Wobei mich da durchaus die kulturellen Unterschiede zwischen Asien und
hierzulande interessieren würde, oder beispielsweise ob die "asiatischen
Regeln" (von denen ich mal zu hören geglaubt habe:), die Nudeln mit
Stäbchen zu essen und die Suppe dann aus der Schale zu trinken
(verbunden mit der entsprechenden Geräuschkulisse), auch hierzulande
Anwendung finden können, dürfen, müssen .. oder ob sich das auch
kontextabhängig gestaltet (japanisches Restaurant <-> privat, u.dgl.).
Kurz: wie ißt "man" diese Dinger möglichst ordnungsgemäß?
Danke,
f
--
| http://www.argh.de/ · icq #83271428 | o. o o o o oo |
| - the key to joy is disobedience. - | oo o o o o .o |
> Viele mögen diese asiatischen (Tüten-)Nudelsuppen kennen. Viel
> Flüssigkeit, seeehr lange Nudeln, sehr heiß und oft scharf, meist in
> einer Schale (ähnlich einem Müslischälchen) serviert. Wie nimmt man
> diese Dinger zu sich, ohne sich allzusehr zu blamieren?
Jeder, der eine Tütensuppe ißt, blamiert sich automatisch.
SCNR
Michael Dahms
> Regeln" (von denen ich mal zu hören geglaubt habe:), die Nudeln mit
> Stäbchen zu essen und die Suppe dann aus der Schale zu trinken
> (verbunden mit der entsprechenden Geräuschkulisse), auch hierzulande
Nicht "dann": Die Nudeln mit den Stäbchen essen und _gleichzeitig_ die
Suppe aus der Schale schlürfen. So habe ich dass zumindest bei Japanern
gesehen.
Joachim
Frank Lachmann <fr...@argh.net> wrote:
> Wobei mich da durchaus die kulturellen Unterschiede zwischen Asien und
> hierzulande interessieren würde, oder beispielsweise ob die "asiatischen
> Regeln" (von denen ich mal zu hören geglaubt habe:), die Nudeln mit
> Stäbchen zu essen und die Suppe dann aus der Schale zu trinken
> (verbunden mit der entsprechenden Geräuschkulisse), auch hierzulande
> Anwendung finden können, dürfen, müssen .. oder ob sich das auch
> kontextabhängig gestaltet (japanisches Restaurant <-> privat, u.dgl.).
Die 'Geraeuchkulisse' bei Suppen soll eigentlich dem Koch als Zeichen
dienen das es auch wirklich schmeckt, ist also reine Höflichkeit (oder
wurde dazu gemacht ^_-). Das kannst du bei Tütensuppe wohl bedenkenlos
ignorieren mangels Koch.
mfg
Daniel
--
Die Gramatikalischlinguistische Richtigkeit ist:
Die Jungefernhaut ist die Haut, die abhaut
wenn die Vorhaut zuhaut.
>Viele mögen diese asiatischen (Tüten-)Nudelsuppen kennen. Viel
>Flüssigkeit, seeehr lange Nudeln, sehr heiß und oft scharf, meist in
>einer Schale (ähnlich einem Müslischälchen) serviert. Wie nimmt man
>diese Dinger zu sich, ohne sich allzusehr zu blamieren?
Heimlich.;-)
HG
--
Die de.alt.soc.knigge FAQ
http://knigge.md-d.org
>Frank Lachmann <fr...@argh.net> wrote:
>
>>Viele mögen diese asiatischen (Tüten-)Nudelsuppen kennen. Viel
>>Flüssigkeit, seeehr lange Nudeln, sehr heiß und oft scharf, meist in
>>einer Schale (ähnlich einem Müslischälchen) serviert. Wie nimmt man
>>diese Dinger zu sich, ohne sich allzusehr zu blamieren?
>
>Heimlich.;-)
Für das Problem brauch ich keine asiatische Nudelsuppe, eine hiesige
Rindfleischbrühe mit entsprechend länglichen Nudeln drin stellt mich
vor ähnliche Unbill. Zerkleinern lassen sich die Biester mit dem
Löffel nicht, und dann bilden sie so Nester, die es unmöglich machen,
genau einen Löffel voll abzumessen. Irgendwo hängt immer was über und
tropft - natürlich genau aufs Hemd oder auf die Krawatte.
Nudelsuppe meiden - oder gibts einen Trick?
Grüße
Jörg.
--
"Recht hat er, der Dingsbums!"
>Nudelsuppe meiden - oder gibts einen Trick?
Keine Ahnung. Ich bin nicht so der große Nudelsuppen-Esser. Aber
bei denen, die ich zu mir genommen habe, waren die Nudeln so
klein, daß es problemlos funktionierte oder man notfalls die
Nudel mit dem Löffel zerteilen konnte.
Bei den langen Dingern: Vielleicht versuchen, sie um den Löffel
aufzuwickeln.
"Hans-Georg Bickel" <hgbusen...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bo348h$17jeiq$1...@ID-108823.news.uni-berlin.de...
> Joerg Digmayer <joergs.s...@gmx.net> wrote:
>
> >Nudelsuppe meiden - oder gibts einen Trick?
>
> Keine Ahnung. Ich bin nicht so der große Nudelsuppen-Esser. Aber
> bei denen, die ich zu mir genommen habe, waren die Nudeln so
> klein, daß es problemlos funktionierte oder man notfalls die
> Nudel mit dem Löffel zerteilen konnte.
>
> Bei den langen Dingern: Vielleicht versuchen, sie um den Löffel
> aufzuwickeln.
eigene Erfahrung: alle drei Vorschlaege klappen leider wenns wichtig ist
natuerlich nicht... ;-) Geschaeftsessen in Malaysia:
Irgendwas a la "Would you like some Beef with noodles? They are great!"
Klar, kann man nicht nein sagen. Und wenn man mit gebratenen Nudeln mit
Fleisch rechnet, waere es ja auch kein Problem.
Denkste. Grosse Schuessel mit vielen langen recht breiten Nudeln in Suppe,
darauf ein paar Streifen Fleisch. Zubereitung a la "Schuessel bis oben mit
Nudeln fuellen, dann noch Suppe drauf."
Loeffel: So ein stumpfer breiter Loeffel aus Porzellan (?), dazu Staebchen.
Zerteilen? Keine Chance. Um den Loeffel wickeln? Zu rutschig, schlabbert.
(Nebenbei: klar, dass man bei solchen Experimenten einen Anzug traegt, oder?
Wenn schon Murphy, dann richtig Murphy.)
Um wieder zu dask zurueckzukommen: die meiner Ansicht nach einzige
kniggekonforme Loesung: etwas laenger mit dem Fleisch beschaeftigen, das
zuerst zu probieren und dabei aus den Augenwinkeln ueberpruefen, wie "man
das eigentlich macht". (Joo Janta 200 Super-Chromatic Peril Sensitive
Sunglasses wuerden nun vermutlich auf schwarz schalten.)
Egal. Unser Tischnachbar (Malay) waehlte die Methode "Effizienz vor
Schoenheit", worunter seine Krawatte etwas gelitten hat: Mehrere Nudeln mit
Staebchen greifen, einsaugen, mit Loeffel nachhelfen. Spritzt
dementsprechend. Nur bedingt zu empfehlen.
Andere anwesende Asiaten drehten mit den Staebchen im Loeffel einzelne
Nudeln geschickt zu "greifbaren" Paeckchen, um sie mit den Staebchen
moeglichst komplett zu greifen und in den Mund zu fuehren. (Nicht die Nudeln
um die Staebchen drehen wie Spaghetti um eine Gabel, sondern quasi umgekehrt
um die Nudeln herumruehren.) Diese Methode war zwar langsamer als erstere,
aber irgendwie hats ohne Schaeden an der Krawatte geklappt.
Fazit: In der Praxis kommt man leider manchmal um solche Klippen nicht
herum...
Dirk *abschweifend*
--
Dirk Hedderich - Am Roemischen Hof 30 - 61352 Bad Homburg
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