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Tombak im Lauf?

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Lutz Möller

unread,
Sep 14, 1998, 3:00:00 AM9/14/98
to
Hallo Freunde,

oft wird geschrieben man solle sich vor Tombakablagerungen im Lauf
vorsehen, um die Genauigkeit der Waffe zu erhalten.

Wie erkenne ich, daß solch Tombak der Geschoßmäntel meine Freude an der
Zehn stört und nicht der Schütze selbst?

Wie kann man den Lauf dahingehend prüfen. Gibt es ein Reagens, daß man
mit einem Reinigungsfilz durch den Lauf wischt und dann eine eindeutige
farbliiche Markierung liefert.

Welche Reinigungsmittel sind zu empfehlen, um Tombak wieder zu
entfernen.

Immer auf der Suche nach auschaltbaren Fehlern.

Gruß Lutz
l.mo...@snafu.de


Alexander Eichener

unread,
Sep 14, 1998, 3:00:00 AM9/14/98
to Lutz Möller
On Mon, 14 Sep 1998, Lutz Möller wrote:

> Wie kann man den Lauf dahingehend prüfen. Gibt es ein Reagens, daß man
> mit einem Reinigungsfilz durch den Lauf wischt und dann eine eindeutige
> farbliiche Markierung liefert.

Ja. Typische blaugruenliche Faerbung der patches.



> Welche Reinigungsmittel sind zu empfehlen, um Tombak wieder zu
> entfernen.

Speziell dagegen ? Hoppe's No. 9 Benchrest, Shooters' Choice, Sweets.
Als allgemeines Reinigungsmittel: Pro-7 (ex-MP-7).

--
Alexander Eichener, Heidelberg
Main address: c...@ix.urz.uni-heidelberg.de

thomas.vock

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
Alexander Eichener wrote:

> Speziell dagegen ? Hoppe's No. 9 Benchrest, Shooters' Choice, Sweets.
> Als allgemeines Reinigungsmittel: Pro-7 (ex-MP-7).


es gibt da so ein geruecht, das hoppes jetzt fuer schuetzen ein
spezielles aftershave mit dem duft von No.9 rausbringen will. ;-))

gruss
thomas

Stephan

unread,
Sep 15, 1998, 3:00:00 AM9/15/98
to
In article <35FD2ABA...@snafu.de>, "Lutz Möller"
<l.mo...@snafu.de> wrote:

> Wie erkenne ich, daß solch Tombak der Geschoßmäntel meine Freude an
> der
> Zehn stört und nicht der Schütze selbst?

wenn Deine Gruppen groesser werden ist ja irgendetwas faul - oder?
Schau mal in die Muendung, meist sieht man das Schuetzengold mit blossem
Auge. Robla Solo von Ballistol Klever auf dem Filz verfaerbt sich
gruenlich/blau, weitermachen bis nichts mehr verfaerbt. Trockenwischen,
leicht LEICHT oelen. HTH


Alexander Eichener

unread,
Sep 16, 1998, 3:00:00 AM9/16/98
to
On Tue, 15 Sep 1998, thomas.vock wrote:

> es gibt da so ein geruecht, das hoppes jetzt fuer schuetzen ein
> spezielles aftershave mit dem duft von No.9 rausbringen will. ;-))

Ich bin froehlich pervers (nun gut, ist eh' bekannt), und ich mag den
Gestank von Hoppe's No. 9 nicht, was mit einer der Gruende ist, warum ich
Pro-7 vorziehe (ausgezeichnete Reinigungsleistung auch vorher mit Hoppe's
geputzter Leufe). Die haben auch zwei Websites mit viel Informationen,
eine noch unter dem alten Namen MP-7.

Lutz Möller

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
Danke für den Tip,

ich habe nun Robla Solo (riecht nach Ammonik) versucht in wörtlich mein
"blaues" Wunder erlebt. Danke für den Tip. Das sog. "Schützengold" hatte ich
schon bemerkt, konnte es aber nicht mit herkömmlichen Mitteln (Ballistol)
entfernen. Das Roblas Solo ist Klasse!

Läßt man die Waffe besser leicht eingeölt stehen und entölt vor dem
Schießen. Oder läßt man die Waffe besser trocken stehe.

Ich reinige sonst mit Ballistol und öle mit nichtharzendem Nähmaschieneöl
ein.

Gruß Lutz

thomas.vock

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
Lutz Möller wrote:

> Läßt man die Waffe besser leicht eingeölt stehen und entölt vor dem
> Schießen. Oder läßt man die Waffe besser trocken stehe.
>
> Ich reinige sonst mit Ballistol und öle mit nichtharzendem Nähmaschieneöl
> ein.

tach lutz,

ballistol sollte man lieber seinem hund in die ohren kippen, als in den
lauf einer schusswaffe ! (..ja, ja, haut mich ruhig, ich kann das ab !)

ich reinige meine laeufe mit hoppes no.9 und wische mit einem patch
"trocken".
das reicht mir als konservierung und beim "oelschuss" habe ich noch
keine abweichungen erlebt.

zum rostschutz der waffen ausserlich verwende ich "breakfree" oder
"dewet77".

gruss
thomas

Bernhard Wulf

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to

thomas.vock schrieb:

> tach lutz,
>
> ballistol sollte man lieber seinem hund in die ohren kippen, als in den
> lauf einer schusswaffe ! (..ja, ja, haut mich ruhig, ich kann das ab !)
>
> ich reinige meine laeufe mit hoppes no.9 und wische mit einem patch
> "trocken".
> das reicht mir als konservierung und beim "oelschuss" habe ich noch
> keine abweichungen erlebt.
>
> zum rostschutz der waffen ausserlich verwende ich "breakfree" oder
> "dewet77".
>
> gruss
> thomas


Hallo Freunde,
ich verwende meistens, wie Lutz auch, Ballistol und WD40. Ist Hoppes no. 9
nicht ein Reinigungsmittel ( bitte korrigiere mich, wenn falsch), greifen deren
Reste(Ammoniakhaltig?) nicht die Waffe an? Ich habe gelernt, Reinigungsmittel
nach seiner Einwirkzeit zu entfernen und ein Konservierungsmittel aufzutragen.
Wie sind denn so die Erfahrungen mit Reinigungs- und Konservierungsmittel so im
einzelnen, ich habe vor kurzem sogar gelesen (rec.guns?), daß einige Schützen
Motoröl zur Konservierung benutzen. Postet doch mal so eure Erfahrungen und
Meinungen hier.

Bis bald
Bernhard Wulf


Alexander Eichener

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to thomas.vock
On Thu, 17 Sep 1998, thomas.vock wrote:
>
> ballistol sollte man lieber seinem hund in die ohren kippen, als in den
> lauf einer schusswaffe ! (..ja, ja, haut mich ruhig, ich kann das ab !)

Es riecht ganz nett urig, aber das ist auch schon so das Positiviste an
Ballistol. Ich stimme Thomas zu. Ballistol ist universell und ungiftig.
Aber es ist
weder ein gutes Reinigungsmittel
noch ein water displacent
noch ein guter Korrosionsschutz
noch vernuenftige Schmierung von Gleitflaechen.

Fritz Zimmerer

unread,
Sep 17, 1998, 3:00:00 AM9/17/98
to
Bernhard Wulf wrote:

> Hallo Freunde,
> ich verwende meistens, wie Lutz auch, Ballistol und WD40. Ist Hoppes no. 9
> nicht ein Reinigungsmittel ( bitte korrigiere mich, wenn falsch), greifen deren
> Reste(Ammoniakhaltig?) nicht die Waffe an? Ich habe gelernt, Reinigungsmittel
> nach seiner Einwirkzeit zu entfernen und ein Konservierungsmittel aufzutragen.
> Wie sind denn so die Erfahrungen mit Reinigungs- und Konservierungsmittel so im
> einzelnen, ich habe vor kurzem sogar gelesen (rec.guns?), daß einige Schützen
> Motoröl zur Konservierung benutzen. Postet doch mal so eure Erfahrungen und
> Meinungen hier.

Mir hat so´n Schiet von der Bundeswehr - angeblich Waffenöl - bei einen
wunderschönen Walther Halbautomat (22er Vorkriegsmodell) die Brünierunmg
durch Rosrflecke ersetzt . Diese lagen noch unter einer Ölschicht.

Seitdem verwende ich wieder Cito! Finde ich am besten.

Fritzchen

Lutz Möller

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
> tach lutz,

>
> ballistol sollte man lieber seinem hund in die ohren kippen, als in den
> lauf einer schusswaffe ! (..ja, ja, haut mich ruhig, ich kann das ab !)
>
> ich reinige meine laeufe mit hoppes no.9 und wische mit einem patch
> "trocken". das reicht mir als konservierung und beim "oelschuss" habe ich
> noch
> keine abweichungen erlebt.
>
> zum rostschutz der waffen ausserlich verwende ich "breakfree" oder
> "dewet77".
>
> gruss
> thomas

Moin Thomas,

Du kannst Ballistol scheinbar nicht leiden!

Also, Ballistol ist nach meiner Kenntnis ein pflanzliches Öl, dessen darin
vorhandenen Fettsäure sowohl polare als auch unpolare Teile enthalten . Diese
Doppelnatur bedeutet, Ballistol löst einerseits Stoffe, die sich in Wasser,
andererseits als auch solche Stoffe, die sich in Öl lösen. (Einfach gesagt: mit
Spülmitteleigenschaften).

Was soll man den nun im Lauf nach dem Schuß lösen?

1. Mit Sicherheit werden sich Rückstände nitroser Gase niederschlagen, die mit
Luftfeuchte zusammen salpetriger Säure oder Slpetersäure bildend. Na, den
Prost! Rost schläft bekanntlich nicht. Um soclhe Rückstande zu entfernen wären
die polaren Ballistolteile hervorragend geeigentet, noch besser wäre reines
Wasser.

2. vom letzten Einölen bleibt ein, wenn auch nur moleküldunner, Ölfilm im Lauf
zurück. Das Öl verbrennt und verkokt zum Teil. Dafür sind nun die unpolaren
Ballistolteile sehr geeignet. Auch Nitroverdünnung, Aceton, Trichloräthylen
(giftig, umweltschädlich) können das gut. Ein solchermaßen entfetteter Lauf muß
unbedingt wieder mit einem leichten Ölfilm vor der Luftfeuchte geschütz werde.
Also Ol rein!

3. (Tombak) bzw. Kupferabrieb langsamer Geschosse wird beim Reinigen z.T.
mechanisch entfernt, aber z.T. auch nicht. Daher ja meine eingängige Frage nach
Kupferlösemitteln. Das ammoniakhaltige Roblas Solo von Ballistol Klever löst
derartige Rückstände.

http:/www.mp7.com/New/Firearm/Gun/Cleaning.htm weißt auf eine Besonderheit hin:
Ab etw 900 m/s Geschoßgeschwindigkeit ist mit beginnender Reibschweißung
zwischen Geschoß und Lauf zu rechnen. Soll heißen, das Tombak läßt sich nicht
mehr "abklopfen", sondern muß chemisch z.B. durch amoniakhaltige Lösemittel
gelost werden (zusätzlich vor MPro7 Anwendung schreibt der Hersteller. Da ist
es wieder, das Robla Solo mit Ammoniak (stinkt scheußlich, ist giftig, also
Arbeitsraum gut lüften!).

Ballistol Öl nimmt an Luft Wasser auf. Also sollte Ballsistol nicht gerade zur
längeren Konservierung genommen werden. Da Ballistos allerdings nicht sauer
ist, greift es trotzdem Eisen nicht an.

Daß man mit Ballistol Eier braten kann, schadet der Waffe nicht.

Zur Konservierung ist nicht harzendes Nähmaschienenöl bestens geeignet. Diese
Öle wurden gerade entwickelt offene Eisenflächen längerer Zeit an Luft, ohne zu
verharzen, zu konservieren, sind also langzeitstabil. Dessen
Schmiereigenschaften stören nicht. Seine Dünflüssigkeit ist beim Auftragen eher
ein Vorteil.

Nur weiß ich nicht, wie das Öl beim Schuß verbrennt. Wahrscheinlich bleibt ein
gewisser Kohleanteil zurück, der in die Metalloberfläche eindringt. Wenn man
einen gebrauchten Lauf, sauberen Lauf lange genug mit öligen Filzen wischt,
wird genau diese Kohle der Oberfläche teilweise wieder entrissen, färbt den
Filz leicht grau; Selbst wenn man 30 Filze je 50 mal hin und her zieht; Kann
man also lassen.

Vieleicht helfen Silikonöle die Verkokung zu verhindern. Aber andereseits: Wenn
Silizium verbrennt entsteht Quarz, also Sand, den ich nicht so gern im Lauf
hätte. Da ist mir die gute alte Kohle schon, weil bekanntlich unschädlich,
lieber.


Gruß Lutz
l.mo...@berlin.snafu.de

Lutz Möller

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
> Hallo Freunde,
> ich verwende meistens, wie Lutz auch, Ballistol und WD40. Ist Hoppes no. 9
> nicht ein Reinigungsmittel ( bitte korrigiere mich, wenn falsch), greifen deren
> Reste(Ammoniakhaltig?) nicht die Waffe an? Ich habe gelernt, Reinigungsmittel
> nach seiner Einwirkzeit zu entfernen und ein Konservierungsmittel aufzutragen.
> Wie sind denn so die Erfahrungen mit Reinigungs- und Konservierungsmittel so im
> einzelnen, ich habe vor kurzem sogar gelesen (rec.guns?), daß einige Schützen
> Motoröl zur Konservierung benutzen. Postet doch mal so eure Erfahrungen und
> Meinungen hier.
>
> Bis bald
> Bernhard Wulf

Hallo Bernhard,

Brüniertes Eisen ist edelverrostet, soll heißen, die Schwarze Oberfläche ist eine
dünne EisenxxOxidschicht. Ammoniak wirkt reduzierend. Daher kann Amoniak die
Brünierung beschädigen. Also bitte die Waffe außn leicht einölen, und Robla Solo,
o.ä. amoniakhaltige Reinigungsmittel zeitig wieder abwischen, wenn mal gesudelt
wurde.

eine Angst, so schnell greift das Amoniak die Brünierung nicht an, daß du dich
hetzen müßtest. Meine Heym halten schon mal eine Spritzer aus ohne gleich wie ein
rostige Sardinendose auf der Müllkippe auszusehen. Im übrigen kann man kalt
nachbrünieren, falsch mal ein Maleur passiert sein soll. Ich finde eine streuende
Waffe schlimmer, asl mal ein keliner Fleck (bisher noch nicht vorgekommen, aber ich
habe die Sache auch erst kürzlich entdeckt)!

Gruß Lutz
l.mo...@snafu.de


Lutz Möller

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to

Fritz Zimmerer wrote:

> Mir hat so´n Schiet von der Bundeswehr - angeblich Waffenöl - bei einen
> wunderschönen Walther Halbautomat (22er Vorkriegsmodell) die Brünierunmg
> durch Rosrflecke ersetzt . Diese lagen noch unter einer Ölschicht.
>
> Seitdem verwende ich wieder Cito! Finde ich am besten.
>
> Fritzchen

Hallo Fritzchen,

was ist Cito? Kupferentferner, Öllöser, Öl? WEr stellt es her, wo kann man
Informationen bekommen?

Gruß Lutz
l.mo...@snafu.de


Lutz Möller

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to

Alexander Eichener wrote:

> Ich stimme Thomas zu. Ballistol ist universell und ungiftig.
> Aber es ist
> weder ein gutes Reinigungsmittel
> noch ein water displacent
> noch ein guter Korrosionsschutz
> noch vernuenftige Schmierung von Gleitflaechen.
> --
> Alexander Eichener, Heidelberg
> Main address: c...@ix.urz.uni-heidelberg.de

Hallo Alexander,

gerade wegen seiner universellen Reinigungseigenschaften ist Ballistol bei
dem universellen Dreck im Lauf als Lösemittel angebracht, sofern man nicht
erwartet, das es neben Schmauch und verkoktem Öl auch Tombak löst. Man darf
nich zuviel verlangen, sondern sollte beides verwenden

erst Universalreiniger, z. B. Ballistol Öl
dann Kupferlöser, z. B. Robla Solo.
dann Konservierungsmittel, z. B. Nähmaschinenöl,

Gruß Lutz
l.mo...@snafu.de

Gruß Lutz

Alexander Eichener

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
On Fri, 18 Sep 1998, Lutz Möller wrote:
> Alexander:
> > weder ein gutes Reinigungsmittel
> > noch ein water displacent
> > noch ein guter Korrosionsschutz
> > noch vernuenftige Schmierung von Gleitflaechen.
>
> gerade wegen seiner universellen Reinigungseigenschaften ist Ballistol bei
************
Kann es sein, dass wir verschiedene Auffassungen haben ? *laechel*

thomas.vock

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
Lutz Möller wrote:

<alles uebers waffenreinigen und konservieren gesnipt>


hi lutz,

ehrlich sooooo viel hab' ich in den letzten dreizig jahren ueber das
reinigen nie nachgedacht ;-)

aber trotzdem:

"ballistol" war fuer mich "..der duft meiner kindheit.."

no 9 "..der duft meiner jugend.."

und heute stinkt der ganze kram meiner frau und ich muss im keller
putzen :-(

na ja, is' eben so.

gruss
thomas

Lutz Möller

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
Alexander Eichener wrote:

Hallo Alexander,

wir scheinen in Sachen Ballistol wohl unterschiedlicher Meinung zu sein. Die
"Universalität" sowohl polarer, als auch unpolarer Anteile der
Ballistol-Fettsäuren, laßt sich auch aus anderen Teilen erzeugen. Aber eben
teuer und meist auch giftiger.

Die sich im Schmauch ergebenden Rückstände bilden Metalsalze, verkoktes Öl, und
wer weiß was für einen Schweinkram. Gerade deshalb ist ein
Erstreinigungsmittel, das eben nicht spezifisch wirkt, von Vorteil.

Dann kommen Kupferlöser.

Der Kupferlöser hinterläßt wieder Salze. Also wieder mit Ballistol ran (oder
Wasser, nur ist Wasser wegen der Rostgefahr gefährlicher).

Dann trocken wischen.

Dann kommt Korrosionsschutz.

Wir sollten uns 10.000 Schuß später mal wieder uber die Sache unterhalten. Dann
wissen wir Bescheid.

Gruß Lutz


Lutz Möller

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
thomas.vock wrote:

hi lutz,

> ehrlich sooooo viel hab' ich in den letzten dreizig jahren ueber das
> reinigen nie nachgedacht ;-)
>
> aber trotzdem:
>
> "ballistol" war fuer mich "..der duft meiner kindheit.."
>
> no 9 "..der duft meiner jugend.."
>
> und heute stinkt der ganze kram meiner frau und ich muss im keller
> putzen :-(
>
> na ja, is' eben so.
>
> gruss
> thomas

Moin Thomas,

da man die Chemie im Einzelnen wegen des unbekannten Dreckgemenges nich
kennt, ist der religiös gefärbten Meinung Tür und Tor geöffnet.
Abschließend lasssen sich Fehler in der Sache erst erkennen, "wenn die
Gurke im Teich ist".

Aber so ein paar chemische Grundbegriffe der Lösungen gelten wohl, meine
ich.

Ich muß auch im Keller putzen und hasse deswegen das verdammte Amoniak.
Aber es löst angeschweißtes Kupfer und darauf kommt es an. Übrigens habe
ich meine ersten zwei Lebensjahre ´50-52 in einer Eiskremfabrik in
Hamburg verbracht und erinnere mich (aus späteren Jahren) noch an die
haushohen Ammoniak Kompressoren der Kühlanlagen. Der Duft wird mir ewig
in erinnerung bleiben.
Einmal ist so ein Ding explodiert und leider ein Mann an dem Amoniak
gestorben. Ursache war eine Materialermüdung der Maschine. Kein
menschliches Versagen, ergab die staatsanwaltliche Untersuchung
(Schließlich war jemand um´s Leben gekommen!).

Aslo fleißig weiterputzen, schließlich wollen dahin treffen, dahin wir
zielen!

Gruß Lutz

P.S. Weitere Erfahrungen mit dem Nosler 125 gr BT auf Rehe? Was kosten
die Geschosse?


Alexander Eichener

unread,
Sep 18, 1998, 3:00:00 AM9/18/98
to
On Fri, 18 Sep 1998, Lutz Möller wrote:

> Wir sollten uns 10.000 Schuß später mal wieder uber die Sache unterhalten. Dann
> wissen wir Bescheid.

Bescheid wissen tatsaechlich die, die tausende Schuss im Jahr schiessen
und Leufe wechselen wie andere Leute Anzuege (mithin weder ich noch Du),
naemlich Benchrester und Highpower Rifle Schuetzen. Es sind in erster
Linie deren Erfahrungen und Meinungen, auf die sich meine Meinung zu
stuetzen sucht.

Gruss,

Alexander Eichener

unread,
Sep 19, 1998, 3:00:00 AM9/19/98
to Bernhard Wulf
On Thu, 17 Sep 1998, Bernhard Wulf wrote:

> ich verwende meistens, wie Lutz auch, Ballistol und WD40.

Schlechte Wahl. WD-40 hat einen _sehr_ begrenzten Einsatzbereich,
naemlich als water displacent. Da ist es auch gut. Es ist kein gutes
Schmiermittel und hat, wenn gar faelschlich fuer einen Konservierer und
Rostinhibitor gehalten, schon viele Waffen beschaedigt.

> Ist Hoppes no. 9
> nicht ein Reinigungsmittel ( bitte korrigiere mich, wenn falsch),

Richtig. Traditioneller Universalreiniger und Schuetzenparfum.

> greifen deren Reste (ammoniakhaltig?) nicht die Waffe an?

Hoppe's No. 9 enthaelt kein Ammoniak.

> Ich habe gelernt, Reinigungsmittel
> nach seiner Einwirkzeit zu entfernen und ein Konservierungsmittel aufzutragen.

Aeusserst vernuenftig, so sollte man's in der Tat machen. Aber warum
benutzt Du denn kein Konservierungsmittel, wenn Du es gelernt hast ? :-)

Fritz Zimmerer

unread,
Sep 19, 1998, 3:00:00 AM9/19/98
to
Lutz Möller wrote:
>
> Hallo Fritzchen,
>
> was ist Cito? Kupferentferner, Öllöser, Öl? WEr stellt es her, wo kann man
> Informationen bekommen?
>
> Gruß Lutz
> l.mo...@snafu.de

Cito Waffenöl von Foffman SONAX, Neuburg/Donau, 08431/53-0
in Österreich: Gramastetten, 0ß7239/81020

Laut Inschrift:
Unterwandert Wasser. Schützt vor Feuchtigkeit und Nässe.
Korrosionschutz. Beseitigt Rost.
Löst Pulverrückstände, Blei- und Kupferablagerungen ab.
Schmier- und Gleitmittel. Säurefrei. Geruchsfrei.

Was nicht drobendtehrt: Man bekommt keinen Hustenreiz.
Die neuen Packungen (300 ml Öl) sind als Pumpspray ausgelegt;
die alten Sprayer waren nicht immer vollständig entleerbar.

Fritzchen

Nachfragen bitte möglichst nur! per e-mail. Ich habe keinen
offlinereader!

thomas.vock

unread,
Sep 21, 1998, 3:00:00 AM9/21/98
to
Lutz Möller wrote:

> da man die Chemie im Einzelnen wegen des unbekannten Dreckgemenges nich
> kennt, ist der religiös gefärbten Meinung Tür und Tor geöffnet.

tach lutz,

und was waere die ganze schiesserei ohne aberglaube ???


> Ich muß auch im Keller putzen und hasse deswegen das verdammte Amoniak.

meine erst begegnung mit robla solo :
schnueff, schnueff.. .....BUAAAH ! (...und weg mit dem zeugs.....)


> Aber es löst angeschweißtes Kupfer und darauf kommt es an.

mag ja fuer leute (buechsenmacher) brauchbar sein, die voellig
zugeloetete rohre
angeliefert bekommen, aber selbst fuer den "high-power-rifle-shooter"
(hab' ich auch hinter mir) reicht "no.9 ueber nacht" voellig aus.


> Aslo fleißig weiterputzen, schließlich wollen dahin treffen, dahin wir
> zielen!

und die kanonen sollen unter dem tombak keinen rost ansetzen !


> P.S. Weitere Erfahrungen mit dem Nosler 125 gr BT auf Rehe? Was kosten
> die Geschosse?

DIE sind bei kettner gerade richtig teuer geworden (ca.75,-/100)

BTW: ich habe die zuletzt mit 45gn N140 geladen und will nun doch
nochmal einen versuch mit einem ganz schnellen pulver (N110/R910) wagen,
um eine echte schwachladung mit ca. 730-760m/s hinzukriegen.
nur, es gibt dafuer keine ladedaten !
RWS schrieb mal fuer das 110gnTMr von 20-30gn .30Carbine (600-830m/s).
wer hat eine idee fuer das 125gn BT ?
(muesste so etwa bei 25gn R910 liegen, oder ?)

gruss
thomas

Lutz Möller

unread,
Sep 21, 1998, 3:00:00 AM9/21/98
to

thomas.vock wrote:

> > P.S. Weitere Erfahrungen mit dem Nosler 125 gr BT auf Rehe? Was kosten
> > die Geschosse?
>
> DIE sind bei kettner gerade richtig teuer geworden (ca.75,-/100)
>
> BTW: ich habe die zuletzt mit 45gn N140 geladen und will nun doch
> nochmal einen versuch mit einem ganz schnellen pulver (N110/R910) wagen,
> um eine echte schwachladung mit ca. 730-760m/s hinzukriegen.
> nur, es gibt dafuer keine ladedaten !
> RWS schrieb mal fuer das 110gnTMr von 20-30gn .30Carbine (600-830m/s).
> wer hat eine idee fuer das 125gn BT ?
> (muesste so etwa bei 25gn R910 liegen, oder ?)
>
> gruss
> thomas

Moin Thomas,

bezüglich vihtavuori Ladedaten wende dich bestens an

Jukka...@patria.fi

den Kundendienstmann von Patria Lapua Oy. Er ist nett und freundlich und wird
dir schon helfen.

Ich habe mir Sierra 85 gr TMR schlchte Erfahrungen, bezüglich der
Geneuaigkeit gemacht. Ich will damit nichts gegen Sierra sagen, denn
wahrscheinlich, weil das Geschoß für den Übergangskegel zu kurz ist, also
erst frei fliegt, dann an den Zügen gestoppt wird, den Lauf zu schwingen
bringt und erst dann irgendwohin weiter fliegt. (Streukreis 7 cm!). Du Willst
wohl Ladedaten für .308, oder? Ich kann im RWS buch für dich nachsehen, wenn
ich wüßte ob ich mit.308 bei die richtig liege. Sag Bescheid. Ansonsten frage
auch RWS, nämlich

Dynamit Nobel GmbH
- Hr. Dowidat -
Kronacher Str. 63
90427 Nürnberg /Mittelfranken Ruf 0911.97961.203

Herr Dowidat arbeitete an dem RWS Wiedrladebuch mit und ist auch hilfreich.

Gruß Lutz

Lutz Möller

unread,
Sep 22, 1998, 3:00:00 AM9/22/98
to thomas.vock
Moin Thomas,

zu den Überlegungen, eine Ladung von den Ladetabellen abweichend, zu
bemessen, empfehle ich folgendes Buch:

Waffentechnisches Taschenbuch, ISBN 3-524-880371, 49 DM
Hrsg. Rheinmetall
Umschau Verlag Heidelberg (Ruf 06621 14080 Hr. Zebeck)
Vertrieb durch Koch, Ness, Oettinger &Co
Schockenriedstr. 39
70565 Stuttgart (Fax 0711.78991010)

Das darin enthaltene Kapitel zur Innenballistik lohnt den Preis. Der Rest des
Buches über Artillerie, Panzer usw. ist für den Jäger oder Schützen dann eher
als belletristische Zugabe zu genießen. Waffenfreunde finden dort auch
einiges interssante. Nun zu deiner Frage ...

> Nosler 125gr BT:


>
> ich habe die zuletzt mit 45gn N140 geladen und will nun doch nochmal einen

> Versuch mit einem ganz schnellen pulver (N110/R910) wagen, um eine echte
> Schwachladung mit ca. 730-760m/s hinzukriegen. Nur, es gibt dafuer keine


> ladedaten ! RWS schrieb mal fuer das 110gnTMr von 20-30gn .30Carbine
> (600-830m/s). wer hat eine idee fuer das 125gn BT ? (muesste so etwa bei
> 25gn R910 liegen, oder ?)
>

> Gruss
> Thomas

Auf Seite 95 des o. a. Buches findet sich eine Abschätzformel für dein
Problem, bei gleichbleibendem Druck für geänderte Geschoßmasse die zugehörig
geänderte Ladung zu ermitteln.

delta mc = -1/(2mp + 3 eta mc) x mc/delta mp
mc Ladungsmasse
mp Projektilmasse
eta beim Schuß mitgeführte Ladungsmasse, Wert etwa 0,5
delta xxx jeweilig anteilige Massenänderung

Die vorliegende Abschätzung vereinfacht die tatsächlichen, komplizierteren
Abhängikeiten nur für kleine Änderungen. Die Abhängikeiten sind
!*keineswegs*! linear. Für große Änderungen muß man mit anderen Formeln
genauer rechnen. Kaufe am besten das Buch, um die Grenzen der Formel
abzuschätzen. Harmut Brömel sagt, es gäbe für unsere kleinen (Nicht
artillerie)Waffen keine neutral abrennenden formgestalteten Pulver. Die
Phlegmathisierung würde oberflächenchemisch herbeigeführt. Also auch hier
gibt es weitere Nichtlinearitäten. Vielleicht sagt sein "Quickload" Program
darüber etwas aus. Zu beziehen (wie jeder sonstige Explosivstoff) bei

Leopold Hartmann
vorm. Crh. Hartmann - seit 1859
97647 Sondheim v. d. Rhön
Ruf 09779.8144.0

Die führen Sprengstoff, Wiedeladebücher und Brömels Quickload (ca 250 DM)
Programm.

Hast du schon mal bei Nosler nachgefragt, ab welcher Geschwindigkeit das
Nosler BT überhaupt noch anspricht? Wenn du so langsam triffst, könnte das
Geschoß sonst wie ein Vollmantel wirken. Willst du deren Wirkung, wie:
"Kleiner Schußkanal, Ausschuß, große Fluchtstrecke!"?

Wenn du obige Wirkung gebrauchen kannst, um deinem Hund Arbeit ztu
verschaffen, nimm gleich VM. Leichte VM Pistolen Geschosse sind vielfäligter
zu bekommen (z.B. von 7,65 Para oder 7,63 Mauser oder 7,65 Browning uwischen
4,7 bis 7,1 g. Die Pistolengeschosse sprechen schon bei geringerer
Geschwindigkeit an. Bei höheren Maximalgeschwindigkeiten über 1000 m/s
zerlgen sich manche bereits an der Zieloberläche, ohne ausreichend
einzudringen. Das 85 gr TMR von Sierra verformt sich auf Weichziele erst ab
550 m/s. Schafft meine M-52 7,62 Tokarev mit einbasigem Pulver leider nicht
(noch)nicht. Demnächste versuche ich zweibasiges Vectan SP-3. Wenn du willst,
schicke ich dir mal 10 oder 20 Stück Sierra 5,5 g 7,62 TMR. Denke dabei an
den Freiflug in deiner Waffe! Ich weiß nicht wie dein Übergangskegel
aussieht, lang ist!

Gruß Lutz

Thomas Vock

unread,
Sep 22, 1998, 3:00:00 AM9/22/98
to
Lutz Möller schrieb:

> Waffentechnisches Taschenbuch, ISBN 3-524-880371, 49 DM
> Hrsg. Rheinmetall

> Das darin enthaltene Kapitel zur Innenballistik lohnt den Preis.


tach lutz,

mmh...eigentlich wollte ich ja nur eine weich schiessende reh- und
fuchspatrone in .308 haben. ;->

> Auf Seite 95 des o. a. Buches findet sich eine Abschätzformel für dein
> Problem, bei gleichbleibendem Druck für geänderte Geschoßmasse die zugehörig
> geänderte Ladung zu ermitteln.
>
> delta mc = -1/(2mp + 3 eta mc) x mc/delta mp
> mc Ladungsmasse
> mp Projektilmasse
> eta beim Schuß mitgeführte Ladungsmasse, Wert etwa 0,5
> delta xxx jeweilig anteilige Massenänderung

SNIP !

soll ich mal ehrlich sein ?

eigentlich dachte ich an eine "sichere einstiegslaborierung" (die mit
den schwarzen huelsenhaelsen), von der aus ich dann so lange hochgehe,
bis huelse/zuendhuetchen "vernuenftig" aussehen und die gruppen ok sind.
(und dann nochmal ein paar schuss durch die lichtschranke)

klar, man kan die sache auch serioes <g> und mit viel technischem
hintergrund angehen, aber -sei mir nicht boese- ich hab' inzwischen kaum
noch bock auf basteln.


> Die führen Sprengstoff, Wiedeladebücher und Brömels Quickload (ca 250 DM)
> Programm.

kenn ich, und die 250 DMen lass ich mir lieber durch die kehle laufen..
;-)


> Hast du schon mal bei Nosler nachgefragt, ab welcher Geschwindigkeit das
> Nosler BT überhaupt noch anspricht? Wenn du so langsam triffst, könnte das
> Geschoß sonst wie ein Vollmantel wirken.

kennst du samereiers reduzierladungen mit vo von 660m/s ?
die pilzen im ziel (550 ?) auch noch gut auf (sind sierra HP)

ich denke mir mal (besser ich hoffe mir mal), das die nosler BT bei
einer v100 von -na sagen wir mal- 660m/s noch einigermassen aufgehen.

BTW: ich hab' neulich mal zwei von den 125gn BT (47gn N140) auf 120
schritt
in nasse torfballen geschossen:
nach ca. 40 cm hab' ich dann den rest vom mantel rausgepult,
das blei war weg und der torf wirkte irgendwie broeselig... :-)

> Willst du deren Wirkung, wie:
> "Kleiner Schußkanal, Ausschuß, große Fluchtstrecke!"?

besser: kleiner schusskanal, kleiner ein- und aussschuss und ganz kleine
fluchtstrecke (und KEINE haematome !)

und was ich noch will: eine max. flache flugbahn (also bester BC als
voraussetzung)

und nochwas: wenn moeglich mit einer geringen pulvermenge, um diesen
faktor bei der rueckstossreduzierung voll ausnutzen zu koennen.


> Demnächste versuche ich zweibasiges Vectan SP-3. Wenn du willst,
> schicke ich dir mal 10 oder 20 Stück Sierra 5,5 g 7,62 TMR. Denke dabei an
> den Freiflug in deiner Waffe! Ich weiß nicht wie dein Übergangskegel
> aussieht, lang ist!

das problem liegt dabei IMHO nicht (nur) im uebergangskegel, sondern
einfach in dem verhaeltnis dralllaenge/geschosslaenge.

ein freund von mir presst geschosse (im DWJ unter "BSE" nachgucken!) und
legt dabei in leichte, lange geschosse(maentel) eine fuellung aus
polymerkugeln um eine bessere fuehrungslaenge zu erreichen.

hast du dich mal mit den blaser CDP-patronen beschaeftigt ?
klingt eigentlich ganz gut (etwas partition, etwas barnes-X)

gruss
thomas

Lutz Möller

unread,
Sep 22, 1998, 3:00:00 AM9/22/98
to Thomas Vock
Thomas Vock wrote:

> mmh...eigentlich wollte ich ja nur eine weich schiessende reh- und fuchspatrone

> in .308 haben. soll ich mal ehrlich sein ?eigentlich dachte ich an eine "sichere


> einstiegslaborierung" (die mit den schwarzen huelsenhaelsen), von der aus ich

> dann so lange hochgehe,bis huelse/zuendhuetchen "vernuenftig" aussehen und die


> gruppen ok sind. (und dann nochmal ein paar schuss durch die lichtschranke)

> > Hast du schon mal bei Nosler nachgefragt, ab welcher Geschwindigkeit das


> > Nosler BT überhaupt noch anspricht? Wenn du so langsam triffst, könnte das
> > Geschoß sonst wie ein Vollmantel wirken.
>
> kennst du samereiers reduzierladungen mit vo von 660m/s ?
> die pilzen im ziel (550 ?) auch noch gut auf (sind sierra HP)

Ja, die Samereier Hülsen kleineren Innenraumes sind mir bekannt. eine gute Idee!

> ich denke mir mal (besser ich hoffe mir mal), das die nosler BT bei
> einer v100 von -na sagen wir mal- 660m/s noch einigermassen aufgehen.
>
> BTW: ich hab' neulich mal zwei von den 125gn BT (47gn N140) auf 120
> schritt in nasse torfballen geschossen:
> nach ca. 40 cm hab' ich dann den rest vom mantel rausgepult,
> das blei war weg und der torf wirkte irgendwie broeselig... :-)

Hallo Thomas,

sag mal: Wie dick werden die Rehe denn bei dir? Etwa 40 cm dick? Kann ja wohl
nicht sein! Also hier muß das Rehwildgeschoß seine Arbeit nach 10 - 15 cm
verrichtet haben, sonst ist es wieder draußen an der frischen Luft.Unsere Füchse
sind noch dünner (Leider nicht dümmer!). Nebenbei gesagt, finde ich deine Idee,
nassen Torf als Meßziel zu verwenden, gut. Torf enthält sowohl weiche Fasern als
auch viel Wasser, sollte Fleisch also ähnlich sein; Wie gesagt: Gute Idee! Danke
für den Tip!

> Wenn du willst, schicke ich dir mal 10 oder 20 Stück Sierra 5,5 g 7,62 TMR.
> Denke dabei an
> den Freiflug in deiner Waffe! Ich weiß nicht wie dein Übergangskegel aussieht,
> lang ist!
>
> das problem liegt dabei IMHO nicht (nur) im uebergangskegel, sondern
> einfach in dem verhaeltnis dralllaenge/geschosslaenge.
>
> ein freund von mir presst geschosse (im DWJ unter "BSE" nachgucken!) und
> legt dabei in leichte, lange geschosse(maentel) eine fuellung aus
> polymerkugeln um eine bessere fuehrungslaenge zu erreichen.

Thomas, könntest du deinen Freund bitten die "Langen Geschosse" hier mal zu
erläutern? Was heißt BSE, doch nicht Rinderwahn?!Bei Bleigeschossen brauchen lange
schwere Geschosse kurzen Drall und kurze, leichte, schneller Geschosse langen
Drall. Die Sache ist bekannt. Aber wie sieht es mit Geschossen anderer
Trägheitsmomente aus?

> hast du dich mal mit den blaser CDP-patronen beschaeftigt ?
> klingt eigentlich ganz gut (etwas partition, etwas barnes-X)

Nein die Blaser Geschosse kenne ich noch nicht. Werde mal bei Blaser fragen.

Gruß Lutz


Lutz Möller

unread,
Sep 22, 1998, 3:00:00 AM9/22/98
to Thomas Vock
Thomas Vock wrote:

> tach lutz,


>
> mmh...eigentlich wollte ich ja nur eine weich schiessende reh- und

> fuchspatrone in .308 haben. ;->


> soll ich mal ehrlich sein ?
>
> eigentlich dachte ich an eine "sichere einstiegslaborierung" (die mit
> den schwarzen huelsenhaelsen),

Moin Thomas,

Schwarze Hülsenhälse kenne ich. Der Druck reichte in solchen Fällen nicht aus, den
Hülsenhals an das Patronenlager zu lidern, um den Innenraum gegen das Lager zu
dichten; also verblakten die Hälse.

von der aus ich dann so lange hochgehe,
bis huelse/zuendhuetchen "vernuenftig" aussehen und die gruppen ok sind.
(und dann nochmal ein paar schuss durch die lichtschranke)

Die Hülse soll "Vernunftig", das heißt nicht verlblakt aussehen. Soweit folge ich
dir.

Aber:
Wie sieht ein"vernünftiges" Zündhütchen aus? Meine Zundhütchen sehen alle gleich
aus, bis auf eines, bei dem die Hülse explodiert ist (RWS Werksladung!). Das Ding
war breit. Der Verschluß klemmte, weil das Messing in den Auszieher gflossen war.
Warum? Vielleicht verklemmtes Geschoß? Ich weiß nicht!

Gib mal bitte eine Tip, wie man an eine Zündhütchen "vernünftigen" Druck erkennen
kann.

Gruß Lutz


Thomas Vock

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Lutz Möller schrieb:

> Gib mal bitte eine Tip, wie man an eine Zündhütchen "vernünftigen" Druck erkennen
> kann.

moin lutz,

nein ! da werde ich NICHT tun ! (ich bin doch nicht lebensmuede)

nochmals: jede handladung sollte unbedingt bei der DEVA auf druck, etc.
geprueft werden. alles andere ist unzuverlaessig und nicht zur
nachahmung empfohlen !

BTW: ich habe mal folgendes irgendwo gehoert:
bei langsamer steigerung der ladung mit "moderaten" pulvern und
"moderaten" patronen wird das ZH mit zunehmenden druck immer flacher und
presst sich in die ringfuge ein. spuren des stossbodens werden am ZH
sichtbar(er)

ob da was dran is' ???

:-)

gruss
thomas

Klaus Doc Kessler

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
>bei langsamer steigerung der ladung mit "moderaten" pulvern und
>"moderaten" patronen wird das ZH mit zunehmenden druck immer flacher und
>presst sich in die ringfuge ein. spuren des stossbodens werden am ZH
>sichtbar(er)

Ich habe zwar keine Ahnung von der Jagd oder gar von Langwaffen, aber als
Wiederlader und eifriger Kurzwaffen-Sportschütze sind mir Zündhütchen in allen
Verformungszuständen gut bekannt. :)
In wie weit sich das aber auf Langwaffen übertragen läßt, sei mal
dahingestellt.

In der Tat ist ein Zündhütchen bei den meisten (Kurzwaffen-)Werksladungen kaum
verformt, lediglich die Delle vom Zündhütchen ist zu sehen. Bei .357 Magnum
kann man aber auch so hart laden, daß ZH und Hüslenboden eine plane Fläche
bilden, ohne den Hauch einer Rille zwischen beiden. Das ist aber denn schon an
der oberen Grenze. Man kann aber eine .357 ohne weiteres so laden, daß das ZH
schon sichtbar platter ist als vorher.
Es kann auch vorkommen, daß der Einschlag des Schlagbolzens einfach ausgeblasen
wird, also ein sauberes kleines Loch anstelle der Schlagbolzendelle zu sehen
ist, ohne daß sich das ZH zu sehr verformt hat. Soweit ich mich ist das ein
Alarmzeichen, weil da ein sehr schnell ansteigender Druck im Spiel war.

Große Rolle spielt ja bei Kurzwaffen auch, was man für ein Pulver verwendet.
Wenn man zum Bleistift eine kleiner .38er Ladung eines Magnumpulvers verläd,
kann man sich damit das Patronenlager sprengen, da man damit ein Hohlladung
produziert bzw. eine Umgebung schafft, für die Magnumpulver nicht geeignet
sind.
Aber das habt Ihr ja eh auf Eurem Pulverlehrgang gelernt.

Klaus "Doc" Kessler, Germany
----------------------------------------------------
Doc`s Paintball Shop http://www.istda.com/doc-shop/
Eressea : Die Paladine der barmherzigen Axt (175)
Atlantis : Die Kinder des sinkenden Sterns (14)

Bernhard Wulf

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to

Alexander Eichener schrieb:

> On Thu, 17 Sep 1998, Bernhard Wulf wrote:
>
> > ich verwende meistens, wie Lutz auch, Ballistol und WD40.
>
> Schlechte Wahl. WD-40 hat einen _sehr_ begrenzten Einsatzbereich,
> naemlich als water displacent. Da ist es auch gut. Es ist kein gutes
> Schmiermittel und hat, wenn gar faelschlich fuer einen Konservierer und
> Rostinhibitor gehalten, schon viele Waffen beschaedigt.
>

> > Ich habe gelernt, Reinigungsmittel
> > nach seiner Einwirkzeit zu entfernen und ein Konservierungsmittel aufzutragen.
>
> Aeusserst vernuenftig, so sollte man's in der Tat machen. Aber warum
> benutzt Du denn kein Konservierungsmittel, wenn Du es gelernt hast ? :-)

Ich dachte, mit WD40 hätte ich ein Konservierungsmittel, so steht es auf der Dose.
:-) Bis jetzt habe ich auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, ich lagere
die Waffen aber auch sehr trocken. Allerdings möchte ich nicht selber die schlechten
Erfahrungen machen, die ihr bereits schon gemacht habt. :-)
Fritzchen benutzt "cito", Lutz benutzt Nähmaschinenöl, also welche Mittel sind zur
Konservierung bestens geeignet?

Gruß und Tia
Bernhard Wulf


Lutz Möller

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to Thomas Vock
Thomas Vock wrote:

> Lutz Möller schrieb:
>
> > Gib mal bitte eine Tip, wie man an eine Zündhütchen "vernünftigen" Druck erkennen
> > kann.
>

> BTW: ich habe mal folgendes irgendwo gehoert: bei langsamer steigerung der ladung mit


> "moderaten" pulvern und "moderaten" patronen wird das ZH mit zunehmenden druck immer
> flacher und presst sich in die ringfuge ein. spuren des stossbodens werden am ZH
> sichtbar(er)
>

> ob da was dran is' ???

> gruss
> thomas

Moin Thomas,

Wen sich das Zündhütchen soweit in die Ringfuge und an den Stoßboden hat, daß dessen
Merkmale auf dem Zündhütchen sichtbar werden, dann ist der übliche (zulässige) Druck
bereits längst überschritten. Ich dachte du hättest für den "grünen" Bereich eine Tip.
Danke trotzdem für die Auskunft.

Wenn du schon die Deva empfiehlst: Wie liegen die Kosten der Deva eine Handladung auf
Druck und Geschwindigkeit zu prüfen?

wieveil sollte man für einen eigenen Schnellemesser (Öichtschranke oder induktiv)
einplanen, wenn man sich (oder im Schützenverein) soclh ein Gerät zulegen möchte.

Gruß Lutz
,

Lutz Möller

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to d...@titanic.kn-bremen.de
Klaus Doc Kessler wrote:

> In der Tat ist ein Zündhütchen bei den meisten (Kurzwaffen-)Werksladungen kaum
> verformt, lediglich die Delle vom Zündhütchen ist zu sehen. Bei .357 Magnum kann
> man aber auch so hart laden, daß ZH und Hüslenboden eine plane Fläche bilden,
> ohne den Hauch einer Rille zwischen beiden. Das ist aber denn schon an der oberen
> Grenze. Man kann aber eine .357 ohne weiteres so laden, daß das ZH
> schon sichtbar platter ist als vorher.
>
>
> Es kann auch vorkommen, daß der Einschlag des Schlagbolzens einfach ausgeblasen
> wird, also ein sauberes kleines Loch anstelle der Schlagbolzendelle zu sehen ist,
> ohne daß sich das ZH zu sehr verformt hat. Soweit ich mich ist das ein
> Alarmzeichen, weil da ein sehr schnell ansteigender Druck im Spiel war.
>
>

> Klaus "Doc" Kessler, Germany

Hallo Klaus,

soweit mir bekannt ist, werden die .357 Max (nicht Mag.), die 3450 bar statt 3200
bar, wie die Mag. zulassen, mit "small rifle"-, statt "small pistol"-Zündhütchen
bestückt. Die "small rifle Hütchen" sind fester aufgebaut, benötigen also einen
kräftigeren Schlag, zu zünden, widerstehen allerdings auch größerem Druck, so z.B.
3700 bar in der .233 Rem.

Es gibt also Fälle, in denen ein Zündhütchen platt sein darf, nämlich wenn man bei
der .357 Max ein zu schwachen Hütchen wählte (Bei Gefahr des Durchbalsen =
schädlich für den Schlagbolzen!).

Ich will demnächst mal Vectan SP-3 in meiner .357 Mag im S&W 28-2 im schweren
N-Rahmen mit dickeren Trommelwandungen versuchen.Die Waffe gibt es nicht mehr neu.
Ähnlich ist S&W Mod. 29 in .44 Rem Mag.

Hast du mit SP-3 Erfahrungen. Oder was empfiehlst du für Höchstladungen für die
Patrone?

Gruß Lutz

Thomas Vock

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Lutz Möller schrieb:


> Wen sich das Zündhütchen soweit in die Ringfuge und an den Stoßboden hat, daß dessen
> Merkmale auf dem Zündhütchen sichtbar werden, dann ist der übliche (zulässige) Druck
> bereits längst überschritten. Ich dachte du hättest für den "grünen" Bereich eine Tip.

hi lutz,

ohne echte druckmesse ist doch sowieso alles nur "grauzone".

ich seh' das wirklich echt entspannt:
lade nach buch und vorschrift und wenn fuer dich platte ZH nicht mehr
"gruen" sind, dann bleib' einfach drunter :-)

entscheidend ist doch das, was vorne rauskommt und das kann man mit der
lichtschranke messen.


> Danke trotzdem für die Auskunft.

war keine auskunft, sondern nur ein versuch, meinen hals zu retten ;-)

BTW:
WARNUNG !!!
alle ladedaten die ich hier jemals genannt habe, sind natuerlich NICHT
zur weiterverwendung geeignet und koennen schwerst schaeden an leib und
leben (und den kanonen) verursachen !!!!


> Wenn du schon die Deva empfiehlst: Wie liegen die Kosten der Deva eine Handladung auf
> Druck und Geschwindigkeit zu prüfen?

so etwa bei 65 DM fuer 5 patronen (anrufen, fragen !)


> wieveil sollte man für einen eigenen Schnellemesser (Öichtschranke oder induktiv)
> einplanen, wenn man sich (oder im Schützenverein) soclh ein Gerät zulegen möchte.


wir haben seit jahren so ein ding von schuermann und lahrmann, bei dem
man die elektronik auch als timer benutzen kann und sind damit ganz
zufrieden.
hat alles zusammen vor etwa 6 jahren so 1200 gekostet.

gruss
thomas

Klaus Doc Kessler

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
>Hallo Klaus,

Kurz vorab : Du verschickst bei jedem Reply eine Msg in die Group UND einen
privat an den Urheber. Stelle das doch bitte ab, denn das ist sehr lästig. Man
weiß nämlich nie, ob man die nun beantworten oder löschen soll, weil sie denn
in der Group nochmal auftaucht. Und die Group bekommt dann keine Antwort, weil
man ja schon ein private geschrieben hat. :)

>Hast du mit SP-3 Erfahrungen. Oder was empfiehlst du für Höchstladungen für die
>Patrone?

.357 Mag, richtig ?
Das härteste, was ich mich bislang getraut habe, war 16 grs .30 Carabine im S&W
686, hat er auch klaglos weggesteckt, aber das war schon das obere Ende dessen,
was man dem Teil zumuten sollte. 12 bis 13 grs tun´s genauso gut.

Aber für meine Remington Rolling Block in .357 Mag habe ich Patronen mit 21 grs
.30 Carabine benutzt, und die schießt sich immernoch wie ein Luftgewehr. Trifft
aber auf 100 m recht gut und braucht Mantelgeschosse. Blei glitscht da über die
Züge weg.

Ansonsten habe ich H110 hier, bin damit aber nicht übermäßig glücklich. Ich
habe vielleicht die falschen Zündhütchen genommen (obwohl ich mir das
eigentlich nicht denken kann), denn die Ergebnisse, gemessen mit dem Mehl
BMC-17, sind derartig ungleichmäßig, daß ich mich nach meinem alten .30
Carabine zurücksehne, daß es aber scheinbar nicht mehr gibt.

Klaus Doc Kessler

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
>wieveil sollte man für einen eigenen Schnellemesser (Öichtschranke oder induktiv)
>einplanen, wenn man sich (oder im Schützenverein) soclh ein Gerät zulegen möchte.

Ich habe im Paintball jede Menge Gelegenheit gehabt, mich mit Chronys zu
befassen (Chrony, ProChrono, Chronotech, und noch ein paar andere). Mein Urteil
: taucht alles nix. Nicht, daß sie Schrott wären, denn solange man sie immer
unter den gleichen Lichtbedingungen einsetzt, sind sie durchaus OK (kein
direktes Sonnenlicht, kein Neonlicht, keine dichte Wolkendecke (seufz)), aber
wann hat man das schon. Draußen ist es hell, der Schießstand hat nur Neon, und
das Wetter ist eh jedesmal anders. Ich habe mir also mal den BMC-17 gegönnt (DM
700.-) und bin begeistert. Erstens mißt er mit eigenem Infrarotlicht, ist also
unabhängig und kommt auch in Schießständen mit Neonlicht klar, und zwotens hat
er eine serielle Schnittstelle und man kann sich mit dem Schlepptop sehr schöne
Schusserien speichern und auswerten lassen.
Und wenn man sich bei Conrad einen 12 V, 8 Ah Akku für DM 25.- kauft, ist man
auch für gute 10 Stunden Dauerbetrieb jenseits der Steckdosen gerüstet.

Lutz Möller

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Hallo Klaus,

von .30 Carabine habe ich bisher noch nichts gehört. Wer hat den das Zeug
hergestellt?

Wenn vihtavuori N110 zu schlecht zündet, versuch es doch mal mit small rifle magnum
Zünhütchen, damit der Stoff auch brennt!

Gruß Lutz

> >Hast du mit SP-3 Erfahrungen. Oder was empfiehlst du für Höchstladungen für die
> >Patrone?
>
> .357 Mag, richtig ?

Ja, .357 mag, genau die!

Lutz Möller

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Hallo Klaus,

700 DM für ein IR Meßgerät mit Schnittstelle klingt gut. Sei bitte so nett die
Bezugsquelle zu posten, damit ich mal Unterlagen anfordern kann.

Gruß Lutz

Klaus Doc Kessler wrote:

> >wieveil sollte man für einen eigenen Schnellemesser (Lichtschranke oder induktiv)


> >einplanen, wenn man sich (oder im Schützenverein) soclh ein Gerät zulegen möchte.
>

> Ich habe mir also mal den BMC-17 gegönnt (DM700.-) und bin begeistert. Erstens mißt

Alexander Eichener

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
On Tue, 22 Sep 1998, Lutz Möller wrote:

> Ja, die Samereier Hülsen kleineren Innenraumes sind mir bekannt. eine
> gute Idee!

Ich finde diese Wiederaufnahme aus dem vorigen Jahrhundert auch ganz
pfiffig,. Ueberhaupt wird ja kaum was Neues erfunden, die
Raetz-Fluchtvisierung z.B. wurde schon vor 30-40 Jahren ganz aehnlich
vorgestellt.

> Thomas, könntest du deinen Freund bitten die "Langen Geschosse" hier mal zu
> erläutern? Was heißt BSE, doch nicht Rinderwahn?!

Bullet Swaging Enthusiasts. Begeisterte Geschoss(um)presser.

> Bei Bleigeschossen brauchen lange
> schwere Geschosse kurzen Drall und kurze, leichte, schneller Geschosse
> langen Drall. Die Sache ist bekannt. Aber wie sieht es mit Geschossen
> anderer Trägheitsmomente aus?

Das gilt generell. Bloss fuer Bleigeschosse gibt es eine empirische
Drallformel (an die hattest Du Dich erinnert - Greenhill's formula) und
die ist auf Mantelgeschosse nicht so einfach uebertragbar.

Alexander Eichener

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to Lutz Möller
On Tue, 22 Sep 1998, Lutz Möller wrote:

> Gib mal bitte eine Tip, wie man an eine Zündhütchen "vernünftigen"
> Druck erkennen kann.

Nicht.
Punkt.

Alexander Eichener

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to Thomas Vock
On Wed, 23 Sep 1998, Thomas Vock wrote:

> nochmals: jede handladung sollte unbedingt bei der DEVA auf druck, etc.
> geprueft werden. alles andere ist unzuverlaessig und nicht zur
> nachahmung empfohlen !

Aehem !
Ist die DEVA eigentlich billiger als die Beschussaemter ?



> BTW: ich habe mal folgendes irgendwo gehoert:
> bei langsamer steigerung der ladung mit "moderaten" pulvern und
> "moderaten" patronen wird das ZH mit zunehmenden druck immer flacher und
> presst sich in die ringfuge ein. spuren des stossbodens werden am ZH
> sichtbar(er)
>
> ob da was dran is' ???

Nein. Was Du meinst, sind flachgequetschte Zuendhuetchen bei einer
Mischung von zu _niedrigem_ Druck *und* etwas zu grossem
Verschlussabstand. Bekanntes Phaenomen.

Gruessli,

Dieter Stifter

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
Bernhard Wulf schrieb:

AFAIK haben WD40 und Freischütz im VISIER-Test ( is schon was her )
als Beste abgeschnitten. Ich schütze meine Custom Rifles ( 10,000+ )
ausschließlich mit WD40!

Dieter

--
Dieter Stifter Tel. +49-2651-48555
The Flintknapper Fax +49-2651-947173
Postfach 1939 URL http://www.vorderlader.de
D-56709 Mayen eMail mailto:Flintk...@vorderlader.de


Alexander Eichener

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to Bernhard Wulf
On Wed, 23 Sep 1998, Bernhard Wulf wrote:

> > Schlechte Wahl. WD-40 hat einen _sehr_ begrenzten Einsatzbereich,
> > naemlich als water displacent. Da ist es auch gut. Es ist kein gutes
> > Schmiermittel und hat, wenn gar faelschlich fuer einen Konservierer und
> > Rostinhibitor gehalten, schon viele Waffen beschaedigt.
> >
> > > Ich habe gelernt, Reinigungsmittel
> > > nach seiner Einwirkzeit zu entfernen und ein Konservierungsmittel aufzutragen.
> >
> > Aeusserst vernuenftig, so sollte man's in der Tat machen. Aber warum
> > benutzt Du denn kein Konservierungsmittel, wenn Du es gelernt hast ? :-)
>
> Ich dachte, mit WD40 hätte ich ein Konservierungsmittel, so steht es auf der Dose.

Ah. Beliebter Irrtum.
Das wird jetzt, hm, also jedenfalls seit 1992 immer wieder periodisch auf
rec.guns eroertert. Die vielen, meist gleichlautenden Berichte der
armen Leute, die den gleichen Fehler gemacht haben (der Werbung zu
glauben) sind verheerend: hart gewordene Oeberflaechenschichten, Schloss
bis zur Unbeweglichkeit verharzt, Waffen liessen sich nur noch mit Gewalt
auseinandernehmen. Mach' mal eine Dejanews-Suche.

> Fritzchen benutzt "cito", Lutz benutzt Nähmaschinenöl, also welche Mittel sind zur
> Konservierung bestens geeignet?

Ich nehm' auch Cito (gibt es u.a. bei Frankonia), aber einfach aus
Faulheit, weil die Dose noch leer werden muss :-) Fuer eventuelle
Langzeitkonservierung und fuer sehr widrige Witterungseinfluesse zuerst
WD-40 (damit's Wasser verschwindet) und *dann* Vaseline/Waffenfett.

Klaus Doc Kessler

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
>von .30 Carabine habe ich bisher noch nichts gehört. Wer hat den das Zeug
>hergestellt?

Frage ich morgen mal nach.

>Wenn vihtavuori N110 zu schlecht zündet,

H110 ! Hornady.

Klaus Doc Kessler

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
>700 DM für ein IR Meßgerät mit Schnittstelle klingt gut. Sei bitte so nett die
>Bezugsquelle zu posten, damit ich mal Unterlagen anfordern kann.

Felix Mogdans, Tel. 0711-3414100 Fax -3414101

Grüß ihn von mir, wir haben uns ab und an auf der IWA gesehen.
Du kannst es aber auch zum selben Preis bei mir bestellen. :)
(muß man das hier eigentlich verschweigen, wenn man Händler ist ?)

Alexander Eichener

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Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
On 23 Sep 1998, Dieter Stifter wrote:

> AFAIK haben WD40 und Freischütz im VISIER-Test ( is schon was her )
> als Beste abgeschnitten.

Das ist aber jetzt ein irrefuehrender Kommentar, Dieter. Visier testete
gerade nicht die Langzeitwirkung. Im uebrigen interessieren mich die
vielen negativen Ergebnisse tatsaechlicher Nutzer etwas mehr als ein
einmaliger deutscher Zeitschriftentest :-) Schau's Dir mal in Dejanews an.

> Ich schütze meine Custom Rifles ( 10,000+ ) ausschließlich mit WD40!

Bitte differenzieren: es geht hier nicht um _regelmaessige_ Anwendung
alle paar Tage, sondern um einmaligen Auftrag fuer laengere Konservierung.
Dafuer ist WD-40 ganz ungeeignet.

Alexander Eichener

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Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to Bernhard Wulf
On Thu, 17 Sep 1998, Bernhard Wulf wrote:

> ich habe vor kurzem sogar gelesen (rec.guns?), daß einige Schützen
> Motoröl zur Konservierung benutzen.

Ja, rec.guns.
Der Thread heisst "using motor oil as gun lube"

Lutz Möller

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Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
( BW)(WD-40-COMPANY) WD-40 Celebrates 45th Birthday


Business Editors

SAN DIEGO--(BUSINESS WIRE)--Sept. 23, 1998--WD-40(R), the familiar
multi-purpose,
cleaner, penetrant, rust preventative and moisture displacer turns 45
years-old today.
Named WD-40 because a "water displacement" formula was perfected on the
40th try, WD-40
was developed in San Diego for aerospace and aeronautical contractors and was
used on the Atlas
missile. Today it occupies shelf space in 83 percent of American households.
WD-40 Company started in 1953 under the name of Rocket Chemical Company
with a staff of
three people. Users of WD-40 soon discovered numerous uses for the product at
work and home
including protecting tools, loosening nuts and bolts and lubricating
machinery.
Today 169 employees work for the company around the world. Over the years,
satisfied
customers have told the company how they use WD-40. Both useful and humorous,
they include:

-- Removing tar, sap and splattered bugs from vehicles

-- Cleaning surfaces of adhesives, labels, tape and stickers

-- Removing dirt and grime in kitchen and bathroom

-- Extracting a nude burglar from a cafe vent (Denver Fire
Department submission)

-- Lubricating dirty or stuck locks and latches

-- Cleaning and protecting tools

-- Extracting a child's arm from an elevator door (a physician
submission)

-- Cleaning and lubricating bicycle chains

-- Extracting a python snake from the undercarriage of a city bus
(Asia submission)

WD-40 Company, with headquarters in San Diego, is a dominant player in the
global
multi-purpose lubricant category. WD-40 Company produces a variety of
multi-purpose
lubricants, including the familiar WD-40, 3-IN-ONE(R) Oil, and T.A.L. 5(R), a
premium,
heavy-duty lubricant. WD-40 Company markets its products in more than 150
countries
worldwide, and recorded sales of $137.9 million in 1997.

--30--dm/cgo ccv/cgo*

CONTACT: NST Communications, San Diego
Amy Meehan, 619/296-0605 x232

KEYWORD: CALIFORNIA
INDUSTRY KEYWORD: CHEMICALS/PLASTICS RETAIL


Alexander Eichener wrote:

> On 23 Sep 1998, Dieter Stifter wrote:
>
> > AFAIK haben WD40 und Freischütz im VISIER-Test ( is schon was her )
> > als Beste abgeschnitten.
>
> Das ist aber jetzt ein irrefuehrender Kommentar, Dieter. Visier testete
> gerade nicht die Langzeitwirkung. Im uebrigen interessieren mich die
> vielen negativen Ergebnisse tatsaechlicher Nutzer etwas mehr als ein
> einmaliger deutscher Zeitschriftentest :-) Schau's Dir mal in Dejanews an.
>
> > Ich schütze meine Custom Rifles ( 10,000+ ) ausschließlich mit WD40!
>
> Bitte differenzieren: es geht hier nicht um _regelmaessige_ Anwendung
> alle paar Tage, sondern um einmaligen Auftrag fuer laengere Konservierung.
> Dafuer ist WD-40 ganz ungeeignet.

Klaus Doc Kessler

unread,
Sep 23, 1998, 3:00:00 AM9/23/98
to
>alle paar Tage, sondern um einmaligen Auftrag fuer laengere Konservierung.

Gut gesagt ! Ballistol wird auch immer wieder als harzfreudig hingestellt, aber
seit 20 Jahren saue ich mit dem Zeug rum, und das einzige, was ich nicht habe,
ist Harz in der Knifte.
Wenn man Waffen einmottet (Sammler ?), braucht man sicherlich etwas ganz
anderes als die Sportschützen, die einmal die Woche die Motten aus dem Lauft
bolzen. :)

Dieter Stifter

unread,
Sep 24, 1998, 3:00:00 AM9/24/98
to
Alexander Eichener schrieb:

>
> On 23 Sep 1998, Dieter Stifter wrote:
>
> > AFAIK haben WD40 und Freischütz im VISIER-Test ( is schon was her )
> > als Beste abgeschnitten.
>
> Das ist aber jetzt ein irrefuehrender Kommentar, Dieter. Visier testete
> gerade nicht die Langzeitwirkung. Im uebrigen interessieren mich die
> vielen negativen Ergebnisse tatsaechlicher Nutzer etwas mehr als ein
> einmaliger deutscher Zeitschriftentest :-) Schau's Dir mal in Dejanews an.

??? .... mach ich doch glatt mal!

> > Ich schütze meine Custom Rifles ( 10,000+ ) ausschließlich mit WD40!
>
> Bitte differenzieren: es geht hier nicht um _regelmaessige_ Anwendung

> alle paar Tage, sondern um einmaligen Auftrag fuer laengere Konservierung.

> Dafuer ist WD-40 ganz ungeeignet.

??? >:-( .... gleich mal meine schon über ein Jahr nicht mehr geschossene
Topwaffe geprüft - kein Problem zu erkennen. Oder hab ich nur Glück gehabt,
oder es macht das gutes Klima hier im Blockhaus?

Alexander Eichener

unread,
Sep 25, 1998, 3:00:00 AM9/25/98
to
On Wed, 23 Sep 1998, Lutz Möller wrote:

> ( BW)(WD-40-COMPANY) WD-40 Celebrates 45th Birthday

<Haufen Werbepropaganda geloescht>

Kenn' ich. Ja. Und ?
Es haett' mich auch irgendwie verwundert, wenn die Firma selbst ihr
eigenes Produkt *nicht* loben wuerde.

PS: Thema Fangschusswaffen und Untergrenze der Muendungsenergie. Ich
hab's jetzt zu Ende eruiert, und auch mit dem BMI telefoniert (Der
allseits bekannte Herr Brennecke, der uebrigens freundlich und
hilfsbereit war). Ergebnis: es ist so, wie ich meinte, und die
dtv-Textausgabe ist korrekt. 200 Joule steht in der VwV, Ziffer 32.1.
Der andere Text, den Du mir freundlicherweise zugaenglich gemacht
hattest, weicht auch in vielen anderen Punkten vom Wortlaut der VwV ab.

Alexander Eichener

unread,
Sep 25, 1998, 3:00:00 AM9/25/98
to
On Wed, 23 Sep 1998, Klaus Doc Kessler wrote:

> >alle paar Tage, sondern um einmaligen Auftrag fuer laengere Konservierung.
>

> Gut gesagt ! (...)


> Wenn man Waffen einmottet (Sammler ?), braucht man sicherlich etwas ganz
> anderes als die Sportschützen, die einmal die Woche die Motten aus dem Lauft
> bolzen. :)

Oder als Jaeger, die zwei Wochen bei Wind und Wetter zu Fuss durch Alaska
krauchen :-)
Ich stimme da mit Klaus in der Tat ueberein.

Lutz Möller

unread,
Sep 25, 1998, 3:00:00 AM9/25/98
to
Moin Alexander,

danke für deine Mühe. Ich muß erkennen ein Fehler war in die Bibiothek zu
gehen und Texte zu kopieren, ohne den Titel usw. mit zu kopieren. Da ich
nicht mehr weiß aus welchem Buch die "falschen" oder "veralteten" Angaben
stammten, kann ich leider auch nichts mehr dazu sagen. Jedenfalls noch mal
vielen Dank für deine Mühe.

Gruß Lutz

Alexander Eichener wrote:

> Fangschusswaffen und Untergrenze der Muendungsenergie.
>
> Ich hab's jetzt zu Ende eruiert, und auch mit dem BMI telefoniert (Der
> allseits bekannte Herr Brennecke, der uebrigens freundlich und
> hilfsbereit war). Ergebnis: es ist so, wie ich meinte, und die
> dtv-Textausgabe ist korrekt. 200 Joule steht in der VwV, Ziffer 32.1.
> Der andere Text, den Du mir freundlicherweise zugaenglich gemacht
> hattest, weicht auch in vielen anderen Punkten vom Wortlaut der VwV ab.

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