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Re: OT BigBang

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Ingrid Liebeler

unread,
Nov 24, 2009, 5:10:13 AM11/24/09
to
On Tue, 24 Nov 2009 09:41:22 +0000 (UTC), Rainer Geibel <r...@spam.la>
wrote:

>Ingrid Liebeler schrieb:
>
>> In News:de.sci.physik lese ich soeben:
>
>Und was hat das hier zu suchen, du St�ck geistige Notdurft?
>
>Glaubst du, wir w�ren nicht in der Lage, bei Interesse diese
>NG zu abonnieren? Nicht jeder ist so dumm wie du - du solltest
>nicht von dir auf andere schlie�en.
>
>Gibt es bei dir nicht doch die M�glichkeit, dich postnatal
>abzutreiben?

Ingrid Liebeler

unread,
Nov 24, 2009, 5:10:43 AM11/24/09
to
On Tue, 24 Nov 2009 10:10:43 +0100, Ingrid Liebeler
<Astro-L...@t-online.de> wrote:

>In News:de.sci.physik lese ich soeben:
>

>Gregor Scholten schrieb:
>
>> On 22 Nov., 15:54, Harald Maedl <harald.ma...@gmx.de> wrote:
>> > >> Laienlogik, die du nur schwer wirst widerlegen k�nnen, die da lautet:
>> > >> "Von nichts kommt auch nichts.";-)
>> > > oh, das Anfangssingularit�tsmodell widerspricht der gar nicht. Es ist
>> > > ja nicht so, dass da vor der Anfangssingularit�t nichts ist und dann
>> > > etwas. Die Zeit selbst beginnt ja erst an der Anfangssingularit�t.
>> >
>> > Wie kommst du darauf? Ich dachte die Zeit beginnt erst dann, wenn die
>> > Singularit�t sozusagen "explodiert", sprich wenn der Raum expandiert.
>>
>> der Zeitraum zwischen dem Augenblick der Singularit�t und dem
>> Augenblick, in dem der Raum expandiert, ist aber infinitesimal kurz,
>> so dass es wenig Sinn macht, dazwischen abgrenzen zu wollen. Man hat
>> hier das typische mathematische Problem einer offenen Menge: der Rand
>> dU der Menge U ist nicht selbst Teil der Menge. Die Menge (0,1]
>> enth�lt nicht das Element 0 im Unterschied zur Menge [0,1] - trotzdem
>> sagt man, sie beginnt bei 0.
>>
>> > >> Dieser Zeitpunkt ist gewisserma�en willk�rlich, weil er je nach
>> > >> Theoriemodell zeitlich unterschiedlich sei kann.
>> > > in jeder Modellvariante trifft er ziemlich genau mit dem Augenblick
>> > > der Anfangssingularit�t zusammen.
>> >
>> > Das verstehe ich nicht. Ich verst�nde es, wenn du gemeint haben
>> > solltest, dass die Zeit erst mit der Ausdehnung des Raumes begonnen
>> > habe. Dann gab es allerdings keine Anfangssingularit�t mehr.
>>
>> der linke Rand von U := (0,1] ist 0, auch wenn nicht 0 \in U.
>>
>> > >> Ashtekar, Tomasz Pawlowski, Parampreet Singh haben hier doch mittels des
>> > >> Konzepts der Schleifenquantengravitation zumindest per
>> > >> Computersimulation (IMHO vor rund 3 Jahren) ein Modell entwickelt, nach
>> > >> welchem es eben nicht zu einer Singularit�t gekommen sein muss.
>> > > und deswegen gibbet da auch deinen Zeitpunkt t0 nicht. Sie kommen also
>> > > deiner Forderung, bei t0 nicht mit den Denken aufzuh�ren, durchaus
>> > > nicht nach, sondern umgehen deine Forderung einfach, indem sie dein t0
>> > > abschaffen. Wo kein t0 kann man auch nicht nicht mit dem Denken bei t0
>> > > aufh�ren.
>> >
>> > Hm, meiner Vorstellung nach liegt t0 dort, wo der Raum zu expandieren
>> > beginnt. Das ist meines Erachtens bei o.a. Modell nicht anders.
>> > Wenn man dann t0 beider Modelle vergleicht, also den Zeitpunkt der
>> > geringsten Ausdehnung,
>>
>> dann dr�ck dich klarer aus. Und vor allem: verstehe richtig, was
>> andere schreiben. Wenn jemand anderes schreibt, dass es keinen Sinn
>> macht, �ber eine Zeit vor t0 zu sprechen, meint er mit t0 den
>> Augenblick der Singularit�t. Dagegen zu argumentieren, indem du mit t0
>> etwas ganz anderes meinst, ist wenig sinnvoll.
>>
>> > >>> Wie das Universum vor und w�hrend des Urknalls war, ergibt sich
>> > >>> nicht aus den Einstein-Gleichungen und wohl auch nicht aus unseren
>> > >>> Beobachtungen.
>> > >> Ja, eben. Ebenso ergibt es sich nicht, warum die kosmologische Konstante
>> > >> nur �ber einen kurzen Zeitraum zu solch einer vehementen Expansion
>> > >> gef�hrt hat, dass die Hintergrundstrahlung auch isotrop ist.
>> > > Die Inflation war - in Anfangssingularit�tsmodellen - nach der
>> > > Anfangssingularit�t und gehorcht voll und ganz den ART-
>> > > Feldgleichungen.
>> >
>> > Nein, das tut sie nicht, weil die Inflation alles andere als gleichm��ig
>> > abrollt.
>>
>> die ART-Feldgleichungen verlangen nicht, dass die Inflation
>> gleichm��ig abrollt.
>>
>> > Das Problem ist doch die Abbremsung der Inflation recht kurz
>> > nach der extrem starken Ausdehnung und die dann neuerliche beschleunigte
>> > Expansion, die bis heute anh�lt und das damit implizierte Feintuning.
>>
>> nichts daran widerspricht den ART-Feldgleichungen.
>>
>> > >> Au�erdem muss ja auch irgendein Mechanismus bewirkt haben, dass diese
>> > >> gewaltige Expansion zun�chst einmal abgebremst wurde.
>> > >> Es war AFAIR Guth, der ein Inflatonfeld vorgeschlagen hatte, welches
>> > >> sich so verhalten und zudem noch f�r Flachheit sorgen sollte.
>> > > alles im Rahmen der ART-Feldgleichungen. Das Higgs-Feld wurde �brigens
>> > > nicht von Guth vorgeschlagen, sondern von Higgs. Darum hei�t es auch
>> > > Higgs-Feld, nicht Guth-Feld. Guth hat nur entdeckt, dass es als
>> > > Inflatonfeld wirkt.
>> >
>> > Es waren IMHO Weinberg, Glashow und Salam, die daraus die
>> > Vereinheitlichung der schwachen Wechselwirkung und der
>> > elektromagnetischen Wechselwirkung bastelten. Die Brechung der Symmetrie
>> > des Higgs-Feldes ergab sich dann spontan bei kleinen Energien.
>> > Das besonderes am Inflatonfeld war ja nun, dass es unabh�ngig vom
>> > Skalenfaktor a(t) sein sollte. Aber auch hier, wie bei praktisch allen
>> > Modellen, gibt es das Problem, dass alle Zutaten sorgf�ltig abgestimmt
>> > sein mussten, damit es �berhaupt zu unserem Universum kommen konnte.
>> >
>> > Die Feldgleichungen kommen tats�chlich erst dann wieder zum Einsatz,
>> > wenn das skalare Expansionsfeld vorliegt. Wie diese Feld jedoch aussehen
>> > soll, das sagen sie jedoch leider eben nicht.
>>
>> das ist ja auch nicht ihre Aufgabe.
>>
>> > >> Weil es
>> > >> gemeinerweise nicht nachgewiesen werden konnte,
>> > > nach dem Higgs-Boson wird doch noch gesucht.
>> >
>> > Ja, aber selbst wenn man es findet, erkl�rt es noch nicht die Form des
>> > Feldes, wie es sozusagen abrollt.
>>
>> warum nicht?
>
>IL
>

wernertrp

unread,
Dec 23, 2009, 10:47:00 AM12/23/09
to
On 24 Nov., 11:10, Ingrid Liebeler <Astro-Liebe...@t-online.de> wrote:
> On Tue, 24 Nov 2009 10:10:43 +0100, Ingrid Liebeler
>
>
>
> <Astro-Liebe...@t-online.de> wrote:
> >In News:de.sci.physik lese ich soeben:
>
> >Gregor Scholten schrieb:
>
> >> On 22 Nov., 15:54, Harald Maedl <harald.ma...@gmx.de> wrote:
> >> > >> Laienlogik, die du nur schwer wirst widerlegen können, die da lautet:

> >> > >> "Von nichts kommt auch nichts.";-)
> >> > > oh, das Anfangssingularitätsmodell widerspricht der gar nicht. Es ist
> >> > > ja nicht so, dass da vor der Anfangssingularität nichts ist und dann
> >> > > etwas. Die Zeit selbst beginnt ja erst an der Anfangssingularität.

>
> >> > Wie kommst du darauf? Ich dachte die Zeit beginnt erst dann, wenn die
> >> > Singularität sozusagen "explodiert", sprich wenn der Raum expandiert.
>
> >> der Zeitraum zwischen dem Augenblick der Singularität und dem

> >> Augenblick, in dem der Raum expandiert, ist aber infinitesimal kurz,
> >> so dass es wenig Sinn macht, dazwischen abgrenzen zu wollen. Man hat
> >> hier das typische mathematische Problem einer offenen Menge: der Rand
> >> dU der Menge U ist nicht selbst Teil der Menge. Die Menge (0,1]
> >> enthält nicht das Element 0 im Unterschied zur Menge [0,1] - trotzdem

> >> sagt man, sie beginnt bei 0.
>
> >> > >> Dieser Zeitpunkt ist gewissermaßen willkürlich, weil er je nach

> >> > >> Theoriemodell zeitlich unterschiedlich sei kann.
> >> > > in jeder Modellvariante trifft er ziemlich genau mit dem Augenblick
> >> > > der Anfangssingularität zusammen.
>
> >> > Das verstehe ich nicht. Ich verstünde es, wenn du gemeint haben

> >> > solltest, dass die Zeit erst mit der Ausdehnung des Raumes begonnen
> >> > habe. Dann gab es allerdings keine Anfangssingularität mehr.

>
> >> der linke Rand von U := (0,1] ist 0, auch wenn nicht 0 \in U.
>
> >> > >> Ashtekar, Tomasz Pawlowski, Parampreet Singh haben hier doch mittels des
> >> > >> Konzepts der Schleifenquantengravitation zumindest per
> >> > >> Computersimulation (IMHO vor rund 3 Jahren) ein Modell entwickelt, nach
> >> > >> welchem es eben nicht zu einer Singularität gekommen sein muss.

> >> > > und deswegen gibbet da auch deinen Zeitpunkt t0 nicht. Sie kommen also
> >> > > deiner Forderung, bei t0 nicht mit den Denken aufzuhören, durchaus

> >> > > nicht nach, sondern umgehen deine Forderung einfach, indem sie dein t0
> >> > > abschaffen. Wo kein t0 kann man auch nicht nicht mit dem Denken bei t0
> >> > > aufhören.

>
> >> > Hm, meiner Vorstellung nach liegt t0 dort, wo der Raum zu expandieren
> >> > beginnt. Das ist meines Erachtens bei o.a. Modell nicht anders.
> >> > Wenn man dann t0 beider Modelle vergleicht, also den Zeitpunkt der
> >> > geringsten Ausdehnung,
>
> >> dann drück dich klarer aus. Und vor allem: verstehe richtig, was

> >> andere schreiben. Wenn jemand anderes schreibt, dass es keinen Sinn
> >> macht, über eine Zeit vor t0 zu sprechen, meint er mit t0 den
> >> Augenblick der Singularität. Dagegen zu argumentieren, indem du mit t0

> >> etwas ganz anderes meinst, ist wenig sinnvoll.
>
> >> > >>> Wie das Universum vor und während des Urknalls war, ergibt sich

> >> > >>> nicht aus den Einstein-Gleichungen und wohl auch nicht aus unseren
> >> > >>> Beobachtungen.
> >> > >> Ja, eben. Ebenso ergibt es sich nicht, warum die kosmologische Konstante
> >> > >> nur über einen kurzen Zeitraum zu solch einer vehementen Expansion
> >> > >> geführt hat, dass die Hintergrundstrahlung auch isotrop ist.
> >> > > Die Inflation war - in Anfangssingularitätsmodellen - nach der
> >> > > Anfangssingularität und gehorcht voll und ganz den ART-
> >> > > Feldgleichungen.
>
> >> > Nein, das tut sie nicht, weil die Inflation alles andere als gleichmäßig

> >> > abrollt.
>
> >> die ART-Feldgleichungen verlangen nicht, dass die Inflation
> >> gleichmäßig abrollt.

>
> >> > Das Problem ist doch die Abbremsung der Inflation recht kurz
> >> > nach der extrem starken Ausdehnung und die dann neuerliche beschleunigte
> >> > Expansion, die bis heute anhält und das damit implizierte Feintuning.

>
> >> nichts daran widerspricht den ART-Feldgleichungen.
>
> >> > >> Außerdem muss ja auch irgendein Mechanismus bewirkt haben, dass diese
> >> > >> gewaltige Expansion zunächst einmal abgebremst wurde.

> >> > >> Es war AFAIR Guth, der ein Inflatonfeld vorgeschlagen hatte, welches
> >> > >> sich so verhalten und zudem noch für Flachheit sorgen sollte.
> >> > > alles im Rahmen der ART-Feldgleichungen. Das Higgs-Feld wurde übrigens
> >> > > nicht von Guth vorgeschlagen, sondern von Higgs. Darum heißt es auch

> >> > > Higgs-Feld, nicht Guth-Feld. Guth hat nur entdeckt, dass es als
> >> > > Inflatonfeld wirkt.
>
> >> > Es waren IMHO Weinberg, Glashow und Salam, die daraus die
> >> > Vereinheitlichung der schwachen Wechselwirkung und der
> >> > elektromagnetischen Wechselwirkung bastelten. Die Brechung der Symmetrie
> >> > des Higgs-Feldes ergab sich dann spontan bei kleinen Energien.
> >> > Das besonderes am Inflatonfeld war ja nun, dass es unabhängig vom

> >> > Skalenfaktor a(t) sein sollte. Aber auch hier, wie bei praktisch allen
> >> > Modellen, gibt es das Problem, dass alle Zutaten sorgfältig abgestimmt
> >> > sein mussten, damit es überhaupt zu unserem Universum kommen konnte.
>
> >> > Die Feldgleichungen kommen tatsächlich erst dann wieder zum Einsatz,

> >> > wenn das skalare Expansionsfeld vorliegt. Wie diese Feld jedoch aussehen
> >> > soll, das sagen sie jedoch leider eben nicht.
>
> >> das ist ja auch nicht ihre Aufgabe.
>
> >> > >> Weil es
> >> > >> gemeinerweise nicht nachgewiesen werden konnte,
> >> > > nach dem Higgs-Boson wird doch noch gesucht.
>
> >> > Ja, aber selbst wenn man es findet, erklärt es noch nicht die Form des

> >> > Feldes, wie es sozusagen abrollt.
>
> >> warum nicht?
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