Im "Heimatmuseum und Naturalienkabinett" von Waldenburg (im Muldental
/ Sachsen), das in einem Gebäude untergebracht ist, welches Fürst
Otto Viktor I. von Schönburg-Waldenburg 1843/44 u.a. für das
fürstliche Naturalienkabinett erbauen ließ, wird ein außergewöhnlich
missgestalteter Fötus, der sogenannte "Hühnermensch" aufbewahrt.
(Otto Viktor hatte 1840 die bedeutsame Naturalien- und Kunstsammlung der
Leipziger Apothekerfamilie Linck erworben, deren Entstehung bis auf das
17. Jahrhundert zurückgeht und die zusammen mit weiteren erworbenen
naturkundlichen Sammlungen mit u.a. einer Vielzahl von Objekten aus dem
anatomisch-medizinischen Bereich einen guten Überblick über die
Entwicklung der Naturwissenschaften in der Barockzeit gibt.)
Der Leipziger Arzt Dr. Gottlieb Friderici obduzierte den seltsam missgestalteten
Fötus und konservierte ihn in Spiritus. Ihm verdanken wir eine 1737
veröffentlichte 32seitige Abhandlung in lateinischer Sprache, in der
er neben der Krankengeschichte der Mutter auch seine Untersuchungsergebnisse
akribisch genau beschrieb.
Im Jahre 1735 gebiert die 28jährige Johanna Sophia Schmied aus
Taucha bei Leipzig - nach drei gesunden Kindern - ihr viertes Kind. Nach
Dr. Friderici war bereits der Verlauf der Schwangerschaft ungewöhnlich,
der Fötus gab dem Bauch der Schwangeren nicht die "gebührende
und bei anderen übliche Höhe". Der Geburtsvorgang zog sich über
volle sieben Stunden hin. Dr. Friderici beschreibt die Mutter "von kurzer
Statur, grazilem Körper und cholerisch-melancholischem Temperament".
Zum Zeitpunkt der Geburt ist sie 10 Jahre mit "einem Buckligen" verheiratet.
Nach Anfertigung zweier Tafeln mit detaillierten, von einem Zeichner angefertigten
Darstellungen des "Monstrums" obduziert Dr. Friderici den Fötus, wobei
Erstaunliches zu Tage tritt.
Der riesige Kopf des ca. 30 cm großen Fötus ist nicht
- wie man vermuten könnte - ein sogenannter 'Wasserkopf' (Hydrocephalus),
selbst der seltsame Auswuchs war mit Hirnmasse gefüllt. Die anderen
inneren Organe wiesen z.T. ebenfalls Abweichungen auf, z.B. fehlt der Herzbeutel
(Ericardium), Dr. Friderici beschreibt, dass das Herz stattdessen von einem
"eigentümlichen Häutchen" umgeben war.
Beim Knochenbau fiel auf, dass Unterarm und Unterschenkel nicht wie
beim Menschen sonst üblich aus zwei Knochen, Elle und Speiche bzw.
Schien- und Wadenbein, sondern aus nur einem Knochen bestehen. Weiterhin
fehlt die Kniescheibe, wie sich auch aus der nebenstehenden Abbildung des
konservierten Fötus ganz gut erkennen lässt (gut erkennbar sind
auch die wiederverschlossenen Obduktionsschnitte des Dr. Friderici).
Dr. Friderici kommt in seinem Bericht zu dem Schluss, "diesem Geschöpf
zu Recht den Namen 'Monstrum' gegeben zu haben, weil weder sein Äußeres
noch sein Inneres dem naturgemäßen Aufbau des Menschen entspricht,
sondern sich einmal in der Anzahl, in der Größe und im Sitz
unterscheidet, ja sogar gewisse Teile völlig fehlen und einige wiederum
sehr außergewöhnlich erscheinen". Sehr vorausschauend konservierte
er das Wesen in Spiritus, um es für die Nachwelt zu erhalten, damit
diese das Wissen "vermehren und zu heilbringendem Nutzen verwandeln möge".
Mehr als 250 Jahre später, zu Beginn der neunziger Jahre, entdeckte
Dr. med. Dietmar Müller (Chefarzt an der Säuglingsklinik im Chemnitzer
Klinikum) bei einem zufälligen Besuch des Waldenburger Museums inmitten
anderer missgebildeter Föten das 'Monstrum'. Er soll umfangreiche
Untersuchungen an den Universitäten Berlin und Heidelberg angeregt
haben, wobei von Röntgenaufnahmen, einer Computertomographie und sogar
genetischen Analysen die Rede ist. Doch eine Klärung dieser in der
Art bisher wohl einzigartigen Missbildung, des ganzen mysteriösen
Falles soll noch nicht in Sicht sein.
Was sucht nun ein missgebildeter Fötus in der Rubrik "UFOs und
außerirdisches Leben"? Zum einen passt dies Wesen natürlich
ganz gut in die hiesige Sammlung seltsamer Wesen wie der "Puerto-Rico-Leiche"
oder dem "Cliff-Dwelling-Baby". Zudem erinnert das Aussehen des Wesens
teilweise auch an die sogenannten "kleinen grauen Außerirdischen"
vieler Entführungsberichte. Die Augen sind ungewöhnlich groß
und liegen in sehr runden Augenhöhlen. Hartwig Hausdorf schreibt in
seinem Bericht über dies Wesen (Sagenhafte Zeiten 1/98), dass er,
als er das Gefäß mit dem Wesen hin- und herdrehte, "riesige
schwarze Augäpfel durch eine dünne, darrüberliegende Haut
schimmern" sah. Es sind - ebenfalls wie bei den "kleinen Grauen" - keine
äußeren Hörorgane, Ohrmuscheln etc. erkennbar. Auf den
obengenannten Röntgenaufnahmen sollen aber Ansätze innerer Hörorgane
im Schädel sichtbar gewesen sein. Auch die lange Handform mit den
dünnen langen Fingergliedern ähnelt den Beschreibungen der "kleinen
Grauen". Die Kopfform erinnert mit ihrem verlängerten Schädel.
Sicherlich ist es anhand dieser "Beweislage" extrem spekulativ zu vermuten,
Johanna Schmied sei 1735 von Außerirdischen geschwängert, evtl.
für Genexperimente benutzt worden. Wie dem auch damals war, in den
modernen Entführungsberichten erzählen Frauen häufiger,
dass sie bei ihrer Entführung durch außerirdische Wesen geschwängert
wurden, der Fötus ihnen allerdings anders wie in diesem Fall damals
später bei einer weiteren Entführung vor der Geburt wieder entnommen
wurde. Sollte letzteres - aus welchem Grund auch immer - bei Johanna Schmied
unterblieben sein und sie so ein - unter diesen Bedingungen lebensunfähiges
- Hybridwesen mit sowohl menschlichen als auch außerirdischen Genanteilen
geboren haben? Es gibt einen weiteren kleinen Hinweis, der an moderne Entführungsberichte
denken lässt: Bei den von Entführungen durch Außerirdische
Berichtenden gibt es häufig Deckerinnerungen, sogenannte "Screen Memories".
Solche Deckerinnerungen kennt man z.B. auch bei durch Verbrechen, Missbrauch
oder Vergewaltigung traumatisierten Menschen. In ihnen tauchen immer wieder
(Groß-)Katzen, Wölfe, Hirsche (aber auch kleine Tiere, selbst
Igel) auf.
In der von Dr. Friderici beschriebenen Krankengeschichte der Johanna
Schmied ist die Rede von einer für diese sehr erschreckenden Begegnung
mit einem Marder. Nun wird wohl ein Marder in einer ländlichen Umgebung
des 18. Jahrhundert kein besonders selten auftretendes oder gar als gefährlich
erachtetes Tier gewesen sein, im Gegenteil, ein Marder ist selbst heute
noch in dörflicher / ländlicher Umgebung ein gewohnter Anblick.
Ist dieser "Marder", dem Johanna Schmied begegnete, eine solche Deckerinnerung
für etwas für diese Frau des 18. Jahrhunderts völlig Unvorstellbares
und Erschreckendes, einer Begegnung mit fremder, außerirdischer Intelligenz?
Wenn wir den heutigen Entführungsberichten Glauben schenken, dann
ist es ebenso gut möglich, dass solches auch schon früher geschah,
die Möglichkeit ist zumindest nicht auszuschließen.
Was mehr Aufschluss in diesen Fall bringen könnte, wären
die Berichte der an den Universitäten von Heidelberg und Berlin durchgeführten
Untersuchungen. Über diese lässt sich jedoch in der mir zur Verfügung
stehenden Literatur nichts bis wenig finden. Ich werde mich also einmal
an das Museum in Waldenburg sowie die beiden Unis wenden. Sobald ich mehr
erfahre, werde ich dies hier kundtun!
Falls sich jemand mit Embryologie/Medizin auskennt und eine Erklärung
für diese Missbildung hat bzw. ähnliche Missbildungen kennt etc.,
wäre ich für einen Hinweis
sehr
dankbar!
Bis dann Drarakel
http://www.Drarakel.ist-hier.de
>zu Beginn der neunziger Jahre, entdeckte Dr.
> med. Dietmar Müller (Chefarzt an der Säuglingsklinik im Chemnitzer
> Klinikum) bei einem zufälligen Besuch des Waldenburger Museums inmitten
> anderer missgebildeter Föten das 'Monstrum'. Er soll umfangreiche
> Untersuchungen an den Universitäten Berlin und Heidelberg angeregt
> haben, wobei von Röntgenaufnahmen, einer Computertomographie und sogar
> genetischen Analysen die Rede ist. Doch eine Klärung dieser in der Art
> bisher wohl einzigartigen Missbildung, des ganzen mysteriösen Falles
> soll noch nicht in Sicht sein.
Tja, sollte man jetzt Paranoia entwickeln?
> Was sucht nun ein missgebildeter Fötus in der Rubrik "UFOs und
> außerirdisches Leben"? Zum einen passt dies Wesen natürlich ganz gut in
> die hiesige Sammlung seltsamer Wesen wie der "Puerto-Rico-Leiche" oder
> dem "Cliff-Dwelling-Baby".
Noch nie was davon gehört. Gibt es dazu Webseiten?
Ich habe mal in einem Bericht etwas über eine sogenannte `Mumie von
Whitecity` gehört. Sie hat auch eine gewisse Ähnlichkeit mit den `kleinen
grauen`. Leider habe ich bis jetzt noch kein weiteres Material darüber
gefunden.
>Zudem erinnert das Aussehen des Wesens
> teilweise auch an die sogenannten "kleinen grauen Außerirdischen" vieler
> Entführungsberichte. Die Augen sind ungewöhnlich groß und liegen in sehr
> runden Augenhöhlen
> In der von Dr. Friderici beschriebenen Krankengeschichte der Johanna
> Schmied ist die Rede von einer für diese sehr erschreckenden Begegnung
> mit einem Marder. Nun wird wohl ein Marder in einer ländlichen Umgebung
> des 18. Jahrhundert kein besonders selten auftretendes oder gar als
> gefährlich erachtetes Tier gewesen sein, im Gegenteil, ein Marder ist
> selbst heute noch in dörflicher / ländlicher Umgebung ein gewohnter
> Anblick.
Neu ist der Gedanke nicht, daß viele ungewöhnliche Begegnungen oder
Sichtungen in früheren Jahrhunderten, die man oft religiös erklärt hat,
eigentlich auf Kontakte mit Außerirdischen zurückgehen. Interessante
Theorie, aber wohl leider kaum zu beweisen.
> Was mehr Aufschluss in diesen Fall bringen könnte, wären die Berichte
> der an den Universitäten von Heidelberg und Berlin durchgeführten
> Untersuchungen. Über diese lässt sich jedoch in der mir zur Verfügung
> stehenden Literatur nichts bis wenig finden. Ich werde mich also einmal
> an das Museum in Waldenburg sowie die beiden Unis wenden. Sobald ich
> mehr erfahre, werde ich dies hier kundtun!
Ja, tu das !!
Martina
> Bis dann Drarakel
"Martina Burg" <nerysm...@teleos-web.de> wrote in message
news:392c1...@news.uni-x.net...
> > Was sucht nun ein missgebildeter Fötus in der Rubrik "UFOs und
> > außerirdisches Leben"? Zum einen passt dies Wesen natürlich ganz gut in
> > die hiesige Sammlung seltsamer Wesen wie der "Puerto-Rico-Leiche" oder
> > dem "Cliff-Dwelling-Baby".
>
> Noch nie was davon gehört. Gibt es dazu Webseiten?
> Ich habe mal in einem Bericht etwas über eine sogenannte `Mumie von
> Whitecity` gehört. Sie hat auch eine gewisse Ähnlichkeit mit den `kleinen
> grauen`. Leider habe ich bis jetzt noch kein weiteres Material darüber
> gefunden.
Schau auf http://www.acolina.de/ , da findest Du etwas Bildmaterial über den
"Hühnermensch"
(Im übrigen ist der Text von dort eins zu eins in das Posting von Thomas
übernommen),
sowie auch über die "Puerto-Rico-Leiche" und das "Cliff-Dwelling-Baby".
Die Webseite von Thomas (Darakel) http://www.Drarakel.ist-hier.de ist fast
eine
eins zu eins Kopie von http://www.acolina.de/ . Was auch immer das heissen
mag ;-)
Gruss
Martin
> Die Webseite von Thomas (Darakel) http://www.Drarakel.ist-hier.de
ist fast
> eine
> eins zu eins Kopie von http://www.acolina.de/ . Was auch immer das
heissen
> mag ;-)
Wenn´s nicht so belanglos wäre, ein Fall für www.webpagesthatsuck.com
Grüße, Jürgen
--
jue...@positech.de
"Wenn Sie Recht hätten, würde ich Ihnen zustimmen."
Oliver Sacks, "Awakenings"