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Re: [x-post] OT Nimmer so baerig

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Mens _ Canis

unread,
Jun 29, 2006, 8:25:56 AM6/29/06
to
Franz Eberl schrieb:
>
> Würde man ihn in Ruhe lassen (was heute anscheinend nicht mehr
> möglich ist), dann würde er sich - wie jeder Bär - ein festes Revier
> suchen und hier könnten z.B. auch die Jäger durch diverse Vergrä-
> mung dafür sorgen, daß er diese und jene Plätze, an denen man ihn
> nicht brauchen kann, meidet. Es könnte alles wunderbar funktionieren,
> wenn es nur die ruhigen Wanderer auf den Wegen oder die ebenfalls
> nicht auf Erlebnis und Spaß ausgerichteten Pilzesammler im Wald
> geben würde! Aber diese Zeiten sind leider vorbei und ich glaube
> nicht, daß man alle Touristen zu so einem "langweiligen" Urlaub
> überreden kann.
>
> Da ich also auch in eine verkehrte Richtung gedacht hatte, ist das
> Thema für mich gestorben und ich muß mich traurigerweise mit
> der Erkenntnis abfinden: "Vielleicht war es gut so, wie es kam!"
>
gt tg franz

das finde ich ganz u gar nicht dass das thema gestorben sein sollte.
es wird höchst zeit bestimmte gebiete (zur wiederansiedelung von
wildtieren als deren lebensraum) als definierte schutzgebiete auszuweisen.

ich finde auch absolut nicht dass du es bist der in eine verkehrte
richtung denkt:
vielmehr ist es eine respektlosigkeit sondergleichen wenn sich der
mensch jeden m2 boden 'unter den nagel reisst' um davon jedes andere
geschöpf zu vertreiben u ihm die lebensberechtigung abzusprechen.

es wird allerhöchste zeit dass der >überverhätschelte tourist< seine
eigenen grenzen anerkennt. auf die schnelle fallen mir spanien venedig u
das inselchen mallorca ein wo schon die ortsansässigen gegen blindwütige
zerstörung u touri-wahn protestieren (richtet mehr schaden an als es
bringt). leider geht man offenbar in relativ unberührten teilen
portugals eben den umgekehrten weg. :-(((
www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22651/1.html

umso mehr gilt das für sensible naturgebiete. in österreich gibts da
jede menge zoff mit den kunst-skipisten (die uns jetzt mit vermurungen u
lawinenabgängen auf den kopf fallen...). wenn touris vergnügungen suchen
sollen sie das in städten tun in themenparks bzw bei sportlich
'vertretbaren' aktivitäten (trekking-touren wildwasser-rafting etc) in
kleinen gruppen. der wald ist ein erholungsgebiet u zweifellos kein
kinderspielplatz für die breite masse: wenn man sich gegen unverfrorene
ansprüche nicht auflehnt erlebt man bodenspekulation ohne ende.

gruss mc

Mens _ Canis

unread,
Jun 29, 2006, 8:57:21 AM6/29/06
to
Mens _ Canis schrieb:
>
könnten wir a l l e diese themen vielleicht doch auf
de.alt.soc.tierrechte
abhandeln ??

hab einige sachen schon dort reingestellt...

dankschön :-)

gruss mc


Franz Eberl

unread,
Jun 29, 2006, 11:48:43 AM6/29/06
to
Mens _ Canis hat g'sagt:

> das finde ich ganz u gar nicht dass das thema gestorben sein sollte.
> es wird höchst zeit bestimmte gebiete (zur wiederansiedelung von
> wildtieren als deren lebensraum) als definierte schutzgebiete
> auszuweisen.

[Rest gesnippt]

Lieber MC,
alles was Du schreibst ist ok und findet meine volle Zustimmung!
Leider wirst aber weder Du, noch ich, noch sonstwer die Zeit zurück-
drehen oder die Leute verändern können, denn Geld regiert die
Welt und das wird jedes Jahr gravierender! Nachdem bereits fast
alle früheren Almbauern auf Tourismus umgestellt haben, wirst Du
kaum mehr jemanden finden, der wieder zu Kühen zurückkehren
wird, wenn man mit Besuchern ohne viel Arbeit wesentlich mehr
verdient! Solange man dort, wo man keine Pension mehr bauen kann,
zumindest noch einen Lift hinstellt, bleibt kein ungestörter Lebens-
raum für Wildtiere mehr übrig.

Beste Grüße
Franz

--
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