Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Schonmal *real* Hund mit Waffe abgewehrt ?

145 views
Skip to first unread message

point

unread,
May 4, 2000, 3:00:00 AM5/4/00
to
Hallo,

ich frage deshalb, weil die Frage nach Pfefferspray zur Hundeabwehr etc. im
Moment gestellt ist. Ich habe so meine Zweifel bei Spray und Knüppel
(zumindest den Knüppel habe ich einmal völlig versagen sehen...), würde aber
gerne von Leuten hören, die *tatsächlich* schon mal einen angreifenden Hund
mit irgendeiner (Behelfs-)Waffe abgewehrt haben.


Danke !

bye
Thomas


Burkhard Redeker

unread,
May 4, 2000, 3:00:00 AM5/4/00
to
Hallo,

point schrieb:

> würde aber
> gerne von Leuten hören, die *tatsächlich* schon mal einen angreifenden Hund
> mit irgendeiner (Behelfs-)Waffe abgewehrt haben.

ich hatte seinerzeit in Berlin mehrfach das Vergnügen, meinen Hund vor
der
völligen Zerlegung durch ein unkontrolliert angreifenden Kontrahenten zu
beschützen.

Verteidigungswerkzeuge hatte ich ausser Händen und Füssen keines, bei
den
Hunden handelte es sich um Tiere von ca. Schäferhund/Dobermann Größe.

Da mein vierbeiniger Freund wenig Ehrgeiz zur seiner Verteidigung
aufbrachte,
lag es an mir die Situation zu bereinigen. Dies ist mit mittels Tritten
und Fauststößen in allen Fällen gelungen. Eigene Verluste waren bis auf
wenige Kratzer nicht zu beklagen. Die wirkungsvollste (und für das Tier
gleichzeitig schonenste) Art ein Tier von einem Kontrahenten zu trennen,
ist der beherzte Griff um die hinteren Läufe in die Leistengegend bei
gleichzeitigem Anheben/Aushebeln. Ein Hund ohne Bodenkontakt (auch nur
der
Hinterläufe) ist nahezu kampfunfähig. Aus der beschriebenen Position ist
ein Hund leicht in Rückenlage zu bringen, was bei 99,9% der Tiere zur
Unterwerfung führen dürfte.

Im allgemeinen wird die Gefährlichkeit eines solchen Fights hemmungslos
übertrieben. Leider hab ich aber auch schon echte Hysteriker erlebt,
die bei blosser (freundlicher) Annäherung eines größeren Hundes derartig
ausgerastet sind und so ungeschickt um sich getreten haben, daß sie von
sich aus vor dem Hund zu Fall gekommen sind. Den ungeschützten Hals
im Wirkungsberiech eines Hundefangs zu haben, ist wirklich risikoreich,
wenngleich in diesem einen Falle aus vorsätzlicher Dummheit selbst
herbeigeführt.

Burkhard

--
Burkhard Redeker, Universität GH Essen Dez. 2, Universitätstraße 2
D-45141 Essen, Tel.: +49 201 183-4321, Fax: +49 201 183-2125
http://www.uni-essen.de/dez_0/dezernat2/sachgebiet_2_5.htm
E-Mail: burkhard...@uni-essen.de

Erik Auerswald

unread,
May 5, 2000, 3:00:00 AM5/5/00
to
point <po...@knuut.de> wrote:
: Ich habe so meine Zweifel bei Spray und Knüppel
: (zumindest den Knüppel habe ich einmal völlig versagen sehen...), würde aber

: gerne von Leuten hören, die *tatsächlich* schon mal einen angreifenden Hund
: mit irgendeiner (Behelfs-)Waffe abgewehrt haben.

Ich wurde (als ich so ca. 16 war) mal von einem Hund angegriffen und habe
ihn, allerdings ohne Waffe, abgewehrt.

Der Mischling von etwa Schaeferhundgroesse und -statur hat mich von vorne
angesprungen, ich konnte ihn mit einer Hand am Hals packen, seine
Angriffsrichtung leicht veraendern (an mir vorbei) und mich auf den Hund
setzen, als dieser wieder am Boden ankam. Dabei habe ich den Hund immer
festgehalten. Da der Besitzer des Hundes schnell zur Stelle war, musste
ich dem Tier auch kein weiteres Leid zufuegen, ich selbst blieb unverletzt.

Meiner Meinung nach ist jede Waffe gegen einen Hund uebertrieben. Moechte
man sich dennoch bewaffnen, so kann man zu einem Spazierstock greifen, mit
dem der Hund auf Distanz gehalten werden kann. Moechte man einen Hund, der
sich in ein menschliches Opfer verbissen hat, toeten, so empfielt sich ein
Messer, das wesentlich genauer eingesetzt werden kann als eine - im
Zweifelsfall den Hund durchschlagende und durch Knochen in irrige Richtung
abgelenkte - Kugel. Schrot verbietet sich bei einer Verschmelzung von
Angreifer und Angegriffenem von selbst.

Um eines klar zu sagen: Ich mag Hunde und kenne nur liebe Vertreter der
sogenannten "Kampfhunde". Ein Verbot bestimmter Hunderassen ist
ungerechtfertigt.

Gruss,
Erik

Volker Neurath

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to
On 5 May 2000 23:08:20 GMT, Erik Auerswald
<auer...@unix-ag.uni-kl.de> wrote:


>
>Um eines klar zu sagen: Ich mag Hunde und kenne nur liebe Vertreter der
>sogenannten "Kampfhunde". Ein Verbot bestimmter Hunderassen ist
>ungerechtfertigt.

Full Ack. !
Ich kenne auch einen (Am. - Staff.). Spielen sogar zwei Kleinkinder (
2,5 und 3,75 J) mit !!! Kenne keinen anderen Hund, der sich _das_ was
die manchmal mit ihm machen, gefallen lassen wuerde.

Cu, Volker

point

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to

"Volker Neurath" <nean...@usa.net> schrieb im Newsbeitrag
news:ruv8hson21jlgb3dp...@4ax.com...

Zunächst mal will ich mich mal bedanken für die Antworten auf meine Frage.

Ich mag Hunde auch gerne (trotz völlig überraschenden unmotivierten Bisses
eines Rottweilers). Allerdings muss ich einiges feststellen:

Es gibt in der Tat unterschiedlich hohe Risiken, von verschiedenen Rassen
gebissen zu werden. (Schäferhund/Steffordshire 6 mal so hoch .)

Andererseits, es soll ein *Dackel* in München nachts seine Besitzer, ein
altes Ehepaar, im Bett angefallen und beide durch Kehlenbiss getötet
haben...

Vor einer Woche ist bei uns einer 73 jährige Frau bei dem Versuch, einer
jungen Frau zu helfen, die den Pitbull ihres Freundes ausführte und von ihm
angefallen wurde, ein Arm so schwer zerfleischt, dass der Knochen
blossgelegt wurde. Der Arm wurde amputiert.

Im Stadtpark vergeht kein Tag, an dem ich nicht etwa 20 Leute mit ihren
unangeleinten Hunden gehen sehe - und das, obwohl dick und fett auf
sämtlichen Schildern Leinenzwang angeordnet ist und Dutzende von Kindern
herumrennen... was sind das alles für Idioten ? Müssen die ihre
Freiheitsdefizite durch die vermeintliche Freiheit ihres Hundes
stellvertretend ausleben lassen ?

Wenn ich eine TV-Diskussion vor ein paar Tagen richtig erinnere (die Rede
war von etwa 1500 registrierten Hundeattacken pro Jahr), wird ja eine
gesetzliche Regelung mit Sachkundenachweis und Führungszeugniss etc.
angestrebt ab einer gewissen Grösse und Gewicht des betreffenden Hundes.

Es geht wohl nicht anders.

bye
Thomas

Gerson Mueller

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to
hi!

point wrote:

> Zunächst mal will ich mich mal bedanken für die Antworten auf meine Frage.
>
> Ich mag Hunde auch gerne (trotz völlig überraschenden unmotivierten Bisses
> eines Rottweilers). Allerdings muss ich einiges feststellen:
>
> Es gibt in der Tat unterschiedlich hohe Risiken, von verschiedenen Rassen
> gebissen zu werden. (Schäferhund/Steffordshire 6 mal so hoch .)
>

gibt es nun *wirklich* kompetente studien in diese richtung?
vielleicht mit verweis?
das meiste geht AFAIR in richtung hoerensagen.
allerdings sind einige hunderassen _wirklich_ von natur aus agressiver
als andere (hier ist das mit der ueberzuechtung nicht wirklich ein
schlagwort).

dies ist genau so eine eigenschaft wie lebhaftigkeit (wer es nicht
glaubt, soll nur mal einen doberman (voll lieb aber) mit einem mops
vergleichen.

mfg gmc

--
Fuer Antworten bitte "DON´TSPAM" aus der E-Mail-Adresse entfernen.
Gen. Gerson "GMC" Mueller TIE-Defender Sqad. 17 "Emperors Will"
g...@sbox.tu-graz.ac.at http://www.sbox.tu-graz.ac.at/home/g/gmc
"interpunktion und orthographie sind stellenweise frei erfunden.
eine uebereinstimmung mit geltenden regelungen waere rein zufaellig."

Klaus Kessler

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to
> Vor einer Woche ist bei uns einer 73 jährige Frau bei dem Versuch, einer
> jungen Frau zu helfen, die den Pitbull ihres Freundes ausführte und von ihm
> angefallen wurde,

Wow, DAS ist aber mal ein bösartiger Freund ! Und was hat der Hund
gemacht ? :))

--
Gruss, Klaus "Doc" Kessler, Germany
Doc`s Outdoor Center http://www.langschwert.de

Gerald

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to

point <po...@knuut.de> schrieb

> Es gibt in der Tat unterschiedlich hohe Risiken, von verschiedenen Rassen
> gebissen zu werden. (Schäferhund/Steffordshire 6 mal so hoch .)

Die Veterinäruni Wien widerlegte mit einer breiten
Studie die These, daß manche Hunderassen gefährlicher
seien als andere- und brachte damit in der Steiermark
ein ähnliches Gesetz wie momentan in Deutschland droht
zu Fall.
Außerdem sollten gerade Waffenbesitzer einer durch die
Medien angefachten Hysterie die tausende Unbescholtene
enteignet und kriminalisiert sehr, sehr skeptisch gegenüberstehen...
Ich bin für Zuchtverbote, allerdings für alle Rassen, bis
die Tierheime wieder leer sind und die Menschen
den Wert eines Hundes wieder schätzen lernen.
Erhöhte Hundesteuern sind hingegen extrem kontraproduktiv-
so landen erst recht etliche Hunde im Heim.

MfG

Gerald


Volker Neurath

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to
On Sun, 7 May 2000 10:48:07 +0200, "Gerald" <ca...@a-topmail.at> wrote:


>Erhöhte Hundesteuern sind hingegen extrem kontraproduktiv-
>so landen erst recht etliche Hunde im Heim.

Richtig, denn die trifft die Falschen: die kleinen Leute naemlich, die
ein liebes Tier der jew. Gattung besitzen, und es nun abschaffen
muessen.
Diejenigen, die die _wirklich aggressiven_ Vertreter ihrer Gattung
halten - naemlich die Typen aus dem Rotlicht - und sonstigen Millieu -
die interessiert eine Hundesteuer von Beispielsweise DM 2000,--
eine feuchten Dreck.

Volker Neurath

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to
On Sun, 7 May 2000 01:39:02 +0200, "point" <po...@knuut.de> wrote:


>
>Zunächst mal will ich mich mal bedanken für die Antworten auf meine Frage.
>
>Ich mag Hunde auch gerne (trotz völlig überraschenden unmotivierten Bisses
>eines Rottweilers). Allerdings muss ich einiges feststellen:
>

>Es gibt in der Tat unterschiedlich hohe Risiken, von verschiedenen Rassen
>gebissen zu werden. (Schäferhund/Steffordshire 6 mal so hoch .)

Also, ich persoenlich traue mich eher in die Naehe eines
Staffordshire, als in die Naehe eines Schaeferhundes.
Hier bei uns gibt es naemlich zwei Vertreter der deutschen
Lieblingsrasse - da brauchst du bloss am Grundstueck vorbei gehen, dan
kommen die an den Zaun gerannt, Bellen wie wild, der Sabber tropft von
den Lefzen und in den Augen siehst du nurmehr das Weisse.
Was passiert, wenn du das Grundstueck betrittst - das werde ich
garantiert nicht probieren.

Der Am.-Staff. meiner Schwester hingegen ( das ist der, von dem ich
oben sprach), kommt Schwanzwedelnd auf jeden Besucher zugerannt und
versucht schlicht, eine Liebkosung zu erhaschen.

>
>Andererseits, es soll ein *Dackel* in München nachts seine Besitzer, ein
>altes Ehepaar, im Bett angefallen und beide durch Kehlenbiss getötet
>haben...

Richtig, hab ich auch gelesen. Und wenn ich das Teir "richtig"
abrichte, mach ich aus einem Jack Russel Terrier oder aus einem
Yorkshire einen veil schlimmeren "Kampfhund".
Wer gerade die beiden hier genannten mal draussen in Bewegung gesehen
hat, der versteht, was ich meine...


>
>Vor einer Woche ist bei uns einer 73 jährige Frau bei dem Versuch, einer
>jungen Frau zu helfen, die den Pitbull ihres Freundes ausführte und von ihm

>angefallen wurde, ein Arm so schwer zerfleischt, dass der Knochen
>blossgelegt wurde. Der Arm wurde amputiert.

Das bedauere ich aufrichtig. Aber Schaeferhunde beissen genau so oft -
und in den Medien hoert man darueber nix.
Und der Rottweiler aus Gladbeck wurde von den Medien reisserisch -
aber faelschlicher Weise - als "Kampfhund" bezeichnet. Denn rottweiler
gehoeren nicht in diese KAtegorie.

>Im Stadtpark vergeht kein Tag, an dem ich nicht etwa 20 Leute mit ihren
>unangeleinten Hunden gehen sehe - und das, obwohl dick und fett auf
>sämtlichen Schildern Leinenzwang angeordnet ist und Dutzende von Kindern
>herumrennen... was sind das alles für Idioten ? Müssen die ihre
>Freiheitsdefizite durch die vermeintliche Freiheit ihres Hundes
>stellvertretend ausleben lassen ?

Scheint so, dagen habe ich auch etwas. Gerade, wenn ich eine "starken
Hund" habe - also Am.-Staff. Pitbull & Co. - dann nehme ich den an die
Leine, wenn's in solche Bereiche geht. Schon alleine, um den Leuten zu
zeigen: seht her, es sind nicht alle Besitzer dieser Tier so, wie ihr
in der Zeitung lest.


>Wenn ich eine TV-Diskussion vor ein paar Tagen richtig erinnere (die Rede
>war von etwa 1500 registrierten Hundeattacken pro Jahr), wird ja eine
>gesetzliche Regelung mit Sachkundenachweis und Führungszeugniss etc.
>angestrebt ab einer gewissen Grösse und Gewicht des betreffenden Hundes.
>
>Es geht wohl nicht anders.

Du glaubst es kaum: das fordere ich schon seit langem. Es kann ja
nicht angehen, das jeder Haiopai zuhause eine sogen. Hundezucht
aufbauen darf - unkontrolliert und ohne, dass Behoerden davon wissen
-- andererseits ich aber eine Genehmigung brauche (fuer die ich sogar
eine Pruefung ablegen muss !) weil das Wellensittich-Paerchen meiner
Tochter sich entschlossen hat, Nachwuchs zu bekommen.
Wenn ich solche Regelungen sehe, dann denke ich immer: Es ist was faul
im Staate Daenemark - aeh - Deutschland .-))

Cu, volker


point

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to

"Volker Neurath" <nean...@usa.net> schrieb im Newsbeitrag
news:f3dahs8rbss6udupk...@4ax.com...

>Es kann ja
> nicht angehen, das jeder Haiopai zuhause eine sogen. Hundezucht
> aufbauen darf - unkontrolliert und ohne, dass Behoerden davon wissen
> -- andererseits ich aber eine Genehmigung brauche (fuer die ich sogar
> eine Pruefung ablegen muss !) weil das Wellensittich-Paerchen meiner
> Tochter sich entschlossen hat, Nachwuchs zu bekommen.

Ist letzteres wahr oder ein Scherz ... ?

Ich hab ja immer geahnt, dass es schlimm um uns steht, aber *so* schlimm ...

;-) :-(

bye
Thomas


Dieter Stifter

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to
Volker Neurath schrieb:
>
............

> nicht angehen, das jeder Haiopai zuhause eine sogen. Hundezucht
> aufbauen darf - unkontrolliert und ohne, dass Behoerden davon wissen
> -- andererseits ich aber eine Genehmigung brauche (fuer die ich sogar
> eine Pruefung ablegen muss !) weil das Wellensittich-Paerchen meiner

???? Was denn das für eine??? Zur Sittich-Zucht???

Fragend...

DS
--
Dieter Stifter Tel. +49-2651-48555 oder 0800-VORDERLADER
The Flintknapper Fax +49-2651-947173 oder 0800-STIFTER
Postfach 1939 eMail: mailto:Flintk...@vorderlader.de
D-56709 Mayen URL http://www.vorderlader.de

Dieter Stifter

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to
Volker Neurath schrieb:

>
> On 5 May 2000 23:08:20 GMT, Erik Auerswald
> <auer...@unix-ag.uni-kl.de> wrote:
>
> >
> >Um eines klar zu sagen: Ich mag Hunde und kenne nur liebe Vertreter der
> >sogenannten "Kampfhunde". Ein Verbot bestimmter Hunderassen ist
> >ungerechtfertigt.
>
> Full Ack. !
> Ich kenne auch einen (Am. - Staff.). Spielen sogar zwei Kleinkinder (
> 2,5 und 3,75 J) mit !!! Kenne keinen anderen Hund, der sich _das_ was
> die manchmal mit ihm machen, gefallen lassen wuerde.

Dummerweise sah ich den Fall im TV wo halt der brave Freund nach langen
Jahren in der Familie Herrchen nachts etwas zerfleischt haben.... :-(
Gründe waren leider nicht festzustellen.

Und das ist wohl häufiger ( obwohl das wieder die Frage ist...) bei
diesen bestimmten Sorten, denen ich zugegebenermaßen *auch* nicht ganz
über den Weg traue, als beim üblichen Dackel. München halt ausgenommen
;-)

Irgendwie sind mir meine Doggen (75kg) neben dem Bett oder beim Raufen
*erheblich* lieber als eine wesentlich kleinere Portion AS oder Pitbull.
Doggi unterwirft sich sogar noch der Mieze.... ;-)

Gruß

Volker Neurath

unread,
May 7, 2000, 3:00:00 AM5/7/00
to
On Sun, 07 May 2000 17:02:28 +0200, Dieter Stifter
<Flintk...@vorderlader.de> wrote:

>Volker Neurath schrieb:
>>
>............
>> nicht angehen, das jeder Haiopai zuhause eine sogen. Hundezucht
>> aufbauen darf - unkontrolliert und ohne, dass Behoerden davon wissen
>> -- andererseits ich aber eine Genehmigung brauche (fuer die ich sogar
>> eine Pruefung ablegen muss !) weil das Wellensittich-Paerchen meiner
>
>???? Was denn das für eine??? Zur Sittich-Zucht???

Das hoert sich zwar an wie einer, ist aber leider KEIN Scherz ! Sobald
dein Sittich-Paerchen Eier legt, hast du nur die Wahl die Eier zu
vernichten oder eine Genehmigung zu "Papageien-Zucht" (Sittiche
gehoeren zu den Papageien) zu beantragen - und um die zu bekommen,
musst du eine Sachkunde-Pruefung ablegen.

Volker

Ich hatte mal einen, und wurde im Zoogeschaeft von der Verkaeuferin
auf diesen Fakt aufmerksam gemacht.

Thorsten Wieking

unread,
May 8, 2000, 3:00:00 AM5/8/00
to
Gut zu wissen, meine Freundin hat zwei von der Sorte, werde den beiden
gleich mal ein Zölibat auflegen.

Jetzt überlegt mal, welche Dunkelziffer von illegalen Sittichgeburten wir in
.de habe - ich fordere sofort einen Sitticherwerbsschein, zusammen mit der
Sittichbesitzkarte. Eine Sittichsachkundeprüfung wird ab sofort sowieso
verlangt und wer mehr wie 2 Sittiche hat, hat nen Vogel, ähhm, braucht die
Genehmigung vom Verband....

Gruß
Thorsten

... auf den Tag wartend, an dem negative Gedanken verboten werden

Josef Suckart

unread,
May 8, 2000, 3:00:00 AM5/8/00
to


> Das hoert sich zwar an wie einer, ist aber leider KEIN Scherz ! Sobald
> dein Sittich-Paerchen Eier legt, hast du nur die Wahl die Eier zu
> vernichten oder eine Genehmigung zu "Papageien-Zucht" (Sittiche
> gehoeren zu den Papageien) zu beantragen - und um die zu bekommen,
> musst du eine Sachkunde-Pruefung ablegen.
>

> Volker
>

Du hast wahrscheinlich einen dieser ungeheuer gefährlichen Kampfsittiche.
Die rasten ja manchmal völlig aus, habe ich gehört.

Sepp

Josef Suckart

unread,
May 8, 2000, 3:00:00 AM5/8/00
to

Thorsten Wieking wrote:

> Gut zu wissen, meine Freundin hat zwei von der Sorte, werde den beiden
> gleich mal ein Zölibat auflegen.
>
> Jetzt überlegt mal, welche Dunkelziffer von illegalen Sittichgeburten wir in
> .de habe - ich fordere sofort einen Sitticherwerbsschein, zusammen mit der
> Sittichbesitzkarte. Eine Sittichsachkundeprüfung wird ab sofort sowieso
> verlangt und wer mehr wie 2 Sittiche hat, hat nen Vogel, ähhm, braucht die
> Genehmigung vom Verband....
>
> Gruß
> Thorsten

Tja, immer diese Sittichnarren. Kann man das nicht verbieten?
Ich meine: Wozu braucht man einen Sittich wirklich?
Und dann noch dazu mehrere?
Ich habe auch keinen Sittich und habe nicht das Gefühl, daß mir etwas fehlt!
Es geht doch auch ohne!

Sepp

Lutz Möller

unread,
May 8, 2000, 3:00:00 AM5/8/00
to

point schrieb:

> Im Stadtpark vergeht kein Tag, an dem ich nicht etwa 20 Leute mit ihren
> unangeleinten Hunden gehen sehe - und das, obwohl dick und fett auf
> sämtlichen Schildern Leinenzwang angeordnet ist und Dutzende von Kindern
> herumrennen... was sind das alles für Idioten ? Müssen die ihre
> Freiheitsdefizite durch die vermeintliche Freiheit ihres Hundes
> stellvertretend ausleben lassen ?
>

> Wenn ich eine TV-Diskussion vor ein paar Tagen richtig erinnere (die Rede
> war von etwa 1500 registrierten Hundeattacken pro Jahr), wird ja eine
> gesetzliche Regelung mit Sachkundenachweis und Führungszeugniss etc.
> angestrebt ab einer gewissen Grösse und Gewicht des betreffenden Hundes.
>
> Es geht wohl nicht anders.

Das Problem sind meiner Ansicht nicht die Hunde an sich sondern deren
Rüdemänner, oder sollte ich doch besser, wie der Volksmund "Herrchen"
sagen.

Wenn ich vergleiche wie viel Arbeit in einem Jagdhund steckt, dagegen
wie verwahlost (moderner: gewaltfrei, tiergercht, spontan,
selbtverwirklichend) manch Hund aufgezogen wird, dan wundert mich nicht,
daß manch Hund sich nicht zu benehmen weiß. Man kann Hunde durchaus
mannscharf und gleichzeitig ungefährlich abrichten. Das ist alte
Försterart (einsames Haus, bewaffnete Wilderer).

Aber wenn nicht mal Kinder richtig erzogen werden, hege ich für
Hundeerzeihung noch geringere Hoffnung.

Lutz

Josef Suckart

unread,
May 8, 2000, 3:00:00 AM5/8/00
to

Lutz Möller wrote:

> Man kann Hunde durchaus
> mannscharf und gleichzeitig ungefährlich abrichten. Das ist alte
> Försterart (einsames Haus, bewaffnete Wilderer).

Soweit ich weiß ist da aber auch gründlich selektiert worden.
Bei jedem Hund hat das nämlich nicht gleich gut funktioniert.


> Aber wenn nicht mal Kinder richtig erzogen werden, hege ich für
> Hundeerzeihung noch geringere Hoffnung.

Da will ich mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen ;-)

Sepp


Chris Wagner

unread,
May 8, 2000, 3:00:00 AM5/8/00
to

"Burkhard Redeker" <burkhard...@uni-essen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:391134F5...@uni-essen.de...
...

> Da mein vierbeiniger Freund wenig Ehrgeiz zur seiner Verteidigung
> aufbrachte,
> lag es an mir die Situation zu bereinigen. Dies ist mit mittels Tritten
> und Fauststößen in allen Fällen gelungen. Eigene Verluste waren bis auf
> wenige Kratzer nicht zu beklagen. Die wirkungsvollste (und für das Tier
> gleichzeitig schonenste) Art ein Tier von einem Kontrahenten zu trennen,
> ist der beherzte Griff um die hinteren Läufe in die Leistengegend bei
> gleichzeitigem Anheben/Aushebeln. Ein Hund ohne Bodenkontakt (auch nur
> der
> Hinterläufe) ist nahezu kampfunfähig. Aus der beschriebenen Position ist
> ein Hund leicht in Rückenlage zu bringen, was bei 99,9% der Tiere zur
> Unterwerfung führen dürfte.

Hmmmm - klingt grundsätzlich gut ! Aber was ist wenn der Hund auf dich
fixiert ist und nicht auf etwas anderes ? Von einem Bekannten (Jäger mit
Deutschdrahthaar - für alle die jetzt an einen Dackel denken: Es ist ein
grosser (!!!) Jagdhund) weiss ich das es nahezu unmöglich ist etwas gegen
einen solchen Hund auszurichten wenn er mal richtig fasst. Der selben
Meinung ist auch ein anderer Bekannter (Polizist - Hundestaffel) !

Der Mensch unterliegt nahezu jedem mittelgrossen bis grossen (Raub)Tier in
nahezu allen körperlichen Belangen ! Menschen können nur mit ihren
Werkzeugen überleben oder hast du schonmal von einem Jäger gehört der einem
Hasen nachgerannt ist und ihn dann mit der Hand erschlagen hat ? Oder von
einem der ein Reh mit seinen Zähnen gehalten und damit getötet hat ?

C.

Klaus Kessler

unread,
May 8, 2000, 3:00:00 AM5/8/00
to
> Ich meine: Wozu braucht man einen Sittich wirklich?
> Und dann noch dazu mehrere?
> Ich habe auch keinen Sittich und habe nicht das Gefühl, daß mir etwas fehlt!
> Es geht doch auch ohne!

Aber wer traut sich denn noch in dunkle Parks oder einsame Ecken ohne
einen Sittich in der Tasche ? Ohne diese gefiederten Ratten sind dem
Angreifer doch Tür und Tor geöffnet ! Und auch im Nachttisch beruhigt so
ein kleiner Krakehler ungemein, wenn ungebetener Besuch durchs
Schlafzimmerfenster dringt.

point

unread,
May 8, 2000, 3:00:00 AM5/8/00
to

"Josef Suckart" <josef....@mch20.sbs.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3916AC3D...@mch20.sbs.de...
>
>
> Lutz Möller wrote:

> > Aber wenn nicht mal Kinder richtig erzogen werden, hege ich für
> > Hundeerzeihung noch geringere Hoffnung.
>
> Da will ich mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen ;-)

...aber genau das ist längst überfällig: Das wir (etwas Älteren) uns alle
mehr aus dem Fenster lehnen in dieser Hinsicht - woher soll´s sonst kommen
... ?

bye
Thomas


Volker Neurath

unread,
May 8, 2000, 3:00:00 AM5/8/00
to
On Mon, 8 May 2000 16:02:14 +0200, "point" <po...@knuut.de> wrote:


>
> ...aber genau das ist längst überfällig: Das wir (etwas Älteren) uns alle
>mehr aus dem Fenster lehnen in dieser Hinsicht - woher soll´s sonst kommen
>... ?
>

Exakt.

Volker

Burkhard Redeker

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to
Hallo Chris,

Chris Wagner schrieb:

> Der Mensch unterliegt nahezu jedem mittelgrossen bis grossen (Raub)Tier in
> nahezu allen körperlichen Belangen ! Menschen können nur mit ihren
> Werkzeugen überleben

was das nun für die evolutionäre Bewährung des Menschen aussagt...
Normalerweise sterben die schwächeren aus...aber das ist eine andere
Geschichte.

> oder hast du schonmal von einem Jäger gehört der einem
> Hasen nachgerannt ist und ihn dann mit der Hand erschlagen hat ? Oder von
> einem der ein Reh mit seinen Zähnen gehalten und damit getötet hat ?

Solche Fähigkeiten faszinieren mich eher, als das sie mich ängstigen.
Wär doch mal was, eine echte Herausforderung für den modernen Waidmann
;-).

Zum Thema: Wenn Du selber Kontrahent bei einem Angriff durch einen
starkern Hund wirst, sieht es natürlich viel schwieriger aus.
Was ich mit meinem Beitrag sagen wollte, ist, daß die Gefährlichkeit
dieser Konstellation sehr übertrieben wird.
Die prevention vor Unfällen mit starken Hunden fängt an dem Punkt
an, wo Menschen die sich für besonders gefährdet halten (Jogger,
Briefträger etc.) sich über das hundliche Verhalten informieren
und einige wenige Kardinalfehler vermeiden.
Die meisten Zweibeiner mit einer Hundephobie beobachte ich immer
dabei, daß sie beim passieren eine größeren Hundes diesem aus Angst
starr in die Augen schauen. Dies ist aber bei Hunden eine eindeutige
Rangordnungsgeste, die es unbedingt zu vermeiden gilt.
Auch das Hochziehen der Schultern (unwillkürlich bei Angst) wirkt
bei einem Hund wie das Austellen des Fells als Imponiergehabe.
Nähert sich ein Hund in unklarer Absicht, ist es am besten sich
ruhig umzudrehen und langsam in entgegengesetzter Richtung davon-
zugehen. Ein Hund wird hierin nie eine Bedrohung sehen.
BTW: Viele Zweibeiner erschrecken zu Tode, wenn ein Hund sie
anspringt. Dies tut ein Hund aber seltenst in aggressiver Absicht.
Hunde sind keine "visuellen" Wesen, sondern identifizieren sich
über ihr "Geruchsgesicht" = Nasenkontakt. Genau das versucht ein
schlecht geschulter Hund, in dem er an Personen hochspringt.

Fazit: Die Chance durch einen starken Hund zu Schaden zu kommen,
ist etwa um den Faktor 10.000 kleiner, als im alltäglichen
Straßenverkehr zu verunglücken.

Ich bitte auch zu bedenken, daß bei der erschröcklichen Statistik
von Hundevorfällen auch das harmlose Anspringen schon als vermeintliche
Körperverletzung in die Statistik eingeht und die Bereitschaft der
Zweibeiner aus einem Bagatellrempler einen "Kampfhundevorfall" zu
machen durch die Negativpropaganda der Hysteriemedien enorm gestiegen
ist.

Die beste "Selbstverteidigung" gegen Hunde ist der Besuch der nächsten
Hundeschule (z.B. beim örtlichen Hundesport-/Tierschutzverein), um dort
das Verhalten der Tiere zu erlernen. Auch kann ich mir das Tierverhalten
als Unterrichtsfach in den Grundschulen gut vorstellen, würde den
Kiddies
sicher eine Menge Spaß machen und die Situation sehr entspannen.

All diese Maßnahmen wurden IMHO 99% der Vorfälle verhindern, für den
Rest
bleibt (wie im Straßenverkehr auch) ein allgemeines Lebensrisiko.
Wer auch dieses noch meiden möchte, dem bleibt die Vollkasko-Rundum-
Versorgung in der Gummizelle, dem einzigen Ort in dem man (fast)
vollständig sicher ist ;-).

Gruss Burkhard

Josef Suckart

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to

> Hmmmm - klingt grundsätzlich gut ! Aber was ist wenn der Hund auf dich
> fixiert ist und nicht auf etwas anderes ? Von einem Bekannten (Jäger mit
> Deutschdrahthaar - für alle die jetzt an einen Dackel denken: Es ist ein
> grosser (!!!) Jagdhund) weiss ich das es nahezu unmöglich ist etwas gegen
> einen solchen Hund auszurichten wenn er mal richtig fasst. Der selben
> Meinung ist auch ein anderer Bekannter (Polizist - Hundestaffel) !

Wenn ich da zurückdenke, wie vor einigen Jahren ein angetrunkener Randalierer
auf einem Weinfest einmal einen Polizeihund im Würgegriff hatte, kommen mir da
so einige Bedenken. Inmitten der schönsten Schlägerei tauchte plötzlich ein
Rudel
Polizisten mit Hund auf. Die Kontrahenten waren sich daraufhin gar nicht mehr
so böse
und nun gings gemeinsam gegen die Polizisten. Daraufhin hetzte der Hundeführer
seinen Köter auf einen der Randalierer. Dann ging alles sehr schnell. Hund
schnappt,
Randalierer weicht blitzschnell aus, wirft sich auf Hund und nimmt diesen in
den
"Schwitzkasten". Die Polisten waren daraufhin damit beschäftigt mit zahlreichen

Knüppelschlägen das Tier zu befreien und sich in das angrenzende Rathaus
zurückzuziehen.

Sepp


Josef Suckart

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to

Burkhard Redeker wrote:

> Die meisten Zweibeiner mit einer Hundephobie beobachte ich immer
> dabei, daß sie beim passieren eine größeren Hundes diesem aus Angst
> starr in die Augen schauen. Dies ist aber bei Hunden eine eindeutige
> Rangordnungsgeste, die es unbedingt zu vermeiden gilt.
> Auch das Hochziehen der Schultern (unwillkürlich bei Angst) wirkt
> bei einem Hund wie das Austellen des Fells als Imponiergehabe.
> Nähert sich ein Hund in unklarer Absicht, ist es am besten sich
> ruhig umzudrehen und langsam in entgegengesetzter Richtung davon-
> zugehen. Ein Hund wird hierin nie eine Bedrohung sehen.
> BTW: Viele Zweibeiner erschrecken zu Tode, wenn ein Hund sie
> anspringt. Dies tut ein Hund aber seltenst in aggressiver Absicht.
> Hunde sind keine "visuellen" Wesen, sondern identifizieren sich
> über ihr "Geruchsgesicht" = Nasenkontakt. Genau das versucht ein
> schlecht geschulter Hund, in dem er an Personen hochspringt.

Ich will mich eigentlich nicht hundegerecht verhalten, sondern ganz normal
meines Weges gehen können. Dafür, daß ich das kann, soll gefälligst der
Hundebesitzer sorgen.

> Fazit: Die Chance durch einen starken Hund zu Schaden zu kommen,
> ist etwa um den Faktor 10.000 kleiner, als im alltäglichen
> Straßenverkehr zu verunglücken.

Quellennachweis bitte.

> Ich bitte auch zu bedenken, daß bei der erschröcklichen Statistik
> von Hundevorfällen auch das harmlose Anspringen schon als vermeintliche
> Körperverletzung in die Statistik eingeht und die Bereitschaft der
> Zweibeiner aus einem Bagatellrempler einen "Kampfhundevorfall" zu
> machen durch die Negativpropaganda der Hysteriemedien enorm gestiegen
> ist.

Ein fremder Hund hat mich nicht anzuspringen. Punkt.

Sepp

Josef Suckart

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to

Josef Suckart

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to


> Aber wer traut sich denn noch in dunkle Parks oder einsame Ecken ohne
> einen Sittich in der Tasche ? Ohne diese gefiederten Ratten sind dem
> Angreifer doch Tür und Tor geöffnet ! Und auch im Nachttisch beruhigt so
> ein kleiner Krakehler ungemein, wenn ungebetener Besuch durchs
> Schlafzimmerfenster dringt.

Du solltest einmal Deine Paranoia behandeln lassen.
Gut, ich bin ja auch Sportzwitscherer.
Aber ständig einen scharfen Sittich um sich haben zu wollen zeigt mir,
daß Du eigentlich nur darauf wartest einen Menschen töten zu können.
Für mich ist das Mord!

Sepp

Josef Suckart

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to

point wrote:

> > > Aber wenn nicht mal Kinder richtig erzogen werden, hege ich für
> > > Hundeerzeihung noch geringere Hoffnung.
> >
> > Da will ich mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen ;-)
>

> ...aber genau das ist längst überfällig: Das wir (etwas Älteren) uns alle
> mehr aus dem Fenster lehnen in dieser Hinsicht - woher soll´s sonst kommen
> ... ?

Ach Pünktchen,
ich will damit ja nur sagen, daß die Bewährung in Erziehungsfragen bei mir
noch aussteht, auch wenn sie unmittelbar bevorsteht ;-)

Sepp


Burkhard Redeker

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to
Josef Suckart schrieb:

> Ich will mich eigentlich nicht hundegerecht verhalten, sondern ganz normal
> meines Weges gehen können. Dafür, daß ich das kann, soll gefälligst der
> Hundebesitzer sorgen.

Ich möchte als Autofahrer auch einfach nur meines Weges fahren.
Dafür das ich das kann, sollen die Fußgänger gefälligst selber
sorgen.

> Quellennachweis bitte.

Antwort des NRW Umweltministeriums auf eine kleine Anfrage
der grünen im NRW Landtag von 1998.

Für den den Berichtszeitraum von 1995 bis 1998 wurden dem
Ministerium 57 (in Worten: Siebenundfünfzig) von den
Ordnungsämtern meldepflichtige Vorfälle mit Hunden nach der
NRW Gefahrhundeverordnung gemeldet.

Eine neuere Erhebung gibt es nach Aussagen des Ministeriums
nicht.

Macht also 19 Vorfälle im Jahr...bei 17 Millionen Einwohnern
in NRW eine Quote von ca. 0,0001 % .... ach Seppel ....
rechnen kannst du sicher noch alleine.

Thomas Proell

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to
Hi!

> Ich möchte als Autofahrer auch einfach nur meines Weges fahren.
> Dafür das ich das kann, sollen die Fußgänger gefälligst selber
> sorgen.

Moooment! Wenn ich auf einem oeffentlichen Weg jogge, darf ich das.
Wenn dort jemand sein Fahrrad schiebt, darf er das. Wenn jemand seinen
Hund Gassi fuehrt, darf er das.
Komme ich dem Fahrradfahrer entgegen, passiert nix. Laufe ich an einem
Baum vorbei, passiert nix. Komme ich an einen schlecht erzogenen Koeter,
passiert was.
Liegt das jetzt an mir, oder an dem Koeter?
Die aggressive Handlung geht von dem Hund aus, der meint, er muesse
das Herrchen beschuetzen. _Niemand_ hat ein Problem damit, dass ich
jogge, nur der Hund.
Das waere etwa, als wenn ich Draht-Sprengfallen an dem Weg anbringen
wuerde, mit einem Hinweisschild, dass Jogger jetzt bitte langsam
laufen und vorsichtig ueber den Draht klettern sollen. Das ist doch
Sch§@sse!
Der Hundehalter hat dafuer zu sorgen, dass von dem Hund keine Gefahr
ausgeht, wenn andere Leute sich normal verhalten. Und auf einem Weg ist
es halt normal, dass jemand joggt.

Thomas

Burkhard Redeker

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to
Hallo,

Thomas Proell schrieb:

> Komme ich dem Fahrradfahrer entgegen, passiert nix.

Naja, es gibt da Biker in grellbunter Freizeitkleidung
die jede Geschwindigkeitsbeschränkung ad absurdum führen...
...sorry ich schweife ab...

> Der Hundehalter hat dafuer zu sorgen, dass von dem Hund keine Gefahr
> ausgeht, wenn andere Leute sich normal verhalten. Und auf einem Weg ist
> es halt normal, dass jemand joggt.

Geschenkt...geschenkt, daran kann ja wohl auch kein Zweifel bestehen.
Ich will hier nicht die Freiheit propagieren, mit dem Hund tuen und
lassen zu können was ich will.

Aber lieber Thomas, wieviele Jogger werden aufs Jahr gesehen ernsthaft
von Hunden angegriffen?

Aus dieser Situation heraus in feuchte Träume von einer .357 Magnum
zu verfallen ist gelinde gesagt unverhältnismäßig.

Als Hundehalter und jogger sollte Pfefferspray reichen, damit
könnte ich auch im Sinne des Tierschutzes leben.

Und die Mähr vom blutrünstig/unverwundbaren "Kampfhunden",
die selbst mit dem kompletten Magazin einer H&K MP5 im Bauch
noch angreifen, wollen wir doch besser der Bildzeitung überlassen.

Burkhard

Thomas Proell

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to
Burkhard Redeker wrote:
> Aber lieber Thomas, wieviele Jogger werden aufs Jahr gesehen ernsthaft
> von Hunden angegriffen?

Ich. Ich bin in meinem Leben vielleicht 10 mal zum Spass gelaufen, und
einmal
ist mir genau das passiert. Hab' mir dann von Herrchen anhoeren muessen,
dass
ich ganz schoen bescheuert sei, auf einen Hund loszulaufen. Einsicht ist
nicht
jedermanns Staerke. Ich war zu verdaddert, um verbal Paroli zu bieten.



> Aus dieser Situation heraus in feuchte Träume von einer .357 Magnum
> zu verfallen ist gelinde gesagt unverhältnismäßig.

Ja. Etwa so hab' ich es auch mal formuliert. Gilt naemlich auch fuer
Einbrecher etc. Man hat mir dann hier gesagt, das sei 'Verbalerotik',
und damit offtopic :-)



> Als Hundehalter und jogger sollte Pfefferspray reichen, damit
> könnte ich auch im Sinne des Tierschutzes leben.

Ja.



> Und die Mähr vom blutrünstig/unverwundbaren "Kampfhunden",
> die selbst mit dem kompletten Magazin einer H&K MP5 im Bauch
> noch angreifen, wollen wir doch besser der Bildzeitung überlassen.

Eieiei... Einzelfaelle gibt's immer. Der Serbe, der von der BW
erschossen
wurde, hatte ueber ein Duzend Koerpertreffer aus G36 und MG3. Puh. Hat
aber immer noch vom Grossserbischen Reich geschwaermt.
Andere fallen aus dem Bett und sind tot.


Thomas

Peter Prucker

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to
Burkhard Redeker wrote:

>
> Aber lieber Thomas, wieviele Jogger werden aufs Jahr gesehen ernsthaft
> von Hunden angegriffen?

Kweine Ahnung!

Aber mein 14jähriger Sohn wurde vor einigen Monaten von einem ordinären
Schäferhund in den A. gebissen. Der Hund lief frei im Garten und sprang
über den Zaun, als er die beiden Kinder erspähte.

Bereits vorher hatte er einen Postboten angefallen. Es gab damals keine
Probleme gegen den Hund.

Die Rechnung für den Arzt wurde erst akzeptiert, nachdem ich freundlich
auf die fehlende Steuermarke hinwies. Vorher konnte die Töle anscheinend
nichts dafür. Die Kinder haben eben allein durch ihre Existenz den Hund
gereizt!

Allerdings versuchte man zuerst überhaupt, die Existenz des Köters zu
verleugnen. Dann wieder war er nur in Pflege etc. Es ist in solchen
Fällen gut, wenn man gewissermaßen einen "schlechten Ruf" hat.

Gruß
P.Pr

Josef Suckart

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to

Burkhard Redeker wrote:

> Josef Suckart schrieb:
>
> > Ich will mich eigentlich nicht hundegerecht verhalten, sondern ganz normal
> > meines Weges gehen können. Dafür, daß ich das kann, soll gefälligst der
> > Hundebesitzer sorgen.
>

> Ich möchte als Autofahrer auch einfach nur meines Weges fahren.
> Dafür das ich das kann, sollen die Fußgänger gefälligst selber
> sorgen.

Was Du da sagst hat nichts mit meiner Aussage zu tun.
Oder hast Du Angst, daß dich Fußgänger im Auto anfallen?
Vergleiche die wirklich greifen sind oft nicht so leicht zu finden.


> > Quellennachweis bitte.
>
> Antwort des NRW Umweltministeriums auf eine kleine Anfrage
> der grünen im NRW Landtag von 1998.
>
> Für den den Berichtszeitraum von 1995 bis 1998 wurden dem
> Ministerium 57 (in Worten: Siebenundfünfzig) von den
> Ordnungsämtern meldepflichtige Vorfälle mit Hunden nach der
> NRW Gefahrhundeverordnung gemeldet.
>
> Eine neuere Erhebung gibt es nach Aussagen des Ministeriums
> nicht.
>
> Macht also 19 Vorfälle im Jahr...bei 17 Millionen Einwohnern
> in NRW eine Quote von ca. 0,0001 % .... ach Seppel ....
> rechnen kannst du sicher noch alleine.

Wenn ich die Daten habe schon.
Kleiner Fehler Deinerseits: Du must die Vorfälle auf die Anzahl der Hunde
beziehen, nicht auf die Anzahl der Einwohner.
Entsprechend die Anzahl (schuldlos beschädigten) Fußgänger auf die Anzahl
der Autos.
Du willst ja wissen was gefährlicher ist: Hund oder Auto.
Als Mathematiker bin ich da halt genau.
Man kann schon mit irgendwelchen Zahlen rumrechnen, addieren, multiplizieren,
subtrahieren, ... . Wenn das Ergebnis aber was aussagen soll, muß man die
RICHTIGEN Zahlen in das richtige Verhältnis setzen.

Natürlich glaube ich schon, daß im Verhältnis mit Autos mehr passiert als mit
Hunden.
Nur habe ich was gegen so hingeworfene Zahlen. Und in diesem Fall zeigt sich ja
auch,
daß die sehr hoch angesetzte Zahl wohl übertrieben war, wegen falscher
Berechnung.

Sepp

PS.: Ich sehe gerade an Deinem alten posting, daß Du nicht nur von Fußgängern
gesprochen
hast. Ersetze also "Fußgänger" oben durch "Verkehrsteilnehmer".


Armin Welker

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to
Burkhard Redeker <burkhard...@uni-essen.de> schrieb in im Newsbeitrag:
391827B6...@uni-essen.de...

> Aber lieber Thomas, wieviele Jogger werden aufs Jahr gesehen ernsthaft
> von Hunden angegriffen?

Da fällt mir eine Frage ein: Diese _kleinen_ Köter rennen einem ja meist
bellend nach; Sollte einer dann mal doch zu nahe kommen und ich spendiere
ihm nen Freiflug mittels Fuß, hab ich dann was zu befürchten von der
rechtlichen Seite? Ich meine, falls der Hund sich nicht so recht auf Anhieb
erholt, müsste ich dann dem Besitzer Adresse o.ä. geben, oder darf ich
einfach weiterrennen (der Besitzer tobt dann sowieso)?

cu
Armin

PS: das ließe sich jetz noch ausweiten, zum Bsp. war mal ein etwas grösserer
Hund auf dem Eis (Weiher), der jmd. in die Winterhose (nur Stoff) gebissen
hat (ließ sich aber vertreiben - nichts passiert). Angenommen der Fall
verläuft etwas unglücklicher: Der Hund wird vom Eishockeyschläger noch
wütender (was zum Glück unwahrscheinlich sein sollte), aber die scharfen
Kufen an den Eishockeyschuhen schaffen Abhilfe. Wie schauts aus ? Könnte
einem vorgeworfen werden, in der Abwehr übertrieben zu haben ? Denn wenn man
mit den Schuhen auf dem Tier "rumstiefelt", ähnelt es wohl danach eher
Hackfleisch..

Armin Welker

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to

Josef Suckart <josef....@mch20.sbs.de> schrieb in im Newsbeitrag:
3917EC3F...@mch20.sbs.de...

LOL !!
:)

cu

Sven T. Reichelt 'Home'

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to
On Tue, 09 May 2000 15:41:03 -0700, Peter Prucker
<P.Pr...@t-online.de> , wrote:

> Es ist in solchen
>Fällen gut, wenn man gewissermaßen einen "schlechten Ruf" hat.

:-)) Auch in anderen Fällen recht "hilfreich".


Ralph Küsters

unread,
May 9, 2000, 3:00:00 AM5/9/00
to

Armin Welker schrieb:


>
> Burkhard Redeker <burkhard...@uni-essen.de> schrieb in im Newsbeitrag:
> 391827B6...@uni-essen.de...
>
> > Aber lieber Thomas, wieviele Jogger werden aufs Jahr gesehen ernsthaft
> > von Hunden angegriffen?
>
> Da fällt mir eine Frage ein: Diese _kleinen_ Köter rennen einem ja meist
> bellend nach; Sollte einer dann mal doch zu nahe kommen und ich spendiere
> ihm nen Freiflug mittels Fuß, hab ich dann was zu befürchten von der
> rechtlichen Seite? Ich meine, falls der Hund sich nicht so recht auf Anhieb
> erholt, müsste ich dann dem Besitzer Adresse o.ä. geben, oder darf ich
> einfach weiterrennen (der Besitzer tobt dann sowieso)?

Lieber Armin solltest Du in meinem Revier einem meiner Hunde begegnen z.
B. weil dort eine Jagd war und einen treten, weil er Dir vielleicht
nicht paßt kann, ich nur hoffen das Du schneller als Ben Johnson rennen
kannst.

> cu
> Armin
>
> PS: das ließe sich jetz noch ausweiten, zum Bsp. war mal ein etwas grösserer
> Hund auf dem Eis (Weiher), der jmd. in die Winterhose (nur Stoff) gebissen
> hat (ließ sich aber vertreiben - nichts passiert). Angenommen der Fall
> verläuft etwas unglücklicher: Der Hund wird vom Eishockeyschläger noch
> wütender (was zum Glück unwahrscheinlich sein sollte), aber die scharfen
> Kufen an den Eishockeyschuhen schaffen Abhilfe. Wie schauts aus ? Könnte
> einem vorgeworfen werden, in der Abwehr übertrieben zu haben ? Denn wenn man
> mit den Schuhen auf dem Tier "rumstiefelt", ähnelt es wohl danach eher
> Hackfleisch..

Wie oben nur, ist die Eisfläche recht klein, und Hunde schnell und der
Besitzer saumäßig sauer, sich auf dem Eis, mit Schlittschuhen, vor einem
Hund in Sicherheit zu bringen ist ein leichtes, aber als Ersatzrambo hat
man das ja nicht nötig.
Ein Tier kann nichts für die Dummheit seines Besitzers, soll aber von
solchen Individuen wie Dir bestraft werden????
DU KOTZT MICH AN !!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ohne Gruß
Ralph


Chris Wagner

unread,
May 10, 2000, 3:00:00 AM5/10/00
to

"Burkhard Redeker" <burkhard...@uni-essen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3917D46C...@uni-essen.de...

> Hallo Chris,
>
> Chris Wagner schrieb:
>
> > Der Mensch unterliegt nahezu jedem mittelgrossen bis grossen (Raub)Tier
in
> > nahezu allen körperlichen Belangen ! Menschen können nur mit ihren
> > Werkzeugen überleben
>
> was das nun für die evolutionäre Bewährung des Menschen aussagt...
> Normalerweise sterben die schwächeren aus...aber das ist eine andere
> Geschichte.

Ich habe nie gesagt das diese Werkzeuge nicht ihren Zweck erfüllen...aber
das können wir ja mal bei Gelegenheit ausserhalb der NG ausdiskutieren.

In deinen restlichen Punkten stimme ich dir aber voll und ganz zu. Ich bin
selbst Jagdhundbesitzer und weiss was du meinst.

C.

Chris Wagner

unread,
May 10, 2000, 3:00:00 AM5/10/00
to

"Thomas Proell" <pro...@informatik.tu-muenchen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:391811B9...@informatik.tu-muenchen.de...

> Eieiei... Einzelfaelle gibt's immer. Der Serbe, der von der BW
> erschossen
> wurde, hatte ueber ein Duzend Koerpertreffer aus G36 und MG3. Puh. Hat
> aber immer noch vom Grossserbischen Reich geschwaermt.

Das wage ich zu bezweifeln ! Jedenfalls tat er das nicht in dieser Welt !

C.

pointtom

unread,
May 10, 2000, 3:00:00 AM5/10/00
to

"Josef Suckart" <josef....@mch20.sbs.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3917ED1E...@mch20.sbs.de...
>
>
> point wrote:
>>[snip]

>
> Ach Pünktchen,
> ich will damit ja nur sagen, daß die Bewährung in Erziehungsfragen bei mir
> noch aussteht, auch wenn sie unmittelbar bevorsteht ;-)
>
> Sepp
>

Ach Seppelchen, das freut mich aber für Dich ! ;-)

bye
Thomas


pointtom

unread,
May 10, 2000, 3:00:00 AM5/10/00
to

"Burkhard Redeker" <burkhard...@uni-essen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3917D46C...@uni-essen.de...
> Zum Thema: Wenn Du selber Kontrahent bei einem Angriff durch einen
> starkern Hund wirst, sieht es natürlich viel schwieriger aus.
> Was ich mit meinem Beitrag sagen wollte, ist, daß die Gefährlichkeit
> dieser Konstellation sehr übertrieben wird.
> Die prevention vor Unfällen mit starken Hunden fängt an dem Punkt
> an, wo Menschen die sich für besonders gefährdet halten (Jogger,
> Briefträger etc.) sich über das hundliche Verhalten informieren
> und einige wenige Kardinalfehler vermeiden.

Das wissen wir alles seit Jahren. Fakt ist, dass der Hundehalter in der
Stadt gefälligst dafür zu sorgen hat, dass insbesondere Schwache (Alte und
Kinder) nicht von den Hunden gefährdet werden *können* - und zwar so, dass
die Menschen sich nicht erst "speziell" verhalten müssen, um keine Gefahr
hervorzurufen. Das Recht des Tieres hat gegenüber der potentiellen Gefahr
für Menschen im Zweifel eindeutig zurückzustehen. Wer einen Hund in
"bebürgerten Gegenden" freilaufen läst (und das tun mindestens 80% der
Hundehalter z.B. bei uns im Park jeden Tag trotz dicker Hinweisschilder),
der nimmt diese Gefährdung billigend in Kauf und offenbart damit seine
"Schei**egal-Haltung" zu den Mitmenschen.

Das ist *kein* unvermeidliches Restrisiko, wie Du uns weismachen willst,
sondern eine Frage der gesellschaftlichen Regelung und der Reife der
Persönlichkeit (des Halters, nicht des Hundes - obwohl, da scheint es oft
Entsprechungen zu geben... ;-).

Die Zahlen, die Du genannt hast, sind äusserst unwahrscheinlich. Woher
weisst Du, dass simples Anspringen reicht, um in der Statistik als
Körperverletzung durch Hundebiss aufzutauchen ? Woher stammt die Zahl "10
000 fach geringeres Risiko, als im Verkehr zu verunglücken" ?

Die letzte Zahl, die ich kenne, waren etwa 1500 offiziell zur Anzeige
gekommene "Kampfhundangriffe" pro Jahr in Deutschland (Dunkelziffer ?
Wieviel für alle Rassen zusammen ?).... also hätten wir Deiner Rechnung nach
Minimum 15 Millionen im Verkehr verunglückter Personen pro Jahr...?

Ehrlich gesagt stinkt mir diese Verharmlosungsschiene schon lange. Kennst Du
die Bilder von für Ihr Leben verunstalteten Kindern und Erwachsenen ? Da
sch**ss ich auf die Freiheit der Hundehalter, in der Stadt eine solche
potentielle Gefahr ungesichert rumspazieren zu lassen.

Das Problem sind diese Egomanen, die (noch...) legal eine Waffe auf vier
Beinen mit sich rumführen und andere Menschen damit von vorneherein in die
Defensive zwängen wollen - genau darum geht es nämlich vielen der für die
Freiheit ihrer Hunde so vehement Eintretenden in Wahrheit, sonst würden sie,
wenn sie Ihren grossen Fiffi wirklich so sehr liebten, auf´s Land ziehen,
und ihn nicht in die Stadt-Etagenwohnung quälen...

Da viele Hundebesitzer trotz jahrelanger Diskussion offenbar nicht von
selbst so vernünftig sind, ihre Hunde in Gegenwart vieler anderer Menschen
sicher zu führen, müssen sie halt dazu gezwungen werden.

Der Hund stammt vom Wolf ab. Er ist und bleibt ein *Tier*, sei er auch
"sonst" noch so lieb - es gibt genug Fälle, wo ein Hund nach
jahrzehntelanger liebevoller Beziehung zu seinem Herrchen urplötzlich zum
Wolf wird und ihn schwer verletzt oder tötet.

Und als Letztes: Nicht die, die berechtigte Angst vor einem freilaufenden
Hund haben, gehören "in die Gummizelle", sondern Profilneurotiker, die sich
nur vollwertig fühlen konnen, wenn sie um sich herum Angst zu verbreiten.
Niemand braucht sich als "Hundephobiker" bezeichnen zu lassen, wenn er bei
Hunden ab einem gewissen Gewicht berechtigte Angst verspürt.

bye
Thomas

Gerald

unread,
May 10, 2000, 3:00:00 AM5/10/00
to

pointtom <poin...@compuserve.de> schrieb

> die Menschen sich nicht erst "speziell" verhalten müssen, um keine Gefahr
> hervorzurufen. Das Recht des Tieres hat gegenüber der potentiellen Gefahr
> für Menschen im Zweifel eindeutig zurückzustehen.

Hmmm... klingt ein wenig wie "Wenn durch ein Waffenverbot
/verschärfung auch nur EIN Leben gerettet werden kann,
dann lohnt es sich schon!".
Oder der Ruf der Entwaffner "Auch wir haben ein Recht auf
sicheres Leben"...

>Wer einen Hund in
> "bebürgerten Gegenden" freilaufen läst (und das tun mindestens 80% der
> Hundehalter z.B. bei uns im Park jeden Tag trotz dicker Hinweisschilder),
> der nimmt diese Gefährdung billigend in Kauf und offenbart damit seine
> "Schei**egal-Haltung" zu den Mitmenschen.

Ich möchte nur nicht wissen wie gestört Hunde
werden wenn sie immer mit Leine und Beißkorb
bestückt sind....- wenn dann mal einer von denen
auskommt, gute Nacht...

> Die Zahlen, die Du genannt hast, sind äusserst unwahrscheinlich. Woher
> weisst Du, dass simples Anspringen reicht, um in der Statistik als
> Körperverletzung durch Hundebiss aufzutauchen ?

Weil - zumindestens in Österreich- die Krankenhäuser
selbst bei der geringsten Verletzung Meldung über
die Ursache machen und nicht wenige wegen einem
simplen Anspringen dorthin pilgern
um eventuell Schmerzensgeld rauszuholen.

> Ehrlich gesagt stinkt mir diese Verharmlosungsschiene schon lange. Kennst
Du
> die Bilder von für Ihr Leben verunstalteten Kindern und Erwachsenen ?

Na gut, werden wir polemisch:
Kennst Du die Bilder der Opfer von Schußwaffen??

>Da
> sch**ss ich auf die Freiheit der Hundehalter, in der Stadt eine solche
> potentielle Gefahr ungesichert rumspazieren zu lassen.

Da scheiß ich auf die Freiheit Waffen zu besitzen!!!

> wenn sie Ihren grossen Fiffi wirklich so sehr liebten, auf´s Land ziehen,
> und ihn nicht in die Stadt-Etagenwohnung quälen...

Das ist natürlich Quatsch- wenn ich dem Hund genug
Auslauf gebe, reicht die Stadtwohnung allemal.
Nur spielts halt mit Leinenzwang keinen Auslauf..

> Der Hund stammt vom Wolf ab. Er ist und bleibt ein *Tier*, sei er auch
> "sonst" noch so lieb - es gibt genug Fälle, wo ein Hund nach
> jahrzehntelanger liebevoller Beziehung zu seinem Herrchen urplötzlich zum
> Wolf wird und ihn schwer verletzt oder tötet.

Und es gibt viele Fälle wo die Waffe tötet- denn nur
dazu ist sie ja gemacht..

> Und als Letztes: Nicht die, die berechtigte Angst vor einem freilaufenden
> Hund haben, gehören "in die Gummizelle", sondern Profilneurotiker, die
sich
> nur vollwertig fühlen konnen, wenn sie um sich herum Angst zu verbreiten.
> Niemand braucht sich als "Hundephobiker" bezeichnen zu lassen, wenn er bei
> Hunden ab einem gewissen Gewicht berechtigte Angst verspürt.

Angst mag ok sein- auch wenn Dich dann tausende berechtigtere
Ängste plagen müßten. Das was Du artikulierst ist pure Hysterie-
und die gehört behandelt.

MfG

Gerald


Armin Welker

unread,
May 10, 2000, 3:00:00 AM5/10/00
to
> Lieber Armin solltest Du in meinem Revier einem meiner Hunde begegnen z.
> B. weil dort eine Jagd war und einen treten, weil er Dir vielleicht

Ich sagte _kleiner_ Köter. Ich meine damit diese Handtaschen-grossen
Kläffer, von denen man nicht weiß ob sie spinnen oder einfach nur aus Jux
bellen. Wenn die mich verfolgen fühl ich mich bedroht, und auf eine kleine
Bißwunde an der Wade hab ich trotzdem keinen Bock.

> Wie oben nur, ist die Eisfläche recht klein, und Hunde schnell und der
> Besitzer saumäßig sauer, sich auf dem Eis, mit Schlittschuhen, vor einem
> Hund in Sicherheit zu bringen ist ein leichtes, aber als Ersatzrambo hat
> man das ja nicht nötig.

hör mal her, zu der Zeit war ich ein kleiner Zwetschger dessen Kumpel von so
einem Monster angefallen wurde. Soll ich mich in Sicherheit bringen damit
der andere draufgeht ??
Besitzer gabs übrigens erst ein paar Minuten später, der Hund kam zunächst
aus dem Wald gerannt, direkt aufs Eis (der Besitzer kam dann halt etwas
später auch aus dem nicht einsehbarem Waldweg, man hat zum Zeitpunkt des
Angriffs nicht sagen könne, ob der Hund vielleicht verwildert oder tollwütig
ist).


> DU KOTZT MICH AN !!!!!!!!!!!!!!!!!!

achso


Philipp Wildner

unread,
May 10, 2000, 3:00:00 AM5/10/00
to

Josef Suckart <josef....@mch20.sbs.de> wrote in message
news:3917DBAB...@mch20.sbs.de...

>
>
> Burkhard Redeker wrote:
>
> Ich will mich eigentlich nicht hundegerecht verhalten, sondern ganz normal
> meines Weges gehen können. Dafür, daß ich das kann, soll gefälligst der
> Hundebesitzer sorgen.

Also Josef, deine Argumentation ist schwach (zumindest IMHO)
Natürlich wäre es besser, wenn alle Hunde sogut geschult wären, dass sie
keine anderen Leute behelligen. Aber in diesem Fall geht es doch darum, wie
man verhindern kann, dass man von einem Hund belästigt/angegriffen wird.
Alle reden über .357er, Pfefferschaum und HK MP5's (wobei die Chancen mit
diesen Mitteln einen Hundeangriff abzuwehren auf ungefähr 70% geschätzt
werden) und jetzt kommt Burkhart daher und erzählt uns eine Methode (nämlich
einfach nicht den Hund unabsichtlich provoziern) um Hunde mit einer Chance
von 99% (vielleicht etwas hoch) abzuwehren. Aber DU willst dein verhalten
lieber nicht ändern... Also IMO musst Du Dich mit Burkharts Methode weniger
ändern. Du musst keine Vorbereitungen machen, achte einfach darauf dem Hund
keine mißverständlichen Signale zu geben. Dein Pfeffer/.357mag musst Du
immer mitnehmen, und WENN dich dann mal ein Hund angreift und Du ihn mit
Pfefferspray blind und dann mit der Magnum kampfunfertig gemacht hast, hast
Du bestimmt einen Haufen Scherereien. Wenn man das abwägt, wird Burkis
(sorry, der Name ist so unhandlich) Methode doch immer attraktiver, oder?
Sicher, besser wäre es man müsste sich nicht darum kümmern, aber WENN man
versucht sich zu schützen, dann doch lieber durch prävention als durch
niederhaltendes Feuer (;o)


>
> Ein fremder Hund hat mich nicht anzuspringen. Punkt.

Ja. Aber warum hast Du denn Angst vor Hunden?

>
> Sepp
>

mfg
Philipp


pointtom

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

"Gerald" <ca...@a-topmail.at> schrieb im Newsbeitrag
news:8fc3cb$n8e$1...@news.netway.at...

> pointtom <poin...@compuserve.de> schrieb
>
> > die Menschen sich nicht erst "speziell" verhalten müssen, um keine
Gefahr
> > hervorzurufen. Das Recht des Tieres hat gegenüber der potentiellen
Gefahr
> > für Menschen im Zweifel eindeutig zurückzustehen.
>
> Hmmm... klingt ein wenig wie "Wenn durch ein Waffenverbot
> /verschärfung auch nur EIN Leben gerettet werden kann,
> dann lohnt es sich schon!".
> Oder der Ruf der Entwaffner "Auch wir haben ein Recht auf
> sicheres Leben"...

Argument ?

>
> >Wer einen Hund in
> > "bebürgerten Gegenden" freilaufen läst (und das tun mindestens 80% der
> > Hundehalter z.B. bei uns im Park jeden Tag trotz dicker
Hinweisschilder),
> > der nimmt diese Gefährdung billigend in Kauf und offenbart damit seine
> > "Schei**egal-Haltung" zu den Mitmenschen.
>
> Ich möchte nur nicht wissen wie gestört Hunde
> werden wenn sie immer mit Leine und Beißkorb
> bestückt sind....- wenn dann mal einer von denen
> auskommt, gute Nacht...

Dann sollen die Leute die Mühe auf sich nehmen und die Hunde da frei laufen
lassen, wo es ungefährlich ist - nicht in der Stadt. Es gilt das
Verursacherprinzip. Die Tiere können nichts dafür.

>
> > Die Zahlen, die Du genannt hast, sind äusserst unwahrscheinlich. Woher
> > weisst Du, dass simples Anspringen reicht, um in der Statistik als
> > Körperverletzung durch Hundebiss aufzutauchen ?
>
> Weil - zumindestens in Österreich- die Krankenhäuser
> selbst bei der geringsten Verletzung Meldung über
> die Ursache machen und nicht wenige wegen einem
> simplen Anspringen dorthin pilgern
> um eventuell Schmerzensgeld rauszuholen.

Ich kenne Dutzende von leichteren Bissen im persönlichen Umfeld (in
Deutschland), die *nie* in irgendeine Statistik einfliessen.

> > Ehrlich gesagt stinkt mir diese Verharmlosungsschiene schon lange.
Kennst
> Du
> > die Bilder von für Ihr Leben verunstalteten Kindern und Erwachsenen ?
>
> Na gut, werden wir polemisch:

Was zum Teufel ist *daran* polemisch ? Was ? Es ist genauso "polemisch", wie
wenn ich einen Bericht über Autoraser mit Bildern von Verkehrstoten
bestücke - polemisch ? Nein. Real. Es geht nämlich um echte Menschen, nicht
um Zahlen.

> Kennst Du die Bilder der Opfer von Schußwaffen??
>

Wir reden über Hunde. (Abgesehen davon: Bin ich bekannt als der grosse
Waffenbefürworter ? Nochmals abgesehen davon: Dein Argument ist keines, denn
genau wegen der Gefährlichkeit von Waffen *unterliegen diese* ja
Restriktionen im (Noch-)Gegensatz zum Hundehalter.)

> >Da
> > sch**ss ich auf die Freiheit der Hundehalter, in der Stadt eine solche
> > potentielle Gefahr ungesichert rumspazieren zu lassen.
>
> Da scheiß ich auf die Freiheit Waffen zu besitzen!!!
>

Heisst im Klartext: Wenn *ihr* gefährliche Spielsachen habt, will ich aber
auch welche haben, ja ? Sehr verräterisch, vielen Dank für die unfreiwillige
Selbstdarstellung... soviel zum Thema "Warum wolllen Leute grosse Hunde
haben..." ;-)

> > wenn sie Ihren grossen Fiffi wirklich so sehr liebten, auf´s Land
ziehen,
> > und ihn nicht in die Stadt-Etagenwohnung quälen...
>
> Das ist natürlich Quatsch- wenn ich dem Hund genug
> Auslauf gebe, reicht die Stadtwohnung allemal.
> Nur spielts halt mit Leinenzwang keinen Auslauf..

Nein, eben kein Quatsch. Viel der in Frage stehenden Hunderassen sind
Hütetiere (!). Stadt ?

>
> > Und als Letztes: Nicht die, die berechtigte Angst vor einem
freilaufenden
> > Hund haben, gehören "in die Gummizelle", sondern Profilneurotiker, die
> sich
> > nur vollwertig fühlen konnen, wenn sie um sich herum Angst zu
verbreiten.
> > Niemand braucht sich als "Hundephobiker" bezeichnen zu lassen, wenn er
bei
> > Hunden ab einem gewissen Gewicht berechtigte Angst verspürt.
>
> Angst mag ok sein-

Nein, sie ist *angebracht*. Einer konkreten Gefahr gegenüber ist Angst
vollkommen angemessen. Sie versetzt Dich nämlich in
Flucht/Angriff-"Stimmung".

>auch wenn Dich dann tausende berechtigtere
> Ängste plagen müßten. Das was Du artikulierst ist pure Hysterie-
> und die gehört behandelt.

Man führe sich vor Augen, was ich gesagt habe, und wie es beurteilt wird -
das braucht keine Kommentierung...
Alle, die sich der Macht des Grosshundeführers in der Stadt nicht beugen,
sind also hysterisch, was ? ;-)

Zum Glück ist da inzwischen der Gesetzgeber anderer Meinung. Zumindest wird
damit dann erstmal klar gemacht, dass die Ego-Touren solcher
machtdefizitären Hundebesitzer im Zusammenleben mit ihren Mitmenschen von
diesen nicht mehr länger geduldet werden.

bye
Thomas


Gerald

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

pointtom <poin...@compuserve.de> schrieb

> > > hervorzurufen. Das Recht des Tieres hat gegenüber
>>>der potentiellen Gefahr für Menschen im Zweifel eindeutig zurückzustehen.
> > Hmmm... klingt ein wenig wie "Wenn durch ein Waffenverbot
> > /verschärfung auch nur EIN Leben gerettet werden kann,
> > dann lohnt es sich schon!".
> > Oder der Ruf der Entwaffner "Auch wir haben ein Recht auf
> > sicheres Leben"...
>
> Argument ?

Ist eben keines- ebensowenig wie Deine Forderungen
nach Reglementierung von etwas, das von der überwiegenden
Mehrzahl der Besitzer ganz normal gehandhabt wird
und nur in einem Bruchteil der Fälle mißbraucht wird.
Hund und Waffe sind sich da extrem ähnlich- das Tatmittel
zu verbieten bringt nichts, da es gewalttätige Personen
nur auf andere Mittel verweist und sich diese ohnehin
nicht an die bestehenden Regeln halten ( Stichwort
Hundekämpfe, etc. ).
Wer jedoch dadurch getroffen wird, ist die 08/15 Familie
die wegen der Gutmütigkeit und Toleranz gegenüber
Familienmitgliedern oft mit einem sogenannten "Kampfhund"
besser beraten wäre als mit Tante Mizzis Dackel.

> Dann sollen die Leute die Mühe auf sich nehmen und die Hunde da frei
laufen
> lassen, wo es ungefährlich ist - nicht in der Stadt. Es gilt das
> Verursacherprinzip. Die Tiere können nichts dafür.

Die Jäger in dieser Gruppe würden das frei laufen
lassen am Land etwas anders sehen...


> Ich kenne Dutzende von leichteren Bissen im persönlichen Umfeld (in
> Deutschland), die *nie* in irgendeine Statistik einfliessen.

Ich kenne nur einen- obwohl ich jahrelang an der
Donau unter Joggern und Skatern spazierengehe
und dabei auch x andere Hundebesitzer treffe
( übrigens sind dort alle Hunde ohne Leine unterwegs ).
Da hat ein Jogger einen Rotti getreten um sich
Platz zu verschaffen...

Seitdem ich im lokalen Tierheim engagiert bin, glaube
ich überhaupt nicht mehr an die prinzipielle Unschuld
des Menschen- vor allem von Kindern- bei Bissen.
Kindern sind heutzutage oft unglaublich brutal zu Tieren,
und verhalten sich dank hysterischer Eltern Hunden
gegenüber komplett falsch- glauben entweder jeder
Hund wäre hinter ihnen her oder meinen er sei ein
Kuscheltier..


> Was zum Teufel ist *daran* polemisch ? Was ? Es ist genauso "polemisch",
wie
> wenn ich einen Bericht über Autoraser mit Bildern von Verkehrstoten
> bestücke - polemisch ? Nein. Real.

Es kommt dann immer auf den Schluß an, den ich
daraus ziehe- will ich alle Autos verbieten oder
extreme Belastungen für Autoinhaber damit rechtfertigen?
Ebenso mit Deiner Forderung "Hunde über 10kg raus
aus der Stadt" ( damit endlich unsere Gesellschaft etwas
weniger gefährlich wird ).


>Es geht nämlich um echte Menschen, nicht
> um Zahlen.

Siehe oben- so leid mir die Menschen tun, aber
in 99% der Fälle ist auch, wenn nicht nur menschliches
Fehlverhalten schuld- das natürlich im Blödzeitungs=
bericht nicht thematisiert wird.

> Wir reden über Hunde. (Abgesehen davon: Bin ich bekannt als der grosse
> Waffenbefürworter ?

Ist doch völlig egal; die Methode "Einzelfall-
Blödzeitungshysterie- neues Gesetz" funktioniert
immer und überall.
In Großbritannien will man nach Schußwaffen,
Messern, "Kampf"hunden auch gegen den Kampfsport
angehen- weil dadurch ja andere Menschen gefährdet
werden könnten...

>Nochmals abgesehen davon: Dein Argument ist keines, denn
> genau wegen der Gefährlichkeit von Waffen *unterliegen diese* ja
> Restriktionen im (Noch-)Gegensatz zum Hundehalter.)

Ich hätte nichts dagegen wenn Hundehaltungsverbote
automatisch bei Gewaltdelikten erfolgen- so wie
Waffenverbote.

Gegen Maßnahmen die alle treffen bin ich jedoch-
nirgendwo läßt sich nachweisen, daß nach strengen
Waffen und Hundehaltungsgesetzen die Zahl oder
Schwere der Bisse zurückgegangen wären.
So wie beim Menschen- nur wenige begehen Gewaltdelikte-
die jedoch dafür immer wieder.
Man muß danach trachten diese Wiederholungstäter
"abzuseien"- Versuche ihnen die potentiellen Gewaltmittel
zu entziehen bringen nichts.

> Heisst im Klartext: Wenn *ihr* gefährliche Spielsachen habt, will ich aber
> auch welche haben, ja ?

Zählst Du mir mal auf was alles gefährlich sein kann?
Steine, Feuer, Holzspieße,- ich denke das fängt in der
Urgeschichte an.
Nur vertraue ich dem Großteil meiner itmenschen eben
keinen Unfug anzustellen- anders könnte ich mich nicht
ins Auto setzen oder auch nur den Fuß auf die Straße
setzen.

>Sehr verräterisch, vielen Dank für die unfreiwillige
> Selbstdarstellung... soviel zum Thema "Warum wolllen Leute grosse Hunde
> haben..." ;-)

Nein, auch in einer Demokratie kann es nicht angehen,
daß die Mehrheit die Minderheit unterdrückt ohne
dafür Rechtfertigungen vorlegen zu müssen.
Wenn der Satz "wozu brauchen die das- weg damit"
zur Maxime unserer Gesetzgebung wird, gute Nacht...

> > Angst mag ok sein-
> Nein, sie ist *angebracht*. Einer konkreten Gefahr gegenüber ist Angst
> vollkommen angemessen. Sie versetzt Dich nämlich in
> Flucht/Angriff-"Stimmung".

Wer sich durch Hunde generell ständig in einer
konkreten Gefahr sieht, denk ich, ist schon
etwas neurotisch.
Das kenne ich sonst nur von der Waffendebatte,
daß sich Leute permanent bedroht fühlen durch
Unbescholtene und deren Besitz.

> Zum Glück ist da inzwischen der Gesetzgeber anderer Meinung.

Wieso- stehen in Deutschland leicht generelle
Hundeverbote an?
Nein? Na dann wirst Du Dich weiter vor Schäfer,
Dogge und Co. fürchten müssen...

MfG

Gerald


viczena

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Gerald schrieb in Nachricht <8fdgaf$mo8$1...@news.netway.at>...

>Hund und Waffe sind sich da extrem ähnlich- das Tatmittel
>zu verbieten bringt nichts, da es gewalttätige Personen
>nur auf andere Mittel verweist und sich diese ohnehin
>nicht an die bestehenden Regeln halten ( Stichwort


Das ist totaler blödsinn. eine waffe kommt (noch) nicht von alleine auf die
idee, loszuschießen.

einem jahrelang friedlichen hund fällt es durchaus ein, aus "unerfindlichen"
gründen und ohne gereizt worden zu sein menschen (und speziell kinder)
anzufallen.

Wenn eine waffe schießt, dann hat jemand geladen und angedrückt. wenn ich
die waffe einen monat unbeaufsichtigt in der ecke stehen lasse oder nicht
putze, dann wird sie höchstens verrosten. wenn ich einen hund
vernachlässige...

peter

Ralph Küsters

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Armin Welker schrieb:


>
> > Lieber Armin solltest Du in meinem Revier einem meiner Hunde begegnen z.
> > B. weil dort eine Jagd war und einen treten, weil er Dir vielleicht
>
> Ich sagte _kleiner_ Köter. Ich meine damit diese Handtaschen-grossen
> Kläffer, von denen man nicht weiß ob sie spinnen oder einfach nur aus Jux
> bellen.

Sich vor einem solchen Hund in Sicherheit zu bringen, ist für einen
erwachsenen Mann wohl ein leichtes, der Besitzer kommt schon, gegen den
kannst Du ja Anzeige erstatten u.s.w, denn der Besitzer trägt die
Verantwortung!
Ein Tier mit einer Strafaktion zu belegen, weil sein Besitzer es
schlecht ausgebildet hat, ist nicht gerade ein Beispiel einer
Glanzleistung, besonders wenn es sich bei dem Hund um das Modell
Taschenficker handelt,

> Wenn die mich verfolgen fühl ich mich bedroht, und auf eine kleine
> Bißwunde an der Wade hab ich trotzdem keinen Bock.

Womit Du völlig im Recht bist, aber laß Deinen Unmut an dem Besitzer
aus, denn dieser ist verantwortlich, nicht das Tier.

> hör mal her, zu der Zeit war ich ein kleiner Zwetschger dessen Kumpel von so
> einem Monster angefallen wurde. Soll ich mich in Sicherheit bringen damit
> der andere draufgeht ??

Einen Hosenbiß und draufgehen sind zwei Paar Schuh, außerdem ließ sich
der Hund ja vertreiben.
Gegen einen angreifenden Hund ist es, gerade als Kind, die einzig
richtige Lösung den Hund zu vertreiben oder völlig ruhig zu bleiben, der
Versuch den Hund zu töten hätte mit Sicherheit in einem Desaster für
euch geendet.


> Besitzer gabs übrigens erst ein paar Minuten später, der Hund kam zunächst
> aus dem Wald gerannt, direkt aufs Eis (der Besitzer kam dann halt etwas
> später auch aus dem nicht einsehbarem Waldweg, man hat zum Zeitpunkt des
> Angriffs nicht sagen könne, ob der Hund vielleicht verwildert oder tollwütig
> ist).

Bei Deiner vorherigen Aussage sprachst Du von einem Fall in der
Gegenwart, und gerade auf Eis kann sich der Angegriffene durch Flucht am
besten der Gefahr entziehen, wenn man nämlich stürzt hat sich eine
Gegenwehr mangels Möglichkeit von selbst erledigt.

Ralph


Gerald

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

viczena <mas...@zentensity.de> schrieb

> einem jahrelang friedlichen hund fällt es durchaus ein, aus
"unerfindlichen"
> gründen und ohne gereizt worden zu sein menschen (und speziell kinder)
> anzufallen.

Das möchte ich sehen- nicht aus dritter Hand
erfahren- daß ein völlig normaler Hund durchdreht
ohne vorher jahrelang an der Kette existiert zu haben,
auf brutale Art scharf gemacht oder von Kindern
extrem gereizt worden zu sein.
Meiner Erfahrung nach ist sowas so wahrscheinlich
wie die Waffe die von selbst losgeht oder der 08/15
Waffenbesitzer der plötzlich Amok läuft.
Da gibt es immer Warnungen und eine lange Vorgeschichte...
Ein strenges Tierschutzgesetz, das solche Mißbräuche
besser ahndet, wäre ungleich notwendiger als
irgendwelche Sondergesetze gegen Hunde selbst.

> Wenn eine waffe schießt, dann hat jemand geladen und angedrückt. wenn ich
> die waffe einen monat unbeaufsichtigt in der ecke stehen lasse oder nicht
> putze, dann wird sie höchstens verrosten. wenn ich einen hund
> vernachlässige...

Darum ist der Hund auch keine Alternative zur Waffe
wenn es um den Selbstschutz geht-
geb ich Dir recht.

MfG

Gerald


Josef Suckart

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Philipp Wildner wrote:

> niederhaltendes Feuer (;o)

Du schreibst viel und liest wenig.
Keiner Deiner Angriffe hat irgendetwas mit meinen Aussagen zu tun.
Ich habe mich weder zu Waffen gegen Hunde geäußert, noch zu Pfefferspray
oder sonstigen Gegenmitteln. Oder findest Du in dem von Dir zitierten Abschnitt
irgendetwas von dem, worauf Du Dich in Deinem Erguß beziehen zu müssen glaubst?
Ich habe mich lediglich dagagen verwahrt, daß hier einer "Opfer hat
(Teil-)schuld,
soll sich gefälligst hundegerecht verhalten" Philosophie das Wort geredet wird.
Dafür, daß der Hund keinen Passanten beschädigt, ist der Halter voll
verantwortlich.
Wenn das Vieh nicht entsprechend erzogen ist, gehört es eben an die Leine.
Hier geht mir schlicht das Recht des Menschen auf körperliche Unversehrtheit
vor irgendein Recht das das Tier haben könnte. Das geht im Extremfall bis zum
Einschläfern des Hundes, wenn dieser Leute anfällt und der Halter das nicht
verhindern kann, warum auch immer (Blödheit, Uneunsuchtigkeit, ...).

> > Ein fremder Hund hat mich nicht anzuspringen. Punkt.
>
> Ja. Aber warum hast Du denn Angst vor Hunden?

Wo hab ich geschrieben, daß ich das habe? Mir reicht es schon, wenn Hunde
von Bekannten meine Kleidung versauen :-)

Gruß,
Sepp


Lutz Möller

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Philipp Wildner schrieb:

> Ja. Aber warum hast Du denn Angst vor Hunden?

Weil Hunde bös beißen können.

Lutz

Josef Suckart

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Gerald wrote:

> Hmmm... klingt ein wenig wie "Wenn durch ein Waffenverbot
> /verschärfung auch nur EIN Leben gerettet werden kann,
> dann lohnt es sich schon!".
> Oder der Ruf der Entwaffner "Auch wir haben ein Recht auf
> sicheres Leben"...

Hmm... bliebe noch zu beweisen, daß durch ein Waffenverbot in
der Bilanz wirklich Menschenleben gerettet werden. Momentan
sieht's ja eher andersrum aus.

> > Die Zahlen, die Du genannt hast, sind äusserst unwahrscheinlich. Woher
> > weisst Du, dass simples Anspringen reicht, um in der Statistik als
> > Körperverletzung durch Hundebiss aufzutauchen ?

>
>
> Weil - zumindestens in Österreich- die Krankenhäuser
> selbst bei der geringsten Verletzung Meldung über
> die Ursache machen und nicht wenige wegen einem
> simplen Anspringen dorthin pilgern
> um eventuell Schmerzensgeld rauszuholen.

Jetzt wirst aber Du unrealistisch. Was soll jemand im Ktankenhaus sagen,
dem wirklich nix passiert ist?

> > wenn sie Ihren grossen Fiffi wirklich so sehr liebten, auf´s Land ziehen,
> > und ihn nicht in die Stadt-Etagenwohnung quälen...
>
> Das ist natürlich Quatsch- wenn ich dem Hund genug
> Auslauf gebe, reicht die Stadtwohnung allemal.
> Nur spielts halt mit Leinenzwang keinen Auslauf..

Dann hast Du aber dafür zu sorgen, daß beim Auslauf nichts passiert.
Das ist schon alles.

> Und es gibt viele Fälle wo die Waffe tötet- denn nur
> dazu ist sie ja gemacht..

Deine vielleicht, meine nicht.

> Angst mag ok sein- auch wenn Dich dann tausende berechtigtere


> Ängste plagen müßten. Das was Du artikulierst ist pure Hysterie-
> und die gehört behandelt.

Angst ist Privatsache und muß oft herhalten, wenn sachliche Argumente ausgehen.
In einer sachlichen Diskussion hat Angst nichts zu suchen. Angst kann ich vor
allem Möglichen haben.

Sepp


Thomas Fischer

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to
"Gerald" <ca...@a-topmail.at> schrieb im Newsbeitrag
news:8fdgaf$mo8$1...@news.netway.at...

| Ist eben keines- ebensowenig wie Deine Forderungen
| nach Reglementierung von etwas, das von der überwiegenden
| Mehrzahl der Besitzer ganz normal gehandhabt wird
| und nur in einem Bruchteil der Fälle mißbraucht wird.
| Hund und Waffe sind sich da extrem ähnlich- das Tatmittel

man maschine vs. lebewesen

| Seitdem ich im lokalen Tierheim engagiert bin, glaube
| ich überhaupt nicht mehr an die prinzipielle Unschuld
| des Menschen- vor allem von Kindern- bei Bissen.

Ich glaube schon an die prinzipielle Unschuld von Kleinkindern.

| > Was zum Teufel ist *daran* polemisch ? Was ? Es ist genauso
"polemisch",
| > wie wenn ich einen Bericht über Autoraser mit Bildern von
Verkehrstoten
| > bestücke - polemisch ? Nein. Real.
|
| Es kommt dann immer auf den Schluß an, den ich
| daraus ziehe- will ich alle Autos verbieten oder
| extreme Belastungen für Autoinhaber damit rechtfertigen?

Ja, Tempo 130 ;-)

Abgesehen davon: Wieder Maschine vs. Lebewesen.
Ein Auto überfährt nur selten selbsttätig Leute.

| > Es geht nämlich um echte Menschen, nicht
| > um Zahlen.
|
| Siehe oben- so leid mir die Menschen tun, aber
| in 99% der Fälle ist auch, wenn nicht nur menschliches
| Fehlverhalten schuld- das natürlich im Blödzeitungs=
| bericht nicht thematisiert wird.

ACK.

| > Nochmals abgesehen davon: Dein Argument ist keines, denn
| > genau wegen der Gefährlichkeit von Waffen *unterliegen diese* ja
| > Restriktionen im (Noch-)Gegensatz zum Hundehalter.)
|
| Ich hätte nichts dagegen wenn Hundehaltungsverbote
| automatisch bei Gewaltdelikten erfolgen- so wie
| Waffenverbote.

Auch ACK.
Allerdings wäre eine Sachkundeprüfung sowohl bei Waffen
als auch großen Hunden (nicht "Kampfhunden") angebracht.
"Bedürfnisnachweis" ist bei beidem der falsche Weg.

| Gegen Maßnahmen die alle treffen bin ich jedoch-
| nirgendwo läßt sich nachweisen, daß nach strengen
| Waffen und Hundehaltungsgesetzen die Zahl oder
| Schwere der Bisse zurückgegangen wären.

Gab's da nicht mal was in Bayern, dass seit Einführung der neuen
Gesetze
keine Schwerverletzten mehr gab?

| Man muß danach trachten diese Wiederholungstäter
| "abzuseien"- Versuche ihnen die potentiellen Gewaltmittel
| zu entziehen bringen nichts.

Nur, dass das potenzielle Gewaltmittel in dem Fall einen eigenen
Willen hat.

| Nur vertraue ich dem Großteil meiner itmenschen eben
| keinen Unfug anzustellen- anders könnte ich mich nicht
| ins Auto setzen oder auch nur den Fuß auf die Straße
| setzen.

Meinen Mitmenschen vielleicht schon. Meinen Mithunden nicht unbedingt.

Thomas

Burkhard Redeker

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to
Hallo,

pointtom schrieb:

> Die Zahlen, die Du genannt hast, sind äusserst unwahrscheinlich. Woher
> weisst Du, dass simples Anspringen reicht, um in der Statistik als
> Körperverletzung durch Hundebiss aufzutauchen

erinnerst Du Dich an den schrecklichen "Kampfhundevorfall" vom
letzten Samstag in Aachen Eschweiler, wo ein schwar/weiß gefleckter
Mastinokampfhund einen neunjährigen Jungen angefallen hat?

Mach Dir doch mal die Mühe und schaue unter folgendem Link
(Aachener Zeitung)

http://www.aachener-zeitung.de/corem/corem/az/lokales/eschweiler/doggie-web09170942_00509.html

welchen Fortgang die Geschichte genommen hat.

Danach kannst Du Dir die Antwort auf Deine Frage sicherlich selber
geben.

> Woher stammt die Zahl "10 000 fach geringeres Risiko, als im Verkehr zu >
> verunglücken" ?

Sorry, diese Zahl ist natürlich Blödsinn, eine Relation der Risiken
kannst
Du Dir nach dem Studium der Fakten unter

http://www.ruhr.de/home/chrome/nrw/Nrw_dog1.GIF
http://www.ruhr.de/home/chrome/nrw/Nrw_dog2.GIF
http://www.ruhr.de/home/chrome/nrw/Nrw_dog3.GIF
http://www.ruhr.de/home/chrome/nrw/Nrw_dog4.GIF
http://www.ruhr.de/home/chrome/nrw/Nrw_dog5.GIF
http://www.ruhr.de/home/chrome/nrw/Nrw_dog6.GIF

für das Land Nord-Rhein-Westfalen (17 Mio Einwohner) selber errechnen.
Die angeführte Erhebung für den Berichtszeitraum von 1995 bis 1998 ist
die Entscheidungsgrundlage für eine aktuelle Verschärfung der Gefahr-
hundeverordnung in NRW, neuere Daten existieren nicht.

> Die letzte Zahl, die ich kenne, waren etwa 1500 offiziell zur Anzeige
> gekommene "Kampfhundangriffe" pro Jahr in Deutschland (Dunkelziffer ?
> Wieviel für alle Rassen zusammen ?)....

Siehst Du, wieder hast Du mir etwas voraus, nach vielem Hin und Her
habe ich in dem unerschütterlichen Glauben, daß politischen Entschei-
dungen auch belegbare Fakten zu grunde Liegen, sämtliche
Innenministerien
angefaxt/angemailt, ob sie mir evtl. auswertbares Zahlenmaterial zur
Verfügung stellen könnten.

Einzig das NRW Innenministerium verwies auf die o.g. Anfrage im NRW
Landtag. Ansonsten erhielt ich die stereotypische Anwort "solch eine
Statistik führen wir nicht, fragen Sie doch mal bei xyz..."

Niemand sonst konnte oder wollte mir Quellen für nachprüfbare Fakten zu
diesem Thema nennen.

Offenkundig werden hier politische Entscheidungen aufgrund eines
für die Medien quotensteigernden, diffusen Bedrohungsgefühls getroffen.
Wo hatten wir das bloß schon mal??? War's nach Bad Reichenhall...
Littleton...???

> Ehrlich gesagt stinkt mir diese Verharmlosungsschiene schon lange. Kennst Du

> die Bilder von für Ihr Leben verunstalteten Kindern und Erwachsenen ? Da


> sch**ss ich auf die Freiheit der Hundehalter, in der Stadt eine solche
> potentielle Gefahr ungesichert rumspazieren zu lassen.

Entschuldige vielmals, wenn ich Dich im Sturm deiner Entrüstung mit
herzlos
banalen Fakten und Zahlen nerve, werd mich bemühen das in Zukunft zu
unterlassen.


> Das Problem sind diese Egomanen, die (noch...) legal eine Waffe auf vier
> Beinen mit sich rumführen und andere Menschen damit von vorneherein in die
> Defensive zwängen wollen

Danke Tom für Deine Hilfe zur Selbstfindung...Kampfsportler, Hundhalter
und dann auch noch Schusswaffenbesitzer/Sportschütze...ich bekenne mich
schuldig der Egomanie in dritter Potenz.

> Da viele Hundebesitzer trotz jahrelanger Diskussion offenbar nicht von
> selbst so vernünftig sind, ihre Hunde in Gegenwart vieler anderer Menschen
> sicher zu führen, müssen sie halt dazu gezwungen werden.

Mit Pfefferspray, Schlagstöcken, Tactical Folder, 357'er Magnum und
Schrot???

Ansonsten verweise ich auf meine Antwort in der Newsgroup
de.rec.sport.budo
an Dich.

Thomas Proell

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to
Hi!

Chris Wagner wrote:
> > Eieiei... Einzelfaelle gibt's immer. Der Serbe, der von der BW
> > erschossen
> > wurde, hatte ueber ein Duzend Koerpertreffer aus G36 und MG3. Puh. Hat
> > aber immer noch vom Grossserbischen Reich geschwaermt.
>
> Das wage ich zu bezweifeln ! Jedenfalls tat er das nicht in dieser Welt !

Doch, doch, das war schon richtig. Sass in seiner Karre laberte in die
Kamera, dass er fuer Serbien sterben will. Was er dass auch ein paar
Minuten
spaeter machte. Hast Du die Szenen nicht im Fernsehen gesehen? Im
Spiegel
stand vor etwa 2 Monaten ein detaillierterer Artikel.
Der Fahrer war allerdings mit zwei Treffern schon tot.


Thomas

Burkhard Redeker

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to
Hallo Gerald,

Gerald schrieb:

> In Großbritannien will man nach Schußwaffen,
> Messern, "Kampf"hunden auch gegen den Kampfsport
> angehen- weil dadurch ja andere Menschen gefährdet
> werden könnten...

Wie jetzt??? Im Ernst???

Bisher dachte ich immer, daß meine beiden egomanischen
Profilneurosen Kampfhundebestienhaltung und Waffennarretei
genügend Reibungsfläche für meine schutzbedürftige Umwelt
bieten.

Aber jetzt auch noch Killerkampfsportler...

Vielleicht sollte ich noch Jäger werden, als Bambimörder
würde ich der Supermarktmassentierhaltungsfleisch verzehrenden
Mehrheit meiner vom Aussterben bedrohten Species sicher ein gutes
Feindbild abgeben und es passt so schön zum Waffennarr.

Lutz Möller

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Josef Suckart schrieb:

> Hmm... bliebe noch zu beweisen, daß durch ein Waffenverbot in
> der Bilanz wirklich Menschenleben gerettet werden. Momentan
> sieht's ja eher andersrum aus.

Da fragst du noch?

Wenn du als Verbrecher nur mit unbewaffneten Opfern zu tun hättest,
würden deine berufsgenossenschaftlichen Unfallversicherungsbeiträge doch
mangels Arbeitswagnis sicher schwinden, oder?

Lutz

Lutz Möller

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Burkhard Redeker schrieb:

> erinnerst Du Dich an den schrecklichen "Kampfhundevorfall" vom
> letzten Samstag in Aachen Eschweiler, wo ein schwar/weiß gefleckter
> Mastinokampfhund einen neunjährigen Jungen angefallen hat?

"
Der neunjährige Julian läuft auf Winkelmanns argentinische Dogge zu,
zeigt mit dem Finger auf das Tier. Der verspielte Vierbeiner springt auf
den Jungen zu, das Kind fällt nach hinten.
"

Der Junge wußte wohl nicht wie "In die Augen sehen" und "Mit dem Finger
auf das Tier zu zeigen" von Hunden aufgenommen werden kann, nämlich von
unfreundlich gmeint bis als Angriff erkannt.

Nur gut daß nichts Schlimmeres geschehen ist.

Ich bin früher bei ähnlicher Gelegenheit von einem altersschwachen
Spaniel, der mich kannte, in die Hose gebissen (so ein lahmer Trottel)
worden. Seitdem bin ich vorsichtiger.

Lutz

pointtom

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

"Lutz Möller" <l.mo...@snafu.de> schrieb im Newsbeitrag
news:391A6C7E...@snafu.de...

>
>
> Philipp Wildner schrieb:
>
> > Ja. Aber warum hast Du denn Angst vor Hunden?
>
> Weil Hunde bös beißen können.
>

LOL.

bye
Thomas


pointtom

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

"Gerald" <ca...@a-topmail.at> schrieb im Newsbeitrag
news:8fdgaf$mo8$1...@news.netway.at...
>
> Seitdem ich im lokalen Tierheim engagiert bin, glaube
> ich überhaupt nicht mehr an die prinzipielle Unschuld
> des Menschen- vor allem von Kindern- bei Bissen.
> Kindern sind heutzutage oft unglaublich brutal zu Tieren,
> und verhalten sich dank hysterischer Eltern Hunden
> gegenüber komplett falsch- glauben entweder jeder
> Hund wäre hinter ihnen her oder meinen er sei ein
> Kuscheltier..

Ich will gerne konzedieren, dass es auch auf dieser Seite Handlungsbedarf
gibt. *Auch*, eben.

>
> > Was zum Teufel ist *daran* polemisch ? Was ? Es ist genauso "polemisch",
> wie
> > wenn ich einen Bericht über Autoraser mit Bildern von Verkehrstoten
> > bestücke - polemisch ? Nein. Real.
>
> Es kommt dann immer auf den Schluß an, den ich
> daraus ziehe- will ich alle Autos verbieten oder
> extreme Belastungen für Autoinhaber damit rechtfertigen?
> Ebenso mit Deiner Forderung "Hunde über 10kg raus
> aus der Stadt" ( damit endlich unsere Gesellschaft etwas
> weniger gefährlich wird ).

Du musst schon richtig lesen was ich schreibe. Wo hätte ich von "Hunde über
10 kg raus aus der Stadt" geschrieben ? Ich bin dafür Hunde ab einer
bestimmten Gwichtsklasse in der (Kern-)Stadt mit Maulkorb und Leine, und im
Restbereich Stadt an der Leine zu führen. Findest Du diese Forderung so
hysterisch und masslos übertrieben ?

>
> > Wir reden über Hunde. (Abgesehen davon: Bin ich bekannt als der grosse
> > Waffenbefürworter ?
>
> Ist doch völlig egal; die Methode "Einzelfall-
> Blödzeitungshysterie- neues Gesetz" funktioniert
> immer und überall.
> In Großbritannien will man nach Schußwaffen,
> Messern, "Kampf"hunden auch gegen den Kampfsport
> angehen- weil dadurch ja andere Menschen gefährdet
> werden könnten...

Also, wir sehen, dass Du Hunde als potentiell gefährlich ansiehst - genau
dass reicht aber schon... das Problem fängt doch nicht erst an, wenn jemand
gebissen wird, sondern dann, wenn einer dieser Idioten mit seinem
freilaufenden Viech die Fussgängerzone vor ihm teilt wie das rote Meer, weil
die Leute Angst haben - das ist deswegen eine Frechhheit, weil Du den
betreffenden Halter in dem Moment natürlich *nicht* kritisch ansprechen
kannst, weil der Hund nämlich eine mögliche lautstarke Diskussion als
Bedrohung seines Herren auffassen könnte -DARAUF bauen diese Armleuchter !
(Das ist fast vergleichbar mit jemandem, der mit Schrotflinte in der
Armbeuge durch die Fiussgängerzone marschieren würde - ist das schon
deswegen o.k., weil ja im Moment niemand umgebracht wird ?)

Das ist Terror und Nötigung im Kleinen, und das will ich mir und anderen
nicht bieten lasssen.


>
> > Heisst im Klartext: Wenn *ihr* gefährliche Spielsachen habt, will ich
aber
> > auch welche haben, ja ?
>
> Zählst Du mir mal auf was alles gefährlich sein kann?
> Steine, Feuer, Holzspieße,- ich denke das fängt in der
> Urgeschichte an.
> Nur vertraue ich dem Großteil meiner itmenschen eben
> keinen Unfug anzustellen- anders könnte ich mich nicht
> ins Auto setzen oder auch nur den Fuß auf die Straße
> setzen.
>

Du hast den Punkt nicht realisiert. Das Leben ist lebensgefährlich, keine
Frage. Die interessante Frage aber ist für mich: *Warum* müssen manche Leute
Hunde haben und sie auf eine Weise führen, die ihre Mitmenschen
einschüchtert und gelegentlich zu Schaden führt ? Soll die Mehrheit das
stillschweigend hinnehmen müssen ? Ich finde, nein.

> >Sehr verräterisch, vielen Dank für die unfreiwillige
> > Selbstdarstellung... soviel zum Thema "Warum wolllen Leute grosse Hunde
> > haben..." ;-)
>
> Nein, auch in einer Demokratie kann es nicht angehen,
> daß die Mehrheit die Minderheit unterdrückt ohne
> dafür Rechtfertigungen vorlegen zu müssen.
> Wenn der Satz "wozu brauchen die das- weg damit"
> zur Maxime unserer Gesetzgebung wird, gute Nacht...

Wer redet von "weg damit"? Hat hier jemand gefordert, alle Hunde
einzuschläfern ? Nein. Es geht um m.E. durchaus zumutbare Auflagen, die der
potentiellen Gefährlichkeit der Sache angemessen sind.

> > > Angst mag ok sein-
> > Nein, sie ist *angebracht*. Einer konkreten Gefahr gegenüber ist Angst
> > vollkommen angemessen. Sie versetzt Dich nämlich in
> > Flucht/Angriff-"Stimmung".
>
> Wer sich durch Hunde generell ständig in einer
> konkreten Gefahr sieht, denk ich, ist schon
> etwas neurotisch.
> Das kenne ich sonst nur von der Waffendebatte,
> daß sich Leute permanent bedroht fühlen durch
> Unbescholtene und deren Besitz.

Es ist einfach *realistisch*, bei einem grossen Hund gedanklich
abzuschätzen, was er anrichten kann. Er hat das Gebiss dafür - ob Dir Du das
nun schmeckt oder nicht. Wenn vor mir einer entgegenkommt, der eine Waffe
trägt, denke ich ja auch nicht daran, ob ich das Kaliber wiederladen kann
oder nicht, sondern dass er ein Machtmittel hat. Wer vor sich hinträumt und
überall nur "liebe Bellos" sieht, hat halt bisher Glück gehabt mit Hunden
... ganz simpel.

> > Zum Glück ist da inzwischen der Gesetzgeber anderer Meinung.
>
> Wieso- stehen in Deutschland leicht generelle
> Hundeverbote an?

Ja. Eben gerade im Radio gehört, das in Rheinland-Pfalz Zuchtverbote
ausgesprochen werden. Auch der Umgang mit Schäferhunden, Dobermännern etc.
werde überprüft.

> Nein? Na dann wirst Du Dich weiter vor Schäfer,
> Dogge und Co. fürchten müssen...

Niemand in belebten Fussgängerzonen müsste sich vor grossen Hunden mit
Maulkorb fürchten. *Genau das* fürchten viele der Hundehalter, fürchte
ich... ;-)

bye
Thomas


Burkhard Redeker

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to
Hallo Lutz,

Lutz Möller schrieb:

> Nur gut daß nichts Schlimmeres geschehen ist.

das stimmt...nur das Tier ist jetzt tot...aber was
solls, ist eben dumm gelaufen.

Lutz Möller

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Burkhard Redeker schrieb:


>
> Hallo Lutz,
>
> Lutz Möller schrieb:
>
> > Nur gut daß nichts Schlimmeres geschehen ist.
>
> das stimmt...nur das Tier ist jetzt tot...aber was
> solls, ist eben dumm gelaufen.

Burkhard,

daß der Halter die Nerven verlor, weil ihn die Masse fertig gemacht hat,
ist bedauerlich. Ich wünschte dem Tier nicht seinen Tod (nur, falls mich
jemand falsch verstanden haben sollte).

Gruß Lutz

Josef Suckart

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Thomas Fischer wrote:

>
> Ja, Tempo 130 ;-)

Pfui, so etwas nimmt man gar nicht erst in den Mund!

>
> Gab's da nicht mal was in Bayern, dass seit Einführung der neuen
> Gesetze
> keine Schwerverletzten mehr gab?

Ja, das war das Lex Bungeejumping.
Das schrieb vor, daß das Gummiseil viel kürzer sein muß als der
Abstand zum Boden.

Nächstesmal wieder mit mehr Ernst,
Sepp

viczena

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Gerald schrieb in Nachricht <8fdr0b$uc5$1...@news.netway.at>...

>
>viczena <mas...@zentensity.de> schrieb
>
>> einem jahrelang friedlichen hund fällt es durchaus ein, aus
>"unerfindlichen"
>> gründen und ohne gereizt worden zu sein menschen (und speziell kinder)
>> anzufallen.
>
>Das möchte ich sehen- nicht aus dritter Hand
>erfahren- daß ein völlig normaler Hund durchdreht
>ohne vorher jahrelang an der Kette existiert zu haben,


blödsinn. erst letzte woche hat vor meine Augen ein junger schäferhund ein
abseits stehendes mädchen angefallen und in den hals gebissen. ohne
provokation. ohne grund. zum glück waren die verletzungen nur leicht.
deshalb keine anzeige.

gruss peter

Gerald

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

viczena <mas...@zentensity.de>

> >Das möchte ich sehen- nicht aus dritter Hand
> >erfahren- daß ein völlig normaler Hund durchdreht
> >ohne vorher jahrelang an der Kette existiert zu haben,
>
>
> blödsinn. erst letzte woche hat vor meine Augen ein junger schäferhund ein
> abseits stehendes mädchen angefallen und in den hals gebissen. ohne
> provokation. ohne grund. zum glück waren die verletzungen nur leicht.
> deshalb keine anzeige.

Der Hund muß natürlich nicht vom Opfer provoziert worden
sein. Ich kenne zB. einen Fall wo ein Kettenhund
regelmäßig von Landjugendlichen gequält wurde
und dann einen unbeteiligten Jugendlichen gebissen hat.

MfG

Gerald

Gerald

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Josef Suckart <josef....@mch20.sbs.de> schrieb

> > Oder der Ruf der Entwaffner "Auch wir haben ein Recht auf
> > sicheres Leben"...
>

> Hmm... bliebe noch zu beweisen, daß durch ein Waffenverbot in
> der Bilanz wirklich Menschenleben gerettet werden. Momentan
> sieht's ja eher andersrum aus.

Auch bei Hunden sucht man vergeblich nach diesem Nachweis.

> > Weil - zumindestens in Österreich- die Krankenhäuser
> > selbst bei der geringsten Verletzung Meldung über
> > die Ursache machen und nicht wenige wegen einem
> > simplen Anspringen dorthin pilgern
> > um eventuell Schmerzensgeld rauszuholen.
>
> Jetzt wirst aber Du unrealistisch. Was soll jemand im Ktankenhaus sagen,
> dem wirklich nix passiert ist?

Per Gesetz ist schon die geringste Abschürfung,
der kleinste blaue Fleck eine Körperverletzung..

> > Und es gibt viele Fälle wo die Waffe tötet- denn nur
> > dazu ist sie ja gemacht..
>
> Deine vielleicht, meine nicht.

Das war auch nur die Anti-Hundehaltung ( "alle Hunde sind
potentielle Killer") umgelegt auf Waffen- hab ich schon etliche
male in Diskussionen vernommen.

MfG

Gerald


Gerald

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Burkhard Redeker <burkhard...@uni-essen.de> schrieb in im Newsbeitrag:
391AB691...@uni-essen.de...

Hi!

> > In Großbritannien will man nach Schußwaffen,
> > Messern, "Kampf"hunden auch gegen den Kampfsport
> > angehen- weil dadurch ja andere Menschen gefährdet
> > werden könnten...
>

> Wie jetzt??? Im Ernst???

Ja, eine Labourabgeordnete will alles was den Menschen
selbst schädigen kann ( zB. Boxen, da hier oft Kopfverletzungen
auftreten ) bis zu dem was "unnötig und zu gefährlich ist"
( oder zumindestens was sie dafür hält- zB. Ninjutsu )
verbieten.
Ulkig ist auch der Vorstoß Bierkrügel zu verbieten, da
sie eine bliebte "Wirtshausraufereiwaffe" sind...

Siehe:
http://www.cybersurf.co.uk/johnny/dunblane/beer.html

Bald werden wir in einer kuschelweichen Welt
leben in der uns Papa Staat alles vorgibt und er
auch für uns denkt- schmerzt ja bekanntlich ohnedies..
Wie dann die Demokratie noch funktionieren soll,
ist mir allerdings schleierhaft.

> Bisher dachte ich immer, daß meine beiden egomanischen
> Profilneurosen Kampfhundebestienhaltung und Waffennarretei
> genügend Reibungsfläche für meine schutzbedürftige Umwelt
> bieten.
>
> Aber jetzt auch noch Killerkampfsportler...

Wie wärs dazu noch mit Motorradfahren? ;-)

MfG

Gerald

Technopoint

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

Gerald <ca...@a-topmail.at> schrieb in im Newsbeitrag:
8fdr0b$uc5$1...@news.netway.at...

>
> viczena <mas...@zentensity.de> schrieb
>
> > einem jahrelang friedlichen hund fällt es durchaus ein, aus
> "unerfindlichen"
> > gründen und ohne gereizt worden zu sein menschen (und speziell kinder)
> > anzufallen.
>
> Das möchte ich sehen- nicht aus dritter Hand
> erfahren- daß ein völlig normaler Hund durchdreht
> ohne vorher jahrelang an der Kette existiert zu haben,
> auf brutale Art scharf gemacht oder von Kindern
> extrem gereizt worden zu sein.
> Meiner Erfahrung nach ist sowas so wahrscheinlich
> wie die Waffe die von selbst losgeht oder der 08/15
> Waffenbesitzer der plötzlich Amok läuft.
> Da gibt es immer Warnungen und eine lange Vorgeschichte...
> Ein strenges Tierschutzgesetz, das solche Mißbräuche
> besser ahndet, wäre ungleich notwendiger als
> irgendwelche Sondergesetze gegen Hunde selbst.
>

danke für eine besonnene stimme
mfg
georg

Technopoint Sanitrends.vcf

Gerald

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

pointtom <poin...@compuserve.de> schrieb

> Du musst schon richtig lesen was ich schreibe. Wo hätte ich von "Hunde
über
> 10 kg raus aus der Stadt" geschrieben ? Ich bin dafür Hunde ab einer
> bestimmten Gwichtsklasse in der (Kern-)Stadt mit Maulkorb und Leine, und
im
> Restbereich Stadt an der Leine zu führen. Findest Du diese Forderung so
> hysterisch und masslos übertrieben ?

Vor allem finde ich sie undurchführbar.
Denn: wo setzt Du das Gewicht an? Womit begründest
Du das?
Zarte Pitbulls liegen gelegentlich unter 20kg, meist
zwischen 20 und 30kg- da liegen auch die meisten
anderen Rassen.
Bleibt also wirklich nur Tante Mizzis Dackel, der
dann ungestört die großen Hunde anstänkern darf...

Zudem zählen heute oft auch riesige Grünlandflächen
zum "Stadtgebiet"- gegen eine Leinenpflicht dort
würde ich mich wehren.
Im wirklichen Kernstadtgebiet nimmt ohnehin jeder
normale Mensch den Hund an die Leine ( Beißkorb
besitze ich nichtmal ) - schon allein des Hundes
Sicherheit wegen.

> Also, wir sehen, dass Du Hunde als potentiell gefährlich ansiehst - genau
> dass reicht aber schon...

ALLES ist potentiell gefährlich- Maßnahmen
sind aber nur dann gerechtfertigt wenn sie nicht vom
Einzelfall ausgehen und erwiesenermaßen etwas
bringen.

>das Problem fängt doch nicht erst an, wenn jemand
> gebissen wird, sondern dann, wenn einer dieser Idioten mit seinem
> freilaufenden Viech die Fussgängerzone vor ihm teilt wie das rote Meer,
weil
> die Leute Angst haben -

Also solche Szenen kenne ich nicht- seid
ihr Deutschen so viel ängstlicher als die Ösis
hierzulande??

Ich schätze Du solltest den Mut haben und die Hundebesitzer
ansprechen wenn das in der Fußgängerzone passiert.
Viele von uns können sich nicht vorstellen, daß irgendjemand
vor dem gemächlich dahintrottenden Hund Angst haben
könnte.


> Das ist Terror und Nötigung im Kleinen, und das will ich mir und anderen
> nicht bieten lasssen.

Wie siehst Du dann das verdeckte Tragen von Waffen?

> Du hast den Punkt nicht realisiert. Das Leben ist lebensgefährlich, keine
> Frage. Die interessante Frage aber ist für mich: *Warum* müssen manche
Leute
> Hunde haben und sie auf eine Weise führen, die ihre Mitmenschen
> einschüchtert und gelegentlich zu Schaden führt ?

Weil der Hund ein prima Kumpel ist, weil alleine joggen
fad ist, weil er alte Leute vor Vereinsamung und
Interessenslosigkeit schützt, etc.
Aber Du begreifst die Grundregel des Rechtsstaates
nicht- nicht ich muß meinen Besitz rechtfertigen sondern
der Staat die Eingriffe darin.

> > Wenn der Satz "wozu brauchen die das- weg damit"
> > zur Maxime unserer Gesetzgebung wird, gute Nacht...
>
> Wer redet von "weg damit"? Hat hier jemand gefordert, alle Hunde
> einzuschläfern ? Nein. Es geht um m.E. durchaus zumutbare Auflagen, die
der
> potentiellen Gefährlichkeit der Sache angemessen sind.

Ist doch immer so- zuerst die Kampfhunde,
dann große Hunde, dann alle Hunde mit Zähnen, etc.
- alles ohne Beleg der Verbesserung und am Einzelfall
aufgehängt...

> Es ist einfach *realistisch*, bei einem grossen Hund gedanklich
> abzuschätzen, was er anrichten kann.

Da wäre mein Leben wirklich schlimm wenn ich
immer und überall so "realistische" Gefahren ausloten
würde- der LKW könnte mich abdrängen, der Typ
könnte mich verprügeln,....

>Er hat das Gebiss dafür - ob Dir Du das
> nun schmeckt oder nicht. Wenn vor mir einer entgegenkommt, der eine Waffe
> trägt, denke ich ja auch nicht daran, ob ich das Kaliber wiederladen kann
> oder nicht, sondern dass er ein Machtmittel hat.

Komisch, ich hab mich in Kennesaw, Georgia
wirklich wohl gefühlt- obwohl dort jeder ( zum
Teil offen ) trägt.
Kommt vielleicht wirklich vom Vertrauen in 99%
der Menscheit, daß sie keine Gewalttäter sind
( und ihre Hunde auch nicht im Hinterhof scharf
gemacht haben ).

>Wer vor sich hinträumt und
> überall nur "liebe Bellos" sieht, hat halt bisher Glück gehabt mit Hunden
> ... ganz simpel.

Oder eigene Hunde- dann ist man für den fremden
Hund total uninteressant! :-)

> Ja. Eben gerade im Radio gehört, das in Rheinland-Pfalz Zuchtverbote
> ausgesprochen werden.

Dafür bin ich auch- solange die Tierheime überquellen.

>Auch der Umgang mit Schäferhunden, Dobermännern etc.
> werde überprüft.

Traurig- im Expreßzug in die kuschelweiche, absolut
risikolose Gesellschaft...- nur die paar Bürgerrechte
werden wir zurücklassen müssen...

MfG

Gerald


pointtom

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to

"Gerald" <ca...@a-topmail.at> schrieb im Newsbeitrag
news:8fepjq$lhg$1...@news.netway.at...
>
> pointtom <poin...@compuserve.de> schrieb

>
> > Du musst schon richtig lesen was ich schreibe. Wo hätte ich von "Hunde
> über
> > 10 kg raus aus der Stadt" geschrieben ? Ich bin dafür Hunde ab einer
> > bestimmten Gwichtsklasse in der (Kern-)Stadt mit Maulkorb und Leine, und
> im
> > Restbereich Stadt an der Leine zu führen. Findest Du diese Forderung so
> > hysterisch und masslos übertrieben ?
>
> Vor allem finde ich sie undurchführbar.
> Denn: wo setzt Du das Gewicht an? Womit begründest
> Du das?

In Nordrheinwestfalen werden jetzt Gesetze erlassen, die Grösse, Gewicht und
Beisskraft berücksichtigen. Es geht also - wenn man will.

>
> ALLES ist potentiell gefährlich- Maßnahmen
> sind aber nur dann gerechtfertigt wenn sie nicht vom
> Einzelfall ausgehen und erwiesenermaßen etwas
> bringen.

Diese Umkehrung der Beweislast läuft eben jetzt nicht mehr - und ich find´s
gut so. Nicht der unbeteiligte Passant mus das Risiko ertragen, ob ein
potentiell gefährliches Tier real gefährlich ist oder nicht, sondern der,
der unbedingt ein solches Tier durch die Stadt führen muss, wird mit
Auflagen bedacht.

>
> >das Problem fängt doch nicht erst an, wenn jemand
> > gebissen wird, sondern dann, wenn einer dieser Idioten mit seinem
> > freilaufenden Viech die Fussgängerzone vor ihm teilt wie das rote Meer,
> weil
> > die Leute Angst haben -
>

> Also solche Szenen kenne ich nicht- seid
> ihr Deutschen so viel ängstlicher als die Ösis
> hierzulande??

Um´s mal glasklar zu formulieren: Es geht um die potentielle reale Gefahr,
mit der so manche der Hundehalter da spielen. Es geht ihnen um Kompensation
von Ohnmacht, nicht um Tierliebe. Angst vor einem grossen freilaufenden Hund
ist *Furcht*, keine irrationale Angst. Wenn auch der letzte Depp, der
Hundewohl über Menschenwohl stellt, diesen Unterschied begriffen hat und die
Bedürfnisse seiner Mitmenschen in einem vernünftigen Mass zu berücksichtigen
bereitist, können wir wieder über Hundeliebe sprechen. Vorher nicht.

> Ich schätze Du solltest den Mut haben und die Hundebesitzer
> ansprechen wenn das in der Fußgängerzone passiert.

Und ich schätze, ich will mir nicht von Hundehaltern vorschreiben lassen
müssen, wieviel potentielle Gefahr ich auszuhalten habe -ganz einfach.

>Viele von uns können sich nicht vorstellen, daß irgendjemand
> vor dem gemächlich dahintrottenden Hund Angst haben
> könnte.

Nun, dann begebt Euch mal auf die Knie und betrachtet das Geschehen aus
Kleinkindperspektive ...

>
> > Das ist Terror und Nötigung im Kleinen, und das will ich mir und anderen
> > nicht bieten lasssen.
>

> Wie siehst Du dann das verdeckte Tragen von Waffen?

Eine Waffe schiesst soviel ich gehört habe sehr selten von allein... ;-)

> Weil der Hund ein prima Kumpel ist, weil alleine joggen
> fad ist, weil er alte Leute vor Vereinsamung und
> Interessenslosigkeit schützt, etc.

Wer braucht als Kumpel einen Hund, der eine Tonne Beisskraft entwickelt ?
Wer ? Wozu ?

> Aber Du begreifst die Grundregel des Rechtsstaates
> nicht- nicht ich muß meinen Besitz rechtfertigen sondern
> der Staat die Eingriffe darin.

Du kannst Deinen Besitz haben soviel Du willst - in Deinem befriedeten
Besitztum. Darüberhinaus gelten die Regeln der Geneinschaft. Und die werden
gottseidank gerade geändert.

> Ist doch immer so- zuerst die Kampfhunde,
> dann große Hunde, dann alle Hunde mit Zähnen, etc.
> - alles ohne Beleg der Verbesserung und am Einzelfall
> aufgehängt...

Gut, also sofort alle Geschwindikeitsbegrenzungen aufheben - weil, erst
kommt Tempo 100, dann 80, dann 50, und irgendwann müssen wir alle
rückwärtsfahren, nicht wahr ? ;-)

> > Es ist einfach *realistisch*, bei einem grossen Hund gedanklich
> > abzuschätzen, was er anrichten kann.
>

> Da wäre mein Leben wirklich schlimm wenn ich
> immer und überall so "realistische" Gefahren ausloten
> würde- der LKW könnte mich abdrängen, der Typ
> könnte mich verprügeln,....

Du verwechselst Vorsicht mit Erwartung.

>
> >Er hat das Gebiss dafür - ob Dir Du das
> > nun schmeckt oder nicht. Wenn vor mir einer entgegenkommt, der eine
Waffe
> > trägt, denke ich ja auch nicht daran, ob ich das Kaliber wiederladen
kann
> > oder nicht, sondern dass er ein Machtmittel hat.
>

> Komisch, ich hab mich in Kennesaw, Georgia
> wirklich wohl gefühlt- obwohl dort jeder ( zum
> Teil offen ) trägt.
> Kommt vielleicht wirklich vom Vertrauen in 99%
> der Menscheit, daß sie keine Gewalttäter sind
> ( und ihre Hunde auch nicht im Hinterhof scharf
> gemacht haben ).

Eben - und wir wissen ja alle, dass hier natürlich *niemand* etwa einen Hund
scharf macht, nicht wahr ? NOT.

> >Wer vor sich hinträumt und
> > überall nur "liebe Bellos" sieht, hat halt bisher Glück gehabt mit
Hunden
> > ... ganz simpel.
>

> Oder eigene Hunde- dann ist man für den fremden
> Hund total uninteressant! :-)

Falls Du glaubst, ich gehörte zu den Leuten, die bei einem schnuppernden
Hund schon Panik bekommen, muss ich Dich enttäuschen. Ich käme auch nie auf
die Idee, wenn ein fremder Hund mal mit wedelndem Schwanz an mir hochspringt
, da nun gleich ein Gezeter anzufangen, auch wenn mal die Hose einen Fleck
bekommt. Ich mag Hunde, und ich nehme solche "Nachteile" auch mal in Kauf.

Aber in punkto Sicherheit verstehe ich keinen Spass. und wenn die Sicherheit
von Schwachen geopfert wird für die (fragwürdigen) Bedürfnisse bestimmter
Personen, muss gehandelt werden.


>
> Traurig- im Expreßzug in die kuschelweiche, absolut
> risikolose Gesellschaft...- nur die paar Bürgerrechte
> werden wir zurücklassen müssen...

Immer wieder dieselbe, für die legitimen Interessen der Hundebesitzer
*gerade schädliche* Vorgehensweise: Schwarzweiss-Malerei und Leugnen von
Problemen - solange, bis dann wirklich drastisch eingegriffen wird.

bye
Thomas


viczena

unread,
May 11, 2000, 3:00:00 AM5/11/00
to
hast du richtig gelesen? ich sprach von einem jungen hund... Nix jahrelang
an kette...Nix provoziert...

gruss peter

Gerald

unread,
May 12, 2000, 3:00:00 AM5/12/00
to

pointtom <poin...@compuserve.de> schrieb

> > Denn: wo setzt Du das Gewicht an? Womit begründest
> > Du das?
>
> In Nordrheinwestfalen werden jetzt Gesetze erlassen, die Grösse, Gewicht
und
> Beisskraft berücksichtigen. Es geht also - wenn man will.

Oja- unsinnige, kontraproduktive Gesetze zu
erlassen geht schon länger.
Wenn man dieses Raster durchzieht, gibt es wohl bald
wirklich nur mehr Dackel& Co. - alles andere wäre "zu
gefährlich", da über einem der Punkte.
Da lobe ich mir jenes österreichische Höchstgericht,
das zur Überprüfung des "Kampf"hundegesetzes
in der Steiermark eine umfassende Studie der
Veterinäruni Wien einholte.
Resultat: Man konnte weder in Punkto Aggressivität,
Bißkraft noch Bißhäufigkeit irgendwelche besonders
gefährliche Rassen ausmachen- am häufigsten beißt
nämlich jene Hunderasse die es auch am häufigsten gibt.
Dies führte dann zur Aufhebung des Gesetzes.

> > ALLES ist potentiell gefährlich- Maßnahmen
> > sind aber nur dann gerechtfertigt wenn sie nicht vom
> > Einzelfall ausgehen und erwiesenermaßen etwas
> > bringen.
>
> Diese Umkehrung der Beweislast läuft eben jetzt nicht mehr - und ich
find´s
> gut so.

Naja, so hat eben jeder seine Meinung wie der
Rechtsstaat funktionieren soll.

Ich werde mich demnächst revanchieren wenns
gegen Kampfsport geht- ohne Begründung, einfach
weil ich Angst hab, daß einer von denen ausflippt...
Laßt uns überhaupt ALLES verbieten was die Mehrheit
nicht braucht, wovor man Angst haben könnte.
Wozu auf etwas wie Eigentumsschutz oder den Auslegungs=
grundsatz "in dubio pro libertate" achten?
ICH zähle hier, MEINE Ängste- und seien sie noch so
weit hergeholt.

>Nicht der unbeteiligte Passant mus das Risiko ertragen, ob ein
> potentiell gefährliches Tier real gefährlich ist oder nicht, sondern der,
> der unbedingt ein solches Tier durch die Stadt führen muss, wird mit
> Auflagen bedacht.

Falsch- die jetzt beschlossenen Gesetze setzen am Besitz
an, nicht am Führen durch ein bestimmtes Gebiet.
Auch hier gibt es positive Beispiele für Auflagen-
etwa werden Hundebesitzer, die einen Ausbildungskurs
( ohne Bedarf, Rechtfertigung,.. ) absolviert haben
für einige Jahre von der Hundesteuer befreit.

Höhere Steuern, Verbote gewisser Rassen, unbedingter
Leinen und Beißkorbzwang sind hingegen Kollektivstrafen
und zwingen förmlich zum Gesetzesbruch.

> > ihr Deutschen so viel ängstlicher als die Ösis
> > hierzulande??
> Um´s mal glasklar zu formulieren: Es geht um die potentielle reale Gefahr,
> mit der so manche der Hundehalter da spielen.

Nein es geht primär um das triftige Unverständnis
einer unbegründeten, von den Medien gemachten Hysterie
gegenüber.
Unbegründet deshalb weil der bissige Hund glücklicherweise
immer noch zur absoluten Ausnahme zählt.
Irgendwelche "Psychospielchen" der Hundehalter finden
wohl eher in der paranoiden Phantasie statt als im realen
Leben.


> Und ich schätze, ich will mir nicht von Hundehaltern vorschreiben lassen
> müssen, wieviel potentielle Gefahr ich auszuhalten habe -ganz einfach.

Auch ein Standardargument das ich sonst nur von
Waffengegnern kenne- Angstneurosen scheinen häufiger
zu werden.
Potentielle Gefahren zählen nuneinmal nicht solange sie
sich nicht deutlich im Leben niederschlagen, da sie überall lauern.

> >Viele von uns können sich nicht vorstellen, daß irgendjemand
> > vor dem gemächlich dahintrottenden Hund Angst haben
> > könnte.
>
> Nun, dann begebt Euch mal auf die Knie und betrachtet das Geschehen aus
> Kleinkindperspektive ...

Auch hier: in der Nähe von Kindern kommt der
Hund an die Leine, danach lasse ich ihn wieder aus-
ganz klar.
Hysterisch sind allerdings die Erwachsenen, selten die
kleinen Kinder...


> > Weil der Hund ein prima Kumpel ist, weil alleine joggen
> > fad ist, weil er alte Leute vor Vereinsamung und
> > Interessenslosigkeit schützt, etc.
>
> Wer braucht als Kumpel einen Hund, der eine Tonne Beisskraft entwickelt ?
> Wer ? Wozu ?

Schau- genau das ist angstneurotisch.
Die Vorstellung der Bißkraft, des Angefallenwerdens,
etc. - das hat mit der Realität nichts mehr zu tun.

Im übrigen- JEDER Hund hat eine ausreichende
Bißkraft um ihn Leuten mit solchen Phantasien
gefährlich erscheinen zu lassen.

> > Aber Du begreifst die Grundregel des Rechtsstaates
> > nicht- nicht ich muß meinen Besitz rechtfertigen sondern
> > der Staat die Eingriffe darin.
>
> Du kannst Deinen Besitz haben soviel Du willst - in Deinem befriedeten
> Besitztum. Darüberhinaus gelten die Regeln der Geneinschaft. Und die
werden
> gottseidank gerade geändert.

Falsch- das Eigentumsrecht gilt überall, ebenso der
Auslegungsgrundsatz "in dubio pro libertate" ( vermutlich
gibts den in Deutschland nicht ).
Zudem - was ist "die Gesellschaft"?
Eine von den Massenmedien hysterisierte Ansammlung
deren Druck ein paar armselige Politiker nachgeben?
Vor der medialen Berichterstattung gab es weder
ein "Hunde-" noch ein "Waffenproblem"- außer in einzelnen
Köpfen, die beim Psychologen besser aufgehoben
wären.

> > Ist doch immer so- zuerst die Kampfhunde,
> > dann große Hunde, dann alle Hunde mit Zähnen, etc.
> > - alles ohne Beleg der Verbesserung und am Einzelfall
> > aufgehängt...
>
> Gut, also sofort alle Geschwindikeitsbegrenzungen aufheben - weil, erst
> kommt Tempo 100, dann 80, dann 50, und irgendwann müssen wir alle
> rückwärtsfahren, nicht wahr ? ;-)

Wie gesagt- ALLE Hunde können beißen....

> > Kommt vielleicht wirklich vom Vertrauen in 99%
> > der Menscheit, daß sie keine Gewalttäter sind
> > ( und ihre Hunde auch nicht im Hinterhof scharf
> > gemacht haben ).
>
> Eben - und wir wissen ja alle, dass hier natürlich *niemand* etwa einen
Hund
> scharf macht, nicht wahr ? NOT.

Na und nach den strengeren Gesetzen machen die es
nicht mehr?
Gerade das Milieu hält sich nicht an solche Vorschriften.
Den normalen Hundehalter triffts doppelt und dreifach.

> bekommt. Ich mag Hunde, und ich nehme solche "Nachteile" auch mal in Kauf.

Bezieht sich obiger Satz auch auf Hunde über 10kg? ;-)

MfG

Gerald


Thomas Proell

unread,
May 12, 2000, 3:00:00 AM5/12/00
to
Gerald wrote:

> Resultat: Man konnte weder in Punkto Aggressivität,
> Bißkraft noch Bißhäufigkeit irgendwelche besonders
> gefährliche Rassen ausmachen- am häufigsten beißt
> nämlich jene Hunderasse die es auch am häufigsten gibt.
> Dies führte dann zur Aufhebung des Gesetzes.

Hahaha! Österreichische Studie! 'In Punkto Bißkraft gibt es
keine besonders gefährliche Rassen'? Das glaubst Du ja wohl
selbst nicht! Ein Pitbull mit der selben Bißkraft wie ein
Pudel? DEN Pudel will ich sehen.

Ausserdem geht's nicht in erster Linie um die Hunde. Es geht
um Besitzer. Wenn ich einen Parkplatzstreit mit einem Zuhälter
habe, hüpft schnell mal sein bestes Argument aus dem Cabrio:
Sein Pitbull. Der braucht nicht beißen, aber allein die Anwesen-
heit wirkt wie die eines dumpfen Türstehers: Auch solche menschlichen
Pitbulls finden sich in der Umgebung von Zuhältern.
Kampfhunde sind Statussymbole dieser Schichten. Drogendealer
und Zuhälter laufen selten mir Dackel und Pudel durch die
Gegend. Das wäre lächerlich. Das muß ein 'böser' Hund sein.
Und wenn er zu brav ist, dann machen wir ihn böse. Toll.

Was ich jetzt auch schon gesehen habe ist, daß sich immer mehr
Assoziale solch ein Statussymbol leisten. Am Stachus hängt ein
Penner 'rum, der einen Pitbull hat. Der ist auch gut erzogen,
gar nicht schreckhaft oder so :-(

War schon immer so, daß wegen weniger Deppen eine ganze Gruppe
in Verruf kommt.



> Ich werde mich demnächst revanchieren wenns
> gegen Kampfsport geht- ohne Begründung, einfach
> weil ich Angst hab, daß einer von denen ausflippt...
> Laßt uns überhaupt ALLES verbieten was die Mehrheit
> nicht braucht, wovor man Angst haben könnte.
> Wozu auf etwas wie Eigentumsschutz oder den Auslegungs=
> grundsatz "in dubio pro libertate" achten?
> ICH zähle hier, MEINE Ängste- und seien sie noch so
> weit hergeholt.

Jaaa, auch da gibt's schwarze Schafe. Aber diese verüben ihre
Körperverletzungen immer noch selbst. Sprich: 'Och, hat mein
Hund jemanden totgebissen. Tut mir leid, böser Hund! Ich lass
den Einschläfern.' -- 'Was, ICH soll verantwortlich sein? NIE!
Ich habe den Hund (natuerlich) immer gut behandelt!'
Klappt bei Kampfsportlern nicht ganz so gut...

> Falsch- die jetzt beschlossenen Gesetze setzen am Besitz
> an, nicht am Führen durch ein bestimmtes Gebiet.

Die Besitzer müssen Auflagen über sich ergehen lassen. Wie
wäre es mit Sachkundenachweis und unregelmässiger Überprüfung
der Artgerechten Haltung?
Aber egal, welche Maßnahmen ergriffen werden: Die Hundebesitzer
sind an der Reihe, sich Vorschriften zu unterwerfen. Welche
ist noch nicht klar, ob Leinenzwang oder ob Sachkundenachweis.
Jedenfalls sind _sie_ an der Reihe, nicht Jogger oder Kinder.

> Höhere Steuern, Verbote gewisser Rassen, unbedingter
> Leinen und Beißkorbzwang sind hingegen Kollektivstrafen
> und zwingen förmlich zum Gesetzesbruch.

Verbot von Mord und Totschlag sind ebenfalls auf alle
Menschen ausgedehnt. Zwingt das auch zum Gesetzesbruch?



> Auch hier: in der Nähe von Kindern kommt der
> Hund an die Leine, danach lasse ich ihn wieder aus-
> ganz klar.
> Hysterisch sind allerdings die Erwachsenen, selten die
> kleinen Kinder...

Woanders hast Du geschrieben, daß Du es nicht einsiehst,
auf einer weiten Grünfläche den Hund an die Leine zu nehmen.
Schön: München, Englischer Garten. Weite Grünflächen, überall
Kinder, überall nicht angeleinte Hunde. Toll, oder?

Ach ja: Auch immer wieder zu sehen: Kind (30 kg) führt zwei
Riesenhunde (je 50 kg) spazieren. Angeleint. Bringt nur überhaupt
nix, weil wenn _die_ Hunde durchgehen, ist das Kind hilflos.

Insgesamt finde ich das Verhalten der meisten Hundebesitzer
fahrlässig und uneinsichtig.

> > Wer braucht als Kumpel einen Hund, der eine Tonne Beisskraft entwickelt ?
> > Wer ? Wozu ?
>
> Schau- genau das ist angstneurotisch.
> Die Vorstellung der Bißkraft, des Angefallenwerdens,
> etc. - das hat mit der Realität nichts mehr zu tun.

Ob eine Tonne oder 200 kg - geschenkt. Frage ist: Warum
holen sich die Leute keinen Pudel? Irgendwas, das nur knie-
hoch ist?



> Falsch- das Eigentumsrecht gilt überall, ebenso der
> Auslegungsgrundsatz "in dubio pro libertate" ( vermutlich
> gibts den in Deutschland nicht ).

Deine Freiheit hört dort auf, wo sie anfängt, meine Freiheit
zu beschränken und anders herum.
Du kannst von mir aus einen Pittbull scharf und aggressiv
machen. Eine echte Killermaschine. Darfst Du. Aber dann
bleibt das Vieh bitte in Deinem Keller! Es geht nicht an,
dass Du dann meinst: Och, der hätte dem Tier hat nicht zu
nahe kommen dürfen.
Du hast dafür zu sorgen, dass das Vieh MIR nicht zu nahe kommt.


Thomas

Gerald

unread,
May 12, 2000, 3:00:00 AM5/12/00
to

Thomas Proell <pro...@informatik.tu-muenchen.de> schrieb

> Hahaha! Österreichische Studie! 'In Punkto Bißkraft gibt es
> keine besonders gefährliche Rassen'? Das glaubst Du ja wohl
> selbst nicht! Ein Pitbull mit der selben Bißkraft wie ein
> Pudel? DEN Pudel will ich sehen.

Logischerweise abgesehen von natürlichen
Größenunterschieden. Zwischen Schäfer und
Pitbull wird in der Praxis ein marginaler Unterschied
liegen.

> Ausserdem geht's nicht in erster Linie um die Hunde. Es geht
> um Besitzer.

Bravo! Dem stimme ich zu- also: statt Rassenverboten
ein strengers Tierschutzgesetz gegen diverse Mißhandlungen,
ein Verbot des Scharfmachens und ein automatisches
Hundehaltungsverbot bei Gewaltdelikten.


> Kampfhunde sind Statussymbole dieser Schichten.

Dasselbe Argument wird in den USA gegen Glock, H&K
und Co. verwendet.
Fakt ist: 90% der Hunde werden von 08/15 Bürgern
gehalten. Nur fallen die weniger auf.

> War schon immer so, daß wegen weniger Deppen eine ganze Gruppe
> in Verruf kommt.

Womit Du das Grundproblem richtig erkannt hast!

> > Höhere Steuern, Verbote gewisser Rassen, unbedingter
> > Leinen und Beißkorbzwang sind hingegen Kollektivstrafen
> > und zwingen förmlich zum Gesetzesbruch.
>

> Verbot von Mord und Totschlag sind ebenfalls auf alle
> Menschen ausgedehnt. Zwingt das auch zum Gesetzesbruch?

Naja, wir wollen mal nicht die bedeutensten Vorschriften
als Vergleich nehmen- wie wärs mit dem Waffengesetz?

> Woanders hast Du geschrieben, daß Du es nicht einsiehst,
> auf einer weiten Grünfläche den Hund an die Leine zu nehmen.
> Schön: München, Englischer Garten. Weite Grünflächen, überall
> Kinder, überall nicht angeleinte Hunde. Toll, oder?

Und wieviele Bisse ereignen sich dort? Na also...
Aber nichts spricht gegen extra Hundewiesen-
sofern sie in genügender Zahl in den Städten eingerichtet
werden. Nur eins steht fest: Hunde MÜSSEN frei
laufen können- alles andere ist tierquälerei.

> Ob eine Tonne oder 200 kg - geschenkt. Frage ist: Warum
> holen sich die Leute keinen Pudel? Irgendwas, das nur knie-
> hoch ist?

Fragen wir schon wieder nach dem Bedarf??
Die Frage sollte eigentlich mit "weils ihnen Spaß macht"
beantwortet sein, aber ok:
Weil meiner Erfahrung nach die meisten kleinen
Hunde wesentlich aggressivere, neurotischere
Wesen sind als die großen Brüder- siehe Pudel.
Ich will keinen kleinen, hysterischen Kläffer, den
ich beschützen muß weil er wieder große Hunde
angestänkert hat.

> > Falsch- das Eigentumsrecht gilt überall, ebenso der
> > Auslegungsgrundsatz "in dubio pro libertate" ( vermutlich
> > gibts den in Deutschland nicht ).
>

> Deine Freiheit hört dort auf, wo sie anfängt, meine Freiheit
> zu beschränken und anders herum.

Wodurch beschränkt der Hundehalter Deine Freiheit-
von Angstphantasien mal abgesehen??
Möglichkeiten, Wahrscheinlichkeiten, Potentiale
ebenso ausgenommen- was zählt ist die Realität.
Ebenso könnte man sagen durch die Gefahr des
Amoklaufens oder ähnlicher Mißbräuche beschränken
die Waffenbesitzer potentiell die Freiheit aller...

MfG

Gerald

Lutz Möller

unread,
May 12, 2000, 3:00:00 AM5/12/00
to

Thomas Proell schrieb:

> Ausserdem geht's nicht in erster Linie um die Hunde.

Sondern?

> Es geht um Besitzer.

Genau.

> Wenn ich einen Parkplatzstreit mit einem Zuhälter
> habe, hüpft schnell mal sein bestes Argument aus dem Cabrio:
> Sein Pitbull. Der braucht nicht beißen, aber allein die Anwesen-
> heit wirkt wie die eines dumpfen Türstehers: Auch solche menschlichen
> Pitbulls finden sich in der Umgebung von Zuhältern.
> Kampfhunde sind Statussymbole dieser Schichten. Drogendealer
> und Zuhälter laufen selten mir Dackel und Pudel durch die
> Gegend. Das wäre lächerlich. Das muß ein 'böser' Hund sein.

Also ist nicht der Hund, wie eine Waffe, die Gefahr um die sich zu
kümmern wäre.

> Was ich jetzt auch schon gesehen habe ist, daß sich immer mehr
> Assoziale solch ein Statussymbol leisten. Am Stachus hängt ein
> Penner 'rum, der einen Pitbull hat.

Nachahmer.

Gruß Lutz

Lutz Möller

unread,
May 12, 2000, 3:00:00 AM5/12/00
to

Gerald schrieb:

> Nur eins steht fest: Hunde MÜSSEN frei

> laufen können- alles andere ist Tierquälerei.

Gerald,

Hunde sind gesellig. Deshalb können wir sie, sie uns verstehen.

Wichtiger als frei zu laufen ist Hunden sich mit ihrer Umgebung zu
verstehen. Also können Hunde, ohne ihnen auf den Schwanz zu treten, ganz
gut an der Leine geführt werden. Hunde können erzogen werden "Bei Fuß"
zu gehen, ohne ihnen damit weh zu tun.

Was, bitte, soll also dein obiges Gebrüll?

Gruß Lutz

Lutz Möller

unread,
May 12, 2000, 3:00:00 AM5/12/00
to

Gerald schrieb:

> Ja, eine Labourabgeordnete will alles was den Menschen
> selbst schädigen kann ( zB. Boxen, da hier oft Kopfverletzungen
> auftreten ) bis zu dem was "unnötig und zu gefährlich ist"
> ( oder zumindestens was sie dafür hält- zB. Ninjutsu )
> verbieten.

Ziel fassen ...

Chris Wagner

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to

"Thomas Proell" <pro...@informatik.tu-muenchen.de> schrieb im Newsbeitrag
news:391A8D77...@informatik.tu-muenchen.de...

> Hi!
>
> Chris Wagner wrote:
> > > Eieiei... Einzelfaelle gibt's immer. Der Serbe, der von der BW
> > > erschossen
> > > wurde, hatte ueber ein Duzend Koerpertreffer aus G36 und MG3. Puh. Hat
> > > aber immer noch vom Grossserbischen Reich geschwaermt.
> >
> > Das wage ich zu bezweifeln ! Jedenfalls tat er das nicht in dieser Welt
!
>
> Doch, doch, das war schon richtig. Sass in seiner Karre laberte in die
> Kamera, dass er fuer Serbien sterben will. Was er dass auch ein paar
> Minuten
> spaeter machte. Hast Du die Szenen nicht im Fernsehen gesehen? Im
> Spiegel

Habe ich leider nicht gesehen aber das mit dem G36 ist ja noch OK aber wenn
einer eine MG3-Salve abbekommt ist der meistens schon ziemlich kaputt -
darum wundert mich die Sache etwas - vor allem weil ich die Wirkung des MG3
kenne.

> stand vor etwa 2 Monaten ein detaillierterer Artikel.

Habe ich auch nicht gelesen aber vielleicht haben die auch (wie üblich) die
Wirklichkeit etwas angepasst/verzerrt.

> Der Fahrer war allerdings mit zwei Treffern schon tot.

Das ist "normal" !

Wie auch immer einem Rudel 7,62mm Projektilen möchte ich nicht begegnen.

C.


Josef Suckart

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to
> Falsch- das Eigentumsrecht gilt überall, ebenso der
> Auslegungsgrundsatz "in dubio pro libertate" ( vermutlich
> gibts den in Deutschland nicht ).

Nein, aufgrund fehlender libertas.
Dafür gibt es hier: "in dubio pro fiskus"

Josef Suckart

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to

Gerald wrote:

> > > Weil - zumindestens in Österreich- die Krankenhäuser
> > > selbst bei der geringsten Verletzung Meldung über
> > > die Ursache machen und nicht wenige wegen einem
> > > simplen Anspringen dorthin pilgern
> > > um eventuell Schmerzensgeld rauszuholen.
> >

> > Jetzt wirst aber Du unrealistisch. Was soll jemand im Krankenhaus sagen,


> > dem wirklich nix passiert ist?
>
> Per Gesetz ist schon die geringste Abschürfung,
> der kleinste blaue Fleck eine Körperverletzung..

Also hat der Hund doch "gezwickt" oder was?

> > > Und es gibt viele Fälle wo die Waffe tötet- denn nur
> > > dazu ist sie ja gemacht..
> >
> > Deine vielleicht, meine nicht.
>
> Das war auch nur die Anti-Hundehaltung ( "alle Hunde sind
> potentielle Killer") umgelegt auf Waffen- hab ich schon etliche
> male in Diskussionen vernommen.

Jaja. Bödsinn stirbt erfahrungsgemäß nicht aus sondern kumuliert sich.

Sepp

Michael Wieland

unread,
May 15, 2000, 3:00:00 AM5/15/00
to

Josef Suckart schrieb:

> Gerald wrote:
>
> > > > Weil - zumindestens in Österreich- die Krankenhäuser
> > > > selbst bei der geringsten Verletzung Meldung über
> > > > die Ursache machen und nicht wenige wegen einem
> > > > simplen Anspringen dorthin pilgern
> > > > um eventuell Schmerzensgeld rauszuholen.
> > >
> > > Jetzt wirst aber Du unrealistisch. Was soll jemand im Krankenhaus sagen,
> > > dem wirklich nix passiert ist?
> >
> > Per Gesetz ist schon die geringste Abschürfung,
> > der kleinste blaue Fleck eine Körperverletzung..
>
> Also hat der Hund doch "gezwickt" oder was?
>

Leider ist nicht mal das nötig. Bei meinem Hund (Kategorie
Riesenwuschelschmuseköter) reite es aus, dass die Leine dem Hund gestattete bis
zum etwa 60 cm hohen Gartenzaun zu kommen. Denn leider hat mein Hund eine Dame
beim gassiführen ihres Fiffis derart erschreckt, dass diese Frau gestürtzt ist.
Die Folgen waren alles andere als angenehm, nur dank eines Rechtsbeistandes kam
ich mit dem bezahlen der Reinigungskosten davon.
Seltsammerweise kam 14 Tage später irgend ein Staatlich bestellter Typ, der die
Haltungsweise des Hundes überprüft hat (wg. Tierquälerei) und Auflagen
durchsetzten wollte, die bei meiner Tierärtztin und dem örtlichen
Tierschutzverein regelrecht Empörung hervorriefen (Zwinger usw.).


Michael


0 new messages