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Test Fanatic Stingray 150 (Bee 144) vrs Mistral Vision 150

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MSC

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Jun 29, 2001, 12:49:23 PM6/29/01
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Kurzer Eindruck vom Stringray 150
 
War am vergangenen Wochenende in Torbole und hab mir bei Vasco Renna den (nagelneuen) Stringray 150 zum testen ausgeliehen (sehr freundlicher Service übrigens bei Renna). Segel 8,5 qm Wind ca. 4-5Bft, 80 kg Körpergewicht. Typisch Gardasee sind die Kabbelwellen, die für den Test interessant waren - kommt das Brett trotzdem schnell ins Gleiten und wie ruhig ist das Brett auf dem Wasser !?
 
Irgendwie war alles noch sehr ungewohnt wenn man auf solch große Bretter steigt, man hat den Eindruck man surft auf einen Türblatt, aber nach kurzer Zeit findet man sich gut zurecht denn wo andere mangels Wind baden gehen hat man noch genug Breite und Volumen um Windlöcher bzw. den welligen Luvbereich zu überstehen. Angleiten ist tatsächlich kinderleicht, auch bei wenig Wind und Höhe laufen ist ein Kinderspiel, der "Dampfer" hält stur die Amwind-Richtung ohne aus dem Gleiten zu kommen.
 
ABER: Die Fußschlaufen .... wer die konstruiert hat bzw. wer hier seinen Schwachsinn bei Fanatic durchgesetzt hat daß ein hochwertiges Brett mit solchem Müll ausgerüstet wird, der sollte zur Strafe einen Tag in den Schlaufen stehen....und wenn er jammert ihm tun die Füße weh, dann sollte er 10 Hiebe auf den (nackten) Hintern bekommen. Da wird ein hochwertiges und teueres Brett mit so einem billigen Gelumpe ausgerüstet....Das muß irgendein ganz schlauer Fuzzi aus der Buchhaltung von Fanatic gewesen sein der ausgerechnet hat daß man sich pro Schlaufe etwa eine Mark spart, also macht man Blech-Schlaufen dran. Verdreht haben sich die blöden Dinger auch ständig daß ich vor jedem Einsteigen in die Schlaufen erst alles zurechtstupsen musste....und irgendwie ist mir das alles mächtig auf den Wecker gegangen.....
 
Speed bekommt man auch ganz ordentlich mit dem Brett, allerdings ist der Topspeed natürlich nicht so hoch wie mit kleinen Brettern und irgendwann ist das Maximum errreicht und mehr geht nicht. Also wer gerne geradeaus fährt und mit Halsen nix zu tun hat der hat mächtig Spaß mit dem Brett - es läuft und läuft immer genau die gewünschte Richtung. Flaches Wasser (z.B. Binnensee) wäre mit dem Brett sicherlich noch interessanter, Kabbelwellen schütteln den Fahrgast mächtig durch, aber der Fahrspaß ist umso besser wenn man andere Surfer überholt denen die Ora auf ihrem kleinerem Material (noch) nicht ausreicht. Die Segelgröße bei dem Brett ist mind. 1 qm grösser als üblich zu wählen, d.h. wer bei mittlerem Wind surfen will der sollte Segel ab 8 oder besser 9 qm auf Lager haben. Der Spaß würde mich als Kauf-Interessenten zusätzlich noch ein großes Segel kosten, denn mein grösstes Segel ist 7,5 qm gross.
 
Nach 2 Stunden hab ich aufgegeben - die Füsse taten mir in den Billig-Schlaufen derart weh daß ich resigniert habe. Wäre jemand von Fanatic da gewesen, ich hätte ihn an der tiefsten Stelle im See versenkt (mitsamt Fußschlaufen).
 
Als Vergleich holte ich mir die Fanatic Bee 144 (gleiches Segel) und war erst mal wieder auf gewohnten Material. Irgendwie hatte ich den Eindruck daß das Brett auch mächtig Dampf macht bei mittlerem Wind, Topspeed höher als der Stingray 150, im unterem Windbereicht merkt man aber daß der Stingray da schon angleitet wo jeder Versuch mit der Bee zum scheitern verurteilt ist. Trotzdem, irgendwie hat mir die Bee gefallen. Ich werde am heimischen See den Stringray nochmals ausprobieren um einen 2. Eindruck zu bekommen. Was mich noch zurückhält ist der Gedanke an die riesigen Segel die ich nicht habe und die damit verbundenen Kosten (langer Mast, langer Gabelbaum, Segel), ich schätze da kommen mit Brett locker 3500.- DM zusammen.
 
Am nächsten Tag hab ich einen Mistral Super-Vision 150 vom Conca-Surf ausgeliehen um zu Vergleichen wie der sich zum Stringray verhält. Irgendwie läuft der Mistral zwar ziemlich frei und auch die Wellen schluckt das Brett ganz gut weg, dafür gibts ab einer bestimmten Geschwindigkeit - gerade da wo der Spaß anfängt - jede Menge Spinn-Outs, außerdem hält das Brett im Vergleich zum Stringray die Höhe nicht so gut, ich war ständig damit beschäftigt die verlorene Höhe zurückzuholen. Angleiten geht im Vergleich zum Stringray nicht ganz so gut und hat vor dem Angleiten ständig den Drang zum Anluven. Der Mistral braucht kurzen Raumwind-Kurs um ins Gleiten zu kommen - der Stingray dagegen legt auf Halbwind sofort los.
 
 
so long....
 
Manfredo
 

Dirk Rother

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Jul 11, 2001, 6:04:52 PM7/11/01
to
Vielen Dank für die interesannten ersten Eindrücke.
Stehe momentan vor einer ähnlichen Entscheidung.
Möchte mir (85k) in Kürze ein Fanatic Board um die 130l
zulegen. Bin mir aber noch nicht sicher, ob Bee/124l
oder StingRay/128l. Lassen sich die Fussschlaufen
nicht anders einstellen bzw. austauschen gegen höherwertige?
Bin vor zwei Jahren schon mal
die Bee/164l gefahren und war sehr zufrieden.
Dachte eigenltich das Fanatic gerade im Zubehör
(Finnen, Schlaufen) recht wertig ist.
Das neue F2 Material (Ride/130l) dieses Jahr war auch
nicht übel, aber braucht schon viel Wind bzw. große
Segel bis es angleitet. Dann aber sehr ruhig und auch
schön wendig im Manöver.
Der F2 Powerglide/140l war eine echte Gleitbremse,
fast nicht zum Gleiten zu bewegen.


MSC

unread,
Jul 12, 2001, 3:52:44 AM7/12/01
to
Hallo Dirk,
Fußschlaufen gibts im Zubehör sicherlich, z.b. DaKine, die bestimmt besser
sind als der Originaltrödel von Fanatic. (Ich frage mich nur welcher
Fanatic-Heini auf die Idee gekommen ist an ein gutes und teueres Brett mit
solchem Mist auszustatten.)

Ich hatte den Eindruck dass die Bee spritziger ist (Manöver, Top-Speed),
angleiten, durchgleiten und vor allem Höhe laufen ist die Stärke vom
Stingray. Wer an seinem lokalem Revier gute Windverhältnisse hat der wird
mit der Bee möglicherweise vielseitiger surfen können. Für Surfer die an
ihrem heimischen Revier eher mässigen Wind haben ist der Stingray die
bessere Alternative, weil der Gleitspaß da schon anfängt wenn andere noch
herumtümpeln. Aber nicht vergessen sollte man auch ein (evtl. neues) Segel
das eine Nummer größer ist, damit der Stingray ordentlich auf Touren kommt.
Ich wiege ca. 80 Kg., ein Brett unter 140 ltr. würde ich mir (bei den
bescheidenen Verhältnissen meines Reviers, neues fränk. Seenland) nicht
kaufen.
Den F2 Ride habe ich mal gefahren, der ist mir aber zu eigenwillig, denn ein
Brett das immer viel Wind und extra grosse Segel benötigt ist für mich nicht
alltagstauglich. Den F2 Powerglide habe ich noch nicht probiert, scheint
aber - was man so hört - eher eine Flopp zu sein, denn ein Brett das ich zum
Gleiten zwingen muss kaufe ich mir bestimmt nicht, auch wenns von einem
namhaften Hersteller wie F2 gebaut wird.

Manfredo

"Dirk Rother" <dirk.rothe...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9iii7v$cab$06$1...@news.t-online.com...

Werner Kohn

unread,
Jul 12, 2001, 8:56:25 AM7/12/01
to
Hallo Dirk,
ich (82kg) kenne alle Boards die Du aufgeführt hast -
aber versuch doch einmal den Madd von Hifly mit 136 l
zu fahren, Der kommt früh ins Gleiten und lässt sich
einfach halsen. Werner

Dirk Rother schrieb:

Stephan Suhr

unread,
Jul 12, 2001, 3:41:30 PM7/12/01
to
Hi Dirk,
ich fahre den Sting Ray 150 seit 3 Monaten und bin davor die Bee 144 LTD
gefahren. Auch den 130er und die Bee 124 hatte ich öfter unter den Füssen.
In JEDEM Fall ist der Stingray zu bevorzugen. Er ist deutlich früher im
Gleiten und der Top Speed ist ebenfalls höher (auch wenn es einem nicht so
vorkommt). Die Finne ist ausgezeichnet und die Schaluen sind lange nicht so
schlimm, wie hier beschrieben wurde. Ich finde sie bequem und sie halten
auch (allerdings vergilben sie). Im Moment gibt es auf dem Markt kein Board,
dass dem Stingray das Wasser reichen könnte ! Der MADD von Hifly kommt zwar
ran und dreht besser, aber gleitet nicht so früh an und wird erst recht
nicht so schnell wie der Stingray.

cu
Stephan

P.S. Ich fahre meist vor Fehmarn und auf dem Ratzeburger Seee, wiege 100kg
und fahre alles zwischen 6,5 und 8,5 auf dem Stingray...


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