ich hoffe ich bin in diesen NGs richtig mit meiner Frage.
Zur Vorgeschichte:
Ich versuche derzeit rauszufinden, welche Art Herd ich in meiner neuen
Altbauwohnung anschließen kann um eine Kaufentscheidung zu treffen.
In der Küche gibt es eine Unterputzdose, in die zwei Kabel mit je drei
Adern münden. Bei jedem dieser Kabel messe ich rd. 230V Spannung
zwischen Phase und Neutral bzw. Erde; außerdem liegt keine Spannung
zwischen den Phasen der beiden Kabel an, die sind also gleichphasig (und
ich hatte so gehofft, einen schönen Drehstromanschluss vorzufinden :-( )
Also ist mir jetzt klar, dass wenn E-Herd-Anschluss - dann nur einphasig
und mit entsprechend hohen Stromstärken möglich.
Als nächstes habe ich mir mal die Absicherung angeschaut (wie schön, im
Keller) und zwei 16A-Sicherungen entdeckt, die zu meiner Wohnung
gehören. Ich hatte kurz die Hoffnung, dass vielleicht eines der Kabel in
der Küche mit einer eigenen 16A-Sicherung versehen ist (waren ja zwei
davon da). Aber dann stellte sich heraus, dass dies nicht der Fall ist.
Sondern, und jetzt komme ich zu meiner eigentlichen Frage:
Die beiden Sicherungen sind parallel geschaltet. Wenn ich jeweils nur
eine abschalte, habe ich in der ganzen Wohnung noch immer Saft - erst
wenn beide Sicherungen aus sind, ist der Strom weg. Das sollte dann also
von selbst bei einer Belastung von rund 32 A passieren.
Ist das so üblich? Ich habe so eine Absicherung bisher nicht erlebt.
Bedeutet das, dass ich nun einen E-Herd (mit ca. 7 kW) einphasig
anschliessen lassen kann (wären bei 230 V ja rund 30,5 A). Oder ist eher
anzunehmen, dass das keine fachmännische Absicherung ist die ich da
vorfinde, und dass vielleicht der Vormieter das so geschaltet hat um
seinen Herd bequem betreiben zu können?
Ich wüßte natürlich auch gerne wie ich diese Situation bezüglich auf
mich zukommender Anschlusskosten einzuschätzen habe...
Danke für jeden fachkundigen Rat.
Stefan
>
> Die beiden Sicherungen sind parallel geschaltet. Wenn ich
> jeweils nur eine abschalte, habe ich in der ganzen Wohnung noch
> immer Saft - erst wenn beide Sicherungen aus sind, ist der Strom
> weg. Das sollte dann also von selbst bei einer Belastung von
> rund 32 A passieren.
>
> Ist das so üblich? Ich habe so eine Absicherung bisher nicht
> erlebt. Bedeutet das, dass ich nun einen E-Herd (mit ca. 7 kW)
> einphasig anschliessen lassen kann (wären bei 230 V ja rund 30,5
> A). Oder ist eher anzunehmen, dass das keine fachmännische
> Absicherung ist
Letzteres. Wenn z.B. die Drähte nur für 16 Amp gut sind und die
Sicherungen lassen 32 Amp zu, hast Du eine wunderschöne
elektrische Wandheizung. Bis die Wohnung durch Kabelbrand in
Flammen aufgeht, natürlich.
Vielleicht kannst Du nach weiteren Feststellungen das Optimale
erreichen, nämlich den Vermieter auf die unsachgemäße und
gefährliche Installation hinweisen, durch die bestimmt auch der
Schutz seiner Feuerversicherung verlorengeht. Und wenn es dann
wirklich ein Elektriker richten muss, kriegst Du vielleicht gleich
einen richtigen Herdanschluß mit extra Sicherung für einen selbst
zugeschossenen Hunni mitgemacht oder so.
Aber frag doch bitte in de.rec.heimwerken, da sitzen
nämlich die gelernten und erfahrenen Elektriker. Ich bin nur
Buchhalter.
Hab?s mal dahin weitergepostet, danke!
> Die beiden Sicherungen sind parallel geschaltet.
Das darf schonmal garnicht sein.
> Ist das so üblich? Ich habe so eine Absicherung bisher nicht erlebt.
Weder üblich, noch erlaubt, gesehen allerdings schon.8-[
> Bedeutet das, dass ich nun einen E-Herd (mit ca. 7 kW) einphasig
> anschliessen lassen kann (wären bei 230 V ja rund 30,5 A).
Nein.
> Oder ist eher
> anzunehmen, dass das keine fachmännische Absicherung ist die ich da
> vorfinde,
Nicht fachmännisch ist eine heftige Untertreibung.
> Ich wüßte natürlich auch gerne wie ich diese Situation bezüglich auf
> mich zukommender Anschlusskosten einzuschätzen habe...
Hast du denn überhaupt einen Drehstromzähler für deine Wohnung? Wenn
nein: für welchen Strom ist der Wechselstromzähler ausgelegt, das steht
ala '10(40)A' drauf.
Gruß Dieter
> Ist das so üblich?
Für Brandstifter und Mörder schon. Für "übliche" Menschen/Arbeiten NIE
UND NIMMER!
> Oder ist eher
> anzunehmen, dass das keine fachmännische Absicherung ist die ich da
> vorfinde,
Ja. Ich würde den Vermieter sofort um Abhilfe bitte (Betonung auf
SOFORT), da die E-Anlage gefährlich ist.
--
Gruß aus Henstedt-Ulzburg, Deutschlands größtem
Dorf (Schleswig-Holstein, Kreis Segeberg).
Kann es sein, daß die Sicherungen nicht direkt zusammengeschaltet sind,
sondern irgendein Depp die zwei Kreise in der Wohnung
zusammengeschlossen hat? Dann könnte es sein, daß die beiden Kabel
nämlich doch an 2 verschiedenen Sicherungen hängen und dann kannst du
einen etwas unüblichen, aber möglichen 2-Phasen-Anschluss machen.
Sowas hab ich in der Anschlusszeichnung unseres E-Herdes gefunden.
Mfg
Marcel
> Hallo,
>
> [bemerkenswerte Elektroinstallation]
Ich bin zwar kein Elektrodrach, aber alte Häuser hats in der Verwandschaft
zuhauf. Das meiste mache ich da selber und Überraschungen gibts immer
wieder. Ein Schmuckstück der Strippenzieherei wie beschrieben ist mir aber
noch nicht untergekommen.
Ich persönlich würde in diesem Fall jemanden holen, der sich damit
auskennt, schon aus Gründen der Haftung. Und da Du in einer Mietwohnung
lebst, ist es sowieso Sache des Vermieters, die Sache in Ordnung zu
bringen.
Das macht zwar Umstände, aber deutlich weniger als ein Wohnungsbrand.
HTH
Prabodh
x-post ohne fup ist nicht sehr beliebt, ich habs mal eingegrenzt aus datm
> zusammengeschlossen hat? Dann könnte es sein, daß die beiden Kabel
> nämlich doch an 2 verschiedenen Sicherungen hängen und dann kannst du
> einen etwas unüblichen, aber möglichen 2-Phasen-Anschluss machen.
> Sowas hab ich in der Anschlusszeichnung unseres E-Herdes gefunden.
Halt, der '2-Phasenanschluss' bezieht sich auf uralte 127V
Drehstromnetze! Mit zwei Wechselstromkreisen darf man das nicht machen.
Gruß Dieter
> Dann könnte es sein, daß die beiden Kabel
> nämlich doch an 2 verschiedenen Sicherungen hängen und dann
> kannst du einen etwas unüblichen, aber möglichen
> 2-Phasen-Anschluss machen.
Jau, tolle Sache. Damit kriegt er nämlich auch den
400-Volt-Anschluß hin. Das genügt, um die Platten zur Rotglut zu
bringen (und glaubt ja nicht, dass ich das nicht aus eigener
Erfahrung sage...;-)))).
Ihr redet von zwei verschiedenen Dingen, der 2-Phasen-Anschluss von dem
Marcel redet verteilt die zwei Phasen schlicht an Kochplatten und Ofen,
wie halt der 3-Phasen-Anschluss auch. So steht es auch in der Anleitung
zu unserem Herd.
-> de.rec.heimwerken
Ozan
> Jau, tolle Sache. Damit kriegt er nämlich auch den
> 400-Volt-Anschluß hin.
Nö, die beiden Stromkreise sind ja gleichphasig, ändert aber nichts an
der Unzulässigkeit.
Gruß Dieter
Nein, es ist ein Wechselstromzähler. Aufdruck 220V 10(60)A. Ist wohl
schon älter, da es nicht 230 V sind. Was bedeutet 10(60)A?
Da ich meine ursprünglichen Erklärungen nicht verkomplizieren wollte,
habe ich noch nicht erwähnt, dass ich hier in eine WG dazugezogen bin.
Bisher gibt´s hier noch einen 2-Plattenkocher an einer Steckdose, nicht
gerade der pure Luxus und daher die Erkundung der Anschlussmöglichkeiten
meinerseits.
Ich habe gerade von einem Mitbewohner erfahren, dass die
Elektroinstallation im Keller erst vor ca. einem Jahr erneuert wurde
(mir war schon aufgefallen dass die Schaltschränke extrem neu aussehen,
auch die Sicherungen). Damit ist die vorhandene Installation auf jeden
Fall von einem Fachunternehmen gemacht worden; meine WG-Mitbewohner
kenne ich schon lange und die waren´s garantiert nicht. Ein
manipulierender Vormieter scheidet aus, es sei denn, die Handwerker
hätten die Installation blind übernommen.
Stefan
Eben, ich bin stolzer Besitzer eines Heimwerker-Voltmeters und 400 V
zwischen *irgendwelchen* Kabeln sind mir hier noch nicht untergekommen.
Alles gleichphasig, was Spannung führt! Und, wie ich jetzt weiß, es ist
auch kein Drehstromzähler sondern ein Wechselstromzähler angeschlossen.
>
[...]
> Sondern, und jetzt komme ich zu meiner eigentlichen Frage:
> Die beiden Sicherungen sind parallel geschaltet. Wenn ich jeweils nur
> eine abschalte, habe ich in der ganzen Wohnung noch immer Saft - erst
> wenn beide Sicherungen aus sind, ist der Strom weg. Das sollte dann also
> von selbst bei einer Belastung von rund 32 A passieren.
>
Oh je.
> Ist das so üblich? Ich habe so eine Absicherung bisher nicht erlebt.
Ich schon. Das ist nicht zulässig.
> Bedeutet das, dass ich nun einen E-Herd (mit ca. 7 kW) einphasig
> anschliessen lassen kann (wären bei 230 V ja rund 30,5 A). Oder ist eher
> anzunehmen, dass das keine fachmännische Absicherung ist die ich da
> vorfinde, und dass vielleicht der Vormieter das so geschaltet hat um
> seinen Herd bequem betreiben zu können?
> Ich wüßte natürlich auch gerne wie ich diese Situation bezüglich auf
> mich zukommender Anschlusskosten einzuschätzen habe...
Es bedeutet, dass schlicht und einfach MIST gemacht wurde. Tip: Die
Elektriker- Handwerkskammer anrufen. Die habnen in der Regel Spezialisen,
die dir genau sagen können, was zu tun ist und was nicht. Wenn du gemietet
hast, bekommt dein Vermieter die Rechnung, der ist verantwortlich für den
Mist.
Robert
> Nein, es ist ein Wechselstromzähler. Aufdruck 220V 10(60)A. Ist wohl
> schon älter, da es nicht 230 V sind. Was bedeutet 10(60)A?
Bei 10A geeicht, bis 60A belastbar (Vorabsicherung max. 63A). Ein mit
32A abgesicherter Wechselstromkreis für den Herd sollte also machbar
sein, nur bitte nicht mit zwei Leitungen. Welcher Querschnitt verlegt
werden muss hängt von verschiedenen Faktoren ab, das sollte nur vor Ort
entschieden werden.
> Ich habe gerade von einem Mitbewohner erfahren, dass die
> Elektroinstallation im Keller erst vor ca. einem Jahr erneuert wurde
> (mir war schon aufgefallen dass die Schaltschränke extrem neu aussehen,
> auch die Sicherungen). Damit ist die vorhandene Installation auf jeden
> Fall von einem Fachunternehmen gemacht worden; meine WG-Mitbewohner
> kenne ich schon lange und die waren´s garantiert nicht. Ein
> manipulierender Vormieter scheidet aus, es sei denn, die Handwerker
> hätten die Installation blind übernommen.
Wenn du sicher bist, dass wirklich die *beiden* erwähnten Sicherungen
raus sein müssen um für Spannungsfreiheit auf *einem* Stromkreis zu
sorgen, *sofort* Vermieter informieren, falls nicht erreichbar den
ausführenden Elektriker (Adresse sollte im Verteiler stehen). Ich
vermute, dass da schlicht die Isolationsmessung schludrig durchgeführt
wurde.
Gruß Dieter
>
> > Jau, tolle Sache. Damit kriegt er nämlich auch den
> > 400-Volt-Anschluß hin.
>
> Nö, die beiden Stromkreise sind ja gleichphasig, ändert aber
> nichts an der Unzulässigkeit.
<grübel> ... hoffentlich!
Das ist der Fall.
> *sofort* Vermieter informieren, falls nicht erreichbar den
> ausführenden Elektriker (Adresse sollte im Verteiler stehen).
Na ja, jetzt ist es 18 Uhr. Die Schaltung ist jetzt so seit mind. einem
Jahr in Betrieb und wir werden nicht alle E-Geräte von Wasserkocher,
Mikrowelle, Herd, Staubsauger, TV, PCs usw. usf. gleichzeitig
einschalten; einen neuen großen E-Herd gibt´s ja auch noch nciht.
Ich habe schon überlegt, als Zwischenlösung erstmal eine der zwei
Sicherungen manuell auszuschalten, so dass der ganze Strom nur über die
andere läuft. Damit wäre die gesamte Wohnung mit 16A gesichert, wie es
wohl eigentlich sein sollte.
> Ich
> vermute, dass da schlicht die Isolationsmessung schludrig durchgeführt
> wurde.
Hört sich an, als wärst Du vom Fach. Was wird bei so einer
Isolationsmessung gemacht, und wozu?
Stefan
>
> Ich habe gerade von einem Mitbewohner erfahren, dass die
> Elektroinstallation im Keller erst vor ca. einem Jahr erneuert
> wurde(mir war schon aufgefallen dass die Schaltschränke extrem
> neu aussehen, auch die Sicherungen). Damit ist die vorhandene
> Installation auf jeden Fall von einem Fachunternehmen gemacht
> worden; meine WG-Mitbewohner kenne ich schon lange und die
> waren_s garantiert nicht.
na und? Das größte Kölner Installationsunternehmen hat gegen 1986
in einem vom Kölner Haus- und Grundbesitzerverein verwalteten
Mehrfamilienhaus in der Steinberger Straße, Stadtteil Nippes, den
Schutzleiter auf Phase geschaltet, sodaß mehrere unserer
Elektrogeräte kaputt gingen, wenn man mit ihnen gegen den
Wasserhahn kam, sowie man dauernd kräftig eine gewischt bekam,
wenn man mit einer Hand an das Elektrogerät, der anderen an den
Wasserhahn der Küchenspüle kam.
Abhilfe wurde auf Reklamation geschaffen, die Geräte hat keiner
bezahlt. Ich würd's hier nicht reinschreiben, wenn ich nicht noch
die Belege zugänglich hätte.
Ja, ich habe inzwischen auch keine Zweifel mehr, dass da was nicht
stimmt und werde was unternehmen. Der Tenor der Schreiber hier ist ja
wirklich eindeutig.
Stefan
Am besten gleich eine Elektro-Fachfirma anrufen.Dies ist nämlich genau die
Aussage, die
man von der HK bekommt.
Außerdem würde ich zumindest dem Vermieter (falls vorhanden) bescheid
geben.Sonst
kann es Ärger geben.
MfG
Carsten
> Na ja, jetzt ist es 18 Uhr.
Das ist keine gute Ausrede, aber macht das dann *unbedingt* gleich
morgen Vormittag.
> Ich habe schon überlegt, als Zwischenlösung erstmal eine der zwei
> Sicherungen manuell auszuschalten, so dass der ganze Strom nur über die
> andere läuft. Damit wäre die gesamte Wohnung mit 16A gesichert, wie es
> wohl eigentlich sein sollte.
Dazu kann ich dir nicht wirklich raten, wenn die Verbindung der beiden
Stromkreise irgendwo in eurer Wohnung liegt (und davon gehe ich aus)
kann eben diese Verbindung (da ungewollt) den Strom nicht vertragen und
euch deshalb die Bude abfackeln.
> Hört sich an, als wärst Du vom Fach. Was wird bei so einer
> Isolationsmessung gemacht, und wozu?
Da wird mit 500V Gleichspannung die Trennung (Isolation) der einzelnen
Adern der Stromkreise geprüft und (was gerne vergessen wird) auch die
Trennung der Stromkreise untereinander.
Gruß Dieter
Am besten eine Elektotechnik-Fachfirma rufen.Das ist nämlich genau die
Antwort, die
man von der HK bekommt.Ich würde aber dem Vermieter (falls vorhanden)
Am besten eine Elektotechnik-Fachfirma rufen.Das ist nämlich genau die
Antwort, die
man von der HK bekommt.Ich würde aber dem Vermieter (falls vorhanden)
bescheid geben.
Sonst kann es Ärger geben.
MfG
Carsten
Am besten eine Elektotechnik-Fachfirma rufen.Das ist nämlich genau die
Sorry für das Mehrfach-Posting.
Hatte hier ein Problem.
MfG
Carsten
> Tip: Die
> Elektriker- Handwerkskammer anrufen. Die habnen in der Regel Spezialisen,
> die dir genau sagen können, was zu tun ist und was nicht. Wenn du gemietet
> hast, bekommt dein Vermieter die Rechnung, der ist verantwortlich für den
> Mist.
>
> Robert
Warum gleich einen Konflikt provozieren? Dieser Schritt ist doch erst
sinnvoll, wenn der Vermieter nicht auf eine Reklamation reagiert.
Joachim
> Sorry für das Mehrfach-Posting.
> Hatte hier ein Problem.
Scho' klar:
> X-Newsreader: Microsoft Outlook Express 6.00.2800.1409
vG ;-)
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"...für sich alleine ist das Instrument schon recht einseitig" - "Eigentlich ist
es sogar extrem vielsaitig." (J.Haensch und W.Krietsch in drmm über die Harfe)
> na und? Das größte Kölner Installationsunternehmen hat gegen 1986
> in einem vom Kölner Haus- und Grundbesitzerverein verwalteten
> Mehrfamilienhaus in der Steinberger Straße, Stadtteil Nippes, den
> Schutzleiter auf Phase geschaltet, sodaß mehrere unserer
> Elektrogeräte kaputt gingen, wenn man mit ihnen gegen den
> Wasserhahn kam, sowie man dauernd kräftig eine gewischt bekam,
> wenn man mit einer Hand an das Elektrogerät, der anderen an den
> Wasserhahn der Küchenspüle kam.
> Abhilfe wurde auf Reklamation geschaffen, die Geräte hat keiner
> bezahlt. Ich würd's hier nicht reinschreiben, wenn ich nicht noch
> die Belege zugänglich hätte.
Bei uns hat der Elektriker den selben Kram verzapft, aber nur an einer Dose.
Folge war: Beim Pc vernetzen mit dem Netzwerkkabel gegen das unter Strom
stehende Gehäuse gekommen und den anderen Rechner mit 220V förmlich von innen
heraus gegrillt.
Mein Rechner hat seitdem nen dicken Brandfleck am Gehäuse, ist aber heil
geblieben.
Das ganze hat mehrere Jahre so funktioniert bis es durch diesen kleinen
Zwischenfall aufgeflogen ist.
Den anderen Rechner hat dann die Versicherung vom Elektriker anstandslos
ersetzt.
Die sollten also gegen solchen Unfug den sie verzapfen ne Berufhaftpflicht
haben.
MfG Sönke
So, die Hausverwaltung ist informiert. Mal sehen was sich tut.
> > Ich habe schon überlegt, als Zwischenlösung erstmal eine der zwei
> > Sicherungen manuell auszuschalten, so dass der ganze Strom nur über
die
> > andere läuft. Damit wäre die gesamte Wohnung mit 16A gesichert, wie
es
> > wohl eigentlich sein sollte.
>
> Dazu kann ich dir nicht wirklich raten, wenn die Verbindung der beiden
> Stromkreise irgendwo in eurer Wohnung liegt (und davon gehe ich aus)
> kann eben diese Verbindung (da ungewollt) den Strom nicht vertragen
und
> euch deshalb die Bude abfackeln.
Das hört sich für mich logisch an und scheint mir derzeit am
wahrscheinlichsten. Vor allem wenn ich mir ansehe, wie der Stromanschluß
der Gastherme (irgendwann nachträglich eingebaut) aussieht.
Danke für die Hilfe, auch an alle anderen hier!
Stefan
> So, die Hausverwaltung ist informiert. Mal sehen was sich tut.
Dann berichte uns doch bei Gelegenheit was dabei rauskam.
Gruß Dieter
Ich kann schon mal einen Zwischenbericht liefern:
Gegen 11 Uhr hat sich direkt ein Elektriker gemeldet, den die
Hausverwaltung verständigt hat. Er kam dann gleich her, nachdem ich ihm
am Telefon erklärt habe was los ist. Erste Ferndiagnose von ihm am
Telefon: "Kenn ich, da haben die [wer auch immer] garantiert Phase und
Rückleiter abgesichert. Ist nicht zulässig." Nun, Hauptsache er kommt
erst mal vorbei ;-)
War der Seniorchef der Firma und schon etwas älter und kurzatmig; für
mich sieht es so aus, als kümmere er sich nur noch ein wenig um Büro,
Terminplanung, Angebotserstellung etc.
Er hat dann gleich mit einem Blick auf die Sicherungen und einmal an/aus
an jeder der Sicherungen fachmännisch ;-) diagnostiziert: "Da haben die
wohl Phase und Rückleiter abgesichert! Das darf so nicht sein!"
Er hat weder Anstalten gemacht irgendwas zu messen noch sich auch nur
den Effekt seiner Schalterbetätigung in der Wohnung anzusehen.
Meine Interventionen mit dem Argument: "Da könnte doch irgendwo ein
Kurzschluss zwischen zwei Stromkreisen vorliegen" hat er immer wieder
von der Hand gewiesen, er meinte, in so einem Altbau würde schon mal
Rückleiter und Schutzleiter über eine Ader laufen [davon habe ich auch
schon mal gehört] und da dürfe dann keinesfalls diese Leitung mit einer
Sicherung unterbrochen werden [Ach, wirklich...].
Kurz und gut: Ich habe ungefähr acht Anläufe gebraucht, bis von ihm ein
verständiges "Ach Sie meinen, die Sicherungen sind parallel geschaltet!"
kam und ich hoffe jetzt, dass er das Problem wirklich verstanden hat.
Ihn hat viel mehr interessiert, was er für die Angebotserstellung bzgl.
Drehstromanschluss wissen musste. Das hatte ich direkt bei der
Hausverwaltung mit angeregt und er wusste Bescheid. Jedenfalls will er
vorschlagen, direkt mit den Herdleitungen noch 2-3 weitere Stromkreise
durch den Kamin nach oben zu legen, damit dann alle Großgeräte ihren
eigenen Stromkreis samt Sicherung haben.
Sein Fazit zum Schluss: "Ich schreib´ denen [der Hausverwaltung] jetzt,
dass es hier ein Problem gibt das schnell behoben werden muss. Dann kann
das vielleicht schon mal erledigt werden. Das mit der Entscheidung über
den Drehstromanschluss dauert bestimmt 2 Wochen, bis die Eigentümer sich
da entscheiden, die geben ungern Geld für so einen altbau aus."
Ich hoffe er schreibt denen per Fax und nicht per Post und warte jetzt
mal ab was da kommt... ich werde weiter berichten.
Stefan
[sowohl lustige wie auch traurige Story über einen 'Fachmann']
Der hat sich tatsächlich nicht mal die kleine Mühe gemacht und die
Abdeckung in der Verteilung entfernt? Der muss mit W.C. Röntgen verwandt
sein....
Dabei hätte er doch nur die beiden LS (oder sinds Schraubsicherungen?)
wechselweise und gemeinsam ausschalten und mit dem Duspol auf Spannung
prüfen müssen, keine fünf Minuten Arbeit und ein Elektriker der nicht
wenigstens Schrauberdreher und Duspol zum Ortstermin mitbringt ist
einfach keiner.
> Ich hoffe er schreibt denen per Fax und nicht per Post und warte jetzt
> mal ab was da kommt... ich werde weiter berichten.
Hmmm, das wird wohl noch ein längerer Thread....
Gruß Dieter
> keine fünf Minuten Arbeit und ein Elektriker der nicht
> wenigstens Schrauberdreher und Duspol zum Ortstermin mitbringt ist
> einfach keiner.
Ich bin Elektrofachkraft (oder wie es sich heute nennt) und habe in fast
30 Jahren nie einen Duspol gebraucht. Merke: Nicht jedes im E-Handwerk
benutzte Werkzeug muß auch in der E-Industrie Anwendung finden.
> Ich bin Elektrofachkraft (oder wie es sich heute nennt) und habe in fast
> 30 Jahren nie einen Duspol gebraucht. Merke: Nicht jedes im E-Handwerk
> benutzte Werkzeug muß auch in der E-Industrie Anwendung finden.
Die Kritik an meiner Äusserung ist natürlich berechtigt, aber es ging ja
um den typischen Haus&Hof-Elektriker.
Gruß Dieter
Nein. Aber die Treppen waren schon bald zuviel.
> Der muss mit W.C. Röntgen verwandt
> sein....
Keine Ahnung, der Nachname lautete anders.
Aber ich hoffe, beim nächsten Mal kommt ein Verwandter von ihm. Hat
nämlich erzählt, sein Enkel mache demnächst die Meisterprüfung und
übernähme den Laden dann. Habe nicht gefragt, was denn der Sohn macht...
> und ein Elektriker der nicht
> wenigstens Schrauberdreher und Duspol zum Ortstermin mitbringt ist
> einfach keiner.
"Ich bin ja eigentlich schon nicht mehr im Geschäft, aber ich verdiene
mir noch ein bisschen zur Rente dazu". Danach kam die Story vom Enkel.
Weiß jemand, ob Rentner solche Werkzeuge mitführen müssen? :-)
> Hmmm, das wird wohl noch ein längerer Thread....
Nachdem ihr mir gestern so flott mit Rat zur Seite standet ist es ja das
mindeste was ich tun kann - weiter berichten.
Stefan
Jedenfalls hätte er nach der Schilderung des Problems
sich ja überlegen können, was für Equipment er mitnehmen
soll. Und einen Grundstock sollte er ja im Wagen haben.
Aber neu wär das nicht. Hier sollte auch mal eine
nicht ganz winzige Installation geprüft werden, ein
halbes Jahr nach Inbetriebnahme. Also wurden hunderte
PC und Server heruntergefahren und nebenbei ein Synchrotron
ausgeschaltet. Hundert Leute stehen dumm rum, endlich
kommt mit der üblichen "Pünktlichkeit" ein Zweiertrupp
vom Vertragselektriker. Der schaut sich kurz um, kommt
zum Schluss "Oh shit, wir haben das Messgerät vergessen,
egal, kommen wir halt nächste Woche noch mal...." und
weg war er.
--
mfg Rolf Bombach
*bg* Es besteht das Restrisiko, dass hier jemand
den Witz nicht kapiert hat ;-). Hiess der Braille?
BTW, ein Kollege hatte tatsächlich einen Röntgen-
monoblock dabei und hat, zu meinem Entsetzen[*], von
aller vergossenen Elektrik und Elektronik erst
mal ein Röntgenbild gemacht. Zahnarzt in der
Familie ersparte dabei einige Infrastruktur ;-).
So ein Bild einer vergossenen Elektronik hat mir
auch tatsächlich mal geholfen.
[*] Geh mal nen Schritt zurück.. brrzzz... danke, fettich.
--
mfg Rolf Bombach
>
> > Hmmm, das wird wohl noch ein längerer Thread....
>
> Nachdem ihr mir gestern so flott mit Rat zur Seite standet ist
> es ja das mindeste was ich tun kann - weiter berichten
Wir ganzen Edelmurkser vom Stamme
"das-kann-ich-besser-als-der-Fachmann" hören Dir begeistert zu:-)
Gruß, Hannes
Buchhalter
>Oh shit, wir haben das Messgerät vergessen,
> egal, kommen wir halt nächste Woche noch mal...." und
> weg war er.
Heute war unser Zertifizierungsaudit Teil I
der Auditor kommt aber nicht.
Ich rufe an und- der hatte glatt den termin vergessen.
Ich hörte die reaktion meines chefs- und wollte nicht wirklich
in der Haut des armen Kerls stecken.
Ich wäre gern dabei gewesen, wenn mein Chef verantwortlich
für Deinen Laden gewesen wär.
Ich glaube nicht, dass die Handwerker lebend ihr Auto erreicht hätten....
Gruß
> Dieter Wiedmann <Dieter....@t-online.de> wrote:
>
>> keine fünf Minuten Arbeit und ein Elektriker der nicht
>> wenigstens Schrauberdreher und Duspol zum Ortstermin mitbringt ist
>> einfach keiner.
>
> Ich bin Elektrofachkraft (oder wie es sich heute nennt) und habe in fast
> 30 Jahren nie einen Duspol gebraucht. Merke: Nicht jedes im E-Handwerk
> benutzte Werkzeug muß auch in der E-Industrie Anwendung finden.
....oder anders: Je mehr Spezialwerkzeug und Meßgeräte, desto eher hat
man einen Dilettanten vor sich ;)
Gruß Lutz
> zwischen den Phasen der beiden Kabel an, die sind also gleichphasig
> (und ich hatte so gehofft, einen schönen Drehstromanschluss
> vorzufinden :-( )
Es gibt (neuere) Wohnungen wo zb die 3 Etagen je Einphasig mit 1x63A
versorgt werden.
> Die beiden Sicherungen sind parallel geschaltet. Wenn ich jeweils nur
> eine abschalte, habe ich in der ganzen Wohnung noch immer Saft - erst
Da kriegt man ja einen Grusel, wer das verbrochen hat sollte
schleunigst weggesperrt werden. Auf der einen Seite hat er wohl die
Leistungsbelastbarkeit pro Strang erfüllt, aber parallelschalten von
Sicherungen iss nicht.
> wenn beide Sicherungen aus sind, ist der Strom weg. Das sollte dann
> also von selbst bei einer Belastung von rund 32 A passieren.
Fertigungstoleranzen sprechen eher für weniger, ich schätze eher das 20A
reichen um die erste Sicherung zu überlasten und dann folgt die zweite
schnell.
> Ist das so üblich? Ich habe so eine Absicherung bisher nicht erlebt.
Nimmer, allerdings finden sich häufig so dilletantische Aufbauten und
ziehen Brände oder Leichen nach sich:(
> Bedeutet das, dass ich nun einen E-Herd (mit ca. 7 kW) einphasig
> anschliessen lassen kann (wären bei 230 V ja rund 30,5 A). Oder ist
Ein E-Herd wird üblicherweise mit 3x2.5i Leitung und 20A einphasig oder
5x1.5i mit 3x16A an Drehstrom angeschlossen.
> Ich wüßte natürlich auch gerne wie ich diese Situation bezüglich auf
> mich zukommender Anschlusskosten einzuschätzen habe...
Das gehört beim Vermieter oder Eigner moniert, wenn der nicht reagiert
dann dürften sich sogar Behörden oder die Elektroinnung dafür
interessieren. Die meisten Altbauten sollten schon alleine wegen der
Kabelalterung soweit modernisiert sein, dass vernünftige Steigeleitungen
und Absicherungen vorhanden sind. Heuer sind 3x63A in Wohnungen beinahe
Standard:)
Bye Eric
--
Spam alike mails will be pre-filtered
> ....oder anders: Je mehr Spezialwerkzeug und Meßgeräte, desto eher hat
> man einen Dilettanten vor sich ;)
> Gruß Lutz
>
Mein Meister pflegte dazu zu sagen: "Wer viel misst, misst Mist!"
_____
CU|om
--
Hugo Runes Gesetz der Offensichtlichkeit:
"Alles muss irgendwo sein, und nichts kann jemals
irgendwo anders sein als da, wo es ist."
Ausser in der Schweiz ;-). Hier üblicherweise 2x15A
2P+N, also 400V. N braucht's trotzdem für's Lämpchen
im Backofen...
--
mfg Rolf Bombach
Ersetze "sollten" durch "müssen".
Ohne Haftpflicht gibts keine Zulassung.
Der Nachweis wird aber geschickter Weise nur bei Eintragung verlangt...
Wenn ich den OP lese, bekomm ich angesichts der katastrophalen Leistung
meines Kollegen Würgereiz.
Und zwar in doppelter Hinsicht:
1. Muss ich fast Kotzen
2. Würd ich ihn gerne (er-)würgen.
Habe erst kürzlich einen E-Herd-Anschluss gesehen, 3 Sicherungsautomaten 16A
"B", mit 5x1,5mm² (bei entsprechender Verlegeart und Leitungslänge an sich
nicht verboten).
ABER: Der Wohnungszähler ist ein Wechselstromzähler. Demnach 48A * 1,13 =
54,24A für 1h mindestens möglich, auf einem Neutralleiter mit 1,5mm² bei
nunmehr vier belasteten Adern in der Leitung.
Wie gesagt, man möchte kotzen bei soviel technischem Unvermögen.
Das Ganze ist bei Umbauten in der Nachbarwohnung aufgefallen.
Habs dem Eigentümer gesagt und erklärt. Der hat dann nen Kollegen gerufen,
der erstmal meinte, lautstark: "Wasn Quatsch, ist doch völlig in Ordnung so"
rufen zu müssen.
Nach ein par Minuten Aufklärung in Sachen Drehstromkunde hat er dann den
Herd auf zwei Aussenleiter geklemmt und den braunen Draht als zweiten
Neutralleiter genutzt - "no comment" dafür.
> > keine fünf Minuten Arbeit und ein Elektriker der nicht
> > wenigstens Schrauberdreher und Duspol zum Ortstermin mitbringt ist
> > einfach keiner.
>
> Ich bin Elektrofachkraft (oder wie es sich heute nennt) und habe in fast
> 30 Jahren nie einen Duspol gebraucht. Merke: Nicht jedes im E-Handwerk
> benutzte Werkzeug muß auch in der E-Industrie Anwendung finden.
Aber ich hoffe doch stark irgendeinen anderen zweipoligen Spannungsprüfer
mit (zuschaltbarer) niedriger Impedanz?
> Aber ich hoffe doch stark irgendeinen anderen zweipoligen Spannungsprüfer
> mit (zuschaltbarer) niedriger Impedanz?
Klar.
Ist das Konzept von Crosspost und Follow-up-to so neu oder warum postet
hier so gut wie jeder in drei Gruppen ohne follow-up?
> Habe erst kürzlich einen E-Herd-Anschluss gesehen, 3 Sicherungsautomaten 16A
> "B", mit 5x1,5mm² (bei entsprechender Verlegeart und Leitungslänge an sich
> nicht verboten).
> ABER: Der Wohnungszähler ist ein Wechselstromzähler. Demnach 48A * 1,13 =
> 54,24A für 1h mindestens möglich, auf einem Neutralleiter mit 1,5mm² bei
> nunmehr vier belasteten Adern in der Leitung.
Verstehe ich nicht. Wenn die drei Phasen belastet werden verringert sich
der Strom auf dem Innenleiter gegenüber nur einer Phase. Was hat der
Stromzähler damit zu tun?
-> de.rec.heimwerken
Ozan
> ....
> Habe erst kürzlich einen E-Herd-Anschluss gesehen, 3 Sicherungsautomaten 16A
> "B", mit 5x1,5mm² (bei entsprechender Verlegeart und Leitungslänge an sich
> nicht verboten).
> ....
Und da hätte ich mal ne Frage zum Verständnis:
Ampere fließen so viele rein wie raus bei einem Verbraucher,
verloren/verbraucht wird die Spannung.
Für einen Leiter ist wichtig die Anzahl der Ampere, die Spannung ist im
egal. Darum kümmert sich die Isolierung.
Bei einem Herd habe ich üblicherweise drei Phasen mit 2,5 qmm und einen
Nulleiter mit ebenfalls 2,5 qmm. Bei einem brauchbaren Schweißgerät, Säge,
Fräse ebenso.
Warum kann ein Nulleiter die Ströme/Ampere von drei Phasen transportieren,
obwohl er keinen größeren Querschnitt hat? Zumindest bei einer
Stern/Dreieckschaltung fließen ja beim Anlaufen alle Ströme über Null
zurück. Und beim Herd IMHO sowieso.
Prabodh
X-post und fup -> de.alt.technik.misc
>> ABER: Der Wohnungszähler ist ein Wechselstromzähler. Demnach 48A
>> * 1,13 = 54,24A für 1h mindestens möglich, auf einem
>> Neutralleiter mit 1,5mm² bei nunmehr vier belasteten Adern in der
>> Leitung.
>
> Verstehe ich nicht. Wenn die drei Phasen belastet werden
> verringert sich der Strom auf dem Innenleiter gegenüber nur einer
> Phase. Was hat der Stromzähler damit zu tun?
Es handelt sich eben nicht um drei Phasen, sondern um dreimal die selbe
Phase. Dann verringert sich gar nichts, da die 3×16 A phasengleich
sind.
> -> de.rec.heimwerken
Les ich nicht - zurückgebogen auf datm
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Du bist verwirrt. Bitte geh in eine Microsoft-Gruppe und laß Dir dort von ande-
ren Verwirrten erklären, daß Deine Software gut, Ihre Bedienung idiotensicher
und die Welt schlecht ist." (RSS in dcsmm an einen OE-User)
> Warum kann ein Nulleiter die Ströme/Ampere von drei Phasen
> transportieren, obwohl er keinen größeren Querschnitt hat?
> Zumindest bei einer Stern/Dreieckschaltung fließen ja beim
> Anlaufen alle Ströme über Null zurück. Und beim Herd IMHO sowieso.
Weil die Spannungen (also bei ohmscher Last auch die Ströme) der drei
Phasen (Außenleiter) um 120 Grad gegeneinander verschoben sind, so daß
sie sich (bei gleicher Belastung aller drei Außenleiter) exakt
aufheben. Über den N fließt dann kein bißchen Strom.
Anders ausgedrückt: Der Strom, der über L1 hinfließt, fließt nicht über
N, sondern über L2 und L3 zurück, die in dem Moment gerade die andere
Polarität haben.
Wenn L1/2/3 exakt gleich belastet sind, kannst Du den N speiseseitig
abklemmen. Auch in Sternschaltung (der Sternpunkt auf Verbraucherseite
pegelt sich dann selbst auf Massepotential als "Mittelwert" ein).
Deshalb bestehen Hochspannungsleitungen auch nur aus den drei
Außenleitern, ohne daß die Erde kocht, und die Schaltwerke sind emsig
um symmetrische Auslastung bemüht :-)
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/ ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"SPAM ist Mehrzahl - wär's Einzahl, wär's kein SPAM."
(Harald Effenberg in dnq)
> ...
> Anders ausgedrückt: Der Strom, der über L1 hinfließt, fließt nicht über
> N, sondern über L2 und L3 zurück, die in dem Moment gerade die andere
> Polarität haben.
>
> Wenn L1/2/3 exakt gleich belastet sind, kannst Du den N speiseseitig
> abklemmen. Auch in Sternschaltung (der Sternpunkt auf Verbraucherseite
> pegelt sich dann selbst auf Massepotential als "Mittelwert" ein).
Merci.
Prabodh
sozusagen frisch "erleuchtet" ;-))
Schon am Donnerstag war ein Mitarbeiter der Elektrofirma da, um das
Problem zu beheben. Der hatte dann auch geeignetes Werkzeug dabei.
Nachdem er im Elektroschrank die Verkleidung der Sicherungsautomaten
entfernt hatte konnte er durch Messungen tatsächlich schnell
feststellen, dass die beiden Sicherungen parallel arbeiteten. Ausserdem
fiel ihm auf, dass von einer der Sicherungen ein eher altes Kabel in
Richtung Wohnung lief, von der anderen ein neueres.
Er hat dann das alte Kabel abgeklemmt und wir haben in der Wohnung die
Stelle gesucht, wo die Keller-Kabel ankommen. Das hat ein Weilchen
gedauert. Das neuere Kabel haben wir dann in der Küche entdeckt; es
entspringt einem Kamin, durch den es vom Keller aus hochgeführt wurde
und ist in einer Unterputz-Dose mit dem (einzigen Gesamt-) Stromkreis
der Wohnung verbunden. Zu dumm nur, dass der Verleger dieses neuen
Kabels die alte Leitung nicht abgeklemmt hatte, sondern es zusätzlich
zur bestehenden Stromversorgung verlegt hat ... zwei
Versorgungsleitungen für einen Stromkreis. Der anwesende Fachmann meinte
jedenfalls nur "Ts, ts, also so was habe ich noch nicht erlebt!"
Nachdem nun das alte Versorgungskabel unterbrochen ist, ist die
Installation wieder sicher (soweit man bei den Altbaukabeln davon
ausgehen darf). Wir harren nun gespannt der Entscheidung des
Hausbesitzers bzgl. Drehstromanschluss und zusätzlicher (einzeln
abgesicherter) Leitungen für andere Grossgeräte, denn auf Dauer wird es
wohl etwas unbequem, mit nur rund 3,5 kW auszukommen. Im Kamin ist
jedenfalls noch Platz für reichlich Leitungen.
Danke nochmal an alle hier für ihre Ratschläge!
Stefan
Hallo
Danke für Deine Reportage, eine echte Horrosgeschichte wie sie leider
nicht selten ist (ich kenne: Stromversorgung von 1Wohn- und 1 Schlafraum
über 2x 0,5 Klingeldraht. Die Isolierung war natürlich teilweise
verschmort und die Wand stand dann bei Malerarbeiten komplett unter
Strom sobald sie feucht wurde.
Glückwunsch zu Deiner Entscheidung einen Fachmann ranzulassen und
noch einen, daß es scheinbar einer ist!
Gruß Lutz
> entspringt einem Kamin, durch den es vom Keller aus hochgeführt wurde
> und ist in einer Unterputz-Dose mit dem (einzigen Gesamt-) Stromkreis
> der Wohnung verbunden.
Also wie vermutet.
> Wir harren nun gespannt der Entscheidung des
> Hausbesitzers bzgl. Drehstromanschluss und zusätzlicher (einzeln
> abgesicherter) Leitungen für andere Grossgeräte, denn auf Dauer wird es
> wohl etwas unbequem, mit nur rund 3,5 kW auszukommen. Im Kamin ist
> jedenfalls noch Platz für reichlich Leitungen.
Ihr habt ein Recht auf angemessene Stromversorgung, je nach
Wohnungsgröße eine Mindestzahl von Stromkreisen und auch bzgl.
Herdanschluss gibts entsprechende Rechtsprechung. Frag nötigenfalls mal
auf de.soc.recht.wohnen an, da kennt sicher jemand das passende
Aktenzeichen.
Gruß Dieter
Nope. Wenn die Wohnung als unsaniert übergeben wurde, hat man genau
ein Recht auf _einen_ Stromkreis für Großverbraucher sowie _eine_ mit
30mA-FI gschützte Steckdose im Badezimmer. Ansonsten kann die
Installation aussehen wie 1910, je nach Wohnungsgröße 1-2
6A-Stromkreise, Schutzleiter, was ist das?
vgl. BGH-Urteil http://www.sebastian-kayhs.de/Ablage/bgh%20strom.pdf
Wurde sie allerdings als saniert bezeichnet, kann man das IMHO schon
eher verlangen. Aber ob es lohnt, es da extra auf ein
Gerichtsverfahren ankommen zu lassen? Mein Großvater war hier in Wien
Richter in zweiter Instanz, und seine Maxime war: Ich werd nie einen
Prozeß führen! Das kannn ich mir nicht leisten!
lg Ragnar
In Österreich genauso. Altbau: 1x20 oder 25A, wenn E-Herd gefordert
eben 3x25A. Mehr is nicht. Einmal hab ich wen gesehen, der für
Nachtspeicherheizung 3x35A hatte, aber normalerweise sind hier
DIII-Sockel in Vorzähler-Sicherungstafeln absolute Exoten. Und
Neubau-EFH kanns auch sein, daß du mit 3x35A abgespeist wirst. Wer
braucht denn mit Gasherd, Gasheizung, usw. mehr??? Uns ist in 25
Jahren noch nie die 25A-Vorsicherung wegen Überlast geflogen (nur
gelegentlich bei Kurzschluß, auch sehr rar).
lg Ragnar
>Dieter Wiedmann <Dieter....@t-online.de> wrote in message news:<413C4626...@t-online.de>...
>> Ihr habt ein Recht auf angemessene Stromversorgung, je nach
>> Wohnungsgröße eine Mindestzahl von Stromkreisen und auch bzgl.
>> Herdanschluss gibts entsprechende Rechtsprechung. Frag nötigenfalls mal
>> auf de.soc.recht.wohnen an, da kennt sicher jemand das passende
>> Aktenzeichen.
>Nope. Wenn die Wohnung als unsaniert übergeben wurde, hat man genau
>ein Recht auf _einen_ Stromkreis für Großverbraucher sowie _eine_ mit
>30mA-FI gschützte Steckdose im Badezimmer. Ansonsten kann die
>Installation aussehen wie 1910, je nach Wohnungsgröße 1-2
>6A-Stromkreise, Schutzleiter, was ist das?
Aber auch den FI im Bad kann man wohl nicht nachträglich einfordern, wenn
dessen fehlen bei Beginn des Mietvertrages allen Beteiligten klar war.
Andreas
Wenn dort bereits eine Steckdose ist nein. Wenn dort keine Steckdose
ist kann man ihre Nachrüstung samt FI laut diesem Urteil einfordern.
Liest man aber das Urteil genau, kommt heraus, daß es sich finanziell
für den Kläger sicher nicht ausgezahlt hat, eher weit im Gegenteil.
Ich würds nicht drauf ankommen lassen und entweder auf eigene Kappe
nachrüsten (gegen eine derartige Hebung des Wohnungsstandards kann der
Hausbesitzer kaum Widerspruch einlegen, und zumindest nach
österreichischem Recht auch nicht die Miete erhöhen).
lg Ragnar