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Komm nie alleine zu Hause an!

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David Berger

unread,
Jan 18, 2006, 3:29:19 PM1/18/06
to
An einem Morgen erschien ich leicht-fröhlich angeheitert zu Hause in die
Römerwg I. Wie üblicherweise dachte ich mir, ich würde alleine nach Hause
kommen, könnte noch einbisschen ungestört masturbieren, und die Küche für
mich beanspruchen (also nicht dass ich dort masturbiere). Durch den
genötigten Zwang zur Seelenschau, oder auch durch andere Lichtblicke von
Lichtgestalten, die Sprühnebel oder ähnliches versprechen, bemerkte ich,
dass die Türe zu unsrem Stadtwohnhaus offen war, was eigentlich überhaupt
nicht üblich ist, ausser wir erwarten dringlichste Besuch. Irritierend
vernahm ich diese Botschaft, dass wohl jemand möglicherweise noch viel
Beschwipster hier sein Unwesen treibt. Erwartungsvoll mit meiner
Hosentaschenlampe ausgestattet stieg ich die knisternde und hölzerne Treppe
empor und blickte voller Sehnsüchte nach einem Dieb oder einem spontanem
wohlbekanntem Betthäschen durch den heruntergekommenen Flur. Leider konnte
ich ausser einem Gekreische, sowie einer Unordnung im hauseigenen
Zwischenlager der Leergutsammlung nichts Eindeutiges erkennen. So beschloss
ich mich, die Wohnstube zu betreten, denn die viel aussagenden Damenschreie
entstammen offensichtlich, soweit meine Sinneskraft mich nicht trübte, aus
diesem besagten Ort. Als ich die Türe aufschmetterte war es dunkel. Welch
Enttäuschung, dachte ich mir, und knipste gelassen das Licht an. Erblicken
konnte ich meine Mitbewohnerin, wie sie alles Ernstes ein besoffene Bekannte
von uns zudecken wollte. Aber die trollte wie ein Käfer rum und verweigerte
die Aufforderung der Mitbewohner, jetzt zu schlafen. Sie kreischte nach
Übelkeit und müsste sich übergeben. Sanftmütig wollte ich den Streit
zwischen den Beiden schlichten. Meine Mitbewohnerin beharrte, dass diese
Frau jetzt schlafen soll, weil sie nicht mehr stehen sowie kommunizieren
kann. Sie teilte mir noch mit, dass sie heute ihren Zwanzigsten feiert. Da
erschrak ich, weil ich eigentlich auch an dieser Geburtstagsparty hätte
auftreten sollen, aber doch schlussendlich wurde die Festlichkeit wohl doch
noch zu mir nach Hause gebracht. Gemeinsam beschlossen wir den Kompromiss,
dass die besoffene Dame etwas zu trinken bekäme und wir beide am Besten noch
mit ihr einen ordentlichen Gut-Nacht-Joint rauchen würden. Bis dann würde
sich die Problematik schon legen. In unserer Naivität glaubten wir daran,
und ich bereitete der bedröhnte Dame ein Gebräu zusammen, welches sie
sicherlich zum Ausscheiden animierte. Orale Ausscheidung ist aber
erwünschenswert. Sie trank. Wir drehten je einen Joint. Doch bevor wir
fertig waren, musste die besagte beschwipste Dame aufs Klo sich ergeben. Oh,
herrlich, endlich, und da lag sie nun, die Mitbewohnerin ebenfalls zu Boden
bedrückt voller krampfhaften Lachanfälle und kotzte, wie man das
umgangssprachlich am treffendsten ausdrücken könnte. Sich ergebend, dem
Druck und Körperwille fügend, murmelte sie ständig etwas in dem Sinn her,
dass sie sich übergeben müsste. Ich guckte einwenig verdutzt in die Runde,
offerierte ihr trotzdem noch ein Glas Wasser zur Reinigung. Zuerst wollte
ich ihr Milch geben, doch darauf würde sie ihn solch einem Zustand
wohlmöglich all zu sensibel wirken.

Eigentlich könnte die Geschichte vorbei sein. Doch als wir uns wieder in die
Wohnstube setzen, gemeinsam einen Joint rauchen wollten, schlief die
Mitbewohnerin auf dem WC mit ihrem Joint ein, und die beschwipste Kollegin
war ins Himmelreich getreten. So, da sass ich nun, schlenderte an den
Wohnstubencomputer und genoss noch einige schriftliche Ausblicke. Als ich
noch früher morgens mit meiner Arbeit fertig war, entdeckte ich die
beschwipste Frau völlig vor Kälte zitternd auf dem Sofa und sie guckte mich
nur mit Hundeaugen an. Ich beneinte, und wünschte ihr eine gute Nacht.

Die Geschichte hatte noch ihre Dokumentation: Während ihres Rausches wurde
die Dame von zwei Herren ständig eskortiert, die sie fotografierten. Früh
morgens, oder besser, später, erschienen die zwei Herren und noch einige
andere tollen Frauen, um die besagte alkoholisierte Bekannte Heim zu
bringen. Nun würde die Schilderung an ihr Ende kommen. Es ist eine übliche
Geschichte mit mutiger Portion Selbstverherrlichung sowie persönliche
Seelenschau.


David


Michael Paap

unread,
Jan 18, 2006, 4:26:47 PM1/18/06
to
David Berger wrote:

[Zeug]

Mir wäre es ja peinlich, so ein Gestammel zu posten.

Gruß,
Michael

--
Die Adresse im From existiert, wird aber nicht gelesen. Sollte
eine Mail-Antwort auf ein Posting vonnöten sein, bitte folgende
Adresse verwenden: newsreply@<DOMAIN_AUS_DEM_FROM_DIESES_POSTINGS>.

David Berger

unread,
Jan 19, 2006, 7:05:11 AM1/19/06
to

> Mir wäre es ja peinlich, so ein Gestammel zu posten.

Ist doch plausibel, darum postest du nicht solches Zeugs. :))

Wo ist hier der Widerspruch?


In Widersprüchlichkeit vereint.


David


Gerd Flaig

unread,
Jan 22, 2006, 1:35:18 PM1/22/06
to
Michael Paap <spam...@mpaap.de> writes:

> David Berger wrote:
>
> [Zeug]
>
> Mir wäre es ja peinlich, so ein Gestammel zu posten.

och, hatte ja durchaus einen gewissen Unterhaltungswert. Die Stelle
mit dem Hundeaugenblick + Verneinung hatte eine ganz eigene
Plastizität. ;)

Goodbyte, Gerd.

P.S.: Ein paar Absatztrenner hätten die Lesbarkeit deutlich
verbessert.
--
The last thing one knows in constructing a work is what to put first.
-- Blaise Pascal

Christian Kopp

unread,
May 7, 2006, 12:38:33 PM5/7/06
to
David Berger schrieb:

> An einem Morgen erschien ich leicht-fröhlich angeheitert zu Hause in die
> Römerwg I. Wie üblicherweise dachte ich mir, ich würde alleine nach Hause
> kommen, könnte noch einbisschen ungestört masturbieren,

iiiih!

(Rest nicht weitergelesen, ist ja eklig)


--
Christian Kopp - IT-Fachberater
Wagnerwirtsgasse 23 - 85049 Ingolstadt

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