nun habe ich mein altes Stoffsegel in die Ecke gelegt und mir ein Gun
Energy zugelegt :-). Beim ersten aufriggen bin ich nun schier
verzweifelt, weil ich eklige halbsenkrechte Falten im Unterliek nicht
wegbekommen habe. Ab der 3. Latte war alles glatt.
Genug Kraft zum Vor- und Achterliekstrecken habe ich allemal :-O .
Wo muß ich das richtige Gefühl einsetzen?
Ist es richtig, daß man das Vorliek ordentlich streckt um den Mast in
Position zu bringen, bevor man den Gabelbaum anbringt (die alten Segel
konnten durch den starken senkrechten Zug beschädigt werden)?
Wie stark müssen die Latten nachgespannt werden?
Wer gibt mir mal eine gute Beschreibung der Prozedur?
Klaus
also mast rein schieben darauf achten dass die/der camber am mast sind!
dann vorliek spannen bis falten vom top nach unten bis zur 2 oder dritten
latte von oben auf treten (nicht richtige falten sondern einfach nur keine
spannung mehr - loose leech)
dann gabelbaum anbringen (darauf achten dass der gabelbaum die angegebene
länge hat immer MAX wert benutzen)
Schothorn spannen nicht zu flach! so dass man wenn man (auf höhe des
gabelbaums in der segel mitte) in das segel drück gerade so der andere
holm berühert wird (das segel muss dabei liegen).
bei horizontal falten mehr vorliek bei senkrechtfalten mehr/weniger
(musste ausprobieren) schothorn spannung bei falten an den latten diese
nachspannen.
wenn noch fragen sind mail mir!
hangloose, rik
rik schrieb:
> ich kann nur das sagen was ich von meinem bruder weiß (der hat das segel
> auch) und grundsetzliche sachen.
>
> also mast rein schieben darauf achten dass die/der camber am mast sind!
> dann vorliek spannen bis falten vom top nach unten bis zur 2 oder dritten
> latte von oben auf treten (nicht richtige falten sondern einfach nur keine
> spannung mehr - loose leech)
> dann gabelbaum anbringen (darauf achten dass der gabelbaum die angegebene
> länge hat immer MAX wert benutzen)
> Schothorn spannen nicht zu flach! so dass man wenn man (auf höhe des
> gabelbaums in der segel mitte) in das segel drück gerade so der andere
> holm berühert wird (das segel muss dabei liegen).
Bei meinem 6,7 Energy Slalom benutze ich fast gar keine Achterliekspannung.
Maximal 1-3 cm bei etwas mehr Wind!
Die Falten gehen fast alle raus wenn ich die Latten entsprechend vorspanne.
Wenn Du die Spannung übertreibst, reißen schlimmstenfalls die Gurte, die den
Lattenspanner festhalten oder die Camber wollen nicht mehr ordentlich
rotieren. Hier gilt es den goldenen Mittelweg zu finden.;-)
Nach dem Surfen mach ich mir immer noch die Mühe und nehme die Spannung von
den Latten, damit die Gurte nicht ausleiern.
CU
Gerald
Gruß
Markus
Gerald Bothe wrote:
--
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Markus Schwendtner
CNE 4, CNE IW, MCNE Integrating NT
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"Trust me, I know what I am doing..."
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Gerald Bothe wrote:
> Bei meinem 6,7 Energy Slalom benutze ich fast gar keine Achterliekspannung.
Welches Baujahr is'n das? Hast du kein Loose Leech?! Ich hoffe du weißt das bis
zur 2. oder 3. Latte Leichtwindtrimm ist.
> Maximal 1-3 cm bei etwas mehr Wind!
> Die Falten gehen fast alle raus wenn ich die Latten entsprechend vorspanne.
> Wenn Du die Spannung übertreibst, reißen schlimmstenfalls die Gurte, die den
> Lattenspanner festhalten oder die Camber wollen nicht mehr ordentlich
> rotieren.
> [...]
Gurte? Gun benutzt Latten mit Schraubsystem.
Also entweder hast du keine Ahnung wie man Segel trimmt oder deins ist so alt
das es nur über den Mast gezogen werden brauch!
Ausserdem gehörst du verscheinlich zu der Mehrheit der Surfer die (weil sie
nicht wissen wie's richtig geht) mit zu wenig Loose Leech fahren!
du liest doch bestimmt surf oder (bist zu mindest genau deren kundenart)?! noch
nie gewundert was die mit Loose Leech meinen?!
ich will dich ja nicht beleidigen... aber das war jetzt ein satz mit x.
hangloose and keep on ripping, rik
das war wohl ein Eigentor!! Gerald hat schon völlig recht mit dem, was er
schreibt: die Achterliekspannung ist nur minimal, fast der ganze Trimm wird
über das Vorliek gemacht, das Achterliek wird nur noch eingehängt und je
nach Segeltyp und Windstärke entweder gar nicht mehr oder nur noch leicht
durchgesetzt. Ich fahre die Race-Segel von GUN bei wenig Wind sogar mit
negativer Achterliekspannung!! Hast du etwa zu schnell gelesen und
Achterliek mit Vorliek verwechselt?
Und was glaubst du, wo die Schraubspanner festgemacht sind? Etwa an der
Folie angeklebt??? Natürlich sind in den Lattentaschen Gurte eingenäht, die
bei zu viel Spannung ausreißen können!
Also das nächste Mal etwas vorsichtiger, bevor du anderen "keine Ahnung"
unterstellst!
Hang loose
Rainer
rik schrieb in Nachricht <36A34E66...@wolfsburg.de>...
rik schrieb:
> Gerald Bothe wrote:
>
> > Bei meinem 6,7 Energy Slalom benutze ich fast gar keine Achterliekspannung.
Ich hätte wohl besser Achterliekstrecker-Spannung schreiben sollen. ;-)
> Welches Baujahr is'n das? Hast du kein Loose Leech?! Ich hoffe du weißt das bis
> zur 2. oder 3. Latte Leichtwindtrimm ist.
Das ist Baujahr 96 und natürlich fahre ich mit Loose Leech. Man sieht doch schon an
den senkrechten Falten im Segel wenn man mit zu wenig Vorliekspannung trimmt.
> > Maximal 1-3 cm bei etwas mehr Wind!
> > Die Falten gehen fast alle raus wenn ich die Latten entsprechend vorspanne.
> > Wenn Du die Spannung übertreibst, reißen schlimmstenfalls die Gurte, die den
> > Lattenspanner festhalten oder die Camber wollen nicht mehr ordentlich
> > rotieren.
> > [...]
>
> Gurte? Gun benutzt Latten mit Schraubsystem.
Ich weiß ja nicht wie Du die Dinger nennst, die als Widerlager für den Spannkopf
dienen. Bei mir sind sie grau, jeweils einer links und rechts vom Kopf.
> Also entweder hast du keine Ahnung wie man Segel trimmt oder deins ist so alt
> das es nur über den Mast gezogen werden brauch!
Wenn es so was geben würde, wäre echt geil! Dann könnten ich mir die viertel Stunde
Aufriggzeit sparen un im nu auf'm Wasser sein ;-)
Die bei GUN sollten echt mal so was entwickeln. Ich glaube, das wäre der Renner!
Endlich keine ewige Fummelei bis der Trimm stimmt.
> Ausserdem gehörst du verscheinlich zu der Mehrheit der Surfer die (weil sie
> nicht wissen wie's richtig geht) mit zu wenig Loose Leech fahren!
Das sehe ich naturgemäß etwas anders ;-)
> du liest doch bestimmt surf oder (bist zu mindest genau deren kundenart)?!
Zu welcher Kundenart würdest Du Dich denn zählen?
> noch
> nie gewundert was die mit Loose Leech meinen?!
Nö, ich kann ja schließlich Englisch!!
> ich will dich ja nicht beleidigen... aber das war jetzt ein satz mit x.
Ich glaube, Du hast mich etwas falsch verstanden und Dich wohl irgendwie
angegriffen gefühlt, sonst hättest Du nicht so aggressiv reagiert?!
Beim nächsten Mal werde ich versuchen mich etwas klarer auszudrücken.
CU
Gerald
CU
Gerald
Rainer Blank schrieb:
> Hallo Rik,
>
> das war wohl ein Eigentor!! Gerald hat schon völlig recht mit dem, was er
> schreibt: die Achterliekspannung ist nur minimal, fast der ganze Trimm wird
> über das Vorliek gemacht, das Achterliek wird nur noch eingehängt und je
> nach Segeltyp und Windstärke entweder gar nicht mehr oder nur noch leicht
> durchgesetzt. Ich fahre die Race-Segel von GUN bei wenig Wind sogar mit
> negativer Achterliekspannung!!
Kann ich auch nur empfehlen!
Weitherhin sollten die Latten natuerlich richtig gespannt sein --
falls sie es nicht schon von Werk ab sind. Einmal gespannt koennen
die Latten dann immer drin bleiben, so alle 10 Surftage sollte man sie
vielleicht mal ein wenig nachjustieren.
Aufriggen dann:
0. Segel ausrollen, Mastverlaengerung / Gabelbaum einstellen.
1. Mast in die Masttasche schieben. Hierbei die Camber (die
Plastikzangen
in der Masttasche an der Spitze einiger Latten) auf dem Mast
einfaedeln.
(Ausnahme SOftcamber wie bei North oder Ezzy).
2. Vorliek einfaedeln und schon kraeftig durchsetzen, sonst springen die
Camber gleich wieder runter.
3. Gabelbaum anbringen und voll durchsetzen.
4. Vorliek richtig durchsetzen. Das Achterliek muss wenigstens bis zur
2. Latte von oben, bei mehr Wind auch noch weiter, lose und
"schlabbrig"
werden. Wenn Du nur alte Segel gewohnt bist kann es gut sein, dass Du
hier wesentlich mehr als erwartet ziehen musst.
5. Achterliek endgueltig trimmen, normalerweise solltest Du etwas
nachlassen
muessen, im getrimmten Zustand (Vorliek voll durchgezogen) haben
moderne Slalomsegel kaum noch Zug auf dem Achterliek (auf jeden Fall
weniger, als Du von Deinen alten Segeln moeglicherweise gewohnt bist).
6. Fuer Perfektionisten: Ggf. Vorliek nochmal um den letzten 1/4
Zentimeter
justieren. Ob das Segel richtig getrimmt ist kann man letztlich immer
erst auf dem Wasser sagen (mit einiger Erfahrung), aber man merkt es
auch ganz gut, wenn man es an Land mal gegen den Wind backdrueckt
und ein wenig pumpt. Das Achterliek sollte hierbei harmonisch twisten,
das Segel insgesamt ein harmonisches Profil aufweisen -- mit Winddruck
wiegesagt. Ohne Winddruck schauen viele Segel eher etwas schlapp aus.
Moeglicherweise solltest Du auch mal ausprobieren, ob es einfacher ist
den Gabelbaum erst zu lang zu stellen, dann das Vorliek durchsetzen und
dann den Gabelbaum auf die korrekte Laenge zurueckzustellen.
Wolfgang
--
Wolfgang Soergel !!!!! CHANGED PHONE and FAX !!!
Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik I / phone: ++49-9131-85 2 7781
Universitaet Erlangen-Nuernberg / fax: ++49-9131-85 2 8849
Cauerstrasse 7 / email:
wsoe...@nt.e-technik.uni-erlangen.de
D-91058 Erlangen, GERMANY /
http://www.nt.e-technik.uni-erlangen.de/~wsoergel
Spin_Out schrieb:
> Das gilt natürlich rik
Ist doch klar, oder?
hangloose and rip hard, rik
Gruß I
\ I /
Spinout Georg - - o - -
/ I \
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ I
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I--/
!w/
I/
I
als Urheber dieses Diskussionsteils hänge ich bewußt meinen Dank an
alle, die Konstruktives geschrieben haben an diese Stelle an!
Viele haben hilfsbereit und ausführlich geschrieben und auch Rik habe
ich inhaltlich nicht im Widerspruch zu anderen verstanden.
Natürlich gibr es unterschiedliche Gewichtungen und Erfahrungen. In
Summe hat man nun eine Menge auszuprobieren und am nächstes Wochenende
haben meine wohl Nachbarn Grund sich zu wundern, daß mitten auf der
Gartenwiese so ein Spinner wie ich ein Segel aufspannt und seltsame
Klack- und Klatschgeräusche ertönen läßt...!
Grüetzi miteinand
Klaus
Dagmar Schubert schrieb:
Hang Loose,
MARK
vielen Dank für die mails. Ich habe gestern das Segel noch einmal
aufgeriggt: Das sieht nach Euren Anleitungen jetzt schon viel besser
aus. Kann mir jemand sagen, ob die Härte meines Masts stimmt: Ich kann
ihn von Hand soweit in die Masttasche einschieben, bis noch etwa 30-40
cm unten herausschauen (die zwei Camber natürlich "eingefädelt"). Dann
gehts nicht mehr ohne Einhängen des Trimmhakens. Leider ist das Etikett
mit den Angaben nicht mehr zu lesen.
Gruß
Klaus