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Aiptek Pencam oder Pocketcam unter Linux

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Marc Thomalla

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Jan 8, 2003, 9:02:46 AM1/8/03
to
Unter Linux: SpyC@m 100 Plus von Trust.

GPhoto 2 zum Runterladen der Bilder aus der Kamera.

--
Gruß
Marc

http://members.ebay.de/aboutme/dr.abuse/

http://www.digitales-fotografieren.com

"Jens Haug" <jens.nos...@loop.de> schrieb im Newsbeitrag
news:avhaq3$b57$1...@news.uni-stuttgart.de...
> Hallole,
>
> für den schnellen Schnappschuß am Rande (nicht aber als Ersatz für eine
> "richtige" Kamera) möchte ich mir so eine Billig-Kamera wie z.B. die
> Aiptek Pencam oder Pocketcam anschaffen. Da gibt's ja mindestens ein
> Dutzend Varianten, oft nur mit eher kleinen Unterschieden. Die Pencam
> Compact VGA gefällt mir, weil sie so klein und wirklich extrem billig
> ist, die Pocketcam Plus mit SMC-Slot bietet dafür immerhin schon die
> Möglichkeit, auf einer Karte zu speichern, und hat sogar einen
> Bonsai-Blitz eingebaut. Müßte für Entfernungen bis ca. 50 cm reichen.
> ;-)
> So, jetzt aber mein Problem: Das Dingens sollte unter Linux unterstützt
> werden. Die frühen Pencam-Modelle hatten den STV0680B-Chip drin, der
> wird unterstützt (http://stv0680-usb.sourceforge.net/). Aber was steckt
> in den neuen drin? Anscheinend gibt es auch eine Pencam Mini mit noch
> höherer Auflösung und einem völlig anderen Chipsatz. Aber was steckt
> jetzt in den oben genannten?
> Oder mal anders gefragt: Welche Billig-Knipskisten kommen denn in
> Frage, wenn man verlangt, daß sie unter Linux verwendbar sein sollen?
>
> Falls ich "Jehova" gesagt haben sollte oder hier OT bin, bitte ich im
> Voraus schonmal um Entschuldigung.
>
>
> Jens
>
> --
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Wolfgang Hauser

unread,
Jan 9, 2003, 5:07:09 AM1/9/03
to
Jens Haug <jens.nos...@loop.de> wrote:

>Von der Trust Webseite:
>"Picture resolution 0.3 Mpix"

Das sind die errechneten Dateipixel.

>"Resolution 352 x 288"

Das sind die Sensorpixel, über denen vermutlich noch ein Bayer-Filter
liegt.

>Ich geb' ja zu, daß ich nicht gut im Kopfrechnen bin, aber selbst bei
>meinem Taschenrechner gibt 352 mal 288 nicht einmal annähernd 0,3E6.
>:-0

:-)
Das ist eine ähnliche Mogelpackung wie PMPO bei Brüllwürfeln oder "bis
zu 9600 dpi" bei billigen Flachbettscannern.

>Für rund 30 Euro bekomme ich die alte Pencam oder Spycam, von denen ich
>weiß, daß sie unter Linux funktionieren. Für 38 Euro ist schon die
>Pencam Compact VGA drin,

Ich halte die fotografischen Möglichkeiten dieser Dinger und auch die
Handhabung (z.B. Stromverbrauch und Batterieabhängigkeit) für so wenig
brauchbar, daß das 30 bzw. 38 Euro zu viel sind. Als Webcam wirst Du
sie unter Linux wohl nicht nutzen können, so daß dieser mögliche
Kaufgrund auch entfällt.

>Bildern alles überspielen zu können). Dummerweise weiß ich bei der
>wirklich nicht, was für ein Chip drin stecken könnte.

Ich würde für Linux auf eine ältere Kamera mit SVGA oder XGA
Auflösung, mit normalen Speicherkarten und einen Kartenleser setzen,
das ist um Welten brauchbarer und auch nicht wirklich teuer.

Wolfgang Hauser

unread,
Jan 9, 2003, 10:12:38 AM1/9/03
to
Jens Haug <jens.nos...@loop.de> wrote:

>> Das sind die Sensorpixel, über denen vermutlich noch ein Bayer-Filter
>> liegt.
>

>Ein Schwaben-Filter wäre mir lieber. ;-)

Auch Badner?

>> Ich halte die fotografischen Möglichkeiten dieser Dinger und auch die
>> Handhabung (z.B. Stromverbrauch und Batterieabhängigkeit) für so wenig
>> brauchbar, daß das 30 bzw. 38 Euro zu viel sind. Als Webcam wirst Du
>> sie unter Linux wohl nicht nutzen können, so daß dieser mögliche
>> Kaufgrund auch entfällt.
>

>Wenn ich fotographische Möglichkeiten brauche, nehme ich meine
>Spiegelreflex mit. Oder wenigstens die Minox. Für ein schnelles Bild

Ich wollte darauf hinaus, daß schon bei etwas schlechterem Licht nicht
mehr viel geht. Blitz ist auch kein Allheilmittel.

>für Ebay ist mir der Umstand mit dem konventionellen Film aber zu groß.

Selbst für Ebay sind solche Einfachstknipsen zu mies; bedenke, daß
eine Digitalkamera (Exoten ausgeklammert) prinzipbedingt keine richtig
scharfen Pixel liefert und das, was hier in z.B. 352x288 herauskommt,
mit einer entsprechenden Verkleinerung aus einer besseren Kamera nicht
ansatzweise mithält.
Dazu kommt noch, daß diese Dinger Fixfokus haben, also nicht zum
Ablichten kleinerer Objekte geeignet sind, und auch das fehlende
Display ist hinderlich.

Und ein ganz dicker Minuspunkt für die Verwendung als
Immerdabei-Knipse: Der interne Speicher ist stinknormales RAM und
vergißt seinen Inhalt ohne Batterie. Dumm, wenn unterwegs die Batterie
schlappmacht. Noch dümmer, daß sie in der Kamera nach wenigen Wochen
leer ist.

>> Ich würde für Linux auf eine ältere Kamera mit SVGA oder XGA
>> Auflösung, mit normalen Speicherkarten und einen Kartenleser setzen,
>> das ist um Welten brauchbarer und auch nicht wirklich teuer.
>

>Hat was. Der Begriff "wirklich teuer" ist natürlich dehnbar. Die 30

Ich definiere das mal so: Für etwas mehr Geld bekommst Du Equipment,
mit dem man etwas einigermaßen Ernsthaftes anfangen kann. Pencam & Co
halte ich definitiv für nutzloses Spielzeug.

Eine Espion habe ich übrigens selbst, die wurde mal in einer schwachen
Stunde just for fun ohne Qualitätsansprüche angeschafft (als
Zweit-Digi), aber nach ein paar Testaufnahmen nicht mehr angerührt.
Das Mistding ist einfach zu gar nichts zu gebrauchen. :-(

>Euro, die eine Pencam kostet, bin ich schonmal für den Kartenleser los.
>Und unter 100 Euro für eine Digicam ist auf dem Markt nicht viel zu
>haben. :-/ Mehr ist mir die Sache definitiv nicht wert. Wie gesagt:
>Wenn ich "richtig" fotografieren will, greife ich zu meiner alten
>Ausrüstung. So mit richtig Knöpfen und Rädchen dran und so. ;-)

Ich fahre auch mehrgleisig, aber auf der einen Seite echte
Qualitätsansprüche zu stellen und auf der anderen Seite überhaupt
keine, das geht IMHO schief. Mein Rat deshalb: Wenn das Budget so eng
gesteckt wird, laß die Digi besser ganz bleiben.

Wolfgang Hauser

unread,
Jan 9, 2003, 11:18:03 AM1/9/03
to
Jens Haug <jens.nos...@loop.de> wrote:

>Wolfgang Hauser wrote:

>> Ich wollte darauf hinaus, daß schon bei etwas schlechterem Licht nicht
>> mehr viel geht. Blitz ist auch kein Allheilmittel.

>Stimmt, selbst mit meinem Metz auf der Nikon geht im nachts im Stadion
>nichts mehr. ;-)
>Im Ernst: Ist die Empfindlichkeit bei den "richtigen" Digitalkameras um
>so vieles besser? An welchen technischen Daten ist das zu erkennen?

Die Simpeldinger scheinen eine feste Zeit und Blende zu haben,
zumindest ist der Belichtungsbereich sehr klein.
Bessere Kameras sind nicht unbedingt empfindlicher oder lichtstärker,
aber bieten auf jeden Fall auch längere Belichtungszeiten.

Beim Blitz ging es mir auch nicht um die Reichweite, sondern daß er
platt von vorn ausleuchtet und die Helligkeit stark mit der Entfernung
abfällt. Bei Personen kommt noch das Problem der roten Augen hinzu.

Das ist insofern ein Problem, als Du mit einer Simpelknipse relativ
häufig gezwungen bist, dieses unschöne Licht zu benutzen.

>Warum bringt eine Digicam *prinzipbedingt* keine scharfen Pixel? Mir

Wegen des Bayer-Filters, der erst dem Sensor das Farbsehen beibringt.
Die farbigen Pixel entstehen dann durch Interpolation benachbarter
"roter", "grüner" und "blauer" Pixel. Das führt zu leichter Unschärfe,
die sich - bezogen auf das Gesamtbild - umso stärker auswirkt, je
geringer die Pixelzahl des Sensors ist.

>ist klar, daß eine billige Kamera mit hoher Auflösung unscharfe Bilder
>liefert, weil eine Billigoptik eben ein unscharfes Bild auf dem Sensor
>macht, das dieser dann so, wie er es bekommt, abspeichert.
>Interpolierte Pixel sind natürlich sowieso unscharfe Pixel. Aber bei
>niedrigen Auflösungen? Ein 640x480-Sensor, der mir 320x240 abspeichert?

Geh davon aus, daß die Optik einer besseren Kamera auch mehr leistet
als die einer einfachen, deshalb bleibt bei nachträglicher
Verkleinerung effektiv noch mehr übrig als bei einer Kamera, die von
vornherein weniger Pixel hat.

>Ok, werden wir mal konkreter: Bei wieviel Geld und welchem Modell bzw.
>welchen Features würdest Du - nur so als Beispiel - von sinnvollem
>Equipment reden? Wie gesagt, es geht *nicht* darum, in 10x15 Ausdrucke
>zu machen, sondern nur um Web-Qualität, Ebay bzw. Schnappschüsse.

In etwa: Bessere Modelle aus dem Zeitraum 1997-1999 mit 800x600 oder
1024x768 Pixel. Genaueres müßte ich nachschlagen, zu Gebrauchtpreisen
kann ich gar nichts sagen.

>> Eine Espion habe ich übrigens selbst, die wurde mal in einer schwachen
>> Stunde just for fun ohne Qualitätsansprüche angeschafft (als
>> Zweit-Digi), aber nach ein paar Testaufnahmen nicht mehr angerührt.
>> Das Mistding ist einfach zu gar nichts zu gebrauchen. :-(
>

>Kannst es mir ja für eine Handvoll Euro verkaufen. Ich bin ab und zu
>mal am See - mein Schwiegervater ist Badener.

Geht leider nicht, die Bastelwut war stärker.

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