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[de.alt.talk.unmut] Re: Spamschleuder YouTube

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Henning Sponbiel

unread,
Jan 31, 2024, 9:00:05 AMJan 31
to
From: Andy Angerer <and...@angerer-bodenlos.de>
Subject: Re: Spamschleuder YouTube
Newsgroups: de.alt.talk.unmut
Date: Wed, 24 Jan 2024 21:34:11 +0100
Message-ID: <l1dai3F...@mid.individual.net>

Am 24.01.24 um 20:58 schrieb Peter Veith:
>
> Es soll noch Menschen geben, die TV-/Medienprogramme gern noch zu zweit
> sehen, den eigenen Partner bevorzugend, und dazu nicht im Arbeitszimmer
> auf einen PC-Monitor starren wollen.

Ah: Jungverliebte.
Ein paar Jahre später brauchen sie zwingend getrennte
Räume für den Medienkonsum. Mit schalldichten Türen!

--
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Andy Angerer

unread,
Feb 3, 2024, 4:00:05 AMFeb 3
to
From: Torsten Mueller <muel...@runbox.com>
Newsgroups: de.alt.talk.unmut
Subject: Re: Spamschleuder YouTube
Date: Thu, 01 Feb 2024 07:19:05 +0100
Message-ID: <yqt34uc...@runbox.com>

Dietz Proepper <dietz....@rotfl.franken.de> schrieb:

>> Nach zwei ordentlichen Frost-Nächten im Wald säuft tatsächlich jeder
>> alles, und sei es Waschbenzin (abgesehen natürlich von dem gefrorenen
>> Wasser in der Feldflasche).
>>
>> BTDT
>
> Waschbenzin? Und Du kannst davon berichten? Hast Du noch eine Leber?

Hinten im dritten Zuch (also eigentlich weit weg) gab's Absonderliches.
Das ist ja immer der Teil einer Kompanie, wo sich allerlei
tageslichtscheues Gesox zusammenfindet. Die fraßen dort Knoblauch, das
haste nich lange ausgehalten. Die experimentierten dort auch mit
Spiritus und allem möglichen. Irgendwer wollte erfahren haben, man müsse
technische Alkohole u.ä. nur durch ein Brötchen filtern, dann könne man
das gefahrlos trinken. Die Filteranlage hab ich gesehen, ob und wieviel
davon sie wirklich getrunken haben, entzieht sich meiner Kenntnis.

> Alkohol ist da vergleichsweise harmlos.

Eine gelegentlich wahrgenommene Aufgabe des UvD (meist dann, wenn es ein
Fremder war) beim abendlichen Stubendurchgang war die Kontrolle der
persönlichen Feldflasche eines jeden Mannes, worin stets
quellfrischestes Wasser befohlen war. Er ließ die Flaschen öffnen und
roch daran. Der Trick war, ihm gleich zu Beginn und mit dem Ausdruck
selbstkritischen Bedauerns möglichst gleich drei, vier Flaschen mit
definitiv nicht frischem Wasser hinzuhalten, sondern halt mit solchem
von vorvorgestern, in dem sich schon Algen bildeten. Dann verzichtete er
(mit etwas Glück) darauf, auch noch an der fünften, sechsten und siebten
Flasche zu schnuppern. Denn dort drin befanden sich Dinge, die nicht
nach Algen riechen konnten.

T.M.

Henning Sponbiel

unread,
Feb 7, 2024, 4:00:05 AMFeb 7
to
[Moderator's note: gekürzt]

From: Frank Hucklenbroich <huckle...@gmx.net>
Subject: Re: Spamschleuder YouTube
Newsgroups: de.alt.talk.unmut
Date: Fri, 2 Feb 2024 21:18:31 +0100
Message-ID: <ctixo7yg4e31.twqll9vzip28$.d...@40tude.net>

Am Tue, 30 Jan 2024 18:11:25 +0100 schrieb Andy Angerer:

> Am 30.01.24 um 16:11 schrieb Juergen Pfingst:
>> Am 30.01.2024 um 15:34 schrieb Andy Angerer:
>>> Am 30.01.24 um 13:15 schrieb Henning Sponbiel:
[...]
>>>> Ich nahm an, dass Andy den Verstorbenen in klarem Vorteil sieht.
>>>
>>> Das stimmt; du kennst mich recht gut inzwischen.
>>>
>> Man kann das ja so sehen, unterschreiben würde /ich/ das allerdings nicht.
>
> Ich beneide fast jeden, dem es erspart bleibt, alt zu werden.
>
>> Plötzlich muss ich an den Panzerschützen S. denken. Der wohnte in
>> Dortmund, hatte ein Auto und nahm mich einige Male mit.
>> Das war ein brandneuer Opel (er arbeitete dort) Ascona, 1900-er
>> Maschine. Wir schmissen unsere Klamotten in den Kofferraum. Dann drückte
>> er mir den Schlüssel in die Hand, "fahr du". Ich fuhr die kapp 200 km in
>> vielleicht zweieinhalb Stunden oder so. Währenddessen drehte er sich
>> gemütlich eine komplette Pulle Korn (0,7 l) in die Birne.
>
> Ich bin immer noch froh, dass mir der Bund erspart blieb.

Ich bin auch froh, daß ich das nicht mitmachen musste. Ich kam beim
Katastrophenschutz unter, da wurde während der manchmal stattfindenden
Wochenend-Übungen auch viel gesoffen. Fahrt von Köln in die Eifel, an
der ersten Autobahnraststätte rechts ran und ein Kasten Bier gekauft,
der wurde dann während der Fahrt geleert (wie viele waren wir, vier oder
sechs?). Der Fahrer trank auch am Steuer aus der Flasche, auf der
Autobahn, so gemütlich mit 120, wir hatten ja ein Blaulicht auf dem
Dach, da konnte uns niemand was.

Im Eifeldörfchen wurden dann auf einer Wiese große Zelte aufgebaut, ein
Kamerad versuchte dann im Suff eine viel zu große Tanne zu fällen, fürs
Lagerfeuer, und es gab eine alkoholgeschwängerte Begegnung mit Jägern im
Wald, wo wir eine "Orientierungsübung" machten und da lief gerade eine
Treibjagd, da standen wir dann auf einmal einem sehr angepissten
Grünrock mit geladener Flinte gegenüber, der es uncool fand, daß wir mit
einer Kiste Bier und einem Ghettoblaster mit der aktuellen Bundesliga am
Ohr durch den Wald gestolpert sind. Es fiel dann von einem Kameraden der
Spruch "Arme Rehe abknallen, ja das haben wir gerne!". Wir haben ihn
dann irgendwie noch ruhig stellen können, denn der wollte dem Jäger ein
paar auf die Nase geben, was eine dumme Idee ist, wenn der eine geladene
Langwaffe trägt.

Es gab dann am Abend noch fast eine Massenschlägerei mit den Dorfnazis
in der Dorfkneipe, und der Sohn des Bürgermeisters hat uns im völlig
besoffenen Kopp von der Kneipe durch dunkle Felder zurück zu unseren
Zelten gefahren ("Ich kenne die Polizisten hier, jetzt sind die längst
im Bett").

> Dennoch scheine ich da einiges versäumt zu haben. Mir wurde
> zB von ehemaligen Pflichtsoldaten berichtet, dass man dort gar
> nicht so sehr das Saufen, sondern vielmehr das Kiffen lernte.

Das lernte ich seinerzeit vom Sohn eines Zollbeamten, der in einer
gutbürgerlichen Gegend lebte und zu seinem 18. Geburtstag so ein
1-Meter-Nudelglas in eine gigantische Wasserpfeife umgebaut hatte, mit
einem Gardena-Gartenschlauch als Mundstück. Damit saßen wir dann draußen
vor den Augen aller Nachbarn auf dem Balkon.

War eine lustige Zeit!

Grüße,

Frank
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