Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Pixelauflösung von Militärsatelliten ?

382 views
Skip to first unread message

Christopher Michl

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to
Hi,

ich hoffe ich bin hier nicht allzu Falsch aber vielleicht kann mir hier
jemand realistisch Auskunft geben wie groß die Pixelauflösung von
militärischen Satelliten ist? Man sieht ja im Fernsehen immer wieder wie
moderne Satelliten Autokennzeichen auflösen (ich nehm an das das zuviel
des guten ist, aber...)
Zivile Satelliten (das kennt man ja von Zuhause) haben eine
Pixelauflösung (besser oder gleich) von 3m, ich nehm an mit
mathematischen Mitteln läßt sich so ein Bild noch verbessern - aber was
schafft die moderne Hardware (wenn man viel Geld ausgibt ;-)

Vielen Dank im Voraus

Christopher


Armin Welker

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to

Christopher Michl schrieb in Nachricht <378377B3...@gmx.net>...


Ich kenn mich damit zwar nicht aus, aber ein gesunder Menschenverstand löst
von alleine die meisten Sorgen:
Du gehst vielleicht davon aus, dass die Satelliten so gut sind, wie im
(allerdings sehr guten) Kino (und jetzt Kauf-)Film "Der Staatsfeind Nr.1"
mit Will Smith. Ich bezweifle doch sehr, dass man Personen oder Autos mit
Satelliten eindeutig erkennen kann, weil die Luft und ihre verschiedenen
Strömungen alles unscharf machen. Und ein Satellit kreist ja doch in
beachtlicher Höhe (so um die 500km glaub ich, die geostationären), sodass
dies eine Menge ausmacht.
Dazu kommt, dass man aus Bildern wo nicht mehr drin ist, nicht mehr
rausholen kann (vielleicht ganz wenig, wenn man die Luftströmung kennt und
diese rausrechnen will), auch wenn das in zahlreichen Filmen gezeigt wird
(ran-zoomen und dann schärfer machen). So wie es in dem Kinofilm war, z.b.
3D-Scrollen aus einem 2D Bild ist natürlich schwachsinn, aber sonst war der
Film gut

cu

armin

PS: Ja ich weiss, es wurde nicht nach einem Urteil über den Film gefragt,
aber darin wird recht viel einem vorgegaukelt

Christopher Michl

unread,
Jul 7, 1999, 3:00:00 AM7/7/99
to

Armin Welker schrieb:
>
...


>
> Ich kenn mich damit zwar nicht aus, aber ein gesunder Menschenverstand löst
> von alleine die meisten Sorgen:
> Du gehst vielleicht davon aus, dass die Satelliten so gut sind, wie im
> (allerdings sehr guten) Kino (und jetzt Kauf-)Film "Der Staatsfeind Nr.1"
> mit Will Smith. Ich bezweifle doch sehr, dass man Personen oder Autos mit
> Satelliten eindeutig erkennen kann, weil die Luft und ihre verschiedenen
> Strömungen alles unscharf machen. Und ein Satellit kreist ja doch in
> beachtlicher Höhe (so um die 500km glaub ich, die geostationären), sodass
> dies eine Menge ausmacht.
> Dazu kommt, dass man aus Bildern wo nicht mehr drin ist, nicht mehr
> rausholen kann (vielleicht ganz wenig, wenn man die Luftströmung kennt und
> diese rausrechnen will), auch wenn das in zahlreichen Filmen gezeigt wird
> (ran-zoomen und dann schärfer machen). So wie es in dem Kinofilm war, z.b.
> 3D-Scrollen aus einem 2D Bild ist natürlich schwachsinn, aber sonst war der
> Film gut
>
> cu
>
> armin
>
> PS: Ja ich weiss, es wurde nicht nach einem Urteil über den Film gefragt,
> aber darin wird recht viel einem vorgegaukelt

Hi,

ich geb dir mit sicherheit Recht. Das entscheidene werden wohl die
Wolken sein ! Aber auf dieser Sat-Bilder-CD kann ich doch mein Haus
erkennen.

Bis dann
Christopher

Armin Welker

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to

Christopher Michl schrieb in Nachricht <3783C7D2...@gmx.net>...

>
>ich geb dir mit sicherheit Recht. Das entscheidene werden wohl die
>Wolken sein ! Aber auf dieser Sat-Bilder-CD kann ich doch mein Haus
>erkennen.
>
>Bis dann
> Christopher

Ich bezweifle, dass man sogar Häuser sehen kann, auf Satellitenbildern.
Das was du dann aber hast, ist ein Foto von einem Flugzeug ! Ich kenn einen
der hat auch diese Bilder CD und diese sind soviel ich weiss mit Flugzeugen
geschossen worden.

cu

Dirk Kamp

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Armin Welker wrote:

[snip]

> Und ein Satellit kreist ja doch in
> beachtlicher Höhe (so um die 500km glaub ich, die geostationären), sodass
> dies eine Menge ausmacht.

Falsch, es sind in etwa 36000 km, wie man unter

http://sec.42.org/misc/geostat.html

nachlesen kann. Natürlich fliegen militärische
Beobachtungssatelliten deutlich niedriger. Die
Flughöhe eines solchen Satelliten im Einsatz ist
natürlich geheim. Wahrscheinlich wird dabei ein
Optimum gewählt, von Beobachtungszeitraum über dem
Ziel und der zu erreichenden Auflösung. Wenn ich
raten sollte ( was ich eigentlich nicht allzu gut
kann :), dann würde ich eine mittlere Einsatzhöhe
von etwa 300 km angeben.

Dirk

Rainer ilgmann

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Armin Welker <k...@earthling.net> schrieb in im Newsbeitrag:
7m0nd5$295v$1...@chico.franken.de...

>
> Ich bezweifle, dass man sogar Häuser sehen kann, auf
Satellitenbildern.
> Das was du dann aber hast, ist ein Foto von einem Flugzeug ! Ich
kenn einen

Die grösste Auflösung von Spionagesatelliten erlaubt es, auf einem
Foto einen Menschen zu erkennen, der eine ausgefaltete Zeitung in den
Händen hält.
Natürlich muss man wissen, was man da sieht. Wenn man nicht im
Untersuchen von Satellitenaufnahmen geschult ist, würde man diesen
Zeitungsleser nicht direkt erkennen. Ich hätte es nicht unbedingt für
einen solchen gehalten.

BTW (oder: wo wir da grade dran am sprechen sind):
Letztens hat die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde einen Rekord
im Lokalisieren von Positionen auf diesem Planeten gemeldet.
Man kennt es als Segler oder Bergsteiger: GPS
Sony hatte es auf der Bootsmesse, ich glaube es war so um 1991, in
Düsseldorf den Konsumenten vorgestellt.
Die Genauigkeit der Positionsbestimmung war 20 cm.
Für private Zwecke sind die Dinger auf 50 m genau, meine ich mich zu
erinnern.
Gruss an alle
Rainer ilgmann

--
Wertsachensafe: Die sichere Aufbewahrung mit schnellem Zugriff.
Mossberg InstantAccess (TM) Portable Electronic Security Safes
Für weitere Infos: http://www.ilgmann.com


Hans-Georg Wetzel

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to

Armin Welker schrieb:

> Christopher Michl schrieb in Nachricht <3783C7D2...@gmx.net>...
> >
> >ich geb dir mit sicherheit Recht. Das entscheidene werden wohl die
> >Wolken sein ! Aber auf dieser Sat-Bilder-CD kann ich doch mein Haus
> >erkennen.
> >
> >Bis dann
> > Christopher
>

> Ich bezweifle, dass man sogar Häuser sehen kann, auf Satellitenbildern.
> Das was du dann aber hast, ist ein Foto von einem Flugzeug ! Ich kenn einen

> der hat auch diese Bilder CD und diese sind soviel ich weiss mit Flugzeugen
> geschossen worden.
>

Hier irrst du aber, und zwar gewaltig. Satellitenbilder können durchaus auch im
zivilen Bereich solch eine Auflösung haben. Einsatz zum Beispiel in der
Vermessung, Umweltechnik, Katastrohenschutz usw.. Im militärischen Bereich, ist
die Auflösung so hoch das man das Nummernschild eines Autos erkennen kann,
solche Bilder sind von Sigmund Jähn (1. Kosmonaut der DDR) gemacht worden mit
einer Kamera aus Jena.

Gruß Georg


Lutz Möller

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to

Hans-Georg Wetzel wrote:
> Hier irrst du aber, und zwar gewaltig. Satellitenbilder können durchaus auch im
> zivilen Bereich solch eine Auflösung haben. Einsatz zum Beispiel in der
> Vermessung, Umweltechnik, Katastrohenschutz usw.. Im militärischen Bereich, ist
> die Auflösung so hoch das man das Nummernschild eines Autos erkennen kann,
> solche Bilder sind von Sigmund Jähn (1. Kosmonaut der DDR) gemacht worden mit
> einer Kamera aus Jena.


Umlaufsatelliten fliegen in eta 1½ Stunden in etwa 300 km um die Erde.
Geostationare Satelliten fliegen in 24 Stunden in 36.000 km Höhe einmal
um die Erde, bleiben gewisser maßen über dem Fleck stehe = geostationär.

Nun macht es eine großen Unterschied ob du 300 oder 36.000 km weit von
dem zu fotografierenden Objekt entfernt bist.

Lutz
--
mailto:l.mo...@snafu.de
http://www.snafu.de/~l.moeller

Armin Welker

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to

Hans-Georg Wetzel schrieb in Nachricht <37846DD7...@t-online.de>...

>Vermessung, Umweltechnik, Katastrohenschutz usw.. Im militärischen Bereich,
ist
>die Auflösung so hoch das man das Nummernschild eines Autos erkennen kann,
>solche Bilder sind von Sigmund Jähn (1. Kosmonaut der DDR) gemacht worden
mit
>einer Kamera aus Jena.


Und das war nicht nur ein Täuschungsmanöver ?
Wie stellst du dir vor, gegen die Unschärfe die durch die Luft entsteht,
anzukämpfen ? Oder ist diese nicht ganz so extrem ?

Armin Welker

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to

Rainer ilgmann schrieb in Nachricht <3784...@news.ecore.net>...

>Die Genauigkeit der Positionsbestimmung war 20 cm.
>Für private Zwecke sind die Dinger auf 50 m genau, meine ich mich zu
>erinnern.

Ich hab mal im Sonykatalog von 1993 oder so so ein Gerät für 2000,- für den
privaten Gebrauch gesehen, mit einer Genauigkeit von 10 m. Mir wurde von jmd
erzählt, der hat ein GPS in seinem Auto, welches anscheinend noch etwas
genauer ist, dass es sicher zwischen Strassen und wichtigeren Wegen
unterscheidet, und wenn man im Grundstück parkt, kommt : "Diese Strasse ist
nicht digitalisiert" von der Sprachsteuerung.

cu


Marc Heimann

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
Hallo Christofer,

die Aufloesung der besten Satelliten liegt bei 10 cm.
Das langt, um ein Fahrzeug zu identifizieren, aber nicht um das
Nummernschild zu lesen.

Mehr dazu unter http://www.fas.org/irp/imint/resolve5.htm
bzw. http://www.fas.org/irp/imint/imint_101.htm

Ciao
Marc

Christopher Michl schrieb:

Ingo Balzer

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to

>>>>>>>>>>>>>>>>>> Ursprüngliche Nachricht <<<<<<<<<<<<<<<<<<

> Ich kenn mich damit zwar nicht aus, aber ein gesunder Menschenverstand
löst
> von alleine die meisten Sorgen:
> Du gehst vielleicht davon aus, dass die Satelliten so gut sind, wie im
> (allerdings sehr guten) Kino (und jetzt Kauf-)Film "Der Staatsfeind
Nr.1"
> mit Will Smith. Ich bezweifle doch sehr, dass man Personen oder Autos
mit
> Satelliten eindeutig erkennen kann, weil die Luft und ihre
verschiedenen

> Strömungen alles unscharf machen. Und ein Satellit kreist ja doch in


> beachtlicher Höhe (so um die 500km glaub ich, die geostationären),
sodass
> dies eine Menge ausmacht.

> Dazu kommt, dass man aus Bildern wo nicht mehr drin ist, nicht mehr
> rausholen kann (vielleicht ganz wenig, wenn man die Luftströmung kennt
und
> diese rausrechnen will), auch wenn das in zahlreichen Filmen gezeigt
wird
> (ran-zoomen und dann schärfer machen). So wie es in dem Kinofilm war,
z.b.
> 3D-Scrollen aus einem 2D Bild ist natürlich schwachsinn, aber sonst
war der
> Film gut


Man kann sich selbst einen ganz guten Eindruck davon verschaffen. Im
Handel (z.B. Pearl) ist ein Paket mit Satellitenfotos. nennt sich
D-SAT2 von Topware - Satellitenatlas für Deutschland - bestehend aus
14 CD. Kostet ca. 25 DM
Nach Herstellerangaben beträgt die auf den Fotos erreichte
Boden-Auflösung 65 cm. Die Aufnahmen sind sehr gut, so wie das gesamte
Programm. Ist ausdrücklich zu empfehlen (Nein! Ich bekomme keine
Provision von Topware).
Da es sich hier um für den Privatsektor freigegebene Aufnahmen
handelt, läßt sich zumindest erahnen, welche Möglichkeiten
militärische Satelliten wohl haben mögen.

Gruß Ingo Balzer

con...@ibalzer.de
www.ibalzer.de

Klaus Kessler

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
> der hat auch diese Bilder CD und diese sind soviel ich weiss mit Flugzeugen
> geschossen worden.

Ich habe diese CD auch, und da man Wolkenschleier darauf erkennen kann,
müssen sie aus großer Höhe aufgenommen worden sein, also mindestens aus
einem sehr hoch fliegenden Flugzeug.

In einer Doku habe ich erst gesern auf Discovery gehört, daß die neueste
Generation der Spionagesatelliten angeblich eine Greapfruit deutlich
erkennen können.


--
MfG, Klaus "Doc" Kessler, Germany
Doc`s Paintball Shop & Doc`s Katana Shop
http://www.istda.com/doc-shop/
Eressea : Kinder des Orkans (8)
ShAtlantis : Paladine der barmherzigen Axt (14)

Klaus Kessler

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
> Für private Zwecke sind die Dinger auf 50 m genau, meine ich mich zu
> erinnern.

Der Vater meiner Freundin ist Segler. Der sagte, während der
Kuwait-Geschichte seien die Dinger plötzlich auf mehr als 100 m ungenau
gewesen... Danach war wieder alles beim alten, bis auf 20 m genau.

Klaus Kessler

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
> Das langt, um ein Fahrzeug zu identifizieren, aber nicht um das
> Nummernschild zu lesen.

Hm, vielleicht mit digitaler Nachbearbeitung im Rechner ?

Tilo Hacke

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to
> > Für private Zwecke sind die Dinger auf 50 m genau, meine ich mich zu
> > erinnern.
>
> Der Vater meiner Freundin ist Segler. Der sagte, während der
> Kuwait-Geschichte seien die Dinger plötzlich auf mehr als 100 m ungenau
> gewesen... Danach war wieder alles beim alten, bis auf 20 m genau.
>

Du hast recht, Ein Teil der GPS-daten ist verschluesselt. Im Kisenfall
wird der "oeffentliche" Teil reduziert. Die eigetliche Genauigkeit
militaerischer systeme liegt bei ca 10 cm im Normalfall und unter
1 cm differentiell (wenn man ein Referenzsignal einer exakt
eingemessenen Bodenstation hat). Zivile Systeme koennen
differentiell auch ca 1 cm erreichen, und zwar auch im
Krisenfall.
Gibts z.B. von der Firma Terrasat hier in der Naehe fuer ca
20 000 DM. Solche Geraete verwenden z.B. Landvermesser.

Tilo Hacke

Tilo Hacke

unread,
Jul 8, 1999, 3:00:00 AM7/8/99
to

> >> Das langt, um ein Fahrzeug zu identifizieren, aber nicht um das
> >> Nummernschild zu lesen.
> >
> >Hm, vielleicht mit digitaler Nachbearbeitung im Rechner ?
>
> Wenn keine Informtaionen vorhanden sind, kann man maximal welche
> dazuerfinden, aber nichts hervorholen, das nicht vorhanden ist. Auch
> nicht mit Rechnern.
>
> Interpolation ist fuer mich eine reine Unschaerfebehandluing von Fotos

Als Mathematikstudet muzs ich jetzt dazu mal meinen Senf abgeben:

Du hast zwar Recht, dasz man aus wenig nicht mehr info machen kann,
aber die Information ist eigentlich da:
Moderne 2" CCDs mit entsprechender Optik haben auf 1000km eine
theoretische Aufloesung von unter 1 mm (Siehe Hubble-Teleskop).
Bei der Verzerrung durch die Atmosphaere handelt es sich um eine
sogenannte Kontraktion. In diesem Falle um das uebereinander
Belichten vieler raeumlich leicht versetzter, zeitlich
aufeinander folgender Einzelaufnahmen, welche jede fuer sich exakt
sind, aehnlich einer verwackelten Photographie. Wenn man die
Funktion, die die zeitliche Versetzung, d.h. den Vorgang des
"Verwackelns" beschreibt, nicht kennt, dann ist eine Kontraktion
unumkehrbar.
Befinden sich jedoch Referenzobjekte mit "scharfen" Kanten auf dem
Bild, dann weisz man zumindest schon einiges ueber das
Verteilungsspektrum der einzelnen "Wackler". Dies ermoeglicht
bereits eine Verbesseung um Faktor 2-5.
Als weitere Moeglickkeit kann man noch mehrere CCDs um einige
ms versetzt abfragen, so dasz man die Differenzen ueberlagernder
Intervalle der Kontraktion berechnen kann. Hieraus laeszt sich die
Ableitung der Ursprungsfunktion naeherungsweise berechnen,
was man zur Konturenschaerfung nutzen kann.
D.h. alle "harten" Kontraste kann man noch mal mindestens um den
Faktor 10 verbessern. Damit kann man mindestens schon mal
Nummernscilder lesen.
Des weiteren laeszt sich damit eine Naeherung fuer die
Umkehrfunktion der Kontraktion berechnen, die auch die weichen
Bildteile verbessert, allerdings nur halb so gut wie die "harten"

Vergroeszert man noch die Anzahl der abgetasteten CCDs mit
gemeinsamer Optik, und macht die Empfindlichkeit, und damit die
Dauer (das Kontraktionsintervall) kuerzer, so kann man auch die
Zeitung lesen.

Eine Anwendung im zivilen Bereich ist im Uebrigen das
"Zusammenschalten" mehrerer Groszteleskope.
Die europaeische Suedsternwarte in Chile wird nach
Inbetriebnahme ihres 4. Teleskops eie ca 10 mal besere
Aufloesung als Hubble haben, trotz Atmosphaere.

Tilo Hacke

Kalbi

unread,
Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
to

Hans-Georg Wetzel schrieb in Nachricht <37846DD7...@t-online.de>...

>Hier irrst du aber, und zwar gewaltig. Satellitenbilder können durchaus


auch im
>zivilen Bereich solch eine Auflösung haben. Einsatz zum Beispiel in der

>Vermessung, Umweltechnik, Katastrohenschutz usw.. Im militärischen Bereich,
ist
>die Auflösung so hoch das man das Nummernschild eines Autos erkennen kann,
>solche Bilder sind von Sigmund Jähn (1. Kosmonaut der DDR) gemacht worden
mit
>einer Kamera aus Jena.


Geht man von niedrigen Erdumlaufbahnen (ca. 180km) aus, ist dies durchaus
möglich. Ich erinnere mich, in einem Buch von 1984 (Zeitbombe NATO oder so)
gelesen zu haben, dass die Amis bei der Invasion in Afghanistan z.B. den
Bart
einiger Panzerkommandanten erkennen konnten. Ob dies tatsächlich damals
schon möglich war oder nur zur Propaganda des Kalten Krieges gehörte ist
schwer zu sagen. Bedenkt man aber die technischen Fortschritte der letzten
20 Jahren, könnte ich mir vorstellen, dass moderne Satelliten besser als 5cm
auflösen können. Und: man sollte bedenken, dass die Bilder nicht nur gemacht
werden müssen sondern auch riesige Datenmengen zur Erde übertragen
werden müssen, dies erfordern natürlich leistungsfähige
Kommunikationsanlagen
die man in einen kleinen Satelliten packen muß.

MfG
Kalbi.

Kalbi

unread,
Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
to

Armin Welker schrieb in Nachricht <7m283h$1chq$1...@chico.franken.de>...

>Und das war nicht nur ein Täuschungsmanöver ?
>Wie stellst du dir vor, gegen die Unschärfe die durch die Luft entsteht,
>anzukämpfen ? Oder ist diese nicht ganz so extrem ?


Die Unschärfe die durch die Luft verursacht wird, ist von Tag zu Tag
verschieden.
Sie hängt von Luftfeuchtigkeit, Winden, Partikeln (emittiert durch die
Industrie),
Ozon und einigen anderen Dingen ab. An einem Sommertag siehst du ja auch
deutlich weiter als im Winter.

mfg
Kalbi.

Jörg

unread,
Jul 9, 1999, 3:00:00 AM7/9/99
to
Wie ist das mit Nachbearbeitung und Interpolation von vielen Bilder?
Viele Bilder dürften ja eigentlich so etwas wie keine virtuelle
Aperturvergrößerung bewirken.
Ist kein Optiker hier, der so etwas von der theoretischen Seite her
beleuchten kann?

Joerg

Markus K. V. Haake schrieb in Nachricht
<3785ba17...@businessnews.de.uu.net>...


>On Thu, 08 Jul 1999 23:24:57 +0200, Klaus Kessler
><d...@titanic.kn-bremen.de> wrote:
>
>>> Das langt, um ein Fahrzeug zu identifizieren, aber nicht um das
>>> Nummernschild zu lesen.
>>
>>Hm, vielleicht mit digitaler Nachbearbeitung im Rechner ?
>
>Wenn keine Informtaionen vorhanden sind, kann man maximal welche
>dazuerfinden, aber nichts hervorholen, das nicht vorhanden ist. Auch
>nicht mit Rechnern.
>
>Interpolation ist fuer mich eine reine Unschaerfebehandluing von Fotos
>

>Markus
>
>--
>Documentation is like sex: when it is good, it is very, very good;
>and when it is bad, it is better than nothing.

Martin Rosenkranz

unread,
Jul 10, 1999, 3:00:00 AM7/10/99
to
Armin Welker <k...@earthling.net> schrieb in im Newsbeitrag:
7m0nd5$295v$1...@chico.franken.de...

> Ich bezweifle, dass man sogar Häuser sehen kann, auf


Satellitenbildern.
> Das was du dann aber hast, ist ein Foto von einem Flugzeug !
Ich kenn einen

> der hat auch diese Bilder CD und diese sind soviel ich weiss
mit Flugzeugen
> geschossen worden.

Wird alles eher ein Temperaturproblem sein.
Je kälter die Luft desdo weniger Verzerrungen.
Wenn man in der freien Wüste wegen der Luftspiegelung schon
manche Objekte nicht mehr sieht wie soll das dann ein Satelit
lösen der durch 100km Atmospähre durchsehen muß ?

Man soll aber nicht vergessen daß Sateliten in einem weiten
Spektrum arbeiten - Radar, Radio, IR - praktisch alles wird
bei Spionagesatteliten ausgewertet.

--
Martin Rosenkranz, Vienna, Austria, mar...@gmx.at
+43 664 35 00 411
The Austrian Fighter Selection: http://home.pages.at/airforce/

Andreas Petzold

unread,
Jul 13, 1999, 3:00:00 AM7/13/99
to
>Ich bezweifle doch sehr, dass man Personen oder Autos mit
> Satelliten eindeutig erkennen kann, weil die Luft und ihre verschiedenen
> Strömungen alles unscharf machen. Und ein Satellit kreist ja doch in
> beachtlicher Höhe (so um die 500km glaub ich, die geostationären), sodass
> dies eine Menge ausmacht.


ja in dieser hoehe befinden sich einige der sats, aber das ist keine
geostationaere bahn. d.h. diese sats befinden sich nicht ueber festen
punkten auf der erde. waere auch verdammt bloed, wenn in kuwait der krieg
ausbricht und man muesste erst lange mit den dingern manoevrieren. das macht
man zwar auch auf den niedrigen bahnen, aber auf einer geostationaeren in
36000km hoehe braucht man da einfach viel treibstoff. ausserdem sind diese
bahnen zu hoch fuer diese wunderbilder mit autokennzeichen

bye then

petzi

THomas

unread,
Jul 15, 1999, 3:00:00 AM7/15/99
to
Klaus Kessler wrote:
>
> > der hat auch diese Bilder CD und diese sind soviel ich weiss mit Flugzeugen
> > geschossen worden.
>
> Ich habe diese CD auch, und da man Wolkenschleier darauf erkennen kann,
> müssen sie aus großer Höhe aufgenommen worden sein, also mindestens aus
> einem sehr hoch fliegenden Flugzeug.

zu dieser D-Sat (2.0)

Die Fotos stammen von einem russichen Satelliten der rund 260km über
Boden flug.
Die Fotodaten wurden abgekauft (?). Die daten wurden komprimiert (sind
ursprünglich über 60Gb groß), damit sie auf die paar CD´s passen.
Die farbigen Luftbildaufnahmen von Großstädten sind vom Flugzeug aus.
Alle Bilder sind aus mehreren einzelnen zusammengesetzt, da weder
Flugzeug noch
Satellit den gesamten Bereich auf einmal aufnehmen können. Dies sieht
man teilweise auch.
Ich habe noch Vers. 1.0 die noch stärker komprimiert wurde (2CD) und bei
Version 2 sieht man jetzt Dinge die auf Vers 1 nicht sichtbar waren
(Tor auf einem Fußballfeld).
Wenn man sich dann vorstellt, man würde die komprimierte Version habe
(DVD?),
und dann davon ausgeht, das diese Fotos von ungefähr 1990-95 stammen,
dann kann
man erahnen was heute möglcih ist, und was man nicht erfährt.

Von einem Vermessungsstudenten weiß ich, daß diese Geräte benutzen die
über GPS
arbeiten und eine Genauigkeit <1cm aufweisen, da sie sonst nutzlos
wären.

Lutz Möller

unread,
Jul 15, 1999, 3:00:00 AM7/15/99
to
Bild eine ausbrechenden Vulkanes in Alaska (332KB)
http://www.alaska.net/~nwsfoanc/bigVol.gif

Ich kann keine Nummernschilder lesen!

Lutz

Tilo Hacke

unread,
Jul 15, 1999, 3:00:00 AM7/15/99
to

Aber nur, weil ein Vulkan kein Nummernschild hat...

Jan Dau

unread,
Jul 16, 1999, 3:00:00 AM7/16/99
to
Mahlzeit,
die modernen (etwa zigarettenschachtelgroßen) GPS Empfänger, in
Abenteuerläden oder Seglershops für etwa 300,- aufwärts zu haben, sind
eigentlich punktgenau. Die amerikanischen Militärs legen aber ein Störsignal
auf ihre Sateliten, das eine Ungenauigkeit von bis zu 50m ergibt.
Schwiegervater ist Vermesser, die arbeiten heute auch mit GPS, hat ein
ziviles getestet und hat je nach Standort Abweichungen von 0 bis 50 m.
Ich denke, dass feindliche ELOKA eigene GPS stören kann. Es gibt Gerüchte,
dass im Kosovo Krieg GPS gelenkte Raketen durch die serbische ELOKA
umgeleitet wurden.
Merke GPS ist gut und einfach, vergiss aber NIE Karte und Kompaß.
Zum Autosatelitensystem ist zu sagen, dass das eine Kombination aus GPS und
digitalisierter Straße ist. Die Ungenauigkeit des GPS wird durch Sensoren in
den Rädern ausgeglichen.

Jan

Lutz Möller

unread,
Jul 16, 1999, 3:00:00 AM7/16/99
to

Tilo Hacke wrote:

> > Ich kann keine Nummernschilder lesen!

> Aber nur, weil ein Vulkan kein Nummernschild hat...

Tilo,

auch wieder wahr.

Lutz
--
mailto:l.mo...@snafu.de
http://www.snafu.de/~l.moeller/

0 new messages