1.
> Um ihre volle Geschwindigkeit aufzubauen braucht die Patrone 7 x 64 einen
> längeren lauf. Jetzt hast du nur eine ganz große Flamme, aber nicht
> genügend Gasdruck.
2.
> Konnen Sie mir sagen ob die vom Lieferanten angegeben werte, z.B . im
> Frankonia Katalog auch auf die Munition zutrifft, wenn aus meiner Waffe
> geschossen.
3.
> Ich hab mir übrigens diese Waffe gekauft, um sowoll Reh als Sau zu
> erwischen
>
> Bedanke mich im voraus fur ihre Bemühung.
Da mir die Frage von allgemeinem Interesse erscheint, veröfentliche ich
hier meine Antwort:
RWS sagt zur 7 x 64
Allgemeines
Eine der ganz grossen Jagdpatronen überhaupt und die meistgeführte
Büchsenpatrone im mitteleuropäischen Raum ist die Brenneke-Entwicklung 7
x 64. Alles bei uns vorkommende Schalenwild kann waidgerecht damit
erlegt werden, wobei natürlich der Schwerpunkt der Verwendung einer
starken 7-mm-Patrone auf mittelstarkem europäischem Schalenwild liegt.
Eine Vielfalt von Laborierungen wird angeboten, die das eigentliche
Betätigungsfeld nach oben und nach unten erweitern helfen: Mit
leichteren GEschossen für die Bejagung von Rehwild und Gams und mit
schwereren zum Schuss auf Rotwild und grobe Sau. Der Vorteil der 7 x 64
liegt in der Universalität der Verwendung. So mancher Jäger führt
ausschliesslich die Repetierbüchse in diesem Kaliber für alle
vorkommenden Schalenwildarten. Waffen in 7 x 64 werden von sämtlichen
Herstellern bereitgestellt. Schliesslich gilt die 7 x 64 als das Maß, an
dem die Leistung anderer Patronen gemessen wird; sie ist sozusagen der
Standard für europäische Verhältnisse. Auch im Ausland spielt die 7 x 64
eine relativ grosse Rolle, lediglich in den amerikanischen Jagdgebieten
ist sie nicht so bekannt und wird dort durch die im annähernd gleichen
Leistungsbereich liegende .30-06 vertreten.
Geschichte
Im Prinzip ist die 7 x64 nicht viel mehr als eine verlängerte 7 x 57
Mauser von 1893, gestaltete sich der Werdegang der 7 x 64 doch
komplizierter. Wilhelm Brenneke beschäftigte sich schon in der Zeit nach
der Jahrhundertwende mit der Verlängerung von damaligen Standardhülsen,
um auf diese Weise eine Leistungssteigerung herbeizuführen. Als
Ausgangshülse bot sich zunächst die M/88 bzw. 8 x 57 des damaligen
Armeegewehrs M98 an. Es ist anzunehmen, daß auch die Einführung der
Patrone .30-06 bei der US-Armee eine gewisse Rolle gespielt hat, als
Brenneke im Jahre 1912 die 8 x 64 (siehe dort) durch Verlängern der 8 x
57 erhielt und die für damalige Verhältnisse sehr leistungsstarke
8-mm-Patrone den kaiserlichen Annahmestellen als neue Militärpatrone mit
einer im Vergleich zur 8 x 57 stark gesteigerten Leistung vorschlug. Die
Grundidee war nicht verkehrt, was die Leistungssteigerung betraf. Zudem
konnten die Militärwaffen Kal. 8 x 57 leicht für die neue Patrone 8 x
64 geändert werden; das System Mauser 98 erwies sich als lang genug.
Trotzdem ging Brennekes Idee nicht durch. Man blieb aus allgemein
-logistischen Gründen bei der kurzen Mauserhülse. Als Jagdpatrone
vorgestellt, hatte die 8 x 64 Patrone jedoch begrenzten Erfolg, und
dadurch ermutigt, wagte sich Brenneke an eine weitere Modifikation: In
den zurückliegenden fast 25 Jahren hatte sich die 7 mm Mauser (7 x 57)
einen so guten Namen gemacht, daß sich das Kaliber geradezu anbot.
Brenneke zog die 8 x 64 auf 7 mm ein, stellte die neue Patrone im Jahre
1917 als 7 x 64 vor. Mit einer etwa zehn Prozent betragenden
Verbesserung zur 7 x 57 kam die Patrone zwischen den beiden Weltkriegen
hervorragend an, obwohl es damals mehr 8-mm-Befürworter für den Schuss
auf Hochwild gab als heute. Das "Wunderkaliber", wie es von den
Verfechtern im positiven Sinn genannt wurde, war z.B. im Jahre 1938 mit
fast vierzig (!) Laborierungen auf dem deutschen Markt.
Schon damals gab es die heute noch beliebten und bewährten Ladungen mit
dem 11.2-g-gH-Mantelgeschoß und den 10.5-g- und
11.5-g-gBrenneke-Torpedo-Ideal-Geschossen (TIG). Als die
Munitionsfertigung nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen wurde,
zählte die 7 x 64 wieder zu den Standardsorten und wird es auch in
absehbarer Zukunft bleiben.
Die Patrone aus der Sicht des Wiederladers.
Da alle werksgeladenen Geschosse abgegeben werden, zudem das 9.0 g TMR
und das SG, in dem Schaffen des engagierten Wiederladers nur durch die
Einhaltung der Ladeangaben Grenzen gesetzt. Bei den Pulversorten eignen
sich die progressiveren am besten. Da jede aber jede Waffe ihre eigenen
Gesetze hat, sollte der gewissenhafte Wiederlader bei seinen
Präzisionsüberprüfungen die ganze Palette überblicken und und Pulver,
welche sich besonders gut für reduzierte Ladungen eignen, nicht
vergessen: Interessant ist vor allem der Vergleich bei den Zündhütchen.
Generell kann für die 7 x 64 gesagt werden, daß das sogenannte
Magnumzündhütchen dem Standardhütchen vorzuziehen ist. Es verursacht
zwar etwa durchschnittlich 100 bar mehr Druck, jedoch wesentlich weniger
Standardabweichung bei Druck und Geschwindigkeit, was für die Entfaltung
der Gleichmässigkeit von Schuss zu Schuss ausschlaggebend ist. Da zudem
mit dem Magnumzündhütchen etwa 5 m/s mehr Mündungsgeschwindigkeit
gemessen werden könne, gleichen sich die Auswirkungen der beiden
Zündhütchen leistungsmässig aus. Unter dem Strich ist als das
Magnumhütchen vorzuziehen - ausgenommen bei den Laborierungen für das
8.0 g KS. Hier bring interessanterweise das Standardhütchen mehr
Vorteile.
soweit RWS.
Lieber Herr,
gleich vorweg gesagt, Sie werden mit Ihrem 7 x 64 Stutzen Reh und Sau
schießen können. Lassen Sie mich auf Ihre Fragen im Einzelnen eingehen.
Am Ende empfehle ich Ihnen dann etwas.
3. Reh und Sau
Ich empfehle Ihnen zu grundlegenden Fragen folgende Seiten zu lesen,
wenn sie wissen wollen, warum ich Ihnen etwas bestimmtes empfehlen
werde.
http://home.snafu.de/l.moeller/Zielwirkung/Zielwirkung.html
http://home.snafu.de/l.moeller/Wundwirkung.html
http://home.snafu.de/l.moeller/Tiefenwirkung.html
und zur Frage einer Kugel für Reh und Sau
http://home.snafu.de/l.moeller/Rehwildgeschoss.html
http://home.snafu.de/l.moeller/Auf_Sauen.html
Besonders in beiden letzteren Beiträgen erfahren Sie, wie schwierig eine
Patrone für Reh und Sau gleichermaßen zu gestalten ist. Obwohl
schwierig, ist das möglich. Sie müssen allerdings selbst laden oder von
einem gewerblichen Wiederlader laden lassen.
2. Patronenleistungen nach Werkangaben im kurzen Lauf
Dichtung und Wahrheit sind nicht gleich. Werkangaben und Messungen auch
nicht. Sehen sie mal bei http://home.snafu.de/l.moeller/Messungen.html
herein, um einen Eindruck zu bekommen, welche Abweichungen so vorkommen.
Sie werden aus dem kurzen Lauf die Werkangaben, die meist für 61 cm Lauf
ermittelt wurden, nicht erreichen. Wie groß der Unterschied sein wird,
kann ich nicht sagen. Messen sie nach. Falls sie da nicht können würde
ich das für Sie erledigen können. Der reine Geschwindigkeitswert ist
aber nicht so wichtig, wie der Flugbahnverlauf. Den können Sie auf dem
Schießstand ohne weiteres selbst herausfinden.
1. Große Flamme ohne Gasdruck
In kürzeren Läufen muß das Pulver schneller verbrennen um keinen großen
Feuerball zu verursachen.
In der .30-06 kam ich mit 8,75g Sierra Single Shot Spitzer bei 63 gr.
Vihtavuori N540 zu sehr guten Leistungen auf Rehwild, ohne Flammprobleme
zu haben. Dieselbe Pulvermenge vor 8,1g Nosler BT war bereits
unbrauchbar (Feuerball). Sie sehen, das Problem ist nicht in großen
Zügen einfach zu lösen, sondern bedarf der Feinarbeit.
Die einbasigen französischen Vectan Röhrchenpulver sind 20% weniger
dicht, die Ladungen werden also kleiner und die Geschwindigkeiten
langsamer, aber sie verbrennen ohne große Flamme, sind als Nachtpulver
gut geeignet.
Um Nachts ohne großen Feuerball zu schießen, sollten Sie grundsätzlich
das schnellste Pulver in der größten möglichen Ladung, bevor die Patrone
platzt, für Ihre Kugel wählen.
Empfehlung:
Ich empfehle Ihnen für Rehwild das sehr weiche Sierra Geschoß 7 mm 8,42g
= 130 gr. SSP #7250 oder das RWS 8 g KS oder 9 g Scheibengeschoß. Solche
Ladungen bekommen Sie nicht ab werk!
Für Sauen nehmen Sie ein schwereres härteres Geschoß wie 11g Lapua Mega
oder RWS 10,5g KS oder auch ein passenden neueres Nosler BT. letzteren
Geschosse sind vorn einigermaßen weich und werden durch den hinten
zunehmend dickeren Mantel fest, so daß bei ausreichendem Gewicht gute
Tiefenwirkung zu erwarten ist. Derartige Patronen sind von Lapua oder
RWS erhältlich - leider nicht auf Reh gut zu nutzen.
Rehe schießt man auf nah bis weite Entfernung. Sauen schißt man auf nahe
Entfernung in der Nacht. Es wäre daher vernünftig die Waffe mit der
Rehwildladung hoch einzuschießen, daß Sie weit hinaus können. Also 4 - 5
cm Hochschuß auf 100 m.
Die Sauladung liegt dann eher auf 100 m Fleck oder darunter.
Ich hoffe ihnen verständlich geraten zu haben. Wenn sie noch etwas
wissen wollen: Fragen Sie gern.
mit freundlichen Grüßen
Lutz Möller
P.S. Wenn Sie Rehe mit langsamen harten Kugeln auf die Kammr schießen,
laufen die weit weg (100m). Mit sehr schnellen (1.000 m/s) leichten
weichen Kugeln getroffen, liegen die schon nach 30 m (Es sei denn Sie
schießen auf den Träger, dann liegen die gleich. Dann macht auch die
Kugel keinen Unterschied - aber das Ziel ist klein!)
Der Gasdruck ist an der Stelle weder höher noch niedriger, als bei einem
längeren vergleichbarem Lauf. Leider wird beim Kauf eines Stutzens allzu oft
eine alte Faustregel nicht beachtet:
Hülsenlänge maximal 57mm.
Das ist ein grober Anhalt. Stimmt aber meistens. Der Wiederlader kann seine
Patronen anpassen, aber welchen Sinn macht eine 7x64 aus einem kurzen Lauf?
RalfR
Hier kann ich nur beipflichten den hier will der Käufer Waffen/ Patronen
Kombinationen haben die man nur als hanebüchenen Unsinn bezeichnen kann.
Als Paradebeispiel möchte ich ihr hier den R93 von Blaser anführen mit
der Lauflänge von 58 cm Magnaport und Kunststoffschaft, natürlich in
.300 Win Mag.
Hier will der Käufer die eierlegende Wollmilchsau haben.
Er stellt folgende Forderungen auf
Die Waffe soll leicht sein
Sie soll möglichst kurz sein (man stößt ja sonst im Hochsitz an)
Man will ein Overkillkaliber haben wo man von Reh bis Sau / Hirsch auf
alle Entfernungen schießen kann, anschließend das Stück im Feuer liegt,
am besten wäre es wenn das Stück noch mit den Läufen winken würde, damit
man es leichter findet.
Der Käufer studiert den Frankonia Katalog (Jäger und Schützenbibel) nach
der leichtesten Waffe die man am schnellsten repetieren kann, hat er sie
dann gefunden werden die Leistungen der Patronen verglichen, eine
Magnumpatrone ausgewählt.
Jetzt bekommt es der Schütze mit der Angst zu tun und stellt sich die
Frage Die Waffe schlägt doch hoch, dann kann ich ja nicht mehr in
Lichtgeschwindigkeit repetieren und ich muß vielleicht die Dritte Vierte
Sau unbeschossen ziehen lassen, denkts sucht und findet den Magna Port
und ordert ihn gerade noch dazu.
Was hat er dann?
Leistung weniger als teilweise .308
Rückstoß wie ein Pferd
Geld ausgegeben wie ein Ölscheich
Verwunderung über die neue Schußhärte beim Wild
Nach etlichen Versuchen eine weitere Schrankwaffe
Die Suche nach einer Neuen Jetzt muß es aber Weatherby sein!
Merke der Hersteller stellt nicht das her was der Kunde braucht sondern
was der Kunde will !!!!
Gruß Ralph
Ralph Küsters schrieb:
>
...
> Die Suche nach einer Neuen Jetzt muß es aber Weatherby sein!
>
Ich habe ein Weatherby 7x64 - 66cm Lauf.
Habe sie schon härter erlebt, als eine 7mm Rem Mag...
> Merke der Hersteller stellt nicht das her was der Kunde braucht sondern
> was der Kunde will !!!!
Da hast Du allerdings sowas von Recht!
Eine 7x64 müßte man für so kurze Rohre schon ordentlich tunen
(schnelleres Pulver..)
Sie war entwickelt worden für Büchsen mit teilweise 75 cm langen
Läufen!
Und Wilhelm B selber wies DWM damals an, die Patronen "scharf zu
laden"....
Also nicht reduzierter Dödelkram. Sondern Power.
Es war sozusagen eine frühe Magnumpatrone.
NAch eigener Erfahrung würde ich einem ganz sicher zustimmen:
Nichts geht über 7x57.
--
Viele Grüße, Guido
Optische Instrumente d. NVA:
http://www.stud.uni-hamburg.de/users/oem2/
- seit 10. Januar 2000 nun auch endlich mit ersten Bildern...
Ralph Küsters schrieb:
> Merke der Hersteller stellt nicht das her was der Kunde braucht sondern
> was der Kunde will !!!!
>
> Gruß Ralph
[einen witzigen Beitrag]
Ralph,
ich habe mich mit deiner Schreibe vergnügt.
Lutz
Guido Thürnagel schrieb:
> Eine 7x64 müßte man für so kurze Rohre schon ordentlich tunen
> (schnelleres Pulver..)
>
> Sie war entwickelt worden für Büchsen mit teilweise 75 cm langen
> Läufen!
> Und Wilhelm B selber wies DWM damals an, die Patronen "scharf zu
> laden"....
>
> Also nicht reduzierter Dödelkram. Sondern Power.
> Es war sozusagen eine frühe Magnumpatrone.
>
> Nach eigener Erfahrung würde ich einem ganz sicher zustimmen:
> Nichts geht über 7x57.
... in kurzen Läufen <zustimm>.
Moin Guido,
haste in Berlin was gefunden?
fragt Lutz
Stimmt. Im Übrigen ist der Kunststoffschaft von Blaser nur für diejenigen
Käufer ein vollwertiger Schaft, die noch nie einen McMillan oder ähnlichen
in der Hand gehabt haben.
> Die Waffe soll leicht sein
Klar doch sonst kann man ja keine 5 Flaschen Bier mehr auf den Hochsitz
mitnehmen. ;-)
Leichte Waffen machen nur für den Sinn, der wirklich im Gebirge jagt.
>
> Sie soll möglichst kurz sein (man stößt ja sonst im Hochsitz an)
Sonst würden auch nicht so viele Bullpub-Repetierer angeboten. Ich würde mir
aus Sicherheitsaspekten nie so ein Ding kaufen.
> Man will ein Overkillkaliber haben wo man von Reh bis Sau / Hirsch auf
> alle Entfernungen schießen kann, anschließend das Stück im Feuer liegt,
> am besten wäre es wenn das Stück noch mit den Läufen winken würde, damit
> man es leichter findet.
>
Ich bin nicht gegen die .300 Win. Mag. sie hat ihren Einsatzbereich dort wo
auf weite Entfernungen geschossen wird. Aber Drückjagdwaffen in .300 Win.
Mag. zu verkaufen ist meiner Meinung nach Unsinn. Wenn schon eine grosse
Patrone, dann auch ein dickes Kaliber. Als gute Patrone für Nachtansitz und
Drückjagd bietet sich die leider wenig bekannte .358 Win. an. Wenig
Mündungsfeuer und Rückstoss bei guter Wirkung bis etwa 130m. Weiter wird
unter diesen Bedingungen eh kaum geschossen. Aber der deutsche Jäger braucht
ja die Ernstfallversicherung falls der Lebenskeiler auf 200m steht. Mein
Rat: Laufen lassen! Schmeckt eh nicht.
> Der Käufer studiert den Frankonia Katalog (Jäger und Schützenbibel) nach
> der leichtesten Waffe die man am schnellsten repetieren kann, hat er sie
> dann gefunden werden die Leistungen der Patronen verglichen, eine
> Magnumpatrone ausgewählt.
Leider ist der Frankonia Katalog immer noch die Bibel für viele Jäger und
Schützen.
> Jetzt bekommt es der Schütze mit der Angst zu tun und stellt sich die
> Frage Die Waffe schlägt doch hoch, dann kann ich ja nicht mehr in
> Lichtgeschwindigkeit repetieren und ich muß vielleicht die Dritte Vierte
> Sau unbeschossen ziehen lassen, denkts sucht und findet den Magna Port
> und ordert ihn gerade noch dazu.
>
Mit Lichtgeschwindigkeit repetieren? Blaser hat mit seinem R93 einen
genialen Marketingcoup gelandet. Er hat genau den Geschmack des deutschen
Jägers getroffen. Er glaubt mit dem Geradezugverschluss nicht üben zu müssen
und trotzdem so schnell wie ein anderer mit dem Selbstlader schiessen zu
können. Mit einem gut hergerichteten konventionellen Repetierer wäre er
gleich schnell.
> Was hat er dann?
>
> Leistung weniger als teilweise .308
Sagt ihm keiner, weil der Verkäufer vorher Unterhosen verkauft hat.
>
> Rückstoß wie ein Pferd
Haste nicht gewusst dass viel Rückstoss gleichbedeutend ist mit viel
Leistung? ;-)
> Geld ausgegeben wie ein Ölscheich
Das will man ja.
> Verwunderung über die neue Schußhärte beim Wild
Klar weil das Wild nicht merkt, dass es tot ist.
>
> Nach etlichen Versuchen eine weitere Schrankwaffe
Oder er kauft sich einen Wechsellauf. Wobei ich von Verriegelungen in
Laufstahl absolut nichts halte.
> Merke der Hersteller stellt nicht das her was der Kunde braucht sondern
> was der Kunde will !!!!
Das Problem ist, dass die meisten Kunden der Werbung der grossen Anbieter
glauben, die teilweise noch von den "Experten" in den einschlägigen
Zeitschriften gestützt wird, weil der Hersteller ja ein guter Anzeigenkunde
ist oder für die Herren der Presse was springen lässt.
RalfR
Aber die Marge für den Hersteller nicht den Händler ist gewaltig !
> > Die Waffe soll leicht sein
>
> Klar doch sonst kann man ja keine 5 Flaschen Bier mehr auf den Hochsitz
> mitnehmen. ;-)
> Leichte Waffen machen nur für den Sinn, der wirklich im Gebirge jagt.
und die passende Patrone wählt, hier ist mit wieder ein Beispiel uch von
der Firma Blaser die K95 in .30R Blaser hier wird Rückstoß neu
definiert.
> >
> > Sie soll möglichst kurz sein (man stößt ja sonst im Hochsitz an)
> Sonst würden auch nicht so viele Bullpub-Repetierer angeboten. Ich würde mir
> aus Sicherheitsaspekten nie so ein Ding kaufen.
Schon mal mit einen S&O Repetierer repetiert und dabei den Finger hinten
in den Abzugsbügel gelegt, vorgeschoben und dann den Verbandskasten
gesucht?
> Ich bin nicht gegen die .300 Win. Mag. sie hat ihren Einsatzbereich dort wo
> auf weite Entfernungen geschossen wird. Aber Drückjagdwaffen in .300 Win.
> Mag. zu verkaufen ist meiner Meinung nach Unsinn.
Ganz meine Meinung, für die Drückjagd gibt es nichts besseres als eine
Doppelbüchse im Kaliber 9.3x74r, für den kleinen Geldbeutel Remington
Selbstlader in .35 Wheelen oder?
Wenn schon eine grosse
> Patrone, dann auch ein dickes Kaliber. Als gute Patrone für Nachtansitz und
> Drückjagd bietet sich die leider wenig bekannte .358 Win. an. Wenig
> Mündungsfeuer und Rückstoss bei guter Wirkung bis etwa 130m. Weiter wird
> unter diesen Bedingungen eh kaum geschossen. Aber der deutsche Jäger braucht
> ja die Ernstfallversicherung falls der Lebenskeiler auf 200m steht. Mein
> Rat: Laufen lassen! Schmeckt eh nicht.
Bei Waldjagden liegt die Entfernung nach meiner Ansicht bei max. 60m
wenn der Schütze Hirn hat !
Wenn Keiler freigegeben werden liegen in der Regel immer einige Bachen!!
> Mit Lichtgeschwindigkeit repetieren? Blaser hat mit seinem R93 einen
> genialen Marketingcoup gelandet. Er hat genau den Geschmack des deutschen
> Jägers getroffen. Er glaubt mit dem Geradezugverschluss nicht üben zu müssen
> und trotzdem so schnell wie ein anderer mit dem Selbstlader schiessen zu
> können. Mit einem gut hergerichteten konventionellen Repetierer wäre er
> gleich schnell.
Sehe ich genauso
> >
> > Nach etlichen Versuchen eine weitere Schrankwaffe
> Oder er kauft sich einen Wechsellauf. Wobei ich von Verriegelungen in
> Laufstahl absolut nichts halte.
Weshalb
> Das Problem ist, dass die meisten Kunden der Werbung der grossen Anbieter
> glauben, die teilweise noch von den "Experten" in den einschlägigen
> Zeitschriften gestützt wird, weil der Hersteller ja ein guter Anzeigenkunde
> ist oder für die Herren der Presse was springen lässt.
und man nicht weiß was man sonst schreiben soll
Gruß
Ralph
> ein Leser schrieb:
> >
> > Sehr geehrter Herr Moeller,
> >
> > Als ich mir gerade einen Steyr-Mannlicher stutzen mit 51 cm Lauf im
> > Kaliber 7 x 64 gekauft hatte, kommt ein Jägerfreund auf mich zu, sagt
> > folgendes:
>
>
> > Ich hab mir übrigens diese Waffe gekauft, um sowoll Reh als Sau zu
> > erwischen
> >
> > Bedanke mich im voraus fur ihre Bemühung.
>
...
> RWS sagt zur 7 x 64
>
> Allgemeines
...
> Eine Vielfalt von Laborierungen wird angeboten, die das eigentliche
> Betätigungsfeld nach oben und nach unten erweitern helfen: Mit
> leichteren GEschossen für die Bejagung von Rehwild und Gams und mit
> schwereren zum Schuss auf Rotwild und grobe Sau. Der Vorteil der 7 x 64
...Ist das ernst gemeint, dass mit der 7 x 64 auf Sauen (= keine Frischlinge)
gegangen werden soll ? Ich dachte .308 wäre das Minimum ?
Bitte um Aufklärung
Ein, in Jagdprüfungsvorbereitung befindlicher
Ernest
> Schon mal mit einen S&O Repetierer repetiert und dabei den Finger hinten
> in den Abzugsbügel gelegt, vorgeschoben und dann den Verbandskasten
> gesucht?
Das habe ich allerdings mit dem Sicherheitsaspekt nicht gemeint. Trotzdem
ganz lustig, für den der davon hört.
Ich habe nur nicht gerne den Kopf genau an der Stelle, die es falls einmal,
als erstes zerreisst.
> > Oder er kauft sich einen Wechsellauf. Wobei ich von Verriegelungen in
> > Laufstahl absolut nichts halte.
> Weshalb
Laufstahl ist, um ihn gut bearbeiten zu können, relativ weich. Entweder muss
der Laufstahl im Verriegelungsteil nachgehärtet werden, mit den Risiken, die
das mit sich bringen kann, oder man lebt damit, dass sich unter ungünstigen
Umständen die Verriegelungswarzen in die Verriegelung graben. Verriegelt der
Verschluss nicht im Laufstahl, sondern in der Systemhülse kann die
Werkstoffpaarung optimal gewählt werden. Für mich einfach eine Frage des
Prinzips.
RalfR
Ernest Niedermann schrieb:
> > RWS sagt zur 7 x 64
> >
> > Allgemeines
>
> ...
>
> > Eine Vielfalt von Laborierungen wird angeboten, die das eigentliche
> > Betätigungsfeld nach oben und nach unten erweitern helfen: Mit
> > leichteren GEschossen für die Bejagung von Rehwild und Gams und mit
> > schwereren zum Schuss auf Rotwild und grobe Sau. Der Vorteil der 7 x 64
>
> ...Ist das ernst gemeint, dass mit der 7 x 64 auf Sauen (= keine Frischlinge)
> gegangen werden soll ? Ich dachte .308 wäre das Minimum ?
>
> Bitte um Aufklärung
>
> Ein, in Jagdprüfungsvorbereitung befindlicher
Ernest,
Nicht das Kaliber, sondern die Flächenlast bestimmt zusammenmit der
Geschoßfestigekeit die Eindringtiefe. Mit einen 11g Geschoß (Lapua Mega,
RWS KS )hast du bei der 7 mm Waffe eine gute Eindringtiefe. Die .308 Win
ist fü 9,46g Geschosse ausgelegt. Deren Flächenlast ist kleiner. Die
Schnelle spielt bei der Eindringteife kaum einen Rolle, die
Kugelfestigkeit sehr.
Lies die in http://home.snafu.de/l.moeller/7x64.html unter 3. amgegeben
Aufsätze. Dann weißt du warum. Falls Fragen offen bleiben, frage.
Viel Glückk bei der Prüfung
wünscht Lutz
ru
Lutz Möller schrieb:
> > ...Ist das ernst gemeint, dass mit der 7 x 64 auf Sauen (= keine Frischlinge)
> > gegangen werden soll ? Ich dachte .308 wäre das Minimum ?
> die 7 x 64 in http://home.snafu.de/l.moeller/7x64.html (Bild Chrisl) ist mit einer Hirtenberger ABC geladen, die sehr gut eindringt!
Lutz
Lutz,
damit Ernest es bei der Jägerprüfung nicht falsch macht:
Auf Hochwild E100 > 2000 J Mindestkaliber 6,5mm.
In der Ballistik heisst es Querschnittsbelastung und nicht Flächenlast!
Wenn man bzgl. der Querschnittsbelastung zwei Kaliber vergleicht, sollte man
nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Die .308 Win. ist militärisch zwar für
9,46 g Geschosse ausgelegt, was aber nicht heisst, dass schwerere Geschosse
nicht verendet werden können. Also wenn schon Vergleiche, dann zwei
Geschosse gleicher Masse mit unterschiedlichem Kaliber. Oder das jeweils
schwerste Geschoss der Kalibergruppe, das aus der Patrone noch sinnvoll zu
verwenden ist.
RalfR
Lutz Möller wrote:
>
> Ernest Niedermann schrieb:
>
> > > RWS sagt zur 7 x 64
>
...
>
> Lies die in http://home.snafu.de/l.moeller/7x64.html unter 3. amgegeben
> Aufsätze. Dann weißt du warum. Falls Fragen offen bleiben, frage.
>
> Viel Glückk bei der Prüfung
>
> wünscht Lutz
>
> ru
Schon dabei & Thx.!
Ernest
--
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Ernest Niedermann
mail-to: niede...@wbag.at
Wiener Boerse: http://www.wbag.at/