henning
Hallo Henning,
Bekannte von mir haben vor etwa 16 Jahren ein größeres Hosby Haus (L-Form)
gebaut, bzw. auf einen selbst errichteten Keller setzen lassen.
Das Haus wurde gegenüber dem Keller verdreht aufgestellt, allerdings noch
halbwegs so, daß es in den äußeren Eckbereichen noch eingermaßen auf den
Mauern steht. (Nur ein vorbereiteter Anker paßte daher nicht und wurde
kurzentschlossen platt gehauen). Daraus ergaben sich Schwierigkeiten bei der
nachfolgenden Verklinkerung
"Innenwände" und "senkrecht" sind bei diesem Haus verschiedene bis
unvereinbare Begriffe.
An einer Stelle "arbeitete" mindestens ein Bodenelement etwa 1 Jahr lang -
die Kante wölbte sich auf so, daß die Verbindungslasche mehrfach
nachgeschliffen werden mußte. Ähnliches spielte sich im Verbindungsbereich
der Wände zu den Naßraumzellen ab.
Über Jahre hinweg gab das Haus nach Angaben der Eigentümr vor allem nachts
laute Geräusche von sich, die ähnlich klangen wie umfallende Möbel
(Poltergeist :-) ). Vermutlich handelte es sich hierbei um schlagartigen
Abbau irgendwelcher Spannungen. (Ist inzwischen selten geworden.)
(Zu feuchtes Holz könnte Ursache dieser Anfangsmängel gewesen sein).
Offensichtlich ist dagegen eine sehr "optimierte" Dachkonstruktion. Der
Bauherr entschied sich für eine Eindeckung mi recht schweren
Betondachsteinen (Braas). Das gewählte Modell ist oberseitig eben (Tegalit).
Diese Ziegelform erlaubt es dem halbwegs geübten Auge jeden Durchhang im
Dach zu erkennen. Schon kurze Zeit nach Eindeckung waren Wellen im Dach zu
erkennen, inzwischen schätze ich die Durchhänge der Lattung zwischen den
Sparren auf bis etwa 15 mm. (Ist in % nicht viel und wohl auch im Rahmen des
Zulässigen, sieht aber schäbig aus. Zu beanstanden vor allem weil der
Bauherr für ein ebenes glattes Dach Mehrkosten in Kauf genommen hat.)
Die Gewichtsdifferenz zwischen Standarddeckung mit Ziegeln und der mit Hosby
vereinbarten Lösung hätte m.E. der Firma bekannt sein müssen.
Ansonsten sind die Eigentümer mit dem Haus zufrieden. Abgesehen vom o.a.
Poltergeist scheint auch der Schallschutz besser zu sein, als man es
aufgrund der Konstruktion erwartet. Ausprobieren!
Es gibt bisher bisher keine Beanstandungen an irgendwelchen Installationen
(incl. Wärmetauscher). Der Energieverbrauch ist definitiv minimal.
Die Holzelemente im Dachbereich, vor allem die holzverschalten Giebel
verursachen relativ hohen Erhaltungsauswand (Anstriche). Da dieses Haus am
Hang steht, ist auch das Putzen der größeren (nicht zu öffnenden) Fenster
(alle Dreifach-Verglasung, bisher ungetrübt) nicht ganz einfach.
Kurz: Nach meiner Beurteilung "setzt" sich ein Hosby-Haus etwas.
Noch ein Tip: Achte darauf, womit die Holzeinbauten innen (vor allem im
Eingangsbereich und sichtbare Leimbinder) gestrichen sind. Damals war
Xyladecor im Innenraum noch üblich.
Grüße
Thorwald Brandwein
www.biotekt.de
>Hallo Henning,
hallo thorwald,
vielen dank erstma für die ausführliche info. weisst du auch was über
schadstoffe in den verarbeiteteten materialien? z.b. formaldehyd in
den spanplatten oder so? das haus ist baujahr 88, eigentlich müssten
die spanplatten zumindest ja e1 sein. eigentlich.
gruss,
henning
hallo henning,
meines Wissens hat Hosby schon früher damit geworben, dass die verwendeten
Baustoffe schadstoff-
insbesondere formaldehyfrei sind. Prüfen konnte/wollte ich es nicht weil
kein Anlass bestand.
Dem persönlichen Eindruck nach (ich reagiere aufgrund einer Allergie
ziemlich sensibel auf "riechbare" Chemikalien) war das Haus herstellerseits
in dieser Hinsicht völlig o.k.
Aber als Ausbauhaus bietet es natürlich gewisse Möglichkeiten das zu ändern
(wie schon erwähnt vor allem durch Anstriche).
Grüße
Thorwald Brandwein
www.biotekt.de