welche Form der Montage ist ab einer bestimmten Kalibergröße am
ehesten zu empfehlen?
Ein Bekannter war der Meinung, daß eine Klemmontage mit Schrauben und
stabilen Ringen auf einer Weaverschiene eine dauerhafte Lösung sei.
Ich war der Meinung, daß bei einer Montage soviele Teile wie möglich
stärker gesichter sein sollten als nur mit einer Klemmung, also
beispielsweise durch einen Schwalbenschwanz bei einer Schwenkmontage,
durch Haken, Aussparungen und Lötung. So können sich im Endeffekt nur
noch das in die Montageringe eingeklebte Glas und die gesicherten
Schrauben lösen.
Eure Meinung?
Gruss,
Thorsten
Thorsten Bick schrieb:
>
> Hi Leute,
>
> welche Form der Montage ist ab einer bestimmten Kalibergröße am
> ehesten zu empfehlen?
> Ein Bekannter war der Meinung, daß eine Klemmontage mit Schrauben und
> stabilen Ringen auf einer Weaverschiene eine dauerhafte Lösung sei.
Thorsten,
... für ein KK bestimmt.
Kraftschlüssig ist gut, formschlüssig ist besser!
Lutz
> Ein Bekannter war der Meinung, daß eine Klemmontage mit Schrauben und
> stabilen Ringen auf einer Weaverschiene eine dauerhafte Lösung sei.
> Ich war der Meinung, daß bei einer Montage soviele Teile wie möglich
> stärker gesichter sein sollten als nur mit einer Klemmung, also
> beispielsweise durch einen Schwalbenschwanz bei einer Schwenkmontage,
> durch Haken, Aussparungen und Lötung. So können sich im Endeffekt nur
> noch das in die Montageringe eingeklebte Glas und die gesicherten
> Schrauben lösen.
Die Montage ist meist eine Kombination von Form und Kraftschluss.
Der Formschluss sorgt für die Position und der Kraftschluss dafür, das
das ganze spielfrei festsitzt. Einfach ausgedrückt. Bei der
Weaverschiene sorgen die Querrillen für den Formschluss.
Die Schrauben ziehen die Teile in die Prismen. Die Schrauben
können sich IMHO leichter lösen als der Klemmhebel einer
Schwenkmontage. Zumal man diesen leicht arretieren kann.
Klaus
Thorsten Bick schrieb:
>
> Hi Leute,
>
> welche Form der Montage ist ab einer bestimmten Kalibergröße am
> ehesten zu empfehlen?
>
Kommt auf die Waffe und Verwendungszweck an
Gib sie an dann kann Dir geholfen werden !!
Gruß
Ralph
>Ein Bekannter war der Meinung, daß eine Klemmontage mit Schrauben und
>stabilen Ringen auf einer Weaverschiene eine dauerhafte Lösung sei.
Leider ist die Belastung der Montage nicht
ausschliesslich Sache des Kalibers. So
zB haben wir bei Rueckstossmessungen
Werte von ueber 2000 g's (Beschleunigung) gemessen. Dies war ein
custom Gewehr, Kaliber .458 Lott. Das
Gewicht der Waffe war aeusserst niedrig.
Normalerweise erziehlen wir Werte um
1250 g's bei diesen 'dicken Pillen', und Waffen von normalem Gewicht. Eine
.375 H&H erzielt in der Regel um die 750 g's. Die Belastung einer Montage ist
ebenfalls vom Gewicht des ZF's abhaengig.
Eine gutinstallierte Montage - Weaver Schiene (Picatinny rail) aus Stahl, und
die
dazu erforderlichen Klemmringe - ebenfalls
aus Stahl, sind aeusserst durable, und auf
fast jeder sniper rifle der US Streitkraefte,
State and local police, usw, zu sehen.
Vorschlag: Leupold Mark 4 Base and Rings. Kosten was, sind aber bombensicher.
Kleben, Loeten, Schweissen entfallen dann.
Gruss,
Klaus
Wie werden die Basen auf dem Gewehr befestigt?
Wie wird das ZF in den Ringen festgelegt? Nur durch klemmen?
DVC
Peter
accelerometer (piezo electric, and capaci-
tance elements, Tektronix oscilloscope)
>> Vorschlag: Leupold Mark 4 Base and Rings. Kosten was, sind aber
>bombensicher.
>> Kleben, Loeten, Schweissen entfallen dann.
>
>Wie werden die Basen auf dem Gewehr befestigt?
Die meisten Basen werden, in den USA
zumindest, durch 6-48 Torx Schrauben
befestigt. Manche Waffen erfordern 8-40.
>Wie wird das ZF in den Ringen festgelegt? Nur durch klemmen?
>
Ja.
Gruss,
Klaus
>>> Vorschlag: Leupold Mark 4 Base and Rings. Kosten was, sind aber
>>> bombensicher. Kleben, Loeten, Schweissen entfallen dann.
Hi Klaus,
"kosten was" ist durchaus relativ - 200 bis 300 USD fuer Base und
Rings sind immer noch weniger als 1100,- fuer eine SEM vom
Buechsenmacher. Das die Belastung der Montage vom Rueckstossimpuls,
also auch vom Waffengewicht abhaengt, ist klar.
Ab einem gewissen Rueckstoss macht eine Montage da aber nach einiger
Zeit schlapp, wenn die Schrauben nicht richtig fixiert und
moeglicherweise auch das Glas zusaetzlich in den Ringen eingeklebt
ist. Mir ist es selbst mit einer 7x64 mal passiert, dass sich das
Glas geloest hat - dummerweise merkt man erst etwas spaeter, dass das
Glas langsam verrutscht - den Fuchs hat's gefreut ....
So sollte man wohl ab mindestens .308 das Glas zumindest in die oberen
Ringe einkleben, bei staerkeren Kalibern auch in dei unteren (auch
wenn man sich dann sicher sein sollte, dass man das Glas nie mehr aus
den Ringen nehmen moechte ...). Wie aber waere es bleistiftsweise bei
einer langsamen, aber schubstarken .444 oder .45-70?
>Die meisten Basen werden, in den USA
>zumindest, durch 6-48 Torx Schrauben
>befestigt. Manche Waffen erfordern 8-40.
>
>>Wie wird das ZF in den Ringen festgelegt? Nur durch klemmen?
>>
>Ja.
Ich glaub's jedenfalls nicht - Glas geklebt und Schrauben mit Loctite
gesichert - oder zumindest mit Nagellack! Trotzdem: Moechte ich die
Ringe auch noch auf der Schiene selber festschrauben, ergibt das immer
noch zwei Verschraubungen mehr, als mit einer Schwenkmontage oder
einer Einhakmontage, die mit einem oder zwei Fuessen in einen festen
Sockel eingreifen und somit zwei Moeglichkeiten des Verrutschens mehr,
.
Auch wenn die Ringe mit dicken Schrauben befestigt werden, ist das
kein Garant fuer guten Halt - wohler waere mir dann eher mit einem
Gewinde mit geringer Steigung!
Beste Gruesse,
Thorsten
>"kosten was" ist durchaus relativ - 200 >bis 300 USD fuer Base und
>Rings sind immer noch weniger als >1100,- fuer eine SEM vom
>Buechsenmacher.
Sind aber auch von der Verwendung her
total unterschiedliche Montagen, ansons-
ten hast Du natuerlich recht.
> Das die Belastung der Montage vom >Rueckstossimpuls,
>also auch vom Waffengewicht abhaengt, >ist klar.
>
>Ab einem gewissen Rueckstoss macht eine Montage da aber nach einiger
>Zeit schlapp, wenn die Schrauben nicht richtig fixiert und
>moeglicherweise auch das Glas zusaetzlich in den Ringen eingeklebt
>ist.
Noe, nicht unbedingt. Obwohl ich zugestehen muss, dass Loctite usw immer
hilft. Ich selber verwende ab und zu das nicht permanente Loctite..
> Mir ist es selbst mit einer 7x64 mal >passiert, dass sich das
>Glas geloest hat - dummerweise merkt >man erst etwas spaeter, dass das
>Glas langsam verrutscht - den Fuchs >hat's gefreut ....
>
Bei mir waeren das Fuchs oder Coyote
(mehr Coyote als Fuchs...)
>So sollte man wohl ab mindestens .308 das Glas zumindest in die oberen
>Ringe einkleben, bei staerkeren Kalibern auch in dei unteren (auch
>wenn man sich dann sicher sein sollte, dass man das Glas nie mehr aus
>den Ringen nehmen moechte ...). Wie aber waere es bleistiftsweise bei
>einer langsamen, aber schubstarken .444 oder .45-70?
>
.308 (Win) duerfte wohl noch ohne Kleberei
auskommen. Kleberei ist hier noch nicht
so 'angekommen' wie bei Euch 'im Reich'!
>>Die meisten Basen werden, in den USA
>>zumindest, durch 6-48 Torx Schrauben
>>befestigt. Manche Waffen erfordern 8-40.
>>
>>>Wie wird das ZF in den Ringen festgelegt? Nur durch klemmen?
>>>
>>Ja.
>
>Ich glaub's jedenfalls nicht - Glas geklebt und Schrauben mit Loctite
>gesichert - oder zumindest mit Nagellack!
Kannst mir ruhig glauben....
>Trotzdem: Moechte ich die
>Ringe auch noch auf der Schiene selber festschrauben, ergibt das immer
>noch zwei Verschraubungen mehr, als mit einer Schwenkmontage oder
>einer Einhakmontage, die mit einem oder zwei Fuessen in einen festen
>Sockel eingreifen und somit zwei Moeglichkeiten des Verrutschens mehr,
>.
>
>Auch wenn die Ringe mit dicken Schrauben befestigt werden, ist das
>kein Garant fuer guten Halt - wohler waere mir dann eher mit einem
>Gewinde mit geringer Steigung!
>
6-48 oder 8-40 habe doch wohl ausreichend geringe Steigung, oder?
>Beste Gruesse,
>Thorsten
>
Beste Gruesse
Klaus
>
>
>
Klar - die einen kannst Du wieder abnehmen und anschliessend bei
unveraenderter Trefferlage wieder aufsetzen, die anderen nicht - als
Jaeger in Deutschland gibt es halt hin und wieder Einsatzzwecke, bei
denen ein abnehmbares Glas von Vorteil ist. In den USA weniger und bei
einer Buechse ohne offene Visierung entfaellt die Variante sowieso ...
>>Ab einem gewissen Rueckstoss macht eine Montage da aber nach einiger
>>Zeit schlapp, wenn die Schrauben nicht richtig fixiert und
>>moeglicherweise auch das Glas zusaetzlich in den Ringen eingeklebt
>>ist.
>
>Noe, nicht unbedingt. Obwohl ich zugestehen muss, dass Loctite usw
immer
>hilft. Ich selber verwende ab und zu das nicht permanente Loctite..
Sollte es tatsaechlich Montagen geben, bei denen die Selbsthemmung der
Schrauben bei jedem Kaliber ausreicht? Trotzdem - Vertrauen ist gut -
Loctitie ...
>.308 (Win) duerfte wohl noch ohne Kleberei
>auskommen. Kleberei ist hier noch nicht
>so 'angekommen' wie bei Euch 'im Reich'!
Vorsicht, vorsicht - da sind wir hin und wieder ein bischen
duennhaeutig :-)
>>Auch wenn die Ringe mit dicken Schrauben befestigt werden, ist das
>>kein Garant fuer guten Halt - wohler waere mir dann eher mit einem
>>Gewinde mit geringer Steigung!
>>
>6-48 oder 8-40 habe doch wohl ausreichend geringe Steigung, oder?
Aeh - hilf mir, ich will jetzt nicht suchen - wie lautet das wohl in
der metrischen Übersetzung?
Beste Gruesse,
Thorsten
>>.308 (Win) duerfte wohl noch ohne Kleberei
>>auskommen. Kleberei ist hier noch nicht
>>so 'angekommen' wie bei Euch 'im Reich'!
>
>
>Vorsicht, vorsicht - da sind wir hin und wieder ein bischen
>duennhaeutig :-)
>
Duennheutig? Wegen der Kleberei...? :-)
>>>Auch wenn die Ringe mit dicken Schrauben befestigt werden, ist das
>>>kein Garant fuer guten Halt - wohler waere mir dann eher mit einem
>>>Gewinde mit geringer Steigung!
>>>
>>6-48 oder 8-40 habe doch wohl ausreichend geringe Steigung, oder?
>
>
>Aeh - hilf mir, ich will jetzt nicht suchen - wie lautet das wohl in
>der metrischen Übersetzung?
>
Die jeweils zweite Nummer gibt die Anzahl
der kompletten Umdrehung an / Steigung
danach: 1 Zoll (25.4 mm) / 48 oder 40.
Tschuess,
Klaus