Patric Mueller wrote:
> Was darf in einem Zukunftsdoku nicht fehlen?
> Fliegende Autos, was sonst?
> Die waren schon vor 50 Jahren in, also werden sie es auch noch in 50
> Jahren sein.
Zukunftsprognosen, ich liebe sie: Im 19. Jahrhundert betrug die
Durchschnittsgeschwindigkeit eines Londoner Pferdedroschkentaxis um die
14 km/h. Im 21 Jahrhundert beträgt die Durchschnittsgeschwindigkeit
eines Londoner Taxis um die 14 km/h. Im 23. Jahrh. beträgt die
Durchschnittsgeschwindigkeit eines Londoner Lufttaxis meiner Prognose
nach 14 km/h. Das war jetzt auch nicht schwer;-)
1908, im "Appleton's Magazine", schrieb Harold Bolce, dass die größten
Probleme der modernen Städte der Pferdebetrieb sei. 20.000 New Yorker
stürben jährlich durch Krankheiten, verursacht durch Pferdemist.
In einer Ausgabe, ich glaube, es war die New York Times zur selben Zeit
(die genaue Zitierung habe ich gerade nicht zur Hand) wurde
prognostiziert, dass die Stadt in 50 Jahren im Pferdemist ersticken
würde.
(Nein, es handelt sich hierbei nicht um das Zitat des britischen
Zukunftsforschers John C. Edwards: "Wenn es im Jahre 1879 schon
Computer
gegeben hätte, würden diese vorausgesagt haben, daß man infolge der
Zunahme von Pferdewagen im Jahre 1979 im Pferdemist ersticken würde.)
Allerdings hatten die Pferde einen großen Vorteil: 1916 wurden in
Chicago von 1215 gestohlenen Pferden, bis auf 26, alle wieder gefunden.
Die meisten liefen von alleine zum heimatlichen Stall, während von 3295
gestohlenen KFZ lediglich 2336 wieder gefunden werden konnten.
> Solange man nicht endlich eine GUTe Theorie entwickelt, sehe ich
> schwarz für ein "Volksaeromobil". Ohne eine billige Art der
> Antigravitation dürfte der Energieaufwand viel zu gross sein.
Hm, die Frage ist, ob der Individualverkehr überhaupt noch in dem
Umfang notwendig sein wird. Vorstellbar wäre ein Sensorium, welches
menschliche oder nichtmenschliche Wahrnehmungen aufnehmen,
digitalisieren und übertragen kann. Beim Empfänger wird das Ganze dann
zurücktransformiert, so dass dieser das Gefühl hat, tatsächlich am Ort
des Geschehens dabei zu sein. Und wer weiß, vielleicht wird es dann
auch eine Existenz im Cyberspace geben. Man reist dann als virtuelle
Persönlichkeit nahezu mit Lichtgeschwindigkeit von Ort zu Ort. Am
Zielort bedient man sich eines Leihkörpers, auf Wunsch mit diversen
Extras, bei der nächsten Rent-a-Body-Agentur... Allerdings wird sich
die Durchschnittsreisegeschwindigkeit durch die Zunahme des
Datenverkehrs auf 14 km/h (siehe Londoner Taxi)reduzieren ;-)
> Ich frage mich, ob schonmal einer als Alternative zu fliegenden Autos
> Magnetschwebeautos vorgeschlagen hat.
Hm, so etwas ähnliches: Dominique Girard erfand um 1854 eine
Wassergleitbahn, siehe auch
<http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkissengleitbahn> oder zur Technik
<http://fdelaitre.club.fr/Girard.htm#DESC>
Die Wasserkissengleitbahn wurde 1871 von M. Barre, nach dem Tod
Girards, um 1870/1871 weiterentwickelt.
Das Prinzip war etwa wie folgt: Räder werden durch Eisenkufe ersetzt,
die auf einer Schiene auf einem dünnen Wasserfilm gleiten. Auf der
Unterseite des Zuges befanden sich Schaufeln die durch Wasserdüsen,
welche entlang der Schienen angebracht waren, angetrieben wurden. Die
Bahn fuhr u.a. 1889 auf der Weltausstellung in Paris und war
vielbeachtet. Leider war damals ein Winterbetrieb nicht möglich. Mit
heutigen Technologien könnte ich mir das gut in modifizierter Form
vorstellen.
> Die Idee einen Zelldrucker aus einem handelsüblichen
> HP-Tintenstrahldrucker zu basteln, fand ich herrlich. Die Idee ist so
> spinnert, die musste geradezu funktionieren.
So etwas gibt es schon, allerdings noch recht "primitiv".
Grüße
Harald
--
_Credo quia absurdum est._
email: Ma...@Cavet.de
web: http://www.cavet.de/
--
Submissionen fuer de.alt.netdigest bitte an
<de-alt-n...@moderators.dana.de> schicken.
Der Einsender ist fuer den Inhalt der Einreichung verantwortlich,
nicht der Moderator der Newsgruppe.