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Spinout vermeiden- wie?

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Corni L.

unread,
Jul 18, 2003, 5:05:26 PM7/18/03
to
Hi!
Nachdem ich im Netz nicht wirklich was über Spinouts finden kann
(wie nennt man es eigentlich auf Englisch?) ein paar Fragen bzw erstmal
was ich mittlerweile rausgefunden habe:
1.) Hinten zuviel belasen is logisch
2.) Zu enge Fußschlaufen (heute Erkenntnis erworben), da
man dann offenbar automatisch mehr Gewicht nach hinten
verlagert, produziern Spinouts.
Frage in diesem Zus.hang: Könnten demnach auch ungünstig
eingestellte Tampen in letzter Konsequenz zu Spinouts führen?
Das mit den Schlaufen hat schon sehr geholfen, aber habe dennoch
massig Spinouts mit 27cm Finne (Freestyle) und 98l mistral Score.
Eigentlich ideales Material für 5-6bft und leicht kabbeliges Wasser.
Nur wenn das Board richtig Gas gibt und man fährt gegen eine kleine
Welle passiert es oft: Ich hab Angst vor verkanten bzw schleudern und
muß mehr Gewicht nach hinten geben und weiß meist schon ca 1sec vorher
daß der nächste Spinout bevorsteht...
Wie erreiche ich mehr Kontrolle und weniger SO'ts über mein Material?
(außer viel Surfen gehn)
Wüsste nicht, was ich noch optimeren könnte, Gabel hab ich ziemlich weit
oben, Mastfuß mittig (5,4er Segel), Schlafen sind nun ok, Tampen zumindest
nicht komplett falsch eingestellt, Finne is nicht zu kurz... Offenbar kanns nurmehr
meine Technik sein, nur bitte, was könnte ich noch beachten außer vorderen
Fuß gut durchstrecken, viel Druck auf den Mast...Bitte Helft mir, denn langsam
wird's nervig :-/
LG, Corni

Martin Müller

unread,
Jul 18, 2003, 6:14:40 PM7/18/03
to
Moin!

Ich habe zu dem Thema am Mittwoch eine interessante Erfahrung gemacht:
Nachdem ich die Finne (US-Box) von ganz vorne auf Mitte verschoben habe ging
es wesentlich besser. Das merkwürdige daran ist dass ich mehrmals gelesen
habe das weiter vorne gegen Spinnouts besser ist und ich sie deshalb erst
jetzt probeweise nach hinten gesetzt habe. Wenn Du eine Power-Box Hast hilft
Dir das natürlich nicht weiter...
Mein Material ist in Bezug auf Spinnouts übrigens recht krass: 22er
Wave-Finne, 84l Fanatic Rip 2002(Wave) und am Mittwoch (leider) das 5,9er
Segel. Man gewöhnt sich aber dran entsprechend zu fahren. Vielleicht gönn'
ich mir auch noch mal eine längere Finne.
Dein Material sollte im Prinzip besser funktionieren. Evtl. hat Du Dein
Segel zu bauchig getrimmt?

> Frage in diesem Zus.hang: Könnten demnach auch ungünstig
> eingestellte Tampen in letzter Konsequenz zu Spinouts führen?

Imho ja, zumindest bei mir führen zu weit vorne eingestellte Tampen zu mehr
Spinouts. Dann habe ich zu viel Zug auf dem hinteren Arm und automatisch
auch auf dem hinteren Bein --> :(

MfG
Martin

---> http://windsurfen.dyndns.org <---


surfing_harry

unread,
Jul 19, 2003, 4:41:26 AM7/19/03
to
Moin,
bei Spinouts ist der Druck auf die Finne zu hoch (Seitenkräfte). Bei kleinen
Wellen ist die aktive Fläche der Finne noch kleiner als gewöhnlich.
Die Finne ist dann einfach überlastet.Das geschieht bei höheren
Geschwindigkeiten umso schneller und unangenehmer. Wenn Du mit deinem
Fahrkönnen keinerlei Besserung hinbekommst, solltest Du mal über eine andere
Finne nachdenken. Ich habe mit Lessacher die besten Erfahrungen gemacht, da
ich auch mit Spin Out zu kämfen hatte. Ich fahre mit meiner 111 Schüssel
(Starboard) eine 24er Lessacher Krautfinne und habe keine Spin Outs. Mit
einer 32er Finne fahre ich sogar ein 9er Segel (dann aber auf einem 151er
Board). Alles kein Problem. Die Lessacher Finnen sind so optimiert, daß sie
höhere Geschwindigkeiten fahren können (ohne Spin Out) und wenn es doch mal
einen Soin Out durch die Welle gibt, sind das weiche Spin Outs. Will sagen,
der hintere Fuß wird weich und Du merkst den Spin Out , bevor er kommt und
nimmst "Gas" weg und fährst dann einfach weiter und bekommst keinen Spin
Out. Hat auch einen Vorteil beim Race, da Du sehr extrem fahren kannst, ohne
Angst vorm Spin Out.
Lessacher Finnen werden im Normalfall kleiner gewählt, da Sie eine größere
Fläche darstellen, als normale Finnen (ist super im flachen Bodden).

Probiers aus.

Hang loose und viel Glück
surfing.harry
____________________________________________________________________________
____________________________________________
Homepage: www.Mit-Fun-zum-Erfolg.de
____________________________________________________________________________
____________________________________________


Corni L.

unread,
Jul 19, 2003, 5:17:31 AM7/19/03
to
"Martin Müller" <mart...@gmx.net> schrieb

> jetzt probeweise nach hinten gesetzt habe. Wenn Du eine Power-Box Hast hilft
> Dir das natürlich nicht weiter...

jup, hab eine Powerbox..

> Dein Material sollte im Prinzip besser funktionieren. Evtl. hat Du Dein
> Segel zu bauchig getrimmt?

Hmm..könnte sein, ja. Werd's das nächste mal sehr flach trimmen und
schauen was passiert!

> > Frage in diesem Zus.hang: Könnten demnach auch ungünstig
> > eingestellte Tampen in letzter Konsequenz zu Spinouts führen?
>
> Imho ja, zumindest bei mir führen zu weit vorne eingestellte Tampen zu mehr
> Spinouts. Dann habe ich zu viel Zug auf dem hinteren Arm und automatisch
> auch auf dem hinteren Bein --> :(

Auch ein guter Tip, danke! Zug hab ich schon relativ viel hinten kommt mir vor
aber jene 'Unterarmlänge' der Tampen bin ich sicher vom Mast entfernt.

LG, Corni

Corni L.

unread,
Jul 19, 2003, 5:24:57 AM7/19/03
to
"surfing_harry" <surfin...@gmx.de> schrieb

> Fahrkönnen keinerlei Besserung hinbekommst, solltest Du mal über eine andere
> Finne nachdenken. Ich habe mit Lessacher die besten Erfahrungen gemacht, da

Naja, so schnell will ich keine neue Finne kaufen, denn hab 2 nagelbeue Finnen
zum Score dazugekauft vor ca 2 Monaten. Eine Maui 27er Freestyle und eine
24er (glaube auch Maui, erst einmal verwendet mit kleinem Segel).
Will erst mal noch eine Weile experimentieren!

> einen Soin Out durch die Welle gibt, sind das weiche Spin Outs. Will sagen,

Interessant, daß Spinouts sich verschieden anfühlen können..

> Lessacher Finnen werden im Normalfall kleiner gewählt, da Sie eine größere
> Fläche darstellen, als normale Finnen (ist super im flachen Bodden).
> Probiers aus.

Okay, also wenn ich der totalen Verzweiflung nahe bin, überleg ich mir eine dritte
Finne zu besorgen.. :-)
Danke, Corni

Franz Neumann

unread,
Jul 19, 2003, 2:02:49 PM7/19/03
to
Meine 50 cts zur Finnenwahl:
Fahrkoennen, Brettshape, Segel, Trim... etc haben sicher einen Einfluss auf
Spin-outs. Aber wenn die Finne nicht zum Fahrstil (Tampenlaenge,
Fussposition, Gewichtverlagerung, Power...) passt geht es nicht.

Ich habe eine Vorliebe fuer relativ dicke Profile. Duenne Profile wie die
von "Fin's" passen mir ueberhaupt nicht und geben zuviele Spinouts. Auch
wenn die dickste Stelle weit vorne ist, fahre ich angenehmer und kann voll
reintreten. Zur Zeit liebe ich die North-Shore Finnen fuer das Wellenbrett
und die F2-Concretewave/ sunshine fuer meinen alten F2 Sputnik und fuer den
Xantos. Meine allerliebsten Finnen waren die Final-Cut Finnen. Es gibt sie
aber leider nicht mehr.

Es ist manchmal schwierig die richtige Finne zu finden. Auf Probe "leihen"
geht nur sehr selten. Deshalb von Freunden ausleihen und probieren.
Vielleicht auch gebrauchte kaufen. Falls die Finne gut ist machen einige
Macken nichts aus.

Manche Leser werden lachen aber meine Lieblingsfinne war eine Wave-Slot
(anno 93-94) von Final-Cut. Der Slot (nur 1cm breit) war nach Jahren kaputt,
die Spitze abgeschliffen/ abgebrochen... Aber sie ging noch immer besser als
manche neue Finnen von Fin's. Ich habe auch Mistral & F2 probiert bis dann
North-Shore passte.

Also probieren, probieren, probieren, .. Das heisst aber leider auch kaufen
kaufen kaufen.

FranzN


Corni L.

unread,
Jul 22, 2003, 5:51:42 AM7/22/03
to
Franz Neumann schrieb:

> Meine 50 cts zur Finnenwahl:
> Fahrkoennen, Brettshape, Segel, Trim... etc haben sicher einen
> Einfluss auf Spin-outs. Aber wenn die Finne nicht zum Fahrstil
> (Tampenlaenge, Fussposition, Gewichtverlagerung, Power...) passt
> geht es nicht.

> [...]


> sie ging noch immer besser als manche neue Finnen von Fin's. Ich
> habe auch Mistral & F2 probiert bis dann North-Shore passte.
> Also probieren, probieren, probieren, .. Das heisst aber leider auch
> kaufen kaufen kaufen.
>
> FranzN

tja..wieder einmal ein Nachteil des Surfsports, vor allem wenn man ein
armer Bettelstudent ist :-)
Corni

Thorsten Albrecht

unread,
Jul 24, 2003, 3:58:04 AM7/24/03
to
"Corni L." <nospam...@austromail.at> wrote:
>tja..wieder einmal ein Nachteil des Surfsports, vor allem wenn man ein
>armer Bettelstudent ist :-)
Kiten und Reiten sind teuerer. Aber irgendwann hat man ja evtl. das
komplette Material zusammen und fährt es die nächsten 10 Jahre ohne
Neukäufe. Oder?

Thorsten

Thomas

unread,
Jul 24, 2003, 2:16:56 PM7/24/03
to
Wenn Du mit dem Kite aufs Pferd gehst, wird das bestimmt richtig teuer.


Gruß Thomas


"Thorsten Albrecht" <route-to...@nurfuerspam.de> schrieb im Newsbeitrag
news:7qpshv8clrhdpfqo6...@4ax.com...

Thorsten Albrecht

unread,
Jul 25, 2003, 11:47:51 AM7/25/03
to
"Thomas" <0007...@nwn.de> wrote:

>Wenn Du mit dem Kite aufs Pferd gehst, wird das bestimmt richtig teuer.

DAS wird die ultimative Trendsportart!

Thorsten

Götz

unread,
Jul 31, 2003, 5:40:34 AM7/31/03
to
Hallo Corni,

viele nette Tips von den Leuten hier, und ich stimme insofern zu als
dass ausprobieren nie schaden kann.

Aber letztlich wirst Du - egal mit was für einer Finne oder Trim oder
Fahrposition - Spinouts nicht vermeiden können solange Du das Brett,
insbesondere ruckartig , seitlich gegen die Anströmrichtung der Finne
bewegst. Deshalb wäre imho darauf zu achten, das Board immer sauber im
´natürlichen´ Flow zu fahren und seitliches Driften zu vermeiden. Ein
Spinout entsteht, wenn die Strömung an der Finne abreißt, das deutet
sich oft durch ein Gurgeln am Heck an - ähnlich als wenn man Seetang an
der Finne hängen hat.

Alles klar? Übung macht den Meister ;) und schont auch das Bafög Budget.

Grüsse,
Götz

Götz

unread,
Jul 31, 2003, 7:04:35 AM7/31/03
to
Hallo Corni,

viele nette Tips von den Leuten hier, und ich stimme insofern zu als
dass ausprobieren nie schaden kann.

Aber letztlich wirst Du - egal mit was für einer Finne oder Trim oder
Fahrposition - Spinouts nicht vermeiden können solange Du das Brett,
insbesondere ruckartig , seitlich gegen die Anströmrichtung der Finne
bewegst. Deshalb wäre imho darauf zu achten, das Board immer sauber im
´natürlichen´ Flow zu fahren und seitliches Driften zu vermeiden. Ein
Spinout entsteht, wenn die Strömung an der Finne abreißt, das deutet
sich oft durch ein Gurgeln am Heck an - ähnlich als wenn man Seetang an
der Finne hängen hat.

Alles klar? Übung macht den Meister ;) und schont auch das Bafög Budget.

Grüsse,
Götz

Joachim Biel

unread,
Jul 31, 2003, 4:26:41 PM7/31/03
to

Götz schrieb:

>
> Aber letztlich wirst Du - egal mit was für einer Finne oder Trim oder
> Fahrposition - Spinouts nicht vermeiden können solange Du das Brett,
> insbesondere ruckartig , seitlich gegen die Anströmrichtung der Finne
> bewegst. Deshalb wäre imho darauf zu achten, das Board immer sauber im
> ´natürlichen´ Flow zu fahren und seitliches Driften zu vermeiden.

ja, da stimme ich voll zu - und deshalb ist es hilfreich, wenn man durch
eine aufrechtere Körperhaltung mehr Druck von oben auf das Brett bringt
als von der Seite.
Also Gabel höher und/oder kürzere Tampen - that helps

Gruß, Joachim

Esther & Fredy Schafer

unread,
Aug 12, 2003, 2:10:11 PM8/12/03
to
Hi Corni,
nachdem ein so grosses Echo auf "Spinouts" besteht, hab ich das Bedürfnis, meine Spinout-Erfahrungen los zu werden.
Also Spinouts passieren bei hohen Gerschwindigkeiten >>4bf.
  • Je härte am Wind gefahren wird, desto eher passiert es. -> Bei "Segel-Flattergeräuschen" im Mastbereich deshalb wieder abfallen!
  • Wenn das Brett hinten stärker belastet wird, produziert dies auch einen Spinout. -> Leicht in die Knie gehen, tiefer liegen und Oberkörper leicht nach vorne schieben, hinteren Druck vermindern und vorne mehr belasten. Evtl muss Mast etwas nach vorne geschoben werden (mehr Speed, weniger Manöver) oder Segel auf "Starkwind" trimmen.
  • Wenn dazu noch Wellen angefahren werden, passiert meist unmittelbar nach dem wiedereintauchen der Spinout. -> Beim Anstieg bzw. vor dem Absprung aus der Welle leicht abfallen. Nach Eintritt im Wellental kannst du dann wieder Höhe machen.
    Prinzipiell musste ich bei mir feststellen, dass Spinout einen "Angstindicator" darstellt. Wenn es dann wirklich zu schnell wird; kleineres Segel oder trimmen, sonst einfach die Sau raus lassen und mit Vollspeed durchrauschen.
  • Falls du mal Gras und Holz mit der Finne einfängst, hast du einfach Pech gehabt. -> Grasfinne oder anderes Revier.
    Folgende Faktoren begünstigen den Spinout, sind aber nicht "Hauptursachen":
  • Ein verkanten des Brettes, Auflage auf Wasser, kann Spinout begünstigen
  • Eine stark verkratzte Finne an der Anströmkante kann ein Spinout begünstigen. -> ein Schmirgelpapierstreich hat noch nie geschadet.
Sobald ein Spinout passiert, mit vorderem Fuss aus der Schlaufe, diesen vor dem Masten aufs Brett stellen und dieses so wieder auf Kurs drücken. (Fuss- und Riggsteuerung anwenden)
Die ganze Materialeinstellung wie Segel sollte so sein, dass du das Rigg soweit nach hinten ziehen kannst, dass maximal Segelkraft aufs Board kommt und Tampen/Schlaufen dabei optimal sind. Die erste halbe Stunde brauche ich dann auch, um das Material, vor allem Segeltrimm, Mastfussposition, Tampenposition/Länge zu justieren. Die Schlaufen sind immer etwa gleich (mittlere Position). Erst wenn du ausbalanciert bist, kannst du so locker fahren, dass du das Brett "fliessen" lassen kannst.
 
Hang loose, Gruss Fredy
 
 
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