es ist ja nicht ganz einfach, sich im aktuellen Materialdschungel
zurechtzufinden. Besonders nicht, wenn man sich eine Weile nicht mehr
damit befasst hat.
Seit einiger Zeit bin ich nun mit meinem Fanatic Bat (160l, mit
ausklappbarem Schwert) unterwegs und kam damit eigentlich ganz gut
recht. Im Sommer nun, am Gardasee, stand ich nun für ein paar Tage auf
einem Board der neueren Generation, einem Fanatic X-Ray 150 (virtuell:
150l ;-)) mit 138l Volumen und war davon sehr angetan, was
Gleiteigenschaften und auch Kontrollierbarkeit betrifft. Ein grosses
Problem haben die Dinger allerdings, nämlich dass ihre Nase sehr
empfindlich ist (Gabelbaumeinschläge). Allerdings gibt's da von Fanatic
wohl so Bugkappen zum Verstärken.
Daheim wieder angekommen, machten wir (meine Freundin hat im Urlaub auch
Spass am Surfen gefunden) uns dann natürlich sofort Gedanken, wie wir
uns surftechnisch verstärken könnten, um öfter mal gemeinsam
rauszugehen.
Sie ist Anfängerin (wenden/halsen bei leichtem Wind geht schon
einigermassen), ich bin etwas Fortgeschrittener und versuche noch den
Wasserstart hinzubekommen. Gewichtstechnisch liege ich ohne Montur bei
77, sie bei 65.
So dachte ich, wäre es keine schlechte Idee, ein Board der Volumenklasse
140-150l zu wählen. Damit kämen wir dann vielleicht beide zurecht und
der andere würde dann das Bat nehmen.
Jetzt gibt es in dieser Klasse aber eine ganze Reihe von Boards, von
denen ich teilweise ein paar Tests in der aktuellen Surf gelesen habe
oder bei www.boards.co.uk, windfinder u.a. etwas gefunden habe.
Meine Frage ist nun, wie Eure Erfahrungen mit den aktuellen Boards
aussehen.
Boards, die für uns in der engeren Auswahl stehen:
- Bic Techno 283 (CTS/SAT, was immer das heisst): laut Mai-Surf wohl
nicht mehr ganz aktuell (aber günstig!)
- Tiga FreeX 281 (CSC/SAT ???): von Bic Techno abgeleitet
- AHD Free Diamond 77: ziemlich breites Teil (77cm), komfortables
Gleiten
- Fanatic X-Ray 150: war gut zu fahren, aber etwas empfindlich (recht
teuer)
- F2 Powerglide II: im Test gut dabei
Wäre nett, wenn einer von Euch was zu dem ein oder anderen Brett sagen
könnte.
Viel Wind,
Roland
hi,
wie wärs mit dem fanatic E-RAY ? ist quasi der günstigere bruder vom x-ray
(gleicher shape) mit robusterer schale.
wiegt halt auch bisschen mehr, ist dafür aber um einiges billiger.
ciao,
oliver
Wenn Dir der (ansich robuste) X Ray schon zu empfindlich war, würde ich von
diesen Boards die Finger lassen, die sind wesentlich empfindlicher.
Abgesehen davon, sind die Shapes nicht so leistungsfähig, wie der des Ray.
> - AHD Free Diamond 77: ziemlich breites Teil (77cm), komfortables
> Gleiten
Auch eher empfindlicher als der X Ray, zudem teurer und wird gerade im
eigenen Haus vom Free Diamond 87 abgelöst
> - Fanatic X-Ray 150: war gut zu fahren, aber etwas empfindlich (recht
> teuer)
Eigentlich der stabilste der aufgezählten Boards.....teuer ? Wieviel magst
Du denn ausgeben, mail doch mal und dann ist da ja auch noch der 400 gr
schwerere und stabilere E Ray 150.....
> - F2 Powerglide II: im Test gut dabei
Das ist eine träge Kiste.......wer weiss, was die da getestet haben ;o)
cu
Stephan
P.S. Wenn Du ein gutes Angebot brauchst, mail mich einfach mal an.
ok, Du favorisierst den X-Ray.
Wir waren diesen Juni am Gardasee, wo wir eine Woche die Gelegenheit
hatten, verschiedene Fanatic-Boards zu fahren. Was mir bei den X-Rays
auffiel war, dass sie am Boardbug relativ empfindlich zu sein schienen.
Zumindest hatte bestimmt mehr als die Hälfte der vorrätigen Boards eine
Art Bugkappe aus Kunststoff übergeklebt, um Boardverletzungen
vorzubeugen. An einem Tag hatte ich mir mal eins ohne diese Kappe
ausgeliehen und prompt hatte ich abends nach einem Schleudersturz
(Gabelbaum mit Protektor!) eine Macke am Bug zu beklagen, die dann
repariert werden musste. Fortan nahm ich dann nur noch die X-Rays, mit
denen ich ansonsten sehr zufrieden war, die einen verstärkten Bug
hatten.
Nach einem Besuch auf der Fanatic-Homepage sind mir dann noch die
StingRays TT aufgefallen. Die bin ich bisher genauso wenig gefahren wie
die E-Rays. Die StingRays sind ja noch mal deutlich leichter als die
X-Rays. Bei 150l sind das 9,5-8,9-7,5 (E-Ray, X-Ray, StingRay).
Ansonsten unterscheiden sich die 3 wohl durch unterschiedliche Finnen
(Maui oder Fanatic) und unterschiedliche Fußschlaufen (geschraubt und
ungeschraubt).
Kannst Du vielleicht was zu den Dreien aus Deiner praktischen Erfahrung
sagen? Macht die unterschiedliche Finne viel aus? Was ist zu den
Fußschlaufen zu sagen? Da ich noch in einem Stadium bin, wo ich eine
saubere Fußschlaufentechnik erlernen will, ist das Thema Fußschlaufen
für mich schon interessant.
Unterscheiden sich die Bretter bezüglich der Angleitschwelle? Sind sie
gleichermassen bei böigerem, heftigerem Wind zu kontrollieren?
Fragen über Fragen ;-) Aber vielleicht fällt Dir ja zu dem ein oder
anderen was ein. Da ich mir in der Vergangenheit schon mal ein für mein
Fahrkönnen leider nicht ganz passendes Brett zugelegt hatte, möchte ich
mich diesmal so gut es geht informieren, da die guten Dinger ja nicht
ganz billig sind.
Danke,
Roland
letztes Jahr habe ich den leichten Sting Ray 170 (noch ohne die
Kuchenstückausschnitte im Unterschiff, also ohne "TT") bei
Stefan (guter Händler!) gekauft. Ich bin nach einem Jahr noch
immer begeistert davon und fahre den Sting Ray bis 12,5m² (bei
95kg).
Auch meinen zieren zwei kleine Reparaturstellen am Bug, wo ich
(nichtmal fest) den Mast draufgeknallt habe, aber das ist kein
Fehler des Brettes, denn alle Carbon Double Sandwhich Bretter
(also ohne ASA-Haut o.ä.) sind in etwa gleich empfindlich, wie
die Nase meines kleinen HiFly (leider) belegt.
Außerdem wirst du fast kein Verleihbrett ohne Nasenreparatur
finden, bestenfalls Kunststoffhobel...
Also sollte man für die Leichtbauten aus der Schleudersturzphase
heraus sein, weshalb du das robusteste (= schwerste) Brett aus
der Reihe wohl bevorzugen solltest. Für den Shape lege ich meine
Hand ins Feuer!
Such mal bei Google Groups, was ich im letzten Jahr dazu
geschrieben habe...
Charlie