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Surfbrett selber bauen

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bruno

unread,
Apr 29, 2003, 11:05:00 AM4/29/03
to
Hei, hallo zusammen..

Bin auf der Suche nach einem Plan, einer Anleitung wie ich mal selber
ein Surfbrett bauen kann. Es ist extrem schwierig ein kleveres Buch zu
finden.
Hat mir jemand einen Tipp?? Einen Link.. was auch immer..

tob...@web.de

Wäre extrem froh, jedenfalls
einen lieben gruss und viel spass beim surfen, in jedemfall..
vielen dank

Bruno

Marius Bach

unread,
Apr 29, 2003, 1:25:11 PM4/29/03
to
> [...] wie ich mal selber ein Surfbrett bauen kann.

SurfBRETT selber bauen?
Wie soll das denn gehen??
Hast du berufl. Erfahrung mit Bretter-Bau oder wie?

Also ich hab noch nie was vom Brettselbstbau gehört (abgesehen von eigenen
Modifikationen, z.B. Stuhl aufs Brett schrauben ;-)

MfG,
Marius

PS: Also ich stelle mir das sehr schwierig vor, andererseits habe ich da
noch nichts von gehört, kann es also irgendwie ja auch nicht beurteilen ;-)


Wolfgang Soergel

unread,
Apr 29, 2003, 2:10:42 PM4/29/03
to
bruno wrote:
>
> Hei, hallo zusammen..
>
> Bin auf der Suche nach einem Plan, einer Anleitung wie ich mal selber
> ein Surfbrett bauen kann. Es ist extrem schwierig ein kleveres Buch zu
> finden.
> Hat mir jemand einen Tipp?? Einen Link.. was auch immer..

Buch wirst Du wohl auch nicht finden. Es gab mal vor gut 20 Kahren ein
fuer damalige Verhaeltnisse ganz brauchbares, dann vor ca 15 Jahren ein
sehr oberflaechliches und praktisch unbrauchbares Werk. Dann gibt es
noch von der Firma Bacuplast (www.bacuplast.de) eine Lose-Blatt
Sammlung, die vor einigen Jahren einige ganz nuetzliche Hinweise, teils
aber auch Schrott beinhaltete. Zudem relativ teuer fuer das gebotene.

Online gibt es diverse Websites, v.a. auf Englisch:
Eine umfassende Linksammlung ist unter
http://www.viser.net/~anthwind/
zu finden.
Eine gute Beschreibung der Sandwichtechnologie unter
http://surfing.rdx.net/Building/
Auf Deutsch kenne ich nur
http://www.sec-surfboards.de/

Bei konkreten Fragen kann ich ggf. auch ein paar Tipps geben, ich hab
das ganze auch einige male gemacht. Im Moment nur soviel:
+ Das erste Brett wird meistens entweder leicht oder schoen oder stabil
und haltbar, manchmal garnichts von allen.
+ Es kann schief gehen, v.a. wenn Vakuum im SPiel ist. Daher:
+ Als erstes am besten einen Wellenreiter oder ein sehr kleines
Waveboard in einfacher Glasbauweise bauen, dann erst mit Vacuum-Sandwich
Technologie anfangen. Letzteres ist aber unabdingbar, um mit
Serienbrettern (die die gleiche Technologie verwenden und bei Cobra ja
auch recht weitgehend in Handarbeit hergestellt werden) beim Gewicht
mithalten zu koennen.
+ Sei auf jede Menge Staub und klebriges Zeug vorbereitet.
+ Wenn du nur ein Brett haben willst, geh fuer ne Woche arbeiten und
kauf dir dann ein Auslaufmodell. Brett selbst bauen ist nur dann
sinnvoll, wenn man auch am bauen Spass hat und evtl. was machen will,
was kaeuflich nicht zu erwerben ist.
+ Es macht irgendwie doch Spass.
--
Wolfgang

Martin Schalk

unread,
Apr 29, 2003, 2:16:27 PM4/29/03
to

Ich schon - damals (vor ca. 20 Jahren) gabs sogar ein Buch - Boards selbst
shapen.
Mein Cousin hat eines selbst gebaut - den Kern aus Styropor und Balsa-Holz
als Stabilisierung anschließend die Aussenhaut mit irgend nem Epoxy Zeugs.

Ich kann ihn mal fragen ob er da noch was wie ne Anleitung hat.

Gruß
Martin

Walter Frenzel

unread,
Apr 30, 2003, 8:23:04 AM4/30/03
to
Hi Bruno,

> Bin auf der Suche nach einem Plan, einer Anleitung wie ich mal selber ein
Surfbrett bauen kann. Es ist extrem schwierig ein kleveres Buch zu finden.
> Hat mir jemand einen Tipp?? Einen Link.. was auch immer..

Vielleicht helfen Dir diese Links :

http://home.t-online.de/home/wolfgang.schreiner/menue.htm

http://home.t-online.de/home/wolfgang.schreiner/men_surf.htm

Sie sind vielleicht das richtige für Dich bzw. Du hast mal einen Anfang.


Gruß
Walter


Thomas

unread,
Apr 30, 2003, 11:11:37 AM4/30/03
to
Hallo Brunno,

soll es nur aus Spaß an der Freude sein oder willst Du Geld sparen.
Es gab früher (vor ca. 20 Jahren) mal einen brauchbaren Plan in der Surf. Da
kann man vielleicht noch mal rankommen. Beim ersten Brett geht meist was in
die Hose. Der Shape will wohl gewählt sein und die handwerkliche Ausführung
ist nicht ganz einfach. Versuche mal einen Schaumklotz auf zwei Seiten genau
gleich zu schleifen. Das mit dem Laminat ist dann noch wieder so eine Sachen
für sich. Um teure Materialien wie Sandwich zu verbauen sollte man schon
Übung haben. Lustig ist es schon, wenn der letzte Kleber von den Fingeren
gerubbelt ist und die Klamotten entsorgt sind. Auch der Schleifstaub ist in
allen Ecken und Ritzen jahrelang zu finden. Aber das selber entworfene
Degsin macht das Brett zum Unikat, ist es da schlimm, wenn es nicht
vernünftig fährt?
Soll es einfach billig sein, nehme ein Auslaufbrett der neuen Generation, da
ist auch noch Garantie drauf.
Ich will dein Streben nicht unterdrücken, ich wollte nur von eigenen
Erfahrungen berichten. Leider habe ich die Surf- Anleitung nicht mnehr
gefunden, auch das Buch ist weg.
Ach ja, wir haben unsere ersten Bretter wegen des geringen Gewichte gebaut
und sie waren kürzer. Serienbrett 360 bis 380cm unsere 320cm. Gewicht der
Serie bis 25kg unsere 13-15kg. Prozentual ein riesen Unterschied, vom fahren
her auch, mußte man erst mal lernen damit zu fahren.

Gruß Thomas


"bruno" <tob...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:731efe30.03042...@posting.google.com...

Franz Neumann

unread,
May 1, 2003, 2:55:57 AM5/1/03
to
Hallo,

Ich habe vor Jahren Bretter selbstgebaut und jede Menge Gelg gespart. Als
Student war das lebenswichtig und zusätzlich war das in Anfang der Funboard
Zeit. Customs waren kaum zu haben. Mein Rekord war so 250DM (125 Euro) für
ein 2.5m Sinker. Alles mit Ersatzteilen (Schlaufen, Finnenkasten etc...)
Mein letztes Board (Nummer 14, anno1994) kam schon auf fast 1000DM (500
Euro). Habe einen Preshaped Kern mit Stringer, Powerbox, gut Schlaufen,
besseres Handwerkzeug...

Also wenn du noch keine Erfahrung hast muss du UNBEDINGT mal ein Stück
Schaum (5cm dicke IsolierPlatte (2.5*0.5m) aus Styrodur (gelb/ blau/ grün)
aus dem Baumarkt) nehmen und ein Kleines Board schapen. Probier ruhig mal
ein Board von 1m. Da wirst du schon sehen dass es ziemlich schwierig ist die
Kanten richtig zu shapen. Werkzeug: Surfraspe, Schleifpapier/ Schleifblock/
Saege Messlatten (Alu), ideal: Elektrohobel um die Stringer in Form zu
bringen.
Symetrische Kanten gelingen nur mit Schabolnen oder "Profilmeister von
Stabatechnik".

WasserFarbe (Fluo) direkt auf den Schaum aufbringen. Hat auch seine Tücken
weil das Abkleben nicht richtig funktioniert. Sauber geht's nur mit
Airbrush in duennen Lagen.

Laminieren: nehme nur Epoxy. Erstens geht Polyester nicht auf Styrodur/
Styropor (geht nur auf PU) zweitens reagiert Epoxy langsamer und gibt dir
mehr Zeit, drittens ist Epoxy haltbarer.

Du brausht unten 2 Lagen 200g Glasgewebe, Oben 3 lagen 200er, Die Spitze nur
2 Lagen, Fussbereich genügen 3 Lagen.

Du brauchst einen Squeegee zum auftragen des Epoxy. Nur kein Pinsel nehmen,
die machen nur Luftblasen. Du wirst sehen dass die Kanten problematisch
sind.


Für diene erste Anfänge muss du die Vakkuumtechnik und Sandwich vergessen.
Kannst das beim 5-8 Brett mal probieren.


Wenn du nach 2 solchen Versuche noch immer Spaas dran hast...

Ich habs aufgegeben: Serienbretter sind jetzt sehr gut und leichter als
Customs. Meine Wavebretter kamen auf 7-8kg. Sandwichtechnik ist für Laien zu
schwierig und aufwendig.


Have Fun
Franz

rmh...@uni.de

unread,
May 3, 2003, 7:13:36 AM5/3/03
to
Hi Leute
in Emden woht Leander der baut dort alle Bord selber.
Leander Krawietz heißt er ruft ihn doch einfach an
ich weiß aber nicht ob es ihm recht ist
04921 23983
grüßt ihn von mir
der kann euch bestimmt weiterhelfen.
oder bacuplast?? auch mal fragen

"bruno" <tob...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:731efe30.03042...@posting.google.com...

Comander

unread,
May 4, 2003, 1:27:15 PM5/4/03
to
[posted and mailed]

tob...@web.de (bruno) wrote in
news:731efe30.03042...@posting.google.com:

Hy,

Bretter selbst bauen ist eigentlich kein Zauber. Die Klamotten gab es
früher beim Surf-Service Bochum. Ich habe meist mir Polyester-Harz
gearbeitet, weils schneller trocknet und einfach netter war.

Das Shapen ist allerdings nicht so einfach, da ne Menge Hydrodynamik ins
Spiel kommt. Es gab ein Buch von Robby Naish wo sehr viel zu diesem Thema
drin war (Delius Klasing Verlag).

Versuch es einfach und falls du Rat brauchst, gibts ja ne Menge Custom
Schmieden, die nichts anderes machen... ;-)

Kleiner Tipp: veruch beim ersten Brett nicht aufs Gramm zu achten,
ansonsten bist du hinterher nur am reparieren. Und vergiss die Stringer
nicht...

Gruß

Mark

Wolfgang Soergel

unread,
May 5, 2003, 2:31:53 PM5/5/03
to
Franz Neumann wrote:
>
> Hallo,
>
> Ich habe vor Jahren Bretter selbstgebaut und jede Menge Gelg gespart. Als
Wirklich Geld gespart? Mal ehrlich rechnen!

> Student war das lebenswichtig und zusätzlich war das in Anfang der Funboard
> Zeit. Customs waren kaum zu haben. Mein Rekord war so 250DM (125 Euro) für
> ein 2.5m Sinker. Alles mit Ersatzteilen (Schlaufen, Finnenkasten etc...)

Wow, das ist wirklich billig. Ich bin selbst bei meinem ersten Brett
(als ich mir noch eine Kostenersparnis eingeredet habe, selbst da haette
ich mit 2 Wochen Arbeit fuer Geld und einem Brettkauf Zeit+Geld
gespart), mit Kern aus Baumarkt Styropor geklebt, billigsten
Komponenten, allerding Epoxid, auf knapp 500DM gekommen, anno 89.

> Mein letztes Board (Nummer 14, anno1994) kam schon auf fast 1000DM (500
> Euro). Habe einen Preshaped Kern mit Stringer, Powerbox, gut Schlaufen,
> besseres Handwerkzeug...

Das war dann spaeter auch immer der Richtwert, allerdings Sandwich und
gute Materialien (Kohle oder PE Gewebe, Airex) und gute Komponenten.
Allerings ohne Werkzeugkosten. Und mit selbstgeshapten Kernen
(allerdings aus einem Stueck).



> Also wenn du noch keine Erfahrung hast muss du UNBEDINGT mal ein Stück
> Schaum (5cm dicke IsolierPlatte (2.5*0.5m) aus Styrodur (gelb/ blau/ grün)
> aus dem Baumarkt) nehmen und ein Kleines Board schapen. Probier ruhig mal
> ein Board von 1m. Da wirst du schon sehen dass es ziemlich schwierig ist die
> Kanten richtig zu shapen. Werkzeug: Surfraspe, Schleifpapier/ Schleifblock/
> Saege Messlatten (Alu), ideal: Elektrohobel um die Stringer in Form zu
> bringen.

Noch idealer: Heiss schneiden, was geht. Erfordert zwar mehr Zeit beim
Schablonenbau (das billig Moebelrueckwandpresspappzeugs ist genau
richtig, mit Teppichmesser schneiden), macht aber wenig Dreck. Shapen
ist imho ausserdem noch relativ einfach, man muss sich halt Zeit nehmen
und staendig kontrollieren.

> Symetrische Kanten gelingen nur mit Schabolnen oder "Profilmeister von
> Stabatechnik".

Wobei Pappschablonen (alle 30 oder 40cm, insgesamt also knapp 10) hier
schon gute Dienste leisten.

> WasserFarbe (Fluo) direkt auf den Schaum aufbringen. Hat auch seine Tücken
> weil das Abkleben nicht richtig funktioniert. Sauber geht's nur mit
> Airbrush in duennen Lagen.

Ohne Airbrush geht imho wirklich nicht richtig, zumindest keine Kanten.
Aber billige Loesungen funktionieren.



> Laminieren: nehme nur Epoxy. Erstens geht Polyester nicht auf Styrodur/
> Styropor (geht nur auf PU) zweitens reagiert Epoxy langsamer und gibt dir
> mehr Zeit, drittens ist Epoxy haltbarer.

Ja, Epoxid ist nicht verkehrt.



> Du brausht unten 2 Lagen 200g Glasgewebe, Oben 3 lagen 200er, Die Spitze nur
> 2 Lagen, Fussbereich genügen 3 Lagen.

AUf einen leichten Styro Kern waer mir das fuer einen Windsurfer eher
schon etwas duenn, aber ich bau wohl immer leicht ueberdimensioniert.
Dafuer ist noch nie was gebrochen (ausser minimalen Kratzern nach
Gabeleinschlag und einem Handwerker, der ein Brett als Trittleiter
verwendet hat, das Ding lag auf der Nase... ) und Delaminationsprobleme
halten sich in Grenzen,

> Du brauchst einen Squeegee zum auftragen des Epoxy. Nur kein Pinsel nehmen,
> die machen nur Luftblasen. Du wirst sehen dass die Kanten problematisch
> sind.

Fuer die Kanten braucht man blos Zeit und dann doch einen Pinsel.
Squeegee ist gut fuer die Flaeche, an den Kanten einen (evtl.
gekuerzten) Borstenpinsel. Und evtl. statt des gezwirnten 200 Gewebe mit
Leinwandbindung 160 Gewebe in Koeperbindung nehmen, das ist
anschmiegsamer, da kriegt man die Kanten ringsum ohne einzuschneiden
hin.



> Für diene erste Anfänge muss du die Vakkuumtechnik und Sandwich vergessen.
> Kannst das beim 5-8 Brett mal probieren.

Naja, 5-8 muessen es nicht unbedingt sein, aber etwas Erfahrung braucht
man schon. Bei mir war das Dritte das erste Sandwichbrett mit Vakuum,
Bau war (auch dank des gestringerten Kerns der sich im Vakuum nicht so
leicht verzieht) relativ problemlos, Haltbarkeit bis auf falsch
eingebaute (nicht ueberlaminierte, ich hatte Angst, ich wuerde sie unter
der Kohle und dem Kevlar nicht wieder finden) Schlaufenplugs auch, nur
hab ich die Erfahrung gemacht, dass viel leichte Materialien (u.a. eine
volle Lage 160er Kevlar auf ein eigentlich schon gut dimensioniertes
Deck) dann doch nicht gleich Leichtbau bedeuten (8.5kg bei einem 90l/268
Convertible). Dafuer ist das Ding vermutlich schussfest. Die naechsten
Exemplare kommen im Gewicht dann hin.



> Wenn du nach 2 solchen Versuche noch immer Spaas dran hast...
>
> Ich habs aufgegeben: Serienbretter sind jetzt sehr gut und leichter als
> Customs. Meine Wavebretter kamen auf 7-8kg. Sandwichtechnik ist für Laien zu
> schwierig und aufwendig.

Ist schon machbar. Und auch immer noch bei konkurenzfaehigem Gewicht
(Waveboards < 6kg, Freestyle <=7) und besserer Schlagfestigkeit.
Aber wiegesagt: Es spart bei Licht betrachtet kein Geld und man sollte
Bretter (hobbymaessig) bauen, wenn man am Bauen und Designen und
entwickeln eigener Shapes Spass hat. Nicht wenn man moeglichst viel
moeglichst billig aufs Wasser will.

--
Wolfgang

Franz Neumann

unread,
May 6, 2003, 1:33:47 PM5/6/03
to
On 5/5/03 20:31, in article 3EB6AE...@lnt.de, "Wolfgang Soergel"
<wsoe...@lnt.de> wrote:


> Wirklich Geld gespart? Mal ehrlich rechnen!

Also im Durchschnitt waren es so 500-750 DM/Brett. Bei Customs von 1500-2000
DM rechnet sich das schon. Die Arbeit von 2 Wochen darf man natürlich nicht
einberechnen. Man muss das als Spass betrachten.


>
> Das war dann spaeter auch immer der Richtwert, allerdings Sandwich und
> gute Materialien (Kohle oder PE Gewebe, Airex) und gute Komponenten.
> Allerings ohne Werkzeugkosten. Und mit selbstgeshapten Kernen
> (allerdings aus einem Stueck).

Anfags habe ich mit den 2.5m Styrodurplatten/Epoxy/Glas gearbeitet. Dann auf
3.2m*07*0.15 gestrigerten Sstyrofoam Surfkern. Dann gabs den nicht mehr
wegen den Freon. Habe einmal mit Styropor/Sandwich/Kohle probiert. Meine
letzten Wave Bretter waren dann mit vorgeshapten PU-Kern/Epoxy...

> Noch idealer: Heiss schneiden, was geht.

Gute Saege geht schneller. Ich habe immer 1 Wochenende zum Shapen gerechnet.
Nicht 10 Stunden pro Tag, immer locker bleiben und lieber mal ne Pause
einlegen als eine Dele einzushapen.


>
> Wobei Pappschablonen (alle 30 oder 40cm, insgesamt also knapp 10) hier
> schon gute Dienste leisten.

OK, es geht

> Du brausht unten 2 Lagen 200g Glasgewebe, Oben 3 lagen 200er, Die Spitze nur
>> 2 Lagen, Fussbereich genügen 3 Lagen.
>
> AUf einen leichten Styro Kern waer mir das fuer einen Windsurfer eher
> schon etwas duenn, aber ich bau wohl immer leicht ueberdimensioniert.
> Dafuer ist noch nie was gebrochen (ausser minimalen Kratzern nach
> Gabeleinschlag und einem Handwerker, der ein Brett als Trittleiter
> verwendet hat, das Ding lag auf der Nase... ) und Delaminationsprobleme
> halten sich in Grenzen,
>
>> Du brauchst einen Squeegee zum auftragen des Epoxy. Nur kein Pinsel nehmen,
>> die machen nur Luftblasen. Du wirst sehen dass die Kanten problematisch
>> sind.
>
> Fuer die Kanten braucht man blos Zeit und dann doch einen Pinsel.

Pinsel geht wenn gut aufgepasst wird. Squeegee ist aber auch super. Von den
Flachen zu den Kanten ziehen und schon ist alles fertig. Mit dem Pinsel wird
automatisch getupft und schon sind Blasen drin. Die gehen mit dem squeegee
wieder raus.


>
> Deck) dann doch nicht gleich Leichtbau bedeuten (8.5kg bei einem 90l/268
> Convertible). Dafuer ist das Ding vermutlich schussfest. Die naechsten
> Exemplare kommen im Gewicht dann hin.

Gebrauchte Convertibles sind dann 2kg leichter und genauso haltbarer. Und
billiger.


> Es spart bei Licht betrachtet kein Geld und man sollte
> Bretter (hobbymaessig) bauen, wenn man am Bauen und Designen und
> entwickeln eigener Shapes Spass hat. Nicht wenn man moeglichst viel
> moeglichst billig aufs Wasser will.

Richtig. Spass haben ist wichtig.
Geld spart man nicht viel. Ausser man nimmt wirklich Recycle-Material (altes
Brett ausschlachten und Kasten/ Dübel/ Schlaufen... Recyclen. Aber wer macht
das schon.

Franz
--


Wolfgang Soergel

unread,
May 8, 2003, 6:38:46 AM5/8/03
to
Franz Neumann wrote:
>
> On 5/5/03 20:31, in article 3EB6AE...@lnt.de, "Wolfgang Soergel"
> <wsoe...@lnt.de> wrote:
>
> > Wirklich Geld gespart? Mal ehrlich rechnen!
>
> Also im Durchschnitt waren es so 500-750 DM/Brett. Bei Customs von 1500-2000
> DM rechnet sich das schon. Die Arbeit von 2 Wochen darf man natürlich nicht

Die Rechnung gilt so aber bestenfalls fuer den Vergleich Glasbrett
(PU-Kern+Glas) gegen ein entsprechendes Custom. Und somit seit rund 10
Jahren eigentlich nicht mehr. Aber sobald man mit Sandwich anfaengt,
geht unter 800DM (incl. Schlaufen und Pads, ohne Finne und Mastfuss)
imho nix mehr. Rechne dann noch die Arbeitszeit (ich liege bei rund 40
Stunden reiner Bauzeit bei einem Sandwich Brett, wenn ich wenigstens 2
gleichzeitig mache, zusaetzlich Planung+Materialbeschaffung).

> einberechnen. Man muss das als Spass betrachten.

Richtig. Ich wills ja keinem ausreden. Aber eben die Illusion nehmen,
das selbstmachen der billige, einfache Weg zum tollen Brett ist.

[..]


> Anfags habe ich mit den 2.5m Styrodurplatten/Epoxy/Glas gearbeitet. Dann auf
> 3.2m*07*0.15 gestrigerten Sstyrofoam Surfkern. Dann gabs den nicht mehr
> wegen den Freon. Habe einmal mit Styropor/Sandwich/Kohle probiert. Meine
> letzten Wave Bretter waren dann mit vorgeshapten PU-Kern/Epoxy...

Mein erstes Brett war aus 1m*50cm*12cm Styroporplatten geklebt, dann ein
richtig guter Kern (X-Tune, falls das noch jemand kennt, ist
extrudiertes PS) mit Stringer und dann nur noch EPS: Fuer die meisten
Sandwiches D-Q-Cell 17 (wiegt in Realitaet eher 19kg/m^3, also eher
mittelschweres, finkoerniges als wirklich leichtes Styropor) ohne
Stringer, einmal ein gestringerter EPS Blank und einmal (fuer ein
Clearboard, aber mit HyperTex PE Gewebe und Vakuum) ein gestringerter
30er Kern. Natuerlich immer Epoxid.



> > Noch idealer: Heiss schneiden, was geht.
> Gute Saege geht schneller. Ich habe immer 1 Wochenende zum Shapen gerechnet.
> Nicht 10 Stunden pro Tag, immer locker bleiben und lieber mal ne Pause
> einlegen als eine Dele einzushapen.

Outline kann man saegen, klar. Bei der Rockerlinie wirds schwerer, v.a.
wenn man nicht von praktisch vorgeshapten Blanks ausgeht. Elektrohobel
geht auch relativ schnell, ist aber die ultimative Sauerei. Daher mache
ich so viel wie moeglich heiss, den Rest dann per Hand mit einem grossen
Schleifbrett (so aehnlich wie die Putzbretter vom Bau, einfach ein
Holzbrett so gross wie ein Bogen Schleifpapier mit grossem Holzgriff
dran) und diversen Schleifkloetzen.

> > Wobei Pappschablonen (alle 30 oder 40cm, insgesamt also knapp 10) hier
> > schon gute Dienste leisten.
>

[..]


> >
> > Fuer die Kanten braucht man blos Zeit und dann doch einen Pinsel.
>
> Pinsel geht wenn gut aufgepasst wird. Squeegee ist aber auch super. Von den
> Flachen zu den Kanten ziehen und schon ist alles fertig. Mit dem Pinsel wird
> automatisch getupft und schon sind Blasen drin. Die gehen mit dem squeegee
> wieder raus.

Probleme mit Blasen hatte ich nie. Allerdings habe ich auch meistens ein
sehr hochwertiges (und entsprechend teures), duennfluessiges Harz
verwendet. Und nicht getupft, vielleicht auch, weil ich laminieren mit
dem Pinsel vom Modellbau her kannte. Wenn man nur mit dem Squeegee
arbeitet braucht man imho etwas mehr Harz und vertroft v.a. viel mehr
auf den Boden. Dafuer geht's schneller und ist mit Polyester (bei < 30
Minuten Verarbeitungszeit) wohl die einzige Loesung.

> > Deck) dann doch nicht gleich Leichtbau bedeuten (8.5kg bei einem 90l/268
> > Convertible). Dafuer ist das Ding vermutlich schussfest. Die naechsten
> > Exemplare kommen im Gewicht dann hin.
> Gebrauchte Convertibles sind dann 2kg leichter und genauso haltbarer. Und
> billiger.

2kg leichter und vergleichbar haltbar glaube ich eher nicht, das Ding
war ja immerhin fast 270 lang und sehr duenn. Aber im Prinzip zeigt das
schon ganz gut das Problem: Beim ersten mal wirds entweder leicht oder
haltbar. Und im Zweifel hab ich mich immer fuer letzteres entschieden.
Daher das "overengineering".


> > Es spart bei Licht betrachtet kein Geld und man sollte
> > Bretter (hobbymaessig) bauen, wenn man am Bauen und Designen und
> > entwickeln eigener Shapes Spass hat. Nicht wenn man moeglichst viel
> > moeglichst billig aufs Wasser will.
>
> Richtig. Spass haben ist wichtig.
> Geld spart man nicht viel. Ausser man nimmt wirklich Recycle-Material (altes
> Brett ausschlachten und Kasten/ Dübel/ Schlaufen... Recyclen. Aber wer macht
> das schon.

Ich seh schon, wir sind uns im Prinzip einig. Billige Komponenten wuerde
ich uebrigens nicht nehmen, da ist die Arbeitszeit zu schade. Ausser
vielleicht bei bewusst als Wegwerfartikel konzipierten Experimenten, die
man dann nochmal in ordentlicher Bauweise nachbaut, wenns funktioniert
hat.

--
Wolfgang

bruno

unread,
May 13, 2003, 12:08:53 PM5/13/03
to
Comander <super...@gmx.de> wrote in message news:<Xns9371C6174453...@62.153.159.134>...

Hei Hallo zusammen

Vielen Dank für die Tipps und guten Ratschläge, Ja ich möchte ein
Surfbrett bauen weil es spass machen könnte.. Die Materialien kann ich
in der nähe kaufen, irgend eine Lösung wird es schon geben.
Ziemlich sicher werde ich mal ein kleines Brett bauen, so mal zum
sehen. Vermutlich werde ich meine Erfahrungen auch auf Fotos
festhalten damit ich später mal wieder weiss was ich getan habe.. und
bei allen weiteren Bretter die Infos wieder ganz preset haben kann.
Alls erstes muss ich mir aber mal einen neuen Raum suchen, bei meinem
normalen Bastelraum werde ich das vermutlich nicht können da mein
Vermieter fürchtet, dass er den Staub nie mehr los würde.. nun mal
sehen. Ich werde Euch auf dem laufenden halten, wenns interessiert...

(Bin natürlich weiterhin offen für Ratschläge und Tipps, werde bald
wieder reinschauen, will einfach mal nur MERCI sagen..)

mail to:
tob...@web.de

Einen lieben Gruss und Surft noch ein wenig weiter, ob auf Wasser oder
durchs Leben..

Bruno

Thomas

unread,
May 15, 2003, 6:04:27 PM5/15/03
to
Ja, bitte. Ist ja mal was wenn die Erinnerung noch mal durchlebt wird.

Viel Spaß und Gruß

Thomas


"bruno" <tob...@web.de> schrieb im Newsbeitrag

news:731efe30.03051...@posting.google.com...

Ralph Eisenbach

unread,
May 16, 2003, 6:56:53 AM5/16/03
to
Hi,

>>Hei Hallo zusammen


>>
>>Alls erstes muss ich mir aber mal einen neuen Raum suchen, bei meinem
>>normalen Bastelraum werde ich das vermutlich nicht können da mein
>>Vermieter fürchtet, dass er den Staub nie mehr los würde

achte UNBEDINGT darauf, daß Du das fertige Brett auch aus dem Raum
wieder rausbekommst. Ich kann mich noch dunkel erinnern, daß einige
Leute damals ein wunderschönes Brett gebaut haben, es allerdings wieder
zersägen mußten weil sie der Topologie des Weges in die Freiheit nicht
genügend Beachtung geschenkt hatten ;)

Gruß
Ralph

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