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Wehrmacht / Munition (7.9 Patrone)

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Lortzing36

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Aug 9, 2000, 3:00:00 AM8/9/00
to
Hallo,

Habe einige Original Packungen:

1. Patrone sS (tropisch) gefuellt mit (weiss leider nicht wieviel) Nz Pulver
2x2x0.45 mm Herstelljahr 1941 - Hersteller cg

Mit rotem Stempel markiert: Fuer Gewehr

Zuendhuetchen und Huelsenmund mit gruenem Lackring

Frage:

Worauf bezieht sich die Angabe 'tropisch'? Leichtere Laborierung, um
eventuellen Drucksteigerungen entgegen zu kommen (Hitze)?

2. Patrone SmK, Leuchtspur
Hersteller P69 Herstelljahr 1935
Zuendhuetchen Hersteller: SKD

Frage:

Wer ist der Hersteller unter der Bezeichnung SKD? Wer verbirgt sich
hinter
dem P69?

Klaus
Portland Oregon

Josef Suckart

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Aug 9, 2000, 3:00:00 AM8/9/00
to

Lortzing36 schrieb:

> Hallo,
>
> Habe einige Original Packungen:
>
> 1. Patrone sS (tropisch) gefuellt mit (weiss leider nicht wieviel) Nz Pulver
> 2x2x0.45 mm Herstelljahr 1941 - Hersteller cg
>
> Mit rotem Stempel markiert: Fuer Gewehr
>
> Zuendhuetchen und Huelsenmund mit gruenem Lackring
>
> Frage:
>
> Worauf bezieht sich die Angabe 'tropisch'? Leichtere Laborierung, um
> eventuellen Drucksteigerungen entgegen zu kommen (Hitze)?

Ich würde vermuten auf die Abdichtung gegen Feuchtigkeit (grüner Lack).

Gruß,
Sepp

Ernst Ottebacher

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Aug 9, 2000, 3:00:00 AM8/9/00
to
Am 09 Aug 2000 01:33:35 GMT, lortz...@aol.com (Lortzing36) schrieb:


> Zuendhuetchen und Huelsenmund mit gruenem Lackring

> Worauf bezieht sich die Angabe 'tropisch'?

Ich würde auf die besondere Lackabdichtung für tropische (feuchte)
Verhältnisse tippen.

Gruss
Ernst

Chrisl

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Aug 9, 2000, 3:00:00 AM8/9/00
to
Hallo nach Oregon!

> 1. Patrone sS (tropisch) gefuellt mit (weiss leider nicht wieviel) Nz Pulver
> 2x2x0.45 mm Herstelljahr 1941 - Hersteller cg
> Mit rotem Stempel markiert: Fuer Gewehr

> Zuendhuetchen und Huelsenmund mit gruenem Lackring

> Frage:
> Worauf bezieht sich die Angabe 'tropisch'? Leichtere Laborierung, um
> eventuellen Drucksteigerungen entgegen zu kommen (Hitze)?

Bei Tropenmunition (Kürzel Tp, also "7,92mm Patrone s.S. Tp") wurde der
Hülsenmund mit der gleichen Farbe wie die Ringfuge lackiert, in deinem Fall grün.
Die Frabe grün ist das Kennzeichen für das s.S. Geschoß. (Schwarz=P.m.K.,
Rot=S.m.K. L´sur, Blau=S.m.E.)Die Hülsenmundlackierung diente als Abdichtung
gegen Witterungseinflüsse in den Tropen, dabei darf man sich aber nicht das
forstellen, was man heute unter Tropen (sprich Urwald) versteht. Die sog.
Tropenmunition war natürlich für Nordafrika (Wüste) gedacht. Die Pulverladung
blieb gleich, wurde also zur Ausgleichung eventueller höherer Temperaturen und
Gasdrücke NICHT verringert.
In dem Fall der s.S. Patrone waren das:
- bei Messinghülse 2,85g Pulver
- bei Stahlhülse 2,75g Pulver
Der Unterschied ergab sich durch den höheren Ausziehwiederstand der Stahlhülse
und den dadurch höheren Gasdruck -> also weniger Pulver rein, dann gleiche Vo.
Mit Verfügung des O.K.H. (Oberkommando des Heeres ?) vom 30.7.43 wurde die
Herstellung von Tropenmunition eingestellt.

Der Hersteller "cg" war: Finower Industrie GmbH, Finow/Mark

Quelle der Angaben:
- Code Buch von Pawlas, Journal Verlag
- Waffen Revue Nr. 5, Journal Verlag

> 2. Patrone SmK, Leuchtspur
> Hersteller P69 Herstelljahr 1935
> Zuendhuetchen Hersteller: SKD
> Frage:
> Wer ist der Hersteller unter der Bezeichnung SKD? Wer verbirgt sich
> hinter dem P69?

Hersteller P69: Patronen-, Zündhütchen- und Metallwarenfabrik AG, (vorher
Sellier&Bellot), Schönebeck
Hersteller SKD: Selve, Kronbiegel-Dornheim AG, Sömmerda

Pulvermasse bei S.m.K. L´spur noch interessant?
- 2,90g bei Messinghülse
- 2,75g bei Stahlhülse

Noch zur Info: Die Buchstabencodes (beginnend mit "aaa") wurden ab November 1940
vergeben, davor verwendete man das P mit einer Nummer, deine Packung dürfte
gerade aus der Zeit stammen, da man mit der Vergabe der P-Nummern noch nicht
flächendeckend fertig war. Das Werk "SKD" hatte da wohl noch keine verkodete
Nummer.

Quelle der Angaben:
- Code Buch von Pawlas, Journal Verlag
- Waffen Revue Nr. 5, Journal Verlag
- Patronen des 20. Jahrhunderts, Motorbuch-Verlag

Übrigens: Solche ganze Schachteln, bei denen (vollständig) genau das drin ist was
draufsteht, findet man heute nur mehr selten, also bitte laß die Schachteln wie
sie sind, gib keine einzelnen Patronen oder Ladestreifen davon her, nur immer die
ganze Original-Packung. Patronensammler wie ich werden es dir danken!

Schöne Grüße aus Österreich!
Chrisl

--
FAQ de.alt.technik.waffen zu finden auf:
http://www.geocities.com/faqdatw/

Martin Gritsch

unread,
Aug 9, 2000, 3:00:00 AM8/9/00
to
On Wed, 09 Aug 2000 13:28:28 +0200, Chrisl <mail....@gmx.de> wrote:

>> 1. Patrone sS (tropisch) gefuellt mit (weiss leider nicht wieviel) Nz Pulver
>> 2x2x0.45 mm Herstelljahr 1941 - Hersteller cg

[...]


>Die Frabe grün ist das Kennzeichen für das s.S. Geschoß. (Schwarz=P.m.K.,
>Rot=S.m.K. L´sur, Blau=S.m.E.)Die Hülsenmundlackierung diente als Abdichtung

[...]

etwas laienhaft gefragt, aber was bitte bedeuten denn diese abkürzungen?
sS = scharfSchütze, nehm ich mal an, und was bitte ist 2x2x0.45 mm für
eine angabe? sehen so die pulverquaderchen aus?
und die anderen abkürzungen? ich dachte immer chemiker sind die meister
im erfinden von unverständlichen abkürzungen......

--
Dipl.-Ing. Martin Gritsch
A-1150 Wien
http://welcome.to/mgritsch

Peter Prucker

unread,
Aug 9, 2000, 3:00:00 AM8/9/00
to
Martin Gritsch wrote:
>
> On Wed, 09 Aug 2000 13:28:28 +0200, Chrisl <mail....@gmx.de> wrote:
>
> >> 1. Patrone sS (tropisch) gefuellt mit (weiss leider nicht wieviel) Nz Pulver
> >> 2x2x0.45 mm Herstelljahr 1941 - Hersteller cg
> [...]
> >Die Farbe grün ist das Kennzeichen für das s.S. Geschoß. (Schwarz=P.m.K.,

> >Rot=S.m.K. L´sur, Blau=S.m.E.)Die Hülsenmundlackierung diente als Abdichtung
> [...]
>
> etwas laienhaft gefragt, aber was bitte bedeuten denn diese abkürzungen?

sS = war ursprünglich einmal schweres Spitzgeschoß, wurde im Lauf der
Zeit aber immer wieder umgedeutet, auch von den Schießausbildern, weil
die es nicht besser wußten.
PmK Phosphor mit Kern
SmK Spitzgeschoß mit Kern (panzerbrechend)
SmK L´spur dto. mit zusätzl. Leuchtsatz
cg Deutschland , 2. Weltkrieg (darauf beziehen sich die
Abkürzungen)
SmE Spitzgeschoß mit Eisenkern

Die Ringfuge grün wird bei panzerbrechenden Geschossen in Dt. im 2. WK
verwendet.

Ähnlich wie bei der Automarke DKW:

DKW = Des Knaben Wunsch (kleiner Verbrennungsmotor für Metallbaukästen)
= Original
= Das Kleine Wunder (... fährt bergauf wie auch bergunter ...)
= Deutsche KraftWagengesellschaft (stimmte m.W. nie!)

Oder Fiat = Fix it again, Toni

BMW = Bayerische Motorenwerke
= Bayrischer Mistwagen
= Bader-Meinhof-Wagen :-((
= Bundesministerium für Wirtschaft (Kriegswaffen!)

Nix füre Ungut!

P.Prucker

Chris

unread,
Aug 9, 2000, 3:00:00 AM8/9/00
to

*snip*

> Frage:
>
> Wer ist der Hersteller unter der Bezeichnung SKD? Wer verbirgt sich
> hinter
> dem P69?
>
> Klaus
> Portland Oregon
>
>

Hallo Klaus,

unter dieser Adresse findest du fast alle Kürzel der
Hersteller deutscher Wehrmachtsminution.
Sind ETLICHE !!!!

http://www.gunsworld.com/g_cod_home_us.html

Alphabetisch sortiert.... viel Spaß

Gruß

Chris


--
Visit my homepage
http://www.dertaucher.de

Sebastian Hanigk

unread,
Aug 9, 2000, 3:00:00 AM8/9/00
to
Peter Prucker wrote:

> BMW = Bayerische Motorenwerke
> = Bayrischer Mistwagen
> = Bader-Meinhof-Wagen :-((
> = Bundesministerium für Wirtschaft (Kriegswaffen!)

Du vergisst "= Bei Mercedes Weggeworfen" ;-)

> Nix füre Ungut!

Schreibt man "führen" nicht mit "h"? Und was ist ein Ungut? Ist das
legal, wenn ja, wie siehts denn im Hinblick aufs Eigentumsrecht aus?

Du solltest nicht unbedingt alles vom Lieblingsausländer aufschnappen...
<Jetzt wirds endgültig OT> *bg*

Ciao, Sebastian

Chrisl

unread,
Aug 10, 2000, 3:00:00 AM8/10/00
to
Martin Gritsch schrieb:

> etwas laienhaft gefragt, aber was bitte bedeuten denn diese abkürzungen?

> sS = scharfSchütze, nehm ich mal an, und was bitte ist 2x2x0.45 mm für
> eine angabe? sehen so die pulverquaderchen aus?
> und die anderen abkürzungen? ich dachte immer chemiker sind die meister
> im erfinden von unverständlichen abkürzungen......

Hallo Martin,

s.S. = schweres Spitzgeschoß
Die Angaben des Pulvers (2x2x0.45 mm) beziehen sich, glaube ich, nicht auf das
Pulver selbst (das ist nämlich kleiner in den Abmessungen) sondern vermutlich auf
die Matritzengrößen beim herstellen des Pulvers. Ich denke das feuchte, knetbare
Zellulosenitrat wurde in o.a. Abmessunen zugeschnitten und ist dann natürlich beim
trocknen geschrumpft.

Ralf Rude

unread,
Aug 10, 2000, 3:00:00 AM8/10/00
to
> Rot=S.m.K. L´sur, Blau=S.m.E.)Die Hülsenmundlackierung diente als
Abdichtung
> gegen Witterungseinflüsse in den Tropen, dabei darf man sich aber nicht
das
> forstellen, was man heute unter Tropen (sprich Urwald) versteht. Die sog.
> Tropenmunition war natürlich für Nordafrika (Wüste) gedacht. Die
Pulverladung
> blieb gleich, wurde also zur Ausgleichung eventueller höherer Temperaturen
und
> Gasdrücke NICHT verringert.

Jetzt muss mir nur noch einer erklären wozu ich in Nordafrika meine Munition
besser vor Feuchtigkeit schützen muss, als in Europa.
RalfR

Markus K. V. Haake

unread,
Aug 10, 2000, 3:00:00 AM8/10/00
to
On Thu, 10 Aug 2000 08:42:39 +0200, "Ralf Rude"
<ralf...@debitel.net> wrote:

>[...]


>Jetzt muss mir nur noch einer erklären wozu ich in Nordafrika meine Munition
>besser vor Feuchtigkeit schützen muss, als in Europa.

Die starken Temperaturunterschiede von Tag und Nacht sorgen für eine
unglaubliche Kondensation an den Oberflächen. Vergleich: Kalte Flasche
(Weiß-)Wein in der warmen Nachmittagssonne ... <seufz>

Markus

Peter Prucker

unread,
Aug 10, 2000, 3:00:00 AM8/10/00
to

Das ist Theorie. Ich war etlich Zeit da unten, beruflich, in SA.

Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 30 % tagsüber hat es nachts gar
nicht getaut. Und so kalt wurde es nachts auch nicht. Man kann im
Vorsommer noch im Badeanzug herumlaufen (ca. 30 Grad mninimal). Die
Einheimischen, die tagsüber dick vermummt sind, empfinden es allerdings
möglicherweise als kalt.

MfG
P.Prucker

Peter Prucker

unread,
Aug 10, 2000, 3:00:00 AM8/10/00
to
Sebastian Hanigk wrote:

>
> > Nix füre Ungut!
>
> Schreibt man "führen" nicht mit "h"? Und was ist ein Ungut? Ist das
> legal, wenn ja, wie siehts denn im Hinblick aufs Eigentumsrecht aus?

Nix für ungut = bayrische Redensart = schwapp mer´s owi!

P.Pr.

Sebastian Hanigk

unread,
Aug 11, 2000, 3:00:00 AM8/11/00
to
Peter Prucker wrote:

Vorsicht, du sprichst mit einem voll ausgebildeten Oberbayer :-)
Und des owischwappen - zur Wiesn is no a weng...

Sebastian

Ernst Ottenbacher

unread,
Aug 12, 2000, 3:00:00 AM8/12/00
to
Es begab sich am Fri, 11 Aug 2000 22:29:21 +0200, dass Sebastian
Hanigk <sha...@gmx.de> sein Keyboard ergriff und wutentbrannt
verlautbarte:

>Vorsicht, du sprichst mit einem voll ausgebildeten Oberbayer :-)
>Und des owischwappen - zur Wiesn is no a weng...

Bei uns weida herunt hoast des ned "schwappen" sondan schwoam.
-->Schwoammasowi!

Gruss
Ernst

Peter Prucker

unread,
Aug 12, 2000, 3:00:00 AM8/12/00
to
Sebastian Hanigk wrote:

> > Nix für ungut = bayrische Redensart = schwapp mer´s owi!
>

> Vorsicht, du sprichst mit einem voll ausgebildeten Oberbayer :-)

Dös sogt gornix.
Die "voll augebildeten" kommen meist aus Südschweden. Die brauchen erst
die Ausbildung. Die andern sind hier geboren. Die, an denen die anderen
Volksstämme bisher zerschellt sind!

> Und des owischwappen - zur Wiesn is no a weng...

Hä? Brauch mer etz scho an Anlaß zum Owischwappn? Oder ebba an Durscht
zum Sauffa?
Wia die Viecher. Bloß sauffa, wenns an Durscht ham!

> Sebastian
Peter

Josef Suckart

unread,
Aug 16, 2000, 3:00:00 AM8/16/00
to

Ernst Ottenbacher schrieb:

> Es begab sich am Fri, 11 Aug 2000 22:29:21 +0200, dass Sebastian
> Hanigk <sha...@gmx.de> sein Keyboard ergriff und wutentbrannt
> verlautbarte:
>

> >Vorsicht, du sprichst mit einem voll ausgebildeten Oberbayer :-)

> >Und des owischwappen - zur Wiesn is no a weng...
>

> Bei uns weida herunt hoast des ned "schwappen" sondan schwoam.
> -->Schwoammasowi!

Desmoaischoaa!

Gruß,
Sepp

Guido Thuernagel

unread,
Sep 18, 2000, 3:00:00 AM9/18/00
to

> In dem Fall der s.S. Patrone waren das:
> - bei Messinghülse 2,85g Pulver
> - bei Stahlhülse 2,75g Pulver
> Der Unterschied ergab sich durch den höheren Ausziehwiederstand der Stahlhülse
> und den dadurch höheren Gasdruck -> also weniger Pulver rein, dann gleiche Vo.

Und...
soweit ich weiß, wurden die "Trop"-Patronen uschließlich mit
Messinghülse hergestellt.


Man kann sagen, daß es sich bei der Tropenmunition um qualitativ sehr
hochwertige Munition handelte.


--
Herzliche Grüße, Guido.

NVA-Optiken: http://www.stud.uni-hamburg.de/users/oem2/index.htm

Lortzing36

unread,
Sep 18, 2000, 9:34:31 PM9/18/00
to
> Guido Thuernagel gui...@web.de

wrote:

>Man kann sagen, dass es sich bei der Tropenmunition um qualitativ sehr
>hochwertige Munition handelte.

Wieso?

Gruss,

Klaus

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