Ich kann mich noch recht gut an den Aufnahmetag erinnern. Aber wie kommt
mein Bild von meiner Homepage marx-zentrum.de in die Bildzeitung?
Keiner hat mich gefragt ob er darf und es steht auch keine Quellenangabe
bei dem Artikel. Das Bild ist nicht groß. 7,5 X 5,5 cm, aber immerhin,
es ist mein Bild, meine Arbeit!
Gut, die schreibende Zunft hat auch Zeitdruck, so dass ich schon
verstehe, dass es einfacher ist, nach dem Begriff marx-zentrum zu
googeln, als wie in einer Stock-Datenbank zu recherchieren und etwas zu
kaufen.
Aber wo kommen wir hin, wenn jeder Bilder von einer Homepage kopiert und
diese zu seinen Zwecken veröffentlicht.
Ich werde an die Redaktion schreiben und eine Rechnung in Höhe von 800.-
€ beilegen. Sollte diese nicht beglichen werden, schalte ich den
Staatsanwalt ein. Es ist ja eine Straftat!
Gruß Stephan
"Gelbmann" <in...@marx-zentrum.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hqpu3u$bgt$00$1...@news.t-online.com...
> Bild klaut BilderBahn, Langeweile. 22. April. Eine Bildzeitung liegt auf
> dem Sitz gegen�ber. Mit spitzen Fingern bl�ttere ich das Werk durch.
> Hoppla, auf Seite 5 sehe ich ein Bild von meiner Wohnanlage, dem
> Marx-Zentrum in Neuperlach.
>
> Ich kann mich noch recht gut an den Aufnahmetag erinnern. Aber wie kommt
> mein Bild von meiner Homepage marx-zentrum.de in die Bildzeitung?
>
> Keiner hat mich gefragt ob er darf und es steht auch keine Quellenangabe
> bei dem Artikel.
Haha....exakt so ergang es auch mir. Nur durch Zufall stolperte ich ueber
einen Artikel der Bildzeitung ( auch Online:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/02/29/ricin-gift/in-hotel-in-las-vegas.html )
wo man sich einfach bei mir wohl aus meiner Homepage ohne mich zu fragen
bedient hat. Immerhin hat man sich dort noch die Muehe gemacht und meinen
Namen druntergepinselt. Obwohl ich eine kommerzielle Auswertung ohne
ausdruecklich schriftlich Genehmigung verboten habe.
> Ich werde an die Redaktion schreiben und eine Rechnung in H�he von 800.- �
> beilegen. Sollte diese nicht beglichen werden, schalte ich den
> Staatsanwalt ein. Es ist ja eine Straftat!
Finde ich zwar etwas albern, aber ich wuerde versuchen mich mit denen
zivilisiert zu einigen, auch wenn Dein Ego kuenstlich angekratzt wurde ;-)
Meist kommt da mehr bei rum als wenn man mit der Gummkeule sinnlos und etwas
aermlich herumwinselt. Und ob es Dir schmeicheln soll, dass ausgerechnet die
Bildzeitung sich bei Dir bedient hat ?! Besser schnell den Mantel des
Schweigens ueber diese Peinlichkeit legen und hoffen das das niemand sonst
mitbekommen hat ;-)
> Gru� Stephan
Gruss,
Micha
Was ist bitte an einer Rechnung "unzivilisiert", wenn eine Zeitung
fremdes Eigentum zum Geldverdienen verwendet? Und wenn nicht gezahlt
wird, dann werden die Eigentumsrechte auf dem Rechtsweg eingefordert -
völlig korrekter Weg.
Volker
> Bild klaut BilderBahn, Langeweile. 22. April. Eine Bildzeitung liegt auf
Jeder der die BILD-Zeitung auf legale Weise schädigt, zeigt Zivilcourage!
> Bild klaut BilderBahn, Langeweile. 22. April ...
> Gruß Stephan
Hallo,
Wenn der Tatbestand so ist wie Du schreibst, hast Du aber auch einige
Fehler gemacht:
1. das Bild wahrscheinlich in einer viel zu hohen Auflösung und einer
viel zu grossen Dateigrösse eingestellt.
2. kein digitales Wasserzeichen bzw. digitale Signatur eingefügt.
Bilder sollten im Netz nicht grösser als 800 x 600 Pixel, sowie 150 kB
gross sein. Ebenso bieten ja viele Programme heutzutage die Funktion des
digitalen Wasserzeichens oder der digitalen Signatur an.
Dem Bilderklau kann begegnet werden ...
MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
P.S. eine Sauerei bleibt es aber, was sich die Blöd da geleistet hat.
wenn jemand dir dein Fotoapparat klaut und du dich dagen wehrst, warum
soll das albern sein?
aber ich wuerde versuchen mich mit denen
> zivilisiert zu einigen,
Hast du da Erfahrung?
auch wenn Dein Ego kuenstlich angekratzt wurde ;-)
Mein Ego ist nicht angekratzt, aber mein Rechtsempfinden währe es, wenn
soetwas Schule macht.
> Meist kommt da mehr bei rum als wenn man mit der Gummkeule sinnlos und etwas
> aermlich herumwinselt.
Du hast also offensichtlich schon mal herumgewinselt und Erfahrungen
gesammlt. Warum teilst du uns nicht mit, wie es bei dir gelaufen ist?
Und ob es Dir schmeicheln soll, dass ausgerechnet die
> Bildzeitung sich bei Dir bedient hat ?!
Besser schnell den Mantel des
> Schweigens ueber diese Peinlichkeit legen und hoffen das das niemand sonst
> mitbekommen hat ;-)
Also sich so verhalten, wie die fetten, vollgefressenen Bischöfe und
Pfarrer es uns gerade in einem andern Fall vormachen? Sorry
Gruß Stephan
>1. das Bild wahrscheinlich in einer viel zu hohen Auflösung und einer
>viel zu grossen Dateigrösse eingestellt.
>2. kein digitales Wasserzeichen bzw. digitale Signatur eingefügt.
>Bilder sollten im Netz nicht grösser als 800 x 600 Pixel, sowie 150 kB
>gross sein.
Bildgröße ist nun wirklich kein Hindernis. Wenn das Motiv interessant
genug ist, reicht der Tagespresse auch mal 800x600 locker für A4. Und
300x200 ist allemal genug für die Illustration im Web.
>Ebenso bieten ja viele Programme heutzutage die Funktion des
> digitalen Wasserzeichens oder der digitalen Signatur an.
Aber nicht kostenlos, zumindest nicht die ernsthaften Varianten. Ins
Bild eingeblendete Copyright-Schriftzüge zähle ich dabei nicht zu den
ernsthaften Lösungen.
ich ging davon aus, dass ein Impressum reicht und auch dass bekannt ist,
dass der Bilderklau eine Straftat ist.
Aber du hast natürlich Recht.
Gruß Stephan
Hallo,
> Gerd Böhmer schrieb:
>
>> 1. das Bild wahrscheinlich in einer viel zu hohen Auflösung und einer
>> viel zu grossen Dateigrösse eingestellt.
>> 2. kein digitales Wasserzeichen bzw. digitale Signatur eingefügt.
>> Bilder sollten im Netz nicht grösser als 800 x 600 Pixel, sowie 150 kB
>> gross sein.
>
> Bildgröße ist nun wirklich kein Hindernis. Wenn das Motiv interessant
> genug ist, reicht der Tagespresse auch mal 800x600 locker für A4. Und
> 300 x 200 ist allemal genug für die Illustration im Web.
Deswegen sollte ja auch die Dateigrösse minimiert werden, sprich die
jpeg-Kompression. Allerdings möchte ich mir die Qualität eines auf A4
geprinteten Bildes der Auflösung von 800 x 600 Pixel nicht antun ...
>> Ebenso bieten ja viele Programme heutzutage die Funktion des
>> digitalen Wasserzeichens oder der digitalen Signatur an.
>
> Aber nicht kostenlos, zumindest nicht die ernsthaften Varianten. Ins
> Bild eingeblendete Copyright-Schriftzüge zähle ich dabei nicht zu den
> ernsthaften Lösungen.
Also mein PhotoShop (Elements 3.0) kennt die digitale Signatur und auch
das Wasserzeichen. Von Copyright-Schriftzügen im Bild halte ich aber
auch nichts und die waren hier auch nicht gemeint.
MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Hallo Stephan,
Vielen Dank. Aber ich habe die Diskussionen bezüglich Bilderklau
speziell bei www.drehscheibe-online.de schon hinter mir. Gelegenheit
macht Diebe, wie man so schön sagt. Und gerade deshalb habe ich es ja
auf meiner Homepage so gestaltet, das die Bilder 700 Pixel in der Breite
haben und nicht grösser als 100 kB sind, durch die strikte Anwendung der
jpeg-Kompresssion.
MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
> Gut, die schreibende Zunft hat auch Zeitdruck, so dass ich schon
> verstehe, dass es einfacher ist, nach dem Begriff marx-zentrum zu
> googeln, als wie in einer Stock-Datenbank zu recherchieren und etwas
> zu kaufen.
Die meisten werden stolz sein, dass Bild ihr Bild verwendet hat.
Die wenigen die wirklich mit einer Forderung kommen zahlt man aus der
Portokasse, falls sie sich nicht abwimmeln lassen.
Vom gesparten Bilderhonorar macht dann die Belegschaft einen 4 wöchigen
Betriebausflug auf die Bahamas.
> Aber wo kommen wir hin, wenn jeder Bilder von einer Homepage kopiert
> und diese zu seinen Zwecken veröffentlicht.
>
> Ich werde an die Redaktion schreiben und eine Rechnung in Höhe von
> 800.- ¤ beilegen. Sollte diese nicht beglichen werden, schalte ich den
> Staatsanwalt ein. Es ist ja eine Straftat!
Du solltest eine höhere Rechnung stellen.
Alternativ Anwalt, Abmahnung und Anzeige.
Harald
> Ich werde an die Redaktion schreiben und eine Rechnung in Höhe von 800.-
> € beilegen. Sollte diese nicht beglichen werden, schalte ich den
> Staatsanwalt ein. Es ist ja eine Straftat!
Wirst Du nicht bekommen. Du wirst das bei Bild übliche Honorar bekommen was
für winzig gedruckte Bilder nicht gerade üppig ist.
Bleibt Dir übrig zu klagen und dann wird Dir ein Honorar nach MFM-Liste
zugesprochen, wenn Du Glück hast verdoppelt weil ohne Namensnennung
veröffentlicht. Dafür trägst Du ein immenses Prozessrisiko.
Durch diese übliche Rechtsprechung ist es natürlich für Verlage einfach
günstiger Bilder zu klauen und wenn es wirklich jemand bemerkt einfach zu
bezahlen.
Praktisch so als würde jemand Autos klauen und falls er tatsächlich mal
erwischt wird den Zeitwert bezahlen und gut ists.
Viele Grüße vom Rand der Welt
Manfred
Das ist aber keine Lösung. Wenn ich heute eine neue Seite machen würde, würde
ich die Bildgröße den gestiegenen Monitorauflösungen und Bandbreiten anpassen
und bestimmt kein Wasserzeichen draufsetzen. Wenn das privat nichtkommerziell
irgendwo auftaucht, würde ich meist auf rechtliche Schritte verzichten, aber bei
komerzieller Nutzung, wie in diesem Falle, sofort eine Rechnung stellen. Hier
wohl 4-facher MFM-Betrag, mal 2 wegen weggelassener Namensnennung und mal zwei
wegen fehlender Genehmigung und Bezahlung. Als Pi mal Daumen 400€. Über
zivilrechtliche Folgen würde ich erst dann anfangen, nachzudenken, wenn die
nicht bezahlen. Das werden Sie aber wahrscheinlich, wenn man eine Rechnung
stellt, die für solche Fälle branchenüblich ist. Ich werde mir die Freiheit
einer schönen Seitengestaltung doch nicht von eventuellen
Missbrauchsmöglichkeiten verbauen lassen.
fg,
Christian
> MfG Gerd Böhmer,
> www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
> P.S. eine Sauerei bleibt es aber, was sich die Blöd da geleistet hat.
> Das ist aber keine Lösung. Wenn ich heute eine neue Seite machen würde,
> würde ich die Bildgröße den gestiegenen Monitorauflösungen und
> Bandbreiten anpassen und bestimmt kein Wasserzeichen draufsetzen.
Hallo,
Dem zuerst gesagtem stimme ich nur bedingt zu. Aber hast Du Dir schon
einmal ein digitales Wasserzeichen bzw. eine digitale Signatur angesehen
? Beides ist im Normalfall nicht zu sehen, sondern erst beim Kopieren
oder Drucken. Desweiteren sind Wasserzeichen und Signatur immer noch
besser als sichtbare Schriftzüge im Bild. Und auch bei hoher
Bildauflösung bleibt immer noch die Möglichkeit der Bildkompression
(Minimierung der Dateigrösse).
Außerdem kannst Du doch sowieso nicht kontrollieren, ob Deine Bilder
irgendwo ohne Deine Zustimmung verwendet werden. Wenn so etwas rauskommt
ist das doch reiner Zufall.
> Ich werde mir die Freiheit einer schönen Seitengestaltung doch nicht von
> eventuellen Missbrauchsmöglichkeiten verbauen lassen.
Dann darfst Du Dich aber hinterher nicht über einen eventuellen
Missbrauch wundern. Wie geschrieben, Bilder sollten auch heutzutage
nicht grösser als 800 X 600 Pixel und 150 kB gross sein. Wer bessere
Bilder haben möchte kann doch fragen. Hier sollte doch ein Kompromiss
eingegangen werden.
MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
> Gerd Böhmer wrote:
>
>> Wenn der Tatbestand so ist wie Du schreibst, hast Du aber auch einige
>> Fehler gemacht:
>
> Nein, er hat keine Fehler gemacht. Man muss im Internet nicht aktiv
> seine Bilder schützen und kennzeichnen. Jeder, der urheberrechtlich
> geschütztes Material ohne Rückfragen veröffentlicht, steht juristisch in
> der Pflicht.
Hallo,
Doch, und zwar Fehler bezüglich der Auflösung und Dateigrösse der
Bilder. Er hat es selbst auch schon eingestanden. Außerdem kann es kein
Mensch kontrollieren, ob seine Bilder ohne Zustimmung verwendet werden.
Da stehe ich nun einmal auf dem Standpunkt, die Möglichkeiten zu nutzen
um einer Nutzung ohne Zustimmung vorzubeugen. Desweiteren stehe ich als
Bildautor an dieser Stelle grundsätzlich erst einmal in der Beweispflicht.
MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
> Frank Kemper schrieb:
>
>> Gerd Böhmer wrote:
>>
>>> Wenn der Tatbestand so ist wie Du schreibst, hast Du aber auch einige
>>> Fehler gemacht:
>>
>> Nein, er hat keine Fehler gemacht. Man muss im Internet nicht aktiv
>> seine Bilder schützen und kennzeichnen. Jeder, der urheberrechtlich
>> geschütztes Material ohne Rückfragen veröffentlicht, steht juristisch in
>> der Pflicht.
>
> Hallo,
>
> Doch, und zwar Fehler bezüglich der Auflösung und Dateigrösse der
> Bilder.
Nein, das sind keine Fehler. Die Fehler hat der Journalist gemacht,
nicht der OP.
Einen Fehler würde der OP machen, wenn der die Zeitung damit durchkommen
liesse. Was er ja zum Glück nicht vor hat.
Gruß
Hilmar
Manfred Cuntz schrieb:
> Praktisch so als würde jemand Autos klauen und falls er tatsächlich mal
> erwischt wird den Zeitwert bezahlen und gut ists.
Hallo,
nein, so ist es nicht. Es wird ja nur eine digitale Kopie einer
digitalen Kopie benutzt. Die Originaldatei des Bildes und auch die auf
dem Server hinterlegte Datei wird ja nicht geklaut, sie bleiben wo sie
sind. Es wird eben kein materieller Gegenstand entwendet den der
Eigentümer dann nicht mehr nutzen kann. Es wird noch nicht mal ein
Negativ beim Anfertigen einer illegalen Vergrösserung verkratzt.
Welches Auto lässt sich schon digital identisch und verlustfrei kopieren?
Eine Urheberrechtsverletzung ist es allerdings schon, aber es ist
niemand ins Fotoarchiv eingebrochen um ein Negativ zu entwenden.
Bye
Die Wasserzeichenlösungen haben mich bislang alle noch nicht überzeugt.
> Außerdem kannst Du doch sowieso nicht kontrollieren, ob Deine Bilder
> irgendwo ohne Deine Zustimmung verwendet werden. Wenn so etwas rauskommt
> ist das doch reiner Zufall.
Ja, oder man guckt mal bei http://www.tineye.com/, die sind zwar noch klein,
aber vielversprechend. Ich habe gefunden, dass eine Südamerikanische Trance-Band
eines meiner Fotos als Cover verwendet. War mir aber egal, weil Sie Ihre
Arbeiten selbst kostenfrei zur Verfügung gestellt haben.
>
>> Ich werde mir die Freiheit einer schönen Seitengestaltung doch nicht
>> von eventuellen Missbrauchsmöglichkeiten verbauen lassen.
>
> Dann darfst Du Dich aber hinterher nicht über einen eventuellen
> Missbrauch wundern. Wie geschrieben, Bilder sollten auch heutzutage
> nicht grösser als 800 X 600 Pixel und 150 kB gross sein. Wer bessere
> Bilder haben möchte kann doch fragen. Hier sollte doch ein Kompromiss
> eingegangen werden.
Das reicht auch schon für bis zu 9*12cm im Druck, selbst da soll jeder bei mir
Anfragen. Ich mache gar keine Kompromisse, wer kommerziell nutzt, zahlt. Der
Trend bei den Profi-Portfolios geht zu großen Bildern in hoher Qualität, oft
bildschirmfüllend. Wer seine Bilder verschenken will, steckt die ohnehin schon
in Gratis-Agenturen, darf sich dann aber nicht wundern, wenn Pro NRW oder andere
Rechtsradikale damit dann später Werbung machen.
fg,
Christian
--
www.westbild.de
>
> Welches Auto lässt sich schon digital identisch und verlustfrei kopieren?
>
Ja, stimmt. Da ist tatsächlich ein kleiner Unterschied :-)
Aber natürlich läßt sich auch der Fall konstruieren wo ein Bilderklau in
einem Totalverlust endet. Wenn jemand seine Bilder zur Exclusivnutzung
anbietet. Die geht dann nicht mehr wenn schon eine geklaute Version gedruckt
ist.
> Nein, das sind keine Fehler. Die Fehler hat der Journalist gemacht,
> nicht der OP.
> Einen Fehler würde der OP machen, wenn der die Zeitung damit durchkommen
> liesse. Was er ja zum Glück nicht vor hat.
>
> Gruß
> Hilmar
Hallo,
Ja gut, kein Fehler in dem Sinne, wie Du es hier verstanden hast.
MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
Hallo,
> Gerd Böhmer wrote:
>
>> Doch, und zwar Fehler bezüglich der Auflösung und Dateigrösse der Bilder.
>
> Niemand muss sein Eigentum gegen Diebstahl schützen. Und wenn es
> gestohlen wird und der Diebstahl nachgewiesen werden kann, dann kann man
> nicht dagen, der Geschädigte hätte Fehler gemacht.
Das ist richtig, aber auch ich nutze die Möglichkeiten die Bilder auf
meiner Homepage gegen einen Diebstahl zu schützen.
>> Er hat es selbst auch schon eingestanden.
>
> Das ist irrelevant.
>
>> Außerdem kann es kein Mensch kontrollieren, ob seine Bilder ohne
>> Zustimmung verwendet werden.
>
> Zunächst einmal kann er beweisen, dass Bild sein Bild veröffentlicht
> hat. Dann muss Bild beweisen, dass sie das Recht dazu hatten.
Das möchte ich bezweifeln, da es sehr schwer werden dürfte zu beweisen,
das es sein Bild war, das genutzt wurde.
>> Da stehe ich nun einmal auf dem Standpunkt, die Möglichkeiten zu
>> nutzen um einer Nutzung ohne Zustimmung vorzubeugen.
>
> Diese Meinung sei Dir unbenommen.
Danke ...
>> Desweiteren stehe ich als Bildautor an dieser Stelle grundsätzlich erst einmal in der
>> Beweispflicht.
>
> Das ist falsch.
Nein, das ist korrekt und richtig. Da würde ich Dir einmal die
Empfehlung geben einen Rechtsanwalt zu konsultieren. Ich muss es
beweisen, das mein Bild ohne meine Zustimmung verwendet wurde.
> Frank
MfG Gerd Böhmer,
www.gerdboehmer-berlinereisenbahnarchiv.de
>ich nutze die Möglichkeiten die Bilder auf
>meiner Homepage gegen einen Diebstahl zu schützen.
"Farbstich" wie bei Deinem aktuellen "Bild des Monats" wurde noch gar
nicht als Trick erwähnt.
> Doch, und zwar Fehler bezüglich der Auflösung und Dateigrösse der
> Bilder. Er hat es selbst auch schon eingestanden. Außerdem kann es kein
Warum soll das ein Fehler sein, wenn er sich bewusst (und aus Gründen,
die er sogar genannt hat) dafür entschieden hat, höherwertige Bilder ins
Netz zu stellen.
Nach Deiner Aussage beginge auf jeder, der ein 2-MB-Bild mit 10 MP
Auflösung auf Wiki hochlädt (und noch dazu unter einer freien Lizenz),
einen Fehler.
Noch gilt das Grundrecht auf Freiheit der Kunst, und somit kann es keine
verbindliche <=800x600- und <=150-KB-Regel geben, sondern maximal
Empfehlungen hinsichtlich bestimmter Zielsetzungen. Aber letztendlich
bleibt es jedem selbst überlassen, ob er der Missbrauchsvorbeugung oder
der Bildqualität und damit der Qualität seiner Webpräsenz Vorrang einräumt.
> um einer Nutzung ohne Zustimmung vorzubeugen. Desweiteren stehe ich als
> Bildautor an dieser Stelle grundsätzlich erst einmal in der Beweispflicht.
Genügt es da nicht bereits, das RAW aufzuheben (das in jedem Fall mehr
Details als das JPEG enthält), oder optional auch für das Web den Rand
des Fotos ein klein wenig beschneidet und etwas stärker (aber nicht bis
zur Hässlichkeit!) komprimiert, so dass nur das unveröffentlichte
Original die passenden Zusatzinformationen enthält?
Wenn die Urheberfrage dann erstmal geklärt ist, geht der
Beweispflichtball wieder an den Nutzer, der eine entsprechende Erlaubnis
des Urhebers vorweisen muss.
--
Gruß,
Ingo
Jau. Zieht er aber selbst nicht so richtig konsequent durch:
Gruss
Jan Bruns
--
Ein paar Fotos: http://abnuto.de/gal/
Dann haben die ja mit dem Wiedereinsammeln aller verteilten Exemplare
richtig zu tun...
Die BILD-Zeitung (wenn man mal den Begriff "Zeitung" für diese Ausgeburt
journalistischer Pornographie gelten lassen will) hat schon immer betrogen,
gelogen, geklaut, gefaked. Dafür ist sie bekannt - wenn auch nicht bei ihren
eher schlicht strukturierten Lesern.
mfg
Claus
"Volker Tabeus" <tab2...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:83crc2...@mid.individual.net...
> schrieb Michael Perlitschke:
>>> Ich werde an die Redaktion schreiben und eine Rechnung in Höhe von 800.-
>>> ¤
>>> beilegen. Sollte diese nicht beglichen werden, schalte ich den
>>> Staatsanwalt ein. Es ist ja eine Straftat!
>>
>> Finde ich zwar etwas albern, aber ich wuerde versuchen mich mit denen
>> zivilisiert zu einigen
>
> Was ist bitte an einer Rechnung "unzivilisiert", wenn eine Zeitung
> fremdes Eigentum zum Geldverdienen verwendet? Und wenn nicht gezahlt
> wird, dann werden die Eigentumsrechte auf dem Rechtsweg eingefordert -
> völlig korrekter Weg.
Na, dann kannst Du uns ja mal ueber den Ausgang dieses Schamuetzels
unterrichten, damit wir etwas zu lachen haben ;-) Das was Du machst ist Geld
verbrennen mit Ansage und Du solltest eigentlich wissen, das die ganze
Angelegenheit ein klares Verlustgeschaeft fuer Dich bedeutet. Nur gut, dass
das hier niemand mitbekommen wird ;-) Aussichtsreicher ist da eine guetliche
Einigung bei der dann ein paar Euronen rumkommen damit Du Deiner Frau eine
Blumenstrass kaufen kannst. So hat die dann wenigstens etwas davon...
> Volker
Gruss ( und auch das unterscheidet unser Vorgehen ),
Micha
"Gelbmann Stephan" <in...@marx-zentrum.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hqronf$7tn$02$1...@news.t-online.com...
> Hallo Micha,
>>
>> Finde ich zwar etwas albern,
>
> wenn jemand dir dein Fotoapparat klaut und du dich dagen wehrst, warum
> soll das albern sein?
Nunja, ich lass es erst garnicht dazu kommen. Klaut mir aber trotzdem jemand
meine Einweg-Ritschrasch 3 Euro Kamera gibt es zwei Moeglichkeiten: Ich
ueberlass dem Dieb diese alberne Hardware-Schrott ( weil ich keinen Bock und
Zeit habe mir wegen jedem kleinem Muckefuck einen Kopf zu machen ) oder ich
einige mich mit dem Dieb ueber ein Schmerzensgeld ohne das ich Polizei;
Anwalt; die Bundeswehr oder Mokau Inkasso einschalte ;-) Es gaebe noch eine
dritte Variante: Ich fahr vorbei und verkloppe dem boesen Unhold kurzerhand
mal den Hintern....LOL
>
> aber ich wuerde versuchen mich mit denen
>> zivilisiert zu einigen,
>
> Hast du da Erfahrung?
Das werde ich keinesfalls oeffentlich ausplaudern, denn das geht nur die
Vertragspartner und sonst niemanden etwas an !
> auch wenn Dein Ego kuenstlich angekratzt wurde ;-)
>
> Mein Ego ist nicht angekratzt, aber mein Rechtsempfinden währe es, wenn
> soetwas Schule macht.
Drauf geschissen, man kann es nunmal nicht verhindern bzw. provoziert dieses
Vorgehen wenn man Zeugs in Internet stellt. Von daher sind die Faelle welche
man nicht kennt, wohl mit weitem Abstand die schoensten ;-) Generell kann
man aber sagen das es ein gutes Zeichen darstellt, wenn andere das Material
welches mal ins Internet packt ( i.r.R. technischer Schrott ) gefallen
findet. Verhindern kann man es nur dann, wenn man es nicht veroeffentlicht.
Gelegenheit schafft nunmal Diebe !
>> Meist kommt da mehr bei rum als wenn man mit der Gummkeule sinnlos und
>> etwas aermlich herumwinselt.
>
> Du hast also offensichtlich schon mal herumgewinselt und Erfahrungen
> gesammlt. Warum teilst du uns nicht mit, wie es bei dir gelaufen ist?
Weil diskretion etwas ist, auf das man sich verlassen kann und auch muss.
Solche Dinge haben in der Oeffentlichkeit nichts zu suchen. Schliesslich
verraest Du uns ja auch nicht was auf Deinem Gehaltszettel steht. Dem einen
reicht eine Entschuldigung; andere wollen 800 Euro fuer ein Bild welches man
fast in den Trashcan gekickt hat und wieder anderen ist alles egal, da die
einfach nicht die Lust oder Zeit haben ( Zeit in der man ein Vielfaches an
Geld verdient ) sich jedem Spinner zuzuwenden...
> Und ob es Dir schmeicheln soll, dass ausgerechnet die
>> Bildzeitung sich bei Dir bedient hat ?!
>
> Besser schnell den Mantel des
>> Schweigens ueber diese Peinlichkeit legen und hoffen das das niemand
>> sonst mitbekommen hat ;-)
> Also sich so verhalten, wie die fetten, vollgefressenen Bischöfe und
> Pfarrer es uns gerade in einem andern Fall vormachen? Sorry
Manchmal bin ich froh, dass die Menschen so dermassen unterschiedlich denken
und drauf sind. Das mit den Bischoefen kann ich zwar nicht nachvollziehen
geschweige denn verstehen, aber das muss ich auch nicht, solange Du in der
Aussage einen fuer Dich tieferen Sinn spezifizierst und es Dir scheinbar
hilft. Welcher Bishof oder Pfarrer hat eigentlich Deine Bilder gestohlen und
warum spielt das Koerpergewicht dabei eine Rolle ? Oder meinst Du allgemein
unsere Wohlstandsgesellschaft ? Falls "ja", schau Dir mal die fetten und
vollgefressenen Knipser hier an und ggf. kann es nichts schaden selbst mal
ein Blick in den Spiegel zu werfen....LOL
> Gruß Stephan
Gruss,
Micha
> Die Erlaubnis zur Veröffentlichung wurde vorher per Mobiltelefon
> eingeholt und mit Forderung nach korrekter Quellenangabe erteilt.
>
> Ergab 171 Euro.
> Mehr wollte ich nicht erzwingen.
Hi Holger,
in diesem Fall ist ja zumindest der gute Wille zu erkennen und das
Bestreben, nicht zu klauen.
Hier in meinem Fall, wird sogar eine Quelle angegeben, die mit mir
nichts zu tun hat.
Meine Bilder wurden sogar mit einer Quellenangabe (Papierversion)
versehen, in der ich nicht erwähnt werde.
Meine Fotos "Die Glasbauten und das Marx-Zentrum.":
http://www.gelbmann.de/Fotos_Neuperlach.php
Bildfotos das 3/4:
Nach obengeführter Diskussion über die Größe eines Bildes, welches ich
ins Netz stellen darf, bin ich inzwischen, auch der Meinung, dass jeder
eine Größe nehmen darf, die er möchte. Das Ganze ändert nichts daran,
dass das klauen eines kleines Bildes die selbe Straftat ist, wie das
klauen eines großen Bildes.
Gruß Stephan
> Ich muss es
> beweisen, das mein Bild ohne meine Zustimmung verwendet wurde.
Oh nein - das ist nicht richtig.
Verantwortlich dafür, dass das Urheberrecht eingehalten wird, sind nicht
die Urheber, sondern die Nutzer geschützter Werke. Nicht der Urheber muss
also potenzielle Nutzer darauf hinweisen, dass seine Werke geschützt sind,
sondern der Nutzer muss sich vergewissern, dass er über die nötigen Rechte
verfügt.
Thomas
--
Stuttgart liegt in Kansas!
http://stuttgart-kansas.de
> in diesem Fall ist ja zumindest der gute Wille zu erkennen und das
> Bestreben, nicht zu klauen.
> Hier in meinem Fall, wird sogar eine Quelle angegeben, die mit mir
> nichts zu tun hat.
Die Menschen sind schon eine seltsame Tierart. Da geht einer
hin und fotografiert einen Baum, macht ein Plakat davon und
hängt es neben den Baum (oder zeitgemäß: stellt das Bild in
das Internet). Kommt ein anderes Exemplar der Spezie Mensch,
fotografiert den selben Baum und das Plakat und erhält so
zwei identische Bilder (oder zeitgemäß: bit-identische
Dateien). Das eine Bild darf er problemlos nutzen, beim
zweiten begeht er eine Urhebrrechtsverletztung.
In solchen Momenten wünscht man sich, es gäbe tatsächlich
eine Gott der mal vorbeikommen würde und all die "Innhaber
von Urheberrechten" verklagen würde, nicht nur weil sie
unerlaubt seine urheberrechtlich geschützten Werke ohne
gültige Lizenz vertreiben und diese auch noch als ihre
eigenen ausgeben, sonder darüber hinaus auch noch die
Frechheit besitzen, andere zu verklagen die wiederum davon
eine Kopie benutzen.
Wir reden hier von Zahlen (jpg-Bild, mp3-Musik, mpeg-Film
oder Software) und nichts anderem. Und wie kann eine Zahl
im alleinig Besitz einer Person sein? Ich behaupte jetzt
dann, die Zahl 145 gehört mir und jeder der sie ohne
ein gültige Lizenz von mir, in welcher Form auch immer
benutzt, wird verklagt (oder wie lang muß eine
Zahl sein, damit ich sie als mein Eigentum erklären
kann).
[....]
>Ich behaupte jetzt dann, die Zahl 145 gehört mir und [....]
Nur wenn Du sie selber fotografiert hast...
Toni
--
Zukunft waren wir gestern - heute ist das schon längst Vergangenheit
> Keiner hat mich gefragt ob er darf und es steht auch keine Quellenangabe
> bei dem Artikel. Das Bild ist nicht groß. 7,5 X 5,5 cm, aber immerhin,
> es ist mein Bild, meine Arbeit!
Ist da normal. Bei manchen anderen Zeitungen auch da es sich für sie
finanziell rechnet. Nur ein kleiner Anteil findet die eigenen Fotos und
klagt und so ist das zusammen mit dem ersparten Zeitaufwand einfach
billiger für sie.
Auch ist das rechtsempfinden wohl teilweise ein anderes. Ich hatte erst
vor einiger Zeit ein Gespräch mit dem Mitarbeiter eines grossen
deutschen Fernsehsenders der meinte "wir nehmen sehr gerne Youtube
Videos - die kosten ja nichts"
> Ich werde an die Redaktion schreiben und eine Rechnung in Höhe von 800.-
> € beilegen. Sollte diese nicht beglichen werden, schalte ich den
> Staatsanwalt ein. Es ist ja eine Straftat!
Vor Gericht würdest Du deutlich weniger bekommen. Daher wäre ich froh
wenn sie dir das zahlen. Sehr wahrscheinlich ist es aber nicht.
Gruss
Jens
Herbert Kleebauer schrieb:
[...]
> Wir reden hier von Zahlen (jpg-Bild, mp3-Musik, mpeg-Film
> oder Software) und nichts anderem. Und wie kann eine Zahl
> im alleinig Besitz einer Person sein?
Wenn es mit Farben geht,
http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,265103,00.html
warum auch nicht mit Zahlen?
> Ich behaupte jetzt
> dann, die Zahl 145 gehört mir und jeder der sie ohne
> ein gültige Lizenz von mir, in welcher Form auch immer
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
> benutzt, wird verklagt (oder wie lang muß eine
> Zahl sein, damit ich sie als mein Eigentum erklären
> kann).
Dann musst Du vorsichtig sein, denn denn die Zahl "145" (darf ich sie in
diesem Zusammenhang verwenden?) ist in einer Kombination mit Buchstaben
schon geschützt:
http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/306213109/DE
Das gilt zwar nur für bestimmte Bereiche, aber trotzdem würde ich
aufpassen! ;-)
Gruß
André
Ja, die Dateien sind schon -abgesehen vom Weissabgleich und der
Dateigrösse- ziemlich exakt gleich.
Nicht so gleich, wie viele andere Bilder auf der Seite von
Stephan sich gleichen, sondern so gleich, daß die praktisch
sicher aus der gleichen Kameraauslösung entstammen. Perspektive
vollkommen identisch, Bildausschnit identisch, Wolkenstruktur
exakt gleich. Pixelgenau.
Zwar ist auch mir die Schöpfungshöhe irgendwie nicht so richtig
offenbar, aber es ist doch klar, daß eine deutschlandweit
verkaufte Zeitung (mitsamt werbeverseuchter Webpräsenz) nicht
davon ausgehen kann, solchen Mist ungefragt mit den Werken anderer
Leute betreiben zu dürfen.
Du sagst, das seien ja nur Zahlen. Ok, aber es gibt viele Zahlen,
und es steckt ein Aufwand darin, eine interessant aussehende solche
Zahl ausfindig zu machen. Einige Zahlen mit nur einigen hundert bis
wenigen tausend bits (entsprechend also Dateigrössen unter 1KB)
sind richtig Geld Wert (einige davon sind steckbrieflich mit
bspw. 5 bis knapp 6 stelligen Belohnungen gesucht).
>> auch wenn Dein Ego kuenstlich angekratzt wurde ;-)
>> Mein Ego ist nicht angekratzt, aber mein Rechtsempfinden währe es, wenn
>> soetwas Schule macht.
> Drauf geschissen, man kann es nunmal nicht verhindern bzw. provoziert
> dieses Vorgehen wenn man Zeugs in Internet stellt.
Aha. Das erinnert mich ja so wenig an meine Kindheit.
Da gab es zuweilen auch Leute, die es als Provokation betrachteten,
wenn man an denen vorbei ging, einfach, weil die die stärkeren waren
(und halt Auseinandersetungen mit schwächeren für die wohl einen
gewissen nterhaltungswert hatten). Ist ja nix ungewöhnliches, aber
deshalb muss man doch klaren Verstandes nicht ernsthaft darüber
nachgrübeln, ob man da vielleicht selbst dran schuld sein könnte.
> Generell kann man aber sagen das es ein gutes Zeichen darstellt,
> wenn andere das Material welches mal ins Internet packt ( i.r.R.
> technischer Schrott ) gefallen findet. Verhindern kann man es nur dann,
> wenn man es nicht veroeffentlicht.
Weil ja auch die Bildzeitung dafür bekannt ist, einen ganz besonders
guten Geschmack zu repräsentieren.
>>> Meist kommt da mehr bei rum als wenn man mit der Gummkeule sinnlos und
>>> etwas aermlich herumwinselt.
>>
>> Du hast also offensichtlich schon mal herumgewinselt und Erfahrungen
>> gesammlt. Warum teilst du uns nicht mit, wie es bei dir gelaufen ist?
>
> Weil diskretion etwas ist, auf das man sich verlassen kann und auch
> muss. Solche Dinge haben in der Oeffentlichkeit nichts zu suchen.
> Schliesslich verraest Du uns ja auch nicht was auf Deinem Gehaltszettel
> steht. Dem einen reicht eine Entschuldigung; andere wollen 800 Euro fuer
> ein Bild welches man fast in den Trashcan gekickt hat und wieder anderen
> ist alles egal, da die einfach nicht die Lust oder Zeit haben ( Zeit in
> der man ein Vielfaches an Geld verdient ) sich jedem Spinner
> zuzuwenden...
Also die Bildzeitung ist nicht irgendein Spinner. Die hat (laut wiki)
eine Auflage von 3 Mio. Exemplaren, und eine Reichweite von 11 Mio.
Lesern. Das ist also schon ein ganz anderer Rahmen, als der kleine
Raubkopierer, der mal ein paar 1000 Kopieen verscherbelt, ohne
die Gelegenheit zu nutzen, den Leuten politische Parolen
einzutrichtern.
> Zwar ist auch mir die Schöpfungshöhe irgendwie nicht so richtig
> offenbar, aber es ist doch klar, daß eine deutschlandweit
Die Schöpfungshöhe spielt bei Bildern keine Rolle. Ein Bild ist immer
entweder ein Lichtbild oder ein Lichtbildwerk. Für beide gilt der gleiche
Schutz nur die Dauer des Schutzes ist unterschiedlich.
> In solchen Momenten wünscht man sich, es gäbe tatsächlich
> eine Gott der mal vorbeikommen würde und all die "Innhaber
> von Urheberrechten" verklagen würde, nicht nur weil sie
> unerlaubt seine urheberrechtlich geschützten Werke ohne
> gültige Lizenz vertreiben und diese auch noch als ihre
> eigenen ausgeben, sonder darüber hinaus auch noch die
> Frechheit besitzen, andere zu verklagen die wiederum davon
> eine Kopie benutzen.
Hat "er" denn eine ladungsfähige Adresse?
Bye,
Michael
--
Ceterum censeo dard esse delendam
"Jan Bruns" <jansa...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4bd3d84e$0$7666$9b4e...@newsspool1.arcor-online.net...
>
> Michael Perlitschke:
>> "Gelbmann Stephan"
>
>>> auch wenn Dein Ego kuenstlich angekratzt wurde ;-)
>
>>> Mein Ego ist nicht angekratzt, aber mein Rechtsempfinden währe es, wenn
>>> soetwas Schule macht.
>
>> Drauf geschissen, man kann es nunmal nicht verhindern bzw. provoziert
>> dieses Vorgehen wenn man Zeugs in Internet stellt.
>
> Aha. Das erinnert mich ja so wenig an meine Kindheit.
> Da gab es zuweilen auch Leute, die es als Provokation betrachteten,
> wenn man an denen vorbei ging, einfach, weil die die stärkeren waren
> (und halt Auseinandersetungen mit schwächeren für die wohl einen
> gewissen nterhaltungswert hatten). Ist ja nix ungewöhnliches, aber
> deshalb muss man doch klaren Verstandes nicht ernsthaft darüber
> nachgrübeln, ob man da vielleicht selbst dran schuld sein könnte.
Du kannst auch ein IPhone im Navi-Halter Deines Auto baumeln lassen, da es
ja verboten ist ein Auto aufzubrechen ;-) Aber genauso gut koennte man da
auch ein Schild mit der Aufschrift "KLAU MICH" reinhaengen. Wenn man Bilder
ins Internet stellt, muss man nunmal damit rechnen, dass diese
missbrauchlich Verwendung finden. Hat man viel Glueck klaut irgendso´n armes
Wuerstchen ein Bild fuer einen unterirdischen Artikel und wenn man Pech hat
stolpert ein Personalchef ueber die "Kotz-Fotos" Deiner letzten
Kindergeburtstagsfeier.
>> Generell kann man aber sagen das es ein gutes Zeichen darstellt,
>> wenn andere das Material welches mal ins Internet packt ( i.r.R.
>> technischer Schrott ) gefallen findet. Verhindern kann man es nur dann,
>> wenn man es nicht veroeffentlicht.
>
> Weil ja auch die Bildzeitung dafür bekannt ist, einen ganz besonders
> guten Geschmack zu repräsentieren.
Nunja, mir faellt da RTL; SAT1 und Konsorten ein. Die bedienen nunmal das
was die Masse erwartet. Da ist es oft nur Konsequent auch Bild-Schrott
nebenbei mitzuliefern und in den tiefen von Face-Book und Konsorten
irgendwelche toten zu suchen um dem Irrsinn auch noch ein Gesicht zu
verpassen. Sollen wir uns da noch drueber aufregen und unsere Zeit
verschwenden ? Da gibt es in meinen Augen sicherlich wichtigeres und anstatt
Energie und Zeit zu verplempern, kann man diese auch nutzen um Geld zu
verdienen...
Natuerlich habe ich dafuer Verstaendnis das viele in solchen Situationen das
schnelle Geld wittern und sich den Arsch aufreissen ein paar Doppelmark
durch das Fehlverhalten eines freien Jornalisten zu kassieren. Aber
oekonomisch Sinnvoll, ist das leider nicht ;-) Da ist es Sinnvoller seine
Bildwerke mit Wasserzeichen zu sichern; Zugaenge zu reglementieren oder
Bilder von denen man der Meinung ist das diese besonders toll sind, garnicht
erst 8 Milliarden Menschen vor den Latz zu knallen etc.p.p.
>>>> Meist kommt da mehr bei rum als wenn man mit der Gummkeule sinnlos und
>>>> etwas aermlich herumwinselt.
>>>
>>> Du hast also offensichtlich schon mal herumgewinselt und Erfahrungen
>>> gesammlt. Warum teilst du uns nicht mit, wie es bei dir gelaufen ist?
>>
>> Weil diskretion etwas ist, auf das man sich verlassen kann und auch
>> muss. Solche Dinge haben in der Oeffentlichkeit nichts zu suchen.
>> Schliesslich verraest Du uns ja auch nicht was auf Deinem Gehaltszettel
>> steht. Dem einen reicht eine Entschuldigung; andere wollen 800 Euro fuer
>> ein Bild welches man fast in den Trashcan gekickt hat und wieder anderen
>> ist alles egal, da die einfach nicht die Lust oder Zeit haben ( Zeit in
>> der man ein Vielfaches an Geld verdient ) sich jedem Spinner
>> zuzuwenden...
>
> Also die Bildzeitung ist nicht irgendein Spinner. Die hat (laut wiki)
> eine Auflage von 3 Mio. Exemplaren, und eine Reichweite von 11 Mio.
> Lesern.
Nunja, nur weil man umzingelt ist von 11 Mio. Affen muss man sich ja nicht
selbst wie einer verhalten, oder ? Ist doch auch im TV wenig anders: Was
meinst Du denn bedient RTL und SAT1 ( nur mal um zwei Bildzeitungs-TV Sender
zu nennen ) ?! Mir ist es unverstaendlich das es ueberhaupt Menschen gibt,
welche diesen Content auch nur 5 Min. aushalten. Und wenn die mit der
Dummheit der Leute Geld verdienen ( wohl auch illegal ) ist das doch ok.
> Das ist also schon ein ganz anderer Rahmen, als der kleine
> Raubkopierer, der mal ein paar 1000 Kopieen verscherbelt, ohne
> die Gelegenheit zu nutzen, den Leuten politische Parolen
> einzutrichtern.
Nunja, wenn Dein Bild in der Bild erscheint, kannst -so Du da Bock drauf
hast Dich mit Parasiten zu unterhalten- gerne Kontakt aufnehmen und sogar
800 Euro mit Deinem Anwalt einfordern. Aber glaub mir, das bringt Dir
nichts. Weder Polotisch noch Sexuell ;-) Wenn da ein schoenes Essen mit
seiner Frau oder ggf. Freundin bei rumkommt, ist das doch toll...
Ich selbst finde das Leben ist zur Kurz als es sich mit Neid anderen
Gegenueber ( und erst recht der Bildzeitung ) zu versauen. Ich lass keine
Navis/Telefone im Auto liegen; meine Wertsachen liegen in einem Schleissfach
und alles nur aus dem einzigen Grund, das Leben entspannt durch die Hose
atmend zu geniessen. Mehrere 1000 Bilder packe ich auch ins Internet und
freu mich wenn andere Spass dran haben. Das damit auch Unfug getrieben wird,
ist mir schon beim hochladen selbiger bewusst. Und wie gesagt: Mal ein
kostenloses Essen nebenbei ohne Aufwand ist doch auf was schoenes
unabhaengig davon ob die Bildzeitung nun versucht eine komplette Nation zu
verbloeden.
Da kann man nun den Revoluzzer raushaengen lassen, aber im grunde ist es
doch nur der Punkt das man sich aergert das so ein Schmierblatt den Weg zu
einem gefunden hat. Denn Schmeichelhaft ist es nicht wirklich. Das ist fuer
viele hier wie ein Tritt in die Eier, aber das Leben ist oftmals genau so.
Und da kann einem weder die Astro-TV ( trotz kostenloser Erstberatung ) oder
auch anwalts Liebling ( der dann ja im grunde auch nur die Theapie eines
Kassenarztes ersetzt ) wirklich helfen...
> Gruss
> Jan Bruns
Gruss,
Micha
>
> Wir reden hier von Zahlen (jpg-Bild, mp3-Musik, mpeg-Film
> oder Software) und nichts anderem. Und wie kann eine Zahl
> im alleinig Besitz einer Person sein? Ich behaupte jetzt
> dann, die Zahl 145 gehört mir und jeder der sie ohne
> ein gültige Lizenz von mir, in welcher Form auch immer
> benutzt, wird verklagt (oder wie lang muß eine
> Zahl sein, damit ich sie als mein Eigentum erklären
> kann).
Wenn ich dich richtig verstehe, meinst du:
1. Nur analoge Kunst ist gute Kunst.
2. Digitalisierbarkeit und Urheberrecht schließen sich aus.
Wahrscheinlich wählst du auch Piratenpartei ;)
fg,
Christian
Das ist doch Kappes.
Der Springer'sche "Qualitätsjournalismus" soll halt für die geklauten
Bilder zahlen, sonst nix.
Rechnung nach den anerkannten Regeln der Kunst stellen und gut ist das.
Da zur Zeit sowieso jeder Mensch mit Internet-Anschluss medial als
"Daten-Räuber" hingestellt wird, umso mehr.
Grüße
Björn
Noch etwas: Genausogut könnte man sagen: Das sind ja nur ein paar tote Atome,
das kann nicht leben. Das irgendwann in einem Quantitätsgwinn etwas anderes
emergent wird, ist normal in in diesem Universum.
>
> fg,
>
> Christian
>
Ja klar, und Frauen, die Miniröcke anziehen oder alleine nachts auf die
Straße gehen, die sind dann nach der Logik auch selber schuld, wenn sie
vergewaltigt werden.
/ralph -- victim blaming nennt man das!
--
http://www.flickr.com/photos/sooperkuh/
"Ralph Aichinger" <ra...@pangea.at> schrieb im Newsbeitrag
news:hr14li$j62$1...@newsreader2.utanet.at...
> Michael Perlitschke <mperl...@aol.com> wrote:
>> Du kannst auch ein IPhone im Navi-Halter Deines Auto baumeln lassen, da
>> es
>> ja verboten ist ein Auto aufzubrechen ;-) Aber genauso gut koennte man da
>> auch ein Schild mit der Aufschrift "KLAU MICH" reinhaengen. Wenn man
>> Bilder
>> ins Internet stellt, muss man nunmal damit rechnen, dass diese
>> missbrauchlich Verwendung finden.
>
> Ja klar, und Frauen, die Minir�cke anziehen oder alleine nachts auf die
> Stra�e gehen, die sind dann nach der Logik auch selber schuld, wenn sie
> vergewaltigt werden.
Da hast Du sicherlich nicht ganz unrecht. Vieles liesse sich Nachts in
finsteren Gegenden sicherlich vermeiden. Ich erlebte das sehr oft in SinCity
( naechsten Sonntag bin ich wieder vor Ort ) wenn die jungen Maedels fast
nackt extrem leichtsinnig mit Ihrer Damen-Rolex und Gegenden lustwandeln, in
denen selbst ich mir als fast schon Einheimischer ein Taxi rufen wuerde.
Natuerlich kann man sich dort als Dame wie auch hier in Kiel Nachts
gemuetlich den Volmond auf den Pelz brennen lassen oder das auch nur tun,
nur weil einem danach ist. Aber ob das eine gute Idee ist, wage ich sowohl
in Sin City wie auch in einigen Gegenden hier in Kiel stark zu bezweifeln.
Zugegeben es geht ( insbesondere in Vegas ) weniger drum das man als Frau
oder Mann Opfer eines Triebtaetrs wird, sondern in der Regel drum, einfach;
sicher und zudem schnell an das Geld und Wertsachen Fremder zu kommen. Und
auch hier gilt: Man hat oft selbst schuld, wenn man Opfer wird. Es gibt in
jeder Stadt nunmal Gegenden in denen man seine Rolex Nachts nicht spazieren
tragen sollte aber auch als Mann oder Frau bei Vollmond mit Tiger-Tanga
Hinternschwingend rumwackeln sollte. Wenn Du mir im Hilton erzaehlst das Du
morgens um 2 die zwei Blocks zufuss zum Strat mit Deiner Nikon 3Ds samt
lustigen "3Ds Nackengurt" laufen moechtest, ist fast schon sichergestellt
das Du ohne Kamera Dein Ziel erreichen wirst...LOL
Und wenn Du dann eine Anzeige bei der Polizei erstattest, werden die Dich
nur Kopfschuettelnd anschauen und fragen ob Du nicht mehr alle Latten am
Zaun hast; zuviel Alkohol drin hattest oder Bewusstseinsveraendernde
Substanzen eingeworfen hast. Natuerlich kann man es auch drauf anlegen. Also
ich fuer meinen Teil nehme Warnungen ernst und bestelle mir in solchen
Gegenden ein Taxi. Ich habe weder Lust aufgeraubt zu werden ( auch wenn ich
immer das uebliche zum rausgeben griffbereit dabei habe ), noch das mit
jemand seinen Pimmel mit Gewalt sonstwo reinsteckt weil ich ein huebscher
und attraktiver Bursche bin. Und Frauen scheinen das genauso zu sehen, drum
ja die Warnungen welche zum Glueck oft beachtet werden.
Das ist natuerlich keine Garantie dafuer, dass meiner Freundin oder mir
selbst niemals etwas passieren wird, aber man muss sich nicht mit Ansage in
Gefahr begeben und es drauf anlegen. Das tut man aber, wenn man sein IPhone
im Auto haengen laesst oder seine Haustuere beim verlassen der Wohnung offen
stehen laesst und um den Kreis zu schliessen auch wenn man Bilder ins
Internet stellt und annimmt das diese ggf. nicht missbraeuchlich in der
Bildzeitung oder als Wichsvorlage fuer irgendwelche kranken Menschen genutzt
werden.
> /ralph -- victim blaming nennt man das!
/Micha --- Gesunder Menschenverstand wird soetwas genannt !
P.S. Generell ist es mir aber egal, was andere machen. Mich stoert es auch
nicht wenn Fremde mit mit einem "Fick mich" T-Shirt in finsternen Gegegenden
drauf anlegen. Wenn ich etwas mitbekomme das mir verdaechtig erscheint, rufe
ich sicherheitshalber die Cops (ich hoffe Du tust das in unserer
Wegschau-Gesellschaft auch ! ). Gut finde ich das offensive Verhalten der
Maedels aber nicht, denn das kann extrem gefahrlich werden ! Da ist vom
Raub; Vergewaltigung bis hin zum Mord so ziemlich alles moeglich. Also
lieber Raph, pass auf Dich aber auch Deine Freundin gut auf, denn die Logik
gebietet das in gewissen Situationen und Gegenden...
> Meine Fotos "Die Glasbauten und das Marx-Zentrum.":
>
> http://www.gelbmann.de/Fotos_Neuperlach.php
>
>
>
> Bildfotos das 3/4:
>
> http://www.bild.de/BILD/regional/muenchen/aktuell/2010/04/22/mieterverein-warnt/oh-mei-die-mieten-steigen-rapide-an.html
>
Hallo Stephan,
mir ist aufgefallen das der Großteil deiner Bilder nach rechts kippt. Warum
ist das so?
Gruß, Marc
Das ist ein "Kopierschutz" ! Und den Bild-Lesern ( von denen man annehmen
muss das die schon morgens betrunken sind ) wird das nicht auffallen....LOL
> Gru�, Marc
Gruss,
Micha
> Das Lächerliche an dieser Diskussion ist, dass hier einige von der Art
> und Weise, wie "Bild" Themen auswählt und aufbereitet, darauf schließen,
> wie der Verlag arbeitet. Das ist natürlich kompletter BS.
> ...
> Insofern: Rechnung stellen finde ich gut, aber ob Springer 800 Tacken
> für ein Bildchen einfach so zahlt, möchte ich bezweifeln. Vielleicht
> irre ich mich ja auch.
Sehe ich anders. Deine Ausführungen dazu, was ihr mal gelernt habt, bzw.
welche Vorgehensweisen üblich sind, verkennen total den Umstand, daß es
Urheber gibt, die eine Vermarktung zu marktüblichen Konditionen
überhaupt nicht wünschen, oder sich zumindest vorbehalten, nicht
mit jedem der es wünscht, Verträge abzuschliessen.
In diesem Fall haben die so gesehen echt Glück gehabt, denn Stephan
gesteht ja ein, daß der evtl. entstandene Schaden für ihn einen
Geldwert hat.
Gerade das macht es recht schwierig, deine Sichtweise überhaupt
nachzuvollziehen, denn diese Fülle an Risiken gestattet in der
Summe deren Vermeidung nicht. Gesunderweise führt diese
Problematik ständig zu Abwägungsprozessen, man bewertet für
sich selbst, wie gross die mögliche Einschränkung (zwecke
Risikovermeidung) in Relation zum möglichen Schaden sein
könnte.
> In diesem Fall haben die so gesehen echt Glück gehabt, denn Stephan
> gesteht ja ein, daß der evtl. entstandene Schaden für ihn einen
> Geldwert hat.
Wie gross der Schaden ist entscheidet im Notfall aber das Gericht und
nicht er und die würden in diesem Fall den Schaden niemals mit 800
Euro ansetzen.
Muss man nicht mögen als Fotograf, ist aber leider so.
Jens
Exakt, stellt man seinen albernen Bildermuell nicht Online, gibt es auch
keine Probleme. Stellt man diese aber Online, muss man halt begreifen und
auch akzeptieren was passieren kann. Die wirklich gute Nachricht ist wohl
nur die, dass man in der Regel garnicht mitbekommt das der Nonsens
zweckentfremdet wird. Ist ja auch nicht schlimm, denn fuer gewoehnlich hat
man mit seiner knappen Zeit besseres zu tun ( z.B. noch mehr
Nonsens -welcher einem persoenlich aber lieb ist- zu produzieren ).
Haarig wird es immer dann wenn man ( meist durch einen Tips Dritter )
drueber stolpert und sich dann die Muehe machen muss das ganze schnell und
unbuerokratisch fuer beide Seiten zu regeln. Aendern wird das aber nichts,
denn das wird aus der Portokasse bezahlt und ist eine kalkulierbare Groesse.
Aber das wurde hier ja auch schon geschrieben...
Viel schlimmer sehe ich den seelischen Qualen welche hier einige erleiden.
Ich kann mir gut vorstellen das hier einige Leute durchaus eine Therapie
machen muessen, wenn die Ihr Foto in der Bildzeitung sehen....LOL. Dann ist
das ueberzogene EGO komplett im Arsch und evt. droht sogar Impotenz;
Scheidung und Selbstmord. Wer weiss das schon genau, was die Bildzeitung in
der Bevoelkerung so alles gemeinsam mit SAT1 und RTL anrichtet ;-)
Von daher sind 800 Euro nur ein Topfen auf den "schlappen" Stein...smile.
Angemessen waeren 8.000.000 Euro oder ein Vorzugspaket Pizer-Aktien.
Leute, Eure Probleme moechte niemand haben. Einigt Euch mit den Presse-Affen
und die Kohle fuer den Bilderschrott ist binnen weniger Werktage abgenickt
auf dem Konto. Das ist einfach und fuer beide Seiten akzeptabel...
> welche Vorgehensweisen üblich sind, verkennen total den Umstand, daß es
> Urheber gibt, die eine Vermarktung zu marktüblichen Konditionen
> überhaupt nicht wünschen, oder sich zumindest vorbehalten, nicht
> mit jedem der es wünscht, Verträge abzuschliessen.
Und genau das ist das Problem mit der aktuellen Rechtsprechung. Es läßt sich
nicht verhindern.
Es gibt noch die Möglichkeit die weitere Verbreitung zu untersagen. Bei
Büchern mag das sinnvoll sein, es sind deshalb schon Bücher mit geschwärzten
Seiten ausgeliefert worden.Aber bei einer Tageszeitung? Die ist längst im
Altpapier bis jemand das Bild findet.
Dafuer haben wir aber den Heimvorteil, eben weil wir um diesen Umstand
wissen und danach handeln koennen. Anstatt zu klagen ist es fast schon
sinniger den Missbrauch selbst zu publizieren. Das Internet ist das
allerbrutalste was es auf Erden gibt und diesen Umstand kann man auch fuer
sich recht schamlos ausnutzen. Also anstatt der Bildzeitung mit albernen
Forderungen auf den Sack zu gehen, kann man man ja selbst sein Talent
jornalistisch fuer alle Ewigkeiten im Netz zementieren...
Ich finde es aber auch geschickt wie die ertappten reagieren. Die zahlen ein
Betrag den das Bild natuerlich nicht wert ist, allle sind zufrieden und
keine Socke bekommt das mit.
Jackpot ?! Selbstverstaendlich !
Eigentlich traurig das wir fast alle mittlerweile kaeuflich sind.
> Viele Gr��e vom Rand der Welt
> Manfred
Gruss,
Micha
Nein, ich meine "geistiges Eigentum" (und Patente sind
da noch viel schlimmer als Urheberrechte) und soziales/gerechtes
Verhalten schließen sich gegenseitig aus. Wissen und
Information muß allen zugänglich und auch von allen frei
nutzbar sein.
Ich habe das hier zur Diskussion stehende Bild nicht gesehen
(hab gerade nur ein 32 kbit Analogmodem), aber ich vermute
mal, es handelt sich um Architekturaufnahmen. Da investieren
also eine Menge von Leuten Millionen von Euros um ein riesiges,
dreidimensionales Gebilde (die fotografierten Gebäude) zu
realisieren und dann kommt da so ein Fotograf und macht
Aufnahemn davon, ohne zu fragen geschweige denn etwas dafür
zu bezahlen (war nicht die Begründung warum er das darf, daß
das Kunstwerk dauerhaft auf öffentlich zugänglichem Raum steht?)
und stellt diese Fotos dann auch noch für alle frei zugänglich
in das Internet.
Da kommt dann ein anderer und macht seinerseits von diesen
dauerhaft in öffentlich zugänglichem Raum (so muß man
das Internet wohl nennen) aufgestellten Fotos Ablichtungen
und ist nun plötzlich der böse Bube.
Ich würde es ja verstehen, wenn sich der OP im Sinne der
"Abmahnindustrie" geäußert hätte: Hab da wieder mal einen
erwischt, der so dumm ist und meint, Recht hat etwas mit
Gerechtigkeit zu tun und den ich jetzt gewaltig abzocken
kann. Das errinnert mich ein bißchen an einen gewissen
Rechtsanwalt "von G.", der schon vor 30 Jahren Anzeigen unter
Mädchennamen geschaltet hat und um die Zusendung von ein
paar Spielen für den C64 gebeten hat und der dann alle, die
das getan haben, wegen Urheberrechtsverletzungen abgemahnt
hat. Herr v.G. hat seinen Taten nun ja selbst ein Ende
bereitet, aber seine "geistigen Nachfahren" sind ja sehr
fleißig bei der Arbeit.
Nicht verstehen kann ich allerdings, daß der OP es so
darstellt als ob hier etwas moralisch verwerfliches
geschehen ist. Und bezüglich der Nenung seines Namens:
sind denn auf seinen Fotos bzw. Webseiten die Architekten
der fotografierten Gebäude korrekt aufgeführt? Die
haben sicherlich wesentlich mehr zu dem Bild beigetragen
als der Fotograf.
> Wahrscheinlich wählst du auch Piratenpartei ;)
Nun, wenn man endlich damit aufhören würde, alle Stimmen
die an Parteien <5% gehen unter den Tisch fallen zu
lassen, könnte man sich tatsächlich überlegen, ob es
Sinn macht, zu Wahlen zu gehen. Einerseits appeliert man
an die Leute doch zur Wahl zu gehen und andererseits
erklärt man gleichzeitig einer großen Zahl von ihnen,
daß man ihre Stimme überhaupt nicht berücksichtigen
wird.
So argumentiert man wohl im Wirtschaftswunderland China. Was soziales/
gerechtes sehe ich dort aber nicht, aber was sozialistisches.
> Wissen und
> Information muß allen zugänglich und auch von allen frei
> nutzbar sein.
Weshalb Firmen Schlüsseltechnologien mitunter nicht patentieren
da sie damit offengelegt sind.
--
Helmut Faugel
Jens Look:
> Jan Bruns wrote:
>> In diesem Fall haben die so gesehen echt Glück gehabt, denn Stephan
>> gesteht ja ein, daß der evtl. entstandene Schaden für ihn einen
>> Geldwert hat.
> Wie gross der Schaden ist entscheidet im Notfall aber das Gericht und
> nicht er
Lustig. Richter so als feenhafte Gestalten, die dann mit
ihrem Hämmerchen mal just die Welt in Ordnung bringen, ja.
Erzähl das mal deiner Grossmutter.
> und die würden in diesem Fall den Schaden niemals mit 800 Euro
> ansetzen.
> Muss man nicht mögen als Fotograf, ist aber leider so.
Ja, nee, ist im Prinzip gut, daß Du nochmal drauf hinweist, daß
besonders dieser Teil des Thread so rein gar nix mit Rechtsberatung,
nichmal mit 'nem Rat zu tun hat.
Natürlich meint der obige von Dir zitierte Absatz *nicht*, daß
Stephan ganz viel Geld rauskriegen würde, wenn er nur einen
auf geschädigt machen würde. Auch *nicht*, daß die Bildzeitung
dann ganz lange ins Gefängnis müsste. Aber Gott wüsste dann
natürlich bescheid, wenn es ihn denn gäbe.
es gibt halt in D und anderen Ländern gesetzliche Regelungen zu dem
Thema, und an die ist auch Bild gebunden.
Noch eine Frage zum Thema geistiges Eigentum: ich weiß ja nicht, welchen
Beruf Du hast, aber mal angenommen, Du arbeitest in einer Firma, die
hochkomplizierte Maschinerie herstellt. Ist Dir dann bewußt, daß Dein
Arbeitsplatz hochgradig vom Schutz geistigen Eigentums abhängt?
Vertrittst Du die Ansicht, daß dieser Schutz zu Unrecht besteht und
jeder diese Maschinen folgenlos nachbauen und vertreiben können sollte?
>>> welche Vorgehensweisen üblich sind, verkennen total den Umstand, daß
>>> es Urheber gibt, die eine Vermarktung zu marktüblichen Konditionen
>>> überhaupt nicht wünschen, oder sich zumindest vorbehalten, nicht mit
>>> jedem der es wünscht, Verträge abzuschliessen.
>> Und genau das ist das Problem mit der aktuellen Rechtsprechung. Es läßt
>> sich
>> nicht verhindern.
> Dafuer haben wir aber den Heimvorteil, eben weil wir um diesen Umstand
> wissen und danach handeln koennen. Anstatt zu klagen ist es fast schon
> sinniger den Missbrauch selbst zu publizieren. Das Internet ist das
> allerbrutalste was es auf Erden gibt und diesen Umstand kann man auch
> fuer sich recht schamlos ausnutzen. Also anstatt der Bildzeitung mit
> albernen Forderungen auf den Sack zu gehen, kann man man ja selbst sein
> Talent jornalistisch fuer alle Ewigkeiten im Netz zementieren...
Keine Ahnung, wie realistisch das ist, aber eigentlich haben die doch
anscheinend quasi falsche Informationen über Stephan verbreitet, nämlich,
daß er nicht namentlich genannt werden wollte, und zudem mit dem Deal
einverstanden war. Müsste er da nicht eigentlich Gelgenheit/Platz
zur Richtigstellung erhalten?
> Lustig. Richter so als feenhafte Gestalten, die dann mit
> ihrem Hämmerchen mal just die Welt in Ordnung bringen, ja.
Dir sagt der Satz "Recht haben und Recht bekommen sind
zwei verschiedene Sachen" etwas?
Ich weiss nicht wieviele konkrete Fälle Du da schon hattest.
Ich nach rund 20 Jahren als Professioneller Fotograf schon
einige...
> Ja, nee, ist im Prinzip gut, daß Du nochmal drauf hinweist, daß
> besonders dieser Teil des Thread so rein gar nix mit Rechtsberatung,
> nichmal mit 'nem Rat zu tun hat.
Doch, war in meinem Fall durchaus ein Rat, bzw. ein darauf
hinweisen was in so einem Fall vor Gericht eher drin ist.
Allerdings kein typischer Internet Rat wo man mal irgendwas
von irgendwelchen Listen etc. gehört hatte, sondern einer
aus der Praxis
> Natürlich meint der obige von Dir zitierte Absatz *nicht*, daß
> Stephan ganz viel Geld rauskriegen würde, wenn er nur einen
> auf geschädigt machen würde. Auch *nicht*, daß die Bildzeitung
> dann ganz lange ins Gefängnis müsste. Aber Gott wüsste dann
> natürlich bescheid, wenn es ihn denn gäbe.
na gut, wenn es auf der Basis weitergehen soll dann klinke ich
mich da mal lieber aus ;-)
Jens
> Wie gross der Schaden ist entscheidet im Notfall aber das Gericht und
> nicht er und die würden in diesem Fall den Schaden niemals mit 800
> Euro ansetzen.
> Muss man nicht mögen als Fotograf, ist aber leider so.
Vor allem sollte er sich mal beraten lassen, was er anteilig an
Gerichtskosten zahlt, wenn er in der Sache Recht bekommt, aber
seine Forderungen laut Meinung der Richter zu hoch angesetzt
hatte und nur einen kleinen Prozentsatz bekommt.
Das hatte ich bei einem Verkehrsunfall, weil das Gericht meinem
Arzt nicht glaubte und in der nächsten Instanz einen eigenen
Gutachter hinzu zog, dessen Ausführung, die Unfallfolgen seien
in der Tat durch die Art des Unfalls zu erklären, aber auch
in den Wind kloppte. Da erwies sich der Verkehrsrechtschutz
als nicht unflott, sonst hätte ich, obwohl 0% Schuld am Unfall,
wegen des entsprechend reduzierten Schmerzensgeldes bei dem
Verkehrsunfall drauf bezahlt.
Auch spannend ist, wenn beim Prozessgegner nichts zu holen ist.
Dann bleibt nämlich der Gewinner des Prozesses auf den Kosten
sitzen. Bei Springer eher weniger, aber wenn sich etwa ein
Verein an fremden Bildern vergreift, kann das ganz schnell
gehen.
=> Vor Gericht und auf hoher See ...
Jürgen Gerkens
Rainer Latka wrote:
>
> On 25.Apr.10 17:18h, Herbert Kleebauer wrote:
> ...
> > Nein, ich meine "geistiges Eigentum" (und Patente sind
> > da noch viel schlimmer als Urheberrechte) und soziales/gerechtes
> > Verhalten schließen sich gegenseitig aus. Wissen und
> > Information muß allen zugänglich und auch von allen frei
> > nutzbar sein.
> ...
> > Nicht verstehen kann ich allerdings, daß der OP es so
> > darstellt als ob hier etwas moralisch verwerfliches
> > geschehen ist...
>
> es gibt halt in D und anderen Ländern gesetzliche Regelungen zu dem
> Thema, und an die ist auch Bild gebunden.
Genau deshalb habe ich ja geschrieben, daß ich es verstehen würde,
wenn sich der OP darüber freut wieder mal einen Dummen gefunden zu
haben den man aufgrund der aktuellen Rechtslage abzocken kann.
So zu tun als ob das Verhalten des anderen unmoralisch war ist
aber wohl völlig daneben.
> Noch eine Frage zum Thema geistiges Eigentum: ich weiß ja nicht, welchen
> Beruf Du hast, aber mal angenommen, Du arbeitest in einer Firma, die
> hochkomplizierte Maschinerie herstellt. Ist Dir dann bewußt, daß Dein
> Arbeitsplatz hochgradig vom Schutz geistigen Eigentums abhängt?
> Vertrittst Du die Ansicht, daß dieser Schutz zu Unrecht besteht und
> jeder diese Maschinen folgenlos nachbauen und vertreiben können sollte?
Genau diese egozentrische Denken ist ja das Problem. Es geht
doch nicht darum, den Gewinn einer einzelnen Firma zu
maximieren, sondern ein globales Maximum zu finden. Inzwischen
wird ein großer Teil der Patente nicht registriert um eine
wertvolle Erfindung zu schützen, sondern um ein Patentportfolio
aufzubauen, das gegen andere in Stellung gebracht werden kann.
Zum anderen werden enorme Resourcen aufgewendet um bei
Neuentwicklungen um existierende Pantente herumzuentwickeln.
Und all das zahlt der Verbraucher und damit die Gesellschaft.
Es gibt einfach keinen Sinn alles unabhängig n-fach zu
erfinden und dann auch noch aufwändig um existiernde
Patente herumzuentwickeln. Viel effektiver ist es doch,
wenn die Gesellschaft nur einmal für die Entwicklung
zahlt, und bei der Herstellung setzt sich dann die Firma
durch, die die beste Qualität bei geringstem Preis bietet.
Ich finde es bemerkenswert, daß bei diesem Fall von "Marions Kochbuch"
offenbar irgendwelche naiven Blogger, die ein Winziges, banales Bild einer
Wurst (oder ähnliches) ohne Gewinnabsicht kurz auf eine Webseite gestellt
haben, die deutlich vierstellig zur Kasse geboten worden sind -- und hier
bzw. in drf hat die Meinung vorgeherrscht, daß das nicht nur durchsetzbar,
sondern auch OK so ist, während sich hier ein Fotograf für eine genauso
illegale Nutzung in der größten deutschen Zeitung mit einem Trinkgeld
abspeisen lassen sollte.
Für mich ist da eine Schieflage, die die Irrwitzigkeit und Willkür
des derzeitigen Urheberrechts klar zutage treten läßt:
http://www.abmahner.info/2008/12/marions-kochbuch-internetkochbuch-mit.html
Aber auch wie sich manche Leute hier mit dem Wind drehen, jenachdem in
welchem Interesse sie gerade argumentieren.
Naja, daß die Rechtsprechung z.Zt. in Bezug auf das Internet, bzw.
digitale Medien allgemein noch nicht so recht in der Lage ist,
die tatsächliche Bedeutung von Vervielfältigungen, Kopiervorgängen
und Vorführungen hinsichtlich des Publikationsgrades korrekt
einzuordnen, ist ja nichts neues.
Daß das auch gut so sei, hat hier im Thread -soweit ich das gerade
überblicke- niemand geschrieben. Einige haben versucht, dem OP
mit praktischen Ratschlägen zur Seite zu stehen. Keine Ahnung,
aber gut vorstellbar, daß das auch wirklich ein ganz guter Tip
ist, daß der OP sich da nicht so ganz viel von der Sache versprechen
sollte. Ich bezweifle allerdings, daß Stephan nach einem solchen Rat
gefragt hat, bzw. den nötig hatte (mache ich an der Formulierung
-zahlen, oder Strafverfolgung- fest, von Zivilprozess war gar keine
Rede). Von daher hätte die Gruppe auch ganz gut die Gelegenheit
nutzen können, die Sachlage an sich zu diskutieren, anstatt,
wie hier in zahllosen Formuierungen zu finden, den Output der
Rechtsprechung zur Wahrheit an sich umzudeklarieren.
> Ich finde es bemerkenswert, daß bei diesem Fall von "Marions Kochbuch"
> offenbar irgendwelche naiven Blogger, die ein Winziges, banales Bild einer
> Wurst (oder ähnliches) ohne Gewinnabsicht kurz auf eine Webseite gestellt
> haben, die deutlich vierstellig zur Kasse geboten worden sind -- und hier
> bzw. in drf hat die Meinung vorgeherrscht, daß das nicht nur durchsetzbar,
> sondern auch OK so ist, während sich hier ein Fotograf für eine genauso
Das sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Hier geht es um ein Bildhonorar
und dafür halten sich die Gerichte an Regeln. Die mögen für uns seltsam
erscheinen, ist aber halt so.
Bei Marions Kochbuch wurden Abmahnungen verschickt und die Kostenrechnungen
für die Abmahnungen machen den Löwenanteil der Kosten aus. Keine Ahnung ob
darüber hinaus noch ein Honorar gefordert wurde. Und für die
Kostenrechnungen der Rechtsanwälte gibt es auch Regeln nur halt andere.
Jedenfalls hat von diesem Geld der Urheber nichts, das kassiert der RA.
Zumindest solange alles legal vor sich geht und das wollen wir ja mal
annehmen.
Viele Grüße vom Rand der Welt
Manfred
>
>> Meine Fotos "Die Glasbauten und das Marx-Zentrum.":
>>
>> http://www.gelbmann.de/Fotos_Neuperlach.php
>>
>>
>>
>> Bildfotos das 3/4:
>>
>> http://www.bild.de/BILD/regional/muenchen/aktuell/2010/04/22/mieterverein-warnt/oh-mei-die-mieten-steigen-rapide-an.html
>>
>>
>
> Hallo Stephan,
>
> mir ist aufgefallen das der Gro�teil deiner Bilder nach rechts kippt.
> Warum ist das so?
>
> Gru�, Marc
Ist mir selbst auch schon aufgefallen. Offensichtlich it mein erechte
Hand so dominat, dass sie die Kamera zu weit nach links dr�ckt, mit dem
Ergebmiss, dass die Bilder nach rechts h�ngen. Ich werde mir, speziell
bei den Fotos f�r Bild, mehr m�he geben.
Gru� Stephan
>Es gibt einfach keinen Sinn alles unabhängig n-fach zu
>erfinden und dann auch noch aufwändig um existiernde
>Patente herumzuentwickeln. Viel effektiver ist es doch,
>wenn die Gesellschaft nur einmal für die Entwicklung
>zahlt, und bei der Herstellung setzt sich dann die Firma
>durch, die die beste Qualität bei geringstem Preis bietet.
Dir ist aber schon klar, daß die Erfinder bei diesem Szenario über die
Klinge springen?
Noe, die werden doch von der Gesellschaft bezahlt. ;-)
Ich interpretiere seine Idee so: Das Zentralbuero der
Partei entscheidet, welche Erfindungen das Volk braucht,
und beauftragt aus Steuergeldern bezahlte Erfinder, die
noetigen Dinge zu erfinden. Die erfundenen Dinge werden
dann im VEB Hastenichgesehen genau nach Spezifikation
hergestellt.
Auf diese Art kommen die Firmen auch nicht auf die Idee,
irgendwas zu entwickeln, was keiner braucht.
Christoph
>> Ich finde es bemerkenswert, daß bei diesem Fall von "Marions Kochbuch"
>> offenbar irgendwelche naiven Blogger, die ein Winziges, banales Bild
>> einer Wurst (oder ähnliches) ohne Gewinnabsicht kurz auf eine Webseite
>> gestellt haben, die deutlich vierstellig zur Kasse geboten worden sind
>> -- und hier bzw. in drf hat die Meinung vorgeherrscht, daß das nicht
>> nur durchsetzbar, sondern auch OK so ist, während sich hier ein
>> Fotograf für eine genauso
> Das sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Hier geht es um ein
> Bildhonorar und dafür halten sich die Gerichte an Regeln. Die mögen für
> uns seltsam erscheinen, ist aber halt so.
Mir scheint, Du hast den Thread nicht gelesen (nichtmal das OP).
Stephan hat nichts von einem Plan geschrieben, eine Honorarforderung
gerichtlich durchsetzen zu wollen. Offenbar fühlt er sich von der
ungefragten Nutzung seines Bildes vor den Kopf gestossen, will
der Redaktion noch eine Chance einräumen, den Fehler einzusehen
und auszuräumen.
> Bei Marions Kochbuch wurden Abmahnungen verschickt und die
> Kostenrechnungen für die Abmahnungen machen den Löwenanteil der Kosten
> aus. Keine Ahnung ob darüber hinaus noch ein Honorar gefordert wurde.
> Und für die Kostenrechnungen der Rechtsanwälte gibt es auch Regeln nur
> halt andere. Jedenfalls hat von diesem Geld der Urheber nichts, das
> kassiert der RA. Zumindest solange alles legal vor sich geht und das
> wollen wir ja mal annehmen.
Ja, sieh an. Die nicht abgesegnete Nutzung des Materials war
also wohl derart unbedeutend, daß richtig Geld dafür investiert werden
musste, sie überhaupt aufzuspüren (andernfalls hätte man ja im Rahmen
der Pflicht, den entstehenden Schaden auch für Gegenparteien möglichst
gering zu halten, schlicht erstmal 'ne Rechnung mit Honorarforderung
verfassen können).
soeben hat die Bild angerufen. In einem vernᅵnftigen Gesprᅵch wurde der
Fehler der siech Seitens Bild eingeschlichen hat, erᅵrtert. Ein
Shheck/ᅵberweisung in nicht ganz der geforderten Summe geht an mich
heute raus.
Gruᅵ Stephan Gelbmann
Stephan
Soeben hat ein Mitarbeiter von Bild angerufen.
Er entschultigt sich, da wohl etwas schief gelaufen sein.
Der Scheck/Überweisung geht heute raus. Nicht ganz in der geforterten
Höhe, aber dem Aufwandt in gerechter Form.
> Mir scheint, Du hast den Thread nicht gelesen (nichtmal das OP).
Doch, *ich* habe den Thread gelesen. Sogar das OP.
> Stephan hat nichts von einem Plan geschrieben, eine Honorarforderung
> gerichtlich durchsetzen zu wollen. Offenbar fühlt er sich von der
Er schrieb
"Ich werde an die Redaktion schreiben und eine Rechnung in Höhe von 800.- €
beilegen."
und das liest sich für mich wie eine Honorarforderung stellen.
Aber inzwischen ist es ja gütlich beigelegt und das ist allemal die beste
Lösung.
viele Grüße vom Rand der Welt
Manfred
Warte mal, da war doch irgendwas...
Irgendwoher kenn ich das, kann mich kaum noch dran erinnern.
Eigentlich klingt die Idee gut, aber ich glaube, das hatte einen
versteckten Haken.
> Eigentlich klingt die Idee gut, aber ich glaube, das hatte einen
> versteckten Haken.
Da täuschst Du Dich, da gabs keine Haken. Und keine Orangen auch :-))
Viele Grüße vom Rand der Welt
Manfred
>> Mir scheint, Du hast den Thread nicht gelesen (nichtmal das OP).
> Doch, *ich* habe den Thread gelesen. Sogar das OP.
>> Stephan hat nichts von einem Plan geschrieben, eine Honorarforderung
>> gerichtlich durchsetzen zu wollen. Offenbar fühlt er sich von der
> Er schrieb
> "Ich werde an die Redaktion schreiben und eine Rechnung in Höhe von
> 800.- € beilegen."
> und das liest sich für mich wie eine Honorarforderung stellen.
Schon.
> Aber inzwischen ist es ja gütlich beigelegt und das ist allemal die
> beste Lösung.
Für Stephan vielleicht. Ob das aber auch für alle anderen gilt, die
(vielleicht dann ohne es zu merken) Gegenstand solcher Nachlässigkeiten
werden? Eine gütliche Einigung wird ja, in Anbetracht der naheliegenden
Vermutung, daß das kein einmaliger Ausrutscher gewesen sein wird,
vermutlich zu recht wenig Umstrukturierung führen.
>Uwe Schickedanz wrote:
>
>> Eigentlich klingt die Idee gut, aber ich glaube, das hatte einen
>> versteckten Haken.
>
>Da täuschst Du Dich, da gabs keine Haken. Und keine Orangen auch :-))
Dochdoch, unterm Ladentisch schon. Ich sagte doch, die waren
versteckt.
> Gelbmann wrote:
>> Bild klaut BilderBahn, [...] Aber wie kommt mein Bild von meiner
>> Homepage marx-zentrum.de in die Bildzeitung?
On Sat, 24 Apr 2010 02:17:38 +0200, Claus Maier wrote:
> Die BILD-Zeitung (wenn man mal den Begriff "Zeitung" für diese Ausgeburt
> journalistischer Pornographie gelten lassen will) hat schon immer
> betrogen, gelogen, geklaut, gefaked. Dafür ist sie bekannt - wenn auch
> nicht bei ihren eher schlicht strukturierten Lesern.
Macht schon Spaß, sich als Gutmensch zu fühlen und - voll im Trend - eine
beliebige Zahl von Menschen zu verleumden, die aus unterschiedlichsten
Gründen zu diesem Blatt greifen oder dort schaffend tätig sind, gell?
Das gab es zu allen Zeiten, manchmal waren es die Grünen auf denen
herumgehackt wurde, mal die Roten, die Schwarzen, die Braunen, die Banker,
die Beamten, Politiker, Lehrer, Bauern, Ossies, Frauen, Singles,
Autofahrer, Fleischesser, Veganer, Juden, Neger und immer gab es eine Zahl
von selbsternannten Auskennern, die als moralische Lichtgestalt über all
dem Sumpf schwebten, aber letztlich nur wieder anderen Meinungsmachern
das Wort redeten.
Zurück zum Thema: Welches Medium hätte denn nicht schon betrogen, gelogen,
geklaut, gefaked (ist Dir da das Deutsch ausgegangen oder wäre "erfunden"
so unkewl gewesen?) und wäre mehr oder weniger bekannt dafür? Und welches
Medium hätte nicht (auch) schlicht strukturierte Leser? Was liest Du so?
Die SZ etwa? Oder gar Spektrum der Wissenschaft?
Komm einfach mal runter von Deinem Schemel und laß jedem Tierchen sein
Pläsierchen.
Ciao,
Volker
--
@: I N F O at B A R T H E L D dot N E T
3W: www.bartheld.net
> Macht schon Spaß, sich als Gutmensch zu fühlen und - voll im Trend -
> eine beliebige Zahl von Menschen zu verleumden, die aus
> unterschiedlichsten Gründen zu diesem Blatt greifen oder dort
> schaffend tätig sind, gell?
>
> Das gab es zu allen Zeiten, manchmal waren es die Grünen auf denen
> herumgehackt wurde, mal die Roten, die Schwarzen, die Braunen, die
> Banker, die Beamten, Politiker, Lehrer, Bauern, Ossies, Frauen,
> Singles, Autofahrer, Fleischesser, Veganer, Juden, Neger und immer
> gab es eine Zahl von selbsternannten Auskennern, die als moralische
> Lichtgestalt über all dem Sumpf schwebten, aber letztlich nur wieder
> anderen Meinungsmachern das Wort redeten.
Putzigerweise ist aber gerade bei preiswerter Stimmungsmache gegen
bestimmte Zielgruppen die BILD selbst stets mächtig dabei, übrigens
auch schon gegen einige der gerade von Dir genannten Beispiele. Leider
sind auch andere Zeitungen auf dieses Gleis gesprungen, versprechen
sich von dieser Art Journalismus mehr Erfolg, da es offensichtlich
tatsächlich (zu !) viele Leute gibt, die sich ihre Meinung eben nicht
selbst bilden können und sich diese lieber durch durchsichtige dünn
gestrickte oberflächliche Artikel einmeißeln lassen, um ja nicht mal
über den Tellerand schauen zu müssen.
Jürgen Gerkens
Frank Kemper schrieb:
> Niemand muss sein Eigentum gegen Diebstahl schützen. Und wenn es
> gestohlen wird und der Diebstahl nachgewiesen werden kann, dann kann man
> nicht dagen, der Geschädigte hätte Fehler gemacht.
Hallo,
na dann wundere Dich nicht wenn Du Ärger bekommst wenn Du Dein Auto
nicht verschlossen und mit steckendem Zündschlüssel abstellst und es
gestohlen wird. Oder wenn aus der Wohnung bei offenstehender Tür etwas
gestohlen wird. Mit den zuständigen Versicherungen gibt es da bestimmet
Ärger. Wenn obiges Auto von einem Minderjährigen gestohlen wird und der
damit auch noch jemand anfährt gibt es noch viel mehr Ärger, nicht nur
mit der Versicherung.
Bye
Herbert Kleebauer schrieb:
> Die Menschen sind schon eine seltsame Tierart. Da geht einer
> hin und fotografiert einen Baum, macht ein Plakat davon und
> hängt es neben den Baum (oder zeitgemäß: stellt das Bild in
> das Internet). Kommt ein anderes Exemplar der Spezie Mensch,
> fotografiert den selben Baum und das Plakat und erhält so
> zwei identische Bilder (oder zeitgemäß: bit-identische
> Dateien). Das eine Bild darf er problemlos nutzen, beim
> zweiten begeht er eine Urhebrrechtsverletztung.
Hallo,
das wirst Du nicht schaffen das zwei Aufnahmen am gleichen Ort vom
gleichen Objekt, aber zu verschiedener Zeit und mit verschiedenen
Kameras zwei bit-identische Dateien ergeben. Selbst wenn man dazu das
gleiche Kameramodell des gleichen Herstellers mit gleichem Objektiv
benutzt werden das keine bit-identische Dateien.
Bye
> na dann wundere Dich nicht wenn Du Ärger bekommst wenn Du Dein Auto
> nicht verschlossen und mit steckendem Zündschlüssel abstellst und es
> gestohlen wird.
Dann Ärger bekommt man, weil es dann von jemandem ohne entsprechende
Kenntnisse und Erlaubnis genutzt werden kann und das eine
außergewöhnliche Gefährdung darstellt. Dasselbe gilt für Waffen und
andere gefährliche Gegenstände.
Wenn du dir eine Tüte Wattebäuschen klauen läßt, macht dir ganz sicher
niemand Ärger.
Tschüß
Dietmar
--
Lesbar quoten kann so einfach sein:
http://www.learn.to/quote
http://www.volker-gringmuth.de/usenet/zitier.htm
>> Ich behaupte jetzt
>> dann, die Zahl 145 gehört mir und jeder der sie ohne
>> ein gültige Lizenz von mir, in welcher Form auch immer
> ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
>> benutzt, wird verklagt (oder wie lang muß eine
>> Zahl sein, damit ich sie als mein Eigentum erklären
>> kann).
>
>Dann musst Du vorsichtig sein, denn denn die Zahl "145" (darf ich sie in
>diesem Zusammenhang verwenden?) ist in einer Kombination mit Buchstaben
>schon geschützt:
>http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/306213109/DE
>Das gilt zwar nur für bestimmte Bereiche, aber trotzdem würde ich
>aufpassen! ;-)
Afaik sind Zahlen allein nicht als Marke anmeldbar.
Ciao,
Richard
--
Dr. Richard Könning Heßstraße 63
Tel.: 089/5232488 80798 München
Offenbar doch
http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/300190891/DE
http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/206680/DE
> Offenbar doch
> http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/300190891/DE
> http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/206680/DE
Bei "4711" ist es eine Wort-Bildmarke. Es ist also nicht die Zahl alleine
geschützt sondern nur in Verbindung mit der Gestaltung. Allerdings ist 4711
auch eine bekannte Marke und genießt daher einen weiterreichenden Schutz.
Das man aber auch eine Telefonnummer schützen lassen kann war mir neu. Ich
werde jetzt sorgfältig vermeiden, diese Nummer zu wählen. Nicht, daß ich
mich noch einer Markenrechtsverletzung schuldig mache :-))
>Ralph Aichinger wrote:
>
>> Ich finde es bemerkenswert, daß bei diesem Fall von "Marions Kochbuch"
>> offenbar irgendwelche naiven Blogger, die ein Winziges, banales Bild einer
>> Wurst (oder ähnliches) ohne Gewinnabsicht kurz auf eine Webseite gestellt
>> haben, die deutlich vierstellig zur Kasse geboten worden sind -- und hier
>> bzw. in drf hat die Meinung vorgeherrscht, daß das nicht nur durchsetzbar,
>> sondern auch OK so ist, während sich hier ein Fotograf für eine genauso
>
>Das sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Hier geht es um ein Bildhonorar
>und dafür halten sich die Gerichte an Regeln. Die mögen für uns seltsam
>erscheinen, ist aber halt so.
>
>Bei Marions Kochbuch wurden Abmahnungen verschickt und die Kostenrechnungen
>für die Abmahnungen machen den Löwenanteil der Kosten aus.
Diesbezüglich hat sich inzwischen die deutsche Gesetzeslage geändert:
Serienabmahnungen sind auf 100 Euro pro Fall gedeckelt.
> Diesbezüglich hat sich inzwischen die deutsche Gesetzeslage geändert:
> Serienabmahnungen sind auf 100 Euro pro Fall gedeckelt.
Das ist allerding ein Segen. Steht das in einem Gesetz (wo?) oder kommt es
aus der Rechtsprechung?
> Hast Du da 'ne Quelle?
Google findet übrigens mal wieder auf Anhieb mehr als genug
belastbare Quellen, wie zum Bleistift auch diese:
http://www.bmj.bund.de/enid/413049d112e295d885ca0b95c6bb36d4,7b062c636f6e5f6964092d0935303932093a095f7472636964092d0932323937/Pressestelle/Pressemitteilungen_58.html
Dort steht dann auch konkret, für welche Fälle das gilt.
> Gern auch per PM, wäre für mich beruflich recht wichtig.
Da würde ich dann, wäre ich Journalist, allmählich doch mal
zu recherchieren lernen, bzw. den Umgang mit Suchmaschinen.
;-)
Jürgen Gerkens
... wurde einmal mehr in <1 Minute fündig
Mag sein. Andererseits ist es doch auch irgendwie komplett logisch, daß
das eine Blatt etwas hohler als das andere ist.
Ich persönlich halte ja "Tagesthemen" per se für das Übel schlechthin.
Also jetzt nicht die gleichnamige Fernsehsendung, sondern eben schon
quasi genau das, was Journalisten mit ihrem Job abliefern: Die
Aufmerksamkeit der Masse auf effektvolle Ereignisse lenken.
Ich erinnere mich noch gut an die "Wir warten aufs Feuerwerk in
Bagdad"-Nacht im ZDF. Zufällig war man mal nicht der Meinung, daß
das 'ne überaus tolle amerikanische Idee ist, und genau das
sprach man dann auch die ganze Nacht live, wie gesagt, auf das
Feuerwerk wartend. Darauf hatte man ja schon Monate, ach was,
Jahre hingefiebert. Naja, und dann diese Enttäuschung, daß das
doch alles irgendwie erst 'nen halben Tag später losging...
>Wolfgang Hauser wrote:
>
>> Diesbezüglich hat sich inzwischen die deutsche Gesetzeslage geändert:
>> Serienabmahnungen sind auf 100 Euro pro Fall gedeckelt.
>
>Das ist allerding ein Segen. Steht das in einem Gesetz (wo?)
§97a UrhG, in Kraft seit 1.9.2008.
http://www.internetrecht-rostock.de/100-euro-abmahnung.htm
>>> Macht schon Spaß, sich als Gutmensch zu fühlen und - voll im Trend -
>>> eine beliebige Zahl von Menschen zu verleumden, die aus
>>> unterschiedlichsten Gründen zu diesem Blatt greifen oder dort schaffend
>>> tätig sind, gell?
>> Ich verstehe Deine Intention, muss aber widersprechen. Für mich ist das,
>> was die Bild-Zeitung da oft treibt, eine Schande für den
>> Journalistenstand.
Und welches Medium wäre das nicht? Die penetrante Linksideologie des
"Spiegel" etwa? Dessen peinliche Onlinepräsenz? Die Titten, die mir aus
der "Abendzeitung" entgegenspringen? Die "Junge Freiheit" mit ihren
merkwürdigen Expertenbeiträgen? Oder die pseudowissenschaftlich-neutrale
Attitüde der FAZ? Die immer gleich schiefen Streiflichter der
Süddeutschen? Sogar das "Spektrum der Wissenschaft" ist ein so
amerikanisiertes Sprachrohr des "Scientific American" geworden, daß z. B.
Artikel zum Thema CO2-Reduzierung, Wasserstoffantriebe etc. zu einer
reinen Lachnummer geraten. Da nimmt sich doch keiner mehr die Zeit für
eine kritische Reflektion - Hauptsache es gibt einen Astroartikel mit
netten Bildchen.
> Mag sein. Andererseits ist es doch auch irgendwie komplett logisch, daß
> das eine Blatt etwas hohler als das andere ist.
Mmmh. Ich würde eher sagen: "Auf andere Art hohl" oder "subtiler
tendentiös".
> Ich persönlich halte ja "Tagesthemen" per se für das Übel schlechthin.
Ach, auch dort habe ich mich schon recht über das dortige Format
"Kommentar" amüsiert. Eine muffige Mottenkiste ist da noch ein
schmeichelhaftes Attribut, weil es politisch halbwegs neutral ist. Schon
gemerkt, warum man bei irgendwelchen Krawallen gerne mal einen
"rechtsextremistischen Hintergrund" vermutet (das kann man
diffamierenderweise ja zunächst immer, sogar dann, wenn Oma Müller einen
pubertierenden Rotzlöffel mit dem Regenschirm verprügelt), dann aber
merkwürdigerweise das Schweigen im Walde herrscht, wenn es zur Abwechslung
mal doch irgendwelche linksextremen Rowdies waren? Oder einfach nur
gelangweilte Jugendliche?
Aber das ist momentan wohl nicht so en vogue. Die Zeiten ändern sich jedoch
immer wieder und die linientreuen Politiker von heute sind die
Kriegshetzer von morgen, allen voran die "unabhängige" Presse als deren
Sprachrohr.
Es geht halt ums Geld und nur wenige Berichterstatter können sich es sich
wirklich leisten, unparteiisch und unvoreingenommen zu sein. Letztlich
kriegt der Leser ja auch nur, was er verdient und jedes Clientel wird auf
individuelle Weise abgezockt.
> Ich erinnere mich noch gut an die "Wir warten aufs Feuerwerk in
> Bagdad"-Nacht im ZDF. Zufällig war man mal nicht der Meinung, daß
> das 'ne überaus tolle amerikanische Idee ist, und genau das
> sprach man dann auch die ganze Nacht live, wie gesagt, auf das
> Feuerwerk wartend.
Du meinst jetzt aber nicht die Operation "Desert Storm" (aka. "Zweiter
Golfkrieg"), oder? Da wurden die Feuerwerksfans ja nun wirklich nicht
enttäuscht. Sorry, jetzt muß ich ein bißchen sarkastisch sein, weil es gar
so gut ins Thema "Schande für den Journalistenstand" paßt.
Und dort (bzw. einen Link weiter) wird begründet, warum Zweifel an der
Wirksamkeit der Gesetzesänderung angebracht sind.