Ich glaube gelesen zu haben, daß neuerdings die Fa. H & N
SWC-Bleigeschosse mit GC (158 gr.)im Angebot hat. Das sind dann
(glaube ich) die extra harten (ca. 20 brinell).
Ich würde aber keine Bleigeschosse mit einer 357 Mag. Ladung laden. Es
könnte sonst sein, daß das Geschoßfett nicht ausreicht und sich der
Lauf stark mit Blei zusetzt. Was sich natürlich stark auf die
Präzision auswirkt.
Habe noch keine Erfahrung mit gekauften SWC/GC Bleigeschossen gemacht.
Vielleicht kennt ja schon jemand diese Geschosse und kann seine
Erfahrungen hier kundtun?
Gruß Ralf
>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<
Am 08.02.99, 11:48:42, schrieb "NewUser" <New...@primus-online.de> zum
Thema Wiederladen 357 Magnum Bleigeschosse:
http://www.rainierballistics.com
Das sind vollverkupferte Bleigeschosse.
In .38 / .357 Magnum erhaeltlich:
125gr FP
125gr HP
140gr FP
148gr DEWC
158gr FP
158gr RN
158gr HP
In Deutschland unter anderem bei "CEMA" erhaeltlich:
CEMA-IKS-Trading
Koenigsberger Str.85
D-47574 GOCH
http://home.t-online.de/home/CEMA-IKS-Trading
Semjon M. Gehner
----------
Im Beitrag <19990208...@Ralfi.dialin.t-online.de>,
Pisa...@t-online.de (Ralf Pisarek) schrieb:
Hallo,
giebts auch von WM Bullets = Willi Minert. Habe ich noch nicht
probiert, jedoch die ohne Gas Check mit ca.360 m/s geschossen. Dabei
hatte ich schon etwas Bleiansatz hinterm Übergang. Im Ladebuch ist
eine Full-House-Ladung mit 446 m/s angegeben.
Ich zitiere mal aus dem Absatz über Verbleiung aus dem WM-Ladebuch:
Eine Verbleiung, das heißt massive Bleiablagerungen im gesamten Lauf,
vom Patronenlager bis zur Mündung tritt nur dann auf wenn ...
das Geschoss einen zu kleinen Durchmesser für den Lauf hat. Sollte
immer 0,001" größer sein als der gemessene Laufdurchmesser.
...das Geschoß mit einer zu hohen Geschwindigkeit verschossen wurde.
Giebt an: bei gegossenen Geschossen 250-360 m/s, mit Gas-Check bis
maximal 600 m/s.
Bei korrekt gewähltem Geschoßdurchmesser und
Geschoßgewichts/-Geschwindigkeitskombination hinterlassen
Bleigeschosse auch nach mehreren hundert Schuß nicht mehr als einen
kleinen Bleiansatz im Übergang vom Patronenlager zum Lauf, der aber
die Präzision nicht beeinträchtigt und mit einer Messingbürste leicht
entfernt werden kann.
>
Ich vergaß, wenn Du mal auf den Gas Check verzichten willst, kannst Du
auch mal mit Bleigeschosse unterschiedlicher Diameter herum
experimentieren. Die Fa. Strike bietet hierzu unterschiedlich
kalibrierte Geschosse von z.B. .356 bis .358 an. Natürlich auch für
andere Kaliber. Der Vorteil, man kann gegen Einsendung von DM 5,00 in
Briefmarken je ca. 50 Mustergeschosse zum testen bekommen.
Http://WWW.Strike.de/bullets/bullets.html
> Ich zitiere mal aus dem Absatz über Verbleiung aus dem WM-Ladebuch:
> Eine Verbleiung, das heißt massive Bleiablagerungen im gesamten Lauf,
> vom Patronenlager bis zur Mündung tritt nur dann auf wenn ...
> das Geschoss einen zu kleinen Durchmesser für den Lauf hat. Sollte
> immer 0,001" größer sein als der gemessene Laufdurchmesser.
So ist Minterts Ausage wohl nicht ganz richtig. Bei Revolvern etwa ist der
Durchmesser des Uebergangskegels entscheidend fuer die Wahl des
Bleigeschosses, nicht der Zugdurchmesser.
--
Alexander Eichener, Heidelberg
Main address: c...@ix.urz.uni-heidelberg.de
RP> Ich glaube gelesen zu haben, daß neuerdings die Fa. H & N
RP> SWC-Bleigeschosse mit GC (158 gr.)im Angebot hat. Das sind dann
RP> (glaube ich) die extra harten (ca. 20 brinell).
RP> Ich würde aber keine Bleigeschosse mit einer 357 Mag. Ladung laden. Es
RP> könnte sonst sein, daß das Geschoßfett nicht ausreicht und sich der
RP> Lauf stark mit Blei zusetzt. Was sich natürlich stark auf die
RP> Präzision auswirkt.
am besten man nimmt verkupferte bleigeschosse (das sind keine
mantelgeschosse).
in den ladetabellen dann die werte fuer bleigeschosse verwenden.
seitdem ist laufverbleiung bei mir kein thema mehr :-)
158 gr LSWC gibt es zb. bei frankonia.
kriegst du aber eigentlich in jedem waffengeschaeft.
--
********************************************
Juergen Kaesmann
eMail: juergen....@bln.de
Homepage: http://www.bln.de/juergen.kaesmann
> Ich glaube gelesen zu haben, daß neuerdings die Fa. H & N
> SWC-Bleigeschosse mit GC (158 gr.)im Angebot hat. Das sind dann
> (glaube ich) die extra harten (ca. 20 brinell).
> Ich würde aber keine Bleigeschosse mit einer 357 Mag. Ladung laden. Es
> könnte sonst sein, daß das Geschoßfett nicht ausreicht und sich der
> Lauf stark mit Blei zusetzt. Was sich natürlich stark auf die
> Präzision auswirkt.
Genau diese Erfahrung kann ich bestaetigen.
Sogar mit normaler 38sp. verbleit mein Ruger gp160 ekelhaft.
Karlo
--
Karlo Gross email: k...@orion.dip.de
Du brauchst keinen Windows-Ersatz. Wenn Windows wegfaellt, hinterlaesst
es eine Luecke, die es vollstaendig ersetzt :-)
>On Mon, 8 Feb 1999, Reinhard Sonnet wrote:
>
>> Ich zitiere mal aus dem Absatz =FCber Verbleiung aus dem WM-Ladebuch:
>> Eine Verbleiung, das hei=DFt massive Bleiablagerungen im gesamten Lauf,
>> vom Patronenlager bis zur M=FCndung tritt nur dann auf wenn ...
>> das Geschoss einen zu kleinen Durchmesser f=FCr den Lauf hat. Sollte
>> immer 0,001" gr=F6=DFer sein als der gemessene Laufdurchmesser.
>
>So ist Minterts Ausage wohl nicht ganz richtig. Bei Revolvern etwa ist der
>Durchmesser des Uebergangskegels entscheidend fuer die Wahl des
>Bleigeschosses, nicht der Zugdurchmesser.
>
>--=
Der Uebergangskegel ist nichts weiter als eine konusfoermige Senkung,
um auch etwaige axiale Differenzen, Trommel, Lauf, zu kompensieren. So
meine Meinung.Lasse mich aber auch gern eines besseren belehren. Beim
Colt gemessen betraegt der Durchmesser 9.8mm, beim .357 wohlgemerkt.
>
>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<
Am 09.02.99, 07:49:36, schrieb Karlo Gross <k...@orion.dip.de> zum Thema
Re: Wiederladen 357 Magnum Bleigeschosse:
> Karlo
Das habe ich wunderbar in Griff bekommen. Versuche doch mal die Waffe
mit Teflon zu imprägnieren. Ich verwende immer nach dem Reinigen
Teflon-Waffenfett von Wolf. Hat einen Teflonanteil von 80%. Es ist nur
wichtig, daß vor dem Schießen der Lauf durchgezogen wird, da das Fett
sehr fest ist.
Seit dem habe ich keine Bleirückstände mehr. Und die Reinigung geht
auch wesentlich einfacher und schneller.
Bei Mantelgeschossen läßt die Gleitwirkung allerdings bald nach.
Wohingegen bei Blei noch nach 200 Schuß kein Blei zu sehen ist.
Ralf
> >So ist Minterts Ausage wohl nicht ganz richtig. Bei Revolvern etwa ist der
> >Durchmesser des Uebergangskegels entscheidend fuer die Wahl des
> >Bleigeschosses, nicht der Zugdurchmesser.
> >
> Der Uebergangskegel ist nichts weiter als eine konusfoermige Senkung,
> um auch etwaige axiale Differenzen, Trommel, Lauf, zu kompensieren.
Das "um zu" wuerde ich im Jahre 1999 nicht mehr so ohne weiteres stehen
lassen. Und eben der Durchmesser des Uebergangskegelbeginns ist
entscheidend fuer die Wahl des Geschossdurchmessers. Vor allem bei den
verschiedenen .45er Fabrikaten mit ihren sehr verschieden geschnittenen
Konussen kann das ein Problem sein. Ist der Grund dafuer einleuchtend ?
(--> gas cutting, rocket effect).
Reinhard Sonnet wrote:
> Der Uebergangskegel ist nichts weiter als eine konusfoermige Senkung,
> um auch etwaige axiale Differenzen, Trommel, Lauf, zu kompensieren. So
> meine Meinung.Lasse mich aber auch gern eines besseren belehren.
Reinhard,
wie stellst du dir den Beginn eines Laufes mit Zügen und Feldern vor?
Sollen die Felder ab Patronenlagerende im Lauf sofort als scharfe Kante
beginnen?
Oder sollen die Felder mit zugdruchmesser beginnend, langsam, in
derLänge des "Übergangskegels" von Zugdurchmesser sich zu
Felddurchmesser verjüngen?
Lutz
>On Tue, 9 Feb 1999, Reinhard Sonnet wrote:
>
>> >So ist Minterts Ausage wohl nicht ganz richtig. Bei Revolvern etwa ist der
>> >Durchmesser des Uebergangskegels entscheidend fuer die Wahl des
>> >Bleigeschosses, nicht der Zugdurchmesser.
>> >
>> Der Uebergangskegel ist nichts weiter als eine konusfoermige Senkung,
>> um auch etwaige axiale Differenzen, Trommel, Lauf, zu kompensieren.
>
>Das "um zu" wuerde ich im Jahre 1999 nicht mehr so ohne weiteres stehen
>lassen. Und eben der Durchmesser des Uebergangskegelbeginns ist
>entscheidend fuer die Wahl des Geschossdurchmessers. Vor allem bei den
>verschiedenen .45er Fabrikaten mit ihren sehr verschieden geschnittenen
>Konussen kann das ein Problem sein. Ist der Grund dafuer einleuchtend ?
>(--> gas cutting, rocket effect).
>
>--
>Alexander Eichener, Heidelberg
>Main address: c...@ix.urz.uni-heidelberg.de
>
>
Hallo,
schrieb,"um auch", will damit sagen unter anderem. Bei meinem .357
beginnt der Uebergangskonus mit 9.8mm Durchmesser und laeuft im
Zugdurchmesser aus, die Gradzahl habe ich nicht gemessen.
Uebergangsreibahlen giebts im Triebel-Waffenwerkzeugkatalog zu
besichtigen, sind konische Reibahlen mit einem Fuehrungsdorn im
Felddurchmesser. Wie bestimme ich nun den Geschossdurchmesser, wenn
nicht zwischen den Zuegen?
Reinhard
Alexander Eichener wrote:
> On Tue, 9 Feb 1999, Reinhard Sonnet wrote:
> > Der Uebergangskegel ist nichts weiter als eine konusfoermige Senkung,
> > um auch etwaige axiale Differenzen, Trommel, Lauf, zu kompensieren.
>
> Das "um zu" wuerde ich im Jahre 1999 nicht mehr so ohne weiteres stehen
> lassen. Und eben der Durchmesser des Uebergangskegelbeginns ist
> entscheidend fuer die Wahl des Geschossdurchmessers. Vor allem bei den
> verschiedenen .45er Fabrikaten mit ihren sehr verschieden geschnittenen
> Konussen kann das ein Problem sein. Ist der Grund dafuer einleuchtend ?
> (--> gas cutting, rocket effect).
Was hat das mit 1999 zu tun? Denkst Du daß die Fertigung so präzise ist, daß
sie einen Übergangskegel nicht mehr erfordert?
Was hat die Wahl des Geschossdurchmessers mit gas cutting zu tun?
Fragen über Fragen.
> > Das "um zu" wuerde ich im Jahre 1999 nicht mehr so ohne weiteres stehen
> > lassen. Und eben der Durchmesser des Uebergangskegelbeginns ist
> > entscheidend fuer die Wahl des Geschossdurchmessers. Vor allem bei den
> > verschiedenen .45er Fabrikaten mit ihren sehr verschieden geschnittenen
> > Konussen kann das ein Problem sein. Ist der Grund dafuer einleuchtend ?
> > (--> gas cutting, rocket effect).
>
> Was hat das mit 1999 zu tun? Denkst Du daß die Fertigung so präzise ist, daß
> sie einen Übergangskegel nicht mehr erfordert?
Sie sollte es jedenfalls sein. Wenn das Timing nicht stimmt, gehoert der
Revolver zurueck ins Werk, das hat nicht der Uebergangskegel
auszugleichen, indem das Geschoss an eine Wandung knallt.
> Was hat die Wahl des Geschossdurchmessers mit gas cutting zu tun?
Ist der Geschossdurchmesser deutlich kleiner als der Durchmesser des
Uebergangskegel, so wirkt sich das negativ auf Praezision und auf
Laufverbleiung aus. Es gibt ja relativ wenige Dinge, ueber die sich die
Bleigiesser einig sind :-), aber das ist eines davon. Grund ist zum einen
der seitlich ungestuetzte Freiflug, zum anderen die Geschossumspuelung
durch die an der Seite vorbeistroemenden heissen Pulvergase. Sie lenken
das Geschoss zum einen ab (bzw. verkanten es), zum anderen verfluessigen
bzw. verdampfen sie das Blei.
Gilt uebrigens auch fuer Buechsen mit Bleigeschossen, nicht nur fuer
Revolver.
Seit einigen Tagen haben wir ein neues Geschoß im Kaliber 357. Es handelt
sich um ein WC-Geschoß mit 143 Grains im Diameter 357 oder 358. Die ersten
Tests waren sehr überzeugend.
Übrigens: wir freuen uns über jede Erfahrung - ob positiv oder negativ - die
Sie mit den Strike-Bullets gemacht haben. Besonders gute Ladedaten
veröffentlichen wir auch gerne auf unserem Server www.strike.de oder in den
gedruckten Infos.
Grüße
Florian König
http://www.sportartikel-koenig.de
Ralf Pisarek schrieb in Nachricht
<19990208...@Ralfi.dialin.t-online.de>...