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ILLEGALE Bilder bei Fotografierverbot

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Chris

unread,
May 26, 2003, 11:37:24 AM5/26/03
to
In vielen Museen / Schlössern / Ausstellungen gilt ein Fotografierverbot.

Meist ist jedoch der Verkauf eigener Fotos NICHT der Grund, sondern das
Folgende:

- Blitzlicht ist verboten aufgrund empfindlicher
Stoffe/Bilder/Ausstellungsstücke. Da viele Hobbyfotografen die Automatik
nicht im Griff haben wird Fotografieren einfach generell verboten.

- Bei Führungen führt das Fotografieren meist zu Drängeleien an prominenten
Stellen.

- Lautstärke der Spiegelreflexe (Spiegelschlag)


Die einzigen, die jetzt noch eine Chance haben sind alle Besitzer kleiner
DigiCams, die Ihren Blitz unter Kontrolle haben.
So entstand, natürlich versehentlich, das zweite Hochkant-Bild auf dieser
Seite:
http://www.uni-mainz.de/~sprec000/Berlin.html

Das Gemälde in der ersten Reihe ist übr. in schummrigen Räumen ohne Blitz
aufgenommen worden. Der Trick: Weißabgleich auf "Thungsten" und am Laptop
wirkt dann die "Autokontrast"-Funktion Wunder...(aus dem Photoshop-Menü
"Bild/Einstellen") .

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 12:21:58 PM5/26/03
to
Chris <mtf...@gmx.de>
haute in die Tasten:

> In vielen Museen / Schlössern / Ausstellungen gilt ein
> Fotografierverbot.
>
> Meist ist jedoch der Verkauf eigener Fotos NICHT der Grund, sondern
> das Folgende:
>
> - Blitzlicht ist verboten aufgrund empfindlicher
> Stoffe/Bilder/Ausstellungsstücke. Da viele Hobbyfotografen die
> Automatik nicht im Griff haben wird Fotografieren einfach generell
> verboten.
>
> - Bei Führungen führt das Fotografieren meist zu Drängeleien an
> prominenten Stellen.
>
> - Lautstärke der Spiegelreflexe (Spiegelschlag)
>
>
> Die einzigen, die jetzt noch eine Chance haben sind alle Besitzer
> kleiner DigiCams, die Ihren Blitz unter Kontrolle haben.
> So entstand, natürlich versehentlich, das zweite Hochkant-Bild auf
> dieser Seite:
> http://www.uni-mainz.de/~sprec000/Berlin.html

:-)

Gerade eben habe ich einer Neukäuferin den Tip gegeben, ihre Olympus im
benutzerdefinierten Setup den Blitz abzugewöhnen. Die Blitzautomatik ist
dann mit einem Tastendruck aktiviert. Sie erst einmal abzustellen, kostet
jedesmal mehrere Tastendrücke jeweils durch die ganzen Blitzprogramme.

Übrigens auch bei anderer Gelegenheit von Vorteil: Wenn jemand auf der
Autobahn wilde Sau macht, braucht man nur zur Digi zu greifen,
einschalten und los. Bei aktivierter Blitzautomatik spiegelt sich dann
nur der Blitz in der Scheibe und das war's. Bis man den deaktiviert hat
ist alles zu spät, falls es mit einer Hand am Lenkrad überhaupt geht.

So kann man mit einer Hand schnell mal ein Foto machen. Sonst wird die
Bedienung selbst schon wieder gefährlich, weil man zu lange abgelenkt
ist.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Thomas Neumann

unread,
May 26, 2003, 12:32:25 PM5/26/03
to
Gruess Dich

> Übrigens auch bei anderer Gelegenheit von Vorteil: Wenn jemand auf der
> Autobahn wilde Sau macht, braucht man nur zur Digi zu greifen,
> einschalten und los. Bei aktivierter Blitzautomatik spiegelt sich dann
> nur der Blitz in der Scheibe und das war's. Bis man den deaktiviert hat
> ist alles zu spät, falls es mit einer Hand am Lenkrad überhaupt geht.
>
> So kann man mit einer Hand schnell mal ein Foto machen. Sonst wird die
> Bedienung selbst schon wieder gefährlich, weil man zu lange abgelenkt
> ist.

Auf so eine bloede Idee kommt der Normalbuerger erst gar nicht.

Tschuess Thomas N.

Thomas Grüske

unread,
May 26, 2003, 12:37:35 PM5/26/03
to
Thomas Neumann wrote:
> Auf so eine bloede Idee kommt der Normalbuerger erst gar nicht.
>
full ack!
--
Fragen zum Thema Digitalfotografie: www.dard.de
Warum sterben Männer früher? Wieso macht Windows doof?
Wo ist der Pussy-Kalender? Guggsdu hier: www.grinzekater.de

Werner Zehnder

unread,
May 26, 2003, 12:36:46 PM5/26/03
to

"Jürgen Gerkens" <gerkens...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:batetm$r6e$2...@online.de...

> Übrigens auch bei anderer Gelegenheit von Vorteil: Wenn jemand auf der
> Autobahn wilde Sau macht, braucht man nur zur Digi zu greifen,
> einschalten und los. Bei aktivierter Blitzautomatik spiegelt sich dann
> nur der Blitz in der Scheibe und das war's. Bis man den deaktiviert hat
> ist alles zu spät, falls es mit einer Hand am Lenkrad überhaupt geht.
>
> So kann man mit einer Hand schnell mal ein Foto machen. Sonst wird die
> Bedienung selbst schon wieder gefährlich, weil man zu lange abgelenkt
> ist.
>
> Schöne Grüße
> Jürgen Gerkens
>

Aha, wenn jemand "wilde Sau" macht, dann "einhändig fotografieren wie eine
wilde Sau", sehr sinnvoll und sicher...
Von einem Jürgen Gerkens hätte ich etwas mehr erwartet, sorry.

--
Werner Zehnder

wr.ze...@bluewin.ch
www.zehnder.eu.tc


Stefan Meul

unread,
May 26, 2003, 12:41:38 PM5/26/03
to
Werner Zehnder wrote:

> Von einem Jürgen Gerkens hätte ich etwas mehr erwartet, sorry.

Irgendwie ja, da stimme ich Dir zu.


Fritz Saurer

unread,
May 26, 2003, 12:48:59 PM5/26/03
to
On Mon, 26 May 2003 17:37:24 +0200, "Chris" <mtf...@gmx.de> wrote:

>In vielen Museen / Schlössern / Ausstellungen gilt ein Fotografierverbot.
>
>Meist ist jedoch der Verkauf eigener Fotos NICHT der Grund, sondern das
>Folgende:

[ Snip: weitere Gründe für ein Fotografierverbot ]

>
>Die einzigen, die jetzt noch eine Chance haben sind alle Besitzer kleiner
>DigiCams, die Ihren Blitz unter Kontrolle haben.
>So entstand, natürlich versehentlich, das zweite Hochkant-Bild auf dieser
>Seite:
>http://www.uni-mainz.de/~sprec000/Berlin.html

Das Fotografieren von Kunstwerken und die nichterlaubte
Veröffentlichen kann teuer werden!

Zu Beachten:
- Hausrecht
- Urheberrecht

=> de.soc.recht.marken+urheber

Fritz

Michael Theobald

unread,
May 26, 2003, 1:51:50 PM5/26/03
to
On Mon, 26 May 2003 18:21:58 +0200, Jürgen Gerkens wrote:

> Gerade eben habe ich einer Neukäuferin den Tip gegeben, ihre Olympus im
> benutzerdefinierten Setup den Blitz abzugewöhnen. Die Blitzautomatik ist

bei meiner 5050 ist es genau ein Tatstendruck und ein Dreh am Einstellrad.

> Übrigens auch bei anderer Gelegenheit von Vorteil: Wenn jemand auf der
> Autobahn wilde Sau macht, braucht man nur zur Digi zu greifen,

Vorschlag, bau Dir an jede Seite des Autos eine Kamera und nimm einen
zentralen Auslöser, dann bist Du auf der sicheren Seite. Und vergiss den
Laser in der Stoßstange nicht, dann kannst Du Deinen Kontrahenten auch noch
gleich bestrafen ;-).

Gruß Michael

--
** Tranquility Base, the Eagle has landed **
www.theosplace.de

Alex Sonnenschein

unread,
May 26, 2003, 2:19:16 PM5/26/03
to

"Chris" <mtf...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:batcbh$r4r$1...@bambi.zdv.Uni-Mainz.DE...

> In vielen Museen / Schlössern / Ausstellungen gilt ein
Fotografierverbot.
>
> Meist ist jedoch der Verkauf eigener Fotos NICHT der Grund, sondern
das
> Folgende:
>
> - Blitzlicht ist verboten .....

Das 3. ist auch net schlecht ;-)
Schüler mueßte man sein, bei denen ist nichts zu holen...

Greetz, Alex

Frank Bechhaus

unread,
May 26, 2003, 2:04:39 PM5/26/03
to
Werner Zehnder <wr.ze...@bluewin.ch> wrote:
> "Jürgen Gerkens" <gerkens...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
>> So kann man mit einer Hand schnell mal ein Foto machen. Sonst wird die
>> Bedienung selbst schon wieder gefährlich, weil man zu lange abgelenkt
>> ist.

> Aha, wenn jemand "wilde Sau" macht, dann "einhändig fotografieren wie eine


> wilde Sau", sehr sinnvoll und sicher...
> Von einem Jürgen Gerkens hätte ich etwas mehr erwartet, sorry.

Weiß jetzt nicht, was ich mir für Bemerkungen fange. Jedenfalls weiß ich
nicht, was daran "wilde Sau" sein soll, wenn jemand in aller Ruhe einige
Sekunden mit einer Hand am Lenkrad fährt. Wenn das bereits gefährlich
ist, sollte man Autoradios am besten gleich verbieten.

Gruß, Frank

(der auch schon mal den Gedanken hatte, einen rabiaten Drängler zwecks
Beweissicherung abzulichten, dem es aber dann doch zu blöd/zu viel
Aufwand war)

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 2:24:50 PM5/26/03
to

Werner Zehnder <wr.ze...@bluewin.ch>
haute in die Tasten:

> Aha, wenn jemand "wilde Sau" macht, dann "einhändig fotografieren wie
> eine wilde Sau", sehr sinnvoll und sicher...

Und Du bittest bei Schaltgetriebe jedesmal den Beifahrer um Hilfe, damit
Du beide Hände am Lenkrad behalten kannst und fährst rechts rann, wenn Du
Licht einschaltest?

Nein? Aha! Also was soll diese Klugscheißerei?

> Von einem Jürgen Gerkens hätte ich etwas mehr erwartet, sorry.

Das ist doch lächerlich. Wenn man mit der rechten Hand die Kamera nach
vorn hält und auf gut Glück auslöst, ist das nicht gefährlicher als den
Gang zu wechsen.

Sich am Zigarettenanzünder eine anzustecken (nein, ich rauche nicht) oder
einen Schluck aus dem Getränkehalter zu holen, ist ebenfalls erlaubt.
Auch
Radios werden seit Jahrzehnten eingebaut, ohne daß ein Bedienteil an
Lenkrad
oder Lenksäule befestigt werden muß.

Mal eben die Digi nach vorn zu richten und auszulösen geht genau so
schnell und dazu muß man nicht mal den Blick von der Straße abwenden.
Schönheitspreise will mit dem Foto ja niemand gewinnen, d.h. ob es schief
aufgenommen ist und der Ausschnitt künstlerisch nicht wertvoll ist,
tangiert doch nun wirklich keinen.

Wenn man erst durch die Kamera sieht, zoomt, manuell fukussiert, die
Belichtung manuell einstellt und wer weiß was, natürlich wird es dann
tatsächlich gefährlich. Aber wo war davon die Rede?

Ist die Kamera aber ohnehin so eingestellt, daß der Blitz deaktiviert
ist, muß man sie nur nach vorn richten und auslösen. Das ist weitaus
ungefährlicher als sich während der Fahrt eine Kippe anzustecken ... und
das ist erlaubt, d.h. der Einbau von Zigarettenanzündern und
Aschenbechern serienmäßig und zugelassen.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Thomas Neumann

unread,
May 26, 2003, 2:48:20 PM5/26/03
to
Grüß Dich Gerhard,

ich hatte nicht erwartet das es Dir mit Deinem Kommentar sehr ernst war.
Warum soll ich (ich gehe am Einfachsten von mir aus), mir vor Auffahrt
auf die Autobahn eine Kamera auf dem Beifahrersitz "Gewehr bei Fuß"
legen um irgend welche Unverbesserlichen abzulichten. Mal ganz davon
abgesehen, dass es ganz normale Autofahrer gibt denen ein Fehler
unterläuft.
Was soll das Ganze bringen.

Tschüss Thomas N.

Thomas Grüske

unread,
May 26, 2003, 3:08:17 PM5/26/03
to
Jürgen Gerkens wrote:
> Nein? Aha! Also was soll diese Klugscheißerei?
>
Es ist kindisch und sinnlos, und der Effekt genau gleich null, außer du
fängst dir selbst ein Ticket damit ein. Die Rennleitung freut sich
immer, Bilder von Dep^h^h^h^h Verkehrsteilnehmern zu bekommen, die sich
selbst zum Kasper machen. Mit einem entsprechend "wohlwollenden"
Richter sind wir dann auch schnell bei etwas unangenehmeren Strafen für
derlei Unfug.

> Das ist doch lächerlich.
>
Ja, und das außerdem.

Christian Pelzer

unread,
May 26, 2003, 3:15:44 PM5/26/03
to
Jürgen Gerkens wrote:
[was über freihändig fahren]

ich glaub, es ging hier über:

Auf in den Verkehrs-Krieg.

Niemand achtet auf alle Regeln, also hat jeder Angst, wenn sich jemand
outet, mit einer Kamera alle abzulichten, die was falsches machen.

Was du geschrieben hast war also in unserer Gesellschaft ein Distanz-Marker.

Wenn du Selbstjustiz-Gedanken hast, behalt sie besser für dich, oder, noch
besser, denk mal drüber nach, warum du glaubst, dass das Bestrafen von
anderen dir irgendetwas bringt.

Gruss,
Chris

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 3:27:33 PM5/26/03
to
Thomas Neumann <thomas.neu...@gnx.de>
haute in die Tasten:

> ich hatte nicht erwartet das es Dir mit Deinem Kommentar sehr ernst
> war. Warum soll ich (ich gehe am Einfachsten von mir aus), mir vor
> Auffahrt auf die Autobahn eine Kamera auf dem Beifahrersitz "Gewehr
> bei Fuß" legen um irgend welche Unverbesserlichen abzulichten.

> Mal ganz davon abgesehen, dass es ganz normale Autofahrer gibt
> denen ein Fehler unterläuft.

Die passieren spontan und sind auch nicht mal eben von anderen
vorherzusehen. Ich denke da eher an die Leute, die mir dann, wenn ich in
einer Kolonne LKW überhole mal eben so auf die Stoßstange fahren, daß
deren Scheinwerfer unten verschwinden, also ca 1m Abstand lassen. Dort
richte ich die Digi mal nach hinten und mach dann, wenn ich die vorbei
lassen kann, noch eine Aufnahme vom Kennzeichen und dem eigenen Tacho,
also als Maß für das in der Kolonne gefahrene Tempo.

Dazu kommen diejenigen, die die linke Spur blockieren, hinter sich eine
Kolonne bilden und vor sich die rechte Spur hunderte von Meter leer
vorfinden.

Oder LKW-Fahrer, die laufend links ohne Vorwarnung in Kolonnen ziehen.
Macht der das in der Folge direkt vor mir noch mal mit mir oder dem
Vordermann, ist die Digi mit dem Zeigefinger auf Video gestellt, das
Kennzeichen wird dann noch mal mit aufgesprochen (Tonaufzeichnung), Datum
und Zeit, Bremmweite speichert die Kamera automatisch. Gegen solche
Beweise können die sich dann im Zweifelsfall gehackt legen.

Um spontane Fehler, die jedem passieren, geht's gar nicht. Die kriegt man
so auch gar nicht fotografiert, weil die Kamera dann gar nicht schnell
genug einsatzfähig wäre und man selbst gar nicht so schnell dran denkt.

Geht nur um die richtig gefährlichen Knallkasper, die sich im dicksten
Verkehr mit der Brechstange versuchen oder die absolut sturen Egoisten,
denen es Spaß macht, hinter sich ganze Kolonnen zu versammeln.

> Was soll das Ganze bringen.

Wenn der Beleg für ein Fahrverbot reicht, kann es jemandem das Leben
retten. Ansonsten würde ich mir auch nicht die Mühe machen, es
anzuzeigen. Ist bisher auch noch nicht passiert, jedenfalls nicht mit
Fotos.

Neulich habe ich nur jemanden gemeldet, der vor dem Elbtunnel wohl die
falsche Ausfahrt erwischt hat, wendete und da mal eben entgegen der
Fahrtrichtung zurück kam. So schnell hatte aber auch ich die Kamera nicht
zur Hand.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 3:07:14 PM5/26/03
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de>
haute in die Tasten:

> Weiß jetzt nicht, was ich mir für Bemerkungen fange. Jedenfalls weiß
> ich nicht, was daran "wilde Sau" sein soll, wenn jemand in aller Ruhe
> einige Sekunden mit einer Hand am Lenkrad fährt.

ACK.

Zumal man dabei nicht mal den Blick von der Fahrbahn nehmen muß. Der
Rucksack hängt neben mir am Sitz, weil ich das Handy vorher in den Halter
gesetzt und angestöpselt habe, die Kamera greift man sich da einfach
raus. Den Rest macht sie voreingestellt ganz alleine, man muß sie nur an
die Scheibe halten (dann fokussiert sie auch nicht auf Reflektionen in
der Scheibe) und auslösen.

> Wenn das bereits gefährlich
> ist, sollte man Autoradios am besten gleich verbieten.

Zigarettenanzünder, Aschenbecher, Getränkedosenhalter, Wischerschalter,
Blinkerhebel, Schaltgetriebe, ...

Daß einige wie Oma Frieda krampfhaft vorm Lenkrad sitzen, für diese Gott
sei Dank Automatikgetriebe eistieren und gerade die zum Sicherheitsrisiko
werden, wenn urplötzlich die Scheiben beschlagen, sie nicht mal ihre
Lünftungsanlage bedienen können und mit vollkommen beschlagenen Scheiben
einfach anhalten müssen, sollte wohl nicht Maßstab für andere sein.

Wenn die z.B. den Scheibenwischerschalter suchen, sind die mit Sicherheit
mehr beschäftig und abgelenkt, als wenn ein geübter Fahrer man eben mit
der nach vorn gehaltenen Digi auslöst.

> (der auch schon mal den Gedanken hatte, einen rabiaten Drängler zwecks
> Beweissicherung abzulichten, dem es aber dann doch zu blöd/zu viel
> Aufwand war)

Zur Anzeige habe ich auch noch keinen gebracht, weil es meistens
unterwegs passiert und man dann ohnehin keinen Bock hat dort zu
Verhandlungen erneut anzureisen. Manchmal wird das auch nichts, weil die
Kamera z.B. einen falschen Punkt fokussiert hat. Aber es waren schon
Fotos dabei, die ich dann, wenn es in der Folge gekracht hätte, für
ziemliche Klarheit gesorgt hätten. Wird das Foto nichts, kostet es doch
nichts, wird gelöscht und fertig.

Und wenn jemand total rücksichtslos und gefährlich herumkurvt, schadet
es gar nichts, wenn der damit rechnen muß, daß das mal jemand
dokumentiert.

Oft scheren vor einem trotz Überholverbot LKW ständig unangekündigt bei
dichte, Verkehr nach links aus und da hatte ich auf der A1 schon Fotos
gemacht, wo der Nebenmann mit zwei Reifen links an der Mittelleitplanke
in die Botanik mußte. Zusammen mit einer Aussage, daß z.B nicht mal
geblinkt
und einfach rübergezogen wurde, könnte da u.U. mal jemand mal schön ein
paar Wochen aus dem Verkehr gezogen werden.

Kamera, Organizer und Handy habe ich in einem kleinen Rucksack, weil ich
es z.B. beim Einkaufen oder in der Firma nicht im Auto lasse und so alles
immer auf einen Griff dabei habe. Und bevor ich jetzt noch mehr Vorträge
höre:
Das Handy wird am Halter befestigt, hat Sprachwahl und das Radio kann an
der Lenksäule stumm getippt werden. Der kleine Rucksack hängt entweder
über die Beifahrerkopfstütze oder die Beifahrerin kann ihn sich schnell
zwischen den Sitzen greifen.

So what?

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 3:45:12 PM5/26/03
to
Christian Pelzer <c.pe...@gmx.de>
haute in die Tasten:

> Wenn du Selbstjustiz-Gedanken hast, behalt sie besser für dich, oder,
> noch besser, denk mal drüber nach, warum du glaubst, dass das
> Bestrafen von anderen dir irgendetwas bringt.

Die Bestrafung übernimmt in jedem Fall die Justiz. Nur hat diese so nicht
nur eine Aussage, der eine andere entgegen steht, sondern ein Foto, das
beweist, wenn jemand z.B. mit 1m Abstand (ergibt sich durch
Fahrzeugproportionen) den Vordermann jagt oder die Vorderleute mit dem
LKW auf den Grünstreifen drückt.

Und wenn dann dort noch ein Beifahrer eine Falschaussage macht, um seinen
Kumpel, der rücksichtlos auch anderer Leute Leben riskiert, zu decken,
für den lohnt sich das dann gleich richtig!

Das hat rein gar nichts mit Selbstjustiz zu tun. Selbjustiz wäre es,
diese Leute dann mit eigenen Manövern erziehen zu wollen und nicht, der
Justiz tatsächliche Beweise zur Verfügung zu stellen!

Wer sich dabei nicht allzu dämlich anstellt, der kriegt das auch ohne
jedes selbst verursachte Risiko hin, abgesehen davon können auch
Beifahrer Fotos machen.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 3:50:49 PM5/26/03
to
Thomas Grüske <spam_r...@freakmail.de>
haute in die Tasten:

> Es ist kindisch und sinnlos, und der Effekt genau gleich null, außer
> du fängst dir selbst ein Ticket damit ein. Die Rennleitung freut sich
> immer, Bilder von Dep^h^h^h^h Verkehrsteilnehmern zu bekommen, die
> sich selbst zum Kasper machen. Mit einem entsprechend "wohlwollenden"
> Richter sind wir dann auch schnell bei etwas unangenehmeren Strafen
> für derlei Unfug.

Fahr mir mal 1 bis 2 m dicht auf, wenn ich hinter einer Kolonne hänge.
Dann wird dir die Rennleitung schon erklären, wie sie diese Fotos findet.
Die wird sich dann eher mal um den rechnerisch ermittelten Abstand
kümmern und wenn sie sieht, daß die Fotos so schief sind, weil sie ohne
Blick durch den Sucher einfach mal ausgelöst wurden, dann kann sie sich
auch schon ihren Teil denken, wer von den beiden da wirklich wieviel
riskiert hat.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Klaus Mueller

unread,
May 26, 2003, 3:47:53 PM5/26/03
to
Da kann ich nur sagen, bleib mir fern, wenn Du auf der Strasse bist.

Schon mal ueberlegt was passiert, wenn Dir einer rein kutscht und die
Rennleitung feststellt, dass Du in dem Moment Deinem Hobby nachgehst?

Klaus

PS.: Bitte mach das mal mit ner Zivilstreife.... :)

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 4:11:18 PM5/26/03
to
Wolfgang Paul <wp...@nospam4me.de>
haute in die Tasten:

> Alles das macht *ihr* natürlich auch nicht und ihr regt Euch
> selbstverständlich auch ständig darüber auf!?

Abgesehen davon nützt die Voreinstellung "Blitz aus" auch dann etwas,
wenn z.B. der Beifahrer die Kamera in so einem Fall nicht erst umstellen
muß. Und wer dann so eine Schow produziert hat, daß solche Fotos dann
auch für eine Strafverfolgung reichen, wenn andere durch sein Verhalten
aufmerksam gemacht wurden, ihre Kamera ausgepackt und eingesetzt haben,
der rechtfertigt das wohl auch genug.

Wie ich schon erwähnte, habe ich auch noch keinen aufgrund solcher Fotos
zur Anzeige gebracht, wenn gleich ich genug Szenen erlebt habe, nach
denen ich mir das durchaus hätte vorstellen können.

Aber hier ging es um die vorabgestellte Blitzautomatik.

Diese hat in der Tat oft Vorteile, beispielweise dann, wenn auch andere
die Kamera mal eben benutzen sollen, z.B. Mitreisende. In der Regel kennt
ja nun mal nicht jeder die Grenzen der Blitzautomatik, wie mal bei jeder
olympischen Eröffnungsfeier zigtausendfach im TV bewundern kann. ;-)

Diese abzustellen, hat schon seine Vorteile. Ach dann, wenn man mal
schnell Kinder oder Partner schnappschießen will, ohne sich schon bei der
ersten Aufnahme durch den Blitz zu verraten. Neulich hatte ich ganz
schnell die Kamera geschnappt, als die Tochter einer Bekannten am Tisch
herumalberte. Mit voreingestellter Blitzautomatik hätte sie bei der
Kompaktknipse (3030Z) wieder rote Augen bekommen, so kam die recht
lichtstarke Kompaktdigi (durchgehend 1:2.8) auch so klar und stellt sich
dann eben automatisch auf ISO 400. So kommen immer wieder nette
Schnappschüsse, die zwar bei dem Durchführungstempo fotografischen
Ansprüchen nicht gerecht werden, aber dafür um so natürlicher wirken.
Wird dann nicht gleich das erste Foto brauchbar, hat einen der Blitz
schon verraten.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Frank Adam

unread,
May 26, 2003, 4:26:41 PM5/26/03
to
Jürgen Gerkens <gerkens...@gmx.de> schrieb:

> Übrigens auch bei anderer Gelegenheit von Vorteil: Wenn jemand auf der
> Autobahn wilde Sau macht, braucht man nur zur Digi zu greifen,
> einschalten und los.

Aber hoffentlich nicht als Fahrer während der Fahrt... ;-)

Gruß Frank

Ernst Herbst, Evestorf

unread,
May 26, 2003, 4:38:09 PM5/26/03
to
Christian Pelzer in news:batp2a$s7h$01$1...@news.t-online.com:

> ..., denk mal drüber nach, warum du glaubst, dass


> das Bestrafen von anderen dir irgendetwas bringt.

Darf er uneigennützig zum Wohle Anderer handeln?

Sollte er bei einer unklaren Situation anhalten und dem eventuell
Verunfalltem Hilfe leisten, obwohl es IHM nichts bringt?

MfG
HERBST
--
Bei vollem Teller schweift der Blick selten über seinen Rand hinaus.

Ernst Herbst; Evestorf; Süderweg 14; D-30974 Wennigsen
Telefon +49 170/99 6 33 88

Henning Richter

unread,
May 26, 2003, 4:44:28 PM5/26/03
to
"Jürgen Gerkens" <gerkens...@gmx.de> schrieb

>Übrigens auch bei anderer Gelegenheit von Vorteil: Wenn jemand auf der
>Autobahn wilde Sau macht, braucht man nur zur Digi zu greifen,
>einschalten und los.

das hilft ungemein gegen Drängler, habe ich auf dem Rückweg aus dem
Skiurlaub mal probiert, da ich da eh aus dem Heckfenster LKWs geknipst habe
(klar, ohne Blitz!!).
Einmal, auch nur kurz, die Digi auspacken und neben die Kopfstütze halten
und schon ist der Abstand schon deutlich größer :-D
--
mfg
Henning
http://www.roadtrain.de

Dietmar Hollenberg

unread,
May 26, 2003, 4:44:18 PM5/26/03
to
Thomas Neumann schrieb:

> Mal ganz davon
> abgesehen, dass es ganz normale Autofahrer gibt denen ein Fehler
> unterläuft.

Aha. Und wenn dieser "Fehler" dann fünf Tote zurückläßt, war es
ja trotzdem nicht so schlimm...

Du fährst nicht viel, kann das sein? Als Vielfahrer erlebst du
nämlich Sachen, da redest du nicht mehr von "Fehlern, die mal
passieren". Grobe Fahrlässigkeit ist noch die harmlose
Variante, bewußtes Inkaufnehmen einer fahrlässigen Tötung an
der Tagesordnung.

Als meine Videokamera (Gott hab sie selig) neu war, habe ich
sie mal aus Jux mit dem Reisestativ im Auto an die Scheibe
gehängt und eine Kassetenlänge lang mitlaufen lassen. In diesen
45 Minuten war ein brutales Vorfahrtnehmen (ich 70, er stehend,
bei 15m Abstand losfahren) und ein Schneiden mit 3m Abstand bei
fast 100 drauf. Die übrigen 1000 Mordversuche in 10 Jahren
Service habe ich nicht im Bild dokumentiert, hätte aber
wirklich gern oft mit einem Bilddokument einige dieser Typen
für ein paar Tage aus dem Verkehr gezogen.

Heute würde ich ganz sicher öfter meine G3 auf diesem Stativ
montieren und die IR-Fernbedienung griffbereit haben, wenn ich
diesen Job noch machen würde.

Tschüß

Dietmar
--
BTW: Ich lese keine Vollquottel. Wer alles quotet, landet im Killfile.
Wer sich dadurch auf den Schlips getreten fühlt:
http://www.learn.to/quote
http://www.volker-gringmuth.de/usenet/zitier.htm

Dietmar Hollenberg

unread,
May 26, 2003, 4:54:42 PM5/26/03
to
Christian Pelzer schrieb:

> Niemand achtet auf alle Regeln, also hat jeder Angst, wenn sich jemand
> outet, mit einer Kamera alle abzulichten, die was falsches machen.

Wer alle ablichten will, die was falsch machen, braucht 8
ständig mitlaufende Kameras in alle Richtungen.

Es gibt aber keinen Grund, die wirklich brutalen Rowdies zu
schützen. Wer regelmäßig und viel auf Achse ist, weiß, wovon
Jürgen redet. Die "Nur-zur-Arbeit-und-am-Wochenende-Fahrer"
können sich gar nicht vorstellen, was da teilweise abläuft.

Mit der Videokamera auf dem Stativ damals habe ich einen netten
Effekt bemerkt: Fahrer, die einen gnadenlos kilometerweit
blockieren, sind innerhalb von 5s rechts, wenn man gut sichtbar
zur Kamera greift und das rote Licht aufleuchten läßt. Die
wissen also sehr genau, was sie da machen, aber es interessiert
sie nicht, solange sie glauben, man könne ihnen nichts beweisen.

Aber niemand achtet ja auf alle Regeln...

Thomas Grüske

unread,
May 26, 2003, 5:19:29 PM5/26/03
to
Jürgen Gerkens wrote:
> Fahr mir mal 1 bis 2 m dicht auf, wenn ich hinter einer Kolonne hänge.
> Dann wird dir die Rennleitung schon erklären, wie sie diese Fotos findet.
> Die wird sich dann eher mal um den rechnerisch ermittelten Abstand
> kümmern und wenn sie sieht, daß die Fotos so schief sind, weil sie ohne
> Blick durch den Sucher einfach mal ausgelöst wurden, dann kann sie sich
> auch schon ihren Teil denken, wer von den beiden da wirklich wieviel
> riskiert hat.
>
Wenn du die Kamera - wie beschrieben - an die Frontscheibe hältst und
jemanden fotografierst: *Wer* kann dann *wem* dicht aufgefahren sein?

Thomas Neumann

unread,
May 26, 2003, 5:26:15 PM5/26/03
to
Grüß Dich Dietmar,

> > Mal ganz davon
> > abgesehen, dass es ganz normale Autofahrer gibt denen ein Fehler
> > unterläuft.

> Aha. Und wenn dieser "Fehler" dann fünf Tote zurückläßt, war es
> ja trotzdem nicht so schlimm...

Das ist billige Polemik. Es war nicht die Rede davon ob ein Vergehen
im Straßenverkehr schlimm oder nicht schlimm ist. Die Folgen können
schlimm sein. Sind sie gottlob nur in seltenen Fällen.
Es gibt einige wenige Autofahrer die sich wie die Axt im Walde
benehmen. Denen kommt man in Oberlehrermanier auf der Piste
sowieso nicht bei. Ganz im Gegenteil schafft der Oberlehrer dann
häufig die richtig gefährlichen Situationen.
Das hat sicher schon jeder von uns mehrfach gesehen.
Fahrer X wird rechts überholt und gibt plötzlich wie wild Gas um den
"Idioten" ja nicht wieder rein zu lassen. Der schafft es gerade noch
mit hängen und würgen und wird von Hinten mit dichtem Auffahren und
Lichthupe belohnt. Wer von beiden ist der größere Idiot!

Was die Fehler eines Autofahrers angeht willst Du doch wohl nicht
ernsthaft behaupten, dass Dir keine Fehler im Verkehr unterlaufen.
Egal ob es nur ein übersehenes Schild ist oder - schon etwas
heikler - der Spurwechsel auf der Autobahn bei dem man erst kurz
vor Ultimo schnallt, dass da ja doch ein Fahrzeug ist.
Alles schon mehrfach gesehen und ist mir auch selber schon passiert.
Da kann man dann nur sagen "Glück gehabt" wenn man gerade noch
den Fehler bemerkt und/oder der Nachbar aufgepasst hat.

> Du fährst nicht viel, kann das sein? Als Vielfahrer erlebst du
> nämlich Sachen, da redest du nicht mehr von "Fehlern, die mal
> passieren". Grobe Fahrlässigkeit ist noch die harmlose
> Variante, bewußtes Inkaufnehmen einer fahrlässigen Tötung an
> der Tagesordnung.

Nicht sehr viel aber als Nichtkraftfahrer mit 35 tkm/Jahr kann
ich mir schon ein Urteil bilden. Und im Gegensatz zu den Medien
sehe ich mehr aufmerksame und zuvorkommende Autofahrer
als "volle Triefnasen" und Idioten.

Einen schönen Abend wünscht
Thomas N.

Thomas Neumann

unread,
May 26, 2003, 5:33:33 PM5/26/03
to
Grüß Dich Henning,

> das hilft ungemein gegen Drängler, habe ich auf dem Rückweg aus dem
> Skiurlaub mal probiert, da ich da eh aus dem Heckfenster LKWs geknipst habe
> (klar, ohne Blitz!!).
> Einmal, auch nur kurz, die Digi auspacken und neben die Kopfstütze halten
> und schon ist der Abstand schon deutlich größer :-D

Bei mir gibt es unterschiedliche Reaktionen.
Entweder hab ich getrieft und kann rechts rüber fahren. OK; das rechtfertigt
zwar nicht das Drängeln aber was solls. Ich war der Auslöser.
Geht das nicht und ist sein Nummernschild schon nicht mehr zu sehen dann
reinige ich erstmal ausgiebig meine Frontscheibe. Die meisten begreifen's und
lassen mir mehr Luft zum atmen.

Tschüß Thomas N.

Thomas Grüske

unread,
May 26, 2003, 5:35:04 PM5/26/03
to
Thomas Neumann wrote:
> Nicht sehr viel aber als Nichtkraftfahrer mit 35 tkm/Jahr kann
> ich mir schon ein Urteil bilden. Und im Gegensatz zu den Medien
> sehe ich mehr aufmerksame und zuvorkommende Autofahrer
> als "volle Triefnasen" und Idioten.
>
..und auch hier ein ack. Ein wenig mehr Gelassenheit im Verkehr ist
gut für die Allgemeinheit und auch den eigenen Blutdruck. ;-)

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 4:33:39 PM5/26/03
to
Klaus Mueller <k...@gmx.net>
haute in die Tasten:

> Da kann ich nur sagen, bleib mir fern, wenn Du auf der Strasse bist.

> Schon mal ueberlegt was passiert, wenn Dir einer rein kutscht und die
> Rennleitung feststellt, dass Du in dem Moment Deinem Hobby nachgehst?

Kannst Du nicht lesen was ich überhaupt geschrieben habe?

In welcher Weise verursacht so eine Aufnahme, bei der die Kamera einfach
nur aus dem Rucksack gezogen, hingehalten und ausgelöst wird, ein höheres
Risiko als die Teilnahme am Straßenverkehr selbst? Genau, in keiner.

Frank und Wolfgang scheint das auch klar zu sein, aber offensichtlich
können nicht alle so weit denken.

Für diejenigen, deren Vorstellungsvermögen überfordert ist, noch mal ganz
langsam:

Es ging nicht darum, eine manuell zu bedienende Kamera aus dem
Handschuhfach zu holen, die Bereitschaftstascher zu öffnen und wegen der
teuren Filme in aller Ruhe durch den Sucher zu sehen, manuell
einzustellen, zu zommen und auf den Punkts auszulösen.

Es ging darum, wenn jemand die ganze Zeit mit seinem KFZ wie eine Sau
fährt, andere gefährdet und durch sein offensichtliches
Gefährdungspotenzial auf sich aufmerksam macht, mal eben die Kamera nach
vorn oder z.B. aus dem Handgelenk richtig Heckscheibe zu halten und
auszulösen. Ist das Foto was geworden, hat man einen Beweis, ansonsten
kann man es in aller Ruhe später löschen.

Und wie das geht, kann man auch mit einer Hand bei Bedarf einem Richter
vorführen. Hat man eine Kamera, die man erst mal beidhändig aus der
Bereitschaftstasche nehmen, vorspulen und anhand von Suchereinblendungen
manuell einstellen muß, wird das natürlich eine ganz andere Sache.

Wäre es anders, wären Radios, Getränkehalter, Aschenbecher,
Zigarettenanzünder und sämtliche Bedienelemente im Wagen verboten oder
bei rollendem Fahrzeug gesperrt.

Und wenn Dir plötzlich die Sonne hinter einer Wolke hervor kommt, dann
hältst Du auch an oder klappst die Sonnenblende mit den Zähnen runter?
Schaltet bei dir der Beifahrer am Schaltgetriebe, daß Du ständig beide
Hände brauchst, schaltest den Blinker nur im Stand ein oder bremst Du
dein Auto mit der rechten Hand?

Wie soll man sonst verhindern, daß einem jemand reinknallt?
Mit rechts den Turbo Booster drücken?

Klaus Müller, Du hast zu viel Knight Rider gesehen!


> PS.: Bitte mach das mal mit ner Zivilstreife.... :)

Wenn die auf einem Foto 1-2 Meter hinterher hängt?
Dann hat die bestimmt selbst genug Probleme!

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 5:27:24 PM5/26/03
to

Thomas Grüske <spam_r...@freakmail.de>
haute in die Tasten:

> Wenn du die Kamera - wie beschrieben - an die Frontscheibe hältst und


> jemanden fotografierst: *Wer* kann dann *wem* dicht aufgefahren sein?

Z.B. *Er* seinem *Vordermann*, z.B. rechts oder links versetzt.

Außerdem war mehrfach davon die Rede, daß man die Kamera auch aus dem
Handgelenk Richtung Reckscheibe halten kann. Davon, die Bilder dann noch
während auf Brauchbarkeit zu prüfen, war nun wirklich nie die Rede.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 5:21:08 PM5/26/03
to
Ernst Herbst, Evestorf <use...@sw14.de>
haute in die Tasten:

> Darf er uneigennützig zum Wohle Anderer handeln?
>
> Sollte er bei einer unklaren Situation anhalten und dem eventuell
> Verunfalltem Hilfe leisten, obwohl es IHM nichts bringt?

Als ich das erste Mal auf der Autobahn erste Hilfe geleistet habe, hatte
ich meinen Wagen auf den Grünstreifen gefahren. Meine Beifahrerin hatte
vorher eine Verabschiedung und etwas getrunken, weshalb ich etwas Angst
hatte, mit ihr direkt an der Fahrbahn zu halten. Das hatte am Ende wohl
sogar mir den Hintern gerettet.

In dem Moment, als wir wieder ins Auto stiegen, knallten genau neben
meinem Wagen zwei Autos aufeinander, weil beide einen lange Hals richtig
Unfallstelle machten und der Vordermann entsprechend abgelenkt die Spur
wechselte.

Daß dann dort zwei zerdepperte Autos mit mehreren verletzten Personen
standen und die Unfallstelle schon seit vielen Minuten abgesichert, also
nicht zu übersehen war, hatte vom nachfolgenden Verkehr minutenlang nicht
einen wirklich interessiert. Es war ein Thema für sich, die Leute dort
nur wenige Meter vom eigenen Auto zu erreichen und beim hinteren Wagen
aus dem Fenster zu kriegen.

Seitdem helfe ich nur noch, wenn es mir nicht zu gefährlich ist.

Sind keine Personen schwer verletzt, liefere ich für eventuelle
Zeugenaussagen meine Visitenkarte ab, einmal habe ich noch mit der
Autokamera Fotos gemacht und einem Unfallbeteiligten den Film gegeben,
damit sie die Bahn möglichst schnell wieder frei machen können, die mir
im Weg liegenden Wrackteile von der Bahn geräumt und den Gefahrenbereich
dann verlassen, weil ich direkt hinter der Unfallstelle stand, alles über
die rechte Abbiegerspur auswich und mir keinen LKW einsammeln wollte.

Ein Freund meiner Eltern und ein Kumpel von mir haben beide ihr Leben auf
der gleichen Straße (B73) verloren. Der Kontakt zur Familie erinnert
ständig daran. Besoffene Autofahrer haben uns selbst schon mehrfach in
akute Gefahr gebracht, einer hat meinen Vater besoffen ohne Führerschein
mit einem Hängerzug voller Milch auf dem Heiligabend über eine rote Ampel
in einen Bus und einen Linksabbieger geschossen und meinte: "Der blieb
einfach stehen"

Wenn jemand wirklich offensichtlich andere in Gefahr bringt, habe ich
wirklich keine Hemmungen, den aus dem Verkehr ziehen zu lassen. Wer z.B.
hinter einer Kolonne so dicht auffährt, daß hinten schon der Kühlergrill
unter der Heckscheibe verschwindet, wird sich schnell mal vor Gericht mit
Fotos konfrontiert sehen.
Einmal Keckscheibe und Kollonne vorn, den Abstand im Bereich weniger
Meter ermittelt dann ein Gutachter aufgrund der Fahrzeuggeometrie, die
Brennweite ist schließlich im Header der Bilddatei.

Man muß also nur mal schnell auslösen, bei digitalen Fotos werden alle
weiteren Daten automatisch geliefert und die Kamera genau genug
eingestellt, um ohne viel Mühe einen Beweis zu liefern.

Aktiv gestaltete Fotos, die einen Blick durch Sucher und aktive
Beeinflussung erfordern, stehen hier ja schließlich nicht zur Debatte.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Simon Kühn

unread,
May 26, 2003, 6:00:12 PM5/26/03
to
Chris schrieb:

>Das Gemälde in der ersten Reihe ist übr. in schummrigen Räumen ohne Blitz
>aufgenommen worden. Der Trick: Weißabgleich auf "Thungsten" und am Laptop
>wirkt dann die "Autokontrast"-Funktion Wunder...(aus dem Photoshop-Menü
>"Bild/Einstellen") .
>
Mensch, da hast du ja mal einen Trick ausgegraben. Autokontrast in
Photoshop, muss ich gleich mal suchen. Und dieser schwedische Ort, den
man beim Weißabgleich einstellen soll. Wow... ;)

Der Simon

--
############################
# Simon...@Web.de #
# http://www.simonk.de.vu/ #
############################

Michael Theobald

unread,
May 26, 2003, 6:15:46 PM5/26/03
to
On Tue, 27 May 2003 00:00:12 +0200, Simon Kühn wrote:

> Und dieser schwedische Ort, den
> man beim Weißabgleich einstellen soll. Wow... ;)

:-)))

Gruß Michael, der sich jeden Kommentar zum Ursprungsposting verkniffen hat.


--
** Tranquility Base, the Eagle has landed **
www.theosplace.de

Dietmar Hollenberg

unread,
May 26, 2003, 6:32:43 PM5/26/03
to
Thomas Grüske schrieb:

> Wenn du die Kamera - wie beschrieben - an die Frontscheibe hältst und
> jemanden fotografierst: *Wer* kann dann *wem* dicht aufgefahren sein?

Ich wußte, daß sofort wieder die Leute auftauchen, die völlig
neue Sachverhalte konstruieren...

Dietmar Hollenberg

unread,
May 26, 2003, 6:30:27 PM5/26/03
to
Thomas Neumann schrieb:

> Das ist billige Polemik.

Natürlich. Die passende Reaktion auf zynisches Herunterspielen
lebensgefährlicher Aktionen.

> Es war nicht die Rede davon ob ein Vergehen
> im Straßenverkehr schlimm oder nicht schlimm ist.

Doch. Jürgen redet nicht davon, während der Fahrt Parksünder
oder 5km/h-Geschwindigkeitsübertreter zu fotografieren. Die
beschriebenen Aktionen *sind* lebensgefährlich für Unbeteiligte.

> Es gibt einige wenige Autofahrer die sich wie die Axt im Walde
> benehmen. Denen kommt man in Oberlehrermanier auf der Piste
> sowieso nicht bei.

Gehen die Argumente aus oder was soll das Ausweichmanöver? Von
Oberlehrermanier hat hier bisher niemand geredet, und dabei
Fotos zu machen wäre ungefähr das Blödeste, was ich mir
vorstellen könnte.

> Was die Fehler eines Autofahrers angeht willst Du doch wohl nicht
> ernsthaft behaupten, dass Dir keine Fehler im Verkehr unterlaufen.

Natürlich nicht. Wer das von sich behauptet, lügt. Aber meine
Fehler gefährden in aller Regel keine Menschenleben. So gut
habe ich mich und meine Schwächen im Griff.

> Egal ob es nur ein übersehenes Schild ist

Kann jedem passieren. Dann gilt immer noch $1 und der gesunde
Menschenverstand.

> oder - schon etwas
> heikler - der Spurwechsel auf der Autobahn bei dem man erst kurz
> vor Ultimo schnallt, dass da ja doch ein Fahrzeug ist.

*Das* passiert einem mit einer gewissen Routine nicht mehr. Mit
siebenstelligen km-Leistungen weiß man, wann man wohin seine
Aufmerksamkeit richten muß. Deshalb glaube ich auch keinem
Brummi-Profi, daß er den schnellen PKW vor dem Ausscheren nicht
bemerkt hat. Über 90% von denen wissen ganz genau, was sie in
dem Moment tun.

> Und im Gegensatz zu den Medien
> sehe ich mehr aufmerksame und zuvorkommende Autofahrer
> als "volle Triefnasen" und Idioten.

Das ist doch kein Grund, nicht gegen diese Idioten vorzugehen,
wenn sie fremdes Leben gefährden, oder?

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 6:41:21 PM5/26/03
to
Thomas Neumann <thomas.neu...@gnx.de>
haute in die Tasten:

> Das ist billige Polemik.

Nein, real existierende Praxis.

> Es war nicht die Rede davon ob ein Vergehen im Straßenverkehr
> schlimm oder nicht schlimm ist.

Doch, es ging um Fahrmanöver, die von so rechtzeitig entsprechend
eingeschätzt werden können, daß diese sogar noch zur Kamera greifen
und fotografieren können. Und so zu fahren ist in jedem Fall schlimm,
wenn das Foto auch dann noch als Beweis für ein entsprechendes
Vergehen reicht.

Von defekten Rücklichtern oder Fotos falsch geparkter Autos ging es
hier in der Tat nicht!

> Die Folgen können schlimm sein. Sind sie gottlob nur in seltenen
Fällen.

Ach so, dann sterben wohl über 8000 Menschen pro Jahr
auf der Straße nur an Krebs oder zu hohem Blutdruck?

60 Mal so viele Menschen werden hierzulande im Straßenverkehr
verletzt, Sachschäden mal ganz außen wor.

> Es gibt einige wenige Autofahrer die sich wie die Axt im Walde
> benehmen. Denen kommt man in Oberlehrermanier auf der Piste
> sowieso nicht bei. Ganz im Gegenteil schafft der Oberlehrer dann
> häufig die richtig gefährlichen Situationen.

Indem er sie fotografiert und sie zu Hause in der Folge
später Post von der Staatsgewalt bekommen?

<staun>

> Das hat sicher schon jeder von uns mehrfach gesehen.
> Fahrer X wird rechts überholt und gibt plötzlich wie wild Gas um den
> "Idioten" ja nicht wieder rein zu lassen. Der schafft es gerade noch
> mit hängen und würgen und wird von Hinten mit dichtem Auffahren und
> Lichthupe belohnt. Wer von beiden ist der größere Idiot!

Wo stand *das* hier zur Debatte?

So etwas sieht übrigens lustig aus, wenn es jemand filmt. Das könnte ein
Beifahrer sogar in aller Ruhe und dann hätte beide Spezis wohl ein
Problem.

> Was die Fehler eines Autofahrers angeht willst Du doch wohl nicht
> ernsthaft behaupten, dass Dir keine Fehler im Verkehr unterlaufen.

Wo stand *das* hier zur Debatte?

> Egal ob es nur ein übersehenes Schild ist oder - schon etwas
> heikler - der Spurwechsel auf der Autobahn bei dem man erst kurz
> vor Ultimo schnallt, dass da ja doch ein Fahrzeug ist.

Huhu? Jemand zu Hause? Hatte ich nicht schon erwähnt, daß in dem Moment
niemand so schnell die Kamera zücken könnte? Wann genau sieht es anders
aus? Genau, wenn jemand so eine Situation so offensichtlich herbei
beschwört,
daß andere es rechtzeitig sehen und *das überhaupt aufnehmen können*.

> Alles schon mehrfach gesehen und ist mir auch selber schon passiert.
> Da kann man dann nur sagen "Glück gehabt" wenn man gerade noch
> den Fehler bemerkt und/oder der Nachbar aufgepasst hat.

Wo stand *das* hier zur Debatte?

> Nicht sehr viel aber als Nichtkraftfahrer mit 35 tkm/Jahr kann
> ich mir schon ein Urteil bilden.

Für die Bahn AG, jau. Aber auch um die geht es hier nicht.

> Und im Gegensatz zu den Medien sehe ich mehr aufmerksame und
> zuvorkommende Autofahrer als "volle Triefnasen" und Idioten.

Die Videoaufnahmen der Polizei und Blutproben sprechen
da aber eine andere Sprache.

Rechne mal aus, wohin die oben erwähnten Statistiken ohne ABS,
Airbags und verbesserten Aufprallschutz gewandert wären.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 6:30:52 PM5/26/03
to
Dietmar Hollenberg <dietmar_h...@web.de>
haute in die Tasten:

> Wer alle ablichten will, die was falsch machen, braucht 8
> ständig mitlaufende Kameras in alle Richtungen.

Oft auch eine, die mitfliegt und den Fahrer selbst filmt. ;-)

> Es gibt aber keinen Grund, die wirklich brutalen Rowdies zu
> schützen. Wer regelmäßig und viel auf Achse ist, weiß, wovon
> Jürgen redet. Die "Nur-zur-Arbeit-und-am-Wochenende-Fahrer"
> können sich gar nicht vorstellen, was da teilweise abläuft.

Das Problem sind, daß viele unterschiedlichen Fehlverhalten aufeinander
prasseln. Der eine hat zu viel Angst und versucht wegen Regens einen LKW
mit 90 zu überholen, bleibt dabei ewig links, dabei lange im
aufgewirbelten Regen de(s/r) LKW. Der nächste fährt noch geduldig
hinterher, weil er sieht daß eine Mutti da vorsichtig mit ihren Kindern
hermkurvt. Der übernächste verliert die Geduld, kann hinten die gesamte
Situation nicht überblicken und verursacht durch sein Überholmanöver
rechts dann den Unfall.

Ohne den Ersten wäre nichts passiert, weil beide zügig vorbei und wieder
nach rechts gefahren wären.

Ohne den Mittleren, der einfach nur dazwischen war, wäre auch nichts
passiert, weil der letzte den ersten richtig gesehen und vielleicht auch
entsprechend eingeschätzt hätte.

Kommen alle drei zusammen, schon kracht es. Aber das sind nicht die
Situationen, die ich meinte. Oft erlebt man wirklich absehbare
Situationen oder rücksichtslos riskante Manöver, die ständig wiederholt
werden. Da kann man oftmals wirklich vorbereitet ein Foto machen, in der
beschriebenen Weise auch reell ohne selbst eine weitere Gefahr zu
verursachen.

> Mit der Videokamera auf dem Stativ damals habe ich einen netten
> Effekt bemerkt: Fahrer, die einen gnadenlos kilometerweit
> blockieren, sind innerhalb von 5s rechts, wenn man gut sichtbar
> zur Kamera greift und das rote Licht aufleuchten läßt.

Jau. Oft liegt der Rucksack verschlossen neben mir, weil ich das Handy im
Rucksack lasse und unterwegs ohnehin nicht ans Telefon gehe.

Und gerade dann kommt das typische golfbewaffnete Playmobilgesicht, das
eben gerade schneller überholt wurde, als es sein Ego verkraften konnte,
an
der nächsten Kolonne fast in den Kofferaum gekrabbelt. Einmal die
Schachtel vom Bedienteil des Radios nach hinten halten und huch ;-)
schon stimmt der Abstand.

Vorn hat das allerdings wenig Sinn, weil es aus der Distanz im Spiegel
kaum
wahrgenommen wird. Höchstens bei rollenden Spurblockaden. Sonst ist Video
interessanter, z.B. wilde Spurwechsel von LKW oder denen, die in Kolonnen
wechselseitig in die Sicherheitsabstände brettern um maximal 5 Meter /
Minute zu gewinnen.

> Die
> wissen also sehr genau, was sie da machen, aber es interessiert
> sie nicht, solange sie glauben, man könne ihnen nichts beweisen.

ACK

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Thomas Neumann

unread,
May 26, 2003, 7:08:47 PM5/26/03
to
Hallo Jürgen,

nachdem ich alles von Dir zum Thema gelesen habe verstehe ich
die Motivation mit der Du Dich in dieses Thema kniest etwas besser.

> > Es war nicht die Rede davon ob ein Vergehen im Straßenverkehr
> > schlimm oder nicht schlimm ist.

> > Die Folgen können schlimm sein. Sind sie gottlob nur in seltenen
>> Fällen.

> Ach so, dann sterben wohl über 8000 Menschen pro Jahr
> auf der Straße nur an Krebs oder zu hohem Blutdruck?

Was soll das?
Was ist an der von mir gemachten Aussage falsch?
Jeden Tag passieren millionen von Fehlern im Straßenverkehr.
Zum Glück - wie will man es sonst nennen - haben davon nur
wenige schlimme Folgen. Und ja. Jeder einzelne Fall ist einer
zuviel.

Ich habe den Rest gelöscht. Die Diskussion gleitet so langsam ab
und es ist ja auch früh genug. Wir sind mit den Reaktionen auf
den einen Absatz in Deinem Ursprungsposting sowieso meilenweit
vom Thema weg.

Tschüss
Thomas N.

Bernhard Mayer

unread,
May 27, 2003, 1:54:44 AM5/27/03
to
In <batlo3$3ckep$1...@ID-138075.news.dfncis.de> Alex Sonnenschein wrote:

> Das 3. ist auch net schlecht ;-)
> Schüler mueßte man sein, bei denen ist nichts zu holen...

sag das nicht. die Bevölkerungsschicht, die am meisten Geld ausgibt
und in Ländern wie Japan und USA eine eigene, kaufkräftige Zielgruppe

Thomas Grüske

unread,
May 27, 2003, 2:02:38 AM5/27/03
to
Dietmar Hollenberg wrote:
> Ich wußte, daß sofort wieder die Leute auftauchen, die völlig
> neue Sachverhalte konstruieren...
>
Du mögest bitte Jürgens Posting nochmals lesen. Davon abgesehen ist es
pures Theoretisieren und bei praktischer Umsetzung so sicher wie das
Amen in der Kirche ein Schuss ins Knie.

Thomas Grüske

unread,
May 27, 2003, 2:17:12 AM5/27/03
to
Jürgen Gerkens wrote:
> Frank und Wolfgang scheint das auch klar zu sein, aber offensichtlich
> können nicht alle so weit denken.
>
So weit wäre mir zu kurz, denn das ganze ist an der Stelle noch nicht
zu Ende gedacht.
Es geht mir nicht darum, ob jemand in der Lage ist, in der von dir
beschriebenen Weise ein Foto zu machen. Ich traue das sowohl dir als
auch mir zu, ebenso wie man eigentlich auch problemlos während der
Fahrt telefonieren kann - so wie ich schließlich auch mit meinem
Beifahrer spreche.
Nur ist das der Rennleitung und der überwiegenden Mehrzahl der Richter
vollkommen schnuppe und wird dir nicht nur eine je nach Laune desselben
mehr oder weniger saftige Strafe, sondern im Fall eines Unfalls auch
noch eine Mitschuld einbringen. Man sollte es deshalb einfach sein
lassen, auch wenn es dem Ego ungemein gut tut.
Für mich ist hier EOD und kein f'up, wer Lust hat kann ja in
de.soc.recht.strassenverkehr weiter philosophieren.

Volker Neundorf

unread,
May 27, 2003, 4:01:28 AM5/27/03
to

"Wolfgang Paul" <wp...@nospam4me.de> wrote in message
news:1fvl52d.493kxb9dhvweN%wp...@nospam4me.de...
> Fritz Saurer <fritz100...@gmx.at> wrote:
>
> > Das Fotografieren von Kunstwerken [...] kann teuer werden!
> ^^^^^
> Wie das *ohne* Veröffentlichung?
>

Er hat eine URL gepostet. Das Web ist öffentlich!
Es ist prinzipiell jedem zugänglich. Auch die
Bekanntmachung in einer geschlossenen Benutzergruppe
wie dieser NG, ist eine Art Veröffentlichung.

Die Frage ist nur, wer bekommts raus bzw wen interessiert
ein Bild dieser Qualität? (Mit Qualität ist jetzt die Möglichkeit
zur Reproduktion gemeint, nix gegen deine Aufnahmen)

mfg


Mario Jung

unread,
May 27, 2003, 4:06:16 AM5/27/03
to
Jürgen Gerkens schrieb:

[...sehr viel...]

Übringends: Dann ist ein alter Blitz mit roter Folie wesentlich effizienter :-)

Gruß
Mario

--
Antworten per eMail werden in aller Regel nicht beachtet.


Wolfgang Hauser

unread,
May 27, 2003, 4:16:23 AM5/27/03
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> schrieb:

>Weiß jetzt nicht, was ich mir für Bemerkungen fange. Jedenfalls weiß ich
>nicht, was daran "wilde Sau" sein soll, wenn jemand in aller Ruhe einige
>Sekunden mit einer Hand am Lenkrad fährt. Wenn das bereits gefährlich
>ist, sollte man Autoradios am besten gleich verbieten.

Die Aktion verlangt mindestens so viel Konzentration wie ein Handy am
Ohr. Und das ist bekanntlich seit geraumer Zeit verboten.

>(der auch schon mal den Gedanken hatte, einen rabiaten Drängler zwecks
>Beweissicherung abzulichten, dem es aber dann doch zu blöd/zu viel
>Aufwand war)

Anblitzen eines anderen Autofahrers könnte schnell ein Eigentor
werden, das ist wegen Blendgefahr ein gefährlicher Eingriff in den
Verkehr. Zudem dürfte die grundsätzliche Beweiskraft eines solchen
Fotos nahezu bei Null liegen, die juristische erst recht.

Wolfgang Hauser

unread,
May 27, 2003, 4:20:13 AM5/27/03
to
Jürgen Gerkens <gerkens...@gmx.de> schrieb:

>Oder LKW-Fahrer, die laufend links ohne Vorwarnung in Kolonnen ziehen.
>Macht der das in der Folge direkt vor mir noch mal mit mir oder dem
>Vordermann, ist die Digi mit dem Zeigefinger auf Video gestellt, das
>Kennzeichen wird dann noch mal mit aufgesprochen (Tonaufzeichnung), Datum
>und Zeit, Bremmweite speichert die Kamera automatisch. Gegen solche
>Beweise können die sich dann im Zweifelsfall gehackt legen.

Wie viele Anzeigen dieser Art hast Du bereits mit Erfolg absolviert?

Egon Vellusig

unread,
May 27, 2003, 4:12:40 AM5/27/03
to
Alex Sonnenschein <berl...@gmx.de> wrote:

> Schüler mueßte man sein, bei denen ist nichts zu holen...

Na ja, 40 Jahre (IIRC) sind eine lange Zeit. Ob der Schüler dann noch
immer Schüler ist :-)?

Schöne Grüße, Egon

--
Egon Vellusig - D-93309 Kelheim, Donaustr. 11
Tel: +49 171 2081535 - http://www.vellusig.de
Kelheimer Nachrichten: http://www.kelheimer-nachrichten.de
*************** Abgeordnete sind bestechlich ***************

Andreas Just

unread,
May 27, 2003, 6:23:18 AM5/27/03
to
=?iso-8859-1?Q?J=FCrgen_Gerkens?= says...
> Christian Pelzer <c.pe...@gmx.de>
> haute in die Tasten:
>
> > Wenn du Selbstjustiz-Gedanken hast, behalt sie besser für dich, oder,
> > noch besser, denk mal drüber nach, warum du glaubst, dass das
> > Bestrafen von anderen dir irgendetwas bringt.
>
> Die Bestrafung übernimmt in jedem Fall die Justiz. Nur hat diese so nicht
> nur eine Aussage, der eine andere entgegen steht, sondern ein Foto, das
> beweist, wenn jemand z.B. mit 1m Abstand (ergibt sich durch
> Fahrzeugproportionen) den Vordermann jagt oder die Vorderleute mit dem
> LKW auf den Grünstreifen drückt.

Da ein Foto nur eine Momentaufnahme ist, zaehlt das in meinster Weise.
Zu dichtes Auffahren kann auch Ausgebremst bedeuten. Auf Standstreifen
fahren kann auch illegales Abkuerzen heissen.
Deswegen filmt die Polizei mit geeichten Geraeten und knipst nicht mit
irgendwelchen Kameras.


Andreas

--
www.anju.de - fotos, texte und anderer Kram

Alex Sonnenschein

unread,
May 27, 2003, 8:08:04 AM5/27/03
to

"Chris" <mtf...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:batcbh$r4r$1...@bambi.zdv.Uni-Mainz.DE...
> In vielen Museen / Schlössern / Ausstellungen gilt ein
Fotografierverbot.

so wie hier?
http://benelli-tuner.de/Pics_Zone/Munchen/munchen.html


Jürgen Gerkens

unread,
May 27, 2003, 8:16:00 AM5/27/03
to
Wolfgang Hauser <see...@gmx.de>
haute in die Tasten:

> Die Aktion verlangt mindestens so viel Konzentration wie ein Handy am
> Ohr.

So eine Kamera hatten viele hier auch mal. Es standen aber notdürftige
mit Automatik gemachte Fotos aus dem Handgelenk oder am langem Arm zur
Diskussion. Du erinnerst dich?

> Und das ist bekanntlich seit geraumer Zeit verboten.

Jau, weil man sich dann minutenlang auf Gespräche konzentriert und vorher
die Augen dazu braucht, winzige Tasten zu finden. Wer eine Kamera der
erwähnten Bauart nicht mit einer Hand auslösen kann, ohne zwischendurch
noch lange Tasten zu suchen, der braucht ohnehin einen Fahrer.

>> (der auch schon mal den Gedanken hatte, einen rabiaten Drängler
>> zwecks Beweissicherung abzulichten, dem es aber dann doch zu blöd/zu
>> viel Aufwand war)
>
> Anblitzen eines anderen Autofahrers könnte schnell ein Eigentor
> werden, das ist wegen Blendgefahr ein gefährlicher Eingriff in den
> Verkehr.

[ ] Du hast geschnallt, daß hier zur Diskussion stand, den Blitz schon
deshalb abzustellen, weil die Reflektionen in der Scheibe dann ohnehin
das Bild unbrauchbar machen.

[ ] Du hast mitgedacht

[ ] Du weißt, worum es hier geht

> Zudem dürfte die grundsätzliche Beweiskraft eines solchen
> Fotos nahezu bei Null liegen, die juristische erst recht.

Name: Wolfgang Hauser
Geometrie: 6

Man beötigt nur die beteiligten Fahrzeugtypen, die Aufnahmebrennweite ist
ebenfalls in den Aufnahmedaten abgespeichert. Dann arrangiert jeder nicht
restlos hirnamputierte Sachverständige die Fahrzeuge entsprechend dem
Foto hin und ermittelt den Abstand des Dränglers zentimetergenau.

In Verbindung mit der Aussage des fast angeschobenen Fahrers kann sich
der angezeigte Drängler einpacken. Wer diesen noch mit einer
Falschaussage deckt, weil es ja so ein lieber Kumpel ist, kann sich sogar
auf eine Bewährungsstrafe einstellen.

Zwar nicht im Straßenverkehr, aber bei Sachbeschädigungen gegen das
Eigentum meiner Eltern habe ich schon mal Fotos gemacht. Diese sind erst
auf den Tisch gelegt worden, nachdem sich ein falsche Zeuge gemeldet hat.
Der Täter, der vorher noch groß die Klappe aufgerissen hat, falsche
Anschuldigung, Verleumdung, pi pa po hat sogar die folgenden
Reinigungsarbeiten bezahlt und seitdem 12 Jahre sein vorlautes Mundewerk
gehalten.

Du hast keine Vorstellung, wie schlechte Karten Du hast, wenn jemand
seine Zeugenaussagen durch Fotos belegen kann.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 27, 2003, 8:31:44 AM5/27/03
to
Andreas Just <news...@anju.de>
haute in die Tasten:

> Da ein Foto nur eine Momentaufnahme ist, zaehlt das in meinster Weise.
> Zu dichtes Auffahren kann auch Ausgebremst bedeuten.

Mit dem mehrfach erwähnten Foto der Kolonne vorn ist das ausgeschlossen.
Der zweitliche Abstand der Fotos wird in der Kamera sekundengenau
dukumentiert ...

> Auf Standstreifen
> fahren kann auch illegales Abkuerzen heissen.
> Deswegen filmt die Polizei mit geeichten Geraeten und knipst nicht mit
> irgendwelchen Kameras.

... und den Abstand kann jeder Sachverständige schon dadurch genau
ermitteln, daß er nur das hintere Fahrzeug so positionieren muß, daß sich
der gleiche Bildausschnitt ergibt. Die Brennweite steht im Header, der
Rest ist simples nachmessen, da die Fahrzeugtypen ja gegeben sind.

Genauer kann man das mit den Videos der Polizei nicht messen, welche
sogar bei Hinterherfahrt aus entsprechender Distanz gerichtsfest sein
müssen. Im bereits genannten Fall kann man das mit der Geometrie der
achten Klasse sehr exakt bestimmen.

Und da ein, zwei oder drei Meter mehr immer noch für ein mehrmonatiges
Fahrverbot reichen, muß in dem Fall rein gar nichts geeicht sein, außer
dem Metermaß.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 27, 2003, 8:18:17 AM5/27/03
to

Wolfgang Hauser <see...@gmx.de>
haute in die Tasten:

> Wie viele Anzeigen dieser Art hast Du bereits mit Erfolg absolviert?

Wann lernst Du lesen?

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Henning Richter

unread,
May 27, 2003, 9:34:08 AM5/27/03
to
"Dietmar Hollenberg" <dietmar_h...@web.de> schrieb

>>heikler - der Spurwechsel auf der Autobahn bei dem man erst kurz
>>vor Ultimo schnallt, dass da ja doch ein Fahrzeug ist.
>
>*Das* passiert einem mit einer gewissen Routine nicht mehr. Mit
>siebenstelligen km-Leistungen weiß man, wann man wohin seine
>Aufmerksamkeit richten muß.

und trotzdem macht auch dann *jeder* Fehler, irgendwann, irgendwo, wenn's
dann kracht ist das ein Unfall

>Deshalb glaube ich auch keinem Brummi-Profi, daß er den schnellen PKW vor
>dem Ausscheren nicht bemerkt hat. Über 90% von denen wissen ganz genau,
>was sie in dem Moment tun.

ausscherren, ja, aber man merkt, das du anscheinend noch nie in einem LKW
gesessen hast und daher keine Ahnung hast, wie riesig der tote Winkel in
solch einem Teil ist, fahr doch mal mit:
http://www.fahr-fair-mal-mit.de/
--
mfg
Henning
http://www.roadtrain.de

Henning Richter

unread,
May 27, 2003, 9:37:58 AM5/27/03
to
"Jürgen Gerkens" <gerkens...@gmx.de> schrieb

>>Und im Gegensatz zu den Medien sehe ich mehr aufmerksame und
>>zuvorkommende Autofahrer als "volle Triefnasen" und Idioten.
>
>Die Videoaufnahmen der Polizei und Blutproben sprechen
>da aber eine andere Sprache.

glaubst du auch das jeder LKW Fahrer auf der AutobahnZeitung liest?
Falls es dir noch nciht aufgefallen sein sollte.
Alle Berichte in diese Richtung verwenden nahezu jedesmal dieselben Bilder
der Videokameras der Polizei.
Legendär sind wohl die Bilder der Polizei, die aus einem Caravan LKW Fahrer
filmen die dabei - zugegeben - ziemlichen Dünnpfiff fabrizieren.
Diese Schnipsel habe ich aber mittlerweile schon in dutzenden Sendungen auf
*allen* Sendern gesehen, immer die gleichen, mit denselben Polizisten,
demselben Wohnmobil und denselben Aufnahmen.
Also, die Sachen nicht so hoch spielen.

>Rechne mal aus, wohin die oben erwähnten Statistiken ohne ABS,
>Airbags und verbesserten Aufprallschutz gewandert wären.

das ist unintressant

Henning Richter

unread,
May 27, 2003, 9:44:46 AM5/27/03
to
"Bernhard Mayer" <usen...@aonmail.at> schrieb

>>Schüler mueßte man sein, bei denen ist nichts zu holen...
>
>sag das nicht. die Bevölkerungsschicht, die am meisten Geld ausgibt
>und in Ländern wie Japan und USA eine eigene, kaufkräftige Zielgruppe

und du meinst in Deutschland, ÖSterreich, Schweiz, Niederlande etc. pp
(Industrieländer) nicht?

Frank Bechhaus

unread,
May 27, 2003, 1:14:18 PM5/27/03
to
Wolfgang Hauser <see...@gmx.de> wrote:
> Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> schrieb:

>>Weiß jetzt nicht, was ich mir für Bemerkungen fange. Jedenfalls weiß ich
>>nicht, was daran "wilde Sau" sein soll, wenn jemand in aller Ruhe einige
>>Sekunden mit einer Hand am Lenkrad fährt. Wenn das bereits gefährlich
>>ist, sollte man Autoradios am besten gleich verbieten.

> Die Aktion verlangt mindestens so viel Konzentration wie ein Handy am
> Ohr. Und das ist bekanntlich seit geraumer Zeit verboten.

Die Aktion verlangt, die Kamera einzuschalten, ungefähr in die richtige
Richtung zu halten und abzudrücken. Mit Sicherheit nicht so viel
Aufmerksamkeit wie ein Telefongespräch, sich eine Zigarette aus der
Packung zu fischen und anzuzünden oder das Autoradio zu bedienen.

>>(der auch schon mal den Gedanken hatte, einen rabiaten Drängler zwecks
>>Beweissicherung abzulichten, dem es aber dann doch zu blöd/zu viel
>>Aufwand war)

> Anblitzen eines anderen Autofahrers könnte schnell ein Eigentor
> werden, das ist wegen Blendgefahr ein gefährlicher Eingriff in den
> Verkehr.

Wer hat von anblitzen gesprochen? Das würde ich *niemals* tun.
Dabei denke ich nicht mal an den Verstoß gegen Paragrafen, sondern an die
sehr konkrete Gefahr, jemanden durch Blendung oder eine Schreckreaktion
in einen schweren Unfall zu verwickeln oder ihn ums Leben zu bringen.

> Zudem dürfte die grundsätzliche Beweiskraft eines solchen
> Fotos nahezu bei Null liegen, die juristische erst recht.

Was bringt Dich zu der Aussage? Meinst Du nicht, daß in der Situation
"Aussage steht gegen Aussage" ein Foto Beweiswert haben kann, das
jemanden auf der Überholspur der Autobahn mit maximal 1m Abstand zeigt?
(Vorausgesetzt, es ist was drauf zu erkennen.)

Gruß,
Frank

Simon Kühn

unread,
May 27, 2003, 1:46:18 PM5/27/03
to
Michael Theobald schrieb:

>On Tue, 27 May 2003 00:00:12 +0200, Simon Kühn wrote:
>
>
>
>>Und dieser schwedische Ort, den
>>man beim Weißabgleich einstellen soll. Wow... ;)
>>
>>
>
>:-)))
>
>Gruß Michael, der sich jeden Kommentar zum Ursprungsposting verkniffen hat.
>
>
>
>

Ja Chris verkneift sich irgendwie auch jeden Kommentar... :(

Ernst Herbst, Evestorf

unread,
May 27, 2003, 2:42:30 PM5/27/03
to
Henning Richter in news:bavpee$47u7v$1...@ID-97386.news.dfncis.de:

> ..., aber man merkt, das du anscheinend noch nie in


> einem LKW gesessen hast und daher keine Ahnung hast, wie riesig
> der tote Winkel in solch einem Teil ist,

Und genau deswegen ist der Fahrer vor einem Spurwechsel oder dem
Linksabbiegen zur _doppelten_ Rückschau verpflichtet. Diese
Rückschau hat direkt über die Schulter zu erfolgen und nicht durch
den Spiegel. Danach lebt auch der toteste Winkel wieder.

MfG
HERBST
--
Bei vollem Teller schweift der Blick selten über seinen Rand hinaus.

Ernst Herbst; Evestorf; Süderweg 14; D-30974 Wennigsen
Telefon +49 170/99 6 33 88

Thomas Grüske

unread,
May 27, 2003, 2:46:21 PM5/27/03
to
Frank Bechhaus wrote:
> Was bringt Dich zu der Aussage? Meinst Du nicht, daß in der Situation
> "Aussage steht gegen Aussage" ein Foto Beweiswert haben kann, das
> jemanden auf der Überholspur der Autobahn mit maximal 1m Abstand zeigt?
>
[x] du möchtest die Diskussion in de.soc.recht.strassenverkehr
weiterführen und dich davon überzeugen, dass du außer selbst eins auf die
Glocke nichts weiter von der Aktion hast.

Andreas Heitzer

unread,
May 27, 2003, 2:48:03 PM5/27/03
to
Ernst Herbst, Evestorf schrieb ...

> Henning Richter in news:bavpee$47u7v$1...@ID-97386.news.dfncis.de:
>

>> [Toter Winkel beim LKW]


>
> Und genau deswegen ist der Fahrer vor einem Spurwechsel oder dem
> Linksabbiegen zur _doppelten_ Rückschau verpflichtet. Diese
> Rückschau hat direkt über die Schulter zu erfolgen und nicht durch
> den Spiegel. Danach lebt auch der toteste Winkel wieder.

Du hast sicherlich bei einem LKW nach rechts über die Schulter gekuckt, um
den "Toten Winkel" auszuschließen/zu verringern ... ;-)


Gruß An*beim Motorrad wenig toten Winkel habend*di
--
http://www.andi-heitzer.de
http://www.mopedfreunde.de

Thomas Grüske

unread,
May 27, 2003, 2:53:33 PM5/27/03
to
Andreas Heitzer wrote:
> Du hast sicherlich bei einem LKW nach rechts über die Schulter gekuckt, um
> den "Toten Winkel" auszuschließen/zu verringern ... ;-)
>
LOL Treffer, versenkt :-))

Ernst Herbst, Evestorf

unread,
May 27, 2003, 3:10:05 PM5/27/03
to
Andreas Heitzer in news:Xns9388D398...@andi-heitzer.de:

> Du hast sicherlich bei einem LKW nach rechts über die Schulter
> gekuckt, um den "Toten Winkel" auszuschließen/zu verringern ...

Aber natürlich nur dann, wenn ich von der rechten auf die linke Spur
wechsele, damit durch den plötzlichen Unterdruck nicht der
Mopedfahrer zu Fall kommt, der gerade auf dem Standstreifen rechts
überholt. Alles klar soweit?

Ernst Herbst, Evestorf

unread,
May 27, 2003, 3:19:02 PM5/27/03
to
Thomas Grüske in news:VA.00000f1...@corpserve.de:

> LOL Treffer, versenkt :-))

Nana, wer wird denn da vorschnell jubeln? Der werte Kollege Gerkens
bemängelte das Ausscheren von LKWs nach links.

Für Fachfragen bitte StVO §9 I 4 bemühen, ansonsten Gute Fahrt!

Thomas Grüske

unread,
May 27, 2003, 3:35:18 PM5/27/03
to
Evestorf Ernst Herbst wrote:
> Nana, wer wird denn da vorschnell jubeln?
>
Du. Lässt sich aber leicht an deinem Posting erkennen. Zugegebenermaßen
möglicherweise nur, wenn man auch wirklich genau hinschaut.

Ernst Herbst, Evestorf

unread,
May 27, 2003, 4:01:28 PM5/27/03
to
Thomas Grüske in news:VA.00000f2...@corpserve.de:

> Evestorf Ernst Herbst wrote:
>> Nana, wer wird denn da vorschnell jubeln?
>>
> Du. Lässt sich aber leicht an deinem Posting erkennen.
> Zugegebenermaßen möglicherweise nur, wenn man auch wirklich genau
> hinschaut.

Kommt zu

>>> Der werte Kollege Gerkens bemängelte das Ausscheren von LKWs
>>> nach links.

und
>>> Für Fachfragen bitte StVO §9 I 4 bemühen, ...

noch ein Sachbeitrag von Dir oder bleibt es bei obigem Unsinn?

Dietmar Hollenberg

unread,
May 27, 2003, 4:18:20 PM5/27/03
to
Wolfgang Hauser schrieb:

> Die Aktion verlangt mindestens so viel Konzentration wie ein Handy am
> Ohr. Und das ist bekanntlich seit geraumer Zeit verboten.

Ein Handy ans Ohr zu halten ist bisher nicht im geringsten
verboten. Verboten ist, mit diesem Handy am Ohr ein
Telefongespräch zu führen.

Und dieses Verbot ist nachweislich schachsinnig und
zweckverfehlt. Die Konzentration leidet nämlich nicht durch das
Halten des Handys, sondern durch das Gespräch. Für die
Ablenkung ist es irrelevant, ob man frei in die Gegend erzählt
oder sich ein Plastikteil vors Ohr drückt. Das ist übrigens
nicht aus der Luft gegriffen, sondern in Feldversuchen belegt.

Ein Foto "blind" zu machen, erfordert ganz sicher weniger
Konzentration als ein Telefongespräch.

> Anblitzen eines anderen Autofahrers könnte schnell ein Eigentor
> werden,

Danke für den Hinweis. Das war uns jetzt völlig neu. Jürgen hat
höchstens drei- oder fünfmal darauf hingewiesen, daß der Blitz
bei solchen Aktionen *vor der Abfahrt* abgeschaltet sein muß.

Tschüß

Dietmar
--
BTW: Ich lese keine Vollquottel. Wer alles quotet, landet im Killfile.
Wer sich dadurch auf den Schlips getreten fühlt:
http://www.learn.to/quote
http://www.volker-gringmuth.de/usenet/zitier.htm

Dietmar Hollenberg

unread,
May 27, 2003, 4:33:54 PM5/27/03
to
Andreas Heitzer schrieb:

> Du hast sicherlich bei einem LKW nach rechts über die Schulter gekuckt,
> um
> den "Toten Winkel" auszuschließen/zu verringern ... ;-)

Ist ja auch völlig normal in D, daß LKW nach *rechts* zum
Überholen ausscheren und dabei schnellere PKW abkneifen...

Dietmar Hollenberg

unread,
May 27, 2003, 4:32:13 PM5/27/03
to
Henning Richter schrieb:

> ausscherren, ja, aber man merkt, das du anscheinend noch nie in einem
> LKW
> gesessen hast

Doch, und ich habe auch selbst etliche tausend km in so einem
Ding abgerissen. Ich habe zwar "nur" die alte Klasse 3, aber
der 7,5-Tonner war ein runtergetonnter 13-Tonner mit 7m
Ladefläche. Den kann man zwar nicht direkt mit einem 40-Tonner
vergleichen, aber ein PKW ist das auch nicht mehr.

> daher keine Ahnung hast, wie riesig der tote Winkel in
> solch einem Teil ist,

Doch, das weiß ich. Wenn ein PKW mit 50km/h mehr im toten
Winkel ist, ist das fast immer halb so wild. Bis es eng wird,
ist er weg. 50m *hinter* LKW ist aber ganz sicher kein toter
Winkel, und wenn einer gerade mit 50km/h mehr da ist, wenn der
LKW ausschert, qualmen Reifen.

Vor allem die Fahrer mit den gelb-schwarzen Kennzeichen habe ich
gefressen. Einige von denen kennen absolut keine Gnade.

Dietmar Hollenberg

unread,
May 27, 2003, 5:08:25 PM5/27/03
to
Henning Richter schrieb:

> Also, die Sachen nicht so hoch spielen.

Mein Eindruck ist, daß Jürgen den Straßenverkehr nicht nur aus
dem Fernsehen und vom Wochenende kennt.

Was in diesen Sendungen gezeigt wird, ist reine
Sensationsmache. Was Vielfahrer im täglichen Verkehr erleben,
ist Realität. Ich habe auch schon zwischen einem LKW und der
Leitplanke geklemmt, mit 20cm Platz zur linken Seite und dem
rechten Spiegel zwischen Zugmaschine und Hänger. Und der Typ
hat sich auch noch wild aufgeregt, daß ich da war und mich
nicht in Luft auflöste. Und jetzt erzähl nichts vom toten
Winkel...

Mit den Stories, die ich schon mit LKW erlebt habe, könnte ich
Bücher füllen.

99% der Fahrer sind völlig in Ordnung. Aber wenn du pro Woche
2000km abreißt, überholst du hunderte von denen, und die fünf
Durchgeknallten, die du dabei triffst, reichen dir für die
nächsten Tage.

Dietmar Hollenberg

unread,
May 27, 2003, 5:25:17 PM5/27/03
to
Thomas Grüske schrieb:

> Du mögest bitte Jürgens Posting nochmals lesen.

Tu das. Hier bitte:

>>> Fahr mir mal 1 bis 2 m dicht auf, wenn ich hinter einer Kolonne hänge.

Und dann erklär mir, wie er die Kamera für ein Foto an die
*Frontscheibe* halten soll, wenn *du* auf 1-2m auffährst. Oder
unterstellst du jetzt, er würde für das Foto während der Fahrt
auf die eigene Motorhaube klettern, um durch die Frontscheibe
nach hinten zu fotgrafieren? Das könnte zwar ein
hochinteressantes Motiv ergeben, aber der künstlerische Aspekt
steht bei diesem Thema ausdrücklich nicht zur Debatte.

> Davon abgesehen ist es
> pures Theoretisieren

Ich habe völlig praktisch schon meine G3 auf meinem
Saugnapfstativ gehabt und mit der Intervallfunktion Bilder
einer schönen Landschaft gemacht, als ich keine Zeit hatte,
alle fünf Minuten anzuhalten und "richtig" zu fotografieren.
Wer soll mich hindern, die Kamera eben um 180° zu drehen, wenn
dann einer während der Fahrt meinen Kofferrauminhalt überprüfen
will?

> und bei praktischer Umsetzung so sicher wie das
> Amen in der Kirche ein Schuss ins Knie.

Los, erzähl. Ich fahre zur nächsten Polizeiwache, schildere den
Vorfall, zeige denen die gerade gemachten Bilder auf dem
Display und überlasse ihnen die Speicherkarte als Beweismittel.
Im Idealfall habe ich mein Notebook mit Brenner dabei und kann
die Speicherkarte wieder mitnehmen, nachdem die beiden
Polizisten mir noch mal ausdrücklich bestätigt haben, daß die
Bilder auf der CD mit denen in der Kamera identisch sind. Wann
geht der Schuß ins Knie?

uwe fechter

unread,
May 27, 2003, 5:45:59 PM5/27/03
to
Jürgen Gerkens <gerkens...@gmx.de> wrote in message news:<bavmur$j3d$3...@online.de>...

> Andreas Just <news...@anju.de>
> haute in die Tasten:
>
> > Da ein Foto nur eine Momentaufnahme ist, zaehlt das in meinster Weise.
> > Zu dichtes Auffahren kann auch Ausgebremst bedeuten.
>
> Mit dem mehrfach erwähnten Foto der Kolonne vorn ist das ausgeschlossen.
> Der zweitliche Abstand der Fotos wird in der Kamera sekundengenau
> dukumentiert ...
>
> > Auf Standstreifen
> > fahren kann auch illegales Abkuerzen heissen.
> > Deswegen filmt die Polizei mit geeichten Geraeten und knipst nicht mit
> > irgendwelchen Kameras.
>
> ... und den Abstand kann jeder Sachverständige schon dadurch genau
> ermitteln, daß er nur das hintere Fahrzeug so positionieren muß, daß sich
> der gleiche Bildausschnitt ergibt. Die Brennweite steht im Header, der
> Rest ist simples nachmessen, da die Fahrzeugtypen ja gegeben sind.

Wenn da nicht die EBV waere mit deren Hilfe man sich jeglichen
"Beweiss" basteln koennte.
In den Printmedien ist das ja schon fast der Normalfall wenn das Motiv
nicht ganz den eigen Vorstellungen entspricht.

Gruss
Uwe

Jochem Huhmann

unread,
May 27, 2003, 5:50:07 PM5/27/03
to
Dietmar Hollenberg <dietmar_h...@web.de> writes:

> Ein Foto "blind" zu machen, erfordert ganz sicher weniger
> Konzentration als ein Telefongespräch.

Wenn es einem egal ist, was auf dem Foto zu sehen sein wird, ganz
bestimmt. Wenn man gezielt blind fotografieren will, dann bezweifle ich
das ganz stark.


Jochem

Thomas Grüske

unread,
May 27, 2003, 7:19:54 PM5/27/03
to
Dietmar Hollenberg wrote:
> Los, erzähl. Ich fahre zur nächsten Polizeiwache, schildere den
> Vorfall, zeige denen die gerade gemachten Bilder auf dem
> Display und überlasse ihnen die Speicherkarte als Beweismittel.
> Im Idealfall habe ich mein Notebook mit Brenner dabei und kann
> die Speicherkarte wieder mitnehmen, nachdem die beiden
> Polizisten mir noch mal ausdrücklich bestätigt haben, daß die
> Bilder auf der CD mit denen in der Kamera identisch sind. Wann
> geht der Schuß ins Knie?
>
Es ist wirklich müßig darüber zu diskutieren. Wenn du meinst, es
funktioniert, bleibt es dir unbenommen, den Feldversuch zu starten.
Wundere dich aber nicht, wenn du als Fußgänger endest.

Thomas Grüske

unread,
May 27, 2003, 7:19:54 PM5/27/03
to
Evestorf Ernst Herbst wrote:
> noch ein Sachbeitrag von Dir oder bleibt es bei obigem Unsinn?
>
Wenn du deinen Beitrag

> Und genau deswegen ist der Fahrer vor einem Spurwechsel oder dem
> Linksabbiegen zur _doppelten_ Rückschau verpflichtet.
>

nochmal gelesen und verstanden hast, was du genau geschrieben hast -
möglicherweise.

Jürgen Gerkens

unread,
May 27, 2003, 7:03:09 PM5/27/03
to
Henning Richter <H...@gmx.li>
haute in die Tasten:

> Alle Berichte in diese Richtung verwenden nahezu jedesmal dieselben
> Bilder der Videokameras der Polizei.
> Legendär sind wohl die Bilder der Polizei, die aus einem Caravan LKW
> Fahrer filmen die dabei - zugegeben - ziemlichen Dünnpfiff
> fabrizieren.

Eigentlich denke ich eher an die ständigen eigenen Erlebnisse.

> Diese Schnipsel habe ich aber mittlerweile schon in dutzenden
> Sendungen auf *allen* Sendern gesehen, immer die gleichen, mit
> denselben Polizisten, demselben Wohnmobil und denselben Aufnahmen.
> Also, die Sachen nicht so hoch spielen.

Nicht ganz. Zuerst hatten die für solche Aufnahmen einen Bus gemietet,
später dann ein Wohnmobil beschafft. Das ist öfter im Einsatz, gezeigt
werden allerdings in der Tat nahezu die gleichen Aufnahmen. Bei anderen
Aufnahmen wurden aber schon Fahrer erwischt, die zugaben das Teil schon
zu kennen. Es scheint demnach nicht gerade selten im Einsatz zu sein.

>> Rechne mal aus, wohin die oben erwähnten Statistiken ohne ABS,
>> Airbags und verbesserten Aufprallschutz gewandert wären.
>
> das ist unintressant

Gegenargumente, die die Realität belegen, Aussagen unterstreichen oder
relativieren, waren schon immer "uninteressant".

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 27, 2003, 7:58:20 PM5/27/03
to
uwe fechter <ufec...@firemail.de>
haute in die Tasten:

> Wenn da nicht die EBV waere mit deren Hilfe man sich jeglichen
> "Beweiss" basteln koennte.

Allerdings nicht im fahrenden Auto. Diese Fotos kannst Du schon bei der
Anzeige der Polizei selbst geben. Wenn die keinen Kartenleser haben (hat
in HH z.B. schon die Wasserschutz vor Jahren gehabt), nehme ich eben
meinen 6 in 1 Leser. Der steckt zusammen mit dem AV Kabel in der
Seitentasche, weil ich beides ohnehin nur unterwegs zu Besuch bei denen
brauche, die so etwas nicht selbst besitzen. Damit landen die Fotos
direkt
nach dem Ereignis bei der Anzeige auf der Polizeistation und
nachträgliche
Manipulationsvorwürfe enden als falsche Anschuldigung.

> In den Printmedien ist das ja schon fast der Normalfall wenn das Motiv
> nicht ganz den eigen Vorstellungen entspricht.

Durch die eigene Scheibe fotografierte Autos kann man nachträglich schwer
z.B. dichter zusammensetzen. Dabei müßte nämlich nicht nur der
Hintergrund
passend gefälscht werden, sondern auch die Spiegelungen in de Scheibe.
Diese sind nur zu vermeinden, wenn jemand mit Polfilter arbeitet. Das
geht nur mit der SLR richtig gut, ist also nur von einem Beifahrer zu
leisten, nie und nimmer vom Fahrer selbest.

Und in dem Fall hast Du knackscharfe genau gezielte Fotos und zwei
Zeugen, von denen mindestens einer die Augen während der Augnahme direkt
auf dem Geschehen hatten. Die Chance gegen solche Beweise gegenan zu
kommen, kannst Du dann ganz knicken. Eher fängt sich jemand, der noch die
andere Seite mit einer Falschaussage deckt, eine Bewährungsstrafe wegen
uneidlicher Falschaussage ein.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 27, 2003, 8:39:51 PM5/27/03
to
uwe fechter <ufec...@firemail.de>
haute in die Tasten:

> Wenn da nicht die EBV waere mit deren Hilfe man sich jeglichen
> "Beweiss" basteln koennte.

Allerdings nicht im fahrenden Auto. Diese Fotos kannst Du schon bei der


Anzeige der Polizei selbst geben. Wenn die keinen Kartenleser haben (hat
in HH z.B. schon die Wasserschutz vor Jahren gehabt), nehme ich eben
meinen 6 in 1 Leser. Der steckt zusammen mit dem AV Kabel in der
Seitentasche, weil ich beides ohnehin nur unterwegs zu Besuch bei denen
brauche, die so etwas nicht selbst besitzen. Damit landen die Fotos
direkt nach dem Ereignis bei der Anzeige auf der Polizeistation und
nachträgliche Manipulationsvorwürfe enden als falsche Anschuldigung.

> In den Printmedien ist das ja schon fast der Normalfall wenn das Motiv


> nicht ganz den eigen Vorstellungen entspricht.

Durch die eigene Scheibe fotografierte Autos kann man nachträglich schwer

Jürgen Gerkens

unread,
May 26, 2003, 7:51:44 PM5/26/03
to
Dietmar Hollenberg <dietmar_h...@web.de>
haute in die Tasten:

> Als meine Videokamera (Gott hab sie selig) neu war, habe ich
> sie mal aus Jux mit dem Reisestativ im Auto an die Scheibe
> gehängt und eine Kassetenlänge lang mitlaufen lassen.

Dafür wäre mir der Aufwand zu groß, das jedesmal zu montieren. Ich habe
ein älteres Stativ, das in eine Schirmtasche paßt und sich lang ausziehen
läßt. Das ist normalerweise zu wackelig, weshalb ich es nur für "Knuffis"
(Slaveblitze) verwende. Das hatte ich mal mit je einem Bein in die
Taschen der Rücksitze geschoben und die Kamera zwischen den Sitzen
positioniert. Allerdings aus ganz anderem Grund.

Für die Anfahrt zu einem Grillfest hatte ich auf diese Weise Fotos für
eine Wegbeschreibung aufgenommen und die Kamera jeweils mit der IR
Fernbedienung ausgelöst.

AF abgestellt, Fokus kurz vor unendlich, Programmautomatik,
Zoomeinstellung und Ausrichtung erfolgte vorher vom Rücksitz aus.

Je nach Kamera sollte man dazu deren Standbyzeit sehr lang einstellen,
die Selbstabschaltung deaktivieren oder einfach zwischendurch mal
auslösen. Später hatte ich die Kamera aus Flachs noch mal auf
Videobetrieb gestellt und die Anfahrt als Mäusekino ins Netz gestellt.
War aber nur Spaß, weil diejenigen, die später den Weg finden sollen
das nicht als Ausdruck mitnehmen und dem Beifahrernavigationssystem
in die Hand drücken können.

Zuerst hatte ich nicht an die Standbyzeit gedacht und die Kamera löste
dann nach einer Weile nicht mehr aus, weil sie sich schon abgeschaltet
hatte. Deshalb hatte ich das wiederholt, als die Strecken an einem
Feiertag ziemlich auf dem Weg lag. Da war wenig los und man konnte
hinterher am PC besser Pfeile in die Fotos einfügen, außerdem waren die
Abbiegerspuren so schön zu erkennen.

Für Wegbeschreibungen kann man so sehr einfach und wirklich
gefahrlos Fotos machen, die Kamera bleibt so ständig in Fahrtrichtung
ausgerichtet und schußbereit. Schilder kann man für die Wegbeschreibung
im Netz nachträglich groß genug ausschneiden.

Als Dauereinrichtung kann ich mir so eine Sache aber nicht vorstellen.
Abgesehen vom Aufwand, die Kamera jedesmal zu montieren, wären
bei langem Standbybetrieb auch die Akkus schnell leer.

> In diesen 45 Minuten war ein brutales Vorfahrtnehmen (ich 70,
> er stehend, bei 15m Abstand losfahren) und ein Schneiden mit 3m
> Abstand bei fast 100 drauf.

Das gehört zum alltäglichen Standardprogramm auf deutschen Autobahnen.
Samstag wären zwei, die mir gleich aus zwei Richtungen die Vorfahrt
genommen haben, dabei fast zusammengestoßen. Genau dadurch hat man ja
auch die Routine, solche Situationen so zu erahnen, daß man die Kamera
oftmals rechtzeitig schußbereit hat.

Sonntag früh fuhr ich auf der 73 von einem Geburtstag zurück und sprach
mit meiner Beifahrerin über die Unfälle dort, weil wir auf der Hinfahrt
auf einem auf dem Dach liegenden PKW vorbei kamen. Vor uns eine Kollonne,
vor der einer sehr langsam fuhr und die direkt folgenden Fahrer sich die
ganze Zeit nicht trauten zu überholen vielleicht aber auch dazu gefhörten
und absichtlich hinterher fuhren. "Das sind genau diese
Schxxxsituationen, gleich schert hinten einer aus und ... " ... richtig:
Fast das letzte Fahrzeug der Kolonne überholte den ganzen Trupp, setzte
dazu natürlich erst an, als er merkte, daß vorn wieder keiner ausschert
und am Ende vorn sah man schon die Lichthupe vom Gegenverkehr.

Das sind Situationen, die man schon richtig "lesen" kann, natürlich aber
auch nicht fotografiert. Wäre in dem Fall, noch dazu nachts, aus der
Distanz ohnehin witzlos und man weiß ja wie sie zustanden kommen.

Mir ging es um die offensichtlichen Fälle, bei denen wirklich total
dämlich gedrängelt oder laufend gefährlich Spur gewechselt wird, obwohl
man angesichts der Verkehrslage ohnehin schon schnallen müßte, daß das
nicht mal dann etwas bringt, wenn es ohne Blechschaden abläuft, weil alle
rechtzeitig reagieren können. Auch die kann man oft geng mit Ansage
erleben. Gerade vor Wochenenden oder Feiertagen täglich, solange der
Verkehr noch halbwegs fließt.

> ...
> Mit der Videokamera auf dem Stativ damals habe ich einen netten
> Effekt bemerkt: Fahrer, die einen gnadenlos kilometerweit
> blockieren, sind innerhalb von 5s rechts, wenn man gut sichtbar
> zur Kamera greift und das rote Licht aufleuchten läßt.

Jau. Oft liegt der Rucksack verschlossen neben mir, weil ich das Handy im
Rucksack lasse und unterwegs ohnehin nicht ans Telefon gehe.

Und gerade dann kommt z.B. das Playmobilgesicht mit Golf, das eben
gerade schneller überholt wurde, als es sein Ego verkraften konnte, an
der nächsten Kolonne fast in den Kofferaum gekrabbelt. Einmal die
Schachtel vom Bedienteil des Radios (Könnte 'ne Pocket sein) oder nachts
den Schlüsselanhänger mit der kleinen roten LED Leuchte nach hinten
halten und huch, schon stimmt der Abstand.

Vorn hat das allerdings wenig Sinn, weil es im Spiegel kaum wahrgenommen
wird. Höchstens bei rollenden Spurblockaden. Sonst ist Video
interessanter, z.B. wilde Spurwechsel von LKW oder denen, die in Kolonnen
wechselseitig in die Sicherheitsabstände brettern um maximal 5 Meter /
Minute zu gewinnen.

> Die
> wissen also sehr genau, was sie da machen, aber es interessiert
> sie nicht, solange sie glauben, man könne ihnen nichts beweisen.

ACK

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Juergen .

unread,
May 27, 2003, 10:12:17 PM5/27/03
to
Frank Bechhaus wrote:
> Was bringt Dich zu der Aussage? Meinst Du nicht, daß
> in der Situation
> "Aussage steht gegen Aussage" ein Foto Beweiswert
> haben kann, das
> jemanden auf der Überholspur der Autobahn mit
> maximal 1m Abstand zeigt?
> (Vorausgesetzt, es ist was drauf zu erkennen.)

Vergiss hierbei nicht, dass wir von Digicams
sprechen - deren Beweiswert liegt bei Gericht
nur unwesentlich ueber dem eines mit einem
Bleistift bemalten Stueckes Papier.


Juergen

Juergen .

unread,
May 27, 2003, 10:11:57 PM5/27/03
to
"Ernst Herbst, Evestorf" wrote:
> Und genau deswegen ist der Fahrer vor einem Spurwechsel oder dem
> Linksabbiegen zur _doppelten_ Rückschau verpflichtet. Diese
> Rückschau hat direkt über die Schulter zu erfolgen und nicht durch
> den Spiegel. Danach lebt auch der toteste Winkel wieder.

Ist zwar OT, aber trotzdem:

Das Problem des toten Winkels laesst sich ganz
einfach durch einen aussen rechts in Hoehe der
Unterkante der Windschutzscheibe montierten, auf
den toten Winkel optimierten Spiegel zu 100 Prozent
ausschalten.

Die Gueterverkehrslobby sabotiert das massiv um die
ca. 150 Euro Kosten pro Fahrzeug zu sparen.

Ein solcher Spiegel wurde vor kurzem patentiert
und kann bald von verantwortungsbewussten Firmen
nachgeruestet werden.


Juergen

Juergen .

unread,
May 27, 2003, 10:18:47 PM5/27/03
to
Jürgen Gerkens wrote:
> > Andreas Just <news...@anju.de>

> > Da ein Foto nur eine Momentaufnahme ist, zaehlt das in meinster
> > Weise. Zu dichtes Auffahren kann auch Ausgebremst bedeuten.
> Mit dem mehrfach erwähnten Foto der Kolonne vorn ist das
> ausgeschlossen.
> Der zweitliche Abstand der Fotos wird in der Kamera sekundengenau
> dukumentiert ...

Das ergibt daher eine Abweichung von maximal
2 x 0,99 Sekunden, also 1,98 Sekunden;
im Mittel immer noch 2 x 0,495 = 0,99 Sekunden.

Das bedeutet, dass das bei 100 km/h eine
Wegstreckenabweichung von im Mittel ca. 28
bis maximal ca. 56 Metern einzurechnen sind
(um genau zu sein entsprechen 100 km/h 27,77778 m/s).


> > Auf Standstreifen
> > fahren kann auch illegales Abkuerzen heissen.
> > Deswegen filmt die Polizei mit geeichten Geraeten und knipst nicht mit
> > irgendwelchen Kameras.
> ... und den Abstand kann jeder Sachverständige schon dadurch genau
> ermitteln, daß er nur das hintere Fahrzeug so positionieren muß, daß sich
> der gleiche Bildausschnitt ergibt. Die Brennweite steht im Header, der
> Rest ist simples nachmessen, da die Fahrzeugtypen ja gegeben sind.

Der EXIF-Header ist zwar huebsch und hilft,
hinterher relevante Aufnahmedaten einsehen zu
koennen, aber er ist so leicht manipulierbar
dass seine Beweiskraft vor Gericht etwa Null
ist - das hat er mit den Photos aus den
Digiknipsen gemein.


> Genauer kann man das mit den Videos der Polizei nicht messen, welche
> sogar bei Hinterherfahrt aus entsprechender Distanz gerichtsfest sein
> müssen. Im bereits genannten Fall kann man das mit der Geometrie der
> achten Klasse sehr exakt bestimmen.

Da Du ja gerne mal starke Worte waehlst, will
ich Dir spontan einfach nicht mal nicht nachstehen:
Dafuer, dass Du von der Problematik offensichtlich
wenig bis gar keine Ahnung hast, ist
> kann man das mit der Geometrie der
> achten Klasse sehr exakt bestimmen
oder
> Genauer kann man das mit den Videos der Polizei
> nicht messen
schoen - aeh - _bemerkenswert_.


Mache Dich mal ansatzweise kundig bei Seiten wie
http://www.radarfalle.de/technik/ueberwachungstechnik/policepilot.php
http://www.radarfalle.de/technik/ueberwachungstechnik/provida.php
und beachte besonders die Kalibriereinheiten solcher
Systeme, deren Aufloesung in Bezug auf Zeit und Weg
etc. pp.

Und ueberlege, warum das Bedienpersonal zu speziellen
Schulungen verpflichtet ist, warum immer zwei
Beamte in einem Fahrzeug sind, warum ein Beamter
zusaetzlich einen Live-Kommentar aufspricht, warum
bei Einspruch des Fahrzeugfuehrers beide Beamte zur
Gerichtsverhandlung erscheinen muessen etc. pp.

Warum der Aufwand fuer Personal und einen 5-stelligen
Betrag fuer die Technikeinbauten pro Fahrzeug, wenn
eine Digiknipse mit EXIF-Header doch auch reichen
wuerde?

_Gerichtsfest_ ist der Punkt.
Und das ist keine Digiknipse - ganz evtl. mal
vom nicht offengelegten Canon-RAW abgesehen.

Und EXIF-Header sind nicht auch nur im Ansatz
gerichtsfest.


> Und da ein, zwei oder drei Meter mehr immer noch für ein mehrmonatiges
> Fahrverbot reichen, muß in dem Fall rein gar nichts geeicht sein, außer
> dem Metermaß.

In der Theorie schon - in der Praxis nicht, weil
eine Digiknipse nicht gerichtsfest... (s.o.).


Ich verstehe Deine Aufregung ueber andere
Verkehrsteilnehmer zwar, aber sie hilft Dir
letztlich auch nicht - nur etwas mehr
Gelassenheit hilft, ich spreche da aus eigener
Erfahrung.

Desweiteren ist mir vollkommen unverstaendlich,
wenn ich hier von Dir lese, dass Du nicht
begreifst, dass das umstaendliche Gefingere nach
der Kamera im Rucksack und deren anschliessende
Bedienung sehr gefaehrlich und grob fahrlaessig
ist - der von Dir gezogene Vergleich mit dem
Bedienen des Schaltgetriebes trifft auch nicht,
denn das geschieht unterbewusst und vollautomatisch
ohne Hinzusehen und benoetigt auch - und das ist
sehr wichtig - deutlich weniger Zeit als das
Gefingere nach der Kamera und deren Bedienung.

Zur Zeit habe ich ja oben schon was geschrieben,
aber hier nochmal:
Bei nur 100 km/h fuer eine Sekunde nicht auf
die Strasse gesehen bedeutet ca. 28 Meter
Blindflug, das sind mehr als sechs Laengen eines
VW Golf.


Juergen

Juergen .

unread,
May 27, 2003, 10:19:57 PM5/27/03
to
Jürgen Gerkens wrote:

Du verrennst Dich in diesem Thread.

> [ ] Du hast mitgedacht
> [ ] Du weißt, worum es hier geht

(Wolfgang Hauser schrieb:)
> > Zudem dürfte die grundsätzliche Beweiskraft eines solchen
> > Fotos nahezu bei Null liegen, die juristische erst recht.

> Name: Wolfgang Hauser
> Geometrie: 6

> Man beötigt nur die beteiligten Fahrzeugtypen, die
> Aufnahmebrennweite ist
> ebenfalls in den Aufnahmedaten abgespeichert. Dann
> arrangiert jeder nicht
> restlos hirnamputierte Sachverständige die Fahrzeuge
> entsprechend dem
> Foto hin und ermittelt den Abstand des Dränglers
> zentimetergenau.

Dazu moechte ich Dich zitieren:
> [ ] Du hast mitgedacht
> [ ] Du weißt, worum es hier geht

Denn das Problem liegt davor - in der
Nichtzulassung der Digiknipse als Beweismittel.
Insofern wuerde ein solches Gutachten eben gar
nicht erst erstellt werden.


> In Verbindung mit der Aussage des fast angeschobenen
> Fahrers kann sich
> der angezeigte Drängler einpacken. Wer diesen noch mit

So einfach ist das eben nicht.


> einer
> Falschaussage deckt, weil es ja so ein lieber Kumpel ist,
> kann sich sogar
> auf eine Bewährungsstrafe einstellen.

Neuer Schauplatz - der interessiert hier nicht.


> Zwar nicht im Straßenverkehr, aber bei Sachbeschädigungen
> gegen das
> Eigentum meiner Eltern habe ich schon mal Fotos gemacht.
> Diese sind erst
> auf den Tisch gelegt worden, nachdem sich ein falsche Zeuge
> gemeldet hat.
> Der Täter, der vorher noch groß die Klappe aufgerissen hat,
> falsche
> Anschuldigung, Verleumdung, pi pa po hat sogar die folgenden
> Reinigungsarbeiten bezahlt und seitdem 12 Jahre sein vorlautes
> Mundewerk gehalten.

Und das hat so alles vor Gericht stattgefunden?

> Du hast keine Vorstellung, wie schlechte Karten Du hast,
> wenn jemand
> seine Zeugenaussagen durch Fotos belegen kann.

Im Falle einer Digiknipse ist das nicht so -
das habe ich bereits in einem anderen Posting
ausgefuehrt.


Juergen

Juergen .

unread,
May 27, 2003, 10:33:37 PM5/27/03
to
Jürgen Gerkens wrote:
> uwe fechter <ufec...@firemail.de>

> > Wenn da nicht die EBV waere mit deren Hilfe
> > man sich jeglichen "Beweiss" basteln koennte.
> Allerdings nicht im fahrenden Auto. Diese Fotos
> kannst Du schon bei der
> Anzeige der Polizei selbst geben. Wenn die keinen
> Kartenleser haben (hat
> in HH z.B. schon die Wasserschutz vor Jahren gehabt),
> nehme ich eben
> meinen 6 in 1 Leser. Der steckt zusammen mit dem AV
> Kabel in der
> Seitentasche, weil ich beides ohnehin nur unterwegs
> zu Besuch bei denen
> brauche, die so etwas nicht selbst besitzen. Damit
> landen die Fotos
> direkt nach dem Ereignis bei der Anzeige auf der
> Polizeistation und
> nachträgliche Manipulationsvorwürfe enden als
> falsche Anschuldigung.

Nochmals: Du verrennst Dich hier in diesem Thread.

Zum Thema:
Eine ganz einfache Aushebelung der obigen
Verhaltensweise ist z. B. eine Kamera mit
zwei Speichermedien zu haben und dasjenige
abzugeben, das man vorher mittels EBV manipuliert
hat.

> > In den Printmedien ist das ja schon fast der Normalfall
> > wenn das Motiv
> > nicht ganz den eigen Vorstellungen entspricht.
> Durch die eigene Scheibe fotografierte Autos kann man
> nachträglich schwer
> z.B. dichter zusammensetzen. Dabei müßte nämlich nicht
> nur der
> Hintergrund passend gefälscht werden, sondern auch die
> Spiegelungen in de
> Scheibe. Diese sind nur zu vermeinden, wenn jemand mit
> Polfilter
> arbeitet. Das geht nur mit der SLR richtig gut, ist also
> nur von einem
> Beifahrer zu leisten, nie und nimmer vom Fahrer selbest.

DU kannst diese Manipulation vielleicht nicht
vornehmen - andere koennen (nein, ich auch nicht
unbedingt).

> Und in dem Fall hast Du knackscharfe genau gezielte
> Fotos und zwei
> Zeugen, von denen mindestens einer die Augen während
> der Augnahme direkt
> auf dem Geschehen hatten. Die Chance gegen solche
> Beweise gegenan zu
> kommen, kannst Du dann ganz knicken. Eher fängt sich

Die Aussagen haben eine - wie im Einzelfall auch
immer gewertete - Beweiskraft.


> jemand, der noch die
> andere Seite mit einer Falschaussage deckt, eine
> Bewährungsstrafe wegen uneidlicher Falschaussage ein.

Du machst mal wieder einen Nebenkriegsschauplatz
auf, der interessiert hier aber nicht.


Die entscheidende Frage ist zunaechst einzig
und allein:
Ist eine Digicam gerichtsfest?

Da Du das behauptest, musst Du dazu mal Beweise
erbringen.
Dann kann man ueber den Rest diskutieren, ansonsten
ist das vollkommen sinnlos.


Juergen

Jürgen Gerkens

unread,
May 27, 2003, 10:56:08 PM5/27/03
to

Juergen . <jag...@bigfoot.com>
haute in die Tasten:

> Denn das Problem liegt davor - in der
> Nichtzulassung der Digiknipse als Beweismittel.

Ja genau, die Politessen rennen seit Jahren nur mit der Digicam herum,
wahrscheinlich um die Autos für eBay zu knipsen, ja klar Jürgen.
Auch die Digitalkameras bei Polizei und Wasserschutz haben
reinen Hobbycharakter, logo ...

Nein Jurgen, auch digitale Fotos sind in Verbindung mit einer
Zeugenaussage Beweismittel. Analoge Fotos lassen sich übrigens ebenfalls
fälschen und wenn nur ein Abzug vorgelegt wird, könnte nicht mal mehr
jemand sagen, ob das Foto analog oder digital aufgenommen wurde.

>> einer
>> Falschaussage deckt, weil es ja so ein lieber Kumpel ist,
>> kann sich sogar
>> auf eine Bewährungsstrafe einstellen.
>
> Neuer Schauplatz - der interessiert hier nicht.

Doch, weil so ein Foto dazu führt, daß die Anzeige bei "Aussage
gegen Aussage" nicht ausgeht wie das Hornberger Schießen!

> Und das hat so alles vor Gericht stattgefunden?

Jep, allerdings noch mit analoger Aufnahmetechnik.
Macht aber keinen Unterschied, da auch behörden
selbst digitale Fotobeweise machen.

> Im Falle einer Digiknipse ist das nicht so -
> das habe ich bereits in einem anderen Posting
> ausgefuehrt.

Was ändern deine Ausführungen an der real existierenden Praxis, in der
auch die Polizei und Politessen gerichtesfeste Fotobeweise digital macht?
Genau: Nichts!


Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Christian Mautner

unread,
May 27, 2003, 11:05:12 PM5/27/03
to
In article <bb18ej$se4$1...@online.de>, Jürgen Gerkens wrote:
>
> Nein Jurgen, auch digitale Fotos sind in Verbindung mit einer
> Zeugenaussage Beweismittel. Analoge Fotos lassen sich übrigens ebenfalls
> fälschen und wenn nur ein Abzug vorgelegt wird, könnte nicht mal mehr
> jemand sagen, ob das Foto analog oder digital aufgenommen wurde.

Doch, doch, ich kenne da jemanden, der dir sicher bald erklaeren wird,
dass er sogar sagen kann, ob es mit einem Foveon oder einem
Bayer-Sensor aufgenommen wurde!

SCNR,
chm.

(und, koenntet ihr den off-topic thread irgendwo anders fortsetzen?)

--
christian mautner -- chm bei istop punkt com -- ottawa, canada

Stefan Rosskopf

unread,
May 27, 2003, 11:12:57 PM5/27/03
to
Henning Richter <H...@gmx.li> schrieb:

> http://www.fahr-fair-mal-mit.de/

Gruebel. Ausser vielen Sponsorenlogos oben, einem Copyrightvermerk
links, einem netten Bildchen, mit dem ich aber keinen toten Winkel
feststellen kann, weil nur nach vorne geschaut wird, und einem "Die
Aktion wird unterstuetzt von" unten kann ich leider keinerlei Funktionen
der Seite feststellen, die deine Argumentation stuetzt- soll da noch
mehr auf der Seite sein?!

Gruss, Stefan
--
http://www.stpaulianer.de <- News, Statistik, Fotos & Audios
http://weblog.kiezkicker.de <- Das Leben eines Kiezbewohners
http://www.stpaulifanclub.de <- St.Pauli- Fanclub Netpirates
IRC-net: Chatting as Kiezkickr @ #fcstpauli,#katzen,#hamburg

Stefan Rosskopf

unread,
May 27, 2003, 11:15:13 PM5/27/03
to
Dietmar Hollenberg <dietmar_h...@web.de> schrieb:

> Andreas Heitzer schrieb:
>
> > Du hast sicherlich bei einem LKW nach rechts über die Schulter
> > gekuckt, um
> > den "Toten Winkel" auszuschließen/zu verringern ... ;-)
>
> Ist ja auch völlig normal in D, daß LKW nach *rechts* zum
> Überholen ausscheren und dabei schnellere PKW abkneifen...

Ja, und der Schulterblick nach links liefert mir leider nur eine
Schlafkabine, der Winkel ist dann zwar nicht tot, aber der Armin
schlaeft. ;-)

Wolfgang Hauser

unread,
May 28, 2003, 12:55:14 AM5/28/03
to
Jürgen Gerkens <gerkens...@gmx.de> schrieb:

>> Zudem dürfte die grundsätzliche Beweiskraft eines solchen
>> Fotos nahezu bei Null liegen, die juristische erst recht.
>
>Name: Wolfgang Hauser
>Geometrie: 6
>
>Man beötigt nur die beteiligten Fahrzeugtypen, die Aufnahmebrennweite ist
>ebenfalls in den Aufnahmedaten abgespeichert. Dann arrangiert jeder nicht
>restlos hirnamputierte Sachverständige die Fahrzeuge entsprechend dem
>Foto hin und ermittelt den Abstand des Dränglers zentimetergenau.

Der Abstand an sich ist ohne Information zur Geschwindigkeit, die ein
Standbild nunmal nicht sinnvoll liefert, ziemlich witzlos. Darauf
wollte ich hinaus, ist Dir aber offensichtlich nicht zu vermitteln.

Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen, sobald Du anhand
eines solchen Fotos eine Anzeige erfolgreich durchgebracht hast.

Martin Schoenbeck

unread,
May 28, 2003, 2:48:42 AM5/28/03
to
Hallo Jürgen Punkt,

"Juergen ." schrieb:


>
> _Gerichtsfest_ ist der Punkt.
> Und das ist keine Digiknipse - ganz evtl. mal
> vom nicht offengelegten Canon-RAW abgesehen.
>
> Und EXIF-Header sind nicht auch nur im Ansatz
> gerichtsfest.

Das ist doch nun wirklich Humbug. Wenn Du einem Richter sagst, daß
jemand 90 cm hinter Dir gefahren ist, dann ist es völlig egal, für wie
glaubwürdig der Richter Dich hält, _daß_ ist für ihn auf jeden Fall nur
eine ganz grobe Schätzung. Lieferst Du ihm aber ein Bild, von dem _Du_
sicher sagen kannst, daß es nicht manipuliert wurde, dann hängt kommt es
darauf an, ob der Richter Dir glaubt. Wenn ja, dann hat dies Bild
Auswirkung auf den Prozess. Das nennt man dann Beweiswürdigung. Und
_das_ ist der Punkt.

Gruß Martin

Volker Neundorf

unread,
May 28, 2003, 3:03:47 AM5/28/03
to

"Wolfgang Paul" <wp...@nospam4me.de> wrote in message
news:1fvmhdu.1fv23k61fxztj5N%wp...@nospam4me.de...
> Volker Neundorf <volker....@tu-ilmenau.de> wrote:

> > Er hat eine URL gepostet. Das Web ist öffentlich!
>
> Pfft - darum ging es eben *nicht*.
>
> Ich fragte doch ausdrücklich ***ohne*** Veröffentlichung,
> also nur bei einem Verstoß gegen die Bade^W Hausordnung?!
>

Ah so, falsch verstanden, dann kommt wohl eher das zweite Argument
zum tragen...

>>Die Frage ist nur, wer bekommts raus bzw wen interessiert
>>ein Bild dieser Qualität?

mfg


Peter Bruells

unread,
May 28, 2003, 4:01:15 AM5/28/03
to
Wolfgang Hauser <see...@gmx.de> writes:

> Der Abstand an sich ist ohne Information zur Geschwindigkeit, die ein
> Standbild nunmal nicht sinnvoll liefert, ziemlich witzlos. Darauf
> wollte ich hinaus, ist Dir aber offensichtlich nicht zu vermitteln.

Auf der Autobahn? Wenn nicht gerade Stau war (und die sind bekannt),
dann sind bestimmte Entfernungen grundsätzlich zu nah, egal ob bei
100 oder 200 km/h.


Thomas Grüske

unread,
May 28, 2003, 4:13:49 AM5/28/03
to
Peter Bruells wrote:
> Auf der Autobahn? Wenn nicht gerade Stau war (und die sind bekannt),
> dann sind bestimmte Entfernungen grundsätzlich zu nah, egal ob bei
> 100 oder 200 km/h.
>
http://www.radarfalle.de/technik/ueberwachungstechnik/abstand.php

Egon Vellusig

unread,
May 28, 2003, 6:07:28 AM5/28/03
to
Volker Neundorf <volker....@tu-ilmenau.de> wrote:

> Die Frage ist nur, wer bekommts raus bzw wen interessiert

> ein Bild dieser Qualität? (Mit Qualität ist jetzt die Möglichkeit
> zur Reproduktion gemeint, nix gegen deine Aufnahmen)

Für (schlechte) Postkarten langt's allemal.

Schöne Grüße, Egon

--
Egon Vellusig - D-93309 Kelheim, Donaustr. 11
Tel: +49 171 2081535 - http://www.vellusig.de
Kelheimer Nachrichten: http://www.kelheimer-nachrichten.de
*************** Abgeordnete sind bestechlich ***************

Peter Bruells

unread,
May 28, 2003, 6:43:13 AM5/28/03
to
Thomas Grüske <spam_r...@freakmail.de> writes:

> Peter Bruells wrote:
> > Auf der Autobahn? Wenn nicht gerade Stau war (und die sind bekannt),
> > dann sind bestimmte Entfernungen grundsätzlich zu nah, egal ob bei
> > 100 oder 200 km/h.
> >
> http://www.radarfalle.de/technik/ueberwachungstechnik/abstand.php

Und mit einem Quecksilberthermometer kann man keine Temperaturen
unter 40°C und und über 350°C messen, stimmt.

Jürgen Gerkens

unread,
May 28, 2003, 9:28:20 AM5/28/03
to
Juergen . <jag...@bigfoot.com>
haute in die Tasten:

> Das ergibt daher eine Abweichung von maximal


> 2 x 0,99 Sekunden, also 1,98 Sekunden;
> im Mittel immer noch 2 x 0,495 = 0,99 Sekunden.

Und in der Zeit hat der große Manipulator dann also alle seine Freunde
angerufen, die vor ihm dichten Verkehr bilden, damit niemand behaupten
kann, er hätte den Abstand durch ausbremsen selbst reduziert? Beim
gleich danach gemachten zweiten Foto ging es doch darum, zu zeigen,
daß vorn ohnehin dicht ist, man also nicht als rollenden Blockade
unterwegs war. Angebliche Ausbremsmanöver sind damit aber auch
wiederlegt, da man zeigen kann, daß man hinter eine Kolonne hängt,
also gar nicht aus vollem Tempo aus böser Absicht gebremst haben
kann. Beides ergibt sich aus dem zweigen Foto, das auch gleich zeigt,
daß man nicht im Stau stand. Den Abstand ergibt allein schon das erste
Foto, rein geometrischer Zusammenhang aus Aufnahme, Fahrzeugtypen
und Brennweite. Alles gegeben, die Distanz also leicht genau zu
ermitteln.

Bei jedem Parkmanöver rückwärts muß man die Distanz aus gleicher Sicht
genauer einschätzen können, als für die Bestimmung dieses Abstandes. Hier
würden aber schon mehrere Meter für ein Fahrverbot reichen.

> Das bedeutet, dass das bei 100 km/h eine
> Wegstreckenabweichung von im Mittel ca. 28
> bis maximal ca. 56 Metern einzurechnen sind
> (um genau zu sein entsprechen 100 km/h 27,77778 m/s).

Der Abstand ergibt sich schon llein durch das erste Foto.

> Der EXIF-Header ist zwar huebsch und hilft,
> hinterher relevante Aufnahmedaten einsehen zu
> koennen, aber er ist so leicht manipulierbar
> dass seine Beweiskraft vor Gericht etwa Null
> ist - das hat er mit den Photos aus den
> Digiknipsen gemein.

Wer die Fotos danach gleich bei der Anzeige abliefert, hat gar keine
Chance zur Manipulation. Wer unterstellt, daß jemand in der Zeit mit dem
Notebook auf dem nächsten Parkplatz irgendwelche Bilder zusammenpuzzelt,
hat zu viel schlechte Filme aus Hollywood gesehen.

> Da Du ja gerne mal starke Worte waehlst, will
> ich Dir spontan einfach nicht mal nicht nachstehen:
> Dafuer, dass Du von der Problematik offensichtlich
> wenig bis gar keine Ahnung hast, ist
>> kann man das mit der Geometrie der
>> achten Klasse sehr exakt bestimmen
> oder
>> Genauer kann man das mit den Videos der Polizei
>> nicht messen
> schoen - aeh - _bemerkenswert_.

Wer nicht in der Lage ist, die Brennweite aus den Aufnahmedaten ein und
die Aufnahme nachzustellen, d.h. das Fahrzeug so dahinter zu stellen, daß
sich die gleiche Perspektive herzustellen, um den Abstand nachzumessen,
hat im Mathematik nach der sechsten Klasse nie wirklich teilgenommen.
Wenn Brenweite und die Perspektive wie auf dem Foto stimmen, ist die
Distanz automatisch gegeben und sehr genau nachzumessen. Die Toleranz
dürfte im Bereich von wenigen Zentimetern liegen. Wenn dann statt 1 m
auch 2, 3 oder 4 für ein Fahrverbot reichen, kannst Du dir den Rest
denken.

> Mache Dich mal ansatzweise kundig bei Seiten wie
> http://www.radarfalle.de/technik/ueberwachungstechnik/policepilot.php
> http://www.radarfalle.de/technik/ueberwachungstechnik/provida.php
> und beachte besonders die Kalibriereinheiten solcher
> Systeme, deren Aufloesung in Bezug auf Zeit und Weg
> etc. pp.

Es wurden schon Leute verurteilt, weil als Maß diente, daß das
Kennzeichen unter der Heckscheibe abgedeckt wurde. Stand
nach dem Urteil schon in Autozeitschriften. Zur so einer Aussage
noch ein Foto und den, der da gegenan stinkt, möchte ich erleben.

> Und ueberlege, warum das Bedienpersonal zu speziellen
> Schulungen verpflichtet ist, warum immer zwei
> Beamte in einem Fahrzeug sind, warum ein Beamter
> zusaetzlich einen Live-Kommentar aufspricht, warum
> bei Einspruch des Fahrzeugfuehrers beide Beamte zur
> Gerichtsverhandlung erscheinen muessen etc. pp.

Der Gutachter, der den Abstand mit dem Foto ermitteln kann, wird dem
Richter die Toleranzen auch schön ausrechnen und entsprechend geschult
sein. Wenn der rückwärts einparken kann, wird der das auch schon noch
schaffen. :-)

> Warum der Aufwand fuer Personal und einen 5-stelligen
> Betrag fuer die Technikeinbauten pro Fahrzeug, wenn
> eine Digiknipse mit EXIF-Header doch auch reichen
> wuerde?

Weil die auch Abstandmessungen von zwei vor sich fahrenden Fahrzeugen und
die Geschwindigkeit samt Meßwegstrecke ermitteln können, sowie das alles
auf Video filmen. Außerdem würde der Beifahrer nach Feierabend 'ne
Halskrause brauchen, wenn er ständig über die Schulter durch die
Heckscheibe
knipsen würde. Und Personalausfall ist teuer ... :-)

> _Gerichtsfest_ ist der Punkt.
> Und das ist keine Digiknipse - ganz evtl. mal
> vom nicht offengelegten Canon-RAW abgesehen.
>
> Und EXIF-Header sind nicht auch nur im Ansatz
> gerichtsfest.

In Verbindung mit einer Aussage, wie alle Fotos. Jedes Foto ist
manipulierbar, nur erfordert das Zeit. Noch krasser wäre das bei einer
Videoaufnahme, z.B. auch mit der Digi. Die wäre nur mit großem
Zeitaufwand zu faken, bis zur Abgabe auf der nächsten Wache könnten das
nicht mal entsprechende Studios.

> In der Theorie schon - in der Praxis nicht, weil
> eine Digiknipse nicht gerichtsfest... (s.o.).

Den Gegenbeweis kannst Du haben: Parke mal falsch und behaupte mal je
nach Knöllchen oder Abschlepaktion, Du hättest dort nicht gestanden oder
eine eventuelle Beule hat man dir beim Abschleppen reingemacht und klage
mal wegen Parknöllchen oder Beule. Dann wird man dir "erklären", was das
Gericht zu den Fotos der Politesse sagt, die vor dem Abschleppmanöver
gemacht wurden.

> Ich verstehe Deine Aufregung ueber andere
> Verkehrsteilnehmer zwar, aber sie hilft Dir
> letztlich auch nicht - nur etwas mehr
> Gelassenheit hilft, ich spreche da aus eigener
> Erfahrung.

Meinen Führerschein habe ich 19 Jahre, nach wie vor Null Punkte in
Flensburg, jedes Fahrzeug spult bei mir >200.000 km ab und meine
Beifahrer(innen) sagen regelmäßig "Also daß Du dabei noch so ruhig
bleiben kannst...". Ach ja: Meine Schadensfreiheitsklasse könnte auch
nicht besser sein.

> Desweiteren ist mir vollkommen unverstaendlich,
> wenn ich hier von Dir lese, dass Du nicht
> begreifst, dass das umstaendliche Gefingere nach
> der Kamera im Rucksack und deren anschliessende
> Bedienung sehr gefaehrlich und grob fahrlaessig
> ist

Sei dir mal sicher, daß ich dazu nicht unterwegs auf die Rückbank
krabbel. ;-)

Es kommt drauf an, wie die Kamera voreingestellt ist, ob erst der Deckel
abgemacht oder sie aufgeschoben werden muß, wo sie liegt und wie die
Tasche beschaffen ist. Meine hat den Zubehöradapter als Schutz immer
drauf, wird damit nur in den Rucksack gesteckt und der hängt offen über
den Beifahrersitz, weil ich vorher das Handy angestöpselt habe. Und zudem
lasse ich sie immer in standby, weil sie dann nicht jedesmal das Objektiv
erst rausfahren muß und sie bei Schnappschüssen schnell bereit ist. Daher
brauche ich nur das Gehäuse greifen und den Auslöser tippen, schon
schaltet sie sich ein. In dem Fall ist das tatsächlich nicht gefährlich.
Ist der Beifahrersitz belegt, schnappt sich in dem Fall ohnehin die
Person dort die Kamera.

Um beispielsweise aus meiner Sitzposition besser das Radio bedienen zu
können, ohne den Blick von der Fahrbahn nehmen zu müssen, habe ich den
kleinen Joystick von Sony unter dem Blinkhebel an der Lenksäule montiert.
Auf den zu verzichten, finde ich weitaus gefährlicher, als meine Kamera
aus meinem Rucksack zu ziehen und auszulösen. Außerdem ist der geil,
wenn die Beifahrerin ständig so blöde Sender einstellt. ;-)

Das das Foto dabei nicht unbedingt was werden muß, steht gar nicht zur
Debatte, schließlich hat man keine Kontrolle, ob und worauf die Kiste
scharf stellt. Dann hat man eben kein Foto, so what?

> der von Dir gezogene Vergleich mit dem
> Bedienen des Schaltgetriebes trifft auch nicht,
> denn das geschieht unterbewusst und vollautomatisch
> ohne Hinzusehen und benoetigt auch - und das ist
> sehr wichtig - deutlich weniger Zeit als das
> Gefingere nach der Kamera und deren Bedienung.

Wegen der Kamera muß ich dabei aber auch nur dort hinsehen, wo ich gerade
hinfahre. Und gerade wenn ich eine gefährliches Manöver erwarte, das ich
aufnehmen will, habe ich doch gerade das Geschehen im Blick und schaue
keine Löcher in die Landschaft. Bremsen kann man jederzeit, bis dann
der Gang raus muß oder gewechselt werden muß, damit man zügig wieder
in die Gänge kommt, vergeht eine lange Zeit.

Schalte mit Kamera in der Hand wäre zudem auch kein Ding.
Es sei denn man hat Kinderhände.

> Zur Zeit habe ich ja oben schon was geschrieben,
> aber hier nochmal:
> Bei nur 100 km/h fuer eine Sekunde nicht auf
> die Strasse gesehen bedeutet ca. 28 Meter
> Blindflug, das sind mehr als sechs Laengen eines
> VW Golf.

Na, dann ist es ja besonders gut, daß ich für die Aufnahme
mit der Kamera schön nach vorn schaue.

Beim Wehrdienst mußten wir uns einen Kleiderbeutel über die ABC Maske
ziehen und unser Gewehr zerlegen, die Teile wurden anders hingelegt und
wir durften es wieder montieren. Wer seine vollautomatisch
funktionsfähige Kamera, die er schon lange in Gebrauch hat, nicht mit
einer Hand aus der Tasche ziehen und auslösen kann, der sollte das
natürlich lassen. Aber so wenig Fingerfertigkeit nehme ich nicht als
Maßstab. Dann wäre ich als Kind im Segelurlaub schon vor
Dänemark verhungert. ;-)

Wie ich schon sagte. Wenn man das Kamera je nach Modell oder Tasche nur
beidhändig auspacken und in Betrieb setzen kann oder am Ende noch durch
den Sucher guckt, wird die Nummer natürlich schon mal brenzlich bis
zirkusreif.

Ist der Rucksack verschlossen, weil ich vorher das Telefon gar nicht
rausgenommen habe, müßte ich sowieso erst mal den Deckel und einen
Reisßverschluß öffnen. Das geht bei dem Teil weder mit einer Hand, noch
schnell genug, um überhaupt noch zu einer Aufnahme zu kommen.

Sonst wird die Knipse einfach nur gegriffen und ausgelöst. Dazu muß ich
nicht einmal von der Straße wegsehen.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 28, 2003, 9:30:45 AM5/28/03
to

Martin Schoenbeck <ms.usene...@Schoenbeck.de>
haute in die Tasten:

> Das ist doch nun wirklich Humbug. Wenn Du einem Richter sagst, daß
> jemand 90 cm hinter Dir gefahren ist, dann ist es völlig egal, für wie
> glaubwürdig der Richter Dich hält, _daß_ ist für ihn auf jeden Fall
> nur eine ganz grobe Schätzung. Lieferst Du ihm aber ein Bild, von dem
> _Du_ sicher sagen kannst, daß es nicht manipuliert wurde, dann hängt
> kommt es darauf an, ob der Richter Dir glaubt. Wenn ja, dann hat dies
> Bild Auswirkung auf den Prozess. Das nennt man dann Beweiswürdigung.
> Und _das_ ist der Punkt.

Eben und das Foto unterstreicht dann den Einschätzungsgehalt der Aussage.
Beim Rückwärts Einparken muß man Zentimeter schätzen können. Hier könnten
die Fahrzeuge vom Gutachter regelrecht nach der Aufnahme arrangiert
werden, um den Abstand nachzustellen. Das ist ein Klacks, zumal als
Toleranz ein Meter schon reichen würde.

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Jürgen Gerkens

unread,
May 28, 2003, 9:46:24 AM5/28/03
to
Christian Mautner <c...@istop.com>
haute in die Tasten:

> Doch, doch, ich kenne da jemanden, der dir sicher bald erklaeren wird,
> dass er sogar sagen kann, ob es mit einem Foveon oder einem
> Bayer-Sensor aufgenommen wurde!

Sogar die Farbe des Kartenleserätes, den Kaufpreis der Speicherkarte und
welches Objektiv nicht benutzt wurde. ;-)

> (und, koenntet ihr den off-topic thread irgendwo anders fortsetzen?)

Kannst Du keinen Thread filtern? Es besteht schließlich die Gefahr, daß
wir wieder zum Thema kommen, dann wird's anderswo off-topic. ;-)

Schöne Grüße
Jürgen Gerkens

Juergen .

unread,
May 28, 2003, 12:17:51 PM5/28/03
to
Jürgen Gerkens wrote:
(diverses)

Wie bereits in einem anderen Posting ausgefuehrt:

Das sind alles Nebenkriegsschauplaetze, die
nicht auf den Punkt fuehren.


Daher moechte ich ganz einfach die Sache wieder
auf den Kern reduzieren, so bleiben wir auch
On-Topic hier:

Du behauptest, wenn Du als Privatperson Dich
unterwegs von einem anderen Verkehrsteilnehmer
gefaehrdet siehst, dass ein in der Situation
von Dir gemachtes Photo mit einer Digiknipse
vor Gericht ueblicherweise ein eindeutiger
Beweis ist.
(Ist das so sachlich richtig von mir
zusammengefasst? Wenn nicht, bitte Korrektur)

Ich bezweifele das.

Daher liegt es nun an Dir, durch geeignete
Quellen wie z. B. Gerichtsurteile oder
Abhandlungen in Fachkommentaren zu belegen,
dass wenn Du als Privatperson Dich unterwegs
von einem anderen Verkehrsteilnehmer
gefaehrdet siehst, ein in der Situation von
Dir gemachtes Photo mit einer Digiknipse vor
Gericht ueblicherweise ein eindeutiger Beweis
ist.

Und ja: Ich persoenlich wuerde es gut finden,
wenn Deine Behauptung stimmte.

Und noch ein Nachsatz:


> Meinen Führerschein habe ich 19 Jahre, nach wie
> vor Null Punkte in
> Flensburg, jedes Fahrzeug spult bei mir
> >200.000 km ab und meine
> Beifahrer(innen) sagen regelmäßig "Also daß
> Du dabei noch so ruhig
> bleiben kannst...". Ach ja: Meine
> Schadensfreiheitsklasse könnte auch nicht
> besser sein.

Genau eine solche Aeusserung Deinerseits hatte
ich erwartet - ich frage mich allerdings,
inwieweit das fuer den Kernpunkt (Gilt ein von
einer Privatperson gemachtes Photo einer
Digiknipse vor Gericht ueblicherweise als
Beweis?) irgendwelche Relevanz hat.
Und soll ich nun an dieser Stelle ausfuehren,
wie lange ich meinen Fuehrerschein schon habe,
wieviele km ich gefahren habe, wieviele Punkte
ich in FL habe, wie schnell meine Autos fahren
und was ich in Bezug auf Autofahren und meinen
diesbezueglichen Faehigkeiten alles als
Qualifikationen vorzuweisen habe?
Doch nicht wirklich, oder? Denn irgendwie sehe
ich da den Bezug zum Kernpunkt nicht mehr.


Und ebendieser Kernpunkt ist oben formuliert.
Ich sehe nun mit Interesse qualifizierten Belegen
fuer Deine Behauptung entgegen.


Juergen

Juergen .

unread,
May 28, 2003, 12:18:01 PM5/28/03
to

Abgesehen davon dass man das _freie Beweiswuerdigung_
nennt: Wenn, haette, koennte, wuerde.


Das fuehrt zu nichts, daher gehen wir doch ganz
einfach auf den Kern zurueck:

JG behauptet, wenn er sich unterwegs als Privat-
person von einem anderen Verkehrsteilnehmer
gefaehrdet sieht, dass ein in der Situation von
ihm gemachtes Photo mit einer Digiknipse vor


Gericht ueblicherweise ein eindeutiger Beweis ist.

Ich bezweifele das - daher liegt es an JG, seine
aufgestellte Behauptung durch geeignete Quellen


wie z. B. Gerichtsurteile oder Abhandlungen in

Fachkommentaren zu belegen, aus denen hervorgeht,
dass das ueblicherweise so ist.

Jegliche andere Schauplaetze wie Geschichtchen von
vor 12 Jahren oder Schwaenke aus der Bundeswehrzeit
sind dafuer uninteressant.

Also, ich sehe mit Interesse den Belegen entgegen,
denn ich persoenlich wuerde es gut finden, wenn die
aufgestellte Behauptung von JG wahr waere.


Juergen

Juergen .

unread,
May 28, 2003, 12:17:55 PM5/28/03
to
Jürgen Gerkens wrote:
> Juergen . <jag...@bigfoot.com>

> > Denn das Problem liegt davor - in der
> > Nichtzulassung der Digiknipse als Beweismittel.
> Ja genau, die Politessen rennen seit Jahren nur mit der Digicam herum,
> wahrscheinlich um die Autos für eBay zu knipsen, ja klar Jürgen.
> Auch die Digitalkameras bei Polizei und Wasserschutz haben
> reinen Hobbycharakter, logo ...

Du versuchst mal wieder, nicht vergleichbare
Dinge zu vergleichen.


Kommen wir daher also ganz einfach auf den
Ausgangspunkt zurueck:

Du behauptest, wenn Du als Privatperson Dich

unterwegs von einem anderen Verkehrsteilnehmer
gefaehrdet siehst, dass ein in der Situation
von Dir gemachtes Photo mit einer Digiknipse


vor Gericht ueblicherweise ein eindeutiger
Beweis ist.

(Ist das so sachlich richtig von mir
zusammengefasst? Wenn nicht, bitte Korrektur)


Ich bezweifele das.

Daher liegt es nun an Dir, dieses durch


geeignete Quellen wie z. B. Gerichtsurteile
oder Abhandlungen in Fachkommentaren zu

belegen.
(Alle anderen Geschichtchen aus dem letzten
Jahrtausend oder irgendwelche Schwaenke aus
Deiner Bundeswehrzeit sind dazu an dieser
Stelle unwichtig)

Und ja: Ich persoenlich wuerde es gut finden,
wenn Deine Behauptung stimmte.


Juergen

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