Hergen Lehmann schrieb:
> Und dennoch wird die Originaldatei verändert, auch wenn "nur" ein altes
> Entwicklungsrezept darin überschrieben wird.
Nein. In der Originaldatei direkt aus der Kamera stehen keinerlei
Rezepte - von welcher Software sollten die auch sein? Dort sind nur die
Kameraeinstellungen zum Aufnahmzeitpunkt vermerkt.
Erst wenn Du in Canons DPP-Software irgendwelche Bearbeitungen
vornimmst, schreibt die Software beim Neuspeichern der Datei ein
zusätzliches (!) neues Datensegment in den Header, in dem diese
Bearbeitungen notiert sind.
Man kann nun jederzeit das Bearbeitungssegment wieder löschen - damit
ist man dann "zurück bei den Aufnahmeeinstellungen". Und hat wieder den
Stand vor jeder Bearbeitung.
> Das hat weitreichende
> organisatorische Nebenwirkungen, etwa auf das Backup- und
> Archivierungskonzept - es existieren plötzlich mehrere Varianten eines
> vermeintlich unveränderlichen Dokuments.
Wie gesagt: Du kannst jederzeit aus einer bearbeiteten Datei wieder eine
unbearbeitete machen. Und "unveränderlich" ist an Bilddateien *gar nix*.
Wer sowas dennoch braucht, bekommt bei Canon das OSK-E3. Das "beweist"
dann wirklich die Authentizität. Soweit es sowas bei Dateien gibt. <8)
Um Deinem anderen Beitrag vorzugreifen:
> Für manche Anwender sind Fotos Dokumente, die aus rechtlichen Gründen
> keinerlei Bearbeitungsspuren aufweisen dürfen
Genau dafür gibt es das.
> Zudem birgt jeder Schreibzugriff auf die Originaldatei die potenzielle
> Gefahr, das diese beschädigt wird. Sei es durch Programmfehler, durch
> einen Stromausfall, durch ein matschiges Speichermedium, durch
> mutwillige Sabotage oder was-auch-immer.
Deswegen gibt es "Speichern unter". ;-)
Dieter