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Q: Nitro für schwache Ladungen

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Berni Ernst

unread,
Feb 1, 1999, 3:00:00 AM2/1/99
to
Hallo,

ich bin Wiederlader und möchte (zu Übungszwecken) Patronen mit
schwacher Ladung herstellen. Im Netz fand ich einen Bericht von
Norm Johnson, der zur Herstellung von "ultra-light" Munition
das Nitropulver IMR 700X eingesetzt hat.
Dummerweise habe ich keinen Lieferanten dafür finden können.
Kann mir hier jemand einen Tip dazu geben ?

Gruss

Bernhard

--
--
email: Bernhar...@gmx.de - / -
Berni...@t-online.de /_
homepage http://B.Ernst.subdomain.de ____

tom kindler

unread,
Feb 2, 1999, 3:00:00 AM2/2/99
to
hallo berni,

gegenfrage von mir, wozu benoetigst du "patronen mit schwacher ladung"?
normaler weise wird gefragt, wie weit kann man mit +p ladung gehen, ohne
das einem die knarre um die ohren fliegt.
es sind noch ein paar andere fragen offen, mit was fuer eine waffe
willst du schiessen?
was willst du damit bezwecken?
ich selber hab mir mal die selbe frage gestellt und bin folgendermassen
vorgegangen:
1. ich habe mich fuer meine kipp-lauf pistole eintschieden (t/c
contender in .38 special)
2. suchte entsprechend dem verfuegbaren schiesspulver (unique-herkules)
die standard lade-tabelle und entschied mich fuer 180gr geschosse der
firma sierra.
3. darauf habe ich 9er serien geladen mit -10gr abstaenden.
4. bin in den schiessstand und pruefte die serien auf das was ich damit
erreichen wollte.

bei einer pistole kommt noch die frage auf, ob der verschluss noch von
selbst repetieren soll...

gruss

tom
------

Dirk Janitschke

unread,
Feb 2, 1999, 3:00:00 AM2/2/99
to

Berni Ernst <Berni...@t-online.de> schrieb im Beitrag
<794s15$1jj$1...@boerdix.lahn.de>...


> Hallo,
>
> ich bin Wiederlader und möchte (zu Übungszwecken) Patronen mit
> schwacher Ladung herstellen.

Es geht das Gerücht ,daß dies mit weniger Pulver machbar ist.
Du mußt nur den restlichen Pulverraum mit Watte stopfen ,bevor Du
das Geschoß setzt. So sind die entstehenden Trägheitsmomente
beherrschbar.
Ich habe erst gestern mit einem Kameraden diskutiert dessen
303 british nur "plopp" machte und trotzdem Alles heil blieb.


Dirk

W.Finze

unread,
Feb 3, 1999, 3:00:00 AM2/3/99
to

Berni Ernst schrieb in Nachricht <794s15$1jj$1...@boerdix.lahn.de>...
>Hallo,
>
>ich ... möchte (zu Übungszwecken) Patronen mit
>schwacher Ladung herstellen. Im Netz .. Bericht von

>Norm Johnson, der zur Herstellung von "ultra-light" Munition
>... IMR 700X eingesetzt hat.

>Dummerweise habe ich keinen Lieferanten dafür finden können.
>Kann mir hier jemand einen Tip dazu geben ?
>
>Gruss
>
>Bernhard
IMR-Pulver waren (zumindest vor 2 oder 3 Jahren) bei Reimer Johannsen in
Neumünster (Tel.: 04321-2758) im Angebot. Ob noch (Problem: CE-Prüfzeichen)
weiß ich nicht.
Ladedaten für IMR-Pulver kann man aus den USA kostenlos direkt vom
Hersteller bekommen:
IMR Powder Company
1080 Military Turnpike
Plattsburgh, NY - - 12901
Ph: 518-563-2253

Von Experimenten mit progressiven (langsam brennenden) Büchsenpulvern (so
nach dem Motto: eine 300 Weatherby mit halber Leistung, kein Problem, nur
die Hälfte des Pulvers reintun) würde ich dringend abraten, "you may see
God", wie der Ami so sagt.
Im Viser-Special "Ordonnanzgewehre" (ich glaube, das war Special Nr. 4)
waren übrigens ganz gute "Trainingsladungen" für Büchsenpatronen auf der
Basis N110, also einem üblichen Pulver.
Wolfgang

Martin Hlustik

unread,
Feb 3, 1999, 3:00:00 AM2/3/99
to
W.Finze schrieb:

> Von Experimenten mit progressiven (langsam brennenden) Büchsenpulvern (so
> nach dem Motto: eine 300 Weatherby mit halber Leistung, kein Problem, nur
> die Hälfte des Pulvers reintun) würde ich dringend abraten, "you may see
> God", wie der Ami so sagt.

Ich bin kein Wiederlader daher:
Ahnungslose Frage: Was passiert dann?

Martin

W.Finze

unread,
Feb 3, 1999, 3:00:00 AM2/3/99
to

Martin Hlustik schrieb in Nachricht <36B80DE0...@spengler.at>...
Hallo Martin,
ich werde mal versuchen, Deine Frage einfach zu beantworten (auch wenn
manches Detail dabei vielleicht zu stark vereinfacht ist).

Treibladungspulver können auf Veränderung der Ladungsdichte (Verhältnis
Volumen der Ladung zum insgesamt zur Verfügung stehenden Verbrennungsraums,
vereinfacht gesagt, des Hülsenvolumens) mit unkontrollierter Verbrennung und
extrem starkem Druckanstieg reagieren. Man kann seine Waffe also nicht nur
mit zu stark, sondern auch mit zu schwach geladenen Patronen zerstören.
Deshalb steht in den Wiederladetabellen (meist) auch eine Start- und eine
Maximalaldung, die man möglichst nicht unter- bzw. überschreiten sollte.
Einige Pulver sind recht gutmütig bei Abweichungen von der Norm (hier
passiert in der Regel wenig), andere nicht. Gerade etliche Pulver für
Magumpatronen zählen dabei eher zu den weniger toleranten Sorten.

Wolfgang

Fritz Zimmerer

unread,
Feb 3, 1999, 3:00:00 AM2/3/99
to
Martin Hlustik wrote:
>
> W.Finze schrieb:
>
> > Von Experimenten mit progressiven (langsam brennenden) Büchsenpulvern (so
> > nach dem Motto: eine 300 Weatherby mit halber Leistung, kein Problem, nur
> > die Hälfte des Pulvers reintun) würde ich dringend abraten, "you may see
> > God", wie der Ami so sagt.
>
> Ich bin kein Wiederlader daher:
> Ahnungslose Frage: Was passiert dann?

Bei progressiven Pulvern kommt es möglicherweise, falls die Ladung nicht
z.B. durch einen Pfropfen festgelegt ist, zu unkontrollierten
Gassprüngen, welche wahrscheinlich durch
a) Zerbrechen von Pulverkörnern (sagen manche Hersteller) oder
b) durch vergrößerte Anzündfläche des lockeren und durch den Zündsatz
durcheinandergewirbelten Pulvers entsteht - ist eine Vermutung von mir
(überschlagende Flamme).

Wahrscheinlich stimmt beides.

Es gibt einen Hersteller für spezielle unterladbare Hülsen. Inseriert im
DWJ und bietet Hülsen mit verringertem Pulverraum an. Epp´s teuer! Ein
guter Bastler macht es selber aus alten Hülsenböden mit speziellen
Einlagen.

Fritzchen

Martin Hlustik

unread,
Feb 3, 1999, 3:00:00 AM2/3/99
to
Danke
Martin

Alexander Eichener

unread,
Feb 3, 1999, 3:00:00 AM2/3/99
to Dirk Janitschke
On 2 Feb 1999, Dirk Janitschke wrote:

> Berni Ernst <Berni...@t-online.de> schrieb im Beitrag
> <794s15$1jj$1...@boerdix.lahn.de>...

> > ich bin Wiederlader und möchte (zu Übungszwecken) Patronen mit
> > schwacher Ladung herstellen.
>

> Es geht das Gerücht ,daß dies mit weniger Pulver machbar ist.
> Du mußt nur den restlichen Pulverraum mit Watte stopfen ,bevor Du
> das Geschoß setzt. So sind die entstehenden Trägheitsmomente
> beherrschbar.

Die Traegheitsmomente vielleicht, die Waffen- und Personenschaeden nicht.

Im Ernst, Verdaemmungen werden zwar immer wieder diskutiert und
funktionieren auch _oft_, gelten aber als unsicher. Die bessere Abhilfe
boeten massive Volumen-Reduzierhuelsen wie die von Samereier.

Unter amerikanischen Ordonnanzgewehrschuetzen werden fuer Schwachladungen
auch gerne Bleigeschosse vor "Red Dot" genommen. Naeheres auf der C-R-FFL
Mailing List (http://www.shelfspace.com/~crffl/archives).

Gruesse,
--
Alexander Eichener, Heidelberg
Main address: c...@ix.urz.uni-heidelberg.de

Berni Ernst

unread,
Feb 3, 1999, 3:00:00 AM2/3/99
to
tom kindler <mega...@datacomm.ch> wrote:
: hallo berni,

: gegenfrage von mir, wozu benoetigst du "patronen mit schwacher ladung"?
: normaler weise wird gefragt, wie weit kann man mit +p ladung gehen, ohne
: das einem die knarre um die ohren fliegt.
: es sind noch ein paar andere fragen offen, mit was fuer eine waffe
: willst du schiessen?
: was willst du damit bezwecken?

: bei einer pistole kommt noch die frage auf, ob der verschluss noch von
: selbst repetieren soll...

Die Light-Patronen sind ausschliesslich fuer Revolver .44 Magnum bzw.
454 Casul gedacht.
Sinn der Uebung ist, an Tagen mit sehr viel Training die Belastung
der Schusshand zu reduzieren. Nach 200 Schuss ist der Unterschied
gewaltig zu spueren.

Gruss

Berni


: > --

Juergen Kaesmann

unread,
Feb 3, 1999, 3:00:00 AM2/3/99
to
Fritz Zimmerer schrieb:

>> > Von Experimenten mit progressiven (langsam brennenden) Büchsenpulvern (so
>> > nach dem Motto: eine 300 Weatherby mit halber Leistung, kein Problem, nur
>> > die Hälfte des Pulvers reintun) würde ich dringend abraten, "you may see
>> > God", wie der Ami so sagt.
>>
>> Ich bin kein Wiederlader daher:
>> Ahnungslose Frage: Was passiert dann?

FZ>
FZ> Bei progressiven Pulvern kommt es möglicherweise, falls die Ladung nicht
FZ> z.B. durch einen Pfropfen festgelegt ist, zu unkontrollierten
FZ> Gassprüngen, welche wahrscheinlich durch
FZ> a) Zerbrechen von Pulverkörnern (sagen manche Hersteller) oder
FZ> b) durch vergrößerte Anzündfläche des lockeren und durch den Zündsatz
FZ> durcheinandergewirbelten Pulvers entsteht - ist eine Vermutung von mir
FZ> (überschlagende Flamme).
FZ>
FZ> Wahrscheinlich stimmt beides.
FZ>
FZ> Es gibt einen Hersteller für spezielle unterladbare Hülsen. Inseriert im
FZ> DWJ und bietet Hülsen mit verringertem Pulverraum an. Epp´s teuer! Ein
FZ> guter Bastler macht es selber aus alten Hülsenböden mit speziellen
FZ> Einlagen.

punkt b) halte ich fuer unwahrscheinlich, da das pulver wenn du es nicht
presst (die meisten laborierungen kommen ohne pulverpressung aus) sich ja
ohnehin locker in der huelse befindet.

die genauen vorgaenge beim abbrand sind noch nicht restlos erforscht.
bekannt ist aber, dass gerade bei einer unterladenen patrone gefaehrlich
hohe gasdruckspitzen entstehen _koennen_. ganz davon abgesehen, dass das
geschoss sogar steckenbleiben _koennte_ (bei sehr starker unterladung).

und dann, wozu soll das unterladen ueberhaupt gut sein?
pulver sparen --> geld sparen? schonung der waffe?

jede waffe hat das beste schussbild bei einer bestimmten kombination von
huelse, zuendhuetchen, geschoss und pulver(menge).

der reiz und das besondere am wiederladen ist doch unter anderem, dass man
die moeglichkeit hat, diese parameter so aufeinander abzustimmen, dass
dieses fuer diese waffe optimale schussbild erreicht wird.

wenn ich nun zu uebungszwecken mit verringerter ladung schiesse,
funktioniert das gute teil nicht so wie es koennte und ich bekomme
darueberhinaus kein gefuehl fuer das verhalten bei der optimal geladenen
patrone. also --> mist!

und auf der anderen seite, wenn ich die patrone nicht ueberlade und nicht
unbedingt am maximum bin, dann wird die waffe auch nicht uebermaessig
strapaziert. der verschleiss haelt sich in grenzen.

also warum unterladen?
--
********************************************
Juergen Kaesmann
eMail: juergen....@bln.de
Homepage: http://www.bln.de/juergen.kaesmann

Rainer ilgmann

unread,
Feb 4, 1999, 3:00:00 AM2/4/99
to
Du hattest die Frage zu Beginn nicht so allgemein gefragt, sondern
besonderes Pulver oder Patronen oder Geschosse nachgefragt.
Wenn Du eine ansprechende geringe Übungsmunition für den .44 mag brauchst,
dann probiere doch einfach .44 spl zu verschießen.

240 GR SJSP Sierra oder andere
Hodgdon HP 38: 4,9 GR
ergibt im 7" Lauf 775 fps.

Diese Laborierung wird bei Hodgdon dafür empfohlen. Viele sagen, daß Pulver
tauge nichts in großen Hülsen, weil eben so wenig drin ist. Ich meine, wenn
Du trotzdem die etwas größere Magnum Hülse nimmst, ist das nicht so schlimm.
Optimal ist sie nicht, ich weiß, aber zum Üben reicht es. Allerdings wirkt
das Teilmantelgeschoß im Ziel wie ein Vollmantelgeschoß wegen der geringen
Geschwindigkeit. Aber zum Schießen auf Scheiben ist es allemal gut.
Ich verschieße in der .357 mag und in der .38 spl Hülse auch das HP 38 mit
4,3 GR bei 158 GR, ebenso wie in der P 210 mit 9 mm Luger bei 8 g und auch
4,3 GR. Kein Taper-, kein Rollcrimp, nur reingestöpselt. Die fliegen alle
gut. Obwohl ich zugeben muß, daß der Abbrand nicht immer gleich ist, was man
am unterschiedlich lautem Knall man merken kann.
Warum sollte das bei der .44 mag und .44 spl anders sein? Hodgdon sagt, daß
es geht, Dynamit Nobel auch, Hornady auch.
Ausprobieren.
Gruß
Rainer ilgmann

Berni Ernst <Berni...@t-online.de> schrieb in Nachricht
79a134$kv$1...@boerdix.lahn.de...///

Josef Suckart

unread,
Feb 5, 1999, 3:00:00 AM2/5/99
to

Rainer ilgmann wrote:

> Du hattest die Frage zu Beginn nicht so allgemein gefragt, sondern
> besonderes Pulver oder Patronen oder Geschosse nachgefragt.
> Wenn Du eine ansprechende geringe Übungsmunition für den .44 mag brauchst,
> dann probiere doch einfach .44 spl zu verschießen.
>
> 240 GR SJSP Sierra oder andere
> Hodgdon HP 38: 4,9 GR
> ergibt im 7" Lauf 775 fps.

Ich verwende schon seit einigen Jahren HP-38 für schwache Ladungen mit .44 mag
Hülsen. Ist bis 25m im Revolver recht präzise. Für 50m in meiner Marlin gehts
auch
noch, darüber nicht mehr. Die Ladedaten habe ich aus dem Hodgdon Manual.

Gruß,
Sepp


Fritz Zimmerer

unread,
Feb 6, 1999, 3:00:00 AM2/6/99
to
Juergen Kaesmann wrote:
>
> Fritz Zimmerer schrieb:


>
> punkt b) halte ich fuer unwahrscheinlich, da das pulver wenn du es nicht
> presst (die meisten laborierungen kommen ohne pulverpressung aus) sich ja
> ohnehin locker in der huelse befindet.
>
> die genauen vorgaenge beim abbrand sind noch nicht restlos erforscht.
> bekannt ist aber, dass gerade bei einer unterladenen patrone gefaehrlich
> hohe gasdruckspitzen entstehen _koennen_. ganz davon abgesehen, dass das
> geschoss sogar steckenbleiben _koennte_ (bei sehr starker unterladung).

Wie gesagt, noch nicht recht bekannt, aber angeblich sollen Versuche mit
senkrechtem Schuß nach oben wieder geringere Drücke gezeitigt haben. Das
würde dann für die überschlagende Flamme sprechen.

Aber alles nur Theorie! Fakt ist eben nur, daß gerade progressive Pulver
diese Laufsprengungen verursacht haben.


> und dann, wozu soll das unterladen ueberhaupt gut sein?
> pulver sparen --> geld sparen? schonung der waffe?

Die Amis sagen, glaube ich, "sqib loads", mit einem oder 2 be´s, und
manchmal sind die entsprechenden NGs full of it (z.b. rec.guns).

Ich kann mir schon entsprechenden Gebrauch vorstellen. Zum Beispiel Jagd
mit der gewohnten Waffe auf Kleinzeugs, plinking und angepaßte Ladungen
für Schalldämpfer.
Dabei werden oft auch andere Geschosse verwendet, z. T.
Pistolengeschosse aus speziellen Hülsen. Ich habe selbst schon für
solche Zwecke im Kaliber 30 mit extra leichten und überschweren
Geschossen experimentiert, letztere unter der 320 m/s-Grenze.


> der reiz und das besondere am wiederladen ist doch unter anderem, dass man
> die moeglichkeit hat, diese parameter so aufeinander abzustimmen, dass
> dieses fuer diese waffe optimale schussbild erreicht wird.

Man darf das nicht so verbissen sehen. Der Spaß an der Freud ist mir
wichtiger als die Erzielung von Höchstleistungen. Natürlich ist das
letztere sehr lobenswert, sagt jeder. Also sage ich das auch. Ich frage
ja nur, warum wohl immer wieder, gerade in den USA, Bauanleitungen für
"beer-can-mortars" veröffentlicht werden? Was bringt das das Verschießen
von Coladosen und ähnlichem aus solchen Mörsern? Warum spielen manche
Leute Gotcha? Und warum ist es lustig, auf Dosen, Kerzen und ähnliches
zu schießen?

(Nicht zum Lesen bestimmt: Als Kinder haben wir mit Pfeil und Bogen
Äpfel vom Baum geschossen, obwohl die Leiter im Baum lehnte. Unser
Großen fanden das aber nicht so lustig wie wir, wegen der
himmelschreienden Sünde, Gottes Gaben so zu mißbrauchen. Naja, die Äpfel
haben wir ja trotzden verputzt.)

Warum als? Weil in den meisten von uns eben noch ein spielfreudiger
Mensch steckt, und den Spieltrieb soll man nicht unterdrückenm. Wäre
traurig!

Übrigens: Nur intelligente Tiere haben einen eigenen Spieltrieb!

Fritzchen

Juergen Kaesmann

unread,
Feb 6, 1999, 3:00:00 AM2/6/99
to
Fritz Zimmerer schrieb:

FZ> ...
FZ> von Coladosen und ähnlichem aus solchen Mörsern? Warum spielen manche
FZ> Leute Gotcha? Und warum ist es lustig, auf Dosen, Kerzen und ähnliches
FZ> zu schießen?
FZ> ...

hi fritz,

es ist ja nicht so, dass ich den spass daran nicht sehe.
ich wollte nur darauf hinweisen, dass es gefaehrlich sein _kann_.

wenn du weisst was du tust - ok.
aber weiss der fragesteller das auch?

Fritz Zimmerer

unread,
Feb 7, 1999, 3:00:00 AM2/7/99
to
Juergen Kaesmann wrote:

>
> es ist ja nicht so, dass ich den spass daran nicht sehe.
> ich wollte nur darauf hinweisen, dass es gefaehrlich sein _kann_.
>
> wenn du weisst was du tust - ok.
> aber weiss der fragesteller das auch?
> --

Ich versuche immer, das beste von den Leuten zu denken.
Sonst wäre das Leben echt traurig.

Manchmal denke ich sogar das beste von unseren Volksvertetern, sogar
auch vom berühmten Ayatollah Trittin.
Immerhin ist er (und noch einer, aber ich trau mich nicht) der
derzeitige Politiker mit dem höchsten Unterhaltungswert.

Fritzchen

Berni Ernst

unread,
Feb 7, 1999, 3:00:00 AM2/7/99
to
Juergen Kaesmann <juergen....@bln.de> wrote:
: Fritz Zimmerer schrieb:

: FZ> ...
: FZ> von Coladosen und ähnlichem aus solchen Mörsern? Warum spielen manche
: FZ> Leute Gotcha? Und warum ist es lustig, auf Dosen, Kerzen und ähnliches
: FZ> zu schießen?
: FZ> ...

: hi fritz,

: es ist ja nicht so, dass ich den spass daran nicht sehe.


: ich wollte nur darauf hinweisen, dass es gefaehrlich sein _kann_.

: wenn du weisst was du tust - ok.
: aber weiss der fragesteller das auch?
: --

Lies nach: Die Frage bezog sich nicht auf Unterladungen oder
gefaehrlich reduzierte Ladungen, sondern auf das Herstellen
von Ultra-Light-Patronen mit einem entsprechend geeigneten
Pulver (moeglicherweise IMR 700X).

Gruss

Bernhard

Lutz Möller

unread,
Feb 7, 1999, 3:00:00 AM2/7/99
to
IMR improved military rifle, kommt aus Amerika

Gruß Lutz

Berni Ernst wrote:
>
> Hallo,


>
> ich bin Wiederlader und möchte (zu Übungszwecken) Patronen mit

> schwacher Ladung herstellen. Im Netz fand ich einen Bericht von


> Norm Johnson, der zur Herstellung von "ultra-light" Munition

> das Nitropulver IMR 700X eingesetzt hat.


> Dummerweise habe ich keinen Lieferanten dafür finden können.
> Kann mir hier jemand einen Tip dazu geben ?
>

Lutz Möller

unread,
Feb 7, 1999, 3:00:00 AM2/7/99
to

Berni Ernst wrote:

> Die Light-Patronen sind ausschliesslich fuer Revolver .44 Magnum bzw.
> 454 Casul gedacht.
> Sinn der Uebung ist, an Tagen mit sehr viel Training die Belastung
> der Schusshand zu reduzieren. Nach 200 Schuss ist der Unterschied
> gewaltig zu spueren.

War .44 Rem Mag und 44 spec etwa so wie .357 Mag und 38 spec? oder irre
ich da

fragt Lutz


Berni Ernst

unread,
Feb 8, 1999, 3:00:00 AM2/8/99
to
W.Finze <wolfgan...@hotmail.com> wrote:
: Hallo Bernie,
: nachdem nun klar ist, daß schwache Ladungen für Revolverpatronen gesucht
: werden: Gute Ladungen sind in den (neueren) Tabellen der Pulverhersteller
: unter "Cowboy Action Data" zu finden. Da beim "Cowboy Action Shooting" nur
: Bleigeschosse mit einer Anfangsgeschwindigkeit von maximal 1000fps (305m/s)
: zulässig sind, sind die Ladungen auch für die .44Mag recht zahm.
: Hodgdon gibt für die .44Mag folgende Lade-Empfehlungen
: Für ein 200 Grs- RN-FP
: Universal: Ladung zwischen 6,8 bis 7,8 Grain
: International: Ladung zwischen 5,3 bis 6,8 Grain
: HP-38: Ladung zwischen 5,8 bis 7,4 Grain
: CLAYS: Ladung zwischen 4,2 bis 6,4 Grain

: Für ein 240 Grs- SWC
: Universal: Ladung zwischen 6,5 bis 7,6 Grain
: International: Ladung zwischen 4,5 bis 6,5 Grain
: HP-38: Ladung zwischen 5,5 bis 7,2 Grain
: CLAYS: Ladung zwischen 4,3 bis 6,2 Grain

Sehr guter Hinweis, an Cowboy Action Shooting hatte ich garnicht
gedacht. Werde am naechsten Wiederlader-Wochenende mal einige
Versuchpatronen herstellen.

Besten Dank!

Fritz Zimmerer

unread,
Feb 8, 1999, 3:00:00 AM2/8/99
to
Berni Ernst wrote:

>
> Sehr guter Hinweis, an Cowboy Action Shooting hatte ich garnicht
> gedacht. Werde am naechsten Wiederlader-Wochenende mal einige
> Versuchpatronen herstellen.

Für viele dieser Zwecke genügen besser Patronen, die mit starken
Zündhütchen (Bohrung etwas erweitert) ohne Pulver und Wachspropfen
gefüllt sind. Dafür gab es mal ein Spezialwachs. Du kannst aber auch
ordinäres Wachs mit etwas Graphit zusammenschmelzen. In eine flache
Scheibe gießen und Patrone hineinstechen! Macht Wahnsinnsspaß!

Merke: Farbiges Wachs in Innenräumen vertreibt das langweilige Weiße von
den Wänden und erhöht somit den Frohsinn in Abwesenheit der Hausfrau!

Anwendungsbeispiel: Zwei mit etwas Sand belastete Luftballons hängen an
einer Art Waage (2 Latten). Zwei Kämpfer beschießen jeder seinen Ballon
auf Kommando. Wer als erster trifft, dessen Seite geht in die Höhe.

Ko.-System!

Fritzchen
PS: Ordinäre Personen benützen Kartoffelscheiben statt der Wachspropfen.

Lutz Möller

unread,
Feb 8, 1999, 3:00:00 AM2/8/99
to

Fritz Zimmerer wrote:

> Anwendungsbeispiel: Zwei mit etwas Sand belastete Luftballons hängen an
> einer Art Waage (2 Latten). Zwei Kämpfer beschießen jeder seinen Ballon
> auf Kommando. Wer als erster trifft, dessen Seite geht in die Höhe.
>
> Ko.-System!

Hallo Fritzchen,

die Scheibe mit dem eingebauten Schiedsgericht finde sich großartig!

freut sich Lutz

W.Finze

unread,
Feb 8, 1999, 3:00:00 AM2/8/99
to
Berni Ernst schrieb in Nachricht <794s15$1jj$1...@boerdix.lahn.de>...
>Hallo,
>
>ich ...möchte (zu Übungszwecken) Patronen mit
>schwacher Ladung herstellen.
>Gruss
>
>Bernhard

Hallo Bernie,
nachdem nun klar ist, daß schwache Ladungen für Revolverpatronen gesucht
werden: Gute Ladungen sind in den (neueren) Tabellen der Pulverhersteller
unter "Cowboy Action Data" zu finden. Da beim "Cowboy Action Shooting" nur
Bleigeschosse mit einer Anfangsgeschwindigkeit von maximal 1000fps (305m/s)
zulässig sind, sind die Ladungen auch für die .44Mag recht zahm.
Hodgdon gibt für die .44Mag folgende Lade-Empfehlungen
Für ein 200 Grs- RN-FP
Universal: Ladung zwischen 6,8 bis 7,8 Grain
International: Ladung zwischen 5,3 bis 6,8 Grain
HP-38: Ladung zwischen 5,8 bis 7,4 Grain
CLAYS: Ladung zwischen 4,2 bis 6,4 Grain

Für ein 240 Grs- SWC
Universal: Ladung zwischen 6,5 bis 7,6 Grain
International: Ladung zwischen 4,5 bis 6,5 Grain
HP-38: Ladung zwischen 5,5 bis 7,2 Grain
CLAYS: Ladung zwischen 4,3 bis 6,2 Grain

Viel Spaß beim Schießen

Wolfgang

W.Finze

unread,
Feb 8, 1999, 3:00:00 AM2/8/99
to

Juergen Kaesmann schrieb in Nachricht ...

>
>und dann, wozu soll das unterladen ueberhaupt gut sein?
>pulver sparen --> geld sparen? schonung der waffe?


Naja, vielleicht Schonung für den Schützen. Ein Wettkampf über 60 Schuß mit
einer hart geladenen 8x57IS ist weniger für die Waffe als für den Schützen
anstrengend.
Außerdem: leichte Ladung und leichtes Geschoß bringen auch eine deutlich
verringerte Lauferwärmung.

>
>jede waffe hat das beste schussbild bei einer bestimmten
> kombination von huelse, zuendhuetchen, geschoss und pulver
>(menge).


Das ist ein Gerücht, das mit dem EINEN Optimalwert. Es kann da durchaus
mehrere Optima geben. Und noch etwas: Die Patronenentwicklung ist bei
Gebrauchspatronen immer ein Kompromiß aus mehreren (sich teilweise
ausschließenden) Zielvorgaben gewesen. Und wenn eine dieser Zielvorgaben für
den konkreten Einsatzfall unwichtig wird (z.B. die Energie, denn um Löcher
in 100 oder 300m weit weg stehende Pappscheiben zu machen, braucht man wenig
Energie), kann das Optimum durchaus ganz woanders liegen.
Wolfgang

Juergen Kaesmann

unread,
Feb 8, 1999, 3:00:00 AM2/8/99
to
W.Finze schrieb:

>>jede waffe hat das beste schussbild bei einer bestimmten
>> kombination von huelse, zuendhuetchen, geschoss und pulver
>>(menge).

WF>
WF>
WF> Das ist ein Gerücht, das mit dem EINEN Optimalwert. Es kann da durchaus
WF> mehrere Optima geben. Und noch etwas: Die Patronenentwicklung ist bei
WF> Gebrauchspatronen immer ein Kompromiß aus mehreren (sich teilweise
WF> ausschließenden) Zielvorgaben gewesen. Und wenn eine dieser Zielvorgaben
WF> für
WF> den konkreten Einsatzfall unwichtig wird (z.B. die Energie, denn um Löcher
WF> in 100 oder 300m weit weg stehende Pappscheiben zu machen, braucht man
WF> wenig
WF> Energie), kann das Optimum durchaus ganz woanders liegen.

du schreibst es kann (muss also nicht) mehrere *optima* geben.
ob dem so ist wird man ja feststellen, wenn man sich anhand der
ladetabelle hocharbeitet.

und *yepp* die einzige zielvorgabe die ich im auge hatte, war
hoechstmoegliche genauigkeit.

das posting des fragestellers bezog sich auf schwache uebungsmuni.
und in diesem sinn ist meine antwort wie gehabt --> nicht zu empfehlen.

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