[supercede wegen weiterer Klarstellung]
Holger Marzen <
hol...@marzen.de>:
> Ich bin jahrelang gut gefahren, in denen mein Mailserver darauf bestand,
> dass der per HELO/EHLO ᅵbermittelte Name ein gᅵltiger FQDN und im DNS
> hinterlegt ist. Es gab nie Probleme, alle erwᅵnschten Mails kamen an,
> egal ob von Nerds, Firmen, Freemail-Providern oder Behᅵrden.
Es ist eine effektive SPAM-Erkennungsmassnahme mit relativ hoher
Zuverlaessigkeit - aber eben nicht frei von False Positives.
> Aber Nintendo sagt EHLO mit einem FQDN, der nicht resolvable ist. Ich
Ein schoener False Positive also.
> hab also den HELO-Check rausnehmen mᅵssen, um die Mail empfangen zu
Kannst du nicht einfach Nintendo bezueglich der HELO-Restriktion
Whitelisten?
> kᅵnnen. Eine Erklᅵrung kᅵnnte (muss aber nicht) der Substring "Java" in
> der MsgID sein.
Kaum.
> War ich die ganzen Jahre zu konservativ? Ist es gᅵngige und gute Praxis,
> so tolerant zu sein, dass man jeden Scheiᅵ im HELO/EHLO akzeptiert?
Jein.
Der Standard (STD 10) fordert im HELO einen aufloesbaren Namen oder die
IP-Addresse (falls ein solcher nicht gegeben werden kann).
Der Standard fordert jedoch auch, dass Unsinn im HELO nicht alleine
deswegen zu einer Ablehnung fuehren darf. Du darfst also HELO nicht
alleine aus estaehtischen Gruenden oder wegen analer
Protokollkonformitaet als Filterkriterium verwenden. Du darfst es
hoechstens als Kriterium fuer deine (nicht-technische) Richtlinie
(Policy) heranziehen, welche Mail du akzeptierst und welche nicht.
In der Praxis wurde bevor SPAM ein Problem wurde diese Forderung nie
technisch umgesetzt, und weil so viele Idioten das falsch machen auch
als SPAM-Bekaempfungsmassnahme nur selten und wenn mit einer
Whitelist-Moeglichkeit eingesetzt.
Du koenntest dem Postmaster von Nintendo ja mal eine Mail schicken,
und ihn auf seine Fehlkonfiguration aufmerksam machen.
Bei anderen grossen Firmen klappt das idR. recht gut.
HTH,