebenen Rufnummer mit unerwünschten Werbeanrufen belästigt werden.
Ich habe daher den genannten Firmen mitgeteilt, dass ich davon ausgehe,
dass diese das Notwendige veranlasst haben, damit sich ein derartiger
Vorfall nicht wiederholen wird.
----------

Und nun meine Anmerkungen und Fragen dazu.

Die genannte PLZ zur Adresse ist meine richtige PLZ.

Bei der Telefonnummer ist hier 02141 (Leverkusen) die Vorwahl statt
0241 (für Aachen). Ich gehe davon aus, dass der Sachbearbeiter sich hier
vertippt hat. Trotzdem werde ich morgen früh mal in Leverkusen anrufen
und gucken, wer das denn ist. Als Privatperson darf man das hoffentlich
:)

Außerdem ist die angegebene Rufnummer identisch zu meiner Telefonnummer,
allerdings mit einer weiteren 5 angehängt (die Nummer endet also mit 55).

Da hier nachweislich nie jemand außer mit namens Otto gewohnt hat und
die Chance, dass jene Person eine fast identische Telefonnummer hat(te)
äußerst gering ist, bin ich meiner Überzeugung nach gemeint. Das sieht
Epos anders (klar, solche Firmen zicken immer rum), aber jetzt wohl auch
das LDI. Wie komme ich denn jetzt an die exakten Informationen, die dazu
gespeichert sind? So wie das jetzt aussieht hat das LDI nur lieb darum
gebeten mich in Zukunft nicht mehr zu nerven. Eine Rückantwortkarte habe
ich übrigens nicht abgeschickt (und selbst wenn hätte ich Namen und
Telefonnummer richtig angegeben).

Ich würde gerne Tipps bekommen, ob es Sinn macht, dem LDI zu antworten
(und wie man das macht). Mich wurmt es sehr, dass man unter dem Vorwand
eines falschen Vornamens und einer künstlich falschen (aber noch
funktionierenden!) Nummer keine Daten herausgeben muss. Die zu mir
gespeicherten Informationen interessieren mich brennend, außerdem würde
ich gerne jene Rückantwortkarte sehen.

Sehr schade finde ich, dass das LDI sich nicht um die Daten bemüht hat.
Der Grobe Sinn meines Briefes wurde zwar korrekt erfasst und bearbeitet
(nämlich ungewollte Werbung bzw. deren Verhinderung), aber ich hätte
gerne nach wie vor die Informationen, die ich mit dem T5F verlangt habe.

Carsten Otto

unread,
Jan 13, 2007, 7:55:28 PM1/13/07
to
Carsten Otto schrieb:

> Hier die Antwort als Zitat:

..unter der Überschrift "Aufsicht nach § 38 Bundesdatenschutzgesetz
(BDSG)"

Rainer Zocholl

unread,
Jan 14, 2007, 8:44:00 AM1/14/07
to
(Carsten Otto) 14.01.07 in /de/comm/abuse:

>Mal wieder ein Update. Ich habe eine Antwort vom Amt namens
>"Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit
>Nordrhein-Westfalen" erhalten. Mein Schreiben dahin ist auf den
>06.10.2006 datiert, die Antwort auf den 10.01.2007. Dazwischen
>liegen also knapp 14 Wochen - das ist verbesserungswürdig.


Jupp.
Mal eine Untätigkeitsbeschwerde einreichen.
Das die Datenschutzbeauftragten "keine Zeit" haben ist nicht
das Problem der Bürger sondern dere die, dank Schmierung, dafür sorgen das
Vebraucherschutz in dieser Bananen Republik immer kleiner geschrieben wird.


>Hier die Antwort als Zitat:

>-------------
>-[N]ach dem Ergebnis meiner Ermittlungen beruht der genannte Werbeanruf
>-auf einer Rückantwortkarte zu einem Gewinnspiel

Eine "Rückantwortkarte"?
Wenn das kein sprachlicher Lasus ist, dann wurde der andere angeschrieben
und hat dann mit Deiner Rufnummer geantwortet?

>-der Firma Super
>-Service Communication GmbH. Als Einsender der Rückantwortkarte ist
>-eine Person mit gleichem Nachnamen aber abweichendem Vornamen und mit
>-der Anschrift in 5[...] Aachen sowie der Telefonnummer 02141/[...]5
>-angegeben.

Wann ist diese Postkarte abgestempelt?
Wie hat der DSB die Richtigkeit dieser Angaben geprüft?
Hat der DSB dies Postkarte (als Kopie) gesehen?
Hat der DSB eine Erklärung an Eidestatt?

>-Die Firma Super Service Communication GmbH teilt dazu mit, dass die
>-Daten auf der Rückantwortkarte mit Einwilligung des Betroffenen an die
>-Firma 020-Epos GmbH übermittelt worden seien. Der Werbeanruf sei von
>-der Firma 020-Epos GmbH zur Warnehmung eigener Werbeaktivitäten an die
>-auf der Rückantwortkarte angegebenen Telefonnummer erfolgt.

>-Nach diesem Sachverhalt speichern und nutzen die genannten Firmen
>-keine Daten zu Werbezwecken über Sie.

Weil der Vorname -abgeblich- nicht stimmt?
Haeh?

>-Allerdings ist es wegen der fast
>-identisch lautenden Telefonnummer aus technischen Gründen bedingt,
>-dass Sie bei der Verwendung der auf der genannten Rückantwortkarte
>-angegebenen Rufnummer mit unerwünschten Werbeanrufen belästigt werden.

Ja und? Muss man das hinnehmen?

Da könnte ich als Callcenter-betreiber ja auf die Idee kommen,
"mir" ein paar dutzend Blanko-Postkartenzu zuschicken und diese
im Bedarfsfalle mit der Telefonnummer auszufüllen, die zur
Beschwerden geführt hat, den Vornamen ändern und bin fein raus?
Ich muss die Postkarte ja noch nicht mal im Orginal vorlegen!
(Könnte das sogar!)

>Und nun meine Anmerkungen und Fragen dazu.

>Die genannte PLZ zur Adresse ist meine richtige PLZ.

Die Post interessiert NUR die PLZ! Der Ort ist völlig egal.
Erst wenn es die Strasse in dem Bezirk nicht gibt, wird
anhand der Stasse die richtige PLZ ermittelt.


>Bei der Telefonnummer ist hier 02141 (Leverkusen) die Vorwahl statt
>0241 (für Aachen). Ich gehe davon aus, dass der Sachbearbeiter sich
>hier vertippt hat. Trotzdem werde ich morgen früh mal in Leverkusen
>anrufen und gucken, wer das denn ist. Als Privatperson darf man das
>hoffentlich :)

Ich gehe davon aus das sich dort kein "Otto" (mit dem anderen Vornamen)
melden wird, wenn überhaupt und der der sich meldet dort seit xx-Jahren
diese Nummer hat.
Es gibt zwar Zufälle (Gleicher Name, Gleiches Geburtsdatum)
aber just bei Telefonnumer ist das wg. des wesentlich höheren
Zahlenraums wirklich unwahrscheinlich.

>Außerdem ist die angegebene Rufnummer identisch zu meiner
>Telefonnummer, allerdings mit einer weiteren 5 angehängt (die Nummer
>endet also mit 55).

Sonst würde die Nummer ja nicht zur (kürzeren) Vorwahl passen
und schon deshalb rausfallen...

Hm...ein niederträchtiger Adresse- Händler könnte auf die Idee
kommen, seinen "legalen" Datenbestand dadurch zu vergrössern, in dem
er von den Karten, deren Telefon-Nummern er hat, einfach die Vorwahlen
"naheliegend" zu permutieren, also absichtlich Tippfhlrere einzubauen.
Dies wird im -extrem- seltenen Falle einer erfolgreichen Beschwerde
(die Call Center Betrieber tun ja alles anonym zu bleiben, so "seriös" ist
ihre Arbeit) dann als "bedauerlicher Fehler" dargestellt. Die eMail-Spammer
arbeiten ja genauso, und call-center-Nervbolde sind m.E. nicht per se
als ehrlicher einzustufen.

>Da hier nachweislich nie jemand außer mit namens Otto gewohnt hat und
>die Chance, dass jene Person eine fast identische Telefonnummer
>hat(te) äußerst gering ist, bin ich meiner Überzeugung nach gemeint.

Jo. Die Postleitzahlengebiete sind ja re. "eng". Und so viele Zufälle
gibt es einfach nicht.

>Das sieht Epos anders (klar, solche Firmen zicken immer rum), aber
>jetzt wohl auch das LDI.

Jupp. Noch einmal freundlich anschreiben (Fragen wie oben, netter gefragt)
und dann Dienstaufsichtbewerde!

>Wie komme ich denn jetzt an die exakten
>Informationen, die dazu gespeichert sind?

Nunja, der LDI-Typ behauptet, das DU ja garnicht gemeint sein kannst.
Also hast Du auch gar kein Recht(!) diese Daten zu sehen! Irre!
Wer sagt, das der Datenschutz vorallem Kriminelle vor dem Opfer schützt?

>So wie das jetzt aussieht
>hat das LDI nur lieb darum gebeten mich in Zukunft nicht mehr zu
>nerven.

Jo. Und? Willst ihm sein faules Leben lassen?

>Eine Rückantwortkarte habe ich übrigens nicht abgeschickt (und
>selbst wenn hätte ich Namen und Telefonnummer richtig angegeben).

Siehe oben.

>Ich würde gerne Tipps bekommen, ob es Sinn macht, dem LDI zu antworten
>(und wie man das macht).

Ich würde nochmal per Brief(Sackpost!) um Klärung bitten,
an den Amtsleiter/das Ministerium wenden.
Vielleict stact da ja mehr hinter?

Mir kommt die Antwort des LDI auch sehr seltsam vor

>Mich wurmt es sehr, dass man unter dem
>Vorwand eines falschen Vornamens und einer künstlich falschen (aber
>noch funktionierenden!) Nummer keine Daten herausgeben muss.

Mich auch. So könnte man einfach die Vornamen in der Datenbank durch
permutieren (ist ja für das Telefon egal) und schwupps braucht man
keine Auskünfte mehr zugeben.
Oder man klemmt eine Ziffer hinter die Rufummer und schon passt
es nicht mehr!
Das kann so nicht sein.

>Die zu
>mir gespeicherten Informationen interessieren mich brennend, außerdem
>würde ich gerne jene Rückantwortkarte sehen.

Ich auch! ;-)

>Sehr schade finde ich, dass das LDI sich nicht um die Daten bemüht
>hat.


Ich frage mich eh, was die den lieben langen Tag machen?

Von unserem LSB hört man ja zumindest ja manchmal was in der Presse.
Aber von den anderen 15?


>aber ich hätte gerne nach wie vor die Informationen, die ich mit dem T5F
>verlangt habe.

Tja, ein scönes Beispiel wie in einer moderenen Bananen Republik das
Recht ganz legal umgangen werden kann.


Ich finde es SEHR seltsam, das Adressenhändler einfach die Telefonummern
von Postkarten -ohne Prüfung- übernehmen und weitergeben dürfen!

Die Prüfung muss umfassen, ob Namen und Nummer zusammenpassen UND
ob der Betroffene die Karte tatsächlich abgeschickt hat!
Es ist ja ähnlich beim eMail-Spammer, der auch problemlos behaupten
kann, man hätte sich auf der Website angemeldet, ob wohl dies tatsächlich
der Feind (oder der Spammer selbst!) gemacht hat.

Natürlich stellt das für den Adressenhänder aufwand dar.
Erwünschten Aufwand zur Vorbeugung vor unlauteren Methoden.
Er müsste vor der Weitergabe der Nummer eine Postkarte schicken:

Wir habe Ihre Telefonnumer 12345 gespeichert.
Bitte bestätigen Sie die Richtigkeit der Daten in dem Sie anhängede
Rückantwort unterschrieben zurücksenden. Danke.


Träumen is ja wohl noch erlaubt?


Rainer

Gabriele Neukam

unread,
Jan 14, 2007, 12:36:11 PM1/14/07
to
On this special day, Carsten Otto wrote :

> Außerdem ist die angegebene Rufnummer identisch zu meiner Telefonnummer,
> allerdings mit einer weiteren 5 angehängt (die Nummer endet also mit 55).

> Da hier nachweislich nie jemand außer mit namens Otto gewohnt hat und
> die Chance, dass jene Person eine fast identische Telefonnummer hat(te)
> äußerst gering ist, bin ich meiner Überzeugung nach gemeint.

Schau mal unter www.telefonbuch.de, ob Du bei Eingabe der Telefonnummer
(die Inverssuche scheint mit dem gleichen Formular möglich zu sein)
heraus finden kannst, wer sich hinter dem angeblichen Fast-Duplikat
verbirgt.


Gabriele Neukam

Gabriele.Spam...@t-online.de

--
Die Installation von Linux ist in den meisten Fällen nicht die Ursache
von Sicherheit, sondern die Folge von Wissen.
-
(Wilfried Kramer in de.admin.net-abuse.mail)


Carsten Otto

unread,
Jan 14, 2007, 2:24:59 PM1/14/07
to
Gabriele Neukam schrieb:

> Schau mal unter www.telefonbuch.de, ob Du bei Eingabe der Telefonnummer
> (die Inverssuche scheint mit dem gleichen Formular möglich zu sein)
> heraus finden kannst, wer sich hinter dem angeblichen Fast-Duplikat
> verbirgt.

Ich habe einfach angerufen. In Leverkusen ist diese Nummer nicht
vergeben, in Aachen kann sie nicht vergeben sein (für jede vergebene
Rufnummer existiert keine echt längere Telefonnummer, es wird also nie
eine Nummer geben, die mit 110 anfängt und mehr als drei Stellen hat).
Hintergrund ist, dass man bei langsamen Wähltelefonen sonst bei (hier im
Beispiel) der Polizei landen würde, wenn man vor der Wahl der vierten
Stelle zu lange gewartet hat.

Rainer Zocholl

unread,
Jan 14, 2007, 4:45:00 PM1/14/07
to
(Carsten Otto) 14.01.07 in /de/comm/abuse:

>Gabriele Neukam schrieb:


>> Schau mal unter www.telefonbuch.de, ob Du bei Eingabe der
>> Telefonnummer (die Inverssuche scheint mit dem gleichen Formular
>> möglich zu sein) heraus finden kannst, wer sich hinter dem
>> angeblichen Fast-Duplikat verbirgt.

>Ich habe einfach angerufen. In Leverkusen ist diese Nummer nicht
>vergeben, in Aachen kann sie nicht vergeben sein

Interssant.
Es überrascht mich aber nicht wirklich.
Was mich überrascht ist, das der Landesdatenschutzbeauftragte
offensichlich ungeprüft(!) die Aussagen eines Beschuldigten übernimmt.
"Kurz mal" in Erfahung bringen, ob es die Nummer überhaupt(!) gibt
sollte kein Problem sein.

(für jede vergebene
>Rufnummer existiert keine echt längere Telefonnummer,

Das kann eigentlich nicht sein, denn dann wären Firmen aufgeschmissen,
die eine eigene TK-Anlage haben und die Länge der Durchwahl selbst einstellen
wollen.
Das die Gasse "11[2|0]" nur 3 stellig ist ist klar und überall so.
Rainer

Maik Zumstrull

unread,
Jan 14, 2007, 4:50:09 PM1/14/07
to
Rainer Zocholl wrote:

> Was mich überrascht ist, das der Landesdatenschutzbeauftragte
> offensichlich ungeprüft(!) die Aussagen eines Beschuldigten übernimmt.

Das überrascht dich? Ernsthaft?

> (für jede vergebene
> >Rufnummer existiert keine echt längere Telefonnummer,
>
> Das kann eigentlich nicht sein, denn dann wären Firmen
> aufgeschmissen, die eine eigene TK-Anlage haben und die Länge der
> Durchwahl selbst einstellen wollen.

Wo siehst du da den Widerspruch?

Auch in einer Telefonanlage wird es normalerweise zwar vielleicht die
Durchwahlen 22 und 333 geben, aber nicht 5 und 55 gleichzeitig.

Rainer Zocholl

unread,
Jan 15, 2007, 11:27:00 AM1/15/07
to
(Maik Zumstrull) 14.01.07 in /de/comm/abuse:

>Rainer Zocholl wrote:

>> Was mich überrascht ist, das der Landesdatenschutzbeauftragte
>> offensichlich ungeprüft(!) die Aussagen eines Beschuldigten
>> übernimmt.

>Das überrascht dich? Ernsthaft?

Ja, warum sollte es nicht?

>> (für jede vergebene
>>>Rufnummer existiert keine echt längere Telefonnummer,
>>
>> Das kann eigentlich nicht sein, denn dann wären Firmen
>> aufgeschmissen, die eine eigene TK-Anlage haben und die Länge der
>> Durchwahl selbst einstellen wollen.

>Wo siehst du da den Widerspruch?

>Auch in einer Telefonanlage wird es normalerweise zwar vielleicht die
>Durchwahlen 22 und 333 geben, aber nicht 5 und 55 gleichzeitig.

Achso meinst Du das. Ja OK.
Rainer

0 new messages