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self-made-explosivgeschosse

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Jörg Manthey

unread,
Jan 15, 2001, 9:29:07 AM1/15/01
to
hallo zusammen,
ich hab jetzt schon viel gehört von self-made-explosivgeschossen ala schakal
(loch in geschoß bohren, quecksilber rein, loch schließen). mal ganz
hypothetisch: ginge das nich auch wie bei den großen vorbildern mittels
kleinem schalgbolzen und zündhütchen? weil so ein zündhütchen bringt so
seine 100 bar bei zündung. gibt es das schon? oder ist das ne abwegige idee?

fragt sich

jörg

--
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Joerg Manthey
cav...@mammoth-hunter.org
http://www.mammoth-hunter.org


Guido Thuernagel

unread,
Jan 15, 2001, 9:53:37 AM1/15/01
to
ginge das nich auch wie bei den großen vorbildern mittels
> kleinem schalgbolzen und zündhütchen? weil so ein zündhütchen bringt so
> seine 100 bar bei zündung. gibt es das schon? oder ist das ne abwegige idee?

Das Prinzip ist nicht abwegig; Allerdings: Das gibt´s schon.

Die bei der deutschen Wehrmacht eingeführte B-Patrone
(Beobachtungspatrone) hatte zur Einschlagmarkierung eine kleine
Zündladung, die durch einen Schlagbolzen gezündet wurde.
Schöne anschauliche Schnitte findest Du im Buch über die 7,9 mm
Militärpatronen von Brandt Hamann und Windisch (S. 170 ff.)

Einzig das Motiv, sowas zu bauen ist fragwürdig. - Aber dieses Thema
kann man sicher besser in einem Philosophieforum bekakeln...


--
Herzliche Grüße, Guido.

NVA-Optik: http://www.stud.uni-hamburg.de/users/oem2/index.htm

Jörg Manthey

unread,
Jan 15, 2001, 9:58:28 AM1/15/01
to
hi guido,
ich will es ja nicht bauen. ich hab mir nur mal gedanken darüber gemacht,
auch weil ich mich frage, welche kräfte auf das ganze wirken, z.b. ob die
gbeschleunigung nicht schon zur zündung durhc den schlagbolzen ausreicht.
wenn man z.b. vorne schwarzpulver reinfüllt, welches ja auch
schlagempfindlich ist, dann müßte es ja auch gehen. frage mich halt wann
dann wo was wie passiert...

gruß

jörg

--
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Joerg Manthey
cav...@mammoth-hunter.org
http://www.mammoth-hunter.org

"Guido Thuernagel" <guido_th...@public.uni-hamburg.de> schrieb im
Newsbeitrag news:3A630EF1...@public.uni-hamburg.de...

Robert Wittmann

unread,
Jan 15, 2001, 10:14:25 AM1/15/01
to
Guido Thuernagel wrote:

>ginge das nich auch wie bei den großen vorbildern mittels
>> kleinem schalgbolzen und zündhütchen? weil so ein zündhütchen bringt so
>> seine 100 bar bei zündung. gibt es das schon? oder ist das ne abwegige idee?
>
>Das Prinzip ist nicht abwegig; Allerdings: Das gibt´s schon.
>
>Die bei der deutschen Wehrmacht eingeführte B-Patrone
>(Beobachtungspatrone) hatte zur Einschlagmarkierung eine kleine
>Zündladung, die durch einen Schlagbolzen gezündet wurde.
>Schöne anschauliche Schnitte findest Du im Buch über die 7,9 mm
>Militärpatronen von Brandt Hamann und Windisch (S. 170 ff.)

ISBN please.

Gruss,
Robert
--
Realnames, wozu? - http://www.wschmidhuber.de/realname/index.html
Gib TOFUs und Vollquotteln keine Chance - http://learn.to/quote
Infos für Neulinge und Alte Hasen - news:de.newusers.infos
Windows und seine Tücken - http://www.winfaq.de/master.htm

Burkhard Redeker

unread,
Jan 16, 2001, 1:18:28 AM1/16/01
to
Hallo,

"Jörg Manthey" schrieb:

> ich hab jetzt schon viel gehört von self-made-explosivgeschossen ala schakal
> (loch in geschoß bohren, quecksilber rein, loch schließen).

eines der beliebtesten Motive aus dem Roman "Der Schakal".
Dennoch funktioniert das leider nicht, da Quecksilber
mit dem Blei des Geschosses ein Amalgam bildet, ähnlich der
Quecksilber-Amalgamplomben beim Zahnarzt. Dieses Quecksilber-
Blei Amalgam ist fest, so das beim Auftreffen das Geschoss nicht
aufgrund des Flüssigkeitsdrucks platzt.
Für solche Zwecke eignet sich flüssiges Teflon (ähnlich wie in den
Glaser Sicherheitsgeschossen, bloß ohne Schrote) oder Glyzerin.
Allerdings dürfte sich eine solche Füllung negativ auf die Flug-
bahnstabilität auswirken.

Gruss Burkhard

Guido Thuernagel

unread,
Jan 16, 2001, 4:33:03 AM1/16/01
to

> ich will es ja nicht bauen.
...

Ich habe ja auch nur ein bißchen herumgewitzelt.

Natürlich sind die Dinger interessant.

Und es scheint nicht ganz so einfach zu sein, sowas zu bauen:
Schließlich spielt die Handhabungssicherheit noch eine wichtige Rolle.
Genau an diesem Punkt liegen wohl auch die Probleme.

Ein Geschoß zu bauen, daß bei - sogar leichtem - Aufprall zerlegt, ist
wohl keine Kunst.
Das hängt von der verwendeten Zündsubstanz ab.

Aber diese Zerlegung nur dann zu gewährleisten, wenn das Teil abgefeuert
wurde, ist da schon etwas kniffeliger.

Guido Thuernagel

unread,
Jan 16, 2001, 4:37:08 AM1/16/01
to

> ISBN please.

Hm - im Buch ist keine vorhanden.

Es heißt genau:

"Die Militärpatronen Kaliber 7,9 mm - ihre Vorläufer und Abarten"

Hrsg: Brandt Hamann und Windisch (Die Vornamen werden auch nicht
genannt)

Es ist 1981 beim Journal-Verlag Schwend GmbH Schwäbisch Hall in erster
Auflage erschienen.

Ob es weitere Auflagen gibt, weiß ich nicht.

Aber vielleicht hilft Dir das soweit.

Guido Thuernagel

unread,
Jan 16, 2001, 4:39:24 AM1/16/01
to

>
> Ein Geschoß zu bauen, daß ...

peinlicher Rechtschreibfehler....
;-))

Erwin Stocker

unread,
Jan 16, 2001, 11:28:49 PM1/16/01
to

"Jörg Manthey" wrote:

> hallo zusammen,
> ich hab jetzt schon viel gehört von self-made-explosivgeschossen ala schakal
> (loch in geschoß bohren, quecksilber rein, loch schließen). mal ganz
> hypothetisch: ginge das nich auch wie bei den großen vorbildern mittels
> kleinem schalgbolzen und zündhütchen? weil so ein zündhütchen bringt so
> seine 100 bar bei zündung. gibt es das schon? oder ist das ne abwegige idee?
>
> fragt sich
>
> jörg

> Ich glaube nicht, dass das Hg so leicht zündet (sein Fulminat vielleicht
> eher).

> Ich habe -<meine Interpretationn> das so verstanden, dass der "Schakal" ein
> Geschoss verwendet, dass einen Quecksilberkern hat (/meine Interpretation>.

BTW - wie sind eigentlich die "Explosivgeschosse" auf Grosswild wirklich
aufgebaut ?

Man liest sich - Ernest

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