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Re: Nachtsichtgerät

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Lars Mueller

unread,
Dec 22, 2005, 9:06:30 AM12/22/05
to
Benjamin Grund wrote:
>
> Am 21.Dezember 2005, 13:43 schrieb Lars Mueller:
>
> > Also bisher war es bei mir noch nicht nötig, denkende, fühlende
> > Lebewesen zu töten, um kurzfristig Vergnügen zu empfinden.
>
> Ich will jetzt hier keine Diskussion über Jagd lostreten, aber ich sehe

Doch, genau das willst du deinem Text nach zu urteilen. Oder findest du
in deinem Text ein anderes Thema? Wenn ja: Welches?

> Jagd nicht als Vergnügen.

Sieh dir nochmal genau an, worauf ich geantwortet habe.

> Für mich als Fleischesser ist Jagd einfach der
> komplette Weg der Fleischgewinnung und zwar die für die Tiere am
> schonendste.

Informiere dich und denk über diesen Satz noch einmal nach, nachdem du
dich über die Praxis verschiedener Tötungsmethoden informiert hast.

> Wenn ich ein Tier in freier Wildbahn erlege, dann bekommt das Tier davon
> gar nicht großartig was mit. Bei Schlachtung im Schlachthof hingegen

Oh oh, wenn das mal keine grobe Fehleinschätzung ist. Selbst Vögel, die
ja nun wirklich klein sind, wurden schon Tage oder Monate später
verletzt mit Kugeln in den Eingeweiden aufgegriffen.

> erleiden die Tiere bereits auf dem Weg zum Schlachthof große Qualen und
> auch der Tötungsvorgang selbst ist für die Tiere alles andere als
> angenehm.

Ein Bolzenschuß direkt in die richtige Stelle (Gehirn) ist also
qualvoller, als ein Schuß irgendwohin aus größerer Entfernung? Wenn man
auf dich schießt, vielleicht nicht gleich direkt in eine sofort tödliche
Stelle trifft und du Todesangst hast, ist das bestimmt auch nicht
angenehm. Willst du das mal ausprobieren, oder dir von Kriegsopfern
berichten lassen?

Warum kaufst du überhaupt Billigware, die mit EU-Fördergeldern lebend
durch halb Europa gekarrt wurde?

> Hinzu kommt, dass Wildfleisch eine sehr hohe Qualität hat. Im Prinzip
> ist Wildfleisch mit Biofleisch vergleichbar.

Und warum ißt du dann kein BIO-Fleich von Tieren, die wenigstens
halbwegs akzeptabel gehalten und vorort, oder zumindest in der Nähe
geschlachtet wurden?

> Wer also Fleischesser ist, sollte ich erstmal über diese Dinge bischen
> Gedanken machen, bevor er die Jagd kritisiert. Meist sind es nämlich
> ausgerechnet die Leute, die jeden Tag ein Stück Fleisch auf dem Teller
> haben wollen, die die Jagd kritisieren. Wie dieses Fleisch aber gewonnen
> wird, ist diesen Leuten dann völlig egal.

Du trollst und du unterstellst! Meine Absicht war es nicht, einen
Trollthread loszutreten.

> Wenn ein Vegetarier die Jagd kritisiert verstehe ich das, aber wenn ein
> Fleischesser Kritik an der Jagd übt ist das für mich einfach nur paradox
> und zeigt mir, dass derjenige kein bischen nachgedacht hat.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Hier trollst du noch mehr. Faß dich mal an deine eigene Nase, bevor die
hier weiter zur Höchstform aufläufst.

Wo habe ich generelle Kritik an der Jagd geübt? Auch wenn ich
grundsätzlich kein Geheimnis daraus machen will, daß ich der Jagd
kritisch gegenüber stehe. Aber in D zum Privatvergnügen zu töten, das
ist für mich einfach - ähm - unnötig, vorsichtig ausgedrückt.

So und jetzt lese ich dir den entsprechenden Teil nochmal vor.
Vielleicht hilft es dir, von deinem Baum wieder runter zu kommen:

| Und Jagd zähle ich eigentlich auch zum privaten Gebrauch.
^^^^^^^^

Mit Naturschutz oder mehr oder weniger notwendiger Lebensmittelgewinnung
hat das genau was zu tun? Und wozu muß man dabei gegen das Waffengesetz
verstoßen?

Gruß Lars

PS: Nach einer kurzen Google-Recherche scheint mir de.alt.soc.tierrechte
passend. Xpost+F'up2 gesetzt. Ich hoffe, ich hoffe, das ist die richtige
und kompetente Gruppe hierfür. Werde sie kurzzeitig abonnieren.

PPS: Cancel+Repost, weil bei der Gruppenwahl verklickt.

Michael Meier

unread,
Dec 23, 2005, 12:21:39 AM12/23/05
to
Lars Mueller <l...@despammed.com> wrote:

>Und warum ißt du dann kein BIO-Fleich von Tieren, die wenigstens
>halbwegs akzeptabel gehalten und vorort, oder zumindest in der Nähe
>geschlachtet wurden?

Der Begriff "Bio-Fleisch" (und "Bio" überhaupt) wird derartig
missbraucht, daß er für den Verbraucher IMHO keinerlei Wert oder
Aussagekraft mehr hat.

"Vorort" ist die einzige Möglichkeit, wenn man denn vorort einen
Biobauern seines Vertrauens finden und bezahlen kann.

Diese netten kleinen Fahrzeuge mit mobilem Verkauf von Fleisch und
Wurstwaren "frisch vom Land" sollte man auch schnell vergessen - die
sehe ich häufig morgens am Grossmarkt.

>Aber in D zum Privatvergnügen zu töten, das
>ist für mich einfach - ähm - unnötig, vorsichtig ausgedrückt.

Wie meinst Du das genau? Jagd einfach so abschaffen? Das ist nicht
möglich, ein Land- oder Forstwirt Deines geringsten Misstrauens kann
Dir erklären warum.

Welche Alternativen stellst Du Dir vor?

Michael

Lars Mueller

unread,
Dec 23, 2005, 7:27:05 AM12/23/05
to
Michael Meier wrote:
>
> Lars Mueller <l...@despammed.com> wrote:

> Der Begriff "Bio-Fleisch" (und "Bio" überhaupt) wird derartig
> missbraucht, daß er für den Verbraucher IMHO keinerlei Wert oder
> Aussagekraft mehr hat.

Du kennst das Bio-Siegel und seine Bedeutung?

AFAIR wurden die Kontrollen sehr intensivert BIO-Läden, die
Etikettenschwindel betreiben, exisiteren nicht sehr lange. Wie sagte ein
Lebensmittelkontrolleur neulich: Er selbst würde gerne bei kleinen Buden
kaufen. Die würden fast schon kontrolliert, wenn sie nur ihren Laden
aufmachen.

> Diese netten kleinen Fahrzeuge mit mobilem Verkauf von Fleisch und
> Wurstwaren "frisch vom Land" sollte man auch schnell vergessen - die
> sehe ich häufig morgens am Grossmarkt.

Was haben diese Wurstwaren mit Bio zu tun? Warum kauft man Fleich völlig
unbekannten Inhalts?



> >Aber in D zum Privatvergnügen zu töten, das
> >ist für mich einfach - ähm - unnötig, vorsichtig ausgedrückt.
>
> Wie meinst Du das genau? Jagd einfach so abschaffen? Das ist nicht
> möglich, ein Land- oder Forstwirt Deines geringsten Misstrauens kann
> Dir erklären warum.
>
> Welche Alternativen stellst Du Dir vor?

Alternativen zu was? Zur Jagd als Privatvergnügen?
Ein Computerspiel? Sport? Segelflug? Motorflug? Modellflug? Abends mal
mit dem Ehepartner reden, statt nur stumm vor dem Fernseher zu sitzen
und Aggressionen aufzubauen? Wandern? Bergsteigen? Wassersport?
Funkpeiljagden? Geocaching?

Gruß Lars

Michael Meier

unread,
Dec 23, 2005, 9:01:05 AM12/23/05
to
Lars Mueller <l...@despammed.com> wrote:

>Michael Meier wrote:
>>
>> Welche Alternativen stellst Du Dir vor?
>
>Alternativen zu was? Zur Jagd als Privatvergnügen?

Wie sonst? Soll der Einsatz von Berufsjägern flächendeckend von
Steuergeldern bezahlt werden? In einigen wenigen Regionen gibt es noch
Berufsjäger, aber das ist kaum der Rede wert.

Michael

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