habt ihr evtl. eine gute Idee? Ein Bekannter möchte
ein Gespräch aufzeichnen. Er hat ein analoges Telefon
und ist nicht techn. bewandert. Als aufzeichnungsgerät
hätte er ein altes "Sonett" (Kasettengerät aus DDR-Zeiten)
meine Frage:
wie schließe ich das Teil am blödesten an, so das man beide
Gesprächspartner gut hört. An der Ohrmuschel abgreifen!?
Ein Freund von mir erwähnte eine Art Induktionsübertrager
den man einfach ans Tel. hält, der dabei induktiv das
Signal einkoppelt. Sowas könnte man wohl mal irgendwo kaufen
ich finde aber bei Conrad und ELV nichts dazu. Sicherlich wäre
ein Anrufbeantworter mit Gesprächsaufzeichnung die einfachste
Methode, ist ihm aber zu teuer...
Jemand nen TIP?
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genau soetwas gibt oder gab es. Das Ding hatte einen Saugnapf zum befestigen
am Telefon.
Wolfgang
Jawoll, das ist die einfachste und billigste Lösung. Aber zu einer
kompletten Auskunft gehört auch noch der Hinweis, daß die Aufzeichnung des
nichtöffentlich gesprochenen Wortes strafbar sein kann.
Du solltest also Deinen Bekannten (oder bist Du es selbst?) mal fragen,
warum er das eigentlich machen möchte. Sollte es um irgendeine Art von
Beweisführung gehen, so muß ich dringend davon abraten. Dann lieber jemanden
als Zeugen mithören lassen, denn das ist erlaubt.
Matthias
Du weißt nicht zufällig wo? Ein Link wäre prima.
Danke und Gruß,
André
>Jawoll, das ist die einfachste und billigste Lösung. Aber zu einer
>kompletten Auskunft gehört auch noch der Hinweis, daß die Aufzeichnung des
>nichtöffentlich gesprochenen Wortes strafbar sein kann.
>Du solltest also Deinen Bekannten (oder bist Du es selbst?)
dann hätte ich doch die Floskel "Freund eines Bekannten, dessen Onkels Kollege"
benutzt...
André Neitzel
André Neitzel schrieb:
> Hallo,
>
> habt ihr evtl. eine gute Idee? Ein Bekannter möchte
> ein Gespräch aufzeichnen. Er hat ein analoges Telefon
> und ist nicht techn. bewandert.
Das Telefon benutzt für das Gespräch nur zwei Drähte. Darüber geht das
abgehende und das nakommende Audio. Grundsätzlich reicht es schon wenn
man beide Drähte abgreift, einen Kondensator zur Entkoppelung in die
Leitung klemmt und evt. den Pegel mit einem Poti etwas reduziert. Dann
kann man das Signal direkt in die Mikro oder Line-In Buchse geben. Der
Kondensator kann so um 0,1 mikroF liegen. Ohne den würde Eingang des
Gerätes die 42V Gleichspannung, die am Telefon anliegen, wahrscheinlich
nicht sehr lustig finden.
Eine noch viel besser Idee wäre es, ihm ein analoges Schnurlostelefon zu
schenken. Dann brauch er nicht mehr an der Leitung zu basteln
Der Form halber hier auch noch einmal: Das Abhören ist verboten und kann
strafbar sein. Wir sind natürlich alle nur an der Weiterbildung in
technischen Dingen interessiert und obige Beschreibung ist nur für
technische Versuche in der eigenen Bastelkammer gedacht.
Grüße
Uwe
André Neitzel schrieb:
> >genau soetwas gibt oder gab es. Das Ding hatte einen Saugnapf zum befestigen
> >am Telefon.
> >Wolfgang
>
> Du weißt nicht zufällig wo? Ein Link wäre prima.
Diese Saugnäpfe kenne ich auch noch, allerdings habe ich schon lange
keinen Händler mehr gesehen der sowas verkauft.
Was Telefontechnik angeht habe ich mich noch nicht so detailiert damit
auseinandergesetzt, aber dennoch sehe ich da ein technisches Problem was
auch dazu beigetragen haben könnte, warum diese induktiven Abnehmer
nicht mehr im Handel sind:
Die ganz alten Telefone hatten einen dicken Übertrager eingebaut, an
deren verschiedenen Anzapfungen nun die Sprech- und Hörkapsel, die
Klingel usw angeschlossen waren.
Diese Saugnäpfe haben das Magnetfeld diesen großen "Trafos" quasi
angezapft, woraus sie die über den Übertrager laufende NF auffangen
konnte.
Nun, diese großen Übertrager waren damals noch aktuell, als die Telefone
noch Wählscheiben hatten.
Heute sind nur noch in sehr wenigen Telefonen irgendwelche
Induktivitäten drin, die vielleicht ein von aussen messbares Magnetfeld
erzeugen könnten, aber häufig sind überhaupt keine Induktivitäten mehr
vorhanden.
Nich selten besteht ein Telefon heute nur noch aus einem speziellen IC,
ner handvoll Kondensatoren, Widerstände und Kondensatoren sowie den
üblichen Schutzschaltungen an dem a/b Anschlüssen wie zB Variastoren,
Brückengleichrichter, Zehner-Dioden usw.
Also gibt es quasi kein Magnetfeld mehr in den heutigen Telefonen,
welches man induktiv anzapfen könnte.
Das anzapfen der Telefonleitung dürfte dann wohl wesentlich einfacher
sein.
Wenn du interesse hast, kann ich hier mal ein paar Bücher
durchwälzen...irgendwo habe ich soeine simple Schaltung bestehend aus
Brückengleichrichter, Kondensator und Widerstand.
Grüße aus Dortmund
Jürgen
Hast du an den Lautsprecher /Ohrhörer gedacht... IMHO immer noch meist
induktiv :-)
Gruß Mirco
Mirco Krug schrieb:
> Hast du an den Lautsprecher /Ohrhörer gedacht... IMHO immer noch meist
> induktiv :-)
>
> Gruß Mirco
Ach, mist...habe ich doch glatt die Hörkapsel vergessen, danke für den
Hinweis! ;-)
Aber vom technischen Standpunkt aus gesehen, glaube ich nicht so recht
daran das man das Magnetfeld der Hörkapsel (der alten) gut anzapfen
kann, da die Kapseln magnetisch abgeschirmt waren, bzw durch den
symmetrischen Aufbau kaum ein Streufeld hatte.
Wenn heute bei moderneren Telefonen immer mehr Lautsprecherkapseln
verwendet werden würde ich eher direkt mit dem Lötkolben an die
Anschlüsse gehen.
Aber die Variante bei der man direkt an der analogen Telefonleitung geht
halte ich für wesentlich sinnvoller und effektiver.
Grüße aus Dortmund
Jürgen
[Saugnapf fürs Telefon]
Das stimmt so nicht, dassdas an modernen Telefonen nicht mehr geht:
Ich hab in meiner Sammlung noch so nen alten Telefonverstärker mit dem
Induktivabnehmer, und siehe da, der funzt sogar an der Basisstation
meines DETC-Schunurlos-Telefon! Eigentlich hab ich bis jetzt nochkein
Telefon gefunden wo ews nicht geht.
MfG
brause
> Ich hab in meiner Sammlung noch so nen alten Telefonverstärker mit dem
> Induktivabnehmer, und siehe da, der funzt sogar an der Basisstation
> meines DETC-Schunurlos-Telefon! Eigentlich hab ich bis jetzt nochkein
> Telefon gefunden wo ews nicht geht.
weißt Du noch woher? Nen Link oder Händler?
Gruß,
André Neitzel
> Aber die Variante bei der man direkt an der analogen Telefonleitung geht
> halte ich für wesentlich sinnvoller und effektiver.
Problem wäre da noch die vorhandene Spannung auf der Leitung, vil. kann
man die mit nem Kondensator abblocken und dann einfach ne Leitung mit
Klinkenstecker dran. Muss noch abklären was der für nen Apparat hat,
wenns wirklich was neueres ist, dann ist dies wohl die beste Methode.
PS: das Klingeln auf einer analogen Leitung wird mit einer etwas höheren
Wechselspannung erzeugt, die könnte noch Probleme machen, mach
mich grad mal in nem alten Tabellenbuch der Kommunikationstechnik
schlau.
Gruß,
André
"Etwas höher" ist gut... Das können bis zu 60 Volt sein. Deshalb ja auch der
1:1-Übertrager und am besten die Verbindung zum Recorder erst dann
herstellen, wenn der Hörer schon abgenommen ist.
Matthias
Jo, weiss ich noch genau, hilft dir aber nicht weiter: auf dem
Flohmarkt, dafür aber niegelnagelneu und ovp für fast lau.
MfG,
brause
brause schrieb:
> [Saugnapf fürs Telefon]
>
> Das stimmt so nicht, dassdas an modernen Telefonen nicht mehr geht:
>
> Ich hab in meiner Sammlung noch so nen alten Telefonverstärker mit dem
> Induktivabnehmer, und siehe da, der funzt sogar an der Basisstation
> meines DETC-Schunurlos-Telefon! Eigentlich hab ich bis jetzt nochkein
> Telefon gefunden wo ews nicht geht.
Hmm...mag ja sein das es noch bei einigen geräten funktioniert, aber ich
frage mich gerade wo im Telefon ein ausreichend starkes Magnetfeld
entsteht welches die gesamte NF überträgt.
Weißt du, ob du einen Übertrager in deiner DECT Basis hast ?
Grüße aus Dortmund
Jürgen
Hallo Jürgen,
nee weiss nicht ob da ein Überträger drin ist, ist ein Siemens-Gerät mit
Telekom-Label: Sinus 44.
MfG,
brause
>Hmm...mag ja sein das es noch bei einigen geräten funktioniert, aber ich
>frage mich gerade wo im Telefon ein ausreichend starkes Magnetfeld
>entsteht welches die gesamte NF überträgt.
>Weißt du, ob du einen Übertrager in deiner DECT Basis hast ?
>
>Grüße aus Dortmund
>
> Jürgen
Hab jetzt ein Teil gebastelt (Spule aus einem Relais zur induktiven Kopplung +
Anschlußleitung) und gehe nachher mal
meiner DECT-Basis Siemens Gigaset damit auf den Leib...
Gruß,
André Neitzel
www.funklab.de