mein Vorlieben für die 5,6x50 Magnum und die .243 Winchester kennst du.
Das 6 mm Nosler Varmint mit seinem dicken Boden ist bestimmt für die
für 1.200 m/s erfordrlichen sehr hohen Drück best geeignet, Schnitt
siehe
http://www.snafu.de/~l.moeller/Zielwirkung/Zielwirkung_3.html
Gestreckte Flugbahnen benötigen nicht nur windschlüpfrige Geschosse,
sondern auch hohe Flächenlast. Achte auf die Flächenlast.
Von daher ist ein etwas größeres Kaliber, der größeren, und damit auch
längeren Geschosse wegen vorteilhaft. Wenn 5,6 mm dann nicht die
langsamen .222 Rem oder .223 Rem, sondern gleich 5,6 x 50 Mag, .22-250
oder 5,6x57 (mit 4,8g RS KS Hochwildtauglich, gute Gamspatrone).
.220 Swift hat langen Drall, daher können keine längeren geschosse
stabil verschossen werden. die .22-250 und noch besser die 5,6x57 sind
universeller.
Varget kenne ich nicht, aber es sollte besser ein doppelbasigen Pulver
von Vihtavuori (Stäbchen) oder Vectan=PCL (andere Formen, viel Kugel)
sein, da du davon mehr in die Hülse stopfen kannst. N540 z. B. für
leichte Kugeln in der .243. Man achte auf spezifische- und Schüttdichte!
Wenn du über 200 m hinaus willst, sind .243 Win und 6x62 Freres besser
als 5,6 mm Geschosse geeignet,
Die 6,5 x 68 konnte ich bisher noch nicht auf Genauigkeit bringen. Das
300 m Geweh ist immer noch ein ungelöstes Problem, im übrigen auch ein
exotisches teures Magnumkaliber.
Waffenwahl: Überlege ob du zu deiner .308 eine Schwesterwaffe mit
gleichem Schaft *und gleichem Abzug* bekommen kannst. Nur dann wirst du
mit den Waffe auch gut schießen können. Ich war einem Schießseminar von
Norbert Klaar (Olympiameister). Daher weiß ich man kann nur einen Abzug
lernen - nicht mehrere.
Also biete ich an:
Heym SR 20 N .243 Win, Kombiabzug mit 2.000 Schuß Munition und leeren
Hülsen (.ca 800 Sako und 800 Norma unabgeschossen), Schmidt 6 Bender
3-12 x 50/4, prima Glas, äußerst flach auf auf EAW Aufkippmontage.
+
Heym SR 20 N .30-06 Sprg, Kombiabzug mit einiger Munition und Hülsen,
6x42/4 Kahles auf EAW schwenkmontage (leicht zu Drücljagd abzunehmen)
Übliche Marktpreise.
Da ich mein Heym-Krico-Durcheinander auflösen möchte. Ich kann mich
nicht auf beide, obwohl gute, Abzüge, bestmöglich einschießen. Eine Art
kann ich nur - und du auch.
Gruß Lutz
Sierra für 5,6 x 50 Magnum Peschke
Cal. Weight # Nme S.D. BC Preis
.224 50 1450 BlitzKing .142 .238 est 33,80 DM
28.5 gr N140 1035 m/s 100
180 210 240 270 300
+2 -1,2 -6,1 -12,6 -21 auf 200 m eingeschossen
Sierra für .243 Win.
.243 80 1515 Blitz Varminter .194 .319 @ 2800 fps and above 23,70 DM
39.4 gr N 140 942 M/s .310 between 2800 and 2200 fps 100
180 210 240 270 300
+2,2 -1,4 -6,6 -13,7 -22,7 auf 200 m eingeschossen
Sierra für 6,5 x 68 Tramm & Hinners
.264 107 1715 Hollow Point Boat Tail .219 .43 @ 3350 + 44,50 DM
MatchKing .42 @ 3349 to 2800 100
4,34 g N160 1.020 m/s .406 @ 2799 to 2300
180 210 240 270 300 für o.a. Ladung auf 1020 m/s
+1,6 -1 -4,9 -10 -16,5 auf 200 m eingeschossen
+180 210 240 270 300 für o.a. Ladung auf 1020 m/s,
+5,3 +3,3 0 -4,5 -10,4 auf 240 m eingeschossen
180 210 240 270 300 hochgeladen auf 1.150 m/s (+ 7% Vo sind erreichbar)
+3,9 +2,4 0 -3,4 -7,8 auf 240 m eingeschossen
>
> Gestreckte Flugbahnen benötigen nicht nur windschlüpfrige Geschosse,
> sondern auch hohe Flächenlast. Achte auf die Flächenlast.
Um die Flugbahn eines Geschosses zu berechnen benötigt man den ballistischen
Koeffizienten (B.C.), dieser ist von den meisten Herstellern zu erfahren. Je größer
der B.C. ist desto besser. Unabhängig von ihrer Querschnittsbelastung
(Flächenlast?)haben zwei Geschosse mit gleichem B.C. und gleicher V0 die gleiche
Flugbahn.
>
> .220 Swift hat langen Drall, daher können keine längeren geschosse
> stabil verschossen werden. die .22-250 und noch besser die 5,6x57 sind
> universeller.
Das stimmt so leider auch nicht ganz. Die 5,6x57 hat eine Dralllänge von 250mm (10")
damit stabilisiert sie, abhängig von Material und Geschossform, Geschosse bis ca. 70
grain. Die .22o Swift und die .22-250 werden normalerweise mit einer Dralllänge von
355mm gefertigt (14") (möglicherweise sind einige Hersteller schon dazu übergegangen,
die .22-250 mit 300mm (12") Drall zu fertigen). Eine Möglichkeit ist von einem
Büchsenmacher, der was von Präzisionsgewehren versteht, einen Lauf einlegen zu
lassen, der eine Dralllänge von 200mm (8") hat. Aus der .22-250 lassen sich dann 80
gr. Geschosse auf eine ausreichende v0 beschleunigen. Das reicht um F-Klasse Long
Range Wettbewerbe bis 1000m zu gewinnen. Nachteilig ist, dass Geschosse, die einen
hohen B.C. haben meist nicht ganz so präzise, vor allem auf kurze Entfernungen, sind
wie die Geschosse mit geringerem B.C. . Das liegt daran, dass Geschosse mit hohem
B.C. im Verhältnis zum Kaliber sehr lang sind und es wesentlich schwieriger ist,
solche Geschossmäntel mit derselben Präzision zu fertigen.
>
> Da ich mein Heym-Krico-Durcheinander auflösen möchte. Ich kann mich
> nicht auf beide, obwohl gute, Abzüge, bestmöglich einschießen. Eine Art
> kann ich nur - und du auch.
Dieser Rat ist gut und wird nur von wenigen Jägern beherzigt. Mir persönlich ist das
Rem. 700 System am liebsten. Es lässt sich mit wenig Aufwand so überarbeiten, dass es
einem Bench-Rest System nur unwesentlich nachsteht, es gibt alle möglichen
Fiberglasschäfte von McMIllan dafür und die Abzüge von Jewell sind wirklich gut.
RalfR
Ralf Rude schrieb:
>
> Lutz Möller schrieb:
> > Da ich mein Heym-Krico-Durcheinander auflösen möchte. Ich kann mich
> > nicht auf beide, obwohl gute, Abzüge, bestmöglich einschießen. Eine Art
> > kann ich nur - und du auch.
>
> Dieser Rat ist gut und wird nur von wenigen Jägern beherzigt. Mir persönlich ist das
> Rem. 700 System am liebsten. Es lässt sich mit wenig Aufwand so überarbeiten, dass es
> einem Bench-Rest System nur unwesentlich nachsteht, es gibt alle möglichen
> Fiberglasschäfte von McMIllan dafür und die Abzüge von Jewell sind wirklich gut.
Hallo Ralf,
ich habe zwar derzeit viel zu tun, komme deshalb weniger zu Jagd un zum
Schießen (heute allerdings mal ein Brünner in 7 mm Super Express vom
Hofe geschossen. Gewaltig. Leider war das billige Tasco nicht auf meinen
augenabstad einzuregeln, so daß ich nicht wirklich gut zielen konnte.
Drei Schuß auf ein Markstück. Danach war di Büchse bereits so arm, daß
es flimmerte. Dann war die Schießzeit vorbei und ich mußte die Waffe
zurückgeben.
Ich kenne zwei Jäger, einen in Dänemark, der 5,6x57 schießt und einen in
Hamburg, der .308 win schießt, die sich beide für Fuchs und Reh eine
.243 win zulegen wollen. Der eine nur mit einem schweren Varmintlauf für
150 . 250 m, der andere eine neue Waffe.
Meine Vorliebe für die 6,5x68 bzw. die überarbeite 6,5x67 mit Lapua
Scenar kennst du ja. Die Scenar ist immer noch Weltrekorhalterin mit 600
von 600 Punkten auf 300m. Also sollte die Kugel etwas taugen.
Was hälst du von der Möglichkeit zwei Sauer 202 Waffen als
Schwesterbüchsen in 6,5x67 und 8x68S präzisiontauglich herzurichten.
Die Waffen werden in 6,5x68 und 8x68s angeboten. Es gibt also Kammern
und Magazine. Als Lauf käme der Jagdmatchlauf der 6,5x55 SE in Frage,
der in 67 und 74 cm zu haben ist. Das patronelager müßte entsprechend
angepaßt werden. dei Läufe schießen mit LApua hervorragend. Ich lernte
in Finnland den Einkäufer der dänischen Felgewehschützengilde kennen,
der viel interessant Ding zu erzählen wußte. Die nordischen Länder haben
auf die Sauer 202 in 6,5x55 als dem besten zu Verfügung stehenden
Werksgewehr standadisiert und schießen damit ihre Meisterschaft.
Ich habe die Jagdmatch in Finland auf dem stand geschosse und war
begeistert. Technik und Ausführung überzeugen - besonders der Abzug.
Wie gesagt, will ich immer noch das 300 m Feldgewehr mit Sonderpatrone
6,5x68. Irgendwann muß ich mal einen Auftrag loswerden. Was sagst du?
Gruß Lutz
Hallo Lutz,
es gibt immer wieder Experten, die auf Gewehre mit heftigem Rückstoss billige Gläser
montieren. Das kann gut gehen, meist ist das Glas nach einigen Schüssen aber hinüber.
>
> Ich kenne zwei Jäger, einen in Dänemark, der 5,6x57 schießt und einen in
> Hamburg, der .308 win schießt, die sich beide für Fuchs und Reh eine
> .243 win zulegen wollen. Der eine nur mit einem schweren Varmintlauf für
> 150 . 250 m, der andere eine neue Waffe.
.243 Win. ist nicht schlecht. 6mm Remington ist aber besser. Leider steht die Patrone
immer noch im Schatten der .243 Win..
>
> Was hälst du von der Möglichkeit zwei Sauer 202 Waffen als
> Schwesterbüchsen in 6,5x67 und 8x68S präzisiontauglich herzurichten.
Die Grundidee ist nicht schlecht. Da ich annehme, dass es statt 6,5x57 6,5x68 heissen
sollte. Warum nicht einfach einen Wechsellauf? Leider bietet sich die Sauer 202 nicht
dazu an Läufe anderer Hersteller z.B. Shilen oder Krieger einzulegen. Man ist halt
immer auf die Ware aus Eckernförde angewiesen. Das ist der Grund, warum ich diese
Konstruktion nicht mag. Man kann sich möglicherweise behelfen, aber das ist ziemlich
umständlich.
>
> Die Waffen werden in 6,5x68 und 8x68s angeboten. Es gibt also Kammern
> und Magazine. Als Lauf käme der Jagdmatchlauf der 6,5x55 SE in Frage,
> der in 67 und 74 cm zu haben ist. Das patronelager müßte entsprechend
> angepaßt werden. dei Läufe schießen mit LApua hervorragend. Ich lernte
> in Finnland den Einkäufer der dänischen Felgewehschützengilde kennen,
> der viel interessant Ding zu erzählen wußte. Die nordischen Länder haben
> auf die Sauer 202 in 6,5x55 als dem besten zu Verfügung stehenden
> Werksgewehr standadisiert und schießen damit ihre Meisterschaft.
Es ist leider nicht unbedingt gesagt, dass das funktioniert. Auf jeden Fall dürfte
die Lebensdauer ziemlich kurz sein. Schützen der 6,5-.284 berichten von einer
Lebensdauer um die 800 Schuß. Mit einer noch größeren Patrone geht die Lebensdauer
noch mehr in den Keller.
>
> Wie gesagt, will ich immer noch das 300 m Feldgewehr mit Sonderpatrone
> 6,5x68. Irgendwann muß ich mal einen Auftrag loswerden. Was sagst du?
>
Wie gesagt, möglich ist fast alles. Nur die Frage was es einem wert ist.
Ralf
> Es gibt immer wieder "Experten", die auf Gewehre mit heftigem Rückstoss billige Gläser
> montieren. Das kann gut gehen, meist ist das Glas nach einigen Schüssen aber hinüber.
Guten morgen Ralf,
So ist es. Die 7 mm SEvH tritt in der leichten Brünner gewaltig!
> .243 Win. ist nicht schlecht. 6mm Remington ist aber besser. Leider steht die Patrone
> immer noch im Schatten der .243 Win..
Zu Unrecht, wie ich auch finde, zumindet seit die mit 9 Zoll Drall
gebaut wird.
> > Was hälst du von der Möglichkeit zwei Sauer 202 Waffen als
> > Schwesterbüchsen in 6,5x67 und 8x68S präzisiontauglich herzurichten.
>
> Die Grundidee ist nicht schlecht. Da ich annehme, dass es statt 6,5x57 6,5x68 heissen
> sollte.
Nein, ich meine nicht die gewöhnliche CIP 6,5x68, wie ich se inder
leichten Krico führe, sondern, wie letzten Sommer erörtert, eine
gekürzte 6,5x68 mit engeren Passungen, mit 2-3 mm enger zylindrischer
Führung und dann kürzerem Kegel, als die original 6,5x68 Patronemaße
sein sollen. Von dem 32- 33 mm langen Scenar oder MatchKing Geschoß mit
70 mm Kurverradius und der verfügbaren Magazinlänge, Patronenlänge her,
muß die Patrone etwas gekürzt werden (evtl. sogar auf 65-66 mm , dan mit
steilerer 40° Schulter) um bei dem gewissen Geschoß zylindrische Führung
vor dem Kegel zu ermöglichen.
> Warum nicht einfach einen Wechsellauf?
Weil Sauer die langen dicken Läufe nur in 6,5 x 55 SE und .308 Win
liefert. Man müßte also
- entweder einen solchen Sauer Jagdmatchlauf in 6,5x55 mit neuem
Patronelager versehen,
- oder einen Sauer Jagdmatchrohling in 6,5 mm ohne Patronenlager
bekommen (wenn Sauer liefert).
> Leider bietet sich die Sauer 202 nicht dazu an, Läufe anderer Hersteller,
> z.B. Shilen oder Krieger, einzulegen. Man ist halt
> immer auf die Ware aus Eckernförde angewiesen. Das ist der Grund, warum ich diese
> Konstruktion nicht mag. Man kann sich möglicherweise behelfen, aber das ist ziemlich
> umständlich.
- Hast du Qualitätseinwände gegen Sauer?
- Gibt es zu große technische Schwierigkeiten bei der angedeuteten
Lösung?
- Ist Sauer zu teuer?
> > Die Waffen werden in 6,5x68 und 8x68s angeboten. Es gibt also Kammern
> > und Magazine. Als Lauf käme der Jagdmatchlauf der 6,5x55 SE in Frage,
> > der in 67 und 74 cm zu haben ist. Das patronelager müßte entsprechend
> > angepaßt werden. dei Läufe schießen mit LApua hervorragend. Ich lernte
> > in Finnland den Einkäufer der dänischen Felgewehschützengilde kennen,
> > der viel interessant Ding zu erzählen wußte. Die nordischen Länder haben
> > auf die Sauer 202 in 6,5x55 als dem besten zu Verfügung stehenden
> > Werksgewehr standadisiert und schießen damit ihre Meisterschaft.
>
> Es ist leider nicht unbedingt gesagt, dass das funktioniert.
Wenn es nicht funktioniert, nimmt man einfach den mitgeliferten 8x68s
Lauf und schießt damit vergnügt Hirsch tot (oder Sauen).
> Auf jeden Fall dürfte die Lebensdauer ziemlich kurz sein.
> Schützen der 6,5-.284 berichten von einer > Lebensdauer um die 800 Schuß.
> Mit einer noch größeren Patrone geht die Lebensdauer noch mehr in den Keller.
Die 6,5-.284 kenne ich nicht. Oder doch? Ist das eine 6,5x64 mit 12 mm
Mauserboden? Von Norma?
Die 800 Schuß Lebensdauer wäre für ein Jagdwaffe ausreichend (20 Böcke +
20 Füchse im Jahr = 20 Jahre).
Für eine Sportwaffe, mit der viel geschossen wird, bedeuteten die
Laufkosten allerdings dann ein erhebliche Belastung. Im übrigen kann die
Lebensdauer mit molysänsulfidbeschichteten Geschossen gestreckt werden,
wie Norma uns glauben lassen will.
> > Wie gesagt, will ich immer noch das 300 m Feldgewehr mit Sonderpatrone
> > 6,5x68. Irgendwann muß ich mal einen Auftrag loswerden. Was sagst du?
> >
> Wie gesagt, möglich ist fast alles. Nur die Frage was es einem wert ist.
Na ja so ein paar Tausender werden schon gebraucht werden. Das ist klar.
Aber wie viele?
fragt Lutz