P.S:Da ich keine Gaspistole besitze dient diese Information nicht zu
meinem eigenen Nutzen.
On Thu, 11 Oct 2001 17:58:27 +0200, Ulrich Seybold
<52003726...@t-online.de> wrote:
>Deshalb dachte ich frage
>ich hier, wie funktioniert das genau
>Gaspistolen scharf machen.
Gar nicht. Gibt weder die Konstruktion noch das Material her.
für ein freies Land
Rainer
Ohne Waffenschein ist das ganze Jahr Aschermittwoch.
Geht schon, mit nem Hammer auf'm Amboß breitklopfen. anschliesend mit Flex
"scharf" schleifen ---
Ergebnis: Prima Messer für Käse usw. :-)
Grüße aus Frankreich
Walter
Heutzutage so gut wie unmöglich. Da ist es leichter, gleich eine neue
Pistole zu bauen, oder noch leichter und billiger, am Bahnhof gleich
eine scharfe zu kaufen. :(
--
Gruss, Klaus "Doc" Kessler, Germany
Doc`s Outdoor Center http://www.langschwert.de
Verein f. trad. jap. Kampfkünste http://www.schwertsport.de
man kann das vergessen. Wer behauptet, das er das mal gemacht hat, dann
war's vor
langer Zeit. Heutzutage ist so eine Gaswaffe aus Gußeisen o.ä. Der Lauf
(wenn man diesen
Rauchabzug überhaupt so nennen will) ist besser mit Hartmetall
verbarrikadiert als "Fort Knox". Wenn man also tatsächlich dabei einen Lauf
"bohren" kann, sowie halbwegs passende Munition bekommt, möchte
ich niemandem empfehlen, bei einem Schuss in der Nähe zu sein. Ich glaube,
da ist das anvisierte Ziel
sicherer als der Schütze...
Vor mehreren Jahren gab es meines Wissens mal einen Revolver aus Stahl, den
man angeblich umbauen
konnte, aber wie Klaus Kessler schon schrieb, ist es (leider!!!) einfacher,
eine "katholische" Waffe am Bahnhof zu kaufen. :-(
Tschöööö,
Martin
>
Grüsse
Martin
>Deshalb dachte ich frage
> ich hier, wie funktioniert das genau
> Gaspistolen scharf machen.
Hallo Ulrich,
klare Frage, einache Antwort: funktioniert gar nicht, das Material ist für
scharfe Munition nicht ausgelegt. Selbst wenn man es schaffen würde, den
(gegossenen!!) Lauf einer Gaspistole aufzumachen (was unwahrscheinlich ist)
und passende Munition dafür zu bekommen (noch unwahrscheinlicher) wäre das
Abdrücken schlicht lebensgefährlich!
Gruß Micha
--
Life is like a pokergame...
...if you don't win, you lose.
Ulrich Seybold schrieb:
> Ich hatte gerade eine Diskussion mit einem Bekannten, es ging darum wie
> einfach es ist Gaspistolen scharf zu machen. Er meinte man müsse nur ein
> Teil ersetzen, was ich nicht glauben konnte.
Dein Bekannter hat Recht. Es ist ein Teil zu ersetzen, nämlich die
gesamte Waffe.
Es gab früher einmal Schreckschußwaffen, die konnte man tatsächlich
umfunktionieren. Diese alten Dinger waren aus Stahl gefertigt, lange
bevor das Physikalisch-Technische Bundesamt (PTB) etwas damit zu tun
hatte.
Mittlerweile kann man diese alten Schätzchen jedoch nur noch mit einer
Waffenbesitzkarte legal besitzen. (Ein Bekannter hat wirklich einen
alten Schreckschußrevolver in seiner WBK)
Bei den heutigen Gaswaffen, die man, dank PTB-Prüfzeichen, frei kaufen
und führen darf, ist es technisch nicht möglich, diese in eine scharfe
Waffe umzubauen. Die wesentlichen Teile (Verschluß, Patronenlager, Lauf)
bestehen aus Zinkspritzguss. Das ist das Material, aus dem
Matchbox-Autos gegossen werden. Jetzt nimm mal ein altes Matchboxauto
und tritt kräftig drauf. Es wird unter Deinem Absatz zerbröseln.
Eine nicht besonders kräftige Patrone ist z.B. die 38 Spezial. Diese
bringt es nach CIP immerhin auf einen Gasdruck von 1.500 bar, sprich dem
hundertfachen Luftdruck eines PKW-Reifens, oder dem 7,5-fachen Druck
einer Suaerstoffflasche vom Scheißgerät. Willst Du allen Ersntes einen
solch hohen Druck euf ein solch krümeliges Material loslassen?
Eine aufgebohrte Gaswaffe ist nichts weiter als eine lebensgefährliche
Handgranate und absolut unberechenbar.
Jemand, der die Werkzeuge, das Material und die Kenntnis hat, eine
heutige PTB-Waffe in eine sichere scharfe Waffe zu verwandeln, ist ein
guter Büchsenmacher. Nur müßte dieser so viele Teile neu anfertigen, daß
er gleich eine neue Waffe herstellen könnte.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
Andreas.B...@gmx.de V+49-170-3069591
Xot...@T-Online.de xot...@gmx.de
>> >Deshalb dachte ich frage
>> >ich hier, wie funktioniert das genau
>> >Gaspistolen scharf machen.
>>
>> Gar nicht. Gibt weder die Konstruktion noch das Material her.
>
> Geht schon, mit nem Hammer auf'm Amboß breitklopfen. anschliesend mit Flex
>"scharf" schleifen ---
Zink-Druckguss plattklopfen? Viel Spass beim Versuch. ;-)
>Ergebnis: Prima Messer für Käse usw. :-)
Ein Zinkmesser fuer Kaese? Ekelerregend!
>Grüße aus Frankreich
... und so ein Vorschlag kommt aus dem Land der Gourmets ...
Peter
--
Schluss mit dem Realname-Terror!
Stopt die Verpreussung des Usenet!
> hundertfachen Luftdruck eines PKW-Reifens, oder dem 7,5-fachen Druck
> einer Sauerstoffflasche vom Scheissgeraet. Willst Du allen Ernstes einen
Du brauchst aber auch jeden Tag ein neues Klosett?
Pi"Kacken mit 200 bar"tt
Kommentar: :-)))))))
cu, zili (Heinrich Zinndorf-Linker)
--
/"\ ASCII Ribbon Campaign
mailto:hein...@zili.de \ /
http://zili.de X No HTML in
/ \ email & news
Hallo Ulrich,
die Frage ist zweiteilig zu beantworten.
Die Schreckschusswaffen die Du heute in Deutschland im Laden kaufen
kannst, sind derart konstruiert, dass sie beim Versuch, diese
scharfzumachen zerstört werden. Die genau Beschreibung der
Konstruktionsauflagen findest Du in der Verordnung zu WaffG (z.B.
Patronellager zum Lauf versetzt, keine Patronenlagermasze von scharfen
Patronen etc.).
Früher (noch vor 10 Jahren)war es möglich bestimmte Modelle (z. B. PK
800 etc.) scharfzumachen in dem man z.B. die Sperren aus dem Lauf
heraus schliff. Die einfache Hausversion sah so aus, dass man in die
Spannzange einer Oberfräse einen Korundschleifstift einspannte und
damit die Hartmetallsperren heraus schliff. Oder man kann mit
Hartmetallfräsern die Sperren herausfräsen, allerdings nur mit einer
stabilen Fräsmaschine. Eine andere Variante war den Lauf abzusägen
(Flex) und einen neuen Lauf einzusetzen. Auch wenn das Griffstück und
der Schlitten aus Zinkdruckguss waren, war das bei 7.65 Browning oder
6.35 mm Browning kein Problem. Der Lauf war und ist aus Stahl.
Manche Revolver brauchte man gar nicht verändern oder nur leicht und
man konnte .22 kurz oder .22 lfB verschiessen. Z. B. den Sherlock
Holmes .22 Platz, bei dem konnte man mit einem Durchschlag die Sperren
aus der Trommel brechen, im Lauf bildete die Laufsperre eine Art Rampe
die die Kugel passieren konnte.
Der alte Norris Derringer war auch sehr leicht scharfzumachen.
Im Ausland werden heute noch Schreckschusswaffen umgebaut, da diese
dort nicht den strengen deutschen Auflagen unterliegen.
Allerdings ist es auch nicht sehr schwierig eine Pistole oder MP
komplett selbstzubauen. Bastler und Modellbauer machen noch viel
schwiergere Dinge.
Schönes Wochende
Thomas
>
> Früher (noch vor 10 Jahren)war es möglich bestimmte Modelle (z. B. PK
> 800 etc.) scharfzumachen in dem man z.B. die Sperren aus dem Lauf
> heraus schliff. Die einfache Hausversion sah so aus, dass man in die
> Spannzange einer Oberfräse einen Korundschleifstift einspannte und
> damit die Hartmetallsperren heraus schliff. Oder man kann mit
> Hartmetallfräsern die Sperren herausfräsen, allerdings nur mit einer
> stabilen Fräsmaschine. Eine andere Variante war den Lauf abzusägen
> (Flex) und einen neuen Lauf einzusetzen. Auch wenn das Griffstück und
> der Schlitten aus Zinkdruckguss waren, war das bei 7.65 Browning oder
> 6.35 mm Browning kein Problem. Der Lauf war und ist aus Stahl.
>
> Manche Revolver brauchte man gar nicht verändern oder nur leicht und
> man konnte .22 kurz oder .22 lfB verschiessen. Z. B. den Sherlock
> Holmes .22 Platz, bei dem konnte man mit einem Durchschlag die Sperren
> aus der Trommel brechen, im Lauf bildete die Laufsperre eine Art Rampe
> die die Kugel passieren konnte.
>
> Der alte Norris Derringer war auch sehr leicht scharfzumachen.
>
Du Wagst dich ganzschön weit vor!!
Gruß
--
Peter Biller
http://www.dream-on-line.de
ICQ 47895260
Schwarz?
Markus
> > hundertfachen Luftdruck eines PKW-Reifens, oder dem 7,5-fachen Druck
> > einer Sauerstoffflasche vom Scheissgeraet. Willst Du allen Ernstes einen
>
> Du brauchst aber auch jeden Tag ein neues Klosett?
Durch den kleinen Typo halte ich das Rohr immer schön sauber :-)
> Du Wagst dich ganzschön weit vor!!
Nee, war 'ne zeitlang bei einem Waffenhersteller angestellt und hab
jetzt selbst eine Genehmigung nach § 7 WaffG.
Servus
Thomas
Tach
Meinte nur wegen der Beschreibung der Vorgänge in der Öffentlichkeit.
Ist doch ganz einfach:
A hat sich's selbst zusammengereimt, dass das so nicht geht.
B hat den Aufwand zusammengerechnet und gemerkt, dass das nichts bringt.
C ist vom Fach und kennt den Aufwand, duerfte auch, weiss aber, dass
das nichts bringt.
D wuerde gerne, traut sich aber (noch) nicht.
E probiert's, wird noch im Krankenhaus von der Polizei vernommen, kann
das Protokoll mangels funktionsfaehigen Haenden aber nicht mehr
unterschreiben.
Er hat einfach nur D mit dem Wissen von A bzw. B versorgt und somit
versucht, einen weiteren E zu verhindern. Man koennte sich darueber
streiten, ob ein wenig Wissen von C dabei schadet oder nicht, aber
selbst im Chemieunterricht in der Schule wird hin und wieder
gefaehrliches Wissen vermittelt (Gifte, explosive Gemische,...).
Jens
--
You can't out-sarcasm reality.
Sonst müste man ja auch Wolfgang Peterson wegen "In the line of fire"
verhaften, dort wird gezeigt wie man eine Pistole selbst bastelt und diese
an Metalldetektoren vorbeibekommt
MfG
Mark
> Sonst müste man ja auch Wolfgang Peterson wegen "In the line of fire"
> verhaften, dort wird gezeigt wie man eine Pistole selbst bastelt und diese
> an Metalldetektoren vorbeibekommt
Ich habe - vor dem 11.09. - mit einem ehem. Fallschirmjäger gesprochen,
der meinte, er wär doch nicht irre, unbewaffnet in 1 Flugzeug
zu steigen, und zog aus der Gesäßtasche einen aus Pertinax
(textil-armiertes Phenol-Formaldehyd.Harz) selbstgefertigten Schlagring,
der von keinem Metalldetektor erfaßt wird.
Und am 21.09. holte ich Amis vom Flughafen ab, die berichteten, daß
sie beim Einsteigen nach Waffen dursucht worden waren, jedoch gab es
an Bord Stahlbesteck zum Menue. Verrückt. Und einer meinte - zurecht,
eine abgeschlagene gläserne Weinflasche wäre eine geführlichere Waffe
als ein Messer.
FR
> Und am 21.09. holte ich Amis vom Flughafen ab, die berichteten, daß
> sie beim Einsteigen nach Waffen dursucht worden waren, jedoch gab es
> an Bord Stahlbesteck zum Menue. Verrückt. Und einer meinte - zurecht,
> eine abgeschlagene gläserne Weinflasche wäre eine geführlichere Waffe
> als ein Messer.
wohl war. das gibt _haessliche_ wunden und eine sauerei ohne ende.
ich wurde leider 2 mal zeuge einer solchen tat.
> Sonst müste man ja auch Wolfgang Peterson wegen "In the line of fire"
> verhaften, dort wird gezeigt wie man eine Pistole selbst bastelt und diese
> an Metalldetektoren vorbeibekommt
Das mit der Zweischüssigen ist so eine Sache: Wer sich einen Lauf aus
einer passenden Keramik backen kann, braucht auch den Film nicht.
Ganz abgesehen davon hätte ich bisher auf jeder meiner Flugreisen eine
Schußwaffe dabeihaben können, wenn ich es darauf angelegt hätte. Die
"Sicherheitsüberprüfungen" an europäischen Flughäfen stellen doch nur
ein Schauspiel für Otto Normaltourist dar.
Um nur ein Beispiel zu nennen: Ich habe noch nie gesehen, daß von einem
gehbinderten Menschen der Metallstock (Krücke oder Unterarmgehstütze)
genauer untersucht wurde. Und genau dieses ist nicht zuletzt dank des
verfilmten Romans "Der Schakal" hinlänglich bekannt.
Gruss
Martin