> Hallo,
> ich führe gerade mit einigen Leuten eine Debatte über das ?Für und
> Wider? des (oder eines) Grundgesetzes, bzw. Verfassung.
> Da die Anarchie ja im Grunde den Staat ablehnt, kann es
> konsequenterweise auch kein Grundgesetz/Verfassung geben.
Dafür aber gesunden Menschenverstand. Wenn ich mir das GG so ansehe bin ich
bei einigen Teilen nicht sicher ob da auch nur im Ansatz so was wie
Verstand eine Rolle gespielt hat.
> Was aber
> passiert, wenn in einer Herrschaftsfreien Gesellschaft die Regeln (z.B.
> gegen die Menschenwürde) grob verletzt werden? Wie soll mit Übergriffen
> und Gewalt umgegangen werden? Und wie soll das ablaufen, wenn es keine
> ?Gesetzeshüter? gibt.
Was passiert den jetzt wo sich selbst sogenannte Gesetzeshüter nicht an ihre
Vorgaben halten. Siehe Bundeswehr und ihre Ausblider. (Nur weil grade
aktuell)
Es würde sich halt der Stärkere durchsetzen. Vielleicht ist das ja auch das
Beste so.
Dieses Gelaber von Moral und so. Was soll denn das. Ist doch nur um hier
Alle schön in der Spur zu halten. Ich bin da eh der Meinung, dass sich die
Geselschaft längst an einem Punkt befindet wo eigentlich mit reden und
sogenanntem "gutem Willen" nichts mehr zu machen ist.
Da die Politik zunehmend am Überwachungsstaat arbeitet, Gesundheitskarte,
MRTD, sich die GEZ Gebühren für Computer holten darf nur weil man damit
theoretisch von deren Angebot Gebrauch machen könnte und und und und.
Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube irgentend ein bedeutender $Mensch
hat mal gemeint, Demokratie müsste von Zeit zu Zeit in Blut gebadet werden.
Ich bin mir nicht sicher ob das nicht vieleicht doch besser so währe. Für
mich persönlich sichen nicht, aber ....
In disem Sinne
grüßt der schens
Hattest du nicht oben den gesunden Menschenverstand angeführt? Der hat
bei dir wohl gerade ausgesetzt, wenn du hier das Recht des Stärkeren
postulierst.
Ich nenn mal nur so ein paar Stichworte wie Sozialdarwinismus,
Kapitalismus, Faschismus, Rassismus, Sexismus,... (die Liste ließe sich
endlos fortsetzen). Alles Ismen, wo das Recht des STärkeren zum Tragen
kommt.
Was du meinst, Jens, ist schonmal als Individual-@narchie bekannt
geworden. "Do what you whilt, shall be the whole law." (A. Crowley).
Dann hätten wir so etwas, was die Bürger immer an die Wand malen.
@narchie als Terror, aber nicht als Freiheit. Auch hier noch einmal ein
Zitat: "Freiheit ist immer ie Freiheit des anderen." (R.Luxemburg). So
siehts aus.
> Dieses Gelaber von Moral und so. Was soll denn das. Ist doch nur um hier
> Alle schön in der Spur zu halten. Ich bin da eh der Meinung, dass sich die
> Geselschaft längst an einem Punkt befindet wo eigentlich mit reden und
> sogenanntem "gutem Willen" nichts mehr zu machen ist.
Wenn du hier von der Revolution redest, muss ich dir manchmal sogar
recht geben. Der Staat übt Terror aus, und die Autonomen werden wegen
quasi nix geprügelt und eingelocht. Hier gehört gezielt zurückgeschlagen.
Aber die Gewaltdiskussion läuft ja auch schon seit ca. 30 Jahren in der
Linken.
> Da die Politik zunehmend am Überwachungsstaat arbeitet, Gesundheitskarte,
> MRTD, sich die GEZ Gebühren für Computer holten darf nur weil man damit
> theoretisch von deren Angebot Gebrauch machen könnte und und und und.
> Ich bin mir nicht sicher aber ich glaube irgentend ein bedeutender $Mensch
> hat mal gemeint, Demokratie müsste von Zeit zu Zeit in Blut gebadet werden.
> Ich bin mir nicht sicher ob das nicht vieleicht doch besser so währe. Für
> mich persönlich sichen nicht, aber ....
So ein Blödsinn. Ansonsten unkommentiert.
> In disem Sinne
> grüßt der schens
Ich persönlich tendiere eher zu einem libertären Kommunismus. Ich glaub,
ganz ohne Staat gehts nicht. Die Menschheit insgesamt, ist nicht in der
Lage, sich als einzelne zu verwalten. Es gibt Dinge, die sollten in
Staatshand bleiben. Gesundheitswesen, z.B. Aiuch wirtschaftlich gehts
meiner Meinung nach nicht ohne Staat, allerdings sehr wohl ohne
Kapitalisten. Wirtschaft ist zu sehr transnational vernetzt als dass
dieser Komplex ohne Regulierung funktionieren würde.
Für diese Dinge bedarf es sehr wohl auch eines Reglements. Auch für die
kleinen Dinge im Leben, daher auch ein GG. Wie du es nach der Revolution
nennst, ist ja erstmal egal, aber der Sinn bleibt der gleiche.
Es gibt auch @narchistische Richtungen, die behaupten, man käme ohne
Gesetze aus. Der Mensch wäre vernünftig genug, sich komplett selbst zu
bestimmen (Gewalt entsteht nur durch den Staat als Reaktion auf diesen),
und wenn es doch Fehltritte gibt, werden die gemeinschaftlich und
individuell geahndet.
Wie soll das bitte in einer Großstadt gehen? Und der Mensch ist nicht
"gut", jedenfalls nicht alle. Und Großstädte lassen sich leider auch
nicht abschaffen. usw. usf.
Mit solidarischen Grüßen
Duane
hallo duane!
>Was du meinst, Jens, ist schonmal als Individual-@narchie bekannt
>geworden. "Do what you whilt, shall be the whole law." (A. Crowley).
>Dann hätten wir so etwas, was die Bürger immer an die Wand malen.
>@narchie als Terror, aber nicht als Freiheit.
ich denke da hast du dem individualanarchismus ganz schön unrecht
getan.
er geht vom "recht des stärkeren "aus sondern von der gleichen
freiheit aller.
er möchte die gewaltlosigkeit zum gesellschaftlichen prinzip machen
(er ist nicht einfältig genug;-) deshalb unterscheidet er zb
zwischen agressiver gewalt und defensiver gewalt)
ein text über den anarchoindividualismus aus dem lexikon der anarchie:
Bernd A. Laska
Die Individualanarchisten und Stirner
Begriff
Der Ausdruck "individualistischer Anarchismus" (synonym auch
"individueller Anarchismus", "Individualanarchismus" oder
"anarchistischer Individualismus", nachfolgend IndA), bezeichnet ein
im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstandenes Konzept einer
zukünftigen Gesellschaft, in der die Freiheit jedes Individuums (von
äusserem Zwang) den höchsten Wert darstellt und so weit wie möglich
gewährleistet sein soll, d.h. nur in dem Masse eingeschränkt ist, das
sich daraus ergibt, dass alle Individuen diese Freiheit gleichermassen
haben sollen.
(...)
http://www.lsr-projekt.de/msinda.html
dort wird das ganze - einschliesslich der unterschiedlichen vertreter-
aufgerollt
texte von benjamin tucker,einem amerikanischen anarchoiindividualisten
finden sich hier:
Benjam R. Tucker - Warum ich Anarchist bin
http://www.anarchismus.at/txt3/tucker.htm
Benjam R. Tucker - Staatssozialismus und Anarchismus
http://www.anarchismus.at/txt3/tucker2.htm
vielleicht noch interessant da aus derselben tradition:
Voltairine de Cleyre - Anarchismus und amerikanische Traditionen
http://www.anarchismus.at/txt2/tradition.htm
Voltairine de Cleyre - Anarchismus (1901)
http://www.anarchismus.at/txt4/clyerieanarchismus.htm
>
>Ich persönlich tendiere eher zu einem libertären Kommunismus. Ich glaub,
>ganz ohne Staat gehts nicht. Die Menschheit insgesamt, ist nicht in der
>Lage, sich als einzelne zu verwalten.
es gibt etatisten und nicht-etatisten;-)
gruss
ap
--
Rettet das Faultier!
Weniger Arbeit!Mehr Leben!
>
> ich denke da hast du dem individualanarchismus ganz schön unrecht
> getan.
> er geht vom "recht des stärkeren "aus sondern von der gleichen
> freiheit aller.
> er möchte die gewaltlosigkeit zum gesellschaftlichen prinzip machen
> (er ist nicht einfältig genug;-) deshalb unterscheidet er zb
> zwischen agressiver gewalt und defensiver gewalt)
>
Da gibt es aber auch andere Ansätzte. Ich meine, ich hätte in dem Buch
"Unter schwarzer Flagge/Fahne (?)" was dazu gelesen. Ist allerdings
schon ne Weile her, und ich habe das Buch auch leider nicht mehr vorliegen.
> ein text über den anarchoindividualismus aus dem lexikon der anarchie:
>
>
> Bernd A. Laska
> Die Individualanarchisten und Stirner
>
> Begriff
>
> Der Ausdruck "individualistischer Anarchismus" (synonym auch
> "individueller Anarchismus", "Individualanarchismus" oder
> "anarchistischer Individualismus", nachfolgend IndA), bezeichnet ein
> im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts entstandenes Konzept einer
> zukünftigen Gesellschaft, in der die Freiheit jedes Individuums (von
> äusserem Zwang) den höchsten Wert darstellt und so weit wie möglich
> gewährleistet sein soll, d.h. nur in dem Masse eingeschränkt ist, das
> sich daraus ergibt, dass alle Individuen diese Freiheit gleichermassen
> haben sollen.
> (...)
Und außerdem, wo soll hier der Unterschied zu vielen anderen
anarchistischen Strömungen sein? Freiheit des Individuums ist ja nun
mal die Grundlage der Anarchie, solange ich eben keine Gewalt ausübe,
wie z.B. beim Individualanarchismus ;-)
>
> es gibt etatisten und nicht-etatisten;-)
>
>
Man kann nicht alles haben ;-)
>
> gruss
>
> ap
Gruß,
Duane
>solange ich eben keine Gewalt ausübe,
>wie z.B. beim Individualanarchismus ;-)
wie kommst du darauf das individualanarchisten "gewalt "ausüben?
von welcher gewalt sprichst du eigentlich?
agressiver oder defensiver?oder ist dir das alles eins?
schon mal gedanken darüber gemacht?
es gab mal ne geschichtliche phase im anarchismus die man propaganda
der tat" nannte:
http://www.anarchismus.at/txt4/propagandadertat.htm
Inhalt:
Terrorismus, Anarchismus und Gewalt
Die anarchistischen Attentäter in Frankreich um 1890
Attentate in Italien und Spanien
Die Märtyrer von Chicago und Alexander Berkman
Attentate in Deutschland
Die Niederwaldverschwörung
Das Attentat auf den Polizeioberst Krause
heute,bzw seit des 60ger jahren des 20 jahrhunderts, gibt es eher
"propaganda durch taten"- dh meint sowas wie wirken durch beispiel und
vorbild
Da möchte ich mal ganz kurz einwerfen, das es im Grunde seit der
Wiedervereinigung kein GG mehr gibt. Diese Tatsache ist bekannt, wird aber
einfach übergangen!
klaus
--
Informieren und mitreden auf: http//www.mir-stinkts-jetzt.de
genauer bitte...
ist das nur wieder so eine formulierungs-spielerei, oder geht es um die
propagierte unrechtmäßigkeit aufgrund irgendeines gesetzes des dritten
reiches?
ich hoffe, irgendwas anderes.
gruß,
-patrick-