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Brünieren ???

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Michael Schreibweis

unread,
Aug 14, 2003, 12:54:53 PM8/14/03
to
Hallo,

ich bewege mich im Bereich des Reenactment und baue/fertige z.T., auch aus
Kostengründen,
meine Blankwaffen selbst.
Da es offensichtlich keine fertige Brünierungsflüssigkeit mehr käuflich zu
erwerben gibt, folgende Frage.

Wie kann ich meine Lanzenspitzen, Sax-Messer oder auch mein Kettenhemd
selbst brünieren ??
Gibt es da "Rezepte" ?

Für Tips wäre ich sehr dankbar.

M.f.G. Michael Schreibweis


Volker Wollny

unread,
Aug 13, 2003, 1:39:08 PM8/13/03
to
Hallo Michael!

Michael Schreibweis schrieb:

> Da es offensichtlich keine fertige Brünierungsflüssigkeit mehr käuflich zu
> erwerben gibt, folgende Frage.

Seit wann denn das? Es gibt doch noch diese Kaltbrünierung, die sich
allerdings nur für kleinere Flächen, also am ehesten noch
Ausbesserungen, eigenet und nach meiner Erfahrung auch nicht so toll
kommt.


> Wie kann ich meine Lanzenspitzen, Sax-Messer oder auch mein Kettenhemd
> selbst brünieren ??
> Gibt es da "Rezepte" ?

Das "richtige" Verfahren ist aufwendig: Man muss die Teile mit der
Brünierplempe einstreichen und dann in Wasserdampf hängen. Die genaue
Vorgehensweise ist in der Fachliteratur beschrieben, z.B. in "Das große
Schusswaffenwerkbuch" aus dem Motorbuchverlag, wenn ich´s recht inm Kopf
habe.

Und du meinst, diese Streichbrünierung gibt es nicht mehr zu kaufen? Wo
bekommen denn die Büchsenmacher das Zeug her?

Grüßle

Volker
--
Wer WebBrowser nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder
verfälschte sich verschafft und mit Betriebssystemen verquickt, wird mit
Zwangsarbeit bei Microsoft nicht unter 2 Mannjahren bestraft
IBW WebDesign&Publizistik http://www.ibwollny.de

Michael Schreibweis

unread,
Aug 14, 2003, 2:14:47 PM8/14/03
to
> Seit wann denn das? Es gibt doch noch diese Kaltbrünierung, die sich
> allerdings nur für kleinere Flächen, also am ehesten noch
> Ausbesserungen, eigenet und nach meiner Erfahrung auch nicht so toll
> kommt.

Hallo Volker,

na ja, ich kann nur das widergeben, was man mir im Waffengeschäft
erzählt hat.
Diese Schnellbrünierung dürfe nicht mehr verkauft werden wegen
Giftigkeit und so.
Da ich mich im Schusswaffenbereich absolut nicht auskenne musste
ich diese Aussage mal so hinnehmen.

Es mag auch sein, dass man einfach nur versucht dem Kunden
eine Ausser-Haus-Brünierung aufzuschwatzen, die dann natürlich
heftig teuer werden dürfte.

Nun, vielleicht gibt es ja noch ein paar Tips zu meiner Frage :-)

Schönen Abend noch

Grüsse
Michael Schreibweis


thies

unread,
Aug 14, 2003, 4:36:58 PM8/14/03
to
http://www.triebel-guntools.de/in_anweis.html

beste seite.hier bekommst du medikamente und hilfe bei der
anwendung-speziell auch für "antike" ansprüche.


Rolf Wotke

unread,
Aug 15, 2003, 10:11:02 AM8/15/03
to
Hallo Michael,

bevor ich mir diese Stinkbrühe zu Hause ansetze, weil ich sie einmal im Jahr
benötige, gebe ich meine Teile lieber zur Fachfirma. Brünieren ist preislich
im Bereich vom Verzinken.
Also Peanuts. Wer dennoch die Rezeptur haben möchte, kann mich gern
anmailen.
Gruß
Rolf
www.daunenshop.de


Peter Renoth

unread,
Aug 15, 2003, 4:43:57 PM8/15/03
to
"Michael Schreibweis" <aio...@t-online.de> hat geschreibselt:

Hallo Michael!
Also ich hab mir aus dem Telefonbuch z.B. die Firma rausgesucht, die
Kreissägeblätter vergütet. Die haben auch brüniert und zwar
fachgerecht. Kostet einen Klaks und ist wirklich einwandfrei und tief
genug. Das bekommst du selber nie hin.
b.g.
Peter Renoth
--
kontakt statt spamkuebel

Michael Schreibweis

unread,
Aug 19, 2003, 3:36:47 PM8/19/03
to

Hallo Peter,

danke für Deinen Tip, allerdings habe ich mich mittlerweile
belehren lassen was das Brünieren im Bezug auf das Mittelalter
angeht.
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass im 8.Jahrhundert das
Brünieren noch nicht bekannt war. Allerdings hatte man auch
damals schon herausgefunden wie man Metallen beim Härten
in Öl zu einer gewissen Färbung verhilft.

Ich habe Gestern eine andere Variante ausprobiert. Ich habe eine
Saxmesserklinge in billigen ital. Rotweinfusel "mariniert". Nach einer
Ruhezeit von ca. 24 Stunden im Wein habe ich die Klinge mit Stahlwolle
und Ballistol von dem Fusel befreit und habe nun eine authentisch
gefärbte Messerklinge, so als wäre sie schon Jahre fleissig
im Einsatz gewesen :-)

Aber vielen Dank noch einmal für Deinen Tip, den kann ich ja
vielleicht andersweitig anwenden.

M.f.G.

Michael Schreibweis

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