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Technische Unterlagen Teleport VII

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Stefan Böhm

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Jan 20, 2002, 1:18:31 PM1/20/02
to
Hallo,

ich suche die Technischen Unterlagen (Schaltpläne, Abgleichanleitungen) für
das
Telefunken Teleport VII (FuG 10)

Gerät ist Baugleich AEG Olympia Teleport N 160.


Bin für jeden Hinweis sehr dankbar!


Gruß
Stefan

Ralph A. Schmid, DG5MEC

unread,
Jan 21, 2002, 2:57:23 AM1/21/02
to
"Stefan Böhm" <Stefa...@T-Online.de> wrote:

>Hallo,
>
>ich suche die Technischen Unterlagen (Schaltpläne, Abgleichanleitungen) für
>das
>Telefunken Teleport VII (FuG 10)
>
>Gerät ist Baugleich AEG Olympia Teleport N 160.

Vorsicht, die Geräte sehen äußerlich gleich aus, sind aber intern so
verschieden wie zwei Geräte nur sein können! Da ist schon manch einer
reingefallen...mußt also genau spezifizieren, welche Variante es ist,
TP 7 oder TP N...

>Bin für jeden Hinweis sehr dankbar!

Wenn es das 7er ist (in Modulbauweise), das ist in Sachen Abgleich
selbsterklärend, außerdem liegt eine Schablone drin (wenn sie keiner
geklaut hat :-). Das N ist auch recht einfach im Abgleich, wenn man
das mit dem TX-VCO kennt. Was willst Du denn wissen?

Ach ja, Reparaturen beim 7er sind oft aussichtslos, weil es die Module
offenbar nicht mehr als Ersatzteil gibt.

>Gruß
>Stefan


regards - Ralph

--

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Stefan Böhm

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Jan 21, 2002, 4:33:39 PM1/21/02
to
Hallo Ralph,

Es ist ein Telefunken Teleport VII (FuG 10)
Ich würde gerne die Frequenz abgleichen. (Leichte Frequenzabweichung)
Ich mache ich das? Die Schablone hab ich.

Und noch ein Problem bei einem baugleichen Gerät hab ich:
Bei gut geladenen Akku funkt das Gerät laut Frequenzzähler auf ca. 140 MHz
Bei fast leerem Akku liegt die Frequenz bei 168 Mhz (BOS) wo sie auch sein
sollte.
Liegt das evtl. am PLL? Oder was könnte ich da machen?


Gruß
Stefan


Ralph A. Schmid, DG5MEC

unread,
Jan 22, 2002, 6:10:11 AM1/22/02
to
"Stefan Böhm" <Stefa...@T-Online.de> wrote:

>Hallo Ralph,
>
>Es ist ein Telefunken Teleport VII (FuG 10)
>Ich würde gerne die Frequenz abgleichen. (Leichte Frequenzabweichung)
>Ich mache ich das? Die Schablone hab ich.

Bei den Quarzen, im Kanalschaltermodul.

>Und noch ein Problem bei einem baugleichen Gerät hab ich:
>Bei gut geladenen Akku funkt das Gerät laut Frequenzzähler auf ca. 140 MHz
>Bei fast leerem Akku liegt die Frequenz bei 168 Mhz (BOS) wo sie auch sein
>sollte.
>Liegt das evtl. am PLL? Oder was könnte ich da machen?

Das Ding ist ein Quarzgerät, nix PLL! Evtl. ist eine
Vervielfacherstufe schlecht abgeglichen, oder die Endstufe schwingt
wild, oder der Frequenzzähler ist überfahren. Was sagt denn die
Gegenstation auf BOS, kommt man da noch an, während der Zähler 140
anzeigt?

Stefan Böhm

unread,
Jan 23, 2002, 12:23:03 PM1/23/02
to
Hallo Ralph,

>Evtl. ist eine
>Vervielfacherstufe schlecht abgeglichen, oder die Endstufe schwingt
>wild, oder der Frequenzzähler ist überfahren. Was sagt denn die
>Gegenstation auf BOS, kommt man da noch an, während der Zähler 140
>anzeigt?

Es kommt auf der BOS-Frequenz gar nix an. Kein Träger.
Also müßte der Frequenzzähler schon stimmen.


Gruß
Stefan


Jürgen Hüser

unread,
Jan 23, 2002, 3:40:12 PM1/23/02
to
Hallöle !

"Stefan Böhm" schrieb:

> Es kommt auf der BOS-Frequenz gar nix an. Kein Träger.
> Also müßte der Frequenzzähler schon stimmen.

Das hört sich schon nach einem Schwerwiegerenden Problem an.
Ich würde das Gerät über ein regelbares Netzgerät bei verschiedenen
Spannungen durchmessen. Das bedeutet den Oszillator und jede einzelne
Vervielfacherstufe bis hin zur Endstufe durchzumessen, ob dort noch die
richtigen Frequenzen anliegen.
Es könnte sich um einen schadhaften Halbleiter oder Widerstand handeln.
Wenn schon der Quarzoszillator innerhalb des Sollspannungsbereiches wild
rumschwingt ohne seine Sollfrequenz zu treffen, hat man den Fehler
schonmal wunderbar eigekreist.

Speziell ein Teleport VII hatte ich bisher noch nicht auf dem Tisch,
aber bei Quarzgeräten allgemein hatte ich noch nie größere Probleme was
die Frequenzaufbereitung sowie eventuelle Fehler anging. Bei den meißten
geräten geht das sogar wunderbar ohne Schaltplan.

Grüße aus Dortmund

Jürgen


Ralph A. Schmid, DG5MEC

unread,
Jan 24, 2002, 3:24:22 AM1/24/02
to
Jürgen Hüser <j-hu...@t-online.de> wrote:

>Hallöle !

>Speziell ein Teleport VII hatte ich bisher noch nicht auf dem Tisch,
>aber bei Quarzgeräten allgemein hatte ich noch nie größere Probleme was
>die Frequenzaufbereitung sowie eventuelle Fehler anging. Bei den meißten
>geräten geht das sogar wunderbar ohne Schaltplan.

Das Problem ist, daß beim 7er alles Baugrupen in kleinen Blechwürfeln
verlötet sind; wenn da wirklich mal was kaputt (und nicht nur
verstimmt) ist, dann hat man schlechte Karten :(

>Grüße aus Dortmund
>
> Jürgen

Jürgen Hüser

unread,
Jan 24, 2002, 3:48:15 PM1/24/02
to
Hallöle Ralph !

"Ralph A. Schmid, DG5MEC" schrieb:

> Das Problem ist, daß beim 7er alles Baugrupen in kleinen Blechwürfeln
> verlötet sind; wenn da wirklich mal was kaputt (und nicht nur
> verstimmt) ist, dann hat man schlechte Karten :(

*schluck* - das kommt mir irgendwie bekannt vor.
Hatte damals mal für 30,- oder so nen Teleport-Handfunkgerät erworben,
welches äusserlich ungefähr baugleich mit dem Fug10 von AEG war.
Das war bisher das einzige Gerät was während der Fehlersuche bei mir in
die Tonne gewandert ist.
Ohne jeden Plan welches Signal sich an welchem Punkt befindet kann man
da nichtmal ungefähr abschätzen wo man was messen kann....mal abgesehen
von dem Quarzoszillator und den Ausgang der Sendeendstufe (war glaube
ich irgendwas hybridmässiges).

Ich meine mich aber noch dunkel daran erinnern zu können, das die
Frequenzaufbereitung relativ trickreich war...Je Kanal brauchte man nur
ein Quarz (gleichzeitig für Rx und Tx) und für Semiduplex konnte noch
irgendwie (Lötbrücken o.ä.) ein eingebauter 4,6MHz Quarzoszillator mit
in die Frequenzaufbereitung geschaltet werden. (Mutmaßung!)
Das schloß ich damals von der aufgeklebten Kanaltabelle und der
Bequarzung, sowie durch antreffen des 4,6MHz Quarzes.
Naja...aber soviel Blech müsste eigentlich verboten werden - im
Servicefall muß das System ja eine Katastrophe sein!

Grüße aus Dortmund

Jürgen


Ralph A. Schmid, DG5MEC

unread,
Jan 25, 2002, 4:31:48 AM1/25/02
to
Jürgen Hüser <j-hu...@t-online.de> wrote:

>Hallöle Ralph !
>
>"Ralph A. Schmid, DG5MEC" schrieb:

>Ich meine mich aber noch dunkel daran erinnern zu können, das die


>Frequenzaufbereitung relativ trickreich war...Je Kanal brauchte man nur
>ein Quarz (gleichzeitig für Rx und Tx) und für Semiduplex konnte noch
>irgendwie (Lötbrücken o.ä.) ein eingebauter 4,6MHz Quarzoszillator mit
>in die Frequenzaufbereitung geschaltet werden. (Mutmaßung!)
>Das schloß ich damals von der aufgeklebten Kanaltabelle und der
>Bequarzung, sowie durch antreffen des 4,6MHz Quarzes.

Ja, so eine Version gibt es, aber die üblichen Feuerwehr-Geräte haben
das nicht, die machen nur simplex.

>Naja...aber soviel Blech müsste eigentlich verboten werden - im
>Servicefall muß das System ja eine Katastrophe sein!

Da werden halt die defekten Module getauscht, und gut is das.
Eigentlich ne feine Sache, nur eben nicht für Hobbybastler :)

Jürgen Hüser

unread,
Jan 27, 2002, 10:26:51 PM1/27/02
to
Hallöle !

"Ralph A. Schmid, DG5MEC" schrieb:

> Ja, so eine Version gibt es, aber die üblichen Feuerwehr-Geräte haben


> das nicht, die machen nur simplex.

Ja, was ich da damals kurzzeitig hatte war auch nix von BOS. Hatten nen
Siegel von der PTT-Swiss drauf unt waren irgendwo bei 162MHz im 12,5kHz
Raster bequarzt. Aufgefallen ist mir das 4,6MHz Quarz auch erst, als ich
mal die Kanaltabelle mit den Quarzen verglichen habe und mal
zurückrechnen wollte. Von insgesamt 6 bestückten Kanälen waren 2 als
Semiduplex bestückt. Naja, mit dem zurückrechnen der
Frequenzaufbereitung war's aber nicht so interessant...einerseits zu
komplex und andererseits war die Kiste eh hoffnungslos verbraten.
Woch ich gerade daran denke...neben mir steht ja noch das Döschen mit
den Quarzen, welche ich immer noch nicht ausgemessen habe. Über der
Endfrequenz steht lediglich nur noch ne 4m Frequenz...naja, vielleicht
messe ich die demnächst mal irgendwann durch..:-)

> >Naja...aber soviel Blech müsste eigentlich verboten werden - im
> >Servicefall muß das System ja eine Katastrophe sein!
>
> Da werden halt die defekten Module getauscht, und gut is das.
> Eigentlich ne feine Sache, nur eben nicht für Hobbybastler :)

Klar, allgemein sind Modulsysteme immer recht Servicefreundlich.
Aber bei der Kiste waren die winzigen Module (hmm..ich glaube 7x7 und
7x14 oder so) ja recht dicht zusammengequetscht und nichtmal steckbar.
Nagut, vielleicht gab es ja Spezialwerkzeug für die Kiste, aber mit
Hobbymitteln konnte man höchstens die Module am Rand intakt
auslöten...irgendein Modul aus der Mitte herraus austauschen ist da
sicher nichtmehr so einfach.
Oder wurde das nach der korkenziehermethode gemacht..? ;-)))

Grüße aus Dortmund

Jürgen


Ralph A. Schmid, DG5MEC

unread,
Jan 28, 2002, 5:56:00 AM1/28/02
to
Jürgen Hüser <j-hu...@t-online.de> wrote:

>Klar, allgemein sind Modulsysteme immer recht Servicefreundlich.
>Aber bei der Kiste waren die winzigen Module (hmm..ich glaube 7x7 und
>7x14 oder so) ja recht dicht zusammengequetscht und nichtmal steckbar.
>Nagut, vielleicht gab es ja Spezialwerkzeug für die Kiste, aber mit
>Hobbymitteln konnte man höchstens die Module am Rand intakt
>auslöten...irgendein Modul aus der Mitte herraus austauschen ist da
>sicher nichtmehr so einfach.
>Oder wurde das nach der korkenziehermethode gemacht..? ;-)))

Nö, einfach Entlötpumpe, alle Beinchen lose bekommen, und gepflegt
abziehen :)

Norbert Goettsche

unread,
Jan 28, 2002, 2:11:09 PM1/28/02
to
On Mon, 28 Jan 2002 04:26:51 +0100, Jürgen Hüser
<j-hu...@t-online.de> wrote:

Moin Jürgen,

ich muß doch endlich mal meinen Senf dazugeben. Ich habe 13 Jahre lang
Telefunken- und Boschgeräte repariert.

>Aufgefallen ist mir das 4,6MHz Quarz auch erst, als ich
>mal die Kanaltabelle mit den Quarzen verglichen habe und mal
>zurückrechnen wollte.

Ich kann mich nicht an einen 4,6MHz-Quarz erinnern! Die Ablage wurde
durch zwei ZF im Abstand von 4.6MHz erreicht. Wechselsprechgeräte
hatten immer eine gemeinsame ZF in RX und TX (10.7 oder 15.3), reine
10-Kanal-Semi-Duplexgeräte dagegen immer verschiedene ZF, z.B. 10.7 im
RX und 15.3 im TX. Im 4-m-Band kam noch die 20.5MHz-ZF im Sender
(GM20.5 + MM20.5) hinzu (20.5 - 10.7 = 9.8).

Richtig interessant wurde es erst, wenn man eine Mischbestückung der
Kanäle brauchte, wie z.B. 2 Wechselsprechkanäle und 4 bG-Kanäle. Dafür
kam dann noch ein besonderer Quarzbaustein ins Spiel.

>Nagut, vielleicht gab es ja Spezialwerkzeug für die Kiste,

Klar! Eine passende Löt'spitze' die gleichzeitig alle Pins erhitzt.
Gibt es, hatten wir aber nicht :-) Bei meinem neuen Arbeitgeber
benutze ich so feine Sachen von Metcal (HF-Lötkolben und den Talon,
eine Art Entlötpinzette mit verschienen Einsätzen oder eine
Heißluftstation.

>Hobbymitteln konnte man höchstens die Module am Rand intakt
>auslöten...irgendein Modul aus der Mitte herraus austauschen ist da
>sicher nichtmehr so einfach.

Aus der Mitte heraus ging auch, aber nur mit Geduld. Oft genug hatte
ich verbrannte Finger. Die Blechgehäuse wurden doch recht warm. Immer
wenn der Weller-Lötzinnabsauger nicht stark genug war, mußte ich mit
frischem Lötzinn immer abwechselnd ein Beinchen nach dem anderen
erhitzen und dabei das ganze Modul mit den Fingern unter Spannung
gehalten werden. Irgendwann war das Modul losgejackelt... Das konnte
man schon ein paar mal machen. Die Platinen sind recht robust.

>Oder wurde das nach der korkenziehermethode gemacht..? ;-)))

Nein, nur mit viel Geduld. Lieber das Gerät in die Ecke legen und am
nächsten Tag weitermachen.

In meinem FuG10-Servicehandbuch sind die verschiedenen
FuG10/13-Varianten beschrieben:
Telefunken Hochfrequenztechnik Sonderdruck N1 - 383, Polizei Technik
Verkehr Jg. 17 (1972) 10, S.437-441.

Norbert

--
CB SevenFifty '98 | 42,75 Mm | HHH#2
"Koffer sind was feines..."

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