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Ausgewaehlte Links auf deutschsprachige anarchistische Webseiten

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Anarchie

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Feb 16, 2005, 7:00:21 PM2/16/05
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Hallo !

Hier einige ausgewählte Links auf deutschsprachige anarchistische
WWW-Seiten . Von diesen Seiten führen Links zu weiteren Adressen
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Vorweg Verweise auf Einführungen zum Thema die zu finden waren:

Walter Borgius
Die Ideenwelt des Anarchismus
http://twokmi-kimali.de/texte/Borgius_Ideenwelt_des_Anarchismus.htm

Alexander Berkman ABC des Anarchismus
http://www.anarchismus.at/txt2/berkman.htm

Stohwasser Freiheit pur Die Idee der Anarchie,Geschichte und Zukunft
http://www.sutters-welt.de/stowasser1.htm
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Anarchismus.de

Anarchie ist Ordnung ohne Herrschaft

Der Begriff "Anarchie"
leitet sich von dem griechischen Wort anarchia ab. Ursprünglich
bedeutet 'anarchia' einfach die Negation von militärischer Ordnung
durch Führertum. Homer (8. Jahrhundert v. u. Zeitrechnung) und Herodot
(490 bis etwa 420/425 v. u. Z.) verwendeten den Begriff zur
Beschreibung eines Zustandes "ohne anführer" oder "ohne Heerführer",
und bei Euripides (480 bis 407 v. u. Z.) bezeichnet 'anarchia'
"führerlose Seeleute".
(Ob damit wohl die Piraten des Mittelmeeres gemeint waren ??)

Aristoteles (384 bis 355 v. u. Z.) definierte die Anarchie als einen
"Zustand der Sklaven ohne Herren". Die Bedeutung von 'politischer
Herrschaftslosigkeit' erlangte der Anarchiebegriff offensichtlich
erstmals bei Xenophon (um 580 bis 480 v. u. Z.), für den die anarchia
das Jahr war, in dem es keinen archon (Herrscher) gab.

Bei den Stoikern, Hedonisten und Cynikern finden sich Ideen die ein
'herrschaftsfreies Gemeinwesen' befürworten, auch wenn sie selber noch
nicht von Anarchie reden. Besonders radikal wurden diese
freiheitlichen Anschauungen von Zenon (420 bis 350 v. u. Z.), dem
Begründer der Stoischen Schule, vertreten. Gegenüber den autoritären
theokratischen Ideen Platons nahm Zenon vom Individuum ausgehend eine
- aus heutiger Sicht - durchaus als libertär zu verstehende
Gegenposition ein. Auch Aristipp[os] (um 435 bis 366 v. u. Z.), der
Sokrates-Schüler und Begründer des Hedonismus, scheint ein
herrschaftsfreies Gemeinwesen befürwortet zu haben. Er dachte dabei,
wohl ebenso wie Zenon, eher an eine "Anarchie" der Weisen.

1796 bezeichnete der Kulturphilosoph und Schriftsteller der Romantik,
Friedrich von Schlegel (1772 bis 1829), in seinem "Versuch über den
Republikanismus" die Anarchie als "absolute Freiheit", d. h. als ein
im Gegensatz zur Despotie verstandenes Ideal, das "durch Annäherung
erreicht werden kann".

Drei Jahre zuvor hatte Johann Gottlieb Fichte (1762 bis 1814) in
seinem "Beitrag zur Berichtigung der Urteile des Publikums über die
französische Revolution", ohne den Ausdruck Anarchie explizit zu
gebrauchen, die libertäre These vertreten, daß der Staat die Aufgabe
habe, sich selbst überflüssig zu machen, und ausdrücklich betont, daß
die Menschheit sich diesem Ziel der Staatenlosigkeit immer mehr
nähert.

1808 charakterisiert Johann Wofgang von Goethe die Anarchie als
notwendiges Ferment des kulturellen und wissenschaftlichen
Fortschritts:
"Ob wir gleich, was Wissenschaft und Kunst betrifft, in der seltsamen
Anarchie leben, die uns von jedem erwünschten Zweck immer mehr zu
entfernen scheint, so ist es doch eben diese Anarchie, die uns nach
und nach aus der Weite ins Enge, aus der Zerstreuung zur Vereinigung
treiben muß."
Und 1821 dichtet er in den "Zahmen Xenien":
"Warum mir aber in neuester Welt / Anarchie gar so gut gefällt ? - /
Ein jeder lebt nach seinem Sinn, / Das ist nun also auch mein Gewinn.
/ Ich lass einem jeden sein Bestreben, / Um auch nach meinem Sinne zu
leben."

Ludwig Börne (1786 bis1837), neben Heinrich Heine einer der geistigen
Gründerväter der literarischen Erneuerungsbewegung des "Jungen
Deutschland", war vermutlich der erste, der sich in Deutschland auch
in einem politischen Sinn offen für die Anarchie aussprach. In seiner
Kritik eines 1825 in Paris veröffentlichten Buches, den "nouvelles
lettres provinciales", befürwortet er sie folgendermaßen:
"Nicht darauf kommt es an, daß die Macht in dieser oder jener Hand
sich befinde: die Macht selbst muß vermindert werden, in welcher Hand
sie sich auch befinde. Aber noch kein Herrscher hat die Macht, die er
besaß, und wenn er sie auch noch so edel gebrauchte, freiwillig
schwächen lassen. Die Herrschaft kann nur beschrängt werden, wenn sie
herrenlos - Freiheit geht nur aus Anarchie hervor. Von dieser
Notwendigkeit der Revolution dürfen wir das Gesicht nicht abwenden,
weil sie so traurig ist. Wir müssen als Männer [und Frauen: Anmerkung
des Sätzers] der Gefahr fest ins Auge blicken und dürfen nicht zittern
vor dem Messer des Wundarztes. Freiheit geht nur aus Anarchie hervor -
das ist unsere Meinung, so haben wir die Lehren der Geschichte
verstanden."

Libertäre Tendenzen lassen sich auch bei Wilhelm von Humboldt (1767
bis 1835) finden, wie zum Beispiel in seiner Schrift "Ideen zu einem
Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen",
welches er nach eigenem Zeugnis mit der Intention verfaßte, "der Sucht
zu regieren entgegenzuarbeiten".

In der Schrift "Die Philosophie der Tat", die 1843 als Artikelserie in
der von Georg Herwegh herausgegebenen Zeitschrift Einundzwanzig Bogen
aus der Schweiz erschien, definierte Moses Hess (1812 bis 1875)
Atheismus und Kommunismus als analoge Erscheinungsformen der Anarchie:

"Die Anarchie, auf welche sich die beiden Erscheinungsformen,
Atheismus und Kommunismus zurückführen lassen, die Negation aller
Herrschaft, im geistigen wie im sozialen Leben, erscheint zunächst als
schlechthinige Vernichtung aller Bestimmung, mithin aller
Wirklichkeit. Aber es ist in der Tat nur das äußerliche
Bestimmtwerden, die Herrschaft des einen über den anderen, was die
Anarchie aufhebt. Die Selbstbestimmung wird hier so wenig negiert, daß
vielmehr deren Negation (die durch das Bestimmtwerden von außen
gestzt) wieder aufgehoben wird. Die durch den Geist geschaffene
Anarchie ist nur eine Negation der Beschrängtheit, nicht der Freiheit.
Nicht Schranken, welche der Geist sich selbst setzt, bilden den Inhalt
seiner freien Tätigkeit - also dieses Sichsetzen, Sichbestimmen oder
Sichbeschränken ist es nicht, was vom freien Geist negiert werden
kann, sondern das Beschrängtwerden von außen."

Unüberhörbar ist auch das individualanarchistische Credo in den von
Moses Hess zu dieser Zeit veröffentlichten Schriften. Noch vor Max
Stirner propagierte er die Autonomie des Individuums:
"Der Wert der Anarchie besteht darin, daß das Individuum wieder auf
sich selbst angewiesen wird, von sich ausgehen muß ... Wenn ich eine
Macht außer oder über meinem Ich glaube, so bin ich von Außen
beschrängt ... Ebenso kann ich im sozialen Leben mich selber
bestimmen, in dieser oder jener bestimmten Weise tätig sein, ohne eine
äußere Schranke meiner Tätigkeit anzuerkennen - ohne einem Anderen das
Recht einzuräumen.mich zu beschränken."

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Der Begriff "AnarchistIn"

Proudhon im Dialog mit einem Spießbürger (1840):
SB: Sind sie Republikaner?
P: Republikaner, ja: aber dieses Wort ist mir zu ungenau. Res publica,
das sind die öffentlichen Belange ... Könige sind auch Republikaner.
SB: Nanu, Sie sind Demokrat?
P: Nein.
SB: Was, sie wären Monarchist?
P: Nein.
SB: Konstitutionalist?
P: Gott behüte!
SB: Dann sind sie Aristokrat?
P: Ganz und gar nicht.
SB: Sie wollen eine gemischte Regierung?
P: Viel weniger.
SB: Was sind sie also?
P: Ich bin Anarchist.
Als AnarchistIn bezeichnen sich all jene Menschen, die gleichermaßen
die Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen durch den Menschen
ablehnen.

Als politisch diffamierendes Schlagwort ist der vom Begriff Anarchie
abgeleitete Ausdruck Anarchist[in] erst seit der französischen
Revolution bekannt. Allem Anschein nach war es der Girondist Jaques
Pierre Brissot, der den Begriff 'Anarchist' in einer Wahlrede vom 23.
Mai 1793 als erster zur Diskreditierung des politischen Gegners
benutzte.
Seit dem benutzen ihn die EtatistInnen (AnhängerInnen der Staatsidee)
aller Schattierungen (vom "Linken", marxistischen Flügel, über
SozialdemokratInnen und Liberale bis hin zum "Rechten", konservativen
und faschistischen Flügel).


http://www.anarchismus.de/

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Anarchismus.net

Anarchisten wollen weder Chaos noch Krieg wie oft behauptet wird, noch
sind sie gegen jede Art von Organisationen, noch....

AnarchistInnen wollen eine herrschaftsfreie gewaltlose Gesellschaft,
in der Menschen ohne Macht und Herrschaft miteinander leben.

Der Anarchismus strebt also eine Demokratie an, die von der Basis
ausgeht.
Deshalb wird Anarchie auch Basisdemokratie genannt.

Das wichtigste Mittel hierzu ist die Selbstorganisation.
Das Leben soll auf kleinstmöglicher politischer Ebene geregelt werden.
Die wichtigste politische Einheit werden demnach vielleicht
Stadtteilorganisationen sein, in denen lokale Angelegenheiten von
allen mitbestimmt werden können.

Jeder Mensch soll die ihn betreffenden Entscheidungen selbst gemeinsam
mit anderen fällen dürfen. Deshalb wenden sich AnarchistInnen auch
immer gegen den Staat, da selbst in heutigen “Demokratien” die Politik
immer nur von einer kleinen Machtgruppe (Politiker/Konzern/Parteien)
entschieden wird.

Zu einer gerechten Gesellschaft gehört eine gerechte Wirtschaft.
Deshalb lehnen AnarchistInnen autoritäre Wirtschaftsordnungen wie
Kapitalismus oder Kommunismus ab, und streben eine selbstorganisierte
Wirtschaft an.
Hierfür gibt es unterschiedlichste Modelle und Ideen, die
nebeneinander und miteinander existieren können. Einige werden hier
vorgestellt.

AnarchistInnen wollen nicht die Macht übernehmen, wir wollen auch
nicht für andere Menschen entscheiden :unser Ziel ist es, daß die
Bevölkerung ihr Leben selbst in die Hände nimmt.

"Leben einzeln und frei
wie ein Baum und geschwisterlich
wie ein Wald ist unsere Sehnsucht"
Nazim Hilmet


[--> Hier geht es zur Übersicht Fragen zum Anarchismus]
FAQ zum Anarchismus

www.anarchismus.net

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anarchismus.at

Wir möchten mit dieser Seite klassische anarchistische Texte und
Theorien sowie (anarchistische) Artikel zu aktuellen Themen einer
breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Denn "Anarchismus" hat
entgegen der weit verbreiteten Meinung nichts mit Chaos und dem Kampf
" alle gegen alle" zu tun. Das genaue Gegenteil ist der Fall -
Anarchie bedeutet Ordnung ohne Herrschaft. Der Begriff stammt aus dem
Griechischen und leitet sich vom Wort "an-archia" ab, was soviel wie
"Fehlen von Herrschaft" bedeutet. Und um genau das geht es uns - um
die Utopie einer klassen- und herrschaftslosen Gesellschaft.

In unserer Textsammlung machen wir auf der einen Seite anarchistische
Klassiker zugänglich, auf der anderen Seite gibt es auch Texte zu
aktuellen Themen (Anschlag auf das WTC, Rechtsextremismus...), die
nicht nur von "anarchistischen" AutorInnen stammen. Wir werden uns
bemühen, das Textarchiv weiter auszubauen und auch um kritische
Beiträge zu antisemitischen und frauenfeindlichen Argumentationsweisen
bei anarchistischen Klassikern zu erweitern.

Weitere Bereiche sind:

Im Bereich Bildergalerien veröffentlichen wir etwa 700 Bilder und
Plakate zu verschiedensten Themen - auch dieser Bereich soll weiter
ausgebaut werden.

Unter Anarchia - Onlineversand könnt ihr das Angebot unseres
anarchistischen Materialvertriebes mit rund 200 Büchern und Broschüren
einsehen und per e-mail bestellen.

Unter Infomaterial könnt ihr euch kostenlos anarchistische Zeitungen,
Aufkleber und Buttons zusenden lassen.

Im Bereich Downloads gibt es Links zu rund 25 MP3`s und dutzenden
Texten und Büchern, die größtenteils im PDF - Format gedownloadet
werden können.

Unter Termine findet ihr unseren Terminkalender mit Ankündigungen von
Veranstaltungen und Demonstrationen

Bei Adressen geben wir euch einen Überblick über anarchistische und
antinationale Gruppen aus Österreich

Aktuelles - hier findet ihr unsere Aktualisierungen (neue Texte,
Bilder, Downloads...)

Anarchismus ist nicht bloß eine Utopie. Selbst im 20.Jahrhundert gab
es in Bürgerkriegssituationen nach anarchistischen Gesichtspunkten
aufgebaute Gesellschaften. Sowohl die "Machno-Bewegung" in der Ukraine
(eine BäuerInnenaufstandsbewegung), als auch die starke anarchistische
Bewegung in Spanien mit rund zwei Millionen Mitgliedern in der
anarcho- syndikalistischen Gewerkschaft CNT wurden von ihren rechten
und linken FeindInnen im Blut erstickt.

Dass wir uns als AnarchistInnen gegen rechtsextreme und faschistische
Strömungen engagieren ist klar. Aber wir kritisieren auch autoritäre
und totalitäre Konzepte von Links. Keine Diktatur hat je mehr Freiheit
und Gleichheit gebracht, auch keine "kommunistische"! Den
VerfechterInnen kommunistischer Parteidiktaturen sei deshalb ein Zitat
Rudolf Rockers ins Stammbuch geschrieben: "Denn der Sozialismus wird
frei sein oder er wird nicht sein!"

http://www.anarchismus.at/

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Situationistische Internationale

Seiten mit Texten zu den Situationisten.Die Situationistische
Internationale war massgeblich an der Radikalisierung der Pariser 68
Mai-Aufstände beteiligt.Dort findet man einen kurzen Abriß über die
Geschichte der Situationistischen Internationalen und ein Referat über
die Geschichte und Theorie der Lettristischen Internationale
Auch eine Bibliographie von deutschsprachigen SI-Texten und Texten zur
Situationistischen Internationale ist zu finden
Links führen weiter in den französisch und englischsprachigen Raum

Deutschsprachige Übersetzungen situationistischer Texte gibt es hier
http://www.geocities.com/situ1968/
Unter anderem finden sich dort: Guy Debord Die Gesellschaft des
Spektakels, 1967/Raoul Vaneigem
Handbuch der Lebenskunst für die jungen Generationen, 1967(in english:
The revolution of everyday life)/Raoul Vaneigem An die Lebenden!, 1989
Ratgeb (Pseudonym von Raoul Vaneigem)Vom wilden Streik zur
generalisierten Selbstverwaltung, (1975) Raoul Vaneigem Das Buch der
Lüste, 1979 Situationistische Internationale [Mustapha Khayati],
Über das Elend im Studentenmilieu, 1966 Maurice Brinton,
Mai 68, 1968 Rene Vienet,Paris Mai '68, 1968

Eine weitere Seite mit Links und Texten zur SI :
http://www.twokmi-kimali.de/situationisten.htm

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D a d A
Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus Berlin / Köln

... Hauptanliegen ist es, die Kommunikation und Kooperation in der
deutschsprachigen Anarchismusforschung zu fördern mit: der
Dokumentation deutschsprachiger anarchistischer Literatur und Presse,
Grundlagentexten, Gelben Seiten, Buchempfehlungen, Chat, Links...
http://www.free.de/dada/index.htm

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Bibliothek der Freien
Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie Berlin

Warum 'Bibliothek der Freien'?

Mit unserem Bibliotheksnamen lehnen wir uns an den Kreis der Berliner
Freien an, der vor gut 150 Jahren, in der Zeit des deutschen Vormärz,
als Brennpunkt radikal-freiheitlichen Oppositionsgeistes auch weit
über die Stadtgrenzen hinaus Berühmtheit erlangte.
Die bevorzugten Treffpunkte dieses lockeren politischen Debattierklubs
befanden sich im Zentrum des alten Berlin, also nicht weit vom
heutigen Standort unserer Bibliothek entfernt. Vorzugsweise der Rote
Salon des Café Stehely am Gendarmenmarkt und die Hippelschen
Weinstuben in der Friedrichstraße wurden von den Freien frequentiert.
Hier versammelten sich in den Jahren von 1840 bis 1849 allabendlich
Männer und Frauen aus jener unruhig-kritischen und respektlosen
Generation, die im Deutschland der 1830er Jahre herangewachsen war.
Hintergrund und Nährboden der ausufernden Debatten und hitzigen
Auseinandersetzungen waren unter anderem die Ideen der Französischen
Revolution von 1789 und besonders der sog. Linkshegelianismus, der in
diesen Jahren das philosophische Terrain darstellte, auf dem die
radikalen Denker jener Zeit ihre Waffen gegen die Autorität in Staat
und Kirche schmiedeten.
Die bedeutendsten Linkshegelianer gingen bei den Berliner Freien ein
und aus. Die Gebrüder Bruno und Edgar Bauer waren dort ständige Gäste,
ebenso der Anarchist Max Stirner oder Friedrich Engels in seinen
Berliner Jahren. Fortschrittliche Publizisten, oppositionelle Dichter
und Studenten, kritische Köpfe aller Couleur gaben sich hier ein
Stelldichein. Auch für emanzipierte Frauen wie z.B. Karoline
Sommerbrodt, Louise Aston oder Marie Dähnhardt besaß der Kreis der
Freien Anziehungskraft. Gleichberechtigt nahmen sie ihren Platz an der
fröhlichen Tafelrunde ein. Getragen wurden die oft happeningartigen
Zusammenkünfte von einem freimütigen Klima antiautoritärer
Geselligkeit.
Wenn auch nur ein knappes Jahrzehnt im Brennpunkt der Öffentlichkeit
stehend, markieren die Berliner Freien doch eine jener
radikal-freiheitlichen Traditionslinien, an denen die politische
Kultur in Deutschland leider so arm ist. So schien es uns sinnvoll,
mit dem Namen Bibliothek der Freien ganz bewußt einen
historisch-lokalpolitischen Bezug herzustellen; auch im Interesse
eines libertären Regionalismus, der sich freiheitlichen Traditionen
vor Ort verbunden fühlt und an diese anzuknüpfen sucht.

Libertäre Bibliothek

Die Libertäre Bibliothek umfaßt mehr als 1.000 Bände aus dem Bestand
der Berliner Gesellschaft zum Studium sozialer Fragen e.V. (BGSSF
e.V.). Damit sich alle Interessierten möglichst schnell zurechtfinden
können, ist die Libertäre Bibliothek in folgende Einzelbereiche
unterteilt:

Anarchismus: Einführungen, Gesamtdarstellungen, Textsammlungen etc.
Libertäre A-Z
Libertäre Bewegungen (in Deutschland, Spanien, Rußland usw.)
Libertäre Einzelthemen (Anthropologie, Pädagogik, Herrschaftskritik
usw.)
Aufklärung, Vormärz, Linkshegelianismus, Frühsozialismus
Kritik des 'Real existierenden Sozialismus'
Unkonventionelle Literatur
Die Libertäre Bibliothek wird laufend ergänzt und ausgebaut, sie
gehört schon jetzt zu den größten Berliner Anarchismus-Sammlungen.
Über den Bibliotheksbestand hinaus befinden sich im Archivbereich noch
weitere Bücher und Broschüren, die zum geschützten Altbestand zählen
und auf Nachfrage zugänglich gemacht werden können.

Zeitschriften-Sammlung

Was stand nochmal in der Nullnummer des Schwarzen Faden? Außer nahezu
vollständigen Sammlungen von Schwarzer Faden, direkte aktion und
graswurzelrevolution enthält die Zeitschriften-Sammlung noch mehr als
3.000 Exemplare von über 200 weiteren aktuellen und verblichenen
libertären Zeitschriften aus den letzten neun Jahrzehnten in den
Sprachen: deutsch, spanisch, englisch, französisch, italienisch,
baskisch, portugiesisch, finnisch, japanisch, katalanisch,
niederländisch, polnisch, russisch, tschechisch und türkisch.
(...)


Sammlungen/Bestände

_Libertäre Bibliothek:
Katalog des Freihand-Bereichs (Stand: Januar 2000) (291 KB)
Historische Stücke aus dem Archiv-Bereich (in Vorbereitung)
Suchliste (in Vorbereitung)
Sammlung Freiwirtschaft (Stand: August 2000)


_Zeitschriften-Sammlung:

Katalog (Stand: August 2000)

Historische Stücke aus dem Zeitschriften-Archiv

Suchliste (in Vorbereitung)

_Libertäre Einzelpublikationen :

Katalog (Stand: Januar 2000)

_Links
zu Befreundete Projekten/Anarchistische Zeitschriften/
Anarchistischen Verlagen/Anarchismusforschung

http://www.bibliothekderfreien.de

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Twokmi-Kimali

Die Anarchisten streben eine Gesellschaft freier und gleicher Menschen
an. Die Freiheit und die Gleichheit sind die beiden Schlüsselbegriffe,
um die sich alle libertären Entwürfe drehen
Eine Seite mit Links und klassischen Texten zum Anarchismus

http://twokmi-kimali.de/anarchismus.htm
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Graswurzel Revolution homepage

Graswurzelrevolution
bezeichnet eine tiefgreifende gesellschaftliche Umwälzung, in der
durch Macht von unten alle Formen von Gewalt und Herrschaft
abgeschafft werden sollen. Wir kämpfen für eine Welt, in der die
Menschen nicht länger wegen ihres Geschlechtes oder ihrer
geschlechtlichen Orientierung, ihrer Sprache, Herkunft, Überzeugung,
wegen einer Behinderung, aufgrund rassistischer oder antisemitischer
Vorurteile diskriminiert und benachteiligt werden.
Wir streben an, daß Hierarchie und Kapitalismus durch eine
selbstorganisierte, sozialistische Wirtschaftsordnung und der Staat
durch eine föderalistische, basisdemokratische Gesellschaft ersetzt
werden. Schwerpunkte unserer Arbeit lagen bisher in den Bereichen
Antimilitarismus und Ökologie. Unsere Ziele sollen - soweit es geht -
in unseren Kampf- und Organisationsformen vorweggenommen und zur
Anwendung gebracht werden. Um Herrschafts- und Gewaltstrukturen
zurückzudrängen und zu zerstören, setzen wir gewaltfreie Aktionsformen
ein. In diesem Sinne bemüht sich die anarchistische Zeitung
Graswurzelrevolution seit 1972, Theorie und Praxis der gewaltfreien
Revolution zu verbreitern und weiterzuentwickeln.

aus dem Impressum der anarchistischen Zeitung graswurzelrevolution

http://www.graswurzel.net/

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Anarchie heute

Das politische System der BRD und des weltweiten Kapitalismus befindet
sich in der Krise oder sollen wir sagen im Niedergang. Es hat seine
Integrationskraft verloren. Immer weniger Menschen trauen den
herrschenden Eliten zu, daß sie die anstehenden Probleme lösen können.
Dies wäre eigentlich eine gute Gelegenheit für Menschen, die die
herrschende Ordnung ablehnen, die gesellschaftlichen Strukturen in
ihrem Sinne zu verändern.....

Auf Anarchie .de gibt es neben aktuellen Nachrichten und vielen
Texten auch Diskussionsforen:

Anarchie - Theorie: hier entwickeln wir unsere Vision vom freien und
solidarischen Zusammenleben.

Anarchie - Praxis:Was können Anarchisten hier und heute tun?

Spiritualität : Ist unsere Welt mehr als eine Maschine? Sind wir mehr
als Maschinen?

Tagespolitik:Wir lassen uns nicht verarschen vom seichten Schwachsinn
der Medien!

Smalltalk:Hier baggern wir starke Punketten und süsse Revolutionäre
an.

ausserdem gibt es einen Chat

http://www.anarchie.de


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Freie Arbeiter Union
Was will die FAU?
Wir Anarcho-SyndikalistInnen haben die herrschaftsfreie, auf
Selbstverwaltung begründete Gesellschaft zum Ziel.
 Die Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen ist die grundlegende
Idee des Anarcho- Syndikalismus. Daher lehnen wir die Organisation
unserer Interessen in zentralistisch aufgebauten Organisationen ab, da
diese stets Machtkonzentration und Hierarchie bedeuten. Weder soll,
noch kann mensch mit StellvertreterInnen-Politik wie sie z. B. von
reformistischen Gewerkschaften, Parteien und Kirchen betrieben wird,
unsere Interessen durchsetzen.  Dagegen sind wir direkt und indirekt
lohnabhängigen Menschen für Selbstorganisation in unabhängigen
Betriebs-, Branchen und Ortsgruppen. Diese sind bundesweit (in der
FAU) und international (in der IAA) zusammengeschlossen.
 Zur Durchsetzung unserer Ziele und Forderungen dienen uns sämtliche
Mittel der Direkten Aktion, wie z. B. Besetzungen, Boykotts, Streiks
etc. Im Gegensatz dazu lehnen wir die parlamentarische Tätigkeit in
jeglicher Form ab. Mit dieser Art von Organisation verbinden wir die
Möglichkeit, Vereinzelung und Perspektivlosigkeit aufzuheben und so
für eine revolutionäre Veränderung auf freiheitlicher Grundlage zu
kämpfen.  Da die Macht und die Stärke des kapitalistischen Systems in
der privaten bzw. staatlichen Verfügungsgewalt über die
Produktionsmittel und in der tagtäglichen Ausbeutung der arbeitenden
Klasse begründet sind, ist der ökonomische Bereich der
Hauptansatzpunkt für den antikapitalistischen Kampf.
Revolutionäre Arbeit in den Betrieben trifft den Kapitalismus nicht
nur in seinen Erscheinungsformen, sondern an seiner Wurzel. Diese
Arbeit kann nur erfolgreich sein, wenn in allen gesellschaftlichen
Bereichen gleichzeitig revolutionäre Arbeit geleistet wird, da alle
Kämpfe in einer Wechselbeziehung zueinander stehen. Alle Menschen, die
in diesem Sinne mit uns zusammenarbeiten wollen, sind uns willkommen.
aus direkte aktion anarchosyndikalistische Zeitung der Freien
ArbeiterInnen Union

http://www.fau.org/

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Die Seite der FAU Bremen bringt neben aktuellen auch klassische Texte
zum Anarchosyndikalismus

http://www.fau-bremen.de.vu/
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Diese Seite enthält umfassendes Material über den Rätekommunismus.

http://www.kurasje.org/arksys/archset.htm

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anares.org Vertrieb von Büchern zum Thema Anarchismus
http://www.anares.org/

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Eine Seite über Freiwirtschaft

http://www.systemfehler.de/

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Max Stirner Archiv Leibzig:
http://www.max-stirner-archiv-leipzig.de/

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Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.
Dies gilt für alle, aber besonders für die Starken.
Wieso eigentlich nicht für den Staat?
Aber wenn sich der Staat daran halten würde, hätte er kein
Machtmonopol mehr, er wäre kein Staat. Es wäre eine Gesellschaft mit
Regeln - allen voran der Kantsche Imperativ (die Goldene Regel) - aber
ohne Staat, also Anarchie,

Golden-Rule-Anarchie
http://www.ilja-schmelzer.de/Anarchie/index.html

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Espero Forum für eine libertäre Gesellschafts -und Wirtschaftsordnung

Espero heißt Hoffnung. Es gibt Hoffnungen, die sich erfüllen, unsere
Zeitschrift "Espero" bietet ein Forum für die kontroverse Diskussion
libertärer Ideen. "ESPERO" bleibt eine nonkonformistische Zeitschrift,
in der Fragen und Themen Beachtung finden, die von den Medien, den
Parteien, den Gewerkschaften tabuisiert und ignoriert werden. Wir
halten es mit Abraham Lincoln: "Wenn es auf Erden etwas gibt, das kein
Bürger fremden Händen anvertrauen sollte, so ist es die Erhaltung und
der Fortbestand der eigenen Freiheit und der damit verbundenen
Einrichtungen."

Mehr als 30 Autoren vertraten und vertreten in ESPERO ihre Positionen
und Anschauungen. Kritisch, kompetent, undogmatisch, tolerant, offen
für unterschiedliche Meinungen.Dank Unterstützung unserer
Interessenten, Leser und Leserinnen, können wir unsere Anschauungen
verstärkt in unseren Publikationen, Büchern und Sonderheften
verbreiten. Die Freiheit besitzt eine Zukunft! Wir freuen uns über
jede Kritik und Anregung.

http://www.utespero.de/

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Aktuelle Informationen:

[A-Infos ] Ein multisprachiger Nachrichtenservice von, für und über
AnarchistInnen (Mailing Liste).
http://www.ainfos.ca/de/

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Weniger Arbeit!Mehr Leben!

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