[ger.ct] Re: IT ist kaputt

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Henri Ducard

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Sep 23, 2022, 4:00:04 AM (7 days ago) Sep 23
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From: Gerrit Heitsch <ger...@laosinh.s.bawue.de>
Newsgroups: ger.ct
Message-ID: <tggc4q$j64$1...@news.bawue.net>
Subject: Re: IT ist kaputt
Date: Thu, 22 Sep 2022 09:11:55 +0200

On 9/22/22 08:28, Andreas Bockelmann wrote:
> Gerrit Heitsch schrieb:
>> On 9/21/22 23:51, Lars Gebauer wrote:
>>> https://www.unternehmeredition.de/kurzmeldungen/kuechenhersteller-rational-einbaukuechen-solutions-insolvent/
>>>
>>>
>>> | Nach Angaben des Insolvenzverwalters ruht die Küchenproduktion derzeit
>>> | aufgrund eines Totalausfalls entscheidender Teile der Serversysteme,
>>> | mit der Planung und Produktion der Küchen und wesentliche weitere
>>> | Unternehmensprozesse gesteuert werden. Nach einem Stromausfall in der
>>> | Region habe es eine erhebliche Beschädigung der IT-Server gegeben, der
>>> | zu einem irreparablen Datenverlust geführt habe.
>>
>> Ah, da hatte einer keine Backups und auch keinen Desaster-Recovery-Plan.
>
> Vor allem hat sich da jemand keine Gedanken über eine
> USV/Notstromversorgung gemacht.

Falls es eine IT-Abteilung gab hatte die sicher Budget für alles
beantragt aber nicht bewilligt bekommen.

Gerrit

--
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Henri Ducard

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Sep 25, 2022, 4:00:03 AM (5 days ago) Sep 25
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From: Ruediger Lahl <ruedig...@gmx.de>
Newsgroups: ger.ct
Message-ID: <tgi883...@privat.lahls.de>
Subject: Re: IT ist kaputt
Date: Thu, 22 Sep 2022 18:06:58 +0200
Message-ID: <tgi883...@privat.lahls.de>

*Stefan Froehlich* schrieb:

> On Thu, 22 Sep 2022 13:05:18 Ulf Kutzner wrote:
>> Stefan Froehlich schrieb am Donnerstag, 22. September 2022 um 12:58:38 UTC+2:
>>> On Thu, 22 Sep 2022 11:16:34 Ruediger Lahl wrote:
>>> > Es reicht schon, wenn die Liste mit den Zulieferern abhanden
>>> > gekommen ist, um die Auftragsabwicklung nachhaltig zu stören.
>>> > So einem Kleinunternehmen kann das bereits das Genick brechen.
>
>>> Ich finde es bemerkenswert genug, dass es nicht von allen
>>> relevanten Dokumenten Ausdrucke bzw. in den restlichen Fällen
>>> PDF-Kopien auf irgendwelchen minder relevanten Rechnern gibt; das
>>> widerspricht ganz massiv meinem Erfahrungsschatz. Das Unternehmen
>>> muss, so klein es auch sein mag, hervorragend durchdigitalisiert
>>> sein - mit Ausnahme des Backups halt.
>
>> Und die Software nebst Einstellungen für die Fertigung eben
>> nochmal eindaddeln, wenn die auf keinem Computer mehr abrufbar
>> aufliegt?
>
>> Ich hörte mal, dem Betreiber eines Hochregallagers sei sein
>> elektronisches Inhaltsverzeichnis abhandengekommen. Der hatte dann
>> auch länger zu tun, sich zu sortieren.
>
> Es ist immer eine Frage der Größenordnung; bei einem Lager mit ein
> paar Dutzend Transaktionen pro Minute wird man mit einem
> klassischen, nächtlichen Backup nicht sehr weit kommen.
>
> Aber noch einmal: Wir reden hier von Aufträgen für einen 64-Mann
> Betrieb. Wieviele können das schon gewesen sein?

Ein Blick auf die Webseite zeigt Luxusküchen, die auch nach Dubai
geliefert werden. Die werden keine große Stückzahl bauen, aber
wahrscheinlich absolut hochpreisig. Wenn da ein Satz Bestellungen im
Datennirwana verschwinden, geht das gleich an die Substanz. Hier ist es
ein Ausfall der gesamten Produktion auf nicht absehbare Zeit. Die
wartenden Kunden werden sich zwangsläufig woanders umsehen. Die wollen
möglichst pünktlich einziehen. Damit sind ALLE aktuellen Aufträge weg
und da man damit in finanzielle Schieflage geraten ist, steht auch ein
Fragezeichen hinter den Aufträgen, die man nach einem Neubeginn der
Produktion vielleicht noch in-time abarbeiten könnte. Auch da wird die
Kundschaft Sicherheit haben wollen, die sie momentan wohl nicht bieten
können, so dass auch diese Kunden abspringen werden.

Die müssen bei NULL neu anfangen.
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