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surf - Au weia!

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Volker Wedemeier

unread,
Nov 12, 1997, 3:00:00 AM11/12/97
to

Hallo Leuts,

da stehe ich doch neulich so im Zeitschriftenladen und greife mal wieder
zur 'surf'. Schlage die erste Seite auf und lese das Editorial. Mensch,
ich haette ja wohl bald einen zuviel bekommen. Wenn es noch irgend einen
Zweifel gab, dass die 'surf' zum willfaehrigen Werbeprospekt der
Surfindustrie verkommen ist, dann laesst das aktuelle Editorial absolut
keinen Zweifel mehr daran.

Da ist die Rede von 'Spassverweigerung', wenn man nicht seine 5 Jahre
alten Segel wegwirft und sich sofort neue dafuer kauft. Oder die Story
ueber den nagelneuen Neo, in den man doch einfach nur so hineinhuepft,
waehrend man frueher wilde Verrenkungen machen musste. Also, einen
groesseren Bloedfug habe ich ja bisher noch nicht gelesen!
Erstens moechte ich mal den modernen Neo sehen, den man einfach so
anziehen kann wie einen Pullover. Zwei Freunde von mir haben sich gerade
zwei neue NP Neos gekauft und in die Teile muessen sie sich genauso, wenn
nicht mehr hineinwinden und herauswinden wie ich in meinen 4 Jahre alten
K2 mit Reissverschluss vorn!

Und es als 'Spassverweigerung' zu titulieren, wenn man 5 Jahre alte Segel
faehrt ist ja wohl der absolute Hirnriss! Das heisst also, vor 5 Jahren
hat noch keiner Spass am Surfen gehabt, oder was? Aber heute hat man
natuerlich den totalen Spass! Klar! Nur, dass sie in weitern 5 Jahren wohl
auch die heutigen Segel wieder als Spassverweigerung bezeichnen werden.
Irgendwie komisch. Wenn ich mir mal anschaue, wieviel Spass ich mit meinen
5 Jahre alten Segeln noch habe (ja, ich habe noch zwei davon und ich habe
auch nicht vor, die in naechster Zeit zu ersetzen, weil sie einfach noch
super in Schuss sind und auch nicht wesentlich schlechter funktionieren
als meine neuen), dann muesste Surfen mit modernen Segeln ja schlimmer
sein als ein Crack-Ecstasy-und-Herointrip auf einmal!

Nee, nee, surf, fuer ganz so bloed koennt Ihr uns denn doch nicht
verkaufen! Die 5 jaehrigen Segel hatten auch schon Camber und waren schon
ziemlich gut druckpunktstabil. Gut, neue Segel sind in der Regel noch
etwas besser, aber der Unterschied ist echt minimal! - Und ich habe dieses
Jahr jede Menge aktuelle Segel gefahren!
Mit solchen Spruechen koennt ihr vielleicht Neulinge davon abhalten
Gebrauchtmaterial zu kaufen (und dann wahrscheinlich viele Neulinge
angesichts der Preise von neuem Material ganz davon abhalten mit Surfen
weiterzumachen oder erst anzufangen), aber jeder mit ein bischen Erfahrung
kann ueber so etwas nur den Kopf schuetteln und Euer Blatt bei solch
unverholener Konsumpropaganda nur angewidert ins Regal zurueckwerfen. Wo
ist nur Eure objektive, kritische Stimme geblieben? Wo bleibt Euer
Engagement fuer den Sport anstatt des Engagements fuer den Kommerz?

Also, ich habe das Blatt gleich wieder ins Regal zurueckgelegt und werde
es wahrscheinlich im naechsten Monat garnicht erst wieder anfassen.
Schade, ich fand 'surf' mal richtig gut!

Volker


-----------------------------------------------------------------------------
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Um zu antworten, bitte 'spamex.' aus der E-Mail Adresse loeschen!
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is subject to a download and archival fee in the amount of $500
US (per infraction). E-mailing denotes acceptance of these
terms.


Martin Peitz

unread,
Nov 12, 1997, 3:00:00 AM11/12/97
to

Juergen Wesp wrote:
> =

> Tag auch!
> Also ich bin ja auch der Meinung, dass man mit "altem" Material (will
> heissen 1994) immer noch genug Spass auf dem Wasser haben kann.

> Die meisten von uns wollen doch wohl hauptsaechlich Spass haben und
> keine Regatten gewinnen. Und zum Spass haben braucht man nicht jedes
> Jahr das neueste Material.
> =

> Volker Wedemeier wrote:

> > Also, ich habe das Blatt gleich wieder ins Regal zurueckgelegt und werd=


e
> > es wahrscheinlich im naechsten Monat garnicht erst wieder anfassen.
> > Schade, ich fand 'surf' mal richtig gut!

> =

> Guter Spruch, aber leider hier wohl voellig fehl am Platz. Schreib doch
> mal direkt an die surf!
> =

> CU
> juergen

Hallo,
die Surf ist sicher die richtige Adresse, trotzdem kann man sich hier ein =

bischen dar=FCber lustig machen.

Als ich das Editorial gelesen habe hatte ich auch einen Lachkrampf.

> > Schade, ich fand 'surf' mal richtig gut! =

"richtig gut" war surf noch nie, wenn ich allein daran denke was die schon =
alles =

an Trends propagiert haben. Aber gekauft wird sie von mir doch so hin und =

wieder.

-- =

bis dann
Martin
---------------------------------------------------------------------
Martin Peitz pe...@os-net.de


Juergen Wesp

unread,
Nov 12, 1997, 3:00:00 AM11/12/97
to

Tag auch!
Also ich bin ja auch der Meinung, dass man mit "altem" Material (will
heissen 1994) immer noch genug Spass auf dem Wasser haben kann. Auch
diese Masteneuphorie kann ich nicht verstehen (hab ja schon mal eine
Diskussion dazu angeleiert). Ob ich jetzt fuer eine um 0.5 m/s
schnellere Rueckstellgeschwindigkeit bereit bin 500 DM mehr auszugeben
bleibt mir immer noch sehr fragwuerdig.
Zu den Segel und Brettern kann ich mich nur dem Volker anschliessen. Ich
fahre meistens einen 1994 Screamer von Mistral mit einem Segel von 1994
von ART. Und bin maechtig zufrieden.
Nur um korrekt zu sein. Diesen Sommer habe ich so ein Supergleitmonster
von Fanatic gefahren (150l bei 8 kg) mit maechtig grosser Finne und
teurem Segel. Das ging schon bei wenig Wind los wie der Teufel und war
echt easy zu fahren. Aber man kann die beiden Bretter (leicht und
Starkwind) wohl auch nicht direkt vergleichen.

Die meisten von uns wollen doch wohl hauptsaechlich Spass haben und
keine Regatten gewinnen. Und zum Spass haben braucht man nicht jedes
Jahr das neueste Material.

Volker Wedemeier wrote:
>
> Hallo Leuts,

...

> Mit solchen Spruechen koennt ihr vielleicht Neulinge davon abhalten
> Gebrauchtmaterial zu kaufen (und dann wahrscheinlich viele Neulinge
> angesichts der Preise von neuem Material ganz davon abhalten mit Surfen
> weiterzumachen oder erst anzufangen), aber jeder mit ein bischen Erfahrung
> kann ueber so etwas nur den Kopf schuetteln und Euer Blatt bei solch
> unverholener Konsumpropaganda nur angewidert ins Regal zurueckwerfen. Wo
> ist nur Eure objektive, kritische Stimme geblieben? Wo bleibt Euer
> Engagement fuer den Sport anstatt des Engagements fuer den Kommerz?
>

> Also, ich habe das Blatt gleich wieder ins Regal zurueckgelegt und werde


> es wahrscheinlich im naechsten Monat garnicht erst wieder anfassen.
> Schade, ich fand 'surf' mal richtig gut!

Guter Spruch, aber leider hier wohl voellig fehl am Platz. Schreib doch


mal direkt an die surf!

CU
juergen

--
4 more Information on Juergen Wesp watch dis:

+-------------------------------------------+
| Juergen Wesp im Internet: |
| |
| http://www.mi.uni-erlangen.de/~wesp |
+-------------------------------------------+

no wind
no waves
no girls ....

NO FUTURE

Ralf Spoerer

unread,
Nov 13, 1997, 3:00:00 AM11/13/97
to

On Wed, 12 Nov 1997 16:10:05 +0100, Volker Wedemeier
<we...@x4u2.desy.nospam.de> wrote:

>
>Hallo Leuts,
>
>da stehe ich doch neulich so im Zeitschriftenladen und greife mal wieder
>zur 'surf'. Schlage die erste Seite auf und lese das Editorial. Mensch,
>ich haette ja wohl bald einen zuviel bekommen. Wenn es noch irgend einen
>Zweifel gab, dass die 'surf' zum willfaehrigen Werbeprospekt der
>Surfindustrie verkommen ist, dann laesst das aktuelle Editorial absolut
>keinen Zweifel mehr daran.
>

Hallo Volker,
recht hast du. Früher hab die surf auch ganz gerne gekauft, aber
inzwischen ist sie nur noch ein Werbeprospekt in
Zeitschriftenaufmachung. Wer mit altem Material surft, der scheint von
den Jungs des Magazins gar nicht mehr für voll genommen zu werden. Da
ich job-bedingt nicht so regelmäßig surfen kann, kaufe ich mir nicht
jedes Jahr neues Material und trotzdem macht es riesigen Spaß. Auch
die drei oder fünf Jahre alten Segel und Boards waren gut. Und
abgesehen davon: Was nützt das beste Material, wenn man nicht demit
umgehen kann. Also spar ich mir die Kohle für die surf lieber.

Gruß Ralf ;-)
Ralf Spoerer
ralf.s...@metronet.de

Wolfram Pietzsch

unread,
Nov 14, 1997, 3:00:00 AM11/14/97
to

Juergen Wesp <we...@mi.uni-erlangen.de> wrote:

>Tag auch!
>Also ich bin ja auch der Meinung, dass man mit "altem" Material (will
>heissen 1994) immer noch genug Spass auf dem Wasser haben kann. Auch
>diese Masteneuphorie kann ich nicht verstehen (hab ja schon mal eine
>Diskussion dazu angeleiert). Ob ich jetzt fuer eine um 0.5 m/s
>schnellere Rueckstellgeschwindigkeit bereit bin 500 DM mehr auszugeben
>bleibt mir immer noch sehr fragwuerdig.
>Zu den Segel und Brettern kann ich mich nur dem Volker anschliessen. Ich
>fahre meistens einen 1994 Screamer von Mistral mit einem Segel von 1994
>von ART. Und bin maechtig zufrieden.
>Nur um korrekt zu sein. Diesen Sommer habe ich so ein Supergleitmonster
>von Fanatic gefahren (150l bei 8 kg) mit maechtig grosser Finne und
>teurem Segel. Das ging schon bei wenig Wind los wie der Teufel und war
>echt easy zu fahren. Aber man kann die beiden Bretter (leicht und
>Starkwind) wohl auch nicht direkt vergleichen.
>Die meisten von uns wollen doch wohl hauptsaechlich Spass haben und
>keine Regatten gewinnen. Und zum Spass haben braucht man nicht jedes
>Jahr das neueste Material.
>

Ich begreife nicht, warum man gleich in bornierte Technologiefeindlichkeit
verfallen muss, nur weil man sich nicht immer das neuste Material leisten kann.
Mir straeuben sich die Haare zu Berge wenn ich lese, was hier unter dem Thema
neues Material geschrieben wurde. Das Meiste davon aus voelliger Ignoranz.

Ich lese nicht nur SURF, sondern auch das franzoesische Magazin WIND und das
amerikanische WINDSURFING und stelle eine sehr vergleichbare Uebereinstimmung
der Testresultate fest. In 3 verschiedenen Laendern kommen unabhaengige
Testteams zu aehnlichen Ergebnissen. Alle sind sich sich einig, dass es
jaehrlich Fortschritte auf allen Gebieten gibt, und dass sich die Verbesserungen
summieren. Nur in Deutschland wollen es einige nicht wahr haben und
unterstellen SURF unlauteren Kosumterror. Ich frage mich immer nur, was diesen
total uebertriebenen Provinzialismus vieler Deutscher hervorgerufen hat.

Wolfram

Patrick Schelauske

unread,
Nov 14, 1997, 3:00:00 AM11/14/97
to

In article <346baf3d...@nntp.hip.cam.org>, pie...@cam.org (Wolfram Pietzsch) writes:
>
>Ich lese nicht nur SURF, sondern auch das franzoesische Magazin WIND und das
>amerikanische WINDSURFING und stelle eine sehr vergleichbare Uebereinstimmung
>der Testresultate fest. In 3 verschiedenen Laendern kommen unabhaengige
>Testteams zu aehnlichen Ergebnissen.

Ist es nicht so, dass surf und die Franzosen gemeinsam testen?
ist das unabhaengig?

>Alle sind sich sich einig, dass es
>jaehrlich Fortschritte auf allen Gebieten gibt, und dass sich die Verbesserungen
>summieren. Nur in Deutschland wollen es einige nicht wahr haben und
>unterstellen SURF unlauteren Kosumterror. Ich frage mich immer nur, was diesen
>total uebertriebenen Provinzialismus vieler Deutscher hervorgerufen hat.

Ich lese seit 15 Jahren surf und Konsorten. Wenn man so lange dabei ist hat man
schon einige tolle Flops mitgemacht.
Leider wurden die Flops beim letzten 20 Jahre Rueckblick nicht erwaehnt.
Nimm mal die Cut-Aways, hochgelobt... und nach 2 Jahren waren die
gebraucht nicht mehr zu verkaufen. Niemand wollte nach der Mode so einen
Scheiss kaufen.
Der Megaflop waren die Doubel-Winger-Swollowtails. Ich kann mich noch
genau an den Artikel in der Surf erinnern, in dem gesagt wurde warum
das Klassen besser ist als das klassische Pintail (hat jemand den Artikel noch,
haette gerne eine Kopie)
Ich weiss noch wo ein paar von den Brettern rumliegen. Will jemand sein
Pintail dagegen tauschen?
Genauso Flex-Tails, damals neu ueber 3000 DM. Haben nie richtig funkioniert,
gebraucht 2 Jahre spaeter < 500 DM. Ich hab mir auch eines gebaut :(
2 Jahre spaeter dem Sperrmuell zugefuehrt (drei mal gefahren).


Wer kennt denn noch DoubleWingerSwallowTails, Jet-Bottoms, Alu-Masten,
Tuka-Fins, Foot-Fins, Cut-Away-Segel, Wing-Masten, Gun-Shapes,
symetrische Wing-Segel, asymetrische Bretter, Flex-Tails, farbige Neoprene,
alles euphorisch vorgestellt, alles hochgelobt, alles Flops.

Ich vermute viele haben gar nicht verstanden was ich hier eigentlich rede.
Alleine die Begriffe kennt doch kein Schwein mehr.
Um den Wahnsinn dieser Modeglaeubigkeit zu erfassen reicht es nicht 2 Jahre
surf zu lesen. Das Marketing der Surffirmen will mit der Livestyle-Zeitschrift
surf immer neue Bretter, Segel, Masten, Neoprene usw. in den Markt schieben.
Gerade die Veraenderung am Magazin in den letzten Jahren zeigt wohin
es geht: groesser, bunter, farbiger und immer mehr sinnleeres Gelaber
zwischen den Mega-Wellen-Fotos.

Zurueck zur Technik:

Auch heute diese superflachen Segel mit total schlabberndem Achterlik
und Twistwinkeln von 30 Grad und mehr. Aerodynamisch voellig sinnlos. In ein
paar Jahren lachen die Leute sich tot, wie man soviel totes Profil mit
sich rumfahren konnte.

Es gibt auch gute Innovationen, aber die sind gar nicht so spektakulaer.
z.B. Finboxes, Brettbautechnologie, ...?
wobei der Einsatz von immer mehr Carbon statt Glas ja kein technischer
Fortschritt in dem Sinne ist, zum Fortschritt gehoert eigentlich mehr.


vom radikalen No-Nose sind wir ja auch wieder weg...
vieleicht gibts demnachst mal wieder Gun-Shapes :)

Interessant ist auch der Modekreislauf bei den Trapezen. Erst
Brusttrapeze, dann Hueft, dann Sitz, dann Hueft, dann Brust...
wo sind wir eigentlich jetzt gerade?


Toll finde ich das Plaedoje in der letzten surf fuer 100%ige
Carbonmasten...und so schnell brechen die ja nicht....
Habt ihr Bjoern gesehen beim Slalomfinale gegen Robby in Berlin?
Flachwasser, 5er Kunstwind...
einmal gepumpt und schon war der Mast geteilt :)
Hochprozentige Carbonmasten sind eine tolle Sache fuer die Industrie.
Warum nur sind die Alumasten ausgestorben?
Jeder muss wohl seine Erfahrungen selbst machen.


mein Gaastra Wavemast von 83, meine No-Name Verlaengerung von 84, mein
Fanatic Gabelbaum von 86, alles noch top aktuell, voll erprobt
und nicht schlechter als der 98er Jahrgang.
Der 86er Sunset Nachbau ist mit jetzt ein bischen schwer, dafuer
hat er aber 10 Jahre gehalten. Ich geb ja zu, dass ich nachtraeglich
die Schlaufen versetzt, die Box gewechselt und die Standflaeche
neu praepariert habe :)


Patrick "only the strong survive" Schelauske

Einen Vorteil hat der Modewahnsinn ja: gebrauchtes Topmaterial ist sehr preiswert
zu bekommen.

Volker Wedemeier

unread,
Nov 14, 1997, 3:00:00 AM11/14/97
to

On Fri, 14 Nov 1997, Wolfram Pietzsch wrote:

> Juergen Wesp <we...@mi.uni-erlangen.de> wrote:
>
> >Tag auch!
> >Also ich bin ja auch der Meinung, dass man mit "altem" Material (will
> >heissen 1994) immer noch genug Spass auf dem Wasser haben kann. Auch
> >diese Masteneuphorie kann ich nicht verstehen (hab ja schon mal eine
> >Diskussion dazu angeleiert). Ob ich jetzt fuer eine um 0.5 m/s
> >schnellere Rueckstellgeschwindigkeit bereit bin 500 DM mehr auszugeben
> >bleibt mir immer noch sehr fragwuerdig.
> >Zu den Segel und Brettern kann ich mich nur dem Volker anschliessen. Ich
> >fahre meistens einen 1994 Screamer von Mistral mit einem Segel von 1994
> >von ART. Und bin maechtig zufrieden.
>

> Ich begreife nicht, warum man gleich in bornierte Technologiefeindlichkeit
> verfallen muss, nur weil man sich nicht immer das neuste Material leisten
> kann.

Hmm, ich glaube da verstehst Du einiges falsch. Ich kaufe mir wesentlich
weniger Material als ich mir leisten koennte und zwar ganz allein aus dem
Grund, da ich aus Erfahrung weiss, dass es sich einfach nicht lohnt! Mit
Technologiefeindlichkeit hat das nichts zu tun.
Oder kaufst Du Dir jedes Jahr einen neuen Toaster oder Fernseher?
Naja, wahrscheinlich kannst Du Dir das nicht leisten. ;-))))

> Mir straeuben sich die Haare zu Berge wenn ich lese, was hier unter dem Thema
> neues Material geschrieben wurde. Das Meiste davon aus voelliger Ignoranz.
>

> Ich lese nicht nur SURF, sondern auch das franzoesische Magazin WIND und das
> amerikanische WINDSURFING und stelle eine sehr vergleichbare Uebereinstimmung
> der Testresultate fest.

Grins. Entschuldigung, Du ziehst also Dein 'Wissen' (als Gegensatz zu
Ignoranz) anscheinend aus dem Lesen von drei Windsurf Magazinen!
Alle Achtung! - Da kann ich nicht mithalten. Ich lese in letzter Zeit
eigentlich garkein Magazin mehr regelmaessig.
Dafuer gehe ich aber 'ab und zu' mal auf's Wasser und fahre das Material
selber (altes und neues) und ich fahre Rennen mit anderen Leuten mit altem
und neuem Material. Und da stelle ich eben immer wieder fest, dass es
_keinen_ wesentlichen Unterschied zwischen 4 Jahre altem und neuem
Material gibt. Ob ich nun mein '95er Gun oder das '93er Five Star Segel
fahre, ob ich den Mistral Explosion CHS oder den Pacific New Tech
PE-Sinker fahre, mit allem Material versaege ich locker mindestens 80% der
anderen Surfer, auch wenn sie eine nagelneue Komplett-Carbonausruestung
fahren. (Ich fahre immer noch Epoxy Masten - den Unterschied in der
Performance kannst Du echt knicken!

Und von denen, die ich nicht oder nur mit Schwierigkeiten versaege fahren
auch viele genauso 'altes' oder aelteres Material als ich.
Fuer Freizeitsurfer ist eben das Material hoechstens zu 10%
ausschlaggebend. Die restlichen 90% sind Koennen und Erfahrung (z. B. beim
Aufriggen, bei der Finnenwahl, Einschaetzen des Windes, u.s.w.)
Ich fahre regelmaessig jedes Jahr im Urlaub aktuelles Leihmaterial. Dieses
Jahr z. B. die ganze nagelneue F2 Palette und NP Segel und Masten
inklusive Carbongabeln. Klar, faehrt sich gut! Wenn auch die grossen
Xantosse nicht besonders wendig sind. Aber merklich besser als mein
Material? - Noe. Die Axxis sind z. B. in der Welle sogar deutlich
unangenehmer als mein PE Pacific. Naja, sind ja auch keine Waveboards.

> In 3 verschiedenen Laendern kommen unabhaengige

> Testteams zu aehnlichen Ergebnissen. Alle sind sich sich einig, dass es


> jaehrlich Fortschritte auf allen Gebieten gibt, und dass sich die
> Verbesserungen summieren.

Entschuldigung, aber bei dem Abschnitt habe ich wirklich laut gelacht! Es
ist doch voellig klar, dass alle Surfzeitschriften den jaehrlichen
Fortschritt propagieren! Erstens sind alle abhaengig von den Werbebudgets
der Surfindustrie und zweitens will der typische Leser ja auch kaum etwas
anderes als das 'immer besser, immer leichter, immer toller' lesen.

> Nur in Deutschland wollen es einige nicht wahr haben und
> unterstellen SURF unlauteren Kosumterror. Ich frage mich immer nur, was
> diesen total uebertriebenen Provinzialismus vieler Deutscher
> hervorgerufen hat.

Nein, wenn Du einmal ausser internationalen Zeitschriften auch z. B.
internationale Newsgroups (wie z. B. rec.windsurfing) lesen wuerdest, dann
wuesstest Du, dass es auch in anderen Laender sehr kritische Stimmen zu
den jeweiligen Surfzeitschriften und zu dem 'Konsumterror' gibt. Gerade in
Amerika wird beklagt, dass dieser von der Surfindustrie betriebene
Konsumterror dazu fuehrt, dass kaum noch Leute mit Windsurfen anfangen, da
der Sport ihnen einfach als zu teuer erscheint.

Ausserdem, was hat Kritik mit Provinzialismus zu tun?

Ich habe die 'surf' frueher auch verschlungen und alles fuer bare Muenze
genommen, was sie geschrieben haben. Nur mit der Zeit habe ich halt
gemerkt, dass sich das nicht immer mit der Wirklichkeit deckt. Naja,
ausserdem ist man als Anfaenger auch immer geneigt, irgendwelche
Fahrfehler dem Material anzulasten: "Jaaa, ich bin nur deshalb nicht so
schnell, weil ich ja nicht den Carbon-Mast XYZ habe, wie Du. Und meine
Halsen klappen nicht, weil ich ja nicht die neueste G10/Carbon Control
Flex Finne drin habe." Es ist zwar hart, aber das ist in aller Regel
nicht der Grund. Der Grund ist, dass man sich dumm angestellt hat.

Gerade vor drei Wochen (oder waren es vier), fuhr ich mal wieder mein
altes Five Star (von 1993). Ich habe mich echt uebel geaergert und ueber
die Angleiteigenschaften geschimpft wie ein Rohrspatz! Ich war an dem Tag
wohl einer der langsamsten auf dem See (in Meldorf). Ware ich nicht gerade
am Tag davor mit exakt demselben Material einer der schnellsten auf dem
See gewesen und haette ich nicht am Tag davor den Typen mit dem Fanatic
und dem North Segel inklusive Carbonmast, der heute immer locker grinsend
an mir vorbei zog, versaegt, dann haette ich das Segel wahrscheinlich
gleich nach dem Tag in die Muelltonne geworfen und haette mir auf der
Hanseboot ein neues 5,6er gekauft, was ich eigentlich schon seit Anfang
des Jahre vorhatte.
So aber, da ich halt am Tag vorher mit genau dem Segel abgegangen bin wie
nichts, musste mir am Ende des Tages klar werden, dass ich mich einfach
verriggt hatte. Den Tag vorher war halt doch mehr Wind gewesen und ich
habe mich an diesem Tag einfach verschaetzt! Aergerlich, aber es lag
nicht am Material.

Weil der Tag vorher mir aber deutlich gezeigt hat, dass das Five Star doch
echt noch klasse faehrt (wenn man es im richtigen Windbereich benutzt),
habe ich mir mein Geld auf der Hanseboot dann doch gespart, obwohl ich das
wie gesagt schon lange eingeplant hatte und es mit mein aeltestes Segel
ist. Es lohnt sich eben nicht!

Klar, auch ich bin der Meinung, dass das Surfmaterial tendenziell von Jahr
zu Jahr besser wird, aber die Verbesserungen sind bei weitem nicht so
dramatisch, wie 'surf' und einige Leute sie gern hinstellen. Einige
Entwicklungen, wie die extremen No-Noses sind sogar nach hinten
losgegangen.

Aber die Aussage im Editorial von 'surf', das Benutzen von 4 Jahre altem
Material sei 'Spassverweigerung' ist so etwas von absolut laecherlich
uebertrieben, dass es eigentlich jeder Beschreibung spottet. Allein
dagegen habe ich in meiner urspruenglichen Mail gewettert. Bei so einer
unverholenen, verlogenen Kommerzpropaganda wird mir einfach schlecht, tut
mir leid!

Trotzdem oder vor allem: hang loose,

Sebastian Klemke

unread,
Nov 14, 1997, 3:00:00 AM11/14/97
to

Wolfram Pietzsch wrote:
> >[..]

> Ich begreife nicht, warum man gleich in bornierte Technologiefeindlichkeit
> verfallen muss, nur weil man sich nicht immer das neuste Material leisten kann.
> Mir straeuben sich die Haare zu Berge wenn ich lese, was hier unter dem Thema
> neues Material geschrieben wurde. Das Meiste davon aus voelliger Ignoranz.
>
> Ich lese nicht nur SURF, sondern auch das franzoesische Magazin WIND und das
> amerikanische WINDSURFING und stelle eine sehr vergleichbare Uebereinstimmung
> der Testresultate fest. In 3 verschiedenen Laendern kommen unabhaengige

> Testteams zu aehnlichen Ergebnissen. Alle sind sich sich einig, dass es
> jaehrlich Fortschritte auf allen Gebieten gibt, und dass sich die Verbesserungen
> summieren. Nur in Deutschland wollen es einige nicht wahr haben und

> unterstellen SURF unlauteren Kosumterror. Ich frage mich immer nur, was diesen
> total uebertriebenen Provinzialismus vieler Deutscher hervorgerufen hat.
>
Generell auch meine Meinung, von den diversen "Verschwoerungstheorien"
halte
ich auch ueberhaupt nichts.

Allerdings ist gerade die SURF mehr als objektive Berichterstattung, ich
denke
"Meinungsmache" ist geziehlt und gewollt. Im Editorial und durch kleine
Kommentare in den Artikeln. Und ich unterstelle der SURF auch mal, dass
die Macher, nicht zuletzt aus eigenem Ueberlebenstrieb, tief besorgt
ueber
sinkenden Absatz von Material sind.
Nun ist was mich betrifft auch Meinungsmache fuer ein Magazin durchaus
OK.
Aber man muss halt dann mit Wiederspruch rechnen und das Editorial der
SURF 11/12 forderte Wiederspruch geradezu heraus. Nicht nur der Inhalt
("Kauft neues Zeuchs, kein Spass mit altem....."), vor allem der Stil in
dem
es geschrieben war. Das dazu in einem Heft mit recht wenig Inhalt
(Powerhalse die 1000ste, aussageloses "Mastspecial", was soll denn ein
Quetschtest an einem nicht auf diese Art von Belastung ausgelegtem
Maststueck ???,...).
Versteh mich nicht falsch, ich fahre im Moment ausschliesslich auf
Material
von Anfang 96 oder neuer (ausser dem 3.5 er, das ist von 91 und wird
wohl
noch einige Jahre Dienst machen) und vertreibe auch selbst ein wenig
Material
nebenher, haette also auch ein Interesse an kritiklosem Konsum.
Ist halt leider mit meiner sonstigen Lebenseinstellung nicht kompatibel

Und was das SURF Editorial angeht, denke ich hat Volker den Punkt
weitgehend
getroffen, auch wenn ich mit Ihm bezuegl. Material sonst nicht immer
einer Meinung bin.

Wolfgang

--
Wolfgang Soergel
Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik phone: ++49-9131-857781
Universitaet Erlangen-Nuernberg fax: ++49-9131-858849 <=== new !
Cauerstrasse 7 email:
wsoe...@nt.e-technik.uni-erlangen.de
D-91058 Erlangen, GERMANY
http://www.nt.e-technik.uni-erlangen.de/~wsoergel

Lars Sprute

unread,
Nov 15, 1997, 3:00:00 AM11/15/97
to

Hallo Volker und Andere!

in deinem Artikel schriebst du u.a. folgendes:

> Und es als 'Spassverweigerung' zu titulieren, wenn man 5 Jahre alte Segel
> faehrt ist ja wohl der absolute Hirnriss! Das heisst also, vor 5 Jahren
> hat noch keiner Spass am Surfen gehabt, oder was? Aber heute hat man
> natuerlich den totalen Spass! Klar! Nur, dass sie in weitern 5 Jahren wohl
> auch die heutigen Segel wieder als Spassverweigerung bezeichnen werden.
> Irgendwie komisch. Wenn ich mir mal anschaue, wieviel Spass ich mit meinen
> 5 Jahre alten Segeln noch habe (ja, ich habe noch zwei davon und ich habe
> auch nicht vor, die in naechster Zeit zu ersetzen, weil sie einfach noch
> super in Schuss sind und auch nicht wesentlich schlechter funktionieren
> als meine neuen), dann muesste Surfen mit modernen Segeln ja schlimmer
> sein als ein Crack-Ecstasy-und-Herointrip auf einmal!

Ich stimme dir voll und ganz zu. Sobald du über ein einigermaßen
druckpunktstabiles
Segel mit einem oder mehreren camber verfügst, fängt der Spaß an. Ich
habe den
Eindruck, daß in letzter Zeit bei den Segeln nur an den Feinheiten
gearbeitet
worden ist und das ist mir nicht 400,- bis 1200,- DM pro Segel und
Saison wert.

Einen ähnlichen Eindruck habe ich auch von der Gewichtsdiskussion bei
Baum und Mast.
Ein Freund quatscht mich ständig damit voll, daß er sich jetzt einen
Gabelbaum
gekauft hat, der 0,5 kg leichter ist als sein alter. Jetzt mal zu den
Fakten:
Ich wiege fast 90 kg. Der nasse Neo und das nasse Segel tun ein übriges
dazu.
Da soll ich einen _signifikanten_ Unterschied zu einer 500 g leichteren
Gabel
merken? Also mal ehrlich, _mein_ limitierender Faktor ist nicht die Güte
des Materials,
sondern mein Fahrkönnen. Und daran arbeite ich. Das kostet mich nix und
macht
außerordentlich viel Spaß.

Guckt euch mal an, wieviel Spaß die Surfer vor 10 Jahren hatten und was
für unglaubliche
Manöver (Jumps etc.) die mit ihrem Material draufhatten. Die
Materialdiskussion
dient doch größtenteils, wie Volker in seinem Artikel richtig bemerkt
hat, dazu,
den Kommerz zu fördern. Und trifft damit übrigens den Nerv der Zeit,
nämlich
eigene Anstrengung und das Aushalten von Frusterlebnissen, wie sie beim
Üben
nun mal entstehen, zu _vermeiden_. Ich halte das, nicht nur beim Surfen,
für eine sehr bedenkliche Tendenz unserer Gesellschaft. "Etwas gelingt
dir nicht
auf Anhieb? Du bist frustriert? Kein Problem!! Unser neues Produkt
Surfspaß
Unlimited 3001 für nur xxxx,- DM läßt dein Problem verschwinden und
sorgt für
_garantierten_ Surfspaß!!" Ich finde das zum Kotzen. (btw., gibt es
eigentlich
einen Kotz-Smiley?)

Aber das Problem der Materialschlacht, die in den "Fachzeitschriften"
ausgetragen
wird, um den Verkauf zu fördern, habe ich nun schon x-mal auch in
anderen Bereichen
erlebt: Audio/Hi-Fi, Computer, Fernseher/Video etc.
Zum Kotzen :()xxxxx (ist das vielleicht ein Kotz-Smiley?) finde ich
aber, daß diese
Art zu denken jetzt auch seit Jahren im privaten Bereich stattfindet. In
einer Hamburger-Szene-Zeitschrift, sind die Kontaktanzeigen mit der
Überschrift "Markt" versehen. Ich könnte jetzt noch weiter ausholen,
aber das ist
nun wirklich off-topic.

Also, ich hoffe es gibt noch ein paar Surfer wie euch mit Augenmaß.

Ciao,

Lasse

--
/******************************************************\
| Lars Sprute |
| Universität Hamburg fl4...@rrz.uni-hamburg.de |
\******************************************************/


Wolfram Pietzsch

unread,
Nov 15, 1997, 3:00:00 AM11/15/97
to

>>Ich lese nicht nur SURF, sondern auch das franzoesische Magazin WIND
>

>Ist es nicht so, dass surf und die Franzosen gemeinsam testen?
>ist das unabhaengig?
>

SURF und PLANCHEMAG testen gemeinsam, die Franzosen uebernehmen die gemeinsamen
Testnoten, legen sie aber selbst aus. Ihr Kommentare sind manchmal etwas anders.
WIND-Magazin testet selber. Man darf nicht vergessen, dass viel mehr Franzosen
als Deutsche surfen und daher 2 grosse Magazine unterhalten.

>Leider wurden die Flops beim letzten 20 Jahre Rueckblick nicht erwaehnt.
>Nimm mal die Cut-Aways, hochgelobt... und nach 2 Jahren waren die
>gebraucht nicht mehr zu verkaufen. Niemand wollte nach der Mode so einen
>Scheiss kaufen.
>Der Megaflop waren die Doubel-Winger-Swollowtails. Ich kann mich noch
>genau an den Artikel in der Surf erinnern, in dem gesagt wurde warum
>das Klassen besser ist als das klassische Pintail (hat jemand den Artikel noch,
>haette gerne eine Kopie)
>Ich weiss noch wo ein paar von den Brettern rumliegen. Will jemand sein
>Pintail dagegen tauschen?
>Genauso Flex-Tails, damals neu ueber 3000 DM. Haben nie richtig funkioniert,
>gebraucht 2 Jahre spaeter < 500 DM. Ich hab mir auch eines gebaut :(
>2 Jahre spaeter dem Sperrmuell zugefuehrt (drei mal gefahren).
>

Man muss ja nicht jedem neuen Fimmel sofort hinterher laufen. Nur hoffnungslose
Trendies tun so was. Vor 4 Jahren habe ich mich mal im Januar in El Yaque mit
einem Extrem-Nonose von Tiga 2 Stunden abgeplagt und mir gesagt, nie wieder. Das
Brett fiel dann auch im SURF Test durch.

Es ist aber doch die Aufgabe eines Magazins, uns Neuigkeiten vorzufuehren, zu
erklaeren und zu testen. Viele Neuigkeiten erweisen sich nach einiger Zeit als
noch nicht ausgereift oder werden durch bessere Ideen verdraengt. SURF hat uns
schon viele Enttaeuschungen erspart durch rigoroses Testen, z.B. brechende
Finnen, uebertriebene Nonose shapes, schwierig zu halsende Boards, brechende
Gabelbaumfrontstuecke, unstabile Segel usw. Errinnert ihr euch noch, als BIC
alle Reklame in SURF storniert hatte, weil sich die Firma ueber schlechte
Testberichte aufgeregt hatte?


>Zurueck zur Technik:
>
>Auch heute diese superflachen Segel mit total schlabberndem Achterlik
>und Twistwinkeln von 30 Grad und mehr. Aerodynamisch voellig sinnlos. In ein
>paar Jahren lachen die Leute sich tot, wie man soviel totes Profil mit
>sich rumfahren konnte.

Keine Angst, der Worldcup entscheidet, welche Segel nun funktionieren oder
nicht. Warum sich ueber technische Details aufregen? Viele neue Segel-Ideen
werden ein oder zwei Jahre spaeter in die regulaere Produktion uebernommen, und
wir alle profitieren davon. Man brauch nur etwas zu warten!


>
>Toll finde ich das Plaedoje in der letzten surf fuer 100%ige
>Carbonmasten...und so schnell brechen die ja nicht....
>Habt ihr Bjoern gesehen beim Slalomfinale gegen Robby in Berlin?

Hast du mal Bjoerns Muskeln aus der Naehe gesehen? Ein Mast, den er kaputt
macht, haelt fuer uns ein Leben lang.


>Hochprozentige Carbonmasten sind eine tolle Sache fuer die Industrie.
>Warum nur sind die Alumasten ausgestorben?
>Jeder muss wohl seine Erfahrungen selbst machen.
>

und bittere Erfahrungen mit Alumasten haben viele gemacht, besonders die, die im
Meer surfen. Alu ist weg, weil es korrodiert, schwer ist und die Leistung von
Carbonmasten nicht bringt.

>
>mein Gaastra Wavemast von 83, meine No-Name Verlaengerung von 84, mein
>Fanatic Gabelbaum von 86, alles noch top aktuell, voll erprobt
>und nicht schlechter als der 98er Jahrgang.
>Der 86er Sunset Nachbau ist mit jetzt ein bischen schwer, dafuer
>hat er aber 10 Jahre gehalten. Ich geb ja zu, dass ich nachtraeglich
>die Schlaufen versetzt, die Box gewechselt und die Standflaeche
>neu praepariert habe :)

I benutze schon seit langer Zeit nur noch Carbonmasten und Gabeln. Meine
Fiberspargabeln moechte ich nicht missen, besonders fuer grosse Segel (6.5 und
7.5 qm). Diese steifen Gabeln sind doch was herrliches. Das merke ich erst, wenn
ich mal Leihmaterial nehmen muss. Carbonmasten machen das Rigg leichter, sind
schneller und geben dem Rigg ein sportliches "feel", das Glas oder Alu nie
vermitteln konnten. Auch die Fiberspar Carbon-Mastverlaengerungen sind super und
reduzieren das Rigggewicht weiter. Pflegt man das Material richtig, haelt es
ewig. Meine Gabeln und Masten haben schon -zig Trips in die Karibik ueberlebt.

Wolfram

Jens

unread,
Nov 15, 1997, 3:00:00 AM11/15/97
to

Moin Volker ...

Ich gebe Dir recht: Auch ich fand die Surf mal gut, ehrlich. Ich habe alle
Ausgaben von 79 bis gestern.
Lesen tu ich sie aber nur noch aus beruflichen Gründen, ansonsten finde ich
sie nur ärgerlich.

Aber mit dem Rest, na ja ... da gebe ich Dir auch recht. Die Jungs nehmen
sich selber zu wichtig!

Also...
Übrig bleiben!

Jens

PS: Lieber Herr Klos, ich schreibe hier als Privatmann. Bitte nicht schon
wieder mit Anwalt und gericht drohen. Und vor allem hier in Ruhe lesen und
lernen...


Wolfram Pietzsch

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

>>>Zurueck zur Technik:
>>>
>>>Auch heute diese superflachen Segel mit total schlabberndem Achterlik
>>>und Twistwinkeln von 30 Grad und mehr. Aerodynamisch voellig sinnlos. In ein
>>>paar Jahren lachen die Leute sich tot, wie man soviel totes Profil mit
>>>sich rumfahren konnte.
>>
>>Keine Angst, der Worldcup entscheidet, welche Segel nun funktionieren oder
>>nicht.
>

>genau das ist es, warum surfen keinen Spass mehr macht.
>Wenn alle Autos wie Formel-Eins-Boliden waeren (scheiss Kupplung,
>anfaelliges Fahrwerk, knueppelhart, offen, einsitzig ...) glaubst du, dass
>"Auto" waere dann so eine Erfolgsstory?
>
>Diese Formel 1 Mentalitaet toete alles.
>Wer will denn wirklich Racesegel mit 6.5 m2, die man noch bei
>7 Windstaerken fahren kann? Ich nicht. Ich fahre dann ein Segel
>mit deutlichem Profil und 4.5 m2.

Ich wollte nicht sagen, dass sich jeder Race-Pro Segel und schwierig zu fahrende
Rennbretter anschaffen sollte. Aber Erkenntnisse bei Rennen sind nun mal noetig.
Wir profitieren davon in den verbesserden Slalom- und Race Slalom Segeln. Zum
Beispiel, man muss nicht gleich das teure VX3 Segel mit der breiten Masttasche
und den vielen Cambern kaufen denn das V8 bringt fast anaehernd die gleiche
Leistung und ist billiger und besser im Handling.


>
>Nimm mal diese Topkonstruktion von Gaastra. Sowas faehrt man nur, wenn
>man noch Geld dafuer bekommt :) Die Leute die fuer sowas Geld _hinlegen_
>sind selbst schuld.
>
So kaufe es nicht aber reg dich auch bitte nicht darueber auf, wenn andere sich
Gedanken machen, wie man den Einsatzbereich der Segel vergroessern koennte.
Warten wir doch nur ab, vielleicht verschwindet die Idee mit der komischen
Topkonstruktion wieder (wie so viele Erfindungen) oder es wird was daraus und
wir profitieren alle davon. Du scheinst ja eine regelrechte Phobie gegen alles
Neue zu haben.

>Der World-Cup ist IMHO nur noch ein promotion-gag.

Was willst du damit sagen? In allen Sportarten spielt das Material mehr oder
weniger eine Rolle. Wir bekommen schliesslich besseres Material und koennen uns
ueber spannende Kaempfe erfreuen. Mich aergert nur die spaerliche
Berichterstattung im TV.


>
>Mir scheint du hast noch nicht verstanden warum Masten normalerweise
>kaputtgehen.
>Aber mit dem obigen Spruch koenntest du als Promotion Mann bei Pryde
>anfangen ...

Vielleicht weil es mir noch nie gelungen ist, einen Carbonmast kaputt zu machen
ganz gleich wie bloed ich mich anstelle. Es gibt auch Leute, die essen nur aus
Papptellern, weil sie Porzellan fuer zu zerbrechlich halten. Natuerlich muss man
Carbonmaterial gut behandeln und nicht zweckentfremd verwenden. Neil Pryde soll
den neuen CK66 nur rausgebracht haben, weil die Pros immer den CK95 in der Welle
nahmen. Uebrigens - NP braucht keinen Koennensstufe 4-5 Surfer als "promotion
man", schoen waers.

>So wie Alu auf Korrosion anfaellig ist, ...
>...so anfaellig ist Carbon im Handling. Ein kleiner Zusammenstoss oder ein
>Fallenlassen aus wenigen Zentimeter Hoehe oder ein Umschlagen des Rigs am
>Kiesstrand und die Zeitbombe tickt.
>Wenigstens dieser Sachverhalt wurde von der SURF erwaehnt, wenn auch maechtig
>runtergespielt.

Ohgottohgott, jetzt bekomme ich aber Angst!! Mir ist mal ein Rigg mit CK60 Mast
in Cabarete vor 4 Jahren bei einem Windstoss mehr als 100 Meter davon geflogen,
hat unzaehliche Stuerze ueberlebt, von zahlreichen Flugtransporten ganz zu
schweigen. Ich habe gleich mal nachgeschaut; also, mein Lieber, der Mast sieht
noch immer sehr gut aus.


>ein sportliches "feel" hast du uebrigens auch mit einem Segel das echtes Profil
>hat und dass nicht 30 Grad twistet, bei dem nicht 40% der besten Flaeche im
>Wind flattern. Pobiers mal aus, mittlerweile gibts sowas wieder zu kaufen :)

Komisch, meine neuen Segel haben zwar Schlapper-look am Strand, aber auf dem
Wasser stelle ich kein flattern fest. Ja, meine alten Segel haben immer
geflattert!


>Merke: jede Verlaengerung ERHOEHT das Riggewicht!
>Gewicht sparen kannst du mit einem passenden Mast. Probier mal aus, was das
>fuer einen Gewichtsunterschied macht!

Tue ich auch, nur bei 6m 6.5m und 7.5m braucht man eine wenn auch kurze
Verlaengerung. Bei kleinen Segeln schaut der Mast oben raus und ich benutze nur
einen Stummel - auch aus Carbon!!!!!! hehe - bin eben kein Carbon-Muffel wie
du!!


Wolfram

Patrick Schelauske

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

In article <3470c6c...@nntp.hip.cam.org>, pie...@cam.org (Wolfram Pietzsch) writes:
>
>! Draussen auf dem Meer ist
>die Marke, Image oder was weiss ich doch egal. Was zaehlt, ist was MIR
>tatsaechlich gefaellt.

nee! auf dem Meer zaehlt was haelt! oder bist du NUR gut versichert?


>Der Worldcup und die intensive Forschung brachten Segel,
>die sehr viel besser sind, als das alte Material.

welche Forschung? Surfmaterialentwicklung lief schon immer nach dem
"try and error"-Prinzip ab.
Koennte man sich sonst Segel ohne Profil und mit Twistwinkeln >20 Grad
erklaeren?

>Hatte auch mal ein Brett von Mistral (Energy), das nur mit viel
>Geschick zu halsen war, usw und so fort.

genau das Ding war ein Produkt aus dem Worldcup, das im allgemeinen
Rennwahn an Freizeitsurfer verkauft wurde. Lief ja geradeaus
auch tierisch schnell :)
Jetzt versucht man Bretter aus dem Wourlcup mit eimem Mindesthaltbarkeitsdatum
von 6 Monaten an die Freizeitsurfer zu verhoekern, das sichert den Absatz auch
fuer die naechsten Jahre. Weichgetretene Decks werden als normaler Verschleiss
bei Leichtbrettern verkauft und sollen kein Reklamationsgrund mehr sein usw.
....mit einem Slalomboard springen? Bist du wahnsinnig?...

>Oh ja, da ist auch noch ein
>"heavy-duty" Epoxy-Mast von North im Keller (schwerer wie eine Brechstange).
>Alles Material, das ich meinen schlimmsten Feinden nicht andrehen wuerde.

Den muss man aber nicht einzeln in wattierten Beutel transportieren.
Der ueberlebt auch mal einen Waschgang in der Brandung.

>Natuerlich kann man auch noch mit dem alten Sunset Spass
>haben, nur wenn einen jeder Hans und Franz um die Nase faehrt, faengt man doch
>an zu gruebeln.

Und wenn sie alle Kringel um dich fahren zweifelst du natuerlich
zuerst am Brett, gell?
Da wird dann schnell mal der neue Axis gekauft und immer noch fahren die Leute
kringel (jetzt kann man es aber nicht mehr zugeben!), dann muss ein Segel
der naechsten Saison her (ab September kann man ja schon 98er Material kaufen :)
Wenn das auch nix war, kanns ja nur die Serienfinne sein oder doch der Mast
mit 30% zuwenig Carbon? oder die Gabel, die nicht Worldcup erprobt ist? ...

und genau das ist die Mentalitaet, die von den Firmen und der Fachpresse
hochgehalten wird. ... trotzdem feilen noch immer 40% der Surfleser
an der Halse. Wo es doch jetzt so super Bretter und so tolle Segel gibt.
Die gleichen 40% gabs doch schon vor 10 Jahren ...

>Den Fehler, den immer noch zu viele machen ist, dass sie sich
>Bretter und Riggs kaufen, die ihrer Koennensstufe nicht entsprechen. SURF hat
>darauf unendlich viele Male hingewiesen: "Leute, kauft kein Race-Pro Material,
>sondern Slalom- oder Wave-Slalom Segel." Da kann ich nur sagen - Amen

dem kann ich mal voll zustimmen
Ausserdem: Leute kauft bloss kein Racematerial _und_ kein (Halbwind)-Wavematerial
.... aber genau das Zeug wird von den Firmen und der Presse gepusht.

Nicht das man mich missversteht, auch ich bin fuer Entwicklung. Aber den
Spass lass ich mir nicht verderben. Ein 7kg Brett mit 110 Litern kann
einem Alltagsgebrauch nicht lange standhalten. Ein Mast aus 60% Carbon und
mehr haelt nichtmal im Haetschelbetrieb mit wattierten Rigbag mehr als
2 Jahre. Bretter die man nichtmal Huepfen darf sind fuer mich nur
als Hausbardeko geeignet.
6er Segel die man bis 6 Windstaerken fahren kann/muss, Masten die man nicht
am Strand liegen lassen darf weil sie krumm werden, Segel die nach zwei
Knicken reissen...
Auch ich bin fuer leichters und besseres Material, aber nicht auf Kosten
der Haltbarkeit und der Sicherheit.


Patrick "have fun" Schelauske

Ralf Spoerer

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

On Mon, 17 Nov 1997 23:14:29 GMT, pie...@cam.org (Wolfram Pietzsch)
wrote:

Hallo Wolfram,

>Also nun Moment mal, fuer einen Hobby-Surfer wie mich, ist es sehr wohl wichtig
>welches Material ich fahre. Und nicht wegen dem Image!

Dann bist du wohl eine rühmliche Ausnahme. Wie oft seh ich Surfer mit
dem neuesten Equipment, die nicht mal ne Halse durchfahren. Und wenn's
um Speed geht, die absoluten Looser sind. Ich war vor einige Zeit in
USA am Hood River und da kannst du sehen was man auch mit älteren
(nicht altem Schrott) Material machen kann. Aufs Können kommts an.

> Wer behauptet, dass das neue
>Material nicht viel besser waere, ist einfach ein Ignorant.

Dann bin ich eben ein Ignorant. Spar aber ne Menge Kohle und hab
trotzdem Fun ohne Ende. Klar fahr ich nicht mit dem letzten Schrott,
aber ob ich nun jedes Jahr ne neue Gabel kaufen muß, nur weil die neue
100% verwindungsfrei und nicht nur 95% ist frag ich mich.

>Natuerlich kann man auch noch mit dem alten Sunset Spass
>haben, nur wenn einen jeder Hans und Franz um die Nase faehrt, faengt man doch
>an zu gruebeln.

Ob das bei einigen vielleicht nicht am Brett sondern am Können liegt?
Außerdem muß ich nicht immer der schnellste sein. Ich als schwerer
Junge kann bei weniger Wind eh kaum mithalten, wenn's dann aber
richtig kachelt kommt meine Zeit. Und die Jungs, die dann am Ufer
sitzen, weil sie wegwehen, können mich auch nicht mehr versemmeln.


>Wem geht es ums Image? Mir ueberhaupt nicht. Also Leute, die sich Material wegen
>"Image" kaufen, tun mir wirklich leid. Nach einem Survey im SURF Magazin spielte
>das Image auch keine grosse Rolle beim Kauf.

Traue keiner Umfrage, die du nicht selbst gefälscht hast!

> Was Surfern wichtig war ist die Leistung!!!

Hät ich auch gesagt.

Den Fehler, den immer noch zu viele machen ist, dass sie sich
>Bretter und Riggs kaufen, die ihrer Koennensstufe nicht entsprechen.

Doch nicht etwa wegen des Image? ;-)

>Wolfram

cu Ralf
auch mit altem Material happy :-)


Ralf Spoerer
ralf.s...@metronet.de

Jens

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

> "Image" kaufen, tun mir wirklich leid. Nach einem Survey im SURF Magazin
spielte
> das Image auch keine grosse Rolle beim Kauf. Was Surfern wichtig war ist
die
> Leistung!!! Den Fehler, den immer noch zu viele machen ist, dass sie sich

> Bretter und Riggs kaufen, die ihrer Koennensstufe nicht entsprechen. SURF
hat
> darauf unendlich viele Male hingewiesen: "Leute, kauft kein Race-Pro
Material,
> sondern Slalom- oder Wave-Slalom Segel." Da kann ich nur sagen - Amen

Sag mal Wolfram, glaubst Du an den Weihnachtsmann????

DIE SURF hat den Slalomwahn ausgelöst und hochgehalte.
Wenn Du es nicht glaubst, dann ließ die Jahrgänge 85 - 94.... erst dann hat
die SURF festgestellt, daß da was nicht stimmt!

Die Surf erzählt gerne, das surfen die Surf ist, .... ist es aber nicht!

Und glaubst Du an Umfragen??? ... Schau Dich um, z.B. am Brouwersdam... am
Gradasee ... IMAGE ist das wichtigste!

Jens

Jens

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

Moin ...

> Alles Material, das ich meinen schlimmsten Feinden nicht andrehen wuerde.
Jetzt
> fahre ich V8 Segel und Carbon-Gabeln und Masten. Wer behauptet, dass das
neue
Ich scheine Ignorat zu sein...
Aber, wennn Du keine Renne fährst, dann ist das SCh....material!
Denn man kann sich das Leben auch schwer machen! Womöglich hast Du sogar
eine Blade unterm Brett....

Ich empfehle jedem normalen Surfer KEINE Camber zu fahren, einen gescheiten
Mast mit einer normalen Swapback finne.
Denn normale Surfer merken keinen Unterschied von Leistung durch eine
Carbongabel!

Ich für meinen Teil habe Masten mit geringem Carbonanteil ... und normale
Gabeln, fahre meist Segel, die schon 6 - 7 Jahre alt sind...
Und habe oft mehr Spaß als Leute, die sich aleine Im Rigg 2500,- auf Wasser
legen!

SChade eigentlich, was koennte mann an Bierchen dafür trinken gehen! ;-))))

Jens


Volker Wedemeier

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

On Mon, 17 Nov 1997, Wolfram Pietzsch wrote:

> >Ich kann mich Juergen nur anschliessen, denn fuer einen Hobby-Surfer
> >ist es nicht wichtig mit welchem Material er faehrt, sondern dass das
> >Material auch mal was abhaelt und nicht gleich in Stuecke fliegt.
>
...
> zaehlt, ist was MIR tatsaechlich gefaellt. Der Worldcup und die


> intensive Forschung brachten Segel, die sehr viel besser sind, als das

> alte Material. Wer das unbedingt nicht wahrhaben will - bitte schoen,
> ich habe da noch so eine alte Finne von Concrete Wave (brutale spinouts
> garantiert alle 50 Meter, je eine alte Alu-Gabel von Nautix (biegt sich
> wie ein Gummiband) und North mit mastbrechendem Kopfstueck.

Nun sag doch mal, was bezeichnest Du denn als 'altes' Material? 15 Jahre
alt? 10 Jahre alt? Oder 2 Jahre alt?
Uebrigens gibt es auch heute noch ganz topaktuelle Finnen, die absolut
Scheisse sind! Das hat eigentlich zunaechst mal mit Alter nichts zu tun.
Hinzu kommt, dass bestimmte Finnen nur mit bestimmten Segelgroessen und in
bestimmten Bedingungen und fuer bestimmte Koennenstufen gut funktionieren.

> Auch noch ein altes Gaastra 6.3m Segel (bei jeder Boe vorne schieben
> und hinten ziehen).

Wie alt?

> Hatte auch mal ein Brett von Mistral (Energy), das nur mit viel
> Geschick zu halsen war, usw und so fort.

Ja, der Energy das war so eine Geschichte ...
Bin ihn aber nie selber gefahren.

> Oh ja, da ist auch noch ein
> "heavy-duty" Epoxy-Mast von North im Keller (schwerer wie eine Brechstange).

Na komm, schwerer als eine Brechstange - naja, kommt auf die groesse der
Brechstange an. Uebrigens wiege ich wahrscheinlich 20 kg mehr als Du.
Meinst Du wirklich, dass da die 500 Gramm im Mast einen Unterschied
machen? (Ja, ja, ich weiss: 1 kg Material entspricht 7 kg Koerpergewicht -
hab ich schon oft gehoert, konnte ich aber bisher nicht bestaetigen.)

> Alles Material, das ich meinen schlimmsten Feinden nicht andrehen
> wuerde. Jetzt fahre ich V8 Segel und Carbon-Gabeln und Masten. Wer

> behauptet, dass das neue Material nicht viel besser waere, ist einfach
> ein Ignorant. Ich kann nur raten: Mietet euch mal erstklassiges Material
> und beurteilt hinterher.

Guter Vorschlag!!! Genau das habe ich getan. Diesen Februar in Hurghada:
NP VS (schlechter als meine aelteren Segel!!), NP V6 (ganz ordentlich), F2
Axxis von 278 bis 263 und Xantos von 310 bis 285. Das 7.0er V8 von meinem
Bruder bin ich auch schon ein paar mal gefahren. Das ganze war mit Carbon
Masten und Gabeln (von NP) kombiniert.
So, und ich Ignorant behaupte immer noch, dass das nicht viel besser ist
als meine 5 bis 2 Jahre alten Segel (wobei die beiden 2 Jahre alten Segel
zwar '96 gekauft wurden, aber '95er Modelle sind).
Das NP VS ist sogar deutlich schlechter als die meissten meiner Segel.
Trotzdem wuerde ich nicht behaupten, dass man damit keinen Spass haben
koennte. Es zickt halt in Boen und bei Ueberpower mehr herum. Ausserdem
ist es miserabel verarbeitet. Das V6 und das V8 sind echt in Ordnung, aber
eben nicht 'viel besser' als meine Segel. Der Unterschied ist, wenn
ueberhaupt, kaum zu merken - zumindest nicht, wenn man die Sachen nicht
direkt nebeneinander faehrt. Viel besser funktionieren tun diese Segel
auch nicht. Das sehe ich, wenn ich die Fahrleistungen, die ich aus meinen
'alten' Segeln heraushole mit anderen Surfern mit neuem Material
vergleiche.

> Man muss nicht jedes Jahr gleich alles wieder verkaufen - keiner
> verlangt das, obwohl ich das ganz bestimmt taete wenn ich das Geld
> haette.

Das wuerde ich ganz bestimmt nicht tun. Ich kaufe mir jetzt schon weniger
Material als ich koennte, da ich sehe, dass es sich nicht lohnt ein
gutes, voellig intaktes Segel von 1994 durch ein neues zu ersetzen.
(Allerdings habe ich ein '93er 6,5er vor 2 Jahren durch ein '95er 6,3er
ersetzt, da es sich bei dem Segel wirklich mal gelohnt hat. Das 6,5er
hatte ziemliche Druckpunktwanderungen, wenn es allerdings auch besser
anglitt als das aktuellere 6,3er und das nicht nur durch den Unterschied
in der Flaeche.)

> Wer, wie ich, den herrlichen Axxis 278 faehrt, muss nicht naechstes Jahr
> gleich wieder auf den Freeride 277 umsteigen.

Bist Du Dir da wirklich ganz sicher? Uebrigens, in der Welle, auf dem Meer
faehrst Du den sicherlich nicht, oder? Da hat er mir in Aegypten naemlich
garnicht so gut gefallen. Die Axxis scheinen mir mehr auf Race ausgelegt
zu sein. Da fahren sie sich aber wirklich ganz gut.
Soll aber natuerlich nicht heissen, dass man den Axxis nicht in der Welle
fahren koennte, nur wenn jemand so wie Du immer auf die Top-Performance
bedacht ist, sollte man schon nicht nur ein aktuelles, sondern dann auch
das richtige Board fuer die entsprechenden Bedingungen waehlen.

> Natuerlich kann man auch noch mit dem alten Sunset Spass haben, nur wenn
> einen jeder Hans und Franz um die Nase faehrt, faengt man doch
> an zu gruebeln.

Oh, ich habe mit meinem PE-Pacific New Tech 260 (ein 1994er HiFly Spad
Nachbau mit Powerbox, Footpads und nach hinten versetzter Mastschiene)
schon einige neue Axxis versaegt. Dagegen halten einige Sunsets durchaus
mit. Viel wichtiger als das Material ist das Koennen und das richtige
Segel fuer die Windbedingungen. Da hilft auch kein neues Material.

> >Denke man nur daran wie man vor 15 Jahren noch auf`s Wasser gegangen
> >ist, mit komplett selbstgebautem Material, und man hat echt Spass
> >gehabt.
>
> Damals gab es ja auch kaum eine Auswahl. Hoyle stand jeder Verbesserung
> im Wege und vertrat dieselbe bornierte Meinung wie einige hier: Bloss
> nichts aendern!!
> Was soll der neue Kram? Viele wollten sehr wohl was besseres.

Naja, darueber, dass heutige Segel und Bretter besser sind als 15 Jahre
altes Material brauchen wir wohl nicht zu diskutieren. Obwohl ich immer
wieder Leute mit altem Dreieckslappen und Klepper-Tanker auf dem Wasser
sehe, die auch ihren Spass haben. Und man glaubt es nicht, bei 2 bis 3
Windstaerken haengen die in Verdraengerfahrt die modernen Bretter locker
ab.

> >Aber heute geht es vielen Surfern nicht mehr nur ums surfen,
> >sondern ums Image, und genau darauf wird auch bei den Tests der SURF
> >spekuliert,

>
> Wem geht es ums Image? Mir ueberhaupt nicht. Also Leute, die sich

> Material wegen "Image" kaufen, tun mir wirklich leid. Nach einem Survey


> im SURF Magazin spielte das Image auch keine grosse Rolle beim Kauf. Was
> Surfern wichtig war ist die Leistung!!!

Naja, da der Durchschnittssurfer (und dieser Begriff geht sicherlich noch
um einiges ueber meine Koennenstufe hinaus) kaum in der Lage ist, die
marginalen Leistungsunterschiede von modernem Material (auch 4 Jahre alten
Segeln) wirklich objektiv zu beurteilen, ist das was viele fuer 'Leistung'
halten direkt gleichzusetzen mit dem 'Image'.
Wenn 'surf' halt fuenf mal schreibt, das Segel
X sei viel, viel besser als das Segel Y vom letzten Jahr und wenn man dann
auch noch 1000 Kroeten fuer das Segel X auf den Ladentisch geblaettert
hat, dann ist man sehr schnell geneigt, dem Segel X auch wirklich viel
bessere Leistungen zu bescheinigen, auch wenn man objektiv eigentlich
garkeinen Unterschied feststellt. Mache doch mal den Test: Kaufe Dir einen
Geschwindigkeitsmesser und nehme mal die Hoechstgeschwindigkeit. Schreibe
Dir am besten die Tageshoechstgeschwindigkeit von jedem Surftag auf und
notiere sie. Dann mache das gleiche mit dem neuen Material im naechsten
Jahr und so weiter. Ich wette, dass Du da fuer mindestens 5 Jahre nur
statistische Schwankungen sehen wirst! - D. h. wenn die Koennenstufe in
der Zeit nicht wesentlich verbessert wird.
Hmm, am besten muesste man zwei Surfer mit anfaenglich gleicher
Koennenstufe und etwa gleicher Lernkurve nehmen. Der eine kauft sich jedes
Jahr neues Material, der ander behaelt immer sein altes. Das waere eine
echt exakte Messmethode, aber selbst da wird man sicherlich extreme
Schwierigkeiten haben, Verbesserungen am Material zu messen. Naja,
vielleicht geht es. Aber ich persoenlich koennte den Unterschied wohl kaum
bemerken. Mensch, wenn wir mal ehrlich sind, koennen wir doch nicht einmal
den Unterschied zwischen 45 km/h auf glattem Wasser und 40 km/h in
Kabbelwelle richtig beurteilen. Ich wette, wir wuerden so ziemlich alle
die 40 km/h in Kabbelwelle fuer schneller halten als die 45 km/h auf
Glattwasser. Noch schlimmer: mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit wuerde man
sogar die 40 km/h in Kabbelwelle auf einem schlecht kontrollierbaren
Brett fuer schneller halten als die gleiche Geschwindigkeit auf einem gut
kontrollierbaren Brett.


> Den Fehler, den immer noch zu viele machen ist, dass sie sich
> Bretter und Riggs kaufen, die ihrer Koennensstufe nicht entsprechen. SURF hat
> darauf unendlich viele Male hingewiesen: "Leute, kauft kein Race-Pro
> Material, sondern Slalom- oder Wave-Slalom Segel." Da kann ich nur
> sagen - Amen

Du sagst es! Und bei solch eklatanten Fehlern, die die Leute
ohnehin machen, soll es eine Rolle spielen, ob das Slalom Segel nun 4
Jahre oder 1 Jahr alt ist?? Da sollen 4 Jahre alte Segel
'Spassverweigerung' sein??? Da wird man angeblich mit dem 4 Jahre alten
Segel sofort von allen anderen ueberholt, obwohl die ihr nagelneues NP
Segel (natuerlich mindestens 0.5 qm zu klein) aufgeriggt haben wie das
Handtuch an Muttis Waescheleine, obwohl der Mastfuss 10 cm zu weit hinten
steht und zwischen Brett und Segel ein Scheunentor aufklafft und obwohl
sie ihre Fussschlaufen im Nirwana stehen haben und obwohl die Finne
locker 3 cm zu gross ist fuer die Bedingungen (aber wohl gerade passend
fuer die im Nirwana stehenden Fussschlaufen) und obwohl die Trapeztampen 3
cm zu weit hinten haengen und die Typen die ganze Zeit mit ihrem Mastarm
ziehen, wahrscheinlich ohne es zu merken, da der Arm durch die
krampfartige Anspannung schon halb taub ist (aber hey, voll
druckpunktstabil das Segel, ich muss hinten garnicht ziehen!) und obwohl
sie eine Speedkoerperhaltung haben wie nasse Sandsaecke und obwohl sie von
der naechsten Boe natuerlich voellig ueberrascht werden und erstmal fuer 2
Minuten das Segel aufmachen muessen um das Gleichgewicht zu halten und
obwohl sie noch nie etwas davon gehoert haben, die Wellenhaenge (sind
hier Wellen?) auszunutzen um durch das naechste Windloch zu gleiten oder
auch in den Boen noch mehr Speed herauszukitzeln ???? (Und dabei ist die
Liste von moeglichen Fahr- und Rigg-Fehlern noch lange nicht komplett.)

Nee, auf dem Wasser gewinnt der, der weniger Fehler macht. Und von den 5
bis 10 Fehlern, die jeder Freizeitsurfer fast immer macht ist das Fahren
eines 4 Jahre alten Segels hoechstens einer, wahrscheinlich aber wohl
weniger als ein halber.


Gruss,

Jens

unread,
Nov 18, 1997, 3:00:00 AM11/18/97
to

Hallo Wolfram ...


> Ich lese nicht nur SURF, sondern auch das franzoesische Magazin WIND und
das
> amerikanische WINDSURFING und stelle eine sehr vergleichbare
Uebereinstimmung
> der Testresultate fest.

das war jetzt aber des guten zuviel ... stehst auf der Gehaltliste dessen,
über den wir hier reden????

Grade die US-Mags weichen in ihren Tests, die sie übrigens bei weitem so
ernst nehmen wie unsere Münchner Gurus, extrem von den Test"ergebnissen"
des deutschen Mags ab.

Ein Test, ich will es mal so ausdrücken, ist nur was wert, wenn rein
zufällig ein Fahrer so fährt wie Du. Da aber, z.B. die Jungs steife Rigg
gut finden, kann ein Naish-Sail nie einen giten Test bekommen. Wenn dann
noch geschäftliche Interessen auftauchen, z.B. das Werbeverhalten der
Firmen, ist eine Objektivität bei weitem nicht mehr möglich!

Wenn dann hinzukommt, das die Münchner sich oft auf dem Schoß sitzen, und
Vertrieb der einen Firma mit der Redaktion des Magazines auch noch
Lebensgemeinschaften bilden, sag mal ehrlich, da fange ich doch an,
nachzudenken, gell!

Ich glaube persönlich seit dem ersten Bullit-Test mit dem Test"sieger"
Sailboard 295A Masterclass keinen Test mehr.

Wenn es Dich interessiert, wie es seinerzeit gelaufen ist, dann frage doch
mal Peter Brockhaus.

Jens

Patrick Schelauske

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

In article <01bcf448$2965eea0$01c7c7c7@server>, "Jens" <j...@nmp.de> writes:
>
>Die Surf erzählt gerne, das surfen die Surf ist, .... ist es aber nicht!
>
>Und glaubst Du an Umfragen??? ... Schau Dich um, z.B. am Brouwersdam... am
>Gradasee ... IMAGE ist das wichtigste!

am Browersdamm wird es am deutlichsten.
Auf der Binnenseite mind 3000 DM pro Surfer an Material, durchschnittlich
1.5 Jahre alt.

Auf der Meerseite das alte Zeug, Durschnittsalter 3 Jahre, alles
abgeschrieben :)

Patrick Schelauske

Patrick Schelauske

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

In article <3470d089...@nntp.hip.cam.org>, pie...@cam.org (Wolfram Pietzsch) writes:

>Du scheinst ja eine regelrechte Phobie gegen alles
>Neue zu haben.

Ich wuerde sagen eine maechtige Skepsis.
Wie gesagt ich hab schon eine Menge hochgepuschter Flops mitgemacht,
den Alumast, das Double-Winger-Swallowtail mit Jet-Bottom und das Flextail
reichen mir als persoenliche Flops. Man lernt ja dazu ueber die Jahre.
Eine Menge Bruch hatte ich auch schon ...

Ausserdem surfe ich oft da, wo kein Surfschul-Rettungsboot darauf wartet
mich rauszufischen wenn was schief geht.
Auch bei den Pro's geht ohne Rettungsboot nix mehr. Bei dem Material ...

Meiner Freundin extra dafuer ein 10.000 DM Zodiac zu kaufen scheint mir
auch abwegig.

>
>>Der World-Cup ist IMHO nur noch ein promotion-gag.
>
>Was willst du damit sagen? In allen Sportarten spielt das Material mehr oder
>weniger eine Rolle. Wir bekommen schliesslich besseres Material und koennen uns
>ueber spannende Kaempfe erfreuen. Mich aergert nur die spaerliche
>Berichterstattung im TV.

Der World-Cup ist fuer das Surfen so unerlaesslich wie die Formel 1 fuer
den Automobilbau. Koennen wir uns darauf einigen?

Das ein Wave-Event huebsch anzusehen ist geb ich ja zu, spaetestens bei
Kursrennen und unfaehigem Kommentar ist aber Schluss.

>Natuerlich muss man
>Carbonmaterial gut behandeln und nicht zweckentfremd verwenden. Neil Pryde soll
>den neuen CK66 nur rausgebracht haben, weil die Pros immer den CK95 in der Welle
>nahmen.

Nur hab ich eben keinen Caddy, der mir das Zeug bringt, wenn der Spargel
gerade in meinem 10 Minuten-Wave-Heat weggeknickt ist...
und ich hab keinen Sponsor der einen 600 DM Schwarzling mal eben nachschiebt.

Ich hab schon viele Carbonmasten brechen gesehen, meist bei nur 4-5
Windstaerken, einen sogar in der Halle...
Und wenn man in der Surf die Berichte vom World-Cup liesst ...
Ich denke zumindestens die Pros wissen wie man mit dem Zeug umgeht.
vorgeschaedigte Masten muessen die auch nicht weiterverwenden, wird
einfach weggeschmissen das Zeug ... und trotzem brechen die Dinger
reihenweise.

>
>>So wie Alu auf Korrosion anfaellig ist, ...
>>...so anfaellig ist Carbon im Handling. Ein kleiner Zusammenstoss oder ein
>>Fallenlassen aus wenigen Zentimeter Hoehe oder ein Umschlagen des Rigs am
>>Kiesstrand und die Zeitbombe tickt.
>>Wenigstens dieser Sachverhalt wurde von der SURF erwaehnt, wenn auch maechtig
>>runtergespielt.
>
>Ohgottohgott, jetzt bekomme ich aber Angst!! Mir ist mal ein Rigg mit CK60 Mast
>in Cabarete vor 4 Jahren bei einem Windstoss mehr als 100 Meter davon geflogen,
>hat unzaehliche Stuerze ueberlebt, von zahlreichen Flugtransporten ganz zu
>schweigen.

ist Cabarete nicht ein Sandstrand mit ablandigem Wind?
schrieb ich nicht was von Kies?

>Ich habe gleich mal nachgeschaut; also, mein Lieber,

^^^^^^^^^^
bitte nicht, ich steh auf Frauen ....

>der Mast sieht noch immer sehr gut aus.

welchen meint er jetzt? :)

>
>>ein sportliches "feel" hast du uebrigens auch mit einem Segel das echtes Profil
>>hat und dass nicht 30 Grad twistet, bei dem nicht 40% der besten Flaeche im
>>Wind flattern. Pobiers mal aus, mittlerweile gibts sowas wieder zu kaufen :)
>
>Komisch, meine neuen Segel haben zwar Schlapper-look am Strand, aber auf dem
>Wasser stelle ich kein flattern fest. Ja, meine alten Segel haben immer
>geflattert!

genau die Jahrgaenge hab ich ausgelassen.
Das Schlabbern galt aber Jahrelang als das non-plus-ultra...
jetzt fehlt nur noch das der Twist mal auf 15 Grad beschraenkt wird und
wieder Profil in die Lappen kommt.

>- bin eben kein Carbon-Muffel wie du!!

wieso Carbonmuffel, natuerlich hab ich Carbon im Material. Aber in einer Gabel
ist das Zeug Fehl am Platz. Ein Paar Prozent im Mast schaden nicht.

Ich habe 30er Carbonmasten_ und einen 60er. Der 60er kommt mir aber nicht in die
Welle, nichtmal in der Ostsee ...
Und der hat ein wattiertes Huellchen, damit er wenigstens Transport und
Slalomeinsatz ueberlebt.

ueber die Haltbarkeit von Carbongabeln gabs gerade was in rec.windsurfing


Patrick "aus Erfahrung lernt man" Schelauske


Felix

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

hallo!

warum die aufregung? wer geld hat für neues material soll es sich halt
kaufen, wer nicht der kann leider nicht (der verf. übrigens auch nicht jedes
jahr)!

sicher gibt es auch noch gutes altes material aber warum soll die industrie
sich nicht weiterentwickeln. aber jedes jahr ein neues brett
muß auch nicht sein oder?

wer gut surft, surft auch ein paar jahre mit seinen alten schinken noch
hervorragend, wer nicht surfen kann, wird mit dem besten material auch nicht
besser - im gegenteil!

wir brauchen mehr spaßmaterial und ich glaube da geht die industrie in die
richtige richtung im moment.

die surftests sind natürlich niemals absolut richtig sondern können nur ein
anhaltspunkt sein. schließlich reagiert jedes board bei jedem fahrer anders
(gewicht, fahrtechnik usw). es gibt niemals zwei gleiche fahrer mit der
exakt gleichen könnensstufe. außerdem ist kein fahrer wirklich objektiv
sondern hat seine vorleiben (wie fußball-schiedsrichter eben auch).

mehr fällt mir zu dem thema auch nicht mehr ein.

viel spaß mit eurem alten oder neuen material!

gruß felix

wer lsut hat, kann auch hier mal reinschnuppern!
die gardasee seite!

http://www.r-cs.com

Jochen Freudenberg

unread,
Nov 19, 1997, 3:00:00 AM11/19/97
to

: Ich begreife nicht, warum man gleich in bornierte Technologiefeindlichkeit

: verfallen muss, nur weil man sich nicht immer das neuste Material leisten kann.
: Mir straeuben sich die Haare zu Berge wenn ich lese, was hier unter dem Thema
: neues Material geschrieben wurde. Das Meiste davon aus voelliger Ignoranz.

: Ich lese nicht nur SURF, sondern auch das franzoesische Magazin WIND und das


: amerikanische WINDSURFING und stelle eine sehr vergleichbare Uebereinstimmung

: der Testresultate fest. In 3 verschiedenen Laendern kommen unabhaengige


: Testteams zu aehnlichen Ergebnissen. Alle sind sich sich einig, dass es
: jaehrlich Fortschritte auf allen Gebieten gibt, und dass sich die Verbesserungen
: summieren. Nur in Deutschland wollen es einige nicht wahr haben und
: unterstellen SURF unlauteren Kosumterror. Ich frage mich immer nur, was diesen
: total uebertriebenen Provinzialismus vieler Deutscher hervorgerufen hat.


Ich denke, Dein Ton ist etwas fehl am Platz ! Es geht hier wohl nicht darum, dass man sich nicht das neueste Material leisten kann, sondern darum, dass scheinbar zu oft der Kommerz im Vordergrund steht. Die Krise der Surfindustrie ist doch hausgemacht. Wer kauft sich denn ein eigenes Brett, wenn er weiss, dass es in ein paar Monaten (nach den Sommerferien) schon ueberholt ist ? VW bringt ja auch nicht jedes Jahr einen neuen Golf heraus und erwartet, dass der gekauft wird.
Keiner wird bezweifeln, dass es stetige Fortschritte in der Produktqualitaet gibt. Aber das sind oft eher Detailverbesserungen. Und was viel zu selten vorkommt, ist Preis-Leistungsverhaeltnisse zu bewerten statt die absolute Leistung. Dann muessten auch alle Autofahrer Formel eins Wagen (fuers sportl. fahren) oder LKWs (zum transportieren) fahren.
Selbst wenn man die aktuelle Surf liest, wiedersprechen sich Artikel und Zahlen (Masttest): Der Epoxy Mast kann doch ganz gut mit 30%igen Carbonmasten mithalten, ist aber wesentlich billiger.

Und obendrein bin ich dennoch der Ansicht, Leuten Ignoranz vorzuwerfen, die sich nicht jedes Jahr neues Equipment fuer 1000-2000 DM leisten koennen, ist ein starkes Stueck.

Jochen

Wolfram Pietzsch

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

>>Der Worldcup und die intensive Forschung brachten Segel,
>>die sehr viel besser sind, als das alte Material.
>

>welche Forschung? Surfmaterialentwicklung lief schon immer nach dem
>"try and error"-Prinzip ab.

Die meiste Forschung laeuft nach diesem Prinzip ab. Oft auch noch nach dem
Zufallsprinzip. Was meinst du wie die Roentgenstrahlen gefunden wurden. Wie
neues Material entsteht, sollte fuer uns egal sein - es soll besser, sicherer,
leichter zu benutzen und hoffentlich auch billiger sein.


>>Hatte auch mal ein Brett von Mistral (Energy), das nur mit viel
>>Geschick zu halsen war, usw und so fort.
>

>genau das Ding war ein Produkt aus dem Worldcup, das im allgemeinen
>Rennwahn an Freizeitsurfer verkauft wurde. Lief ja geradeaus
>auch tierisch schnell :)
>Jetzt versucht man Bretter aus dem Wourlcup mit eimem Mindesthaltbarkeitsdatum
>von 6 Monaten an die Freizeitsurfer zu verhoekern, das sichert den Absatz auch
>fuer die naechsten Jahre. Weichgetretene Decks werden als normaler Verschleiss
>bei Leichtbrettern verkauft und sollen kein Reklamationsgrund mehr sein usw.
>....mit einem Slalomboard springen? Bist du wahnsinnig?...

Vor ein paar Jahren haben viele gemeckert, dass die Pros super Material
bekommen, und wir Hobby-Surfer nur entschaerfte schwerere Ableger. Die Industrie
hat reagiert: Die Rennsemmeln waren ploetzlich unveraendert im Angebot. SURF hat
immer wieder daraufhingewiesen, wie zerbrechlich diese Bretter sind, wie schwer
der Wasserstart mit Race-Pro Segeln geht und uns immer dringend abgeraten. Wer
denoch so ein Zeug kauft, sollte sich hinterher nicht beschwehren. Ich bin auch
mal reingeflogen, wollte auch mal Dunkerbeck spielen. War ein teurer Spass.

>>Natuerlich kann man auch noch mit dem alten Sunset Spass
>>haben, nur wenn einen jeder Hans und Franz um die Nase faehrt, faengt man doch
>>an zu gruebeln.
>

>Und wenn sie alle Kringel um dich fahren zweifelst du natuerlich
>zuerst am Brett, gell?

Aus gutem Grund! Mit dem neuen Axxis 278 ist auch der Durchschnittssurfer gleich
viel schneller. Das neue Brett ist besonders bei Starkwind und schlimmer
Kabbelwelle viel leichter schnell zu machen und auch super zu halsen.


> Ein 7kg Brett mit 110 Litern kann
>einem Alltagsgebrauch nicht lange standhalten. Ein Mast aus 60% Carbon und
>mehr haelt nichtmal im Haetschelbetrieb mit wattierten Rigbag mehr als
>2 Jahre. Bretter die man nichtmal Huepfen darf sind fuer mich nur
>als Hausbardeko geeignet.

Mein Seatrend 8'8" (ca. 2.65m) wiegt 6.5kg und ist schon 4 Jahre alt. Die
Schlaufen sind verschlissen, aber das Board ist noch 100% ok. Mein CK 60 von
Neil Pryde hat 4 Jahre ueberstanden ist noch super. Eine Carbongabel von
Fiberspar hat 3 Jahre ohne Beschaedigungen (ausser Belag) ueberlebt. Also diesen
Maerchen von dem empfindlichen Material kann ich aus eigener Erfahrung nicht
zustimmen. Der Verkaeufer des Brettes hat mich am Ohrlaeppchen gezogen und mir
eindringlich gesagt: NICHT SPRINGEN!!!! Oder nimm die schwerere Epoxy Version!!
Ich hab mich dran gehalten - das Brett bekam immer Erste-Klasse Behandlung und
wird im Schlafzimmer in einem Bag gelagert. Nur meine neue Freundin wunderte
sich am Anfang immer, was da drin steckt. Jetzt hat sie sich beruhigt da sie
weiss, dass nicht meine Ehemalige drin ist.

Wenn ich sehe, wie einige Leute mit ihren Sachen umgehen, na kein Wunder, dass
das nicht gut ausgeht.

Wolfram

Patrick Schelauske

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

In article <34739984...@nntp.hip.cam.org>, pie...@cam.org (Wolfram Pietzsch) writes:
>
>>>Der Worldcup und die intensive Forschung brachten Segel,
>>>die sehr viel besser sind, als das alte Material.
>>
>>welche Forschung? Surfmaterialentwicklung lief schon immer nach dem
>>"try and error"-Prinzip ab.
>
>Die meiste Forschung laeuft nach diesem Prinzip ab. Oft auch noch nach dem
>Zufallsprinzip. Was meinst du wie die Roentgenstrahlen gefunden wurden. Wie
>neues Material entsteht, sollte fuer uns egal sein - es soll besser, sicherer,
>leichter zu benutzen und hoffentlich auch billiger sein.

nur wenn man Material ENTWICKELT, welches gegen jedes Wissen z.B. in der
Aerodynamik oder Hydrodynamik verstoesst dann ist das schon peinlich. So
ein Zeug kann man dann sogar jahrelang im Surfmarkt absetzen, bis jemand
merkt, dass man das verbessern kann ...

Das wir im Surfsport nicht mehr beim Entwickeln sind, sondern in einer
Modebewegung sieht z.B. an den Brettern. Jetzt gibt es wieder fette
Square-Tails wie anno 1980, natuerlich 8kg leichter, aber sonst?
Die breiteste Stelle schwankt seit 1982 erst mittig, dann ganz weit vorne
(Gun) dann immer weiter nach hinten bis weit hinter die Mitte, jetzt
wieder etwas nach vorne. Mal sehen wann wir wieder bei den Guns ankommen.

bis 1986 waren sanfte TUE (Tucked under edge) modern, dann kamen
die Boxrails. Jetzt gibts Freerides, die haben wieder die sanften TUE ...

Dann die Volumenverteilung ...
.... mal sehen wann wieder die superduennen Kanten/Hecks hipp sind.

Nimm die Masten: ganz frueher gabs Constant Curve Masten, nur da
wusste niemand das die so hiessen, weil alle Masten so waren. Dann
kamen die Flextopmasten auf, zusammen mit den ersten stark twistenden
Segeln. Die waren einige Jahre modern, dann ging man auf die NEUEN Constant
Curve Masten ueber :)

Die Gabeln: in der Steinzeit des Surfens (1980) gabs schon Variogabeln
mit Pin-Verstellung. Dann wurden neue, teuere Verstellsysteme erfunden,
kompliziert mit Kunsstoffmanschetten, O-Ringen oder Minipins. Heute
muss man oft fuer das einfache, billigere Pinsystem AUFPREIS zahlen!


Natuerlich streite ich Detailverbesserungen nicht ab. Aber richtig
innovativ war man in den letzten 15 Jahren nicht mehr. Bahnbrechend waren
nur die Abkehr von der US-Finnbox und die Schnellverschluss-Gabeln, aber
da hat sich seit 1990 auch absolut nichts mehr bewegt.

Uebrigens gab es Doppelsandwich-Serien-Bretter mindestens seit 1984 (ich
hatte mal ein Aquata ...), Airinsides aehnlich frueh (Verdraenger z.B. von
Lechner).

Wenigstens scheint es schwerer zu werden angebliche Innovationen
in den Markt zu druecken. Nimm diese supersteifen Powerjoint- Sehnen
aus dem Worldcup, die hat sich gluecklicherweise fast niemand andrehen
lassen.

>
>> Ein 7kg Brett mit 110 Litern kann
>>einem Alltagsgebrauch nicht lange standhalten. Ein Mast aus 60% Carbon und
>>mehr haelt nichtmal im Haetschelbetrieb mit wattierten Rigbag mehr als
>>2 Jahre. Bretter die man nichtmal Huepfen darf sind fuer mich nur
>>als Hausbardeko geeignet.
>
>Mein Seatrend 8'8" (ca. 2.65m) wiegt 6.5kg und ist schon 4 Jahre alt.

Und dein Brett ist 4 Jahre alt??? da solltest du aber schleunigst was neues,
moderneres kaufen. Du wirst sicher schon dauernt von 97er Modellen versaegt
und die neuen Freerides fahren Kringel...

>Die
>Schlaufen sind verschlissen, aber das Board ist noch 100% ok.

>Also diesen
>Maerchen von dem empfindlichen Material kann ich aus eigener Erfahrung nicht
>zustimmen. Der Verkaeufer des Brettes hat mich am Ohrlaeppchen gezogen und mir
>eindringlich gesagt: NICHT SPRINGEN!!!! Oder nimm die schwerere Epoxy Version!!
>Ich hab mich dran gehalten

sag ich ja, 7kg 110l Bretter (und analog andere Groessen) darf man nicht
huepfen/springen.

Ich zitiere mich nochmal selbst:

>>Bretter die man nichtmal Huepfen darf sind fuer mich nur
>>als Hausbardeko geeignet.

>- das Brett bekam immer Erste-Klasse Behandlung und
>wird im Schlafzimmer in einem Bag gelagert. Nur meine neue Freundin wunderte
>sich am Anfang immer, was da drin steckt. Jetzt hat sie sich beruhigt da sie
>weiss, dass nicht meine Ehemalige drin ist.
>

ja ich will springen (mit Slamom-Boars nur huepfen), ja ich falle ab und an
aufs Segel und auf die Gabel, ja ich werde manchmal heftig gewaschen.

>Wenn ich sehe, wie einige Leute mit ihren Sachen umgehen, na kein Wunder, dass
>das nicht gut ausgeht.

Nein, ich knalle nicht auf den Strand. Nein, ich werfe mein Board nicht in
den Kies. Ich quetsche mein Brett nicht mit Spanngurten ...

Aber:
Ich hab keine Lust mein Rig jedesmal am Strand in eine Tuete zu Packen.
Nein, ich will nicht jedes Teil (Brett, Mast, Holme, Finne) einzeln in
wattierte Huellen packen bevor ich sie im Auto umherfahren kann.
Nein, im Bett hab ich keinen Platz fuer meine Bretter ...

Ich akzeptiere: das ein einschlagender Mast das Brett beschaedigt, das
ein Fallenlassen auf grobem Kies Dellen verursacht, das Finnenkaesten
rausreissen wenn man gegen einen Stein faehrt ...

Ich akzeptiere nicht: weichgetretene Decks unter Footpads, brechende Bretter,
ausreissende Mastschienen, brechende Finnen, spontan brechende Masten,
aufplatzende Kanten, Delaminationen, Segel die nach zwei Saison sproede
werden, krumme Masten, Camber die Masten killen ...


Patrick "spaetestens im Bett sollte man sich dann entscheiden" Schelauske

>eindringlich gesagt: NICHT SPRINGEN!!!! Oder nimm die schwerere Epoxy Version!!

hast du ein leichtes Polyester-Brett ??? Da hast du was falsch verstanden...
NUR Epoxy-Bretter koennen ueberhaupt leicht sein!


Wolfgang Soergel

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

Patrick Schelauske wrote:
> =

> In article <64vina$c8u$1...@demdwu11.telemedia.de>, "Felix" <freichardt@cw=
w.de> writes:
> =

> >
> >wir brauchen mehr spa=DFmaterial und ich glaube da geht die industrie =


in die
> >richtige richtung im moment.

[...]
> Aber surfen ist immer noch zu kompliziert. Da gabs mal Punkte fuer
> "easy surfing" in der surf, das sollten sie wieder verstaerkt aufgreife=
n.
> Wie waere es mal mit einem Award (=3DPreis) fuer die beste Innovation
> auf dem Sektor?
Naja, kann ja auch jeder die Augen aufmachen, bevor er was kauft.
Des einen Einfachkeit ist halt des anderen Eigeschraenktheit.

> Damit das keine unkonstruktive Kritik wird hab ich mal ein paar
> Vorschlaege:
> =

> Es braucht z.B. noch Mastlaengen/Vorlik-Normen, damit man entlich seine=
n
> Mast ins Segel stecken kann ohne am Top oder am Variomastfuss noch ewig=

> rumkorrigieren zu muessen.
> Die Mass-Aufdrucke auf Segel, Mast, Verlaengerung und Gabel sind ja ein=

> guter HALBER Schritt dahin.
Naj, der Aufdruck sollte stimmen und konsistent gemessen sein =

(i.e. Vorlieklaenge ist Mastlaenge im ungeriggten Zustand, Gabellaenge
gemessen
von Vorderkante Mast bis Vorderkante Gabelbaumendsueck, nicht etwa =

"Mitte Mast bis Mitte Trimmoese" oder aehnlich unnachvollziehbar.
Dies geschieht aber meines Wissens so. Allerdings dehnen sich selbst =

Monofilmsegel etwas mit der Zeit und der Trimm haengt halt auch von den =

Bedingungen, dem Fahrer (Koennen, Gewicht, Vorlieben) und dem
verwendeten
Mast ab. Auch bei gleichen technischen Daten gibts da halt Streuungen
und
im Alter werden die meisten Masten weicher.
Persoehnlich habe ich damit eh kein Problem, ich bau jedes Segel nach
dem =

Kauf sowieso erst mal auf, stelle das Vorliek grob ein und markiere =

die Baeum entsprechend =3D > der Grobtrimm stimmt immer, feintrimmen
muss man sowieso. Sehr selten, dass ich mal an einer Verlaengerung
oder gar einem Variotop nachstellen muss. =


> weitere Forderungen:
> =

> -Schnellspannvorrichtungen fuer Vorlik und Achterlik ohne Tampenfummela=
ge,
> z.B. nach dem Skischuhprinzip
Konstruiers, melde es zum Patent an und verkauf es. Ich bin allerdings
mit den gegenwaertigen Tampen (ggf. mit Haken oder Trimmrolle) gar nicht =

so unzufrieden, einfach , zuverlaessig (noch nie auf dem Wasser
gerissen),
billig.

> -Mann/Frau muss den Mast ohne Probleme in das Segel (Masttasche) bekomm=
en ...
> ... und wieder heraus!
Wo ist da das Problem ? Kann ja jeder selbst entscheiden, ob er sich 5
harte
Camber antun will. Ich hab keine, nur Softcamber in den 2 groessten
Segeln.
Nur ist Aufriggkomfort bei Hoechstleistungsrennsegeln halt kein
entscheidenter =

Punkt.

> -Das Brett muss selbsttaetig anzeigen wenn es Wasser zieht.
> das wuerde keine 10 DM kosten !!
> aber nur wer wirklich gute Bretter baut kann sich sowas leisten.
Waer ich sehr dran interessiert, wie das funktionieren soll ?? (ehrlich,
ich habe in 2 Brettern Probleme mit Wasser, einmal dank eigener
Vergesslichkeit,
einmal dank defektem Ventil).

> -Finnen brauchen Notlaufeigenschaften wenn sie brechen.
> z.B. etwas Kevlar in die Gewebelagen
Da hilft vermutlich "etwas Kevlar" nicht. Ausserdem bezweifle ich die =

notwendigkeit, wie oft brechen denn vernuenftige Finnen heute
(vielleicht
nicht gerade G10 Billigteile, aus G10 sollte man wirklich keine langen
Finnen machen, das Zeugs ist gut um Leiterplatten herzustellen).
=

> -Finnenkasten/Finne brauchen Sollbruchstellen fuer den Fall eines
> Bodenkontaktes...
Nimm halt Kunststoffschrauben, falls es ein Problem ist, US box Finnen
brechen sowieso an der Nase, bei den anderen rupft es wohl meistens
die Schraube durch das Messinggewinde.
=

> -Trapeze brauchen _wieder_ Taschen in denen man Seenotzeug, Ersatztampe=
n
> und Autoschluessel verstauen kann (uncool, ich weiss ...).
Nicht jeder schleppt kiloweise Zeugs mit sich rum. Aber Schluessel,
Tampen
und Schraubendreher kriegst Du in so gut wie jedem Trapez unter, =

Marken auf Anfrage. Fuer umfangreichere "Notfallausruestung" wuerd ich
mal
in rec.windsurfing anfragen, viele hilfreiche Antworten, was man denn
unbedingt mitzunehmen habe und wie man es am besten verstaut sind =

garantiert.
=

> -Mastfusszapfen muessen ohne Ausnahme zueinander passen.
Praktisch tun sie es (90 % der Laute fahren das North Race Quickrelease
oder ein kompatibles System). Praktisch gibt es allerdings auch eine
Menge
vernuenftiger Alternativen (2-Pin Systeme a'la Chinook) und es ist
halt auch Geschmacksache, ob man den Mastfuss oberhalb oder unterhalb
des Gummis trennen soll oder auch an beiden Stellen.
=

> -3 oder 4 Finnensysteme sind viel zuviel. Das ist nicht nur teuer (fuer=

> Haendler, Industrie und Verbraucher) sonder auch aergerlich, wenn man
> mal was probefahren will.
OK, richtig. Nur was soll man abschaffen ?? Noch ein neues System
einfuehren ?

US box oder so was in der Art braucht man, da viele der anderen Systeme
fuer Waveboards zu tief sind, Powerbox gehoert F2/Mistral/Hifly und
wird von vielen anderen verwendet, Fanatic und Bic wollen offensichtlich
auch nicht nachgeben, Tiga ist tod (leider), Tuttle spielt effektiv
keine Rolle fuer Normalverbraucher. Sind's also 3, wovon eines
so gut wie ausschliesslch fuer die Waver interessant ist.
=

> Das ist doch alles keine Utopi. Alles sehr schnell und preiswert machba=
r.
> Bin ich ein Spinner?
Naja, die meisten der Ideen waren wohl schon mal da und haben sich nicht =

durchgestezt. Am Markt ist, was verkauft wird. Also haben wir es doch
eigentlich in der Hand. =


> Habt ihr noch mehr Spass-Ideen?
+ Sclagfestere boards. 200 g , investiert in 1/2 m^2 kevlar an der
richtigen =

Stelle bringen enorm viel, allerdings auch mehr Arbeitsaufwand (=3D=3D
Kosten).
+ Mehr Wind
+ Mehr Wellen
+ "Nasenverstaerkung" in den Segeln (Idee ist nicht von mir, ich habs
erstmalig
bei Canibal Sails gesehen, naechstes Jahr wohl auch bei Simmer).
+ Noch'n bischen mehr Wind.
+ Etwas freundlichere, nicht auf die schnelle Mark bedachte Verkaeufer
in =

manchen Shops. Auch etwas mehr Kompetenz dort (Mir wollte man, als ich
im Sommer mal spasseshalber nach einem 4.5er Wellensegel zwischen ein =

5.0 Zeta und 4.0 Ezzy gefragt habe doch glatt ein 4.6
Freeride-Slalomsegel
(inclusive Camber und ganz aus Film)
verkaufen. War halt grad auf Lager, Wellensegel hatten sie keine).
Es gibt aber auch positive Ausnahmen.

</RANT>
Wolfgang
--
Wolfgang Soergel =

Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik phone: ++49-9131-857781

Universitaet Erlangen-Nuernberg fax: ++49-9131-858849 <=3D=3D=3D ne=

Wolfram Pietzsch

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

Jochen Freudenberg <b...@aixterm3.urz.uni-heidelberg.de> wrote:

Ich habe keinem Ignoranz vorgeworfen nur weil er sich nicht neues Material
leisten kann. Lese mal meine Message noch mal durch! Viele haben nicht das Geld
dazu und verdienen meine volle Sympathie. Aber hier gab es Leute, die behaupten,
dass neue Bretter und Riggs gar nicht besser seien, dass alles nur von
Herstellern im Einklang mit SURF aufgeputscht wuerde, um uns das Geld aus der
Tasche zu ziehen. Diesen Verschwoerungstheorien sollte und muss man
wiedersprechen. Detailverbesserungen addieren sich schnell und fuehren ueber 2-4
Jahre zu wesentlich besserem Material

Wolfram

Felix

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

hallo!

deine ideen sind durchweg gut. mann geh in die industrie und mach was draus
...

warum gibt es eigentlich keinen bill gates für windsurfer, der sich mal um
eine norm für mastfüsse, zubehör, usw kümmert? auf sowas warte ich schon
lange. warum gibt's nicht endlich plug n play für surf zubehör?

industrie-bosse hört ihr zu? einigt euch endlich!

die sache mit dem award für die beste innovation auf dem spaßsektor kann ich
nur voll unterstützen, aber darf den ein heft vergeben, daß anzeigen
schaltet? warum wird der nicht hier vergeben.

wäre das nicht eine sache für alle web-sites mit dem thema windsurfen?
sozusagen ein web-oskar für die besten surf-teile?
ich für meinen teil wäre dabei (http://www.r-cs.com, die seite für
windsurfer am gardasee).

bin gespannt auf eure antworten ....


felix

Volker Wedemeier

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

On Thu, 20 Nov 1997, Wolfram Pietzsch wrote:

> Mein Seatrend 8'8" (ca. 2.65m) wiegt 6.5kg und ist schon 4 Jahre alt. Die
> Schlaufen sind verschlissen, aber das Board ist noch 100% ok. Mein CK 60 von
> Neil Pryde hat 4 Jahre ueberstanden ist noch super. Eine Carbongabel von
> Fiberspar hat 3 Jahre ohne Beschaedigungen (ausser Belag) ueberlebt.

> Also diesen Maerchen von dem empfindlichen Material kann ich aus eigener
> Erfahrung nicht zustimmen.

Hallo Wolfram,

so, so, Du faehrst also 4 Jahre altes Material!!! Schaem Dich! Dann
gehoerst Du also auch zu uns 'Spassverweigerern', wie 'surf' uns in ihrem
aktuellen Editorial bezeichnet.

Ich weiss, dass dieser Thread sich inzwischen ein wenig verselbststaendigt
hat (nichts dagegen), aber eigentlich hatte ich diesen Thread nur
angestossen, weil ich diese Aussage von 'surf', dass das Benutzen von 4
Jahre altem Material 'Spassverweigerung' sei, da das neue ja
angeblich soooo viel besser ist, so voellig ueberzogen fand und die pure
Kommerzpropaganda da so voellig unverbluemt herauszuhoeren ist.
_Das_ hat mich, und offensichtlich einige andere Leute auch, so tierisch
angenervt. Dagegen, dass sich jeder irgendwann neues Material kauft sage
ich doch garnichts. Auch das neues Material tendentiell eher besser wird
(mal von ein paar Fehlentwicklungen wie Leichtbruchmaterial abgesehen,
aber das muss eben jeder selbst wissen) bestreite ich nicht. Nur die
Groessenordnungen, in denen Surf von den Verbesserungen schwaermt sind
meiner Meinung nach voellig ueberzogen.

Also, eigentlich weiss ich garnicht, warum wir uns streiten.
Offensichtlich sind wir uns doch im Grunde einig, oder hast Du auf Deinem
4 Jahre alten Seatrend keinen Spass mehr?

> eindringlich gesagt: NICHT SPRINGEN!!!! Oder nimm die schwerere Epoxy
> Version!!

> Ich hab mich dran gehalten - das Brett bekam immer Erste-Klasse


> Behandlung und wird im Schlafzimmer in einem Bag gelagert. Nur meine
> neue Freundin wunderte sich am Anfang immer, was da drin steckt. Jetzt
> hat sie sich beruhigt da sie weiss, dass nicht meine Ehemalige drin
> ist.

Grins! Na, solange Deine Freundin nicht im Keller schlafen muss! :-)))
Nee, meine Bretter lagern im Keller und bei jedem Transport auf's Auto
schliessen sie unweigerlich ein oder zweimal engere Bekanntschaft mit der
ein oder anderen Wand. Mein Explosion uebersteht das nur in einem
Boardbag, was mir eigentlich schon nicht so ganz gefaellt. Meinen kleinen
PE-Sinker kratzt das aber auch ohne Boardbag garnicht. (Im wahrsten Sinne
des Wortes.)
Naja, andererseits habe ich in letzter Zeit auch angefangen den Explosion
zu springen, und bisher hat er das ohne Probleme mitgemacht. - Sowas muss
ein Brett auch abkoennen, zumindest wenn man damit Spass haben und nicht
(nur) Rennen gewinnen will - finde ich zumindest.

> Wenn ich sehe, wie einige Leute mit ihren Sachen umgehen, na kein
> Wunder, dass das nicht gut ausgeht.

Hmm, an wirklich guten Tagen ist nicht die Frage, wie _ich_ mit meinen
Sachen umgehe, sondern wie der Wind und die Wellen mit mir und meinem
Material umgehen und das ist nicht immer besonders sanft. Da gibt es schon
mal einen wilden Schleudersturz oder das Rigg geht mal in der Brandung
durch den Vollwaschgang. Auch sowas muss das Material mitmachen. Klar,
irgendwo ist immer die Grenze, aber Material, von dem man nach jeder
dritten guten Session die Truemmer zusammen fegen muss taugt meiner
Meinung nach nichts.

Klar, schoen viel Sand unter dem Camber scheuert irgendwann jeden Mast
durch, aber einige Carbonmasten werden ja schon von einem normalen
Kugelcamber allein nach sechs Monaten durchgesaegt.
Auch frage ich mich, was dieser aktuelle Schrott mit den RDMs (Reduced
Diameter Masten) soll. Aerodynamisch macht der Zentimeter weniger
Durchmesser doch absolut keinen Unterschied. Dagegen wird durch die
Durchmesserreduzierung die Statik des Mastes ziemlich stark beeinflusst.
Der Mast wird tendentiell weicher, also muss man steiferes Material wie
Carbon nehmen, aber da das ohnehin schon bruchanfaellig ist, wird es bei
geringerem Durchmesser noch anfaelliger.
Diese Dinger sind doch auch nur einmal wieder so ein Marketing-Schachzug
(Modegag), der hoechstens den Verkaufszahlen aber bestimmt nicht der
Performance dient. (Nun muss man mit einem neuen Segel auch einen neuen
Mast kaufen, da der alte nicht mehr in die Masttasche passt, oder die
Camber nicht mehr richtig sitzen! - Sowas ist doch einfach Scheisse!)

Haeng lose,

Wolfram Pietzsch

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

> Ausserdem bezweifle ich die =
>notwendigkeit, wie oft brechen denn vernuenftige Finnen heute
>(vielleicht
>nicht gerade G10 Billigteile, aus G10 sollte man wirklich keine langen
>Finnen machen, das Zeugs ist gut um Leiterplatten herzustellen).

G10 ist nicht gleich G10. Dieses Material war als Leiterplatten gedacht und ist
als Finne etwas zweckentfremdet. Ein Vertreter der Firma True Ames sagte mir,
dass es erhebliche Qualitaetsunterschiede in G10 Platten gibt. Viele taugen
nichts, wegen minderwertiger Glasplatten und ungenuegendem Verhaeltniss
Faser/Harz. Gute Platten eignen sich sehr wohl fuer lange "Dolche". Ich habe 5
davon, die alle wie neu aussehen und fast 100%ig spin-out frei sind.
>
Wolfram

Wolfram Pietzsch

unread,
Nov 20, 1997, 3:00:00 AM11/20/97
to

>
>nur wenn man Material ENTWICKELT, welches gegen jedes Wissen z.B. in der
>Aerodynamik oder Hydrodynamik verstoesst dann ist das schon peinlich. So
>ein Zeug kann man dann sogar jahrelang im Surfmarkt absetzen, bis jemand
>merkt, dass man das verbessern kann ...
>

ja, und die Firma bestraft der Markt sehr schnell. Testberichte weisen darauf
schnell hin wenn was nicht funktioniert, der Worldcup entscheidet sehr effizient
was nun funktioniert und was nicht. Ausserdem haben die grossen Firmen doch
Testteams, die pausenlos neues Material ausprobieren. Selbst Amateure werden
oefters eingeladen, beim Test mitzumachen. Thommen hat den neuen Axxis 272 von
mehreren Freizeitsurfern fahren lassen, und erst nachher kam das neue Brett ins
Programm. Das amerikanische WINDSURFING Magazin laed schon seit einiger Zeit
eine ganze Anzahl Amateurtester zum jaehrlichen Test in Maui ein. Deren Bilder
und Kommentare werden abgedruckt. die Amateurtester muessen fuer diese Teilnahme
dicke bezahlen! Und tun es trotzdem gern. Ich wuerde auch gerne hin wenn ich im
Spaetherbst Zeit haette.


>>
>>Mein Seatrend 8'8" (ca. 2.65m) wiegt 6.5kg und ist schon 4 Jahre alt.
>
>Und dein Brett ist 4 Jahre alt??? da solltest du aber schleunigst was neues,
>moderneres kaufen. Du wirst sicher schon dauernt von 97er Modellen versaegt
>und die neuen Freerides fahren Kringel...
>

Tu ich nicht, denn das Brett ist noch immer super, hat aber auch einige wichtige
Nachteile: Es ist ein reines Slalombrett mit scharfen Kanten von vorne bis
hinten und ist in der Welle absolut nicht zugebrauchen. Es laeuft wunderbar
Hoehe (mit G-10 Dolch als Finne) und wird raumschotts sauschnell. Aber der Shape
ist schon altmodisch - sieht aus wie eine kleinere Version des Screamer I und
neigt zum einspitzeln. Ich liebaeugele daher schon mit dem Axxis 272, aber
dieses Jahr war eben Leichtwindmaterial angesagt. Habe mir den neuen Xantos 295
II mit dem V8 7.5 gekauft und habe meine Gleitzeit mehr als verdoppelt. Mehr
Geld war nicht da. Naechstes Jahr vielleicht ... !!!

>Ich zitiere mich nochmal selbst:
>
>>>Bretter die man nichtmal Huepfen darf sind fuer mich nur
>>>als Hausbardeko geeignet.
>
>

diese Meinung teile ich nicht. Ich wusste beim Kauf genau was ich wollte und
hatte eine gute Beratung. Der Besitzer des Windsurf Paradise Hotels in El Yaque
kam gleich gelaufen als er mich mit meinem Seatrend sah. Er hatte das identische
Brett und hat es in zwei Teile zerlegt und redete genauso wie du auf mich ein.
Ich sah ihn dann aus dem Wasser - bestimmt Koennensstufe 6 und jeder
Wasserhuegel wird als Schanze ausgenuetzt. Wie das die Damen am Strand
beeindruckt!! Ich bin nicht neidisch - soll er wenn ihm das Spass macht. Aber
er muss dann ein solides Brett nehmen. Lasst mir bitte mein super-leichtes
Hi-tech Material. Ich weiss was ich will und was ich mache.


>
>>eindringlich gesagt: NICHT SPRINGEN!!!! Oder nimm die schwerere Epoxy Version!!
>
>hast du ein leichtes Polyester-Brett ??? Da hast du was falsch verstanden...
>NUR Epoxy-Bretter koennen ueberhaupt leicht sein!
>

Ich hatte die Auswahl zwischen zwei Versionen: Auf der einem stand Epoxy II
drauf. Auf der viel leichteren stand Carbon Sandwich drauf.

Wolfram

Volker Wedemeier

unread,
Nov 21, 1997, 3:00:00 AM11/21/97
to

On 21 Nov 1997, Jens wrote:

> >Eeeecht!!!! - Wow!! Fast unglaublich!!!
> Jep ... echt ...
>=20
> Aber vielleicht haben wir auch ein Probelm mit den Begrifflichkeiten: Ein
> Spin out ist, ausser einem starken Coktail ein "pl=F6tzlichen, nicht zu
> kontrollierendes Ausbrechen des Hecks" .... Zitat aus einer alten "the
> world greates Windsurfing magazine".

Na ok, nach der Definition habe ich auch sehr selten Spinouts. Ist aber
auch schon vorgekommen, wohl auch mehr als einmal, aber da wuerde ich mich
jetzt schon nicht mehr festlegen wollen.

> In der Form hatte ich nur einen Spin out. Es ist das Gef=FChl, als ob dei=
ne
> Finne weggebrochen w=E4re!

Ja, stimmt. Diese Spinouts hatte ich unter der Rubrik: "ploetzliche
Spinouts ohne ersichtlichen Grund (sehr selten)" eingeordnet.

> Die Ursache beim Spin Out ist allerdings Kavitation! D.h. das auf der
> Unterdruckseite der Finne (Luv) der Druck soweit abf=E4llt, da=DF das Was=
ser
> verdampft, dadurch rei=DF pl=F6tzlich die Str=F6mung ab.

Da streiten sich die Geister. Ich habe mal eine WWW-Seite von einem
Franzosen gesehen, der seine Doktorarbeit in Hydrodynamik ueber Spinouts
bei Finnen gemacht hatte. Der behauptete, Spinouts wuerden immer durch
Ventilation, nie durch Kavitation hervorgerufen werden. Er hat denn auch
eine Finne mit einer 'Nase' etwa eine drittel Finnenlaenge von der Basis
entfernt entwickelt. Diese Nase soll das weitere Ausbreiten der
Ventilationszone nach unten verhindern. Die Finnen gibt (gab?) es auch zu
kaufen. 'surf' dagegen behauptete in ihrem Finnentest, dass auch
Kavitation Grund fuer einen Spinout sein kann. Auf rec.windsurfing habe
ich einmal eine lange Diskussion mit einigen Leuten darueber gefuehrt.
Inzwischen will ich mich da nicht mehr auf einen bestimmten Standpunkt
festlegen. (Urspruenglich hatte ich der 'surf' geglaubt)

> >Kann sein. Aber mit etwas Uebung kann man auch bei einer G10 Finne den
> >kommenden Spinout bemerken, bevor er passiert. - Wenn man aufpasst und
> >nicht in der Gegend herumtraeumt, natuerlich.
>=20
> Einen Spin out merkst Du nicht. Es gibt keine Anzeichen daf=FCr! Das ist =
die
> EIgenart des Auftretens der Kavitation.

So wie Du Spin Out definierst hast Du Recht.

> >Mache ich mir auch nicht. Habe bisher auch noch keinen Unterschied
> >feststellen koennen.
>=20
> Volker, wir sollten doch irgendwann mal gemeinsam die Wellen schredden!
> ;-)))

Klar, wird schon noch kommen. Ich halte schon die ganze Zeit Ausschau nach
einem Baeckereibus! Ich werde mir demnaechst auch den d.a.w.-Aufkleber
ins Heckfenster packen.=20
Mal sehen, vielleicht ist Samstag ja Wind und es ist nicht zu kalt.
(Oh weh, ich werde echt langsam zur Memme! :-)))) )

Tschau,

Volker

---------------------------------------------------------------------------=


--
To reply, please delete 'spamex.' from the e-mail adress!
Um zu antworten, bitte 'spamex.' aus der E-Mail Adresse loeschen!

---------------------------------------------------------------------------=

Volker Wedemeier

unread,
Nov 21, 1997, 3:00:00 AM11/21/97
to

On 21 Nov 1997, Jens wrote:

> Ich fahre nur Swaepback aus GFK, vor allem um einen gewollten slide
> produzieren zu k=F6nnen.
> Noch dazu kommt, dass ich in meiner gesamten Zeit als Surfer (immerhin 19
> Jahre) nur einen Spin out hatte.

Eeeecht!!!! - Wow!! Fast unglaublich!!!

Also, ich bin noch mit den alten biege-Plastikfinnen angefangen (sogar
mit zwei Tracker-Finnen neben der Hauptfinne - Brett war ein F2 Comet
3,25). Selbst damit habe ich spaeter, als ich die Kunst des Gleitens
erlernt hatte schon meine ersten Spinouts.
Dann bin ich zunaechst auch GFK Finnen gefahren (fahre ich teilweise auch=
=20
immer noch) und inzwischen habe ich dazu einige pure G10 und eine
G10-Carbon Finne.
Mit jeder Finne habe ich an manchen Tagen viele Spinouts, an manchen fast
garkeine. Mal liegt es an drei Seegrashalmen, die sich um die Finne
gewickelt haben, mal passe ich nicht auf und laufe zu stark Hoehe und
verliere dabei zuviel Geschwindigkeit - irgendwann kann die Finne den
Druck dann halt nicht mehr halten. Mal stiefele ich in der Halse zu
schnell und zu radikal auf die Kante - Spinout in der Halse, oberaetzend.
Mal lande ich nach einem Sprung (na, passiert mir meisstens eher nach
kleineren Huepfern) mit zuviel Finnenlast und manchmal bekomme ich
wahrscheinlich einfach zuviele Luftblasen unter das Brett - Spinout ohne
ersichtlichen Grund mitten in voller Fahrt (ist aber sehr selten).

Auf jeden Fall gibt es anscheinend tausend Gruende einen Spinout zu
bekommen und ebensoviele Spinouts habe ich bestimmt schon gehabt. Die
meissten von diesen Gruenden sind kaum der Finne anzulasten, sondern sind
einfach Fahrfehler oder aeussere Umstaende (Seegras). Aber nur _einen_
Spinout im ganzen Surferleben - unglaublich!!! :-))))=20
Bist Du sicher, dass Du wirklich eine _Finne_ in Deinem Finnenkasten hast
und nicht vielleicht versehentlich ein Schwert? (Unterscheidungsmerkmal:
Wenn Deine Finne laenger ist als einen Meter, dann ist es mit hoher
Wahrscheinlichkeit ein Schwert. ) :-))))

> Bei leichten verschmieren, z.B. wenn man einen mal mit zu hohem Druck auf
> dem Heckbein gefahren ist, kann man ein Board mit einer weichen Finne
> besser fangen.

Kann sein. Aber mit etwas Uebung kann man auch bei einer G10 Finne den
kommenden Spinout bemerken, bevor er passiert. - Wenn man aufpasst und
nicht in der Gegend herumtraeumt, natuerlich.

> Dann mache ich mir auch keine Gedanken mehr =FCber die 20 Sorten G10....

Mache ich mir auch nicht. Habe bisher auch noch keinen Unterschied
feststellen koennen.

Viele Gruesse,

Jens

unread,
Nov 21, 1997, 3:00:00 AM11/21/97
to

Moin ...

> Noch dazu kommt, dass ich in meiner gesamten Zeit als Surfer (immerhin 19
> Jahre) nur einen Spin out hatte.

>Eeeecht!!!! - Wow!! Fast unglaublich!!!

Jep ... echt ...

Aber vielleicht haben wir auch ein Probelm mit den Begrifflichkeiten: Ein

Spin out ist, ausser einem starken Coktail ein "plötzlichen, nicht zu


kontrollierendes Ausbrechen des Hecks" .... Zitat aus einer alten "the
world greates Windsurfing magazine".

In der Form hatte ich nur einen Spin out. Es ist das Gefühl, als ob deine
Finne weggebrochen wäre!

Aber, ich habe gemerkt, Du meinst die einfachen Schmierer, die, wie DU auch
korrekterweise nicht der Finne zuordnerst.

Diese Schmierer sind das gleiche, was stall beim fliegen ist: Der Winkel
wird so weit überzogen, bis die Strömung abreißt. Wie der Pilot dann
versucht die Nase des Fliegers zu frücken, damit es wieder zu einer
anliegenden Strömung an den Tragflächen kommt, so versucht der Surfer eben
auch abzufallen (auf die eine oder andere Art ;-)) ) damit die Strömung
wieder an die Finne kommt.

Die Ursache beim Spin Out ist allerdings Kavitation! D.h. das auf der

Unterdruckseite der Finne (Luv) der Druck soweit abfällt, daß das Wasser
verdampft, dadurch reiß plötzlich die Strömung ab.

Spin Out können also nur bei Megaspeed geschehen. Die o.g. Fahrfehler
lassen sich aber durch eine Sweapback-Finne mit etwas vollerem Profil
besser kontolieren, und es kommt auch erst später zu diesen Schmierern.

> Bei leichten verschmieren, z.B. wenn man einen mal mit zu hohem Druck auf
> dem Heckbein gefahren ist, kann man ein Board mit einer weichen Finne
> besser fangen.

>Kann sein. Aber mit etwas Uebung kann man auch bei einer G10 Finne den
>kommenden Spinout bemerken, bevor er passiert. - Wenn man aufpasst und
>nicht in der Gegend herumtraeumt, natuerlich.

Einen Spin out merkst Du nicht. Es gibt keine Anzeichen dafür! Das ist die


EIgenart des Auftretens der Kavitation.

Einen Stall bekommst Du aber mit einer harten Finne leichter, weil sie den
überzogenen Winkel nicht durch twist ausgleicht.
Über Flex streiten sich die Geister, aber ich habe noch nie einen
Unterschied durch weniger Flex festgestell, nehmen wir alte Lexan-Knochen
mal aus!

>Mache ich mir auch nicht. Habe bisher auch noch keinen Unterschied
>feststellen koennen.

Volker, wir sollten doch irgendwann mal gemeinsam die Wellen schredden!
;-)))


Jens


Felix

unread,
Nov 22, 1997, 3:00:00 AM11/22/97
to

hallo!

jetzt streitet euch doch nicht um solche kleinigkeiten.

eins steht doch fest, wer noch nie einen spin-out hatte ist einfach kein
richtiger windsurfer oder? dieses gefühl sollte jeder einmal erlebt haben.

mit was sollte man sonst sein surfer-latein bereichern? über was
erzählen die meisten geschichten. über gelungene sprünge, halsen
oder speed-ritte ... nein, über die kleinen katastrophen handeln doch die
besten stories oder?

das bringt mich auf eine idee,

wer kann hier das beste surfer-latein erzählen???

bin mal gespannt ...

gruß felix

http://www.r-cs.com

Jens Viebig

unread,
Nov 22, 1997, 3:00:00 AM11/22/97
to

Zusammenfassend würde ich sagen:
Es ist genauso blöd, krampfhaft an altem Material festzuhalten wie
wenn man sich jedes Jahr komplett neu mit Material eindeckt.

Ich gehe nach dem Prinzip vor: Was nicht mehr richtig funktioniert
wird gegen neues Material eingetauscht. Vor zwei Jahren habe ich meine
10 Jahre alte Alpha-Planke gegen einen 94er Gecko 'getauscht'. Ich
habe nicht vor mir in nächster Zeit ein neues Brett zuzulegen obwohl
das Brett inzwischen auch schon ein 3-4 Jahre alten Shape hat. Die
Unterschiede zwischen dem Alpha und dem Gecko waren enorm, ich glaube
aber nicht, daß der Unterschied zu den neueren Generationen so groß
ist.
Als 'Alt' würde ich alles bezeichnen was älter als 6 Jahre ist, da
kann man man schon mal an eine Neuinvestition denken. Wenn man jedes
Jahre 1-2 Teile austauscht hat man wohl immer akzeptables Material-
Solange sich die alten Teile beim fahren noch gut anfühlen, dann kann
man sie ruhig behalten.

Jens V.

Hang Loose !

|\ Die de.alt.windsurfen - Homepage
| \ http://www.geocities.com/TheTropics/Shores/1167/dwml.html
--\ E-Mail : hang....@usa.net
~~~~~~~

Jens Viebig

unread,
Nov 22, 1997, 3:00:00 AM11/22/97
to

On Thu, 20 Nov 1997 23:16:40 +0100, "Felix" <freic...@cww.de> wrote:


>warum gibt es eigentlich keinen bill gates für windsurfer, der sich mal um
>eine norm für mastfüsse, zubehör, usw kümmert? auf sowas warte ich schon
>lange. warum gibt's nicht endlich plug n play für surf zubehör?
>

Voesicht ! Bill Gates hat in der Computerszene einen ähnlichen Ruf wie
Die Surf in der Surfzene. Wenn mein Surfmaterial so oft 'abstürzen'
würde wie Win95, wäre ich wohl nicht mehr dabei.

Jens Viebig

unread,
Nov 22, 1997, 3:00:00 AM11/22/97
to

On Fri, 21 Nov 1997 17:26:22 +0100, Volker Wedemeier
<we...@x4u2.desy.nospam.de> wrote:


>Klar, wird schon noch kommen. Ich halte schon die ganze Zeit Ausschau nach
>einem Baeckereibus! Ich werde mir demnaechst auch den d.a.w.-Aufkleber
>ins Heckfenster packen.=20

Achtung Verwechslung !
Inzwischen gibt es hier 2 x Jens in der Newsgroup ! Der mit dem
Bäckereibus bin ich, der andere Jens ist der Chef der Surfershome (
http://www.surfershome.de )

Jens V.

P.S. Inzwischen ist das DAW-Archiv auf meiner Homepage funktionsfähig:
http://www.geocities.com/thetropics/shores/1167/dwml.html
Direktlink zum Archiv: http://schlund.de/dawarchiv

Felix

unread,
Nov 23, 1997, 3:00:00 AM11/23/97
to

Hallo Jens!

>Voesicht ! Bill Gates hat in der Computerszene einen ähnlichen Ruf wie
>Die Surf in der Surfzene. Wenn mein Surfmaterial so oft 'abstürzen'
>würde wie Win95, wäre ich wohl nicht mehr dabei.
>


Ist schon klar, sehe ich genauso, das bezog sich auch mehr auf
die Vereinheitlichung von gewisssen Systemen!

Gruß felix

http://www.r-cs.com (Gardasee für Windsurfer)

Patrick Schelauske

unread,
Nov 24, 1997, 3:00:00 AM11/24/97
to

In article <347473...@nt.e-technik.uni-erlangen.de>, Wolfgang Soergel <wsoe...@nt.e-technik.uni-erlangen.de> writes:
>Patrick Schelauske wrote:

>> -Mann/Frau muss den Mast ohne Probleme in das Segel (Masttasche) bekomm=
>en ...
>> ... und wieder heraus!
>Wo ist da das Problem ? Kann ja jeder selbst entscheiden, ob er sich 5
>harte
>Camber antun will. Ich hab keine, nur Softcamber in den 2 groessten
>Segeln.
>Nur ist Aufriggkomfort bei Hoechstleistungsrennsegeln halt kein
>entscheidenter =
>
>Punkt.


bei meinem 92er Gun Race (5 weiche Camber) geht der Mast ohne Probleme
rein. Bei meinem (ebenfalls alten) North Vertigo (ohne Camber) geht der
Mast nur unter Fluchen und mit Gewalt rauf und wieder runter.
Es ist also nicht unbedingt eine Frage der Camber.

>
>> -Das Brett muss selbsttaetig anzeigen wenn es Wasser zieht.
>> das wuerde keine 10 DM kosten !!
>> aber nur wer wirklich gute Bretter baut kann sich sowas leisten.
>Waer ich sehr dran interessiert, wie das funktionieren soll ?? (ehrlich,
>ich habe in 2 Brettern Probleme mit Wasser, einmal dank eigener
>Vergesslichkeit,
>einmal dank defektem Ventil).

kennst du SilkaGel? das ist ein Trockengranulat. Das gibt es mit
Indikatorkristallen die anzeigen, wenn das Zeug gesaettigt und zu
feucht wird (Kristalle werden blau). Das muss man einfach in eine offene
Dose unter eine durchsichtige Stelle des Laminats packen...
Nur leider wuerde dann auffallen, wieviel Bretter wirklich
Wasser ziehen (Harrrisse um Finnenkasten, Fusschlaufenplugs ...).
Es koennte der Exitus einer Bordmarke sein ...


>
>> -Finnen brauchen Notlaufeigenschaften wenn sie brechen.
>> z.B. etwas Kevlar in die Gewebelagen
>Da hilft vermutlich "etwas Kevlar" nicht. Ausserdem bezweifle ich die =
>
>notwendigkeit, wie oft brechen denn vernuenftige Finnen heute
>(vielleicht
>nicht gerade G10 Billigteile, aus G10 sollte man wirklich keine langen
>Finnen machen, das Zeugs ist gut um Leiterplatten herzustellen).

Carbon kann aber auch nicht die Loesung sein. Carbon ist Steif aber
sproede. IMHO muss die Loesung doch Kevlar (Aramidfaser) sein.
Glasgewebe ist auch keine gute Loesung fuer Finnen, da ebenfalls
Sproede. G10 ist noch das Beste was man aus Harz und Glas so machen kann.

> =
>
>> -Finnenkasten/Finne brauchen Sollbruchstellen fuer den Fall eines
>> Bodenkontaktes...
>Nimm halt Kunststoffschrauben, falls es ein Problem ist, US box Finnen
>brechen sowieso an der Nase, bei den anderen rupft es wohl meistens
>die Schraube durch das Messinggewinde.

Ich hatte mal diese austauschbaren Niroblechnase (CW-Finnen), einfach
genial in den US-Schrottboxen. Die Crashfaehigkeit hab ich sogar
getestet und fuer gut befunden. Nase total verbogen aber Finne OK.
Die Nase hab ich sogar notduerftig richten koennen und den super Surftag
so noch beendet !!!
OK die Nase an US-Finnen ist ein Sollbruchstelle, muesste man
vieleicht noch etwas ansaegen.

>
>> -3 oder 4 Finnensysteme sind viel zuviel. Das ist nicht nur teuer (fuer=
>
>> Haendler, Industrie und Verbraucher) sonder auch aergerlich, wenn man
>> mal was probefahren will.
>OK, richtig. Nur was soll man abschaffen ?? Noch ein neues System
>einfuehren ?
>
>US box oder so was in der Art braucht man, da viele der anderen Systeme
>fuer Waveboards zu tief sind,

ne ne. Ich hab in mein _superduennes_ Wavebord (wie sie frueher modern
waren!) eine Powerbox eingebaut. Kein Problem. Das Brett ist genau so dick
wie die Box (hinten) hoch ist,
allerdings sind ueber der Finne auch nur 7 Lagen Glas, sonst nichts.
Das Brett ist hinten wirklich extrem duenn!


>+ "Nasenverstaerkung" in den Segeln (Idee ist nicht von mir, ich habs
>erstmalig
> bei Canibal Sails gesehen, naechstes Jahr wohl auch bei Simmer).

erklaer mal, sagt mir so nichts ( die guten alten Fingerpatches??, Doppelungen? )
welche Nase?

Patrick Schelauske


Volker Wedemeier

unread,
Nov 25, 1997, 3:00:00 AM11/25/97
to

On 24 Nov 1997, Patrick Schelauske wrote:

> In article <347473...@nt.e-technik.uni-erlangen.de>, Wolfgang Soergel <wsoe...@nt.e-technik.uni-erlangen.de> writes:
> >Patrick Schelauske wrote:
>

> >> -Das Brett muss selbsttaetig anzeigen wenn es Wasser zieht.
> >> das wuerde keine 10 DM kosten !!
> >> aber nur wer wirklich gute Bretter baut kann sich sowas leisten.
> >Waer ich sehr dran interessiert, wie das funktionieren soll ?? (ehrlich,
> >ich habe in 2 Brettern Probleme mit Wasser, einmal dank eigener
> >Vergesslichkeit,
> >einmal dank defektem Ventil).
>

> kennst du SilkaGel? das ist ein Trockengranulat. Das gibt es mit
> Indikatorkristallen die anzeigen, wenn das Zeug gesaettigt und zu
> feucht wird (Kristalle werden blau).

Hmm, sind die nicht zu Anfang blau und werden dann blass/rosa?

> Das muss man einfach in eine offene
> Dose unter eine durchsichtige Stelle des Laminats packen...
> Nur leider wuerde dann auffallen, wieviel Bretter wirklich
> Wasser ziehen (Harrrisse um Finnenkasten, Fusschlaufenplugs ...).
> Es koennte der Exitus einer Bordmarke sein ...

Naja, ausserdem waere es schon eine ganz schoene Umweltsuende, wenn
zigtausende von Surfern jedes Jahr diverse Tonnen Silika Gel verbrauchen
wuerden, nur um auch den letzten Tropfen Wasser aus ihren Brettern zu
ziehen. Wen jucken denn wirklich ein paar Milliliter Wasser im Brett?
Interessant wird es doch erst, wenn die Menge an einen Liter und mehr
heranreicht. Und das kann man auch leicht auf andere Art nachweisen:
Einfach das Brett im Neuzustand wiegen (Haushaltswaage oder gute
Personenwaage) und das alle halbe Jahr (oder wann man meint) wiederholen.
Dabei sollten die Fussschlaufen und die Footpads natuerlich jeweils
trocken sein. Ein Liter Wasser wiegt ein Kilogramm, da ist selbst ein
viertel Liter noch gut nachweisbar.

> >> -Finnen brauchen Notlaufeigenschaften wenn sie brechen.
> >> z.B. etwas Kevlar in die Gewebelagen
> >Da hilft vermutlich "etwas Kevlar" nicht. Ausserdem bezweifle ich die =
> >
> >notwendigkeit, wie oft brechen denn vernuenftige Finnen heute
> >(vielleicht
> >nicht gerade G10 Billigteile, aus G10 sollte man wirklich keine langen
> >Finnen machen, das Zeugs ist gut um Leiterplatten herzustellen).
>

> Carbon kann aber auch nicht die Loesung sein. Carbon ist Steif aber
> sproede. IMHO muss die Loesung doch Kevlar (Aramidfaser) sein.
> Glasgewebe ist auch keine gute Loesung fuer Finnen, da ebenfalls
> Sproede. G10 ist noch das Beste was man aus Harz und Glas so machen kann.

Hmm, mir ist bisher noch keine einzige Finne trotz diverser (auch harter -
mit Abgang und so) Bodenberuehrungen abgebrochen und ich fahre seit 4
Jahren nur noch GFK (2), G10 (2) und G10/Carbon (1) Finnen. Dabei ist
meine laengste Finne (38 cm) aus reinem G10 und ich bin nicht sonderlich
leicht. Ich glaube, Bruchprobleme gibt es da nicht.

> >> -Finnenkasten/Finne brauchen Sollbruchstellen fuer den Fall eines
> >> Bodenkontaktes...
> >Nimm halt Kunststoffschrauben, falls es ein Problem ist, US box Finnen
> >brechen sowieso an der Nase, bei den anderen rupft es wohl meistens
> >die Schraube durch das Messinggewinde.
>

> Ich hatte mal diese austauschbaren Niroblechnase (CW-Finnen), einfach
> genial in den US-Schrottboxen. Die Crashfaehigkeit hab ich sogar
> getestet und fuer gut befunden. Nase total verbogen aber Finne OK.
> Die Nase hab ich sogar notduerftig richten koennen und den super Surftag
> so noch beendet !!!
> OK die Nase an US-Finnen ist ein Sollbruchstelle, muesste man
> vieleicht noch etwas ansaegen.

Mein Bruder hat mal seine GFK-Powerbox Finne in seinem Screamer CHS gegen
einen Stein gesetzt. Die Finne ist an dem Messinggewinde-Einsatz
durchgebrochen und der Riss ging dann unterhalb des Powerbox-Kopfes noch
vorn weiter. Die Finne war ab, die Schraube mit Messinghuelse und dem
vorderen Teil des Powerbox-Finnenkopfes waren noch in der Finnenbox. Die
Box und das Brett haben nichts abbekommen, was mich echt gewundert hat,
als ich die Finnenteile gesehen habe.
Ich weiss allerdings nicht, wie dieser Unfall mit einer G10 Finne
ausgesehen haette.

> >> -3 oder 4 Finnensysteme sind viel zuviel. Das ist nicht nur teuer (fuer=
> >
> >> Haendler, Industrie und Verbraucher) sonder auch aergerlich, wenn man
> >> mal was probefahren will.
> >OK, richtig. Nur was soll man abschaffen ?? Noch ein neues System
> >einfuehren ?
> >
> >US box oder so was in der Art braucht man, da viele der anderen Systeme
> >fuer Waveboards zu tief sind,
>

> ne ne. Ich hab in mein _superduennes_ Wavebord (wie sie frueher modern
> waren!) eine Powerbox eingebaut. Kein Problem. Das Brett ist genau so dick
> wie die Box (hinten) hoch ist,
> allerdings sind ueber der Finne auch nur 7 Lagen Glas, sonst nichts.
> Das Brett ist hinten wirklich extrem duenn!

Ich fahre nur Powerbox, aber trotzdem finde ich die vielen Systeme
aergerlich. Jemand anderem mal eben eine Finne leihen ist selten moeglich.
Genauso aergerlich (wenn nicht mehr) sind aber auch die verschiedenen
Mastfusssysteme. Schneller Riggtausch mit jemandem ist so gut wie
ausgeschlossen.

> >+ "Nasenverstaerkung" in den Segeln (Idee ist nicht von mir, ich habs
> >erstmalig
> > bei Canibal Sails gesehen, naechstes Jahr wohl auch bei Simmer).
>

> erklaer mal, sagt mir so nichts ( die guten alten Fingerpatches??, Doppelungen? )
> welche Nase?

Ja, erklaer mal!

Haeng lose,

Volker

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To reply, please delete 'spamex.' from the e-mail adress!
Um zu antworten, bitte 'spamex.' aus der E-Mail Adresse loeschen!

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Wolfgang Soergel

unread,
Nov 25, 1997, 3:00:00 AM11/25/97
to

Patrick Schelauske wrote:
>
> bei meinem 92er Gun Race (5 weiche Camber) geht der Mast ohne Probleme
> rein. Bei meinem (ebenfalls alten) North Vertigo (ohne Camber) geht der
> Mast nur unter Fluchen und mit Gewalt rauf und wieder runter.
> Es ist also nicht unbedingt eine Frage der Camber.
? Ist die Masttasche zu eng / der Mast zu dick ? Oder laesst Du die
Latten
gespannt ? Meiner Erfahrung nach sollte man die bei alten Segeln
(aelter als etwa 95) entspannen, evtl auch teilweise rausziehen und die
Fusslatte evtl auch ganz rausziehen, sonst kanns wirklich klemmen. Bei
meinen neueren Segeln (North, Ezzy, Hot) bleiben hingegen die Latten auf
Lebenszeit gespannt.


>
> kennst du SilkaGel? das ist ein Trockengranulat. Das gibt es mit
> Indikatorkristallen die anzeigen, wenn das Zeug gesaettigt und zu

> feucht wird (Kristalle werden blau). Das muss man einfach in eine offene


> Dose unter eine durchsichtige Stelle des Laminats packen...
> Nur leider wuerde dann auffallen, wieviel Bretter wirklich
> Wasser ziehen (Harrrisse um Finnenkasten, Fusschlaufenplugs ...).
> Es koennte der Exitus einer Bordmarke sein ...

Wo gibts das Zeug (mit Indikator !) und zeigt es wirklich schon was an,
wenn in einen 100 l blank langsam 1/2 Liter einsickert und sich verteilt
?
Ich waere ggf. bereit diesen Winter entsprechende Experimente zu machen.


> Carbon kann aber auch nicht die Loesung sein. Carbon ist Steif aber
> sproede. IMHO muss die Loesung doch Kevlar (Aramidfaser) sein.
> Glasgewebe ist auch keine gute Loesung fuer Finnen, da ebenfalls
> Sproede. G10 ist noch das Beste was man aus Harz und Glas so machen kann.
>

Ne, aus Glas-Carbon Laminaten ( am besten mit Epoxy in einer Form
laminiert, evtl. auf einen Sandwichkern) kann man sehr gute Finnen mit
definiertem Flex und Twisverhalte machen. Kevlar ist da natuerlich auch
kein schlechtes Material um Twist zu erlauben, allerdings muesste man
gewaltige Mengen verwenden, um wirklich "Notlaufeigenschaften" zu
bekommen,
also eine Finne, die trotz Bruch nicht gleich ganz abfaellt.
Ausserdem ist Kevlar sehr teuer (etwa DM 100 / m^2, etwa das dreifache
des
Preises von Kohle und das 10 - 20 fachen im Vergleich zu Glas) und sehr
schwer zu verarbeiten (absolut nicht schleifbar, also nur in
Formbauteilen,
nicht in maschinengefraessten Finnen zu verwenden), daher noch mal
teurer.

Das Hauptproblem mit G10 (zumindest einigen Sorten) ist wohl die
mangelnde
Dauerhaltbarkeit und Wasserfestigkeit (die Finnen sind ja oft einfach
geschliffen und nicht versiegelt), das Material wird mit der Zeit
schlicht weich. Ausserdem koennen Twist und Flex nicht unabhaengig
voneinander
eingestellt werden.

Letztlich kommt es natuerlich auch auf den Einsatzzweck an: Ich habe
z.B.
G10 bei den Twinserfinnen (sollen steif sein und auch mal eine
"harte Landung" an steinigem Strand vertragen, diverse Glasfinnen als
Single Fin Wave Finnen (G10 waere mir persoehnlich zu hart, alles andere
overkill, wave Finnen werden an steinigen Straenden sowieso ziehmlich
schnell "gekuerzt") und Kohle Formfinnen fuers Slalombrett.

> > =
> >
> >> -Finnenkasten/Finne brauchen Sollbruchstellen fuer den Fall eines
> >> Bodenkontaktes...
> >Nimm halt Kunststoffschrauben, falls es ein Problem ist, US box Finnen
> >brechen sowieso an der Nase, bei den anderen rupft es wohl meistens
> >die Schraube durch das Messinggewinde.
>

> >US box oder so was in der Art braucht man, da viele der anderen Systeme
> >fuer Waveboards zu tief sind,
>

> ne ne. Ich hab in mein _superduennes_ Wavebord (wie sie frueher modern
> waren!) eine Powerbox eingebaut. Kein Problem. Das Brett ist genau so dick
> wie die Box (hinten) hoch ist,
> allerdings sind ueber der Finne auch nur 7 Lagen Glas, sonst nichts.
> Das Brett ist hinten wirklich extrem duenn!

In mein altes "superduennes" Waveboard (Uebrigens schon mit ebenfalls
"superduenner" Nase, Baujahr 92) wuerde sie aber nicht reinpassen, v.a.
wird der Einbau der Fussschlaufenplugs dann superlaestig (wenn man das
Brett in der Mitte dick genug macht, was ja zugegebenermassen gehen
wuerde).
Auch finde ich bei waveboards die Verstellbarkeit einigermassen wichtig:
Mir ist mal eine Wavefinne im Waveboard versehentlich ganz nach hinten
gerutscht
(zu hektisch eingebaut, eine Powerbox Finne haette sich wohl
verabschiedet),
das Brett war so in der Kurve praktisch unfahrbar, permanente Stalls.
Eine geradere Finne (fuer Flachwasser) kann ich im selben Brett
aber ganz hinten fahren (Hinterkante Oeffnung der Box ist etwa 9.5 cm
vom
Brettende entfernt).


> >+ "Nasenverstaerkung" in den Segeln (Idee ist nicht von mir, ich habs
> >erstmalig
> > bei Canibal Sails gesehen, naechstes Jahr wohl auch bei Simmer).
>

> erklaer mal, sagt mir so nichts ( die guten alten Fingerpatches??, Doppelungen? )
> welche Nase?

Die Brettnase. Gerade bei Spitznasigen Waveboards hat man immer das
Problem,
dass die Nase des Brettes bei Abgaengen nach vorne unschoene Dellen oder
Loecher im Segel fabriziert. Dagegen hilft eine (kreissektorfoermige)
aufgedoppelte Verstaerkung, z.B. aus Gitterfolie, im Abstand von etwa
120 cm - 140 cm vom Segelfuss. Natuerlich geht das besser, wenn der
Abstand
zwischen Nase und Mastfuss einigermassen konstant ist (kleine
waveboards),
bei Slalom und Race Segeln wirds wegen der unterschiedlichen
Brettlaengen
(bei nahezu unveraenderter Mastfussposition) schwieriger.
Bei langen Boards uebernimmt ja dann freundlicherweise oft der Gabelbaum
den
Schutz des Segels, zum Leidwesen der Brettnase.

Wolfgang
--
Wolfgang Soergel

Lehrstuhl fuer Nachrichtentechnik phone: ++49-9131-857781

Universitaet Erlangen-Nuernberg fax: ++49-9131-858849 <=== new !

Patrick Schelauske

unread,
Nov 26, 1997, 3:00:00 AM11/26/97
to

In article <Pine.SGI.3.95.97112...@x4u2.desy.de>, Volker Wedemeier <we...@x4u2.desy.nospam.de> writes:
>>
>> kennst du SilkaGel? das ist ein Trockengranulat. Das gibt es mit
>> Indikatorkristallen die anzeigen, wenn das Zeug gesaettigt und zu
>> feucht wird (Kristalle werden blau).
>
>Hmm, sind die nicht zu Anfang blau und werden dann blass/rosa?

kann sein, wollte ja nur das Prinzip klar machen.
Elektronische Loesungen gibt es ja auch.

>> Nur leider wuerde dann auffallen, wieviel Bretter wirklich
>> Wasser ziehen (Harrrisse um Finnenkasten, Fusschlaufenplugs ...).
>> Es koennte der Exitus einer Bordmarke sein ...
>
>Naja, ausserdem waere es schon eine ganz schoene Umweltsuende, wenn
>zigtausende von Surfern jedes Jahr diverse Tonnen Silika Gel verbrauchen
>wuerden, nur um auch den letzten Tropfen Wasser aus ihren Brettern zu
>ziehen.

Wenn jemand das wirklich so machen wuerde: 500g von dem Zeug reichen und
im Ofen kann man es immer wieder trocknen.

>Wen jucken denn wirklich ein paar Milliliter Wasser im Brett?

Naja wenn man 3000 DM fuer ein Wasserfahrzeug ausgegeben hat,
dann erwartet man Dichtheit, oder? Einfach aus Prinzip!

Was machen schon weichgetretene Stellen an den Fersen und um den
Mastfuss ?
Mich stoert sowas einfach, auch wenn die Karre trotzdem noch faehrt.

>> >> -Finnenkasten/Finne brauchen Sollbruchstellen fuer den Fall eines
>> >> Bodenkontaktes...
>

>Mein Bruder hat mal seine GFK-Powerbox Finne in seinem Screamer CHS gegen
>einen Stein gesetzt. Die Finne ist an dem Messinggewinde-Einsatz
>durchgebrochen

[...]


>Ich weiss allerdings nicht, wie dieser Unfall mit einer G10 Finne
>ausgesehen haette.

Ich hab schon abgerissene Hecks gesehen :)


Patrick Schelauske

Patrick Schelauske

unread,
Nov 26, 1997, 3:00:00 AM11/26/97
to

In article <347AFF...@nt.e-technik.uni-erlangen.de>, Wolfgang Soergel <wsoe...@nt.e-technik.uni-erlangen.de> writes:
>Patrick Schelauske wrote:

[nicht flutschende Segel]

>? Ist die Masttasche zu eng / der Mast zu dick ? Oder laesst Du die
>Latten
> gespannt ?

letzteres

>Meiner Erfahrung nach sollte man die bei alten Segeln
>(aelter als etwa 95) entspannen, evtl auch teilweise rausziehen und die
> Fusslatte evtl auch ganz rausziehen, sonst kanns wirklich klemmen. Bei
>meinen neueren Segeln (North, Ezzy, Hot) bleiben hingegen die Latten auf
>Lebenszeit gespannt.

die modernen Lattenspanner lassen einem oft keine andere Chance,
als sie auf Lebenszeit nicht zu gebrauchen :[


[Trinkende Bretter, Silka-Granulat als Feuchte Indikator]

> Wo gibts das Zeug (mit Indikator !) und zeigt es wirklich schon was an,
>wenn in einen 100 l blank langsam 1/2 Liter einsickert und sich verteilt
>?

weiss nicht, gute Frage ... ist sicher auch von der Umgebungstemperatur
(Taupunkt) abhaengig.

Bezugsquelle:
normaler Chemikalienhandel (oft in Uninaehe), das Zeug ist dort gaengig,
also i.a. vorraetig.

Du bist doch Nachrichtentechniker:
Es gibt preiswerte elektronisches Hydrometer (Feuchtemesser), das
koennte man mit Solarzelle unter das Laminat setzen (1.5x4x1cm). Nur
leider etwas teuerer als das Silka-Granulat fuer 1 DM.
Kostet ca. 50 DM (Conrad). Fuer Experimente sicher besser geeignet, da
dann echte Messwerte vorliegen. Die 1.5V Mignon reicht fuer >1 Jahr, mit
Lithium >3 Jahre, oder Solarzelle fuer Daueranwendung.

>Ich waere ggf. bereit diesen Winter entsprechende Experimente zu machen.
>

Ich wollte mal Delamination untersuchen, vieleicht sollte man gleich
auch Drucksensore mit einbauen und ein paar Waermetests fahren; Mit und
ohne Wasser/Wasserdampf.

[brechende Finnen]

>Kevlar ist da natuerlich auch
>kein schlechtes Material um Twist zu erlauben, allerdings muesste man
>gewaltige Mengen verwenden, um wirklich "Notlaufeigenschaften" zu
>bekommen,
>also eine Finne, die trotz Bruch nicht gleich ganz abfaellt.

reichen nicht zwei, drei Lagen im ansonsten nicht beanspruchten
Inneren der Finne um das finale Brechen zu verhindern?
Ich habs noch nicht ausprobiert, war halt so eine Idee ...

>Ausserdem ist Kevlar sehr teuer (etwa DM 100 / m^2, etwa das dreifache
>des
>Preises von Kohle und das 10 - 20 fachen im Vergleich zu Glas)

war das nicht mal um 50 DM fuer Kevlar _und_ Carbon (80cm breit)? Ich
geb zu, dass ich jetzt nicht mehr ganz auf dem Laufenden bin.

Uebrigens: Wo gibts die Meiste Kohle fuer die Kohle?


[Nasenverstaerkung im Segel]

>Die Brettnase. Gerade bei Spitznasigen Waveboards hat man immer das
>Problem,
>dass die Nase des Brettes bei Abgaengen nach vorne unschoene Dellen oder
>Loecher im Segel fabriziert. Dagegen hilft eine (kreissektorfoermige)
>aufgedoppelte Verstaerkung, z.B. aus Gitterfolie,

dagegen hilft doch besser eine stumpfe, runde Brettnase. Die schont im
Zweifel auch dich und Andere, sieht aber nicht so toll Agressiv aus.

Mir sind spitze Bugs eh ein Dorn im Auge (woertlich?), seit
mich ein Semianfaenger (gleiten konnte er) fast uebergeduebelt hat...
um Haaresbreite ...
Von Mistral gabs mal Gummispitzen um die Bretter nachtraeglich DIN-gerecht
zu machen. Wurden von den Surfern aber streng gemieden, Optik ist eben
_fast_ alles.

Patrick Schelauske

Volker Wedemeier

unread,
Nov 29, 1997, 3:00:00 AM11/29/97
to

On Sat, 22 Nov 1997, Jens Viebig wrote:

> On Fri, 21 Nov 1997 17:26:22 +0100, Volker Wedemeier
> <we...@x4u2.desy.nospam.de> wrote:

>=20
>=20
> >Klar, wird schon noch kommen. Ich halte schon die ganze Zeit Ausschau na=


ch
> >einem Baeckereibus! Ich werde mir demnaechst auch den d.a.w.-Aufkleber

> >ins Heckfenster packen.=3D20


> Achtung Verwechslung !
> Inzwischen gibt es hier 2 x Jens in der Newsgroup ! Der mit dem

> B=E4ckereibus bin ich, der andere Jens ist der Chef der Surfershome (
> http://www.surfershome.de )

Hallo Jens V.,

stimmt, das war eine echte Verwechslung! Und ich dachte schon, das ware
'nur' eine gespaltene Persoenlichkeit Deinerseits. :-))))))

Viele Gruesse,

Volker


---------------------------------------------------------------------------=
--

Volker Wedemeier

unread,
Nov 29, 1997, 3:00:00 AM11/29/97
to

On 26 Nov 1997, Patrick Schelauske wrote:

> In article <347AFF...@nt.e-technik.uni-erlangen.de>, Wolfgang Soergel <wsoe...@nt.e-technik.uni-erlangen.de> writes:
> >Patrick Schelauske wrote:
>
> [Trinkende Bretter, Silka-Granulat als Feuchte Indikator]
>

> > Wo gibts das Zeug (mit Indikator !) und zeigt es wirklich schon was an,
> >wenn in einen 100 l blank langsam 1/2 Liter einsickert und sich verteilt
> >?
>

> weiss nicht, gute Frage ... ist sicher auch von der Umgebungstemperatur
> (Taupunkt) abhaengig.

Nee, den halben Liter wird das Zeugs auf jeden Fall anzeigen.
Normalerweise benutzt man das doch um die Luft in empfindlichen Geraeten
oder Optiken trocken zu halten. Einen halben Liter Wasser wird man da
bestimmt merken. Wahrscheinlich kannst Du bei einem halben Liter das
Granulat alle 5 Minuten erneuern.


[pannensichere Finnen]


> >Ausserdem ist Kevlar sehr teuer (etwa DM 100 / m^2, etwa das dreifache
> >des
> >Preises von Kohle und das 10 - 20 fachen im Vergleich zu Glas)
>

> war das nicht mal um 50 DM fuer Kevlar _und_ Carbon (80cm breit)? Ich
> geb zu, dass ich jetzt nicht mehr ganz auf dem Laufenden bin.
>
> Uebrigens: Wo gibts die Meiste Kohle fuer die Kohle?

Ausserdem, wieviel macht den der reine Materialpreis an einer Finne aus?
3%? 5%?? Der Rest ist doch Arbeitszeit und vor allem Gewinnspannen des
Handels. Da ist es doch fast egal, ob das Ausgangsmaterial dreimal so
teuer ist. Naja, zumindest wenn der Handel seine Gewinnspannen nicht immer
prozentual auf die Ab-Werk-Preise schlagen wuerde ...

Gruss,

Volker

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