hat jemand von Euch Erfahrung oder Informationen über die Entfernung der
Hoden?
Wird man nachher weiblicher?
Ich strebe keine totale Operation an, habe schon lange keinen
Geschlechtsverkehr, ausserdem hat die Potenz sowie schon unter den Hormonen
gelitten (Androcur, Duphaston, Gynodian).
Mir gehen die beiden "Dinger" einfach auf den Nerv, Funktion haben sie eh
keine mehr (?), und bei enger Unterkleidung wär's besser, würden die Dinger
nicht seitlich raushängen.
Habe mir meine Frage gut und lange überlegt, daher bitte nicht als "Scherz"
betrachten!
Vielen Dank für Eure Nachrichten.
Liebe Grüsse
Melanie
So, logischerweise spreche ich jetzt nicht aus direkter Erfahrung - aber
immerhin aus indirekter :-)
On Tue, 03 Oct 2000 01:39:45 +0200, Hexe Melanie <Hexe.M...@telering.at>
wrote:
>hat jemand von Euch Erfahrung oder Informationen über die Entfernung der
>Hoden?
>
>Wird man nachher weiblicher?
Wird man nicht, denn weiblicher wird man von weiblichen Hormonen, nicht von
der Abwesenheit von männlichen Hormonen. Einzig die Fettverteilung könnte IMHO
noch ein wenig von der Abwesenheit des Testesterons beeinflußt werden.
Aber da der Mensch nur eine begrenzte Anzahl von Rezeptoren für
Geschlechtshormone besitzt, können die Östrogene theoretisch immerhin besser
wirkten.
>Ich strebe keine totale Operation an, habe schon lange keinen
>Geschlechtsverkehr, ausserdem hat die Potenz sowie schon unter den Hormonen
>gelitten (Androcur, Duphaston, Gynodian).
Bist weiß Gott nicht die einzige, die die GA nicht anstrebt, keine Sorge.
Aber andere Frage - klingt dieser Hormoncocktail für andere ebenso giftig wie
für mich? Androcur ist kein Hormon, sondern unterdrückt lediglich die
Testesteronproduktion, und sollte nicht zu lange genommen werden, denn die
zugeführten Östrogene haben, auch wenn es etwas länger dauert, in etwa die
selbe Wirkung auf die Testesteronproduktion, und das mit entschieden weniger
Nebenwirkungen.
>Mir gehen die beiden "Dinger" einfach auf den Nerv, Funktion haben sie eh
>keine mehr (?), und bei enger Unterkleidung wär's besser, würden die Dinger
>nicht seitlich raushängen.
Ist überhaupt kein Problem, zumal Du ja auch ein erhöhtes Krebsrisiko an den
Teilen hast. Kenne TFs, die sich nur die Hoden haben entfernen lassen. Sollte
aber von jemandem gemacht werden, der sich mit der GA auskennt, man weiß nie,
ob man sie nicht doch noch mal will, und dann sollten die so entfernt worden
sein, daß das keine Probleme gibt. Katrin hat's aus dem Grunde in der Kölner
Uniklinik machen lassen, eine Nacht im KH, wenn ich mich recht erinnere.
>Habe mir meine Frage gut und lange überlegt, daher bitte nicht als "Scherz"
>betrachten!
Gäbe IMHO keinen Grund, eine solche Anfrage als Scherz zu betrachten. Seit
Frau von B. hier nicht mehr schreibt ist der Tenor hier doch entschieden mehr
in Richtung Respekt vor den Entscheidungen des anderen gerutscht, auch was die
GA angeht.
Schöne Grüße
Alex
--
If you don't go over the top,
you can't see what's on the other side.
--- Jim Steinman ---
Die TransMann-Homepage mit dem Trans-FAQ: http://www.transmann.de
> So, logischerweise spreche ich jetzt nicht aus direkter Erfahrung - aber
> immerhin aus indirekter :-)
Ein wenig Erfahrung habe ich schon, da ich seit etwa vier Jahren ohne Hoden, aber mit Penis lebe
:-).
> >hat jemand von Euch Erfahrung oder Informationen über die Entfernung der
> >Hoden?
> >
> >Wird man nachher weiblicher?
>
> Wird man nicht, denn weiblicher wird man von weiblichen Hormonen, nicht von
> der Abwesenheit von männlichen Hormonen. Einzig die Fettverteilung könnte IMHO
> noch ein wenig von der Abwesenheit des Testesterons beeinflußt werden.
Dem kann ich zustimmen. Weiblicher wird man deshalb nicht. Man kann aber einige
Hormone weglassen, wie z.B. Androcur und muß nicht so viel von den Östrogenen
nehmen, bzw. sie wirken länger (zuletzt hat eine Progynon Depot 100 über 10 Wochen
gereicht).
> Aber da der Mensch nur eine begrenzte Anzahl von Rezeptoren für
> Geschlechtshormone besitzt, können die Östrogene theoretisch immerhin besser
> wirkten.
Da männliche und weibliche Hormone auf unterschiedliche Rezeptoren wirken stimmt
dies so nicht. Da aber kaum noch männlichen Hormone da sind, wird die eine Sorte
Rezeptoren unterversorgt und die männlichen Merkmale verschwinden schneller.
> >Ich strebe keine totale Operation an, habe schon lange keinen
> >Geschlechtsverkehr, ausserdem hat die Potenz sowie schon unter den Hormonen
> >gelitten (Androcur, Duphaston, Gynodian).
>
> Bist weiß Gott nicht die einzige, die die GA nicht anstrebt, keine Sorge.
IMO ist die GA nur etwas, was man machen sollte, wenn es unbedingt notwendig ist.
Die Operation, dauert 10 Stunden und länger und mit Lagerschäden, Nekrosen,
Durchblutungsstörungen, und unempfindlichem Gewebe muß immer gerechnet werden.
Es kann auch niemand dafür garantieren, das die Funktionaliät hinterher wirklich so ist,
wie gewünscht.
> Aber andere Frage - klingt dieser Hormoncocktail für andere ebenso giftig wie
> für mich? Androcur ist kein Hormon, sondern unterdrückt lediglich die
> Testesteronproduktion, und sollte nicht zu lange genommen werden, denn die
> zugeführten Östrogene haben, auch wenn es etwas länger dauert, in etwa die
> selbe Wirkung auf die Testesteronproduktion, und das mit entschieden weniger
> Nebenwirkungen.
Androcur ist ein Gestagen und gehört deshalb in den Bereich der Hormone hinein.
Es hat eine Wirkung, die der des Testosterons ziemlich genau entgegengesetzt ist
und wird deshalb eingesetzt um einer Vermännlichung entgegenzuwirken.
Androcur unterdrückt nicht primär die Testosteronproduktion sondern wirkt eher
langfristig, wie die anderen weiblichen Hormone auch. Die künstlich zugeführten
weiblichen Hormone sorgen dafür, das im Körper im laufe der Zeit immer weniger
Testosteron produziert wird, weil der Körper beim feststellen, ob mehr oder
weniger Hormone Produziert werden sollen, keinen Unterschied zwischen
weiblichen oder männlichen Hormonen macht (Es sind halt immer genügend
Hormone da).
> >Mir gehen die beiden "Dinger" einfach auf den Nerv, Funktion haben sie eh
> >keine mehr (?), und bei enger Unterkleidung wär's besser, würden die Dinger
> >nicht seitlich raushängen.
>
> Ist überhaupt kein Problem, zumal Du ja auch ein erhöhtes Krebsrisiko an den
> Teilen hast. Kenne TFs, die sich nur die Hoden haben entfernen lassen. Sollte
> aber von jemandem gemacht werden, der sich mit der GA auskennt, man weiß nie,
> ob man sie nicht doch noch mal will, und dann sollten die so entfernt worden
> sein, daß das keine Probleme gibt. Katrin hat's aus dem Grunde in der Kölner
> Uniklinik machen lassen, eine Nacht im KH, wenn ich mich recht erinnere.
Von erhöhter Krebsgefahr habe ich von Ärztlicher Seite noch nichts gehört und
durch die weiblichen Hormone sollte, zumindest an dieser Stelle und der Prostata,
ein ziemlich guter Schutz gegen Krebs vorhanden sein.
Bei der Operation sollte nur darauf geächtet werden, daß die Hodenhaut nicht
entfernt oder verkleinert wird und der Schnitt in der Mitte des Hodensacks an
der dort vorhandenen Falte gemacht wird (machen die Operatuere aber fast
automatisch, weil es die einfachste Methode ist).
Nachteile:
Generell wird durch die Entfernung der Hoden nicht nur die Testosteronproduktion
vermindert sondern auch die Produktion einer ganzen Menge anderer nützlicher
Hormone, die Teilweise gar nicht zu ersetzen sind.
Nach der OP müssen lebenslang Hormone genommen werden. Eine Pause ist nicht
mehr möglich, ohne das man Symptome bekommt, wie bei Frauen in den
Wechseljahren. Auch ein Weg zurück in die männliche Rolle ist nun sehr viel
schwieriger (Die Aussage eines Urologen: "Einen Mann mit männlichen Hormonen
einzustellen ist 1000 mal so schwierig wie bei einer Frau mit weiblichen Hormonen).
Vorteile:
Es müssen nicht mehr so viele weibliche Hormone genommen werden um denselben
Effekt zu erreichen, was zu einer geringeren Körperlichen Belastung, besonders der
Leber und der Niere, führt
Bei mir hat sich der Haarwuchs an den Armen und Beinen noch einmal verlangsamt.
cu Karin
P.S. Das Gerücht, das die Stimme hinterher höher wird, ist leider nicht war ;-).
Karin Hadenfeld schrieb:
> Nachteile:
> Generell wird durch die Entfernung der Hoden nicht nur die
> Testosteronproduktion vermindert sondern auch die Produktion
> einer ganzen Menge anderer nützlicher Hormone, die Teilweise
> gar nicht zu ersetzen sind.
Ui, echt, "eine ganze Menge anderer nützlicher Hormone, die teilweise
gar nicht zu ersetzen sind" ? Welche sind das denn ? Oder, falls Du
nicht mehr weißt, welche das sind: weißt Du wo das steht ?
Danke, Gepetta
Sent via Deja.com http://www.deja.com/
Before you buy.
> > Generell wird durch die Entfernung der Hoden nicht nur die
> > Testosteronproduktion vermindert sondern auch die Produktion
> > einer ganzen Menge anderer nützlicher Hormone, die Teilweise
> > gar nicht zu ersetzen sind.
>
> Ui, echt, "eine ganze Menge anderer nützlicher Hormone, die teilweise
> gar nicht zu ersetzen sind" ? Welche sind das denn ? Oder, falls Du
> nicht mehr weißt, welche das sind: weißt Du wo das steht ?
> Danke, Gepetta
Leider weiß ich nicht genau, welche Hormone im Hoden alles so
produziert werden, aber dies wissen selbst Ärzte nicht genau.
Ich habe mal gehört, daß der menschliche Körper 1.800 verschiedene
Hormone produziert und die Wissenschaftler bei höchstens einem
Drittel davon ungefähr wissen, wie sie wirken.
Die Hoden sind Drüsen, die da einen gewissen Beitrag zu leisten und
wenn sie entfernt werden, muß der Körper dies irgendwie ausgleichen.
Allerdings hat der Körper auch eine unheimliche Anpassungsfähigkeit
und wird deshalb mit den meisten Ausfällen ohne Probleme fertig.
cu Karin
>Hallo Gepetta,
>
>> > Generell wird durch die Entfernung der Hoden nicht nur die
>> > Testosteronproduktion vermindert sondern auch die Produktion
>> > einer ganzen Menge anderer nützlicher Hormone, die Teilweise
>> > gar nicht zu ersetzen sind.
Und wie ist das nun wirklich mit der Libido?
Hat man dann keinen Drang mehr zu Sex? Oder will man
nicht mehr, oder will man, kann aber nicht mehr,
oder wird es einem so egal, daß man es gar abstoßend findet?
Bitte nicht verwechseln, ich bin der Meinung daß Sex
weder was mit Erektionen noch mit Geschlechtsverkehr
zu tun hat! (Wo ich ja annehme das beides nicht mehr so geht
wie früher!)
Wie wirkt es sich auf die Transgender Gefühle aus?
Stärker, schwächer, unverändert?
Wie kompliziert ist es hier in Mitteleuropa, sich diesen
Eingriff machen zu lassen, ohne dreihundert Gutachten zu
brauchen?
Geht das "einfach so"?
Was sind die "wirklich" negativen Folgen?
Danke für ernste Antworten.
Elana
Persoenlich halte ich die Testosteron/Libido Verbindung fuer einen Mythos,
ich denke dass sich Libidoprobleme (Was ist das ueberhaupt, denn ne ts Frau
stoert ein schlaffer Schwanz nicht, bzw findet es sogar erstrebenswert, ist
aber meistens nach wie vor an Sex interessiert), wenn nicht gerade
Durchblutungsstoerungen vorliegen, hauptsaechlich auf psychologische
Ursachen zurueckfuehren lassen.
Aus eigener Erfahrung war bei mir post op (GA) meine Verklemmtheit und
falsche
Vorstellungen die Ursache fuer Unlust und nicht der "Mangel" an Testosteron.
Wer das Genital vor der OP stark ablehnt wird's mit der reformierten Version
erstmal auch nicht sofort mit dem eintunen schaffen...
> Bitte nicht verwechseln, ich bin der Meinung daß Sex
> weder was mit Erektionen noch mit Geschlechtsverkehr
> zu tun hat! (Wo ich ja annehme das beides nicht mehr so geht
> wie früher!)
Wobei sich natuerlich die Frage stellt warum jemand, der Interesse daran hat
aktive Penetration durchzufuehren ueberhaupt eine Kastration anstrebt....,
denn eine Feminisierung kann durchaus ja mit Hormongabe allein erreicht
werden. Ich selbst kam nie auf die Idee das Ding irgendwo reinzustecken, und
hatte dahingehend auch keine Sorgen bezueglich Hormoneffekte. Jedoch kams
selbst auf 200mg Progynon zu motorischen Erektionen.
Uebrigens, fuer meinen Begriff von Geschlechtsverkehr gehoert die Erektion
meines Partner durchaus dazu, eine gute Nudel ist zwar nicht unbedingt
italienisch, aber nun mal al dente....
> Wie wirkt es sich auf die Transgender Gefühle aus?
> Stärker, schwächer, unverändert?
Ich hab keine Ahnung was Transgender Gefuehle sind..... und selbst bei
vorsichtiger Interpretation kann ich keine Verbindung zum Hormonhaushalt
sehen, ausser natuerlich dass eine vortschreitende Feminisierung die
gequaelte Seele streichelt... vielleicht solltest du das etwas praezisieren.
> Wie kompliziert ist es hier in Mitteleuropa, sich diesen
> Eingriff machen zu lassen, ohne dreihundert Gutachten zu
> brauchen?
> Geht das "einfach so"?
Kann ich mir nicht vorstellen. Da hat wohl (auch mit Recht) jeder Chirurg/
jede Chirurgin Angst sich die Finger dran zu verbrennen, ohne Psycho backup
meine ich. Denn ein cs maennlicher Masochist mit DMF (demasculinisation
fantasies) wird danach vielleicht auch mal wieder nuechtern und kriegt ne
Massivkrise (wie oft beschrieben auf alt.eunuchs.questions)
> Was sind die "wirklich" negativen Folgen?
Das kommt natuerlich ganz darauf an was individuell als negativ empfunden
wird. Ich meine n' Wochenenddamenwaeschetraeger der im Fummel gern die Alte
poppt wird die Ladung auf jeden Fall vermissen, es soll ja Leute geben denen
eine Fluessigkeitsabsonderung wichtig ist, ganz zu schweigen von jemanden
mit erfuellten Kastrationsfantasien und nachfolgenden vaeterlichen
Vermehrungswuenschen... Um hier ne geauere Antwort drauf zu geben muesstest
du erstmal umschreiben was deine Motivation ist und was du dir davon
erwartest, also warum du das ueberhaupt in Erwaegung ziehst... aber als
Faustregel gilt halt: Je mehr dein Genital Teil deiner Sexualitaet ist,
desto eher solltest du von einem operativen Eingriff Abstand nehmen.
-C.
> Und wie ist das nun wirklich mit der Libido?
> Hat man dann keinen Drang mehr zu Sex? Oder will man
Kommt drauf an, was Du unter Sex verstehst. Nach meiner Empfindung nimmt
da schon was ab. Ich hatte durch die Testosenkung nicht mehr ständig das
Gefühl, dass das Ding da unten überläuft oder ruft "Hallo, da bin ich!"
Da ich mit dem kleinen Freund auch ne ganz gute Zeit hatte, sehe ich da
schon einen spürbaren Unterschied zu früheren Tagen. Ist aber die Frage,
ob das ein Problem sein muss. Bei mir passte das alles recht gut
zusammen.
> Wie wirkt es sich auf die Transgender Gefühle aus?
> Stärker, schwächer, unverändert?
Weiss zwar nicht genau, was das sein sollte, aber es hat sehr beruhigend
gewirkt, es was genau das, was ich wollte. Bisweilen kann es etwas
stören, dass so der allgemeine "Drive" nachlässt.
> Wie kompliziert ist es hier in Mitteleuropa, sich diesen
> Eingriff machen zu lassen, ohne dreihundert Gutachten zu
> brauchen?
> Geht das "einfach so"?
Geht schon, aber nicht einfach so. Entweder schwarz mit viel Geld oder
irgendeiner Indikation. Ein grosser Eingriff ist das ja nicht, das lässt
sich durchaus ambulant machen und ist von daher auch nicht teuer. Du
willst es ja wohl ohne jedes Gutachten, gell?
> Was sind die "wirklich" negativen Folgen?
Wenn Du Panik vor einem möglichen Libidoverlust hast: Probiere doch eine
Senkung des Testospiegels mittels Östrogenen aus. Ich kenne welche, die
dann schnell gemerkt haben, dass es das SICHER nicht war und umgehend
damit aufgehört haben (bei denen gab es noch keine irreversiblen
"Effekte") und auch an Kastration keine Gedanken mehr verschwendet
haben. Trans* sind die zwar nach wie vor, aber eben auf diese Art und
offensichtlich auch ganz zufrieden.
Ein Risiko ist sicher, dass Du - falls Du später - eine Neovagina haben
möchtest, der Chirurg der Wahl mit Materialproblemen zu kämpfen hat. Ich
habe von Frau Spehr mal vernommen, das sie oft über den geschrumpfte
Istzustand infolge langen Pre-OP_Hormonkonsums meckert, aus dem dann
wunschgemäss die Mordsvagina herauszuholen sei.
So wie Du klingst, lebst Du in einer Beziehung, bist möglicherweise
verheiratet und hast evtl. sogar Kinder. Ich vermute, Du suchst den
Kompromiss, der alledem gerecht wird. Wäre dies wirklich eine
Kastration?
Gruss Valerie
>Hi Elana
>
>> Und wie ist das nun wirklich mit der Libido?
>> Wie kompliziert ist es hier in Mitteleuropa, sich diesen
>> Eingriff machen zu lassen, ohne dreihundert Gutachten zu
>> brauchen?
>> Geht das "einfach so"?
>
>Geht schon, aber nicht einfach so. Entweder schwarz mit viel Geld oder
>irgendeiner Indikation. Ein grosser Eingriff ist das ja nicht, das lässt
>sich durchaus ambulant machen und ist von daher auch nicht teuer. Du
>willst es ja wohl ohne jedes Gutachten, gell?
Na klar, denn medizinischen Grund kann ich ja keinen vorweisen.
Und auf ev. jahrelange psychologische Sitzungen kann ich auch
verzichten! :-)
>> Was sind die "wirklich" negativen Folgen?
>
>Wenn Du Panik vor einem möglichen Libidoverlust hast: Probiere doch eine
>Senkung des Testospiegels mittels Östrogenen aus.
Das ist doch dasselbe Problem, woher soll ich die denn bekommen,
das ist ja noch schwieriger als meine ursprüngliche Frage!
Wenn sich die Möglichkeit bieten würde, dann würde ich diesen
Test sofort machen..
>Ich kenne welche, die
>dann schnell gemerkt haben, dass es das SICHER nicht war und umgehend
>damit aufgehört haben (bei denen gab es noch keine irreversiblen
>"Effekte")
Ha.. das würde mich echt interessieren, ob ich auch in diese Kategorie
fallen würde. Denn wenn sich meine Transgefühle bemerkbar machen,
dann geht mir diese "typisch männliche Geilheit" ganz schön auf die
Nerven und Erektionen empfinde ich gar als schmerzlich störend.
Aber wie Du sagst, es käme echt auf einen Versuch an!
>
>Ein Risiko ist sicher, dass Du - falls Du später - eine Neovagina haben
>möchtest, der Chirurg der Wahl mit Materialproblemen zu kämpfen hat.
Will ich eigentlich nicht, denn alles was ich von den OPs bisher
vernommen habe, ist das es nur 2 mögliche Resultate gibt:
a) es sieht gut aus, b) es funktioniert
Nicht aber beides..
Und trotzdem ist es keine echte!
Ach, ich denk mir, wenn die beiden Unruhestifter nicht mehr da sind,
und ich wirklich eine Frau bin, dann is mir schon egal ob da noch was
hängt oder nicht.
>So wie Du klingst, lebst Du in einer Beziehung, bist möglicherweise
>verheiratet und hast evtl. sogar Kinder. Ich vermute, Du suchst den
>Kompromiss, der alledem gerecht wird. Wäre dies wirklich eine
>Kastration?
Oops... Du hast mich durchschaut, ich lebe tatsächlich in einer
Beziehung, nur mach ich mir keine Illusionen, denn wenn sich
meine TGefühle weiter verstärken, dann wird entweder die Beziehung
oder ich zerbrechen. Ich versuch gerade alles nur noch so lange wie
möglich hinauszuzögern. (Unter dem Motto: Vielleicht is alles ja
garnicht so schlimm, vielleicht vergehts ja wieder)
Danke für die nette und ausführliche Antwort
Elana